Indiana Tribüne, Volume 24, Number 189, Indianapolis, Marion County, 27 March 1901 — Page 2
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JndZana Tribüne. 27. März 1901.
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Der bekannte Shckspeaie'sche Spruch: Die ganze Wdlt ,ist eine Bühne" gehört nicht zu denjenigen, welche sich ohne Weiteres umkehren lassen. Was sich vor den Coulissen abspielt, mag zwar, zur nöthigen künstlerischen Illusion gesteigert, ein mehr oder weniger getreues Bild der Welt von einer gewissen Seite bieten, aber das zugehörige materielle Ende hinter der Coulisse ist oft etwas sehr
wesentlich Anderes! Was z. B. aus
Die Sllber.Windhunde".
Dii jüngsten Vorgänge in England haben vor allem eine Abtheilung in dem Auswärtigen Amt Londons in außerordentliche Bewegung gesetzt es sind dies die Cabinets-Curiere. die den klingenden Spitznamen silvergrey lioiinds" führen. Weder Kabel noch .Fernsprecher noch Eilzüge haben das wichtige diplomatische Amt des Geheimboten abschwächen können. Er hat an Wichtigkeit mit der Zeit nur gewonnen. Er ist auch nicht
der Bühne eine militärische Schlacht- mehr, wie es noch aeaen Mitte dieses
Ausrüstung bildet, würde auch die ! Jahrhunderts der Fall war, halb Bote. . . : . cm : f : i -j a , ! . . . n v rr -
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allermeisten Militärs, wenn es ihrem
Auge zugänglich wäre, höchlich überraschen. In unseren kriegerischen Weltsriedens" - Zeiten dürfte es Manche interessiren, auch einmal ein paar Blicke in den Hintergrund der Bühnenschlachten zu werfen, und sogar den größten Friedensfreunden mag solches einigenSpaß machen. Auf den amerikanischen Bühnen durchschnittlichen Kalibers, mit ihrem stark realistischen Geist, ist diese Schlachtengott - Ausrüstung mitunter von größerer Wichtigkeit, als die ganze edle Kunst im Nampenlicht. Nicht überall sind die bühnenmilitärischen Vorkehrungen ganz gleich; aber das nachstehende Beispiel gehört zu den häusigsten und bewährtesten. Eines der Hauptstücke einer moder nenSchlacht ist natürlich der Artillerie, donner. Die Rüstung der BühnenArtillerie, die ebenfalls sehr gut bedient sein will, besteht meistens aus einer großen Mulde sie ist mitunter ihre 110 Fuß lang, natürlich nur auf bedeutenden Bühnen oder vielmehr hinter denselben einem schweren, handfesten Wagengestell, wie diejenigen, welche von Bahnbediensteten benutzt werden, um ds große Gepäck der Passagiere darauf wegzurollen, und einer leeren Champagner- oder auch Seifenliste. In die Mulde wird etwas Sand gethan (um die Wirkung des Holzes aufzuheben), dann einige lose Backsteine, und auf diese wird Kiesel zur Auffüllunq der Zwischenräume geschüttet. Die besagte Kiste wird mit Stücken alten Eisens, Hufeisen, Feilen, Stücken von Ketten u. dergl. gefüllt und dann auf das .Wagengestell gcbracht; letzteres aber wird in die Mulde gestellt, und auf das Commando: Artillerie in Action. rasch!" beginnt ein bis auf die Hüfte entblößter Mann, aus Leibeskräften das Wagengestell über die Mulde vorwärts und rr.ckwärts zu schieben. Mitunter abk? auch sind zwei kräftige Männer zu diesem Werk erforderlich. Die unebene Oberfläche macht das Wagengestell aufschlagen, und dies bewirkt, daß das alte Eisen in der Kiste furchtbar kollert und rasselt. Es läßt sich damit eine vorzügliche Illusion von rasselnden und donnernden Geschützen hervorbringen. Der dumpfe Schuß selbst ist noch da3 Wenigste. dazu qenügt schon ein, in bestimmten Ab-
sätzen wiederholter Schlag auf eine gewisse Trommel, und man kann sich alle besonderen Explosionsmittel sparen, obwohl solche genug erhältlich sind. Wenn zwei ..Artilleristen" zusammen-
zuwirken haben, so ist gewöhnlich der Eine, mit einem Strick um die Hüfte, an das Wegengstcll gebunden, und der Andere faßt zwei Griffe und besorgt mehr das Lenken als das Schieben. Was auf solche Weise für die Bühne erzielt werden kann, das könnten die vereinigten Kriegsheere dcrWelt innerhalb eines solchen Rahmens kaum übertreffen, und das Publikum möchte glauben, der längst angekündigte Weltenkrieg sei losgebrochen! Angenommen aber, der Hintergrund würde plötzlich sichtbar werden, und die athemlosen, ganz durchschauerteu Zuschauer würden mit einem Male das martialische Zubehör, die Mulde mit dem Wagengestell und der Seifenkiste, und die beiden oder den einen halbnackten Schieber sehen, welch' ein Gelächter würde das Haus erschüttern, wogegen ein homerisches Gelächter noch gar nichts wäre! Doch halt, es wurde noch n'chts von
