Indiana Tribüne, Volume 24, Number 186, Indianapolis, Marion County, 24 March 1901 — Page 7

Lsndiana Tribüne, Sonntag, 24. Marz 1901.

Der Cramn öer Ralstttn. Eine Eeschicbte auZ Cdwa, von M. vo Schcve. Die greise Dienerin Aam-Si hatte der Kaiserin Ananas und Eis gebracht, ober mit stummer Handbewegung wies ihre ' Herrin die Fruchtschale zurück. Blaue Rauchw'öttchen erfüllten die Luft und immer dichter stiegen sie auf, denn die Kaiserin liebte den Tabak leidenschaftlich. Sie rauchte und träumte. Die blauen Wolken verdichteten sich. Und durü die Wolken sah sie in kleiues, elfjähriges Mädchen. Das war sie selbst; in löbliches Kind mit Augen schwarz wie Kirschen, zierlich und anmuthia wie eine Gazelle. Aber sie sah noch mehr Gestalten. Da war die Mutter; sie saß in einer Ecke desHarems und weinte; dort stand demüthig Jang-Iung, die junge Magd; sie wollte Geld, um Neis zu holen; für einen Taelcent hatte man Vorrath auf drei Tage. Und der 2kter drehte die leeren Taschen seines weiten Gewandes um und schüttelte sein bezopftes Haupt. Er war ein vornehmer, reicher Tatar; aber bei dem letzten großen Aufstand war sein Haus niedergebrannt, seine Gärten und Ländereien verwüstet worden, er selbst mit knapper Noth dem Tode entronnen. Und die greise Herrscherin thut einen langen Zug aus ihrer Pfeife. Ist es nicht unglaublich, daß sie. die Kaiserin des himmlischen Reiches, einst bitteren Hunger gelitten? Und sie hört deutlich die Stimme ihres Vaters: 'Der Vetter in Fokohama sagte er, schuldet mir noch tausend Taels! Wann werde ich die bekommen? Er hat drei Frauen und neunzehn Kinder und selber nichts zu essen." Vielleicht hilft uns der Kaisei!?th die Mutter. Geh', schreib' ihm. daß wir unverschuldet Alles verloren. Wenn ich nur schreiben könnte !" Und sie rang verzweifelt die gelbbraunen Hände. J&axum schreibst Du nicht?" schrie sie mit gellender Stimme. Sei still!" brauste der Tatar auf; Ihr Weiber sprecht, wie ihr's versteht. China ist groß, und derSohn des HimWels ist weit. Auch wird er von Tausenden angebettelt; ich bettle nicht." Tief geknickt kauerte die arme Frau in der Ecke des Diwans. Da legte, sich leise eine weiche, gelbe Hand auf ihre Schulter. Die Kaiserin nickte lächelnd vor sich hin; sie sah sich selbst, die älteste der kleinen, stumpfnasigen Schaar; sie hörU, wie sie der Mutter Trost zusprach. Nicht weinen, Mutter, gute! Sechs Schnüre Tian - Münzen sollst Du erhaltend Und die Mutter lächelte unterThräen: O Du liebes, kleines Fröschchen, wie willst Du uns die verschaffen?" Sehr einfach! .... Der Vater verkauft mich!" Äind fürchtest Du Dich nicht vor der Fremde?" , mir thut Niemand etwas zu leide . . und ... ich ... ich mochte die Welt sehen ... Und Mutter, Du hast ja noch acht Kinder!" Und Nala lachte. Aber die Mutter weinte, und die 'ireue Nanghung, die noch die Glanzzeit der Familie gekannt, vergoß heiße Thränen. Ja. die alte Kaiserin war ein mujhiges Kind gewesen. Da stand sie vor dem Vicekönig an der Hand ihres Vaters in ihrem schönsien Gewände; eine ganze Rolle Geldes hatte der hohe Herr ihrem Vater gegeben; war sie doch das Hauptgeschenk zum Geburtstage der Vicekönigin, die ganz entzückt war von der Anmuth der kleinen Tatarin. Als solcher waren ihr nie die Füße geschnürt worden, wie es bei den Chinesinnen Sitte ist. Selbst die anderen Sklavinnen bewunderten neidlos das zierliche Geschöpf, und wetteiferten-, sie in mancher Handfertigkeit zu unterweisen. Die Chinesinnen sind so plump auf den Füßen, und so flink und geschickt mit der Nadel! , Und die Kaiserin that abermals einen langen Zug aus ihrer Pfeife; es war so behaglich zu rauchen und zu säumen. war es doch an dem großen Fest im Palast des Vicekönigs? Die kleine Tatarin war ine fast erblühte Jungfrau, halb Sklavin, halb Gesellschafterin ihrer Herrin; da stand sie hinter den fürstlichen Kindern, die dem hohen Herrn zum Geburtstag ihre Glückwünsche darbrachten. Das weite, niedrige Gemach war angefüllt mit Kostbarkeiten, Geschenken seiner ersten Gemahlin, und Aufmerksamkeiten der anderen Frauen. Aber dem erwähnitn, chinesischen Großwürdenträger gefiel nur ein Geschenk, eine seidene Tuica. mit kunstvoller Goldstickerei verziert. Farbige Vögel schaukelten sich auf den gesticktknZnxZgen; silberne Faden bildeten eine schimmernde Wasserfläche, auf der breite Fische mit großen Glotzaugen sich tummelten. Das ist ein Prachtstück!" rief Li; die Stickerin soll herkommen." Was, Du kleine Nala ! Bist Du so geschickt? .... Bitte Dir eine Gnade aus!" Nala fiel ihm zu Füßen: Q Herr, laß mich lesen und schreiben lernen!" Gi, ei. Du willst wohl eineGelehrte werden? Das überlaß nur den Männern, mein Kind." Schmerzlich zuckt es um die Lippen des jungen Mädchens. Hätte sie doch brennend aern gewußt, was die aeheimnißvollen Zeichen bedeuteten, die unverstanden durch ihre Hand gingen. Dank ihrer flinken Füße war sie die stete Botin ihrer Herrin; o, sie röric bald hier, bald dort etwas, das nicht' für ihre Ohren bestimmt toaz.; GefrrwrnM Vnr trr sftVrftfV fsiir vt oirtf

