Indiana Tribüne, Volume 24, Number 186, Indianapolis, Marion County, 24 March 1901 — Page 10

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n B. v. ReiZner. i CS verlautet, das. sich die ungarische ' Regierung mit deri Plane trägt, die in , Nngarn beheimatheten Zigeuner segliaft zu machen. Ta ist eS denn geiviß lelir. reich, auf einen früheren derartigen I Versuch zurückzukommen, um an der Hand der uns bekannt gewordenenThat- ! fachen zu erwägen, ob sich der erneute Versuch günstiger gestalten könnte, i Ich möchte vorausschicken, deß man ! denl Zigeuner infolge seiner schlechten j Charaktereigenschaften, deren liervorra i gendfte Merkmale unausrottbarer Tie- ! beSsinn. erbärmlichste Feigbeit und 1111 äbermindliche Echeu vor Nasser und i Seife sind, in allen Ländern mit Miß-

trauen entgegenkommt; nur der Ungar Z rächte diesem 'unreineli Volke, da sich soar vom Fleische gefaUener Thiere er nährt, von jeher eine schwächliche, beinahe liebevolle Nachsicht entgegen, deren iz!rnd wohl nicht mit Unrecht in der ie'erseitigen asiatischen Abstammung zu suchen sein dürfte. önig Sigismund von Ungarn, gab zu allererst dem Wojwoden der Zigeuner und seinem Volke die Freiheit deö Wandein, nach Städten nnd Dörfern in Ungarn. Unter Zttrst Georg. 1. Ra. koczy.von Siebenbürgen wurden sie so. gar schon zum Schwüre zugelassen, doch suchte man sich hinter einer möglichst drastischen Eidesformel, die genau dem Zigennercharatter angepaßt war, mög. lichft zn schützen. Diese Formel lautete: 23ie Gott denttönig Pharao imRothen Meere ersäufte, so soll den Zigeuner der tiefste Äbgrund der ßrde verschlingen und er versucht sein, wenn er nicht die Wahrheit redet, kein Diedstahl(!). kein Handel und sonst ein (seschäft soll ihm gelingen. Sein Pferd soll sich beim erften Hnsschlag allsogleich in einen lsel verwandln und er selbst durch Henker? Hand a'7l Hochgericht hängen." Ta dem Zigeuner jeder KultuZ sremd ist. er auch nicht den geringsten Begriff von einem-Gott, von einem Jenseits oder Aar von einer dereinstigen Strafe hat, )9 ist wohl anzunehmen, daß ihn auch dieser Schwur vor keinem Mein eid zurückgeschreckt haben wird, und nicht mit Unrecht heftt et bezeichnenderweise noch heute, daß zwölf Zigeuner schwüre für ein Fläschchen schnaps zu haben sind. Kaiser Josef II., ein großer Freund der Zigeunermusik, dachte zuerst daran, die? wandernde Bolk an feste Wohnsitze zn gewöhnen und e? mit der Zeit in der ungirischkn Nation aufgehen zu . lassen. Laß sich der an ungebundenste Freiheit gewöhnte Zigeuner nicht gutwillig fügen würde.-war ihm allerdingi klar und deshalb nließ er am 9. Oktober 1783 ein Hauptregulativ-, wie eS für den Zigeuner nicht strenger und inschneiden der gedacht werden kann. Nach diesem sollten die Zigeuner gezwungen werden, 'Aeligisrisunterricht zu nehmen: ferner Surften dit-Kinder nicht mehr nackt her. umlaufen, ja, sie sollten ihnen mit dem vollendeten vierten Jadre abgenommen und zur Erziehung den Gemeinden ab liefert werden. ' Sie mußten den Pferdehandel ausgeben, der Gebrauch ihrer Sprache wurde ihnen bei vierund zwanzig Lttckhieben verboten; dieselbe Strafe sollte sie für Genuß veS Fleisches gefallener Thiere treffen, und endlich vurde ihnen' die-Heirath untereinander untersagt...' Wie voraukznsehen, ver iihlte dieses drakonische Regulativs seinett Zweck völlstandig. denn nun fluch teteu die Zigeuner erst recht von einem Komitat in? andere und nßten sich ftetdor der sie verfolgenden Obrigkeit tn Sicherheit zn dringen. . In einten Ortschsten des Viharer Komitatek ging man sogar so weit, ihnen auf Staats kosten Hänser zu erbauen, doch auch diet half nichts, denn die- Zigeuner bezogen sie .nicht keinmal sondern nächtigten trotz der .grimmigsten Kälte in ihren amHofe aufgesch'.agenen zersetzten Zel iea und .sobald die Wachsamkeit der Behörden nachgelassen hatte, waren sie auch schon sp.nrlo verschwunden. . rgleichen .wir nun; den Zigeuner von heute mit dem unö überkommenen Bilde - feiner. Vorfahren,, . so drängt sich uns die Ueberzeugung auf,) daß sich in seinem Wesen und in feinen (ihsrakter. eigtnschasten ii6jt . das geringste geän dert hat. All die Untugenden und La ster die Ihm.' damals zum Vorwurs ge machswürden, besitzt er auch heute noch in demselben . reichlichen Maße. Nur eines einzigen Verbrechen? - beschuldigte und , beschuldigt man v den Zigeuner theilweise noch heute mit Unrecht - und zwar: '.des KindeSraube?.' Abgesehen davon,' daß man ihn ja von Ortschaft zu Ortschaft verfolgen lllld dann sicher lich hängen würde.' hatte er eS ja nie nöthig; sich nach fremden Kindern umzusehen, ä unter' den Zigeunern der Familitnnachwuchs geradezu erschreckend l& s" 4. U I M T , . - n.r. .

