Indiana Tribüne, Volume 24, Number 189, Indianapolis, Marion County, 27 March 1901 — Page 1

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Jahrgang 24.

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fUllfl ch nicht unterzeichnet. Zar fürchtet, zu weit gegangen zu sein scheint nicht geneigt, es aus einen lxt$ mit Japan an Kommen lassen x wollen. 'Verschwörungen gegen das Leben des Zaren. Sine Mine unter Tsarskoc Sclo eitf deckt.

Indianapolis, Ind.. Mittwoch, den 27. März 1901.

Tic Reden des deutschen Kaisers

Immer noch von der Presse kritisirt. Italien und der Dreibund. Llnzeblichc denkste Spione in Nngland m D i e Mandschurei - Vereinburung noch nicht unt e r z e i ch n e t. London. 27. März. Das aus--värtige Amt und der chinesische Eesandte benachrichtigten die Affociirie Presse um 6.15 Abends, daß bis dahin Die mandschurische Vereinbarung nnch .licht unterzeichnet worden sei. Sie rvaren nicht im Stande, zu sagen, ob ?er Vertrag überhaupt unterzeichnet werden würde. London, 27. März. Ter 1U Ties" Wird aus Shanghai telegra?birt: Aus bester Quelle habe ist j'it Versicherung erhalten, daß der chibefische Hof Li Hung Chang instruirt hat, die Gesandten zu benachrichtigen, :aB China sich geweigert hat. die Vernnbarung mit Rußland in Bezug auf )i? Mandschurei zu unterzeichnen. Auch lud die sämmtlichen Vizekönige da?cn benachrichtigt worden. Es wird ferner versichert, daß der Öof ernstlich daran denkt. Peking ganz zls Qauptstadt aufzugeben." Washington. D. E., 2. März. Während sich im Laufe der letzten Tag: ras Interesse an den Vorgängen in Zhina hauptsächlich auf die durch die Nandschurei - Vereinbarung hervorge:ufene Krisis konzentrirt hat. so wurde int Dienstag dem Staats - Departeent eine Nachricht übermittelt, welch: ;iir die Vereinigten Staaten eine neue und hochwichtige Phase in den chinesi'ch:n Verhandlungen enthält. Es hanzelt sich um den Beschluß der Vertre:er der Mächte in Peking, ihren Regiecungen die Entscheidung darüber zu unterbreiten, ob Artikel 8 und 9 des chinesischen Protokolls, von den militäcischen Befehlshabern aller in China nteressirten Mächte ausgeführt werden 'oll oder nur von denjenigen Mächten, welche die in diesen Artikeln enthaltenen Bestimmungen dauernd für sich :n Anspruch nehmen wollen. Die fraglieben Artikel lauten : Artikel 8. Die Forts, welche die 'reie Verbindung zwischen Peking Und zer See verhindern, sind zu schleifen. Artikel 9. Den Verbündeten wird Jas Recht ertheilt, gewisse Punkte nach Maßgabe eines Uebereinkommens der Mächte besetzt zu halten, sowie eine offene Verkehrsstratze zwischen Peking und der See aufrecht zu erhalten. Bei beiden Artikeln handelt es sich iim Fragen von Gebiets - Abtretungen und es ist von höchster Wichtigkeit, ob solHe Fragen dem Ermessen der militänschen Befehlshaber aller Mächte überlassen bleiben oder nur denjenigen Mächten. 'welche dauernd militärische Streitkräfte in China belassen wollen. Im letzteren Falle würden die Vereinizten Staaten in aller Ruhe, aber wirksam ihrer Stimme bei Erledigung derjenigen Stipulationen beraubt werden, welche die Stärke der in Zukunft von den Mächten in China zu statio nirenden Truppen regeln. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, daß falls die Mächte in H diesem Sinne entscheiden sollten, die Vereinigten Staaten ganz nd gar aus China verdrängt werden. Der Streik in Marseille. Marseille, 27. März. Das Kommittee der Schiffseigenthümer und .Kontraktoren hat sich endgiltig gewei z:rt. die bestehenden Differenzen einem Schiedsgericht zu unterbreiten, da die .Streiker erklärt haben sollen, sich nur dann der Entscheidung des Schiedsgenichts fügen zu wollen, wenn diese ihnen günstig sein sollte. Die Arbeitgeber erließen nach einer Berathung ein versöhnliches Manifest. Worin sie sich bereit erklärten, über die Auslegung der Bestimmungen des Nebereinkommens. welches man nach dem lekten Streik im August anaenom