TV.-. V l VlltV ftVMVf M V V Vfr.tV jlarig, wußte sie das Gehörte zu ge"Ldcschweigen, je nach-

Mein Gemahl wird eine so beschei dene Bitte gern gewähren," und ermu ihigend nickte die hohe Frau dem Liebling zu; es gefiel ihr, daß Nala nicht um ein Naschwerk -oder ein Geschmeide gebeten hatte; Mainana selbst liebte die Süßigkeiten und den Tand über alles. Und so wandert denn Nala tagtäglich aus den Frauengemächern der Dienerinnen ins Fürstenzimmer zum Unterricht; sie wird-die Gefährtin und Freundin der ältesten Prinzeß, und als diese, ein schwaches, kränkliches Treibhauspflänzchen, nach einemJahre stirbt, erbt Nala die Kleider und Bilder. die Vögel und Goldfische der Ver storbenen und nimmt allmählich deren Platz im Elternherzen ein. Die Kaiserin drückte auf die Klingel, für Fam-Si das Zeichen, einc neue Pfeife zu bringen. Köstlich duftete das aromatische Kraut; mit leiser Hand rückt Vum-Ium die Kissen zurecht und greift nach dem kühlenden Palmenwedel, um Luft zu fächern. Aber die Kaiserin winkt; sie will allein sein, rauchen und träumen. Sie sieht ihr ganzes Leben an sich vorbeiziehen. . Da sieht sie, eine vollerblühte Jungfrau; wie Sammetblumen leuchten die schelmischen, tiefgeschlitzten Augen aus dem zartgelben Gesicht; das Bewußtsein ihrer Schönheit und Klugheit erfüllt sie mit hochfliegenden Plänen. Eine Fürstin will ich sein, ine Krone will ich tragen." Und sie ist ihrem Wunsche näher, als sie ahnt. Denn heute hat der Vicekonig lange mit seiner Gemahlin gesprochen; sie merkt wohl, daß etwas Wichtiges vorgeht. Ob sie horcht? .... ' ' Wir müssen Hien-sung, dem Kaiser, ein würdiges Geschenk machen,"' sagt Li nachdenklich; einen arabischen Hengst hat ihm Hang-Tschung geschenkt, ich möchte nicht zurückstehen!Im Gegentheil, !u sollst ihn übertreffen, ich weiß eine kostbare Gabe," triumphirt Mainana. -Hm, hm, meine Goldrollen sind sehr zusammengeschmolzen mehr als tausend Taels kann ich nicht dran wenden," überlegt Li mit zusammengezogenen Brauen. Es soll Dich gar nichts kosten; wir schicken ihm Nala." sagt lächelnd die kluge Fürstin. Seht Ihr dort die blumengeschmückte Gondel mit lichtgrünem Atlas ausgeschlagen, und drinnen wie eine Perle in der Muschel ruhend, in mattweiße Seide gehüllt, die schöne Tataxin; da zieht sie hin übers Meer, dem Sohne des Himmels entgegen. Ob es ihr schwer wird, ihre gütigen Pflegeeltern zu verlassen? Anstandshalber zerdrückt sie eine Thräne, aber innerlich jubelt ihr Herz laut auf. Ihr ahnt, daß ihr Traum sich erfüllt; vielleicht ist sie bald die zweite Gemahlin - des jungen Kaisers Hien-sung, bald wird sie seine allmächtige Gebieterin; nur klug und gewandt sein, dann liegt ihr das ganze Land zu Füßen. Nicht ungeduldig! Abwarten, klug und gewandt! In der Verborgenheit des Harems leben und Beherrscherin von Land und Meer sein! Die Greisin