dem Lichtblitz - Effekt eines Kanonenschusses gesagt. Ein solcher, wenn man ihn bedarf, ist ebenfalls viel einfacher hervorzubringen, als Manche glauben. Man braucht dazu blos Lycopodium durch eine kleine Flamme hindurchzublasen. Lycopodium ist nämlich ein feines und hoch entzündliches Pulver, das aus Isländisch - Moos (Irisli moss") hergestellt wird. Viele haben schon gelegentlich beobachtet, welche Wirkung entstehen kann, wenn qc-
wöhnlicher Staub durch eine Flamme hindurchgeht. Dr Staub verbrennt unter unzähligen Funken, welche die Leuchtkraft der Flamme momentan gewaltig erhöhen können. Dasselbe, aber in großartigerer Weise, thut das Lycopodium. Ein kleines, mit Holz-Spi-ritus gesättigtes Stückchen Schwamm ruht in dem filtergestaltigen Behälter, worin sich das Lycopodium befindet, und nährt die Flamme. Im geeigneten Augenblick wird das Lycopodium mit einem kleinen Blasbalg durch die Tube in die Flamme qeblafen. Früher mußte der betreffende Blitz - Artillerist- dies mit dem Munde thun, aber dies verursachte einen scheußlichen Geschmack im Mund und verdarb dn ganzen Genuß der Abendmahlzeit. Jetzt ist man humaner geworden, wie in der übrigen Kriegführung auch. v Viele verkleinern die Verdiensie Anderer nur, um sich selbst zu trösten.
halb Spion; vielmehr ist der Cabi
netscurier ein Verwaltungsbeamter, dessen Zukunft durch ein Ruhegehalt gesichert ist. Den Spitznamen Süder - Windhund" hat sich der englische Cabinetscurier wohl in erster Reihe durch ein äußeres Abzeichen erworben, das ihm beim Dienstantritt verliehen wird. Dieses besteht in einer silbernen, von der königlichen Krone überragten Medaille, an der sich wieder ein kleines, silbernes Anhängsel befindet, das einen Windhund in vollem Laufe darstellt. Die Treue, die Schnelligkeit, der Gehorsam des Windspiels sollen dem Curier vorbildlich für sein eigenes Amt sein. Das Mttelstöck der Münze zeigt die von einem Blumengewinde umgebenen Wappen Großbritanniens und Irlands: die Rose Englands, das
Kleeblatt Irlands und die Distel. Schottlands, und das Ganze rahmt die Inschrift ein: Iloniiy soit qui j mal y inso". Die Regel will, daß der Curier die Medaille verbürgen um j den Haltz trage, sobald er im Dienste ! ist. Er pat eine Uniform, auf der I Reise kleidet er sich jedoch gewöhnlich nach Sitte der Länder, die er durchrei ! stn muß. In früherer Zeit pflegte
man dem Cablnets-Curier zwei kräftige Männer theils zum Schutze, theils aber auch zur Ueberwachung mitzugeben. Heut jedoch reist er wie jeder andere Reisende, nur ist ihm streng untersagt, unterwegs zu schlafen. Welche Fähigkeiten muß ein CabinetsCurier besitzen?" wird man sich fragen. Lord Palmerston sagte einst: 'Er muß in fünf Sprachen schweigen können." In Wahrheit aber muß der Betreffende, der gewöhnlich aus dem Offiziers- oder hohen Beamtenstande gewählt wird, fünf Sprachen geläufig sprechen können und verschiedene Prü-
fungen bestanden haben. Die vornehmste Aufgabe des Contos besteht darin, den im Auslande von der Regierung unterhaltenen Gesandtschaften die nicht chiffrirten" diplomatischen Depeschen und Schriftstücke zu überbringen, bisweilen aber auch allerdings selten eine mündliche Botschaft. Vor der Abreise von der englischen Hauptstadt erhält er einen besonderen Paß, der sich insbesondere dadurch von den übrigen unterscheidet, daß er die eigenhändige Unterschrift des Ministers mit dessen Wappen trägt. Außerdem 'weist ein besonderes Siegel auf das Amt des Reisenden hin. Die Depeschen sind in einem kleinen Sack eingeschlossen, der den Stempel Foreign Office" zeigt, und von dem sich der Träger in keinem Falle trennen darf. 'Eine metallene Schnur, an der ein Zettel mit der Adresse des Empfängers angebracht ist.
