Indiana Tribüne, Volume 24, Number 187, Indianapolis, Marion County, 25 March 1901 — Page 7
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(gortfefcung) UnS in der That war Drollino im Zeitraum dieser acht Jahre sehr schön geworden. Er war rasch gewachsen und war kühn und gewandt wie ein Di--kuswerser des Alterthums. Seine Gemüthsart hatte keine großen Veränderungen erlitten; er hatte sich eine große Selbstständigkeit des Charakters bewahrt, war weder lustig noch gesellig und verkehrte mit seinen Kameraden gerade so viel, als die gemeinsame Arbeit es erforderte. Er war mitten unter den Pferden, im Stall und aus den Triften und zog beständig im weiten Gebiet der Einfriedigung umher. Das Fluchen hatte er sich fast ganz abgewöhnt, aber stets ein einsilbiges Wesen beibehalten. Er war nun beinahe zwanzig Jahre alt und hätte in den Herzen der Dorsschönen große Verheerungen anrichten können, wenn ihm etwas daran gelegen wäre; aber er war so wenig freundlich gegen sie und beschäftigte sich so wenig mit ihnen, daß die auf keine Weise ermuthigten Sympathien bald erloschen. Im Ganzen genommen flößte er mehr Scheu als Sympathie ein. Aber auf dem Gute hielt man große Stücke auf Drollino. Jeden Unterricht verschmähend, hatte er allein mit einem eisernen Willen die schwierigsten Fertigkeiten seines Standes gelernt'. Er war der erste Bändiger, auf den das Haus Astianello, ach! nicht mehr Astianello.... Lantieri! stolz sein durfte. Er hatte sein: ganz eigene Methode, um die widerspenstigen Thiere zu bezwingen, ein: Methode, die er keinen andern lehrte; ein Stierhüter, so hieß es, halb Hexenmcister, halb Zigeuner und nebenbei Schmuggler, hatte ihn darin unterrichtet. Möglich, daß nicht alles mit rechten Dingen zuging. Man verrnu thete ein Geheimniß, eine Art Zauter. Um nicht belästigt zu werden, l:ev er das Geschwätz aus dem Gute ruhig fortbestehen, vielleicht wußte er selbst nicht, wie es kam, daß er die unfolgsomsten Pferde wie mit magnetischer Kraft derart beherrschen konnte. Er wollte! Das war alles. Er war immer ernst; aber man konnte ihm weder Melancholie noch üble Laune fortwerfen. Besser als bei den Kameraden, besser als bei den ländlichen Schönheiten auf dem Gule schien es ihm in der großartigen Einfamleit der weiten Ebene zu gefallen, wo Mia seine fast unzertrennliche Ee fährtin war! Mia war eine Prachtsstute gewor den, berühmt durch ihre außergewöhnliche Schönheit der Formen und ihre vorzüglichen Naturanlagen. Wenn Drollino ohne Sattel auf Mias Rücken über die Weiden ritt, hielten die Pferdeknechte und die.Bereiter in ihren Beschäftigungen inne und standen stZll, um die prächtige Grupp: zu betrachten. Mios Name war über die Grenzen des Gutes hinausgedrungen, und es waren Drollino schon an sehnliche Kaufsangebote gemacht worden; aber der junge Mann hatte mit einem so barschen, kurzen Nein geantwortet, daß jetzt Niemand mehr Unterhandlungen anzuknüpfen versuchte. Mia war Drollinos Stolz, Drollinos Leidenschaft. Er hatte nie Jemand erlaubt. sie zu reiten oder zu lenken, unv erwies ihr unermüdlich die größte und zärtlichste Sorgfalt. Manchmal pflegte er ihr etwas in'S Ohr zu flüstern, a!s ob sie ihn anhören. ihn verstehen könnte. Er brachte sie zum Gehorsam, ohne sie je zu schlaqen. er hatte sie an eine außerorderilies Empfindlichkeit des Mundes gewöhit. Der Traum seiner Kindheit war erfüllt; dieses Pferd war sein, im-: mer sein, wirklich sein..'.. Nein! Nicht immer. cks gab einen Fall, einen einzigen Fall, in welchem Drollinos Stimme jede Zaubermacht über Mia verlor. In dieser:: Falle widersetzte sich Mia. NiÄts konnte diesen Widerstand be zwi::yen. weder Härte noch Güte, wedr heftige Züchtigung noch grausame