richtete sich aus ihrer halbliegenden Stellung auf! Wie viele Winter waren seitdem verflossen! Und doch, wie greisbar stand noch alles vor ihren Augen! Es war 1861. Schatten des Todes schwebten über dem kaiserlichen Lustschwß Jehol; der Sohn des Himmels schloß die Augen. Sie, seine Vertraute, seine Rathgeberin, seine Sklavin und seine Herrin, stand nun allein. Aber sie hatte einen Sohn. Wer fragte nach der ersten Gemahlin und ihren Ansprüchen? ... War es nicht selbstverständlich, daß Nalas Sohn der künftige Herrscher war, und daß seine kluge Mutter für ihn die Regierung führte, sie, die schon lange in der Stille und Verborgenheit ihres Frauengemaches die Fäden der Herrschaft fest in ihrer kleinen, zierlichen Hand hielt? Ein greller Ton unterbricht die träumerische Nuhe des dämmrigen Gemaches! Alarm! .... Die Kriegsdrommete schallt. Unwillig druckt die .Greisin ihre braunen, welken Hände gegen die Ohren; sie will nichts hören, sie will sich nicht erregen. . Die Kaiserin will rauchen und traumen. Da schon wieder ein Mißton: das Feuersignal; das Zimmer wird hell! Sie stürzt ans Fenster und zerrt die schweren Vorhänge zurück. Dort zucken die Flammen hoch in die Luft. Sie weiß, dort brennt die Christenschule. Ein gellender Schrei tönt an ihr Ohr. Ein Kind,, ein brennendes Kind kommt herausgestürzt! Mit zitternder Hand schließt die Greisin die Vorhänge; mit bebenden Glidern kauert sie .auf dem Diwan. Warum sie sich nur so aufregt? Was kann sie dafür, daß so viel Blut fließt? Sind es doch nur Christenhunde! Pah! Und sie scbliekt die Auaen; sie will rauchen und träumen. Aber eö geyi nicht mehr. Dumpfe Schritte schallen von brau ßen herein; man schleppt eine Last; allzu diensteifrige Schergen! Müssen 5e denn durchaus die Leichen bis in die Paläste schleppen! Es dröhnt bis an ihr Gemach; sie stürzt an die Thür! O, grauenvolles Bild! Der sterbende Missionar hebt die Hand zum Himmel, die Hand, deren Finger abgehackt sind; sein blutllber strömtes Gesicht wendet sich der Kaiserin zu, seine brechenden. Augen klagen sie an.' Mit Spießen stechen seine Peiniger ihm ins Fleisch; er stößt einett lauten Schmerzensschrei aus; es ist der Todesschrei des gehetzten Wil-

ves.

Der Greisin wird schwarz vor den Augen; sie wankt. Aam-Si führt die Kaiserin zurück ins Gemach; sie bettet sie zwischen den Kissen und reibt ihr die Stirn mit köstlichem Wasser. Die Kaiserin schüttelt den Kopf. Hu, dieser Schrei! Entsetzlich! . Sie hört ihn immer noch in den Ohren; sie glaubt den Leichenduft zu riechen. Die Pfeife, wo ist die Pfeife? Hat denn der Tabak gar kein Aroma? .... Es riecht nach Blut im Zimmer. Sie schließt die Augen. Aber vor ihren geistigen Augen erscheint das brennende Kind. . Ob es wohl eine Mutter hat? Sie schaudert und verbirgt das greise Haupt stöhnend in den Kissen.

X

Ser verzauberte Sarg.

