Indiana Tribüne, Volume 24, Number 191, Indianapolis, Marion County, 29 March 1901 — Page 2

Jndiana Tribüne. 29 März 1901.

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In der Wüste. Wiikn in der unendlichen Wüfle, im brennenden Sandmeer der Sahara mit den Spiegelbildern der Fata Morgana, die uns ferne Seen vorzaubert, erschei nen an den äußersten Grenzen des Horizonts die Oase und ihre Palmen. Ueber den wenigen staubigen Blättern, welche den einzigen Schattenfleck auf der Sonmnfläche bilden, erhebt sich das Minaret der Moschee mit seinem glitzernden Balcon aus azurblauer Fayence mit dem konischen Glöckchen, welches wie eine Krone die drei Kugeln und den kupfernen Halbmond überragt. Da entreißt sich jeder Brust ein Schrei der Freude, denn das Ziel ist erreicht. Seit fünf Tagen marschirt die vierte Strafcompagnie der afrikanisehen Bataillone in der unerbittlichen Sonne. Der Soldat, den Rücken von Ruthenstreichen zerfleischt, niedergedrückt durch den Tornister und dieWaffen, schreitet, allen Stürmen der Verzweiflung ausgesetzt, mit zerkratzten Fingern, mit zuckenden, durch epileptische Schmerzen verzerrten Beinen, seines Weges dahin. Plötzlich erklingt heiter und fröhlich der Gesang des Glöckchens. Der Hauptmann war sich bewußt, wie nöthig es sei, den Muth der Soldaten zu beleben, um die wemgen Kilometer zurückzulegen, welche sie noch von der neuen Garnison, der Schanze an den äußersten Enden der Sahara, trennte. Und die Glücklichen", ihrErmüdung und Mühsal veryessend, beginnen in der Erwartung der künftigen Wonnen ihrer Beköstigung und ihrer Ruhe die heiteren Lieder zu singen, welche ihnen als Ersatz für die Militärmusik dienen. Endlich ist man angekommen. Aber den Ausrufen der Befriedigung folgen bald laute Flüche. Die Intendanz zeigt wieder ihre gewohnte Nachlässigkeit, die neue für die Truppen bestimmte Unterkunft ist nicht fertiggestellt: es muß in Zelten geschlafen werden. Und es herrscht eine Unordnung, ein unbeschreiblicher Tumult, mit Schimpfen und Klagen und Rippenstofcn inmitten der herbeigelaufenen arabischen Bevölkerung, die, stumm in ihrem verhaljenen Zorn als Besiegte, die Entbehrungen und die Unlust der verhaßten Franzosen beobachten will. Immerhin ist die erste Unterbringung schlecht und recht durchgeführt. Es naht die Stunde der Mahlzeit. Die Bertheilung ist vor sich gegangen. Im umgestürzten Deckel des Kochgeschirrs, der Soldatenschüssel. eine Hand voll Salz, gelochtes Fleisch und schmutzige, wie eine geschundene Haut schwarz And blau gcfleckte Kartoffeln. In jedem andern Fall würde sich bei diesem fetten Spülwasser der Ekel erheben. Aber diese Glücklichen" können nicht genug von der unappetitlichen Mischung bekommen. Der Lieutenant Grandidier hat seine Ordonnanz gerufen ... er ist der rechte Typus von einem wüthigen Officier, ein kraftvoller Mensch mit unschuldigen Augen, schief über dem Ohr getragenen Käppi, den Manieren eines beliebten Vorgesetzten und dem vollkommencn Verständniß für den Soldaten. Mongin, die Ordonnanz, tritt unwillig, ohne sich zu beeilen, näher. Er ist. wie die Officiere es nennen, der richtige Typus eines starrköpfigen Thunichtgut". Erst Lehrer, dann Typograph. Magnetiseur, hat er alle Berufe durchgemacht, ehe er zum Reg!ment eingerückt ist. Er hatte als Eorporal die Kasse bestohlen und wurde deshalb in die afrikanische Strafcompagnie eingereiht. Lieutenant Grandidier, der, wie er, in einem kleinen Dorfe Lothringens geboren war und in ihm einen Landsmann entdeckt hatte, nahm ihn zu seiner persönlichen Bedienung, um ihm ärgere Strapazen und die Abbllßung seiner Strafen zu ersparen. Nun, ein wenig schneller," rief der Lieutenant zornig. Und leiser: Du hast schlecht gegessen. Mongin. Sag nichts. Es bleiben in meinem Speisevorrath noch einige Flaschen Kirsch, den ich von meiner Mutter geschickt bekommen habe. Nimm den Rest in dieser Flasche hin und theile ihn mit Deinen Kameraden." Mit leuchtenden Augen und einigen schwachen Worten des Dankes ergriff Mongin die Flasche, die er rasch in seiner Tasche verschwinden ließ. Das Trompetensignal, dessen melancholische Klagetöne sich ersterbend in die aufnehwende Stille der Wüste verlieren, zeigte soeben das Auslöschen der Feuer im Lager an. Wie ein großer, mit goldenem Flitier bestreuter Fächer breitet sich der Abendhimmel aus. Da erscheint plötzlich ein Heller Fleck in der glänzenden Decke des. Firmamentes. Es ist "5er Mond, der seine weißen Strahlen endlos über die ungeheure Sandwüste wirft. Die Nacht ist feucht. Ein Geruch von Erde.Moschus und wildwachsenden Pflanzen steigt in die Lüfte. Fern in der stillen, weiten Runde erhebt sich ein langsames, stets wiederkehrendes, sangartiges Sprechen, von dem dumpfen Ton eines unharmonischen Tam-Tam begleitet; der flackernde Schein des letzten Feuers erhellt allein noch das zur Äuhe gegangene Lager. Plötzlich ertönen aus dem Zelt des Lieutenant Grandidier fünf Schüsse. . . Darauf furchtbares Geschrei, das Klirren eines Säbels und der Fall eines Körpers. Der Unterlieutenant dckEorb!ere,'ein soeben auö der Kriegsschule entlassener Jüngling, stürzt, den Revolver in der Hand, zu seinem Kämeraden. Bnm Eintreten in daö Zelt