m uns onjpiciiiöftic m Ungarn au v. H; der'7 gezählten Zigeuner aus die Mluderjährigen entfallen. . (S läßt sich nicht leuAnen daß der Zigeuner, seine Kittdir liebt , dic3 ist aucher einzige menschliche Zug ' an ' ihm aber trotz dem spottet dl, Aufzucht dieser kaum ge, iorenen Wesen jeder Beschreibung. Im Pommer " wird ' das arme Kind, mit Fett tingmeben den glühenste'n Sönnenstrahlenugefetzt. und im Winter. eben auch dt'r Abhärtung wegen, in den Schnee gesetzt.' Hält es dies nicht aus. nun,' dann war es eben nicht lebenSfä' hig.V und selbst die Mutter wird diesem Schwächling keine Thräne nachweinen. Ds' die. ältern" ihre Kinder vier bis fünsnl,.ja.-.sogar. noch ' öfter' taufen lassen', ist erschied'entliche Male erwiesen ord'in und kann uns nicht weiter der wundern da der Zigeuner in der Läufe kßine .. 'heilige Handlung -sieht, sondern nur.äusdus 'erhoffte '.Pathengeschenk lauert. . . - . Nach alledem' ist wohl anzunehmen,' daß sich der Zigeuner selbst mit einer weniger vorgeschrittenen Völkerasse doch nie beimischen wird. " ' . Uebrizens hat ja die ungarisches gierung aöch' in' der neueren Zeit 'einen dekÄrRgenLersüch-7 emat Mittels OMti h lZ!M?numt de5 Innern

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vom i. yrnt I5, sitzte man oas Her umstreifen der Zigeuner zu verhindern mit dem gleichen ungünstigen Ergeb nii. , Der Zigeuner laßt sich eben nicht an die Scholle binden, er ist und bleibt ein fahrender Geselle, der den Wald und das Feld und die Landstraße nicht ent kehren kann. Bezeichnend hierfür ist die Bitte des zum Strange verurtheilten Zigenners, ihn nicht mit dem Geficht nach der Landstraße anfzuhäugen, da dort zu viele Stamme'?genossen vorüber ziehknvor denen er sich schämen müßte. Und auch diese Begründung des Schämens ist echt zigeunerisch, da er damit keineswegs sagen will, daß er sich der That, die ihn zum Galgen führte, schänit. sondern einzig und allein der Ungeschicklichkeit, sich dabei erwischen zu lassen. Wie sehr sich der Zigeuner nach freier UnAebundenheit sehnt, kommt sehr schön in folgendem Gedicht znm Ausdruck: 0 veoni Ie prajteuza 0 tsiriklo le porenza! Te nie e ilar diklav, Andre tule chutzava. U veeja sukareja Pcliarentüt man ink' akanaj Te me e dar dikliava Star baroro cliuteava. C bu dichtbelaubtes Wäldlein, C du Mtgeflügelt ölein! Wenn die Ängst mich übermannt. Komm' ich rasch zu euch gerannt. Wälder ihr im FrühiingSprangen, Wollt mich einmal noch empfangen! Lähmte selbst die Angst mich schier, Uebersprüng' ich Mauern vier! Nach all dem Angeführten sprich! wohl fehr wenig Wahrscheinlichkeit für ein Glücken deS erneuten ungarischen Versuches, doch ist die Ueberwachung diesmal insofern leichter, als die Land Polizei jetzt einheitlicher organisirt ist und die angrenzenden Länder die auS rückenden oder flüchtenden Zigeuner na türllch sofort wieder Über dke Grenze abschieben. Der Versuch, der annähernd 100,000 Menschen zu seßhasten, steuerkrästigen Bürgern machen soll, darf jedenfalls mit größtem Interesse verfolgt werden.