'Ein alter Trick? Jawohl. Ein Sarg, allem Anschein nach von gewöhnlicher Structur, wird auf die Bühne gebracht und auf ein daselbst befindliches Gerüst gestellt. Das Publikum wird aufgefordert, das düstere Behältniß zu prüfen und zu diesem Behufe einige Personen aus seiner Mitte als eine. Art Comite auf die Bühne zu entsenden. Dies hat aber nur den Zweck, die Aufmerksamkeit der Zusehe? einzulullen und ist vielleicht die Hauptursache, daß die Art dieser Illusion für die große Menge so lange unentdeckt geblieben ist. Nach der Besichtigung des Sarges durch das Jnspektions-Comite legt sich der Gehilfe des Zauberers in den Sarg, der ihm keinen Raum zur Bewegung bietet, und der Deckel wird dicht geschlossen. Nun kommt das Zauberstück. Der Zauberer oder Jllusionist. wie man heutzutage sagt, zieht ein langes Schwert mit scharfer Schneide und Spitze, und nachdem er es zur Besichtigung herumgereicht hat, steckt er es langsam durch eine offen gelassene Spalte im Sargdeckel und drückt so lange darauf, bis die Spitze an einer ntgegegesetzten Stelle am unteren Theile zum Vorschein kommt. Die gewöhnliche Gattung der Zuseher wird durch dieses Experiment auf's Aeußerste überrascht, geistig schwächeren Personen bereitet es sogar großen Schreck. Dann wird das Schwert wieder herausgezogen, der Sargdeckel abgehoben und der Assistent kommt, vollkommen unbeschädigt, unter dem .donnerndem Beifall des Publikums wieder zum Vorschein. Wer diese Zeilen liest, wird lachen

darüber, daß dieser einfache Trick bei (

irgend Jemandem von gesundem Menschcnverstande Angst hervorrufen könnte. Doch ich. der ich dabei in der. Thätiakcit eines Assistenten mitgewirkt habe, schaudere noch heute beim Anblick eines Sarges, wie immer derselbe auch construirt sein möge. Ich will erzählen. warum und man wird begreifen, daß meine Nerven bei der Erinnerung an einem Abend vor ungefähr zwei Jahren wohl erzittern dürfen. Ich war auf der Reise mit einem Illusionisten, der sehr tüchtig in seinem Fache war, und hatte die Absicht, ihm seine Tricks abzugucken, um mich später selbst in dem Fache zu etabli ren. Mr. Bruer, so nannte er sich, hatte sechs Monate vorher seine Gattin verloren und trug großen Schmerz über diesen Verlust zur Schau, ja manchmal schien es, als ob derselbe auf seine Seelenkräfte nicht ohne Einfluß wäre. Trotzdem hatte ich keine Angst, mich in die Macht dieses Mannes zu geben. Ich traute seiner Geschicklichkeit so sehr, daß ich mich bei dem großen Kunststücke jeden Abend so ruhig xn den Sarg legte, als ob es sich etwa darrnr. handelte, zu Bette zu gehen. Die Produktionen gingen auch stets in größter Ordnung von Statten, der präparirte Sarg täuschte jedesmal die ihn untersuchenden Neugierigen, welche

nichts Ausfälliges an ihm zu entdecken vermochten, während sich seine rückwärtige. dem Publikum abgewendete Seitcnwand stets pünktlich öffnete, wenn das Schwert eindrang, so daß sich Gelegenheit fand, bei Seite zu schlüpfen und das schneidende Jnstru:nnt an mir vorbeizulassen, ohne Schaden zu nehmen. Unsere Tour durch die Provinz gestaltete sich sehr erfolgreich. Wir sanden. überall großen Zulauf und gute Einnahmen -und mein Vertrauen zur ZcsÄicklichkeit Mr. Bruer's befestigte sich immer mehr. Eines Tages bekam unsere kleine Gesellschaft ein neues Mirglied. Mr. Bruer hatte durch ein Inserat einen Assistenten acquirirt, ein herziges, reizendes Geschöpf namens Millie Werner. Ich liebte sie vom ersten Auaenblicke. da ich sie sah. und tocz der glücklichste aller Menlchen, als sie meinen Heirathsantrag acceptirte. Doch ls ich ihr die Nothnxnbigkeit auseinandersetzte, Mr. Bruer von unsrre? Verlobung zu verständigen, sah sie mich mit einem erschreckten Blicke an. O Harry," rief sie aus, sönnen wir ihm das nicht bis zu unserem Hochzeitstage verheimlichen?" Diese Frage befremdete mich einigermaßen. Warum sollten wir unsere Verlobung geheim halten? ..Ich sehe nicht ein." sagte ich. was Bruer damit zu schaffen hat. Unsere Vereinigung beraubt ihn ja, wenigstenö' für die nächste Zeit, keineswegs seiner beiden Hilfskräfte Du verstehst mich nicht," entgegnete sie leise. Irgend Etwas würde geschehen, ich weiß es sicher, wenn er wüßte, wie es zwischen uns steht. Höre!" flüsterte sie; offenbar besorgt, daß uns Jemand belausche: Letzten Abend rief er mich in sein Zimmer und' erklarte mir in Ausdrucken toller Lei, denschaft. daß er mich liebe.. Und als ich ihm sagte, daß niemals andere, als geschäftliche Beziehungen zwischen uns Beidev bestehen könnten, warf er mir

