Indiana Tribüne, Volume 24, Number 186, Indianapolis, Marion County, 24 March 1901 — Page 9
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Women as Well as fflen Are Made Miserable by Kidney Trouble. Kidnsy trouble. preys vpon the mind, discourages and lessens amthion; bcauty, vigof
and cheerfuiness soon Üsajpear when the kldneyiv are. -out of order o.r dseased. Kidney trouble has bcccme so rrevalent
j that it is not uncommon l for a child ta K Korn
U1? afflicted with weak kid-
neys. If the child urinaies too eften. if the
urine scalds the flesh or if, when "the child reaches an age when it should be abl to control the passage, it is yet afflicted with bed-wetting, depend upon it. the cause of the difficulty is kidney trouble, and the first Step should be towards the treatment of fhese important organs. This unpleasant trouble is due to a diseased condition cf the kidneys and bladder and not to a habit as most people suppose. Women as well as men are made miserable with kidney and bladder trouble. and both need the same great remedy. The mild and the immediale effect of Swamp-Root issoon realued. It Is sold
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Von Gut, de Maupassant. Fräulein Source hatte diesen 51ns den unter sehr traurigen Umständen adoptirt. Sie war damals sechsünddreihig Jahre alt, und ihre Häßlichkeit sie war als ftmd von den Knieen des Kindermädchens in den Kamin gerutscht und hatte sich ihr ganzes Gejicht furchtbar verbrannt so daß sie noch immer höchst garstiq aussah ihre Häßlichkeit hatte sie bestimmt, nicht zu heirathen, denn sie wollte nicht ihres Geldes wegen geheirathet werden. (5ine Nachbarin wurde, als sie in guter Hoffnung war, plötzlich Wittwe und starb darauf im Wochenbett, nicht einen Pfennig hinterlassend. Fräulein Source nahm sich des Neugeborenen an. that das Kind zur Amme, erzog e3, schickte es in eine.Pension und nahm es dann im Alter von vierzehn Jahren wieder zu sich, um-in ihrem leeren Hause ein Wesen zu haben, .das sie liebte, sich um sie kümmerte und ihr Alter sonnig machte. Sie hatte' einen kleinen Landsitz vier
stunden von RenneZ und lebte jetzt mV T: Ns,,s,p. ftiM.
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icii ocr 'aniunji oes xuaiicninaucn UM mehr als das Doppelte gesteigert, und.ihre dreitausend Frank Rente konnten nicht hinreichen, um drei Personen zu ernähren. Sie führte nun selbst den Häushalt, kochte, und schickte den Kleinen, den sie außerdem im Garten beschäftigte, auf Einkäufe aus. lZr war sanft, furchtsam, schweigsam und zärtlich. Und- sie hatte eine innige Freude, eine- neue Freude daran, wenn er sie untarmte, ohne sich von ihrer, Häßlichkeit abschrecken zu lassen. Ernannte sie Tante und behandelte sie wie seine Mutter. Abends saßen sie beide am Herd und sie bereitete ihm Leckerbissen. . Sie bereitete Glühwein und röstete ein Paar Arodscheiben; das. war ein köstlicher kleiner Schmaus vor dem Zubettgehen. Oft nahm sie ihn auch auf .ihren Schooß und überhäufte ihn mit Lieb kosungen, indem sie ihm zärtliche und leidenschaftliche Worte in's Ohr flllsterte. -Sie nannte ihn denn wohl: Mein Herzblatt, mein angebeteter Engel, mein himmlischer Schatz", und er ließ sich das ruhig gefallen, indem er seinen Kopf an der Schulter der alten Jungfer barg. Obwohl er jetzt.bereits fast fünfzehn Jahre zählte, war, er zart und kleine geblieben, und sah etwas' kränklich
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Zuweilen nalim ' ihn Fräulein