men yatte.zu verhandeln und stet) oea Beschlüssen zu fügen. Auck, verpflichteten sie sicb. keine Leute wegen des iehigen Streikes zu entlassen. Die Aritgeber fügten indessen hinu.dzß es u nen unmöglich sein würde, sich auf weitere Konzessionen einzulassen. Aus dem deutschen Reich. B e r l i n?2G. März. Der Re?n Gewinn, den die lchtjährizen Passion h Sviele in DfnTirr'::raai: abgeworf: zaben. ungefähr 223.000 Mark, wird ür Kommunalzwecke verwendet werden. 5 wird dafür eine Wasserleitung an(siegt und es werden auch Abzugskanälk iefaut werden. Der Vorwärts" veröffentlicht einen ingehenden Bericht von Augenzeugen iber die Krawalle Zn St. Petersburg im 17. März und bestätigt die Melunz. daß unter den Tumultuanten sich ?ervorragende Bürger aller Klassen, so;ar Armee - Offiziere befanden, welche ne polizeilich? und administrative Wilür in Wuth versetzt hatte. Der Voroärts" veröffentlicht auch einen Protest icgen die Grausamkeit der Kosaken, oelche auf Befehl des Polizeipräsidener. von St. Petersburg. General Neighel. mit blanker Waffe auf die Nenge einHieben. Dieser Protest trägt 'ie Unterschriften von den bedeutendten Literaten Rußlands und tnitzli

camen wie Nikolai Michajlooio. de- be-

annten Soziologen, des Anatomen S. lesgasl und des Historikers Kareeff. Ferner veröffentlicht der Vorwärts" ein Dankschreiben des Grafen Leo leistet, worin er für die Sympathie a!er Klassen der Deutschen gelegentlich eine? Exkommunikation aus der orthcren russischen Kirche dankt. Der preußische Landtag hat sich iber Ostcrn. bis zum 23 April veragt. In Folge des Umstandes. daß die r-lnzösischen Zeitungen mit großer Zeharrlichkeit darauf bestehen, daß Ztalien beabsichtige, aus dem Dreibund iuszutret?n, weil die ihm von der AU wnz auferlegten militärischen Ver'fiichtungen die Finanzen des Landes -uinirten. bringt heute die halboffi.ielle Norddeutsche Zeitung" einen inpirirten Artikel, in dem erklärt wird. aß die Verbündeten .Italien keinerlei Verpflichtungen auferlegt haben. Der Dreibund läßt den drei alliirten Mächcn vollständige Freiheit, insoweit es ich um die Feststellung der Stärke des Heeres und der Flotte handelt. Wenn ie es für gut finden, können sie ihre eere