hält das Säckchen zusammen. Damit aber niemand anders, als der. für den der Inhalt bestimmt ist. den Sack Lffnen kann, ist der Zettel am Rande mit einem Siegel des ersten Ministers versehen, das' bei der Ablieferung unver-
sehrt geblieben sein muß. Der Dienst der Cabinets-Curiere besteht aus regelmäßigen Reisen" und außerordentlichen Sendungen". Letztere sind sehr selten. In gewöhnlichen Zeiten reisen die Silberwindhundk" an jedem Mittwoch, und zwar ein besonderer Curier für jede der Hauptstädte nach Paris. Berlin und Brüssel ab. Die Reisen nach Wien und nach Madrid finden nur von zehn zu zehn Tagen statt, , nach Petersburg und Konstantinopel aber einmal w'öchcnilich, nach Kopenhagen und dem 5zaag nur am ersten und fünfzehnten eines jed?n Monats, und einmal im Monat nach Teheran. Räch Amerika wird nur in Au-nahmefällen gesandt, da die Verwaltung des Auswärtigen Amtes seit einer Reihe von Jahren eine Anzahl von Kapitänen der großen Schifffahrtsaesellschaften, die zugleich Erlaubniß für den Postdienst haben, zu überseeischen Kurieren gemacht hat. Bei Ankunft seines Dampfers begiebt sich ein solcher Capitän sofort zum
englischen Ccnsul und liefert dort gegen Bescheinigung den Depeschensack aus. Das Gehalt der Curiere ist in Anbetracht ihres unstäten Lebens nicht allzu hoch. Das feste Einkommen beträgt etwa 52000 jährlich; außerdem aber empfängt der Curicr, so lange er unterwegs ist. täglich etwa $5 Vergütung, und außerdem werden sammtliche Reisekosten vom Staate bcstritten. Daß die Staatscuriere oft nach eigenem Gutdünken handeln müssen, ist begreiflich, und es wird ihnen deshalb keine Schranke in den Mitteln auferlegt, die zur Erfüllung der Befehle helsen können. Ein Greyhound" darf selbst einen Sonderzug nehmen, wenn er es für erforderlich hält aber für alles, was in den Ausgaben wider die Vorschriften ist. hat er persönlich mit seinem Gehalt ?u haften. Eine der Fähigkeitsbedingungen für jeden Cu rier deö Cabinets ist die, ein vollendeter Reiter zu sein, damit er bei unvorbergesehenen Hindernissen zu Pferds
sich weiter helfen kann. In KriegszeZten müssen die Curiere sich stets bereit halten, den Armeechefs zum Diensie beigegeben zu werden. Ein bewährter Cabinets-Curicr zu sein oder gewesen zu sein, gilt in England für besonders rühmlich. Als ein solcher ist Eonway Seymour berühmt geworden, dem die größten und gefährlichstem Reisen anvertraut wurden. Rächst ihm wird der Major Bing Hall genannt, der als derjenige bewundert wurde, der die plötzlich anbefohlenen weiten Reisen stets mit Gelingen vollbrachte. Er war es, der für Sendungen nach Brasilien und China auserwählt wurde. In einem Jahre allein hat Bing Hall dreißig Mal die Reise von London nach Petersburg gemacht! Bei seinem Tode erzählte man, daß er während seiner Dienstjahre 65 Eisenbahnunfälle und vir Schiffbrüche erlebt hatte!