einen entschlichen Blick zu, so daß ich eiligst sein Zimmer verließ auS Angst, daß er mir UebleS zufügen könnte. Verrückte Eifersucht könnte ihn antreiben auch Dir Böses zu thun, wozu er ja. wie Du weißt, so mancherlei Gelegrheit hatte." Was sie sprach, war nicht unvernünftig, und ich erklärte deshalb, daß ich von unserer Verehelichung bis zu deren Vollzug mit Niemandem ein Wort sprechen wolle. Ms ich mich m nächsten Morgen in Millies Wohnung einfand und nach ihr fragte, sagte man mir, daß sie sich zu Mr. Bruer begeben habe, der sie habe rufen lassen. Diese Mittheilung machte auf mich einen sehr unangenehmen Eindruck, da ich mich erinnerte, wie Bruer. Millie's Mittheilungen zufolge, deren Abweisung aufgenommen habe und nun dachte, daß er Böses im Schilde führen möge. Ich beschloß sofort, ihr zu folgen, um. wenn nöthig, zu ihrem Schutze anwesend zu fein. Ich betrat unaufgehalten das Zimmer Vruer's, wo ich ihn und Millie antraf. Letztere hatte sich offenbar aufgeregt, denn 'ihre Wangen waren geröthet und sie zitterte heftig. Bruer schien erstaun: über mein Erscheinen und wendete sich gegen mich mit den in scharfem Tone gesprochenen Worten: Was wünschen Sie von mir?" Ich hatte rasch eine Ausrede bei der Hand und sagte, ich wäre gekommen, um zu fragen, ob nicht irgend ein neuer Trick zu prbiren sei. Nein." gab er mir ziemlich ruhig zur Antwort, es gibt nichts Dergleichen. Bei dieser Gelegenheit muß ich Ihnen jedoch mittheilen, daß Sie von jetzt an wieder mein einziger Assistent sein werden. Miß Millie Werner und ich können uns über eine Privatangelegnheit nicht einigen und ich habe deshalb ihren Vertrag gelöst und ihr den entfallenden Betrag ausbezahlt. Sie wird mit uns nicht mehr austreten." Aber warum?" fragte ich. Fräulein Werner war doch stets sehr eifrig und accurat bei den Vorstellungen." Während ich sprach, richtete er seinen Blick rasch gegen Millie. Es konnte ihm nicht verborgen bleiben, daß eine mehr als freundschaftliche Zuneigung zu nrfr in ihren Augen zu lefcn war. und sein Zorn, zur Flamme angefacht durch diese Entdeckung, machte sich in den Worten Luft: Was zum Teufel gehen Sie Miß Warner's Angelegenheiten an?" Jetzt wollte ich nicht länger mehr zurückhalten und indem ich an Millies Seite trat und ihre Hand erfaßte, sagte ich: ' Miß Warner's Angelegenheiten gehk.n mich wohl insofern an, als sie mein Weib werden soll." All riglit!" murmelte er, während er einen wüthenden Blick gegen uns schoß. Miß Warner," sagte er darin anschelncr.d qleichgiltig. Sie h:ben noch einige von meinen Effekten in Ihrer Wohnung; ich bitte Sie, mir dieselben heute Abend auszufolgen." Wir verließen zusammen Bruer's Zimmer, Millie und ich. Sie begab sich nach Hause, um die Bühnenkostüme zusammenzusuchen, deren Ausfolgung Bruer verlangt hatte. Ich eilte fort, um Vorbereitungen für unsere Hochzeit zu treffen, welche wir nun sobald als möglich zu vollziehen entschlössen waren. Als ich an jenem Abend mich nach der Halle begab, wo die Produktionen stattfanden, überkam mich plötzlich ein unbeschreibliches Gefühl der Angst. Bruer machte seine Tricks diesmal in besonders geschickter Weise und zeigte sich mir gegenüber freundlicher, al ich erwartet hatte. Als das Kunststück mit dem Sarge an die Reihe kam, hatte ich meine Befürchtungen fast schon wieder vergessen und nahm beruhigt in dem engen Gehäuse Platz. Dann wurde der Deckel geschlossen und ich wartete nun darauf, das Schwert aus der Scheide ziehen zu hören, für mich das verabredete Zeichen, um mich in Sicherheit zu bringen. .Man konnte die verschiedenen Geräusche in dem Sarge durch die Spalte im Deckel ganz gut vernehmen. Das Knirschen des Stahls erreichte endlich mein Ohr und ich preßte wie gewöhnlich meinen rechten Arm gegen die 'Seitenwand des Sar ges, in der Erwartung, dieselbe würde aufklappen und den Weg freigeben, doch, was war das? Die Wand wich nicht! Da vernahm tch als zweites Zeichen, wie aus weiter Ferne her, den Srtuf des Magiers: Jetzt!" Ich drückte noch heftiger gegen die Wand, gleichfalls ohne' Erfolg. Der kalte Schweiß stand mir bei diesen vergcblichen Versuchen auf der Stirne. Die Sekunden schienen zu fliegen. War das nicht der präparirte Sarg, dessen Wand so leicht nachgab. Ein Gebet stieg zu meinen Lippen auf und ich versuchte, meine entsetzliche Lage zu vergessen. Vergessen? Gütiger Himmell Und die schreckliche Spitze des Schwertes, welche jetzt bei ihrem Eintritt in die Spalte des Sargdeckels