Hiebe mit der Gerte. Mui fürchtete sich vor dem Knall einer Feuerwaffe. Eine unsinnige, rasende Furcht kam über sie und versetzte sie !n eine toll, wuthahnliche Aufregung. Sowie sie den Knall hörte, jagte sie in gestreck tem Galopp mit weit offenen Nüstern und einem durchdringendm, schmerz lichen Wiehern davon. Und -um nicht aus dem Sattel oder dem leichten Wagen geworfen zu werden, an wel-
chen Drollino seine Stute zuweilen anzuspannen pflegte, bedürfte es Drollinos eiserner Kniekehlen und Fäuste. Er hatte ds Möglichste gethan, um' das arme Thier von dieser nervösen Reizbarkeit des Gehörs zu heilen, aber er hatte nichts erreicht, und in jenen Momenten wurde Mia auch für ihn ein gefährliches Pferd. Auf dem Gute kannte man diesen: einzioen Fehler Mias; aber Niemand wagte, mit Drollino davon zu sprechen, seitdem ein unvorsichtiger Stallknecht, der ihm höhnend diese Feigheit der Stute vorgehalten hatte, von ihm mit einem wahren Hagel von Faustschlägen heimgeschickt worden war. Vor der kleinen Eisenbahnstation! betrachten- einige Landleute erstaunt und verblüfft den prächtigen, mit vier , stattlichen Mecklenburgern bespannten Landauer, den ein imponirender Kutscher auf dem ebenen Platze langsam' hin und Ux fübrt.
Ciin wentg aiisens Strmag ein 9tc;tknecht nur mit Müh: ein: prachtvolle, unruhig stampfende Stute. Mia, zu züqeln. Von Zeit zu Zeit läßt Drollino ihrer Laune ein wenig freien Lauf und beobachtet dabei mit boshaftem Blicke. von hinten den kleinen Herr:: Damelli,' den Gutsoerwalter. der auch hergekommen ist, um dem jungen Ehepaar' seine Aufwartung zu machen, und sich, ängstlich hütet, seinen Spaziergang bis; in die Nähe der Stute auszudehnen.' Aber wie Drollino den Zug von ferne heranpoltern hört, faßt er die Zügels straffer. DerLandauer hält gerade dem Bahnhof gegenüber still, die Locomotive wird sichtbar und neugierig wer--den die Hälse gereckt. Lärmend naht sich ein schwarzes Ungelhüm, das einen großen Feder--busch von weißem Rauch nachschleppt.' Man hört eine Glocke läuten, sieht eine' rothe Fahne im Winde flattern. Mia' wird unruhig, schnaubt, möchte sich, bäumen, aber ihr Reiter hält ihr die! Weichen wie in einem eisernenSchraubstock fest, während er mit der in Hirschledernem Handschuh steckenden Hand der Stute leicht auf die Mähne klopft!
und Ihr den Hals streichelt. Mm beru higt sich und wartet, aber mit gespitz
ten Ohren und zitternden Knien. Ein langgezogener Pfiff tönt über die Gitter weg, der Zug hält still und' geht eine Minute nachher wieder ab, und mitten aus dem Gewimmel tauchtunter der Thüre des Bahnhofs ein junges, schönes Paar auf. welches seine Schritte nach d?rn Landauer lenkt. Sie sind es wirtlich, ue seit acht. Stunden Vermählten! Drollino sieht sie sogleich und betrachtet sie wie im Traume. Ja.... sie ist es, die Signorina. Gewachsen, ganz gewiß, aber nicht sehr; und immer noch das gleiche, ungemein liebliche Gesichtchen. Wie