Bürger ohne Stimmrccht. Die Amendirung der Constitution von Mississippi, durch nxlche in jenem Staate die Ausübung des Wahlrechts von einem gewissen Minimum von Schulbildung und der Zahlung einer Kopfsteuer von $2 zwei Jahre vor der Wahl abhängig gemacht wird, hat zwar nur die politische Entrechtung der Negermassen bezweckt, zeitigt aber jetzt ganz unerwartete Folgen. Daß die Neger sich politisch selbst entrechten würden, da sie viel zu liederlich sind, um die Steuer von $2 so lange vor der 'Wahl zu bezahlen, war von den weißen Politikern mit Bestimmtheit erwartet wd:n, zugleich hatten die Letzteren aber darauf gerechnet, daß kein weißer Bürger sich durch Nichtzahlung der Steuer des Stimmrechts freiwillig begeben würde. Soweit die Neger in Betracht kommen, stimmt diese Rechnung. aber sie hat ein Loch hinsichtlich der Weißen, von denen sehr viel? die Steuer, die nicht zwangsweise eingetrieben werden kann, nicht bezahlten. Und die Zahl der sich selbst entrechtenden Weißen nimmt noch immer zu. In diesem Jahre haben 146.587 Bürger die Kopfsteuer nicht bezahlt und diese werden mithin an den Congreßwählen im Jahre 1902 nicht theilnehmen können; dazu kommen noch die Analphabeten, die ohnehin keinStimm-
recht haben. Daß diese Erscheinung im ganzen Staate gewaltige Erbitterung hervorgerufen hat, kann nicht überraschen und diejenigen Weißen, welche die Steuer nicht bezahlt haben, werden als eine Schande für ihre Rasse gebrandmarkt. Wie kann das obwaltende Uebel geheilt werden? Das ist ein Problem, dessen Ldsung auf verschiedene Weise zu lösen versucht wird. Man will den Versuch machen, die säumigen Meißen zur Entrichtung der Kopfsteuer zu zwingen; vorläufig hat die Staats-Legislatur ein Gesetz angenommen, durch welches die sich selbst entrechtendenBürger gewissermaßen an den Pranger gestellt werden sollen. Dieses Gesetz bestimmt nämlich, daß die Namen Aller, welche die Kopfsteuer nicht entrichtet haben, in den Zeitungen des betreffenden County zwei Wochen lang veröffentlicht werden sollen, da man hofft, daß viele Weiße lieber $2 opfern werden, als daß ihre Namen zusammen mit denjenigen der entrechtetn Neger sozusagen mit dem Jnterdict belegt werden. In Counties wie Fazoo, wo über 8000 Namen auf die Liste kommen, herrscht eine selche officielle Finanznoth, daß die Behörden die Kosten für die Veröffentlichung nicht auf-
biingen können, aber dort wollen die Zeitungsherausgebcr der guten Sache helfen, indem sie die Listen unentgeltlich publiciren. Inzwischen sind die Richter und Gerichtsclerks emsig mit dem Durchsehen der Geschworenenlisten beschäftigt, um sich zu vergewisscrn. daß kein weißer Drückeberger zu dem Geshworcnendienst herangezogen wird. Da in Mississippi in den demokratischen Primärwahlen das Schicksal der Candidaten schon endgiltig entschieden wird, will man gegen alle Drückeberger, welche an jenen theilgenommen haben, strafrechtlich vorgehen und dadurch die Entrechteten zur Raison bringen. Ob diese Maßnahmen den gewünschten Erfolg haben werden, kann nur d?e Zukunft lehren. In Louisiana hat die Bestimmung betreffs BeZahlung der Wahlsteuer die Zahl der stimmberechtigten Bürger um über 40 Procent reducirt. aber dort ist das Uebel noch nicht in ein solch' acutes Stadium getreten wie in Mississippi. Zur guten Verdauung ist vor Allem ruhiges, nicht zu hastiges Essen nöthig. Denn wenn man die Speisen hinunterschlingt, ohne sie zuvor ordentlich zu kauen und im Munde mit Speichel zu mischen, so verfehlt man die erste Bedingung zu guter Ver-
dauung; waren die Speisen im Munde nicht vollständig zermalmt, so braucht der Magen mehr Zeit und Arbeit um sie aufzulösen und dieses Organ wird dann durch übermäßige Anstrengung oft geschwächt und krank gemacht. Wenn andererseits bei einer Mahlzeit zuviel Speise zu hastig in den Magen eingeführt wird, so wird er dadurch überladen und kann das Aufgenominene nicht genügend für den nächsten Verdauungsprozeß vorbereiten; es geht dann ein Theil der Nahrung unaufgelöst durch den Darmcanal und bringt hierdurch einen Reizzustand, Entzündüngen, Blähungen. Kolik, Diarrhöe u. f. w. hervor, Beschwerden, die bisweilen einen nicht unbedenklichen Charakter annehmen.