dak Lit versperrte. Sie richtete sich unmittexir gegen meine Vrust und keine Möglichkeit gab es. zu entrinnen! Male es sich ;u3, wer kann! Eines blieb schließlich noch Lbris um das Ende wenigstens einige Sekunden, aufzuhalten. Ich schob meine Hand aufwärts zur Brust, und drückte die entsetzliche Spitze der Waffe zur Seite, wobei der kalte Stahl meine Finger zerschnitt. Mit Übermensch!!eher Kraft gelang es mir so, mein Todesschicksal einige Minuten aufzuhalten. O, des Eutsetzens dieser Augenblicke! Eine Million von Feinden, Jeder mit dem Gesichte und der Stim-

me meines mörderischen Herrn, tanzte vor meinen Augen, mich verspottend und den Schrei meiner Seele nach Hilfe erstickend. Stö konnte Nichts

mehr sehen, rur fühlen, wie der Stahl

meine Ftnge zerschneidend, sich fortbewegte urib mjch immer wieder zum BeN)ubtseinzu.rückrief, wahrend ich in

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Bewußtlosigkeit. Wird das Ende

noch nicht bald kommen? Bruer, welcher fühlte, daß seinem

Stoße Widerstand entgegengesetzt wur-

de, preßte kräftiger auf das Schwert! Und nun wurde es unmöglich, dessen

Spitze noch zu halten, sie drang Zoll

um Zoll zwischen meinen Fingern durch. Das Ganze hatte sich in wenigen Sekunden abgespielt. Doch wie lange es schien! Und,', was war das für ein seltsamer Lärm von draußen? Sowie wenn mit Füßen getrampelt würde, aber weit, weit weg! Und jetzt wieder näher kommend, näher! Doch nun durchbohrte die Todeöwaffe meine Kleider, sie drang in's Fleisch, tiefer! Ich hatte das Gefühl, als ob mein Körper in Flammen stände, die mich verzehren würden, bevo?, mich noch das Schwert ' durchbohrte. Plötzlich verschwand diese Hitze und mein Blut erstarrte zu Eis . Noch hörke ich wüsten Lärm wie aus weiter Ferne an mein Ohr dringen, dann war Alles zu Ende... Und doch lebe ich noch heute! Ein Zusall hat mich aus den Klauen des Todes gerettet. Millie. welche die Kleider zurückgebracht hatte, befand sich in der Vorstellung und ihrem scharfen Blicke war es nicht entgangen, daß Bruer einen Handgriff unterlassen hatte, welcher bei der Ausführung des Sargtricks von größter Wichtigkeit ist. An der dem Publikum abgewendeten Seite des Sarges befand sich nämlich ein kleines Schloß, das mit einem Schlüsselchen geöffnet werden mußte, nachdem der Zauberer seinen Assistenten im Sarge eingeschlossen hatte. Es geschah dies in der Weise, daß Bruer sich nochmals über den Sarg bückte, wie um sich zu versichern, daß Alles in Ordnung sei. Dabei drückte er auf den Schlüssel, wodurch der Ausgang durch die Seitemvand ermöglicht wurde. Millie war es nicht entgangen, daß Bruer den Schlüssel nicht berührt hatte und sie ahnte seine entsetzliche Absicht. Sie eilte um Hilfe, und in dem Momente, da der Illusionist den Sargtrick in der vollendetsten Weise zur Ausführung bringen und den Mann im Sarge wirklich tödten wollte, erschienen ein paar Policemen auf der Bühne, die sich des Wahnsunigen bemächtigten und mich aus dem Sarge hoben. Sechs Wochen lag ich im Spital, die Wunde schien anfangs tödtlich zu sein, und als ich mit Millie an den Altar trat, mußte ich den goldenen Reif mit der linken Hand an den Finger stecken. 'Siel