reduziren. Die Norddeutsche Zeitung" hält es ür wünschenswerth, daß dies bekannt verde, da man in Frankreich beharrlich zehaupte. die finanziellen Schwierigeiten Italiens seien eine Folge der von zem Dreibund auferlegten Verpflichungen. während solche Verpflichtungen iberhaupt nicht existiren. Dr. Steubel. der Direktor des Kolo ual-Departements. ist nach London lbgereist, um dort bei den Unterbandungen betreffs der von China zu oer'angenden Schadenersatzsummen zu zelfen. Dr. Steubel ist speziell hier ür von d?rn Grafen von Vüloro ausq?'vählt worden, toeil er früher deutscher Veneral-Konsul in Shanghai war und N allen chinesischen Angelegenheiten zui Bescheid weiß. Dr. Steubel wird auch der deutschen öotschaft in London helfen, die Ansprüche deutsche? Unterthanen für in -üdafrika erlittene Verlust; zu adju tiren. In der deutschen Presse wird die An'prache Kaiser Wilhelms an die Delezationen des Reichstages und des Landtages noch vielfach erörtert. ..Der Kaiser thut Unrecht, sich gegen die Kri:ik der Presse auszufprechen," sagt die .Kölnische Zeitung", selbst wenn sich :ine derartige Kritik manchmal gegen ,hn richtet. Eine derartige Kritisirung zer kaiserlichen Handlungen enthält keine Mißachtung der Krone, sondern !m Gegentheil Achtung vor der höchsten Kegierungsgewalt und ein wachsendes Interesse des deutschen Volkes an öfsentlichen Fragen. Der Kaiser muß sich über eine derartige Kritik um so veniger verwundern, 'als er häufig Meinungen äußert, die mit den Ansichten des weitaus größten Theiles der Nation in. Widerspruch stehen. Diese kaiserlichen Meinungsäußerungen sind zhne Zweifel häufig das Resultat ?on Einflüsterungen unverantwortlicher Personen aus der nächsten Um;ebung des Kaisers. Die Presse hat die berufenen Rathgeber des. Kaisers häufig aufgefordert, dem Monarchen reien Wein einzuschänken, bisher aber vergeblich." Depeschen aus Rußland an die hiesszen Zeitungen berichten über die immer mehr um sich greifende Unzufriedenheit, besonders in Odessa, wo Hunderte von Lerhaftungen vorgenommen wurden. in Riga, wo 300 Personen sich im Eefängniß befinden, in Kieff, Kharofs. Dorpat. Toms! und Moskau, wo hohe Beamte in die Verschwörung verwickelt find. V . i