Source nach der Stadt mit. um zwei Verwandte zu besuchen, ein Paar Cousinen, die in einer der Aorstädte verheirathet waren. Es war dies ihre ganze Familie. Die beiden Frauen grollten ihr im Stillen noch immer, daß sie die.' se Kind angenommen hatte, denn sie hofften selbst, auf die Erbschaft; doch empfingen sie sie immer mit Wärme, denn sie erwarteten noch immer einen Theil davon, ein Drittel wenigstens, wenn redlich getheilt wurde'. Sie war glücklich, sehr glücklich, und jederzeit mit ihrem Kinde beschäftigt. Sie kaufte ihm Bücher, um seinen Geist zu bilden, und er legann leidenschaftlich zu lesen. - ... : .. .. Am Abend kam er jetzt nicht mehr auf ihren Schooß, um sie zu liebkosen wie vordem, vielmehr setzte er sich schnell auf. seinen kleinen Stuhl in Vie Ecke am Feuer und schlug -.'ejn.Bych auf. Die Lampe. stand am Rande des Tischchens über seinem Haupte und beschien sein lockiges Haar und ein, Stück der Stirn. Er rührte sich nicht .mehr, schlug die Augen nicht auf, machte keine Gebärde, sondern las, las wie geistesabwesend und ganz in das Abenteuer des Buches versunken. Sie saß ihm gegenüber und blickte ihn starr und voll innerer Erregung an; sie wunderte sich über seine gespannte Aufmerksamkeit und war voller Eifersucht; die Thränen waren ihr nahe. Zuweilen sagte sie zu ihm: Du wirst Dich müde machen, mein Schatz!" denn sie yoffte, daß er die Augen uufschlagen und sie küssen würde. Aber er antwortetenicht einmal; er sah und hörte nichts und wußte von nichts anderem, als was auf den Seiten des Buches stand. ' So verschlang er zwei Jahre lang ungezählte. Bände. Sein Charakter veränderte sich. In der Folge bat - er Fräulein Source mehrmals um Geld, und sie gab es ihm. Da er aber immer mehr
wollte, schlug sie eö ihm schließlich aus. denn sie war haushälterisch und energisch und wußte am rechten Platz .vernünftig zu -sein. Er setzte ihr"aber so lange zu. bis sie ihm eines Abends noch einmal eine beträchtliche Summe gab; als er aber ein paar Tage später wiederkam -und bettelte, zeigte sie sich unerbittlich und gab thatsächlich nicht mehr nach. Da schien er seinen Entschluß zu fassen. Er wurde wieder ruhig, wie vordem, saß wieder Stunden lang unbeweglich, ohne einen Ton von sich zu aeben, mit gesenkten. Augen, in seine Träumereien verloren. Er sprach nicht mehr mit Fräulein Source und antwortete auf ihre Fragen kaum mit kurzen und knappen Sätzen. Trotzdem war er aufmerksam gegen sie, voller Rücksicht, aber er küßte sie nie mehr. . . -'Ant Abendwenn sie schweigend und unbeweglich rechts und links vom geuer säßen, flößte et ihr jetzt manch
mal Zsurcht ein. Sie wollte ihn ausrütteln, wollte irgend etwas sagen, uin aus diesem schrecklichen Schweigen herauszukommen, das so unheimlich war. wie ein finsterer Wald. Aber er schien sie nicht zu hören, und sie bebte vor Schrecken, die arme, alte Jungfer, wenn sie fünf- oder sechsmal zu ihm gesprochen hatte, ohne ein einzigesWort zu bekommen. Was hatte er? Was ging in diesem verschlossenen Kopse vor? Wenn sie so zwei oder drei Stunden ihm 'gegenüber gesessen hatte, fühlte sie den Wahnsinn nahen; sie wollte fliehen und sich ins Freie retten, um diesem ewigen stum-
.men Beisammensein zu entgehen, sie
bangte vor einer unbestimmten Gefahr, ohne doch recht zu wissen, weshalb. Und oft weinte sie ganz allein. Was hatte er? Sprach sie einen Wunsch aus er führte ihn ohne Murren aus. Brauchte sie etwas aus der Stadt sogleich ging er hin. Sie hatte sich über ihn gewiß nicht zu beklagen. Und doch .... So verging noch eilt Jahr, und es schien ihr, als hätte sich in dem Geiste' des geheimnißvollen Jungen eine neue Wandlung vollzogen. Sie spürte es, sie ahnte es, sie wußte nicht wie, aber sie war dessen sicher; sie wußte, daß sie sich nicht täuschte, aber sie wäre nicht im Stande gewesen, zu sagen, worin die unbekannten Gedanken dieses seltsamen Knaben sich geändert hatten. Ihr schien nur, als ob er bis dahin ein zauderndes Menschenkind gewesen wäre und Zetzt plötzlich einen Entschluß gefaßt hätte. Diese? Gedanke kam ihr eine Abends, als sie seinem Blicke begegnete. einem eigenthümlichen, starren Blicke.' den sie nicht kannte. Allmählich begann er sie alle Augenblicke so anzusehen, und sie hätte sich dann am liebsten versteckt, um diesem kalten Auge auszuweichen, das auf ihr, ruhte. Bald' blickte er sie ganze Abende an und wandte den Blick nur ab, wenn sie es schließlich nicht mehr ertragen konnte und zu