stößt er cm einen Korper, der quer vor der Thür liegt. Ruhig aufrecht stehend, wischt Lieutenant Grandidier den Griff seines Säbel? ab, auf welchem einige Tropfen Blut perlen. Verteufelter Trunkenbold," murlnclt er zwischen den Zähnen. Was geht denn vor?" ruft de Eorbiere. Bist Du überfallen worden?" Es ist nichts. Nur einfach eine Strafe, die ich meiner Ordonnanz gegeben habe. Ich hatte ihm einen Rest von meinem Kirsch geschenkt; er trank ihn ganz aus .... Nun, toll und voll, wie er war, ist er soeben während meines Schlafes in mein Zelt hereingeschlichen, hat meinen Revolver genommen und ihn auf mich entladen. Zum Glück war es so dunkel, daß er nichts sah. Er hat mich gefehlt. Darauf ergriff ich meinen Säbel bei der Hinge . . und nun liegt er da ich glaube halb todt." Der Schuft ... ich werde ihn forttragen lassen." Nein, sage nichts, der Eommandant schläft fest. Sein Zelt ist am anderen Ende des Lagers, vielleicht hat er nichts gehört. Wenn wir reden, verstehst Du. ist es zu Ende mit dem Burschen da. Das Militärgericht versteht keinen Spaß." Eorbiere erwiderte nichts. Stumm drückte er die Hand seines Lieutenants und ging in sein Zelt, ohne die Schlasenden zu wecken. Wollköpfe und Schlangen.