blaß sie ist!... Aber jetzt, mit diesem Lächeln auf den Lippen, ist sie ganz die Milla vor acht Jahren! Sie trägt einen großen Hut von swarzem Sammt mit schwarzen Federn. ein eng anschließendes, dunkles, englies Kleid. Sie schaut rundum mit bewegtem, erschrockenem und zugleich glücklichem BItär. Der Verwalter tritt vor, um sie zu begrüßen. Sie wird gerührt. Ach! Herr Damelli. nicht wahr!.... Mein armer Papa..." Zwischen den braunenWimpern drängt sieb eine Thräne hervor. Da schüttelt die junge Frau den Kopf, lächelt, erröthet und stellt Herrn Damelli Giuliano vor: DerHerzog... mein Mann!" Sie sagt zum erstenmal: Mein Mann!- Und dieser Mann ist ohne Zweifel ein sehr schöner junger Herr. nicht sehr groß, etwas beleibt, mit einem goldblonden Christusbart. Die Gestchtszüge durchaus vornehm, rundli etwas schlaff. Er ist äußerst liebenswürdig gegen Herrn Damelli, aber diese Liebenswürdigkeit hat etwas Nachlässiges, ja. genau besehen, sogar etwas Verächtliches. Sein ganzes Wesen trägt den Stempel des Langweiltgen Trägen; aus feinem starren Lächeln. aus dem flammenden Blau seiner Augen spricht ein frecher Wunsch: er möcbte zu Hause sein. Drollino. schlank und unbeweglich auf dem Rücken seines schönen Reitthieres, betrachtet forschend und aufmcrksam das Gesicht des neuen Herrn, das ihm nicht gefallen will, und kommt schließlich auf den seinen praktischen Sinn kennzeichnenden Gedanken, man müsse einen Mann erst im Sattel gesehen haben, um ein richtiges Urtheil über ihn zu fällen. Während die Koffer geladen werden, betrachtet Milla die bekannte Landschaft. Und in dieser Landschaft bietet sich ihrem Auge plötzlich das unbewegliche Bild eines Reitknechts zu Pferde. Sie blickt genauer hin und weiß nicht, ob sie recht sieht, zwei funkelnde Augen und ein braunes Gesicht sind ihr zugewandt: Oh!" sagt sie lächelnd und gerührt. Drollino!'" Drollino neigte sich tief, während ein flammendes Roth über sein braunes Antlitz fliegt. Milla nähert sich und saqt: D Drollino! Wie groß Du geworden bist!" Jetzt erinnert sie sich an Mia und
sragt nach derselben. Da ist sie!" sagt Drollino und zeigt auf fein Reitthier. Milla streckt die Hand aus, wie um Mia zu liebkosen, und Beide, der Reitsnecht und die Herzogin, gedenken lächelnd der alten Zeit. Aber die Koffer sind geladen und ler Herzog hat sich Herrn Damelli vom Halse geschafft. Milla," ruft er ungeduldig. Sie vergißt Drollino, vergißt A!ia, verläßt sie ohne zu grüßen, und eilt zu ihrem Gatten, welcher ihr den Arm bietet, um ihr beim Einsteigen behilflich zu sein. Vorwärts!" befiehlt der Herzog; und auf der schmalen, staubigen Straße, zu deren beiden Seiten weite, grüne Saatfelder sich hinziehen, traben die vier Pferde rasch und pomphaft dahin. Drollino ist hinter dem Wagen zurückgeblieben und wartet nur, bis die größere Breite d:r Straße es ihm möglich macht, dasGespann zu überholen. Der Landauer ist offen, und er sieht, w'c der große, schwarze Federhut und die elegante schottische Reisemütze sich nähern, sich einander zuneigen, als wollten sie selbst ein Gespräch beginnen... er sieht breite, unruhige Schultern und feine, schmale, ein wenig zitternde Schultern .... sieht bewegte Profile, sprechende, lachende Lippen. Aber plötzlich schreckt der große schwarze Hut rasch zurück., wie vor einer Getakr.