Eine Lustspielscene von W. tf. Cassekni. Monte Earlo. Mitternacht. 'Eleganter, kleiner Salon, Wandlampe mit gelbem Seidenschirm. Auf dem Teppich vor der Chaizelogue ein halbaufgeschnittener Roman im gelben Umschlag. Sie im faltigen Neglige geht nervös auf und ab unv betrachtet sich zuweilen prüfend im Spiegel. Sie horcht. Man hört Schritte. Er tritt ein. Frack und schwarze Binde. Freudig erregt. Sie: Also Du kommst wirklich schon zu Hause!? Um Mitternacht! O, Du bist wirklich zu rücksichtsvoll! Ein Muster von einem Ehemann! Es wundert mich nur, daß Du überhaupt noch nach Hause kommst! Du . . 'Er: Aber Bertha . . Sie: Schweig! Die ganzen Nachmittage, alle Abende läßt Du mich in tödtlicher Langeweile hier sitzen! Gleich nach dem Dejeuner rennst Du fort und thust, als ob ich gar nicht existire! Du lebst überhaupt nur noch im Kasino und bei Noel und Pattard! Du . . . Schweig! Ich weiß schon, was Du sagen willst: Wir anständigen, wir verheiratheten Frauen gehören nicht ins Kasino, aber Ihr! Ihr könnt thun, was Ihr wollt? Nicht wahr? O, das habt Ihr Euch sehr hübsch zurecht gemacht, Ihr Herrchen! Natürlich, damit wir nicht sehen sollen, wie Ihr Euer Geld verspielt, und damit Ihr hübsch ungestört seid mit Eurem.... Na, ich hätte bald was gesagt ! ! ! Das sage ich Dir aber, lange halte ich es nicht mehr aus. jeden Nachmittag hir allein zu sitzen, und wie Penelope auf das langweilige Meer .zu schauen, das den ganzen Tag nichts weiter zu thun hat, als blau auszusehen! Ich muß mich ja vor den Dienstboten schämen, wenn ich jeden Abend allein esse! O, ich könnte auch Gesellschaft haben. wenn ich nur wollte, und zwar sehr amüsant?, das kann ich Dir sagen! Heute Nachmittag erst ..." Er: Berth:!Sie: Ja, natürlich, das paßt dem edlen Herrn nicht Da fährt er auf, ber selbst will er alle Freiheit haben! Beruhige Dich, noch halt meine gute Erziehung vor. aber nimm Dich in Acht, lSie, am Fenster siehend, blickt in die Nacht hinaus. Er will auf sie zugehen.) Sie: Wenn wenigstens noch etwas herauskäme bei Deiner Spielerei! Aber Du. verlierst ja immer! Hättest Du mir nicht das Armband bei Reignier kaufen können, das mir so gut gefiel? Zwölfhundert Franks sollte es kosten. Aber nein, das war zu viel für Deine Frau, und Abends verlierst

Du zweitausend im Kasino. Dort wird' das Geld mit vollen Händen . weggemorsen und an wer weiß wen ver-

schenkt und verliehen! Mehr als zehn

tausend Franks hast Du schon dort

gelassen, aber für Deine arme Frau

ist Dir alles zu theuer!

Ach, wie unglücklich ich. bin! Wer

nur das gesagt hatte! Im zweiten

Jahre unserer Ehe! .

(Sie wirft sich in die' Kissen der

Chaiselongue und schluchzt.) - ,

Er: Aber Bertha, ich habe ja ge-

vonnen!- , .'. .......

Sie: Ach gewonnen! Diese Redens

art kenne ich schon zur Genüge. Das

,st ü doch nicht wahr! Oder hast Du

m w n m

gar em ZwanzMranistua muge-

bracht? !"

Er: Aber sieh' doch her! Zweitau-

send Louis!"

Sie: Was zweitausend Loms?

Vierzigtausend Franks? Herzens-

mann! Vierzig wirkliche ' Tausend -

franknoten. Du bist a em Engel!

Laß sehen!"