Man kann gewiß nicht sagen daß die Schlangen viele Freunde im Menschengeschlecht haben. Aber schwerlich ist bei irgend einer Gattung Menschenlinder die Feindschaft gegen Schlangen größer, als bei unseren Schlvarzen; sie erhält in diesem Falle durch uralte abergläubische Begriffe noch eine eigenthümliche Färbung. Am besten läßt sich dies beobachten, wo Neger in größerer Anzahl mit Landbau-Arbeiten beschäftigt sind und zu gewissen Zeiten des Jahres sehr häufig mit den unheimlichen Reptilien unerwarteterweise zu thun haben. So sehr aber ein Wollkopf eine Schlange auch haßt, wird er niemals eine tödten, wenn er irgendwie drum herumkommen kann. Denn er glaubt. dlß nichts in der Welt so geeignet sei, Unglück und Mißgeschick zu bringen, wie eine Schlange zu tödten, namentlich die erste, welcher man beim Auspflügen der Erde begegnct, das heißt, man darf ste nicht auf eine der gewöhnlichen Arten tödten, wohl aber ist eine besonders grausame Behandlung gestatt,:! und gilt sogar für sehr g l ü ck b r i ng n d, nämlich: Die Schlange lebendig in's Feuer zu werfen! Durch die fen Proceß soll das verhaßte Geschöpf gezwungen werden, seine Füße zu zeigen". Denn die Neger glauben fest, daß alle Schlangen Füße haben, die jedoch unter gewöhnlichen Umständen unsichtbar sind. Wenn sie keine Füße hätten", fragt die Logik des Negers, wie könnten sie sonst so rasch laufen?" Es sind indeß keine nähere Angaben über diese Schlangensüße verbreitet, und es scheint darnach nicht, daß schon sehr häufig Schwarze auf dem Felde Gelegenheit gehabt ode? benutzt haben, Schlangen in ein Feuer zu werfen. Uebrigens, so ganz und gar absurd ist dieser Glaube an die Schlangenfüße nicht. Es ist wenigstens nicht ausgeschlössen, daß derselbe ein herkömmliches Ueberbleibsel von einer ehemaliqen wirklichen Thatsache bildet. Alle Schlangen haben nämlich noch verkümnette Spuren von Füßen, und von ein:r Schlangengattung weiß man. bei welcher diese rudimentären Ueberbleibse! noch stark genug hervortreten, daß sie förmlich Sporen an beiden Seiten bilden. Für die Bewegung aber haben bekanntlich die zahlreichenRippenpaare die Aufgabe der Füße übernommen, und Manche behaupten, daß die FußRudimentc in den allermeisten Fällen einfach mit den Rippen verwachsen seien. Und merkwürdigerweise hat z. B.- eine Schlange einer bestimmten Gattung von sechs Fuß Länge genau dieselbeZahl Rippen, wie eine Schlange ähnlicher Gattung, die nur einen Fuß lang ist. Die N?ger haben auch einen unaemein scharfen und weitreichenden Gcruchssinn für Schlangen. Obgleich nicht jeder Wollkopf. wie schon gesagt worden ist. eine Schlange auf 300 Fuß Entfanung riechen kann, sondern diese Fähigkeit mannigfach abaestuft ist. sind dock alle Schwarzen aroß? Scklangenr:eck'?r. Viele Neoer können sich in der untrüglicken Schärfe dieses Sinnes mit den. bestcn Jaadhundcn. binsicktlich des Spürsinnes 'derselben für Wld. veraleickn. Und es ist f?rn?r eine merkwürdige Thiisache. daß selbst ein aanz.er Klumnen SÄlana:n. frWcr sich irgendwo rnif einem Felsen cftn sonnen, sich für eine Negernase nicht so eindrinalich wlibrnehmar macht, wie eine einnc?e Scblane. S' sick in twr Erdfurcke birat! Erw'ibr-:nswertb ist auch, daft die besten Schnnriecker rft A"snabme anck bei Weitem die größte Furcht vor Schlangen haben.

Die Ausnahme. Staatsanwalt: Auf die zu Gunsten ves Angeklagten lautende Aussage der Ehefrau'ist natürlich wenig Gewicht zu legen!" Angeklagter': Erlauben Sie, Herr Staatsanwalt, wenn die was an mir zu loben findet, da dürfen Sie'L gewiß glauben!"

Nrclische Wttdv s lderungen.