Die Hausschlüssel. Dr. med. Müller unD Assessor Schneider ioaren schon von der Universität her dicke Freunde. Leider", constatirte aber eine Abends beim Löwen" der Arzt, werden wir Beide immer dicker!. . . Lieber Freund, das geht nicht mehr so weiter! Ich kann e an Dir nicht verantworten kckum noch an mir! Die Dämmerschoppen" machen uns zu korpulent wir müssen sie entweder aufgeben, abkürzen oder " Dann bin ich jedenfalls für das Oder!" meinte Schneider, dem bei den Worten seines Freundes ein leichter Schreck in's Geblüt gefahren war. unter lachender Zustimmung der Stammtischrunde. Was hast Du denn noch für Recepte in petto? 'Raus damit!" Wir müssen uns mehr Bewegung mächen!" seufzte Dr. Müller, und rieb verschämt an seinen Brillengläsern. Wir müssen unsere, nahe bei einander und noch näher beim Löwen" gelegenen Zelte abbrechen, und der Eine muß ost-, der Andere westwärts, et!lche Kilometer von diesem Centrum unserer Gefühle, auswandern sonst sind wir rettungslos verloren!" Mensch!" schrie der Assessor ergrimmt und schlug auf den Tisch. Und mit solchem Meuchelmord wagst Du es bei hellbrennendem Glühlicbtschein, in Gegenwart eines Duenos mehr oder minder glaubwürdiger Zeu gen, mich zu überfallen. . . In die Kanne, Du steigst 'in die Kanm; keine Widerrede!" Mit trübem Lächeln stieg der Arzt, wie befohlen, hinein. Aber Recht bc hielt er- doch wie immer, wenn sich der Assessor ausgepoltert hatte und de sanften, aber- eindringlichen Worten seines Freundes ruhiges Gehör entgegenbrachte. So zogen sie denn nach Ost und West auseinander, trafen sich aber jeden Anend pünktlich beim Löwen und sprachen dort dem ausgezeichneten Stoff nun mit gutem Gewissen nur um so gründlicher zu, als sie sich ja sagen durften, die Bewegung, zu der sie ihr heroischer Entschluß zwang, würde das etwa Zuviel schon wieder ausgleichen. So war es auch eines Abend? spät geworden. Mitternacht!" murmelte der Asses

sor. als sie sich vor dem Löwen" trennten. Sapperlot! Jetzt heißt's ausgreifen! Hab' morgen -einen derteufelt schweren Fall!. . Wenn wir nur nicht die verrückte Idee mit dem Hinausznq in die Wildniß gehabt hätten! . . .'s ist 'auch mörderisch' kalt heuie!" Der Arzt bestätigte mit einem leistn Seufzer die Richtigkeit dieser Ve-hauptung.-Dann trennten sie sich. ' Schneider hatte lange Beine. Gleichwohl lief er fast eine lilbe Stunde) ehe er nach Hause kam. Der Nachtfrost hatte ihm Bart und Augenbrauen dicht angereift, und seine ' Finger ' war::l steif gefroren, so das; es 'ihm einige Mühe kostete, den ZauZschlussel'auZ der Tasche herauszukriegen. Endlich hatte er ihn. . . Aber wa? war denn das?! Der Schlüssel sperrte ja nicht und that so fremd gegen' das Schloß, als ob er es seiner Lebtage nicht geselln hätte.' Nicht mit Güte und nicht mit Gewalt ließ er sich be wegen, seiner Pflicht und Schuldigkeit nachzukommen. Ploßlich besah sich der! Assessor das unzeberdigeZnftrüment etivaö genauer. Ein 'Gedanke' war ihm 'aufgestiegen.' .Wlttia-' dZ ' ist C7 Miller