(Sie zahlt die Banknoten.) Wahrhaftig! Vierzigtausend

Franks! Welch' ein Glück! Laß Dich

umarmen, Schatz! Aber nun wollen

wir morgen gleich das Armband kau-

fen und die Brosche dazu! Nicht wahr? Laß Dich nochmals umarmen. Geliebter, und sei mir nicht böse! Sieh' ich habe Dich ja so lieb! Und dann laß uns abreisen, fort aus diesem Höllenleben! Laß uns nach Capri gehen, wie anfangs unser Plan war, dort wollen

wir ganz allem sein, allein mit unse-

rer Liebe. Nicht wahr, mein guter Albert. wir reisen ab? !"

Er: Ja. mem Schatz! Du hast

recht, wir wollen abreisen. Morgen

Mittag schon reisen wir, ehe noch die

Spielsäle geöffnet werden... Doch

was ist Dir, Geliebte. Du machst za

ein so nachdenkliches Gesicht! Paßt Dir etwas nicht? ?"

Sie: Ach, weißt Du. eigentlich

möchte ich mein Glück auch einmal im

Kasino versuchen und Gold, Gold, ach

viel Gold vor mir aufhäufen! Ich fühle es, ich werde Glück haben! Du sollst es

sehen! Und dann können nr a im

mer noch den Medrteranne rpretz nehmen, der Abends, ich glaube gegen 1 Uhr fährt. Sieh', das ist viel bequemer und auch noch früh genug....

Nicht wahr? Albert?"

Eine Nothschilo. Erinnerung.

l!geWIlz.MWeijer

Als der Begründer des berühmten Bankhauses in Frankfurt a. M. eines Tages spazieren ging, sprach ihn ein alter jüdischer Bettler um ein Almosen an. Der Mann sah aber derartig unsauber aus. daß dem alten Rothschüo direkt übel wurde. Rasch ging er weiter. indem er dem Manne zurief: Schreibt mir einenBrief, an mich persönlich adressirt, worin Ihr mich an diese Begegnung erinnert, dann sollt Ihr eine Unterstützung haben." Am andern Morgen brachte man Rothschild wie gewöhnlich einen ganzen Stoß Bettelbriefe. Mit kühnem Griff, und ohne die Briefe zu öffnen, hatte Rothschild sofort das Schreiben seines neuen Schützlings heraus. Auf einem Couvert stand nämlich: An den hochwohlgeborenen Herrn Barcn v. Rothschild zum persönlichenErbrechen." Boshaft." Protz: . . .Ja, lieber Doctor, unser Millionärclub repräsentirt ein kolossales Vermögen!" Doctor: So!. . .Wie viel Nullen zählt er denn jetzt?" Plappermäulchen. Vater: Warum sträubst Du Dich so gegen das Klavierspielen?- Fritzchen: Du sagtest ja selber: Akkordarbeit Mordarbeit!" Ein reizendes Ding. Wie haste Dich verliebt in Dei' jetzige Frau?" Se hat mer im Laden ihres Vaters ä paar schlechte Handschuhe for gute ausgehängt." Practisch. Sie haben also die Schwester Ihr verstorbenen Frau geheirathet?" Ja, wissen S', da weiß man halt, was man an der Schwiegermutter hat!" I n den Flitterwochen. Freund: Du trägst wohl augenblicklich gar keine Schnurrbartbinde?" Junger Ehemann: Nun; so lange pausirt meine Frau mit dem Küssen ja nicht!' Vom Kasernenhof. Unterofficier (zu einem Rekruten): Sie werden jedenfalls mal ein tüchtiger Soldat, Müller, Sie haben ja sogar Säbelbeine." Kindermund. Mama: Was stierst Du denn so nach meinem Kamm?" Rudi: Der Papa hat gestern Abend gesagt, Dir sei der Kamm aeschwollen." Lehrer (vor dem Globus): Wo ist der Nordpol. Tommy?" Tommy: Ich weiß nicht." Lehrer: Was! Du weißt nicht, wo der Nordpol liU? Schämst Du Dich nicht über eint solche Unwissenheit?" Tommy: Erlauben Sie, Herr Lehrer, Sir Franklin. Nansen und all' bit Anderen haben ihn ja auch nicht finden können." Seine Lippen. Ethel: Findest Du nicht, daß mein Verlobter wunderschöne Lippen hat?", Edith: Gewiß, und sie sind so weich und warm." Der einzige Grund. Miß Longshaiks: Ich bin eine abso. lute Gegnerin ds Bloomercostüms." Dolly Wheeler: Sind denn Deine Beine so schrecklich?" Selbsterkenntniß. Pa. pa, leih' uns Deinen Cylinder!" Wozu denn?" Wir möchten Mann und Frau spielen!" Aber Kinder. muß denn immer gerauft sein'!"

von

Otto Deppermann, Deutschn Zahnarzt, Mxyestic Gebceudo. Zimmer No. 207

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