Die Untersuchung .gegen Dietrich Wieland, welcher in Bremen das Alten tat auf den Kaiser machte, ist beendet, ohne daß neues 'Beweismaterial zum Vorschein gekommen wäre. Wieland wird für die nächste Zeit in Bremen im Hospital zur Beobachtung seines Geisteszustandes verbleiben. 'Aus Lemberg, Galizien. wird ge meldet, daß eine größere Anzahl Personen in Warschau auf die Beschuldigung verhaftet wurden. Spione des deutschen Kriegsministeriums zu sein. Unter den Verhafteten befinden sich Offiziere des russischen Heeres und der Chef der Grenzpolizei, OberstSergresch. Die bayrische Polizei hat endlich das Individuum dingfest gemacht, welches in Ludwigshafen eine ReiheVerbrechen. welche an Jack th? Ripper" erinnern. verübte. Der Kerl ist ein Fleischer, Namens Damian, und von mehreren Personen, die er angefallen hat, iden--izirt worden. y x ezüglich der Interpellation i:n Hai se der Gemeinen in London, ob das englisch-deutsche Abkommen auch auf Die Mandschurei Anwendung finden könne, bemerkt ein hochgestellter Beamier des deutschen Auswärtigen Amtes: Zs war Lord Salisbury selbst, der bei Den Verhandlungen über das englischdeutsche Abkommen in den Vertrag :inen Paragraphen einfügen wollte, velcker die Mandschurei formell aus oen Bedingungen des Vertrages ausschließen sollte. Graf Bülow's Behauptung im Reichstage vom 15. März vax richtig und wir können jeden Tag Das betreffende Dokument vorlegen. Graf von Arnim. vom Regiment Jarde du Corps, ist als Attache zur Deutschen Votschaft nach Washington ibkommandirt. Lom britischen Parlament. London. 27. März. Lord Geo. gamilton, der Staatssekretär für Iny.tn, sagte am Dienstag im Unterhaus, nv.t bezüglicheFrage beantwortend. o:e Regierung wi;e nichts davon, daß ein Offizier vom Stäbe des Generals Chaise: erklärt habe. die britischen Truppen in China hätten ganz offen' nd in systematischer Weise geplün?er: und den Raub cm jedem Nachmit:ag in der britischen Gesandtschaft verzuktionirt. ' Er fügte hinzu, daß die, Angelegenheit untersucht werden wür-' oe, wenn bestimmte Anklagen erhoben würden. . Lord George Hamilton sagte. auch. Die Regierung denke nicht daran. Vorschlüge betreffs der Wiedereinführung ?er Freiprägung von Silber in Indien in Erwägung zu ziehen. Die Silberprägung in Indien habe im letzten Jahr 16 Crores (1M.000.000) Rupien betragen, beinahe soviel wie im stärksten ,Freiprägungsjahr. 1877 1878. ' Herr Gerald Balfour sagte, daß keine Schritte gethan worden seien, um eine internationale DoppelwährungKonferenz einzuberufen. Ein gelungener Irrthum. Ottawa. Ont.. 27. März. Die Beamten des Finanz-Departements zeben zu, daß das Bild aus der Vorderfeite der neuen canadischen Vier-Dol-lar-Noten die amerikanische Soo Schleuse darstellt. ' : Das Finanz-Departement hatte in Montreal ein Bild der canadischen aulte St. Marie Schleuse bestellt, da für aber ein Bild der amerikanischen. Schleuse erhalten, das auch, in dem Glauben, daß es das Richtige seibenutzt wurde. Das Departement .für Kanäle und Eisenbahnen war nicht zu Nathe gezogen worden. i Die Lage in Rußland. St.'Petersburg. 26. März. In einem von dem Minister des, Innern erlassenen Cirkular wird die, Poiizei dafür getadelt, daß sie die kürzlich jtattgefundenen Demonstrationen nicht im Keime erstickt habe, indem sie die sich ansammelnden Gruppen sofort zuseinandertrieb. Es heißt dann weiler. daß es die Aufgabe der Polizei sei, ;'u ermitteln, wo und wann Demonstrationen geplant werden und daß sie. dann genug Mannschaften am Platz haben müsse. Unter allen Umständen -müsse die Ruhe und Ordnung wiederhergestellt werden und die Behörden dürften nicht zögern, in der strengsten Weise vorzugehen, um dieses zu erreichen. Das Militär könne herausbeordert werden, um. wenn es nöthig sein sollte, aus die Demonstranten' zu schießen, und die Kavallerie könne zu jeder Zeit verwendet werden, um die Straßen zu säubern. Ein Student der St. Petersburger Universität, Namens Proskuriakow, der zu zweijährigem Militärdienst in Turkestan verurtheilt worden war, eine Studentin, Namens Smirnova. -knd ein Sappcur-Leutnant. Namens ftutnch, sind in der Nähe von Jamavurg. in der Provinz St. Petersburg. :edt aufgefunden worden. Der Stu"?nt hielt einen Revolver in der Hand ','nd es ist auaenschcinlick. dan alle drei ' . I ' '' ... i