Schlüssel!. . . DaZ ist ja überhaupt Müller's Mantel!" schrie er. sich mit einem wüthenden .'Blick betrachtend. Der Teufel hole, diese verflixte gleiche Statur! Nun . haben wir Esel richtig die Enveloppen vertauscht!" ' Nachdem er- sich und seinem ablesenden Freund aus diesem Anlaß noch einige kräftigen Complimente gemacht hatte, entschloß er sich wüthend zu dem Einzigen, was unter diesen Umständen zu machen war: Trotz Nacht und Frost wieder zum Löwen" zurückzulaufen. Dort unten im Thor stand schon der Doktor.- Assessorchen", murmelte er ganz zerknirscht, vor Kälte zahneklappernd, mir ist ein rechtes Mal' heur passirt die Haüsschlüssel " Ach tvas!" schimpfte Schneider. Da hast Du dn Deinen! Mit fctm meinen her!. . . So, danke! Und nun 'rin in die gute Stube ich bin kalt durch und durch wie ein Nordpolfah rer!" - Mit kolossalem Jubel wurden die beiden Freunde und ihr Abenteuer von den leßten Treuen des Stammtisches, die noch tapfer beisammen faßen, auf-genommen,-und die tragikomische Geschichte entwickelte natürlich einen Humor, dieser einen -Durft und dieser einen Feuchtigkeitsverbiauch,' daß Stunden vergingen, bis man endlich in cor j ore aufbrach. Halt!" rief Schneider seinem Freunde zu, als dieser nach dem Mantel greisen' wollte, mit dem er gekom men war.' Wir hatten ja auch die Mantel vertauscht -r- Da ist Deiner!" Ach so! Pardon!" murmelte Dr. Müller. So'n Confusionsrath wie heute war ich noch nie!" ' Wieder trennte man sich; wieder schwebte eder schwer von. Bier und Schlaf heimwärts. Nun iiw ich aber wirtlich froh, in die Klappe zu kommen!" brummte der Assessor vor dem Thor, seiner. Wohnung,' griff gähnend nach dem Haus schlüssel' und wollte iHn einstecken.Aber was war. das?! jHLllenblendwert!", rief er. - Wieder nichts!. . . Will nun auch der rechte nimmer fper ren?" : - ' - Plötzlich mit einem hastigen . Ruck hob er den Schlüssel dicht vor die be reiften Augen. starrte, einen Moment wn vom Vonner geruhn vor sich hm und fingdann der Art zu raisonniren an.' daß em Schutzmann, der in der Nähe unter 'einem ' Bordacht eingenickt war,' entsetzt auffuhr 'und im Sturmschritt herzulief..- " Habenwir nnS nicht", rkcapitulirte Schneider, ' ' dem Löwen" die Schlüssel -' zurückgegeben? Hat nicht dabei Jeder den Ueberzieher des Anderen getrogen und den eigenen Schlüs. sel also in den fremden Rock hmeingesteckt? Und sind wir beim Gehen nicht in unsere eigenen' Mäntel geschlüpft, in denen demnach die fremden Schlüssel waren?. . . Ist das nicht zum Rasendwerden...?" Mein Herr", sagte der Schutzmann mit freundlicher Verstandnißlosigkeit für die Situation, eine Ruhestörung dürfen Sie da nicht machen " Schneider lachte bitter auf. Dann stürzte er wieder-in die Nacht hinaus Lowen"-wärts selber sein grimmiger Löwe. - Am 'nächsten Morgen aber hängte im Westen und im Osten der Stadt je eine betrübte HaüSwirthin ein Schild' heraus: Salon mit Schlafzimmer so fort an einen feinen Hurn zu vermiethen." - - Die beiden Freunde zogen wieder nach dem 'Centrum. ' .,, , -7 Die neuesten Tapeten bei -Carl Mölle r. 152 N . Delawa S tr. . .Die beste 6 Cent Cigarre in der Stadt : Mucha's Longfellow.

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