Täglicher Markltiericht. Vichmarkt. Jndianap'ls Union Vichhöfe, 27. März. R indv ick. Auserlesene bis priia Stiere, 350 Pfd. ur. . aufwärts .',.10 5.60 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.00 5.10 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.G0 5.25 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.20 4.G0 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.00 4.50 Gute bis gewählte Rinder. 3.85 4.50 Mittlere bis gute Rinder. 3.40 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 3.35 Gute bis gemahlte Kühe.. 3.75 4.25 Mittlere bis gute Kühe.. S.00 3.60 Gewöhnliche alle Kühe.. 1.50 2.75 Kälber 6.00 7.00 Schwere Kälber 3.50 6.75 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 4 25 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.40 3.65 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 3.7!, Gute Kühe mit Kalb .... $30 40 GcwöhnlicheKühe mit Kalb 15 2l Schweine. Gute bis gewählte, mitt lcre und schwere 56.05 6 10 Gemischte u.schw.Packing 5.95 6.05 Gute bis gewählte leichte 6.00 6.05 Gewöhnliche leichte 5.g5 5.97H Pigs 5.00 5.95 Roughs 5.25 5.90 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 5.50 Gewöhnliche bis mittlere
Lämmer 4.00 5.00 Gute bis gewählte Schafe 4.00 5.00 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 3.75 Steckers 2.75 3.50 Böcke, per 100 Pfd 2.75 3.50
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Oyster Plant-25c für 2 Dtz. Bunchcs Ahnbarb 30 40c per Dutzend.
Schultern, Engl. Curcd 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Nsund 8Zc Gepöckcltes Schweinefleisch, Knoten, loses Fancy Pig $19.00; Klares Bea 18.00; Family 16.50; Skort Clear 15.00: Rumvf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, 12e; Außenseiten lohe; Innen, feiten 13c; Knöchel 13jc. " Schmalz, in Tierces, 1. Qualität 9S.; 2. Qualität 9gc; 3. Qualität Bit. Würste, Geräucherte öruivurst 8c; Frankfurter 7c; Wicncrwurft 7)c; Knackwurst 7c; Bologna in Därmen 6c, Tuch 6jc
Fische, Austern und Wildprct. Händler.Preise: Clams Little Recks 75c per 1(. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern BcsteBaltimorc odcrStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selccts, $1.10 per Gallone; Rcw York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert? Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Nork Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; Q. K. 18c; R. 15c. See.Fiscke. Knochenlose Häringe 8e; Häringe 6c; Perch 5c; Weißfisch 9jc; See Forellen 9c; Red Snavpcr 8c; Kcnnebcc Hechte 15c; Blaufische 10c Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c: tr r r - - c '
uaijijcg iuc; o.i PMerel 10c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c.
Getreide. Weizen-Ro. 2 rother Ut aus ten Geleisen, 754c von der Mühle : Ro. 3
rother 7H-734c; Februar 75jc aus den Geleisen; Wagenweizen 75c. Korn-No. 1 weiß 414c; No. 2 weiß 41U; No. 3 weiß 4Uc; No. 4 weiß 374-39jc; No. 2 weiß gemischt 39Zc; No. 3 weiß gemischt 39$c; No. 4 weiß gemischt 35Z-37Zc; No. 2 gelb 39c; No. 3 gelb 40c; No. 4 aelb 36 - 38c;
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Groeeries. Zucker Dominoes 6.17c; Stückzucker 6.17e; pulversirter 5.77c; XXXX pul. vcrisirter 5.62c; Standard granulirter 5.57c; feiner granulirter 5.57c; Cubes 5.92c; Confectioners'A 5.42c; Ridge wood A 5.17c; Phönix A 5.12c; Empire A 5.07c; Ideal Extra Golden C 4.92c; Windsor Extra C 5.72c; Ridgewood extra C 4.82c; gelber C 4.72 ; 16 gelber 4.57. Eingemachte Früchte Blackberries, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Scc onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Baharna Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatocs, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.40; Apfelbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 95c.
Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 10c Eier, lOc per Dutzend. Hühner 7c; Turkeys : jungcHähne 1( Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüstige 4c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00.
Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäse 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars IZc; einheimischer Limbrraer 13c; Brick 14c. Kohlen. Tonne K Tvnnk Anthracits $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4,00 2.15 Winisrede 4.00 2.15 Kanaroha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slack ; 2.00 1.15 Bloßbura 5.00 2.65 LumtCoke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. $1.50 per 125 Bushel. Zerkleinerter Eck 13.- perBu. $3.26 ?er 2 Bu. $1.7 per 12z Bu. .