Perionen elvstmorv vegangen haben. Die Presse fängt an. wegen der Stellungnahme Japans in Bezug auf die Mandfchurifche Angelegenheit Beunruhigung zu zeigen, und die BörsenZeitung" erklärt. ..daß diese Anael.qenh:it niemals zum Zankapfel zwischen den beiden mächtigsten asiatischen Reichen werden wird". Neuer Aufstand in Femen. Konstantinovel. 27. März. Der bekannte Scheik Hamid-Eddit, Beherrscher einer der mächtigsten Ära-ber-Stämme in Arabien, hat sich abermals gegen die türkische Herrschaft in Jemen aufgelehnt und ein großes Heer zusammengebracht, das die türkischen Truppen nicht anzugreifen wagen. Das Dorf bei Monastin. in Macedonien. das. wie am Montag gemeldet, niedergebrannt wurde, heißt Kruprick. Einhundertundsiebzig Häuser sind zerstört und viele der Einwohner, zum Theil aus Bulgaren und zum Theil ous Muhamedanern bestehend, von den türkischen Marodeuren getödtet werden. Aus St. Petersburg. London, 27. März. Die Bir mangham Post", die von dem Kolonialsekretär Chamberlain inspirirt wird, erklärt, in London sei die Nachricht eingetroffen, daß sich der Zar in Folge der trüben Wolken am politischen Horizont in einem überaus nervösem Zustand befinde. Er soll die Folgen d?r Politik fürchten, die seine Minister im fernen Osten eingeschlagen hab:n. und die Studenten-Unruhen wie auch die vielen Anschläge und Drohungen geqen sein Leben haben ihm völlig bte Ruhe geraubt. Seine ör.itlicher Rathgcbec haben ihm a:rc:hen, sich auf einige Zeit auf See zu zegeben. Der Zar weigert sich aber, )iesen Rath zu befolgen. In cingeoeihten Kreisen in Rußland hält man )ie gegenwärtige Agitation für eine ehr ernste Sach? und man glaubt allzemcin. daß sie nur der Anfang von loch viel ernsteren Unruhen sei. Verschwörung gegen das Leben des ZarenLondon. 27. März. Eine Te?esck: der Exchange Telegrapb Co. ans Paris erklärt, auf die allerbeste AutoMit hin versichern zu können, daß eine dllv.i unier dem 17 Meilen von St. lZetersburz Gelegenen Tsarskoe Se!o. Lieblings - Residenz des Zaren. r:!deckt worden sei. In der Depesche heißt es weiter, daß nebrere Adelige an der Verschwörung zegen das Leben des Zaren betbeilig: eien. Der russischen Presse wurde nicht gestattet, ein Wort über yie Angelegenzeit zu veröffentlichen. Denkmal für Victoria. L o n d o n. 26. März. Eine große Versammlung fand heute im Mansion house" .statt, bei welcher der Lord Nayor. Frank Green. den Vorsitz ührte. um über die Sammlung eines Zcnds zur Errichtung eines NationalDenkmals für die Königin Victoria zu xrathen. A. I. Balfour, 'der Herzog ?on Norfolk. Sir Wm. Vernon HarlUlt UNd Joseph Chamberlain besän:ev sich unter den Anwesenden, Lord salisbury und Sir Henry Campbellöannerman. drückten brieflich ihr Aezauern aus, dah ste durch Krankheit am Zrscheinm verhindert wären. König Zdward hatte ein Schreiben gesandt. rorin er 1000 Pfund Sterling für den Zond subscribirt und bieg Hoffnung zussprach, daß genügend Geld einkomneu werde, um ein würdiges und dau:rndes Denkmal für die große Königin, .seine geliebte Mutter", zu erbauen. Unter anderen Subscriptionen befand jicb eine der Stadt London zum Beirage von 5250 Pfund. Weitere 5000 Pfund waren aus verschiedenen Quel !en eingelaufen. Die New York" in Tange? angekommen. Tanger, 27. März. Der Ver. St. Kreuzer New York", der den hiesszen amerikanischen Konsul Gummere nach Mazargan bringen wird, ist hier ingekommen. Aus Südafrika. L o n d o n. 27. März. Der Daily Erpreß wird aus Kapstadt berichtet, raß am letzten Donnerstag in der Nähe von Richmond in einer felsigen Schlucht 130 Mann Kolonialtruppen von einhundert Boeren gefangen wurden. Die Kolonialtruppen, die von allen Seiten eingeschlossen waren, verloren Z3 Mann ehe sie sich ergaben, sie wurden aber alle wieder freigelassen, nachdem ihnen die Waffen abgenommen worden waren. ' m mm SchisssnaHrichten. New York. 26. März. Angek.: Furnessia", von Glasgow; La Gascogne". von Havre; Kaiser Wilhelm der Große", von Bremen; Friesland", von Antwerpen; Vaderland". von Southampton. ...