Nn wendet stch der Herzog mtt etner beinahe brutalen Bewegung der Ungeduld: Voraus!" herrscht er Drollino zu. Mia fühlt die Sporen in den Weichen, fühlt sich auf den äußerst schmalen Weastreifen getrieben, der links auf der Straße zwischen dem Weg und den Feldern sich hinzieht. Blitzschne'L jagt sie vorbei, und Drollino sieht nicht, wie sich die Hand des Herzogs unter dem schwarzen Hut mit der wallenden Feder durch ausstreckt und mit gebieterischer Lüsternheit auf dieSchultern der Herzogin legt. DaS Personal des Gutes war beinahe vollzähilg am Gitter bei der Kastanienallee versammelt. Millas Amme und die Frau des Verwalters vergossen Thränen der Rührung, indem sie liebreich von ihrer Kleinen sprachen, die nun als junge Frau wiederkehrte. Beständig wurden in leisem Geflüster Bemerkungen, Erinnerungen, Prophezeiungen ausgetauscht, und es entstand nur dann eine allgemeine Stille, wenn man in der Ferne von der Straße her das Geräusch eines Fuhrwerks vernahm. Dann hörte man nur kurze, halb unterdrückte Worte: Jetzt kommt sie... sie ist's.... gleich wird sie da sein." Aber sie war es nie. und es fing bereits an zu dunkeln. Endlich hörte man einen anhaltenden heftigen Galopp.... das sind sie gemiß." Und alle erhoben sich auf die Fußspitzen, um besser, um zuerst zu sehen. Aber nein... es war Drollino. Wie ein Rasender stürmte er daher mit verhängtem Zügel und im Winde flatternden Haaren. Mia war ganz mit Schaum bedeckt. In zwei Sätzen flogen Roß und Reiter zum Gitter
herein durch die zu beiden Seiten gedrängt stehende Menge, die bei dem ungestümen Heranjagen fchreiend zurückwich. Drollino hielt nicht an. um Erklärungen zu geben, in gestrecktem Galopp sauste er dahin und verschwand sast plötzlich in der Richtung aegen die Triften. Der Wagen mit den vier Pferden langte erst zwanzig Minuten später an. 4. Capitel. Die Uhr auf dem braunen Ktrchthurm verkündete mit tiefem, schwerem Schlage halb elf. Die jungen Gatten hatten vor kurzem die Mahlzeit beendet, und der Herzog, der in schläfrigem Tone von der Ermüdung durch die Reise gesprochen, hatte Milla sogleich hinaufgeführt in ihr Zimmer... Und die hellerleuchteten, stillen Räume, die Flucht der Säle im Erdgeschoß hatten das Paar vorübergehen sehen, wie es schweigend dem Diener folgte, welcher, die Thüren, aufreißend, voranging. Dann wurden die Thüren geschlössen und keinerlei Geräusch war mehr hörbar. Lust und Fröhlichkeit beschränkten sich auf die Gesindestube.... wo der Wein die Runde machte und fröhliche Späße, ungezwungenes Lachen und ungezwungene Reden in ununterbrochener Folge miteinander, wetteiferten. Aber der laute, rohe Iu-.
bel verhallte innerhalb der getünchten Wände dieses Raumes. Das Haus lag. in feierliche Stille getaucht, wie schlafend da in der lichtvollen Klarheit der Nacht; hoch, geheimnißvoll, vornehm, leuchtend im hellen Mondenschein, welcher, voll ausi die Fassade niederfluthend, diese mit' kühlem Silberglanze zu umweben schien. Tiesschwarz lagerte sich der Schatten der Villa seitwärts auf das feuchte Grün des Gartens. In diesem sanften Lichte schienen alle Umrisse schärfer hervorzutreten; das dunkle Laubwerk der Allee schien sich wie ge meißelt von dem Hintergrund der reinen tiefblauen Luft abzuheben. Ein unendlicher Frieden lag über Schloß und Garten. Im Röhricht des Weihers ertönte zuweilen ein kurzes Geflüster der Binsen, welche gewiegt werden von einem plötzlichen Hauche des Nachtwindes; von der Allee her ein verlorener Schlag der Nachtigall.... Die Luft war erfüllt von dem starken und lieblichen Duft des spanischen .Flieders, davon ganz nahe ein großer Strauch in voller Blüthe stand Mitten in diesem Frieden und dieser Ruhe siel auf den Kies des Gartens der Schatten eines Mannes, bald länger, bald kürzer werdend, je nach der Richtung des Körpers, der ihn warf. Es war Drollinos Schatten. Der junge Reitknecht war hierher gerathen, ohne zu wissen wie oder warum. Der höllische Lärm in der Gesindestube hatte ihn betäubt; er war hinausgegangen, um ein wenig frische Luft zu schöpfen, und schritt die große Esplanade auf und nieder. Er blieb einen Augenblick hinter dem Fliederbusche stehen und blickte wie im Traum nach der Doppeltreppe, welche an der Fassade der Villa aufsteigt und nach der Terrasse im ersten Stocke führt. Er wußte. ' daß das dort befindliche Gemach für die Neuvermählten bestimmt war. Plötzlich erhebt sich der Nachtwind. Und das ganze Gewirr der am Treppengeländer hinaufrankenden und sich anklammernden Pflanzen geräth in Bewegung und rauscht auf; die Blüthen schwanken und erheben ihre auf die gekrümmten Aeste geneigten Häupter. Auch sie wollen sehen, wie er Warum? Was gehen die verhängnißvollen Stunden im Menschenleben die Blumen an? Und was gehen sie ihn an, den ungebildeten, zigeunerhaften, halbwilden jungen Burschen, der lieder mit den Pferden als mit seinesgleichen umgeht? Das i?Mtz 5rdc unaestüm ae- .. .