ihm sagte: Sieh mich doch nicht immer so an, mein Kind! Dann senkte er den Kopf. Sobald sie ihm aber den Rücken gekehrt hatte, fühlte sie von neuem sein Auge auf ihr ruhen. Wohin sie auch gingüberall verfolgte er sie mit seinen beharrlichen Blicken. Manchmal, wenn sie in ihrem Gärtchen spazieren ging, erblickte sie 'ihn plötzlich m einem Gebüsche zusammengekauert, als ob er im Hinterhalt läge. Oder wenn sie in ihrer Hausthür saß und Strümpfe ausbesserte, während er ein Gemüsebeet umgrub," blickte er sie bei der Arbeit mit heimtückischenBlicken unausgesetzt an. Vergebens fragte sie ihn: Was hast Du, mein Kleiner? Seit drei Jahren bist Du so ganz an ders geworden. Ich erkenne Dich nicht wieder. Sage mir doch, was Du hast, was Du denkst, ich beschwöre Dich. Er antwortete, dann immer mit demselben ruhigen, ermüdeten Ton: Aber ich habe nichts. Tante. - Und wenn sie in ihn drang und ihn beschwor: ' Mein Kind, antworte mir doch, antworte mir doch, wenn ich Dich frage.' Wenn Du wüßtest, welchen Kummer Du mir bereitest. Du würdest mir immer antworten und würdest mich nicht immer so anblicken. Hast Du irgegd ein Leid? Sage's mir, ich werde Dich trösten .... .Dann ging er mit müdem Wesen und murmelte: ; Ich versichere Dich, ich habe nichts. - Er war nicht viel größer geworden; er hatte immer noch das Ansehen eines Kindes, wiewohl er die Züge eines Mannes trug. Sie waren härt und doch unfertig. Er schien unvollendet, schlecht gerathen und gleichsam nur hingeworfen zu sein, und beunruhigend war er wie ein Geheimniß. Ein verschlossenes, .undurchdringliches Wesen, in dem jeden Augenblick eine thätige und gefährliche Geistesarbeit vor sich zu gehen schien. , . Fräulein 'Source empfand das Alles sehr wohl und schlief vor Angst nicht mehr. , Schreckliche Beklemmüngen, entsetzliche Träume quälten sie ost. Sie schloß sich in ihr Zimmer ein und verbarrikadirte ihre Thür; so ängstigte sie das Unbestimmte. Wovor fürchtete sie sich? Sie wußte es selber nicht. Sie fürchtete sich vor Allem, vor- der Nacht, den Wänden, den Gestalten, die der Mond durch die geblümten, weißen Vorhänge hindurchwarf, und vor Allem vor'ihm! ' Warum? Was hatte sie zu fürchten? Wußte sie es? ' Und doch konnte sie so nicht länger leben. Sie war sicher, daß ein , Ünglück sie bedrohte, ein schreckliches Unglück. ' Eines Morgens brach sie insgeheim auf und ging nach der Stadt zu ihren Verwandten. Sie erzählte ihnen alles mit bebender Stimme. Die beiden Frauen dachten, daß sie verrückt würde. und suchten sie zu beruhigen. Wenn Ihr nur wüßtet, klagte sie. wie er mich von Morgens bis Abends anstarrt! Seine Augen verlassen mich nie. Zuweilen möchte ich am liebsten um Hilfe schreien und die Nachbarn hrbeirufen. so fürchte ich mich. Aber 'was sollte ich ihnen sagen? Er thut mir ja nichts, als daß er mich anblickt. . Ist er denn zuweilen brutal gegen Dich? fragt.'n die beiden Cousinen. 'Gibt er Dir freche Antworten? Nein, sagte sie, niemals. Er thu! Alles, ich will, er. arbeitet
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fleißig und ist die Sparsamkeit selbst, aber ich halte es vor Furcht nicht mehr aus. Er hat etwas im Kopf, deß bin , ich sicher, ganz sicher. Ich will nicht mehr so ganz allein mit ihm auf dem Lande bleiben. Die Verwandten waren betroffen und stellten ihr vor, daß man sich wundern, daß man es nicht begreifen würde, und gaben ihr den Rath, ihre Befürchtungen und Pläne zu verschweigen, riethen ihr indessen nicht ab, nach der Stadt zu ziehen, denn sie hofften, daß dadurch die ganze Erbschaft noch an sie zurückfallen würde. Sie versprachen ihr sogar, ihr beim Verkauf ihres Hauses behilflich zu sein, und wollten etwas Anderes in ihrcr Nähe ausfindig machen. ' ' Als Fräulein Source in ihr Heim zurückkehrte, war ihr der Kopf so wirr, daß sie beim geringsten Geräusch zusammenfuhr, und ihre Hände bei der kleinsten Bewegung zu zittern begannen. Sie ging dann noch zweimal zu ih'ren Verwandten, um sich mit ihnen