Bankraub.

Hie ZZaiik m Somerset. Mengt. Siebn: Männer waren an dem Raub betheiligt. Tcv Sturm tu Vidmingham. Tie Zahl der Todten belauft sich auf 15 und der Verletzten auf 35. Schaden am Eigenthum 8300,000. 0 Eiu jugendlicher 'Lat. Crowe. . - Wm. Tcarduff legt in Kansa? City ein Gestäudniß ab.

Mmc. Sembrich reist krank nach Deutschland zurück. Bankraub. Somerset, O., 27. März. Die Bank in Somerset wurde Dienstag Morgen um halb 2 Uhr von sieben Männern erbrochen und beraubt. Die Räuber erbeuteten nur ungefähr $5000 und übersahen in ihrer Eile $5000 in Gold und Bonds und andere WerthPapiere im Gesammtbetrage von ungefähr $30,000. Drei der Männer arbeiteten in der Bank und vier standen draußen Wache. Bei der ersten Ezplosion kam ein Herr Hayes. der der Bank gegenüber wohnt, aus seiner Wohnung. Eine der Schilowachen befahl ihm aber, sich sofort ins Haus zurückzubegeben, widrigenfalls ihm der Kopf abgeschossen werden würde. Herr Lovett. ein anderer Bürger, sandte den Dieben vier Schüzze nach, als sie davoneilten. Die Räuber blieben aber die Antwort nicht schuloi'g und eine Zeit lang fand ein regelrechtes Gefecht statt. Die Gauner wurden noch eine Strecke in nördlicher Dichtung' von bewaffneten Bürgern verfolgt, ihre Spur ging dann aber verloren. ' Die hiesige Polizei wurde benachrichtigt und alle Städte in der Umgegend wurden angewiesen, auf die Räuber zu fahnden, die die Werkzeuge zum Sprengen der Bank in einer Schmiede in Somerset gestohlen hatten. Auch die beiden Fuhrwerke, mit denen sie entkamen, hatten sie gestohlen. Die gestohlenen Pferde wurden um vier Uhr Morgens drei und eine halbe Meile von Somerset entfernt aufgefunden; sie waren dort im Stich gelassen worden. Die Bank von Somerset befindet sich in einem Backsteingebäude. Die Gewalt der Explosion war so groß, daß die ganze Vordermauer des Gebäudes zerstört und auf die Straße hinaus geschleudert wurde. Infolge des schlechten polizeilichen Schutzes hat die Bank schon seit langer Zc t den größten Theil ihres Geldes in anderen Banken deponirt. Der Verlust ist durch Versicherung in der Bankers Casuality Company von Des Moines, Iowa, gedeckt nnd der Betrieb der Bank wird keine Unterbrechung erleiden. Die Verstcherungs-Gesellschaft wird einen neuen Geldschrank liefern und auch das Vankgebäude repariren. Mme. Sem brich erkrankt. ' S a n F r a n c i s c o , 27. März. Madame Sembrich wird vielleicht nie wieder öffentlich singen. Die Aerzte der berühmten Primadonna haben der Letzteren gerathen, ihre sämmtlichen Engagements zu kanzelliren und sich nach Hause, nach Dresden, zu begeben, um sich dort auszuruhen. Sie wird schon am Mittwoch nach Europa abreisen. Der Direktor Graff hat die Operngesellschaft aufgelöst und die ganze Organisation wird nach New Jork zurückkehren. ' 4 Mme. Sembrich wurde zuerst in Salt Lake, Utah, von einem Halsleiden befallen, und als sie hier ankam, hatte sich ihr Zustand nicht gebessert. Sie bestand aber darauf, am EröffnunzsAbend zu singen, und seitdem war sie gezwungen, ihr Zimmer im Palace Hotel zu hüten. Ihr Zustand hat sich seitdem immer mehr verschlimmert. Ueberanstrengung der Stimme soll da5 Leiden verursacht haben. , Plötzlich wahnsinnig geworden. 9 R i ch m o n d, Va.. 27. März. H. Vohler. der sich auf der Reise nach seiner alten Heimath in Deutschland befand, wurde auf einem Eisenbahnzug plötzlich wahnsinnig. Er hatte $2800 in $100-Noten in der Tasche und diese zerriß er in kleine Stücke, die er dann zum Theil zum Waggonfensier hinauswarf. Als der Zug in Charlotteville, R. C.. ankam, wurde. Vohler in's dorilae Gefängniß' aebrackt.. Der Mann

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No. 18!)