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öffnet. Milla erfchten..7 vört oven auf der Terrasse. Sie hatte ihr elegantes Reisekleid abgelegt; ihr kleines, schlankes Perfönchen war in ein weißes, faltiges Easchmirgewand gehüllt. Und unmittelbar hinter Milla erschien der Herzog.... Milla wandte ihr ängstliches Gesichtchen dem Monde zu. dem alten Freunde aller jungen Leute! Aber er nicht, er schaute nicht einmal hinauf zu der blassen, stummen Scheibe. Er sprach, und der Wind nahm feine kurzen, abgerissenen, fast erstickten Worte mit fort: Ei, welche Idee! Komm, mein Lieb, komm." Sie lachte, hart am Geländer sie-
hend und sich darauf stützend, wie eine Schwalbe, welche beim Sturme sich an die Dachrinne klammert. Komm, komm!" wiederholte der Herzog, und nichts anderes als .Komm!" Aber das Wort zitterte glühend durch die kühle Luft. Milla bat ihn, einen Augenblick zu warten. O Giuliano.... nein.... warte einen Augenblick.... ich bitte Dich.... sieh nur.... wie schön!" ; Sie war verwirrt, ihr Athem ging 'schwer; sie schaute hinaus in den tiefen Frieden des blassen Lichtes, in die göttliche Poesie der Nacht, welche in die höchste Stunde ihres Daseins eine MiiNUte der höchsten Poesie der Liebe 'fügte. Aber der Herzog hatte in diesem Augenblick keine Lust, den Mond zu .betrachten; er fand ihn vielmehr durchaus überflüssig;.... er sagte nicht mehr komm", sondern trat rasch auf Milla zu und legte seinen Arm um ,sie. Sie sträubte sich nicht, fondern bog ihr Haupt zurück, ließ es an seine Brust sinken und blickte auf, um Giuliano anzusehen. Jetzt neigte er das G:sicht, küßte sie auf den Mund und machte zugleich einen Schritt rückwärts. Auf diese Art führte er sie rückwärtsschreitend unter Küssen und abgerin'enen Worten sachte bis zur Schwelle. Dort ließ er sie einen Augenblick los, wandte sich rasch und schloß die Gitterläden, Fensterflügel und Scheiben, kurz, alles Verschließbare, fest zu. Und draußen blieb, so entschieden vor die Thüre gesetzt, das Mondlicht. Und im Mondlicht das verstörte, fast verzerrte Gesicht Drollinos! Sein!" murmelte der junge Mann .... Und er knirschte mit den Zähnen. Er sah sich um. Gerade an dieser Stelle des Gartens hatte er vor acht Jahren das Nahen der Einbrecher bemerkt. Wieder sah er in der Erinnerung jene drei widrigen Gesichter aus der Dunkelheit der Allee' auftauchen. Aber jetzt herrschte vollständige Ruhe. Die Fassade der Villa lag schweigend in weißem, weichem Lichte. Ein plötzlicher Gedanke durchzuckte Drollino. Es trieb ihn fast unwiderstehlich, wieder alle zu wecken mit dem Alarmcesckrei: .Diebe! Diebe!" (Fortsetzung folgt.) 5.' " v g r er g. Goldbach: Ich gebe also meiner. Tochter 30.000 Mark Mitgift, nach meinem Tode.bekommt sie noch 20.000 und nach dem Tode meiner Schwester noch 60.000!" Der junge Cohn: Wie haißt, Herr Goldbach, is Heirathen ä AbzahlungsGeschäft?" V ?rbessert. Lehrer: Fränlein Erna, der Aufsatz, welchen Sie mir da abgeliefert haben, ist ja der reinste Blödsinn!" Schulvorsteherin: .Aber. Herr Doctor! Sie vergessen, Sie sind in einer höheren Töchterschule!" Lehrer: Schön. Also höhe, rer Blödsinn!" Ein englischer Bericht über die Berliner Concerte notirt. daß im Monat Januar nicht weniger als 30 ausländische Künstler m Berliner Concertsälen aufgetreten sind, worunter fast alle Nationalitäten Vertreter hatten, die englische aber nur eineneinzigen. Der englffche'Berichterstatter lehnt es ab, Schlüsse daraus auf die Leistungsfähigkeit feines Landeö zu ziehen.
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