Die Gesammt - Physiognomie der Thierwelt im hohen' Norden bietet häusigere Veränderungen, als von Vielen vermuthet wird, und nicht alle diese Veränderungen werden durch das Eingreifen des Menschen verursacht. Einige interessante Mittheilungen darüber liegen neuerdings aus Grönland vor. Als Dr. Nathorst im vergangene Sommer in.der Nähe von Eap BergHaus kam, war er sehr überrascht. cc einige Jäger, die erst kürzlich nach d:r Ostlüste gegangen waren, ihm das Fell eines weißen Wolfes zum Verkauf anboten. Nach Allem, was er wußte, hatte niemals einer seiner Vorgänge in diesem Theil Grönlands den arctischen Wolf gesehen. Bald darauf b:gegnete auch seine Partie bei verschi:denen Gelegenheiten solchen Wölfln und fand zahlreiche Spuren, die auf eine Menge derselben schließen ließet. Dr. Nathorst bildete Ich eine vollständige Theorie über Sie Wanderurg dieser Wölfe, die früher sogar an t:r Nordwestküste Grönlands nur selten vorkamen. Nach seinen Feststellungm kamen diese Thiere von der amerikaNischen Inselgruppe an der Wchküste Grönlands, bewegten sich dann an dieser Küste entlang nordwärts, bis sie das nördliche Ende erreichten, und zogen sich schließlich südwärts an der östlichen Küste entlang. Und diestr Wolfs - Wanderzua wurde durch keine Temperatur - Verhältnisse oder Verfolgungen oder gar durch bloße Laune verursacht, sondern der Magnet, welcher die Wölfe anzog und nach sich zog. waren die Moschus-Ochsen (auch Bisam - Ochsen genannt.) Ueberall in diesen Gegenden, wo die MoschusOchsen sich ausbreiteten, folgten d'e Wölfe ihnen nach, und sie jagten d'e Moschusochsen geradezu an der Nortküste herum. Aber noch andere Folgen hatte d'e Wanderung dieser Wölfe. Die Nenrthiere, welche früher sehr zahlreich hierum waren, verminderten sich stark und Dr. Nathorst war sehr verwundert darüber, daß die Rennthiere so selten geworden. Auch sind dieselben bedeutend wilder als früher. Zum Theil scheinen die Rennthicre sozusagen einen Schild für die Moschusochsen gebildet und eine noch größere Decimirung der letzteren verhindert zu haben, da die Wölfe, wo sie Rennthicre genug fanden, dieselben vorzogen, bis die Zahl dieser Opfer zu stark erschöpft war. Dieser Proceß geht jetzt noch vor sich, und man fürchtet, daß die Wölfe schließlich die Rennthiere irr östlichen Grönland völlig ausrotten könnten, was sehr zu bedauern wäre. Ferner haben diese Bestien auch unter den Blaufüchsen bedenklich ausgeräumt. Uebrigens haben sie mit diesen Thieren leichteres Spiel, als mit den Moschusochsen, die namentlich, wo sie noch, in größerer Zahl auftreten, größere Widerstandsfähigkeit zeigen. alZ Rennthiere und Füchse. Auch die Jäger haben gefunden, daß Moschusochsen nicht zu verachtende Gegner sind und verwundet zu grimmigen Angreifern werden können; im Sommer sind es sehr friedliche Thiere, aber in de: Herbstzeit werden sie schon bei der bloßen Annäherung des Jägers leicht aggressiv. Bei alledem scheinen sie sich nicht auf die Tauer gegen jene Wölfe beHäupten zu können. Am östlichen Grönland macht das Pack - Eis sehr schwierig für Jäger, die Küst: überhaupt zu erreichen; nördlich vom 75. Breitegrad ist ein langer Küsten--strich stets von Eis gesperrt, und hierherum fanden die Moschusochsen noch ihren besten Unterschlupf, konnten sich vermehren und hatten thatsächlich von keinem Feind etwas zu fürchten, all von dem Polarwolf. Aber soweit die Thiere nicht hier ihrem Feinde trotzten, sondern sich nach Südosten hin drängen ließen, wurden und wer--den sie von Wölfen und Jägern be drängt und in Menge getödtet. Eanadische Jäger gehen schon seh Jahren mit dem Gedanken um, Mo schusochsen lebendig zu fangen, in da Gebiet der Civilisation zu bringer. und zu zähmen; aber bis jetzt Haber, sie keinen Erfolg damit gehabt, und nur einige wenige Exemplare dieser interessanten Thiergattung sind ir: neuerer Zeit von besonderen Expedition nen gefangen und über den Ocean ge--bracht worden, ohne daß man bis jetz: sagen kann, ob sie in der Gefangen--schast gut gedeihen werden. Si: würden, wenn es möglich sein sollte, sie in größerer Anzahl zu , zähmen, wohl ganz dankbare Thiere für nörd.--liche Länder werden, selbst unter ncht kärglichen Nahrunas - Verhältnissen: sogar ihr Fleisch ist. wenn es auch einen schwachen Moschusgeschmack hat, sehr genießbar, namentlich solches der Kühe, und auch Haut und Haare lassen sich gut verwenden, geben sogar sehr dauerhafte Kleideranzüge, wie auch Dr. Nathorst solche mit Stol aufweist.