yatte crt vor wenigen Tagen selne Farm bei Shreveport. La., verkauft. Die Schneestürme im Westen. I n l e s b u r g. Eol., 27. März Der Blizzard, der seit zwei Tagen in hiesiger Gegend wüthet, ist der schlimmste seit dem Jahre 1890. Viel Lieh ist mit dem Sturm fortgetrieben und umgekommen und viel ist auch in den Schneewehen verunglückt oder im Fluß ertrunken. . Der Schnee ist acht bis zehn Fuß hoch zusammengeweht. Es kommen keine Eisenbahnzüge an und acht oder zehn Passazierzüge sind hier eingeschneit. In manchen Fällen sind Wohnhäuser ganz von riesigen Schneewehen eingeschlossen. Frecher Raubversuch. Wilkesbarre, Pa., 27. März. Ein frecher Versuch, den 11jährigen Edward McAvon von hier zu entführen. wurde hier am Mittwoch gemacht. Zwei Männer hoben den Knaben-im Hofe der väterlichen Wohnung auf ihre Arme, brachten ihn zu einem leichten Gefährt und fuhren, nachdem sie ihm ein Taschentuch mit Chloroform über das Gesicht gebreitet hatten, davon. Der Knabe verlor das Bewußtsein und als er wieder zu sich kam. fand er sich auf dem Rücksitze des Wagens, welcher über eine Landstraße holperte. Mit großer Geistesgegenwart sprang Edward vom Wagen und lief davon. Einer der Männer eilte ihm nach, es gelang dem Knaben aber durch Schreien, die Aufmerksamkeit der Infassen eines anderen Wagen aus sich zu lenken, welcher gerade vorbeifuhr. Die Räuber bekamen dann Angst und fuhren in raschem Tempo davon. Ein wahnsinniger Mörder Los Angeles. Cala.. 27. März Elarencc Erawford, ein auf einei Zuchtfarm bei Compton angestellte, junger Mann, wurde am Dienstag plötzlich wahnsinnig und dabei erwachtl in ihm die Mordgier. Er brachte Ralph Mulhcrron eine t'ödtliche Schußwunde bei, tödtcte W. C. Stratton. versuchte auch Frau Stratton zu töd ten und machte dann seinem eigenen Leben ein Ende.

Cascade - Tunne! er- . stickt.

Seattle, Wash.. 27. März. Jr dem Cascade-Tunnel der Great Northern Eisenbahn ist am Dienstag dei Lokomotivführer V. W. Bradley av den giftigen Gasen, die den Tunnel anfüllten, erstickt. Fünf andere Männei von der Zugmannschaft wurden auck von dem Gas überwältigt, erholten sick aber bald, nachdem sie wieder in dii frische Luft kamen. Der Zug war mit: ten im Tunnel zum Stillstand gekom men und die Kohlendämpfe von dei Lokomotive füllten bald den ganzer Raum aus. Mysteriöser Ueberfall. Fort Dodgc. Ja.. 27. März Herr und Krau Edwin Dineen, beidi über 80 Jahre alt, liegen schwer insol. ge von Mißhandlungen darnieder, wel, che ihnen am Dienstag Abend von unbekannten Personen zugefügt wordcr sind. Auf das Klopfen an der Thüi öffnete Herr Dineen dieselbe und wur de sofort mit einem Knüppel über der Kops geschlagen. Frau Dineen eilt, ihrem Galten zu Hilfe und wurde Wi Gesicht geschlagen und sonst schwe, mißhandelt. Nichts wurde aus den Hause geraubt und das Motiv des Angriffes auf die alten Leute ist eir Räthsel. Alter Mann beraubt. Gebar R a p i d s. Ja.. 27. März Hugh Brody. ein alter Mann, de, in der Nähe von' Marysville wohnt, wurde, wie soeben bekannt wird, in dei Samstag-Nacht von drei maskirler Räubern, welche in sein Haus eindran. gen. um die Ersparnisse seines Lebens $800 in Gold beraubt. Di, Kerle drangen in seine Wohnung ein. während er krank im Bette lag, bander und knebelten ihn und durchsuchter das Haus. Sie fanden das Geld ir einem Beutel und machten sich mit ihre. Beute davon. Brody ist über 90 Iah re alt. Der Sturm in Birming harn. Birmingham. Aka.. 27. März Einer sorgfältigen Zufammenstellunz zufolge, sind bei dem Sturm vomMontag in Birmingham snd Umgegend 11 Personen ums Leben gekommen unl 33 Personen wurden verletzt ; sieber davon lebensgefährlich. Es sind bereits $4000 für die Nothleidenden gesammelt worden und der Hilfs-Fonds schwillt schnell an. Hilf, von auswärts wird nicht verlang:. Dei Gesammtschaden wird jetzt auf unge: fähr $300,000 abgeschätzt. De,t Sturm hat auf einer lange? Strecke durch Georgia und Alabamc bedeutenden Schaden.!Ngerichtet.