zu berathen, und war jetzt ganz entschlossen. nicht mehr so allein in ihrer Wohnung zu bleiben. Endlich fand sie in der' Vorstadt ein kleines Gartenhaus, das ihr zusagte, und das sie insgeheim kaufte. Der Contract wurde an einemDienstag Morgen unterzeichnet und FräuUln Source verbrachte den .Rest des Tages mit Vorbereitungen, für den Umzug. ' Um acht Uhr Abends stieg sie wieder in den Postwagen, der tausend Schritt vor ihrem Hause vorbeiging, und lieft an dem Punkte halten, wo der Kutscher sie gewöhnlich abzusetzen pflegte.. Als sie ausstieg, rief der Mann ihr zu, indem er auf seine Pferde einhieb: . Guten Abend, Fräulein Source, ante Nacht! Gute Nacht. Schwager Joseph, antwortete sie im Gehen. Am andern Morgen um, .halb acht Uhr. als der Briefträger seine Briefe nach dem Dorfe trug, bemerkte er auf dem Querweg, nicht weit von derStraße. eine große, noch - frische Blutlache. Halt!" sagte er sich, hier hat einem die Nase geblutet.- Zehn Schritte weiter bemerkte er indessen ein gleichfalls blutiges .Taschentuch und hob es auf. , Es war von feinem Leinen. Als der Fußgänger sich dem Graben näherte, glaubte er einen seltsamenGegenstand zu sehen. Fräulein Source lag auf der Grabensohle mit durchschnittener Kehle im Gras. Eine Stunde spater standen die Gendarmen, der Untersuchungsrichter und viele Beamte um die Leiche herum und stellten Vermuthungen an. Die beiden Verwandten wurden alsZeugen vorgefordert und erzählten' die Befürchtungen und letzten Pläne der alten Jungfer. Der Pflegesohn wurde sestgenommen. Seit dem Tode seiner AdoptivMutter weinte er vom Morgen bis tri die Nacht, und war wenigstens scheinbar auf's tiefste bekümmert. -- Er führte den Beweis, daß er detr Abend bis elf Uhr in einem Caf& gewesen war: Zehn Personen hatten ihn' gesehen und waren bis zu seinem Ausbruch geblieben. Nun aber erklärte der Postkutscher, er habe die Ermordete zwischen halb zehn und zehn Uhr auf der Straße abqesetzt. Das Verbrechen konnte ' nur auf dem Wege von der Straße bis zum Hause und spätestens um zehn Uhr verübt worden sein. ' " ' Daraufhin wurde er freigelassen.' - Ein Testament von älterem Datum das bei einem Notar in Rennes'-depo nirt war, machte ihn zum Universal-' erbeik. und er trat die Erbschaft an; ; ; Die Leute der Gegend achteten ihn lange, da sie ihn für verdachtig hielten.' Sein Haus,- das der Todten, galt für verfehmt. . Auf der Straße wich man ihm aus. ' ' Aber er offenbarte sich als so gutmüHjig, offenherzig und vertraulich, daß man ganz allmählich den schrecklich'en Zweifelsallen ließ. 15 Er 'war freigebig und zuvorkommend. unterhielt sich selbst mit dem Niedrigsten,' er sprach von Allem und so länge man wollte. '" : 'l ' " Der Notar. Herr Rameau, war einer der ersten, der wieder für ihn eintrat; seine lächelnde Redseligkeit bestach-ihn. Eines Abends, auf einem Abendessen beim Steuereinnehmer, erklärterer:"- . Ein Mensch, der so 'ungezwungen spricht und stets guter Laune ist, kann ein solches Verbrechen nicht . auf dem Gewissen haben. ' " ' - Den Anwesenden ihatte .dieses Argument Eindruck gemacht, sie dachten nach und entsannen stch iir .der That ihrer langen Unterhaltungen mit dem Menschen, der sie fast wider MlleN in der Plauderecke festhielt, um ihnen seinen Gedanken mitzutheilen, ; der sie zwäng, bei ihm' einzukehren, wenn' sie an seinem Garten vorübergingen, dem die. schönen Redensarten leichter flossen. als selbst dem Gendarmerie-? ieutenant. und dessen Lustigkeit so ansteckend war, daß man trotz des Widerwillens, den er einflößte, in seiner Gesellschaft immer herzlich lachen mußte. Seitdem öffneten sich ihm alle Thuren. ' ' ' - ' Jetzt ist er Burgermeister desStädtchens. . , ' Sein Glück. .Wenn ich Ihnen. so gegenüber, sitze. Fräulein Marh, da habe ich immer, die Empfindung, an mir sei ein Dichter verloren Ieaanaen.1 .Na. danken Sie Sottl- . , V .7 . .. ; - - . - 2i f.. ". ;...'. . ' . . ... i i -.- V . v
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