,A ch s o ! Der Redakteur Haxlinger steht mit seinem Freund Tretloff vor einem Barnum - Plakat: Da mußt g'rad staunen, was der Barnum nicht Alles bringt!" Das ist wahr, er hat sogar einen Radfahrer, der sich selbst über den Bauch fährt." Na ist's möglich!" Ja mit der Hand natürlich."

Taglicher Marktbericht. Vieh markt. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 29. März. Rindvicb. Auserlesene bis prin:z Stiere, 35V Psd. u:. . aufwärts 5.10 5.C0 Gute bis mittlere Stiere 350Pfd.nnd aufvärts 4.00 5.10 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Psd 4.60 5.25

Gute bis mittlere 1150 bis

1300 Psd. Stiere.... 4.20 4.60

Mittlere öis gute Stiere

900 bis 1100 Pfd.... 4.00 4.60

Gute bis gewählte Rinder. 3.85 4.50

Mittlere bis gute Rinder. 3.40 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 3.35 Gute bis arwählte Küie.. 3.75 4.25

Mittlere bis gute uh.. 5.00 3.60

Gewöhnliche alte Kühe . . 1.50 2.75

Kalbcr 6.00 7.00

Schwere Kälber 3.50 5.75

Prima bis fancy Export

Bullen 3.75 4 25

Gute bis gewählte Schläch

ter Bullen 3.40 3.65 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 3.76

Gute Kühe mit Kalb.... 530 $40

GewöhnlicheKühe mit Kalb $15 52k S cb v e in e. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere 55.95 6 10 Gemischte. schw.Packing 5.90 5.95 Gute bis wtifyUt leichte 5.95 6.00

Gewöhnliche leichte 5.85 5.92$

Plgs 5.25 5.85 Roughs 5.25 5.65 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 5.50 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 4.C0 5.00 Gute bis gewählte Schafe 4.C0 4.50 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 3.75 Stockcrs 2.75 3.50 Böcke, per 100 Pfd 2.75 3.50 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas 52.50 per Dußend. Citronen, $3.00 für 360. Aepfcl, 51.75-54.50 per Faß. Feigen, 12$c-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per hundert. Cranbcrries 52.75 per Vushcl Crate Orangen, 52.7553.25 per Box. Erdbeeren 35c per Quart. Rhubarb 25 30: per Dutzend. Alte Gemüse. Kraut, 51.50 per 100. Zwiebeln, Spanische 52.00 per Crate; rothe Globe 51.50 per Bufhel ; weiße Globe 53.50 per Faß. Kartoffeln, ?1.45 per ftafe: prima

Burbanks und runde weiße 50c per

Bushcl; zum Versandt gepackt, 5c mebr. Süßkartoffeln-Jersey 53.00 per Faß. Illinois 52.75. Cclery, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c ver Faß. Parsnips gewaschene 52.00 perFaß. Neue Gemüse. Blumenkohl 51.50 per Dutzend Schallots per Dutzend Bunches 40c Tomatocs Crate von 6 Körbchen 54 Radieschen per Dtzd. Bunches 50c Salat 11c per Pfund; Kopfsalat 54.00 per Faß. Spinat, 40c per Dutzend Bunches. Rothe Rüben 10c per Dtz. Bunches Kehl 51.25 per Faß Oysier Plant 25c für 2 Dutzend Bunches.

Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6j-7c; hiesige Stiere 7$-7c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 6Ac-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfun 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6$c; Stier Vordcrvicrtel 7c; Stier Hinterviertel 91c; Rind hinterviertel 8c; Rind Vor serviertet 6c; Kuh Vorderviertel 5c; Kuh Hinterviertel 7$c. Frisches Kalbfleisch Kälberc; Hin. tervicrtcl 13c; Vordcrvicrtel 8c. Frisches Schasflcisch Lämmer per Psd. 9c; Schafe 7U; Schenkel 10c; Raus, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10c11c ; Cettage Schinken 8c ; gehäu tcte Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10$c ; Tender loins 18c ; Spare Ribs 6$c ; Tail Boncs 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 12c; 15Pfund 12c; 12-10 Pfund 12ic; Zweite Qualität 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12 Pfund Ilse; 10 Pfund Ilse. Ealifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 84c; 10 bis 12 Pfund 8$c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Eured 14c; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13zc; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt lljc; 5 Vfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. - Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 12. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 10$c; Klare Bellie8,25bis 30Psd.,10ic; 18 bis 22 Pfd., 10c; 14 bis 16 Pfd., 10ßc; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10Psd.,9c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10Zc.

Schultern, Engl. Curcd 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfurd im Durchschnitt, 8Zc; 10 öis 12 Nfund 8?c . ' 1 Gevöckeltes Schweinefleisch, Knochen, loses Fancy Pig 519.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Skort Clear 15.00: Rumvf 14.50. Gedörrtes Rindflei-ck, Stinken rea Sets. 12c; Außenseiten 104c; Jnnen selten 13jc; Knöchel 13c. " Schmalz, in Ticrceö, 1. Qualttät vz.; 2. Qualität 9c; 3. Qlitö HzWürste, Geräucherte Brummst 8c; frankfurter 72c; Wienerwurst 7fr; Knackwurst 7?c; Bologna in Därm'J 6zc,nTuch6ic

Fische, Slustern und Wildpret. Händlcr.Pretsc: Clams Little Recks 75c per 1U Hummern 25c per Pfund. Shrimps 51.25 per Gallone. Austern BesteBaltimore oderStand ards, 51.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, 51.10 per Gallone; New York Counts, 51.00 per Hundert; New Irk Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Nork Counts 35c; I. S. F. & Co. SelectS 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; 0. K. 18c; R. 15c. ' ' See-Fische. Knochenlose Häringe 8e; Harmge 6c; Perch 5c; Weißfisch 94c; See grellen 9c; Red Snapper8c: Kennebcc Hechte 16c; Blausische 10c Hahbut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catsisch 10c; No.l Pickerel 10c; No 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c.

Getreide. Weizen-No. 2 rother 75jc auf den Geleisen, 75c von der Mühle ; No 3 rother 7H-73c; Februar 75jc auf den Geleisen; Wagenweizen 75c. Korn-No. 1 weiß 42ic; No. 2 weiß 42$c; No. 3 weiß 424c; No. 4 weiß 3j-40ze; No. 2 wein eemisckt au,.

No. 3 weiß gemischt 41c; No. 4 weiß r l ZJCs ol o - 1 rn

L"ttl,2,z-üc; JiQ. 2 gclö 41c; No. 3 gelb 414c; No. 4 oclb 37i-3fUr.

No. 2 gemischt 41ic; No. 3 gemischt 411c; No.4 gemischt 37-394,c; an

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Hühner 7c; Turkeys: jungeHähne IC Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5$c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüstige 44c ; Enten 6c: Gänse 5.40-6.00.

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