Indiana Tribüne, Volume 24, Number 185, Indianapolis, Marion County, 23 March 1901 — Page 5

Jndiana Tribüne. S3 . Marz 1991..

i

Anzeigen n BieTft Hraltf Icftm 5 3cri tfr .Seile. Anzeigen, weite tU Minais 1 Hir ebnete tret den, finden noch ant selbigen Tage Sur.jr:ne. Anreizen, in welchen Qu.Z:n gesucht, riet ofierirt oerCen, Zi Tiden unentgeltliche Zufacijme. Tieselben l lcitcn drei lege fielen, Ünncn aia unkf 5rä:itt erneuert erfen.

CYincslscherAdel

Bcrlattlt.

Einen eigentlichen Adelsstand gibt c3 in China nicht. Sckon sehr früh ist im Reiche der Mitte das Bestreben frrtcrceireten, keinen einzelnen Stand

j ein Ucöergewicht im Staat erlangen zu ' ; lassen. Hieran hat man seit Jahrtau- ,

senden sestaehalten. Sie Beamten so!

einmal auf die Fwaer klopften.. Seine

ganz ungewöhnliche Auszeichnung b?weist, wie seh? man dies in Peking ZU j

schätzen wußie. Tie Mandschuren ha ben etwas mehr dauernd erblichen Adel als die Chinesen. 23er allem sind die Heerführer, die sich bei der Eroberung

des Landes hervorgethan haben, mit

c r l c ! I : 'wifSrcTV J ?ä?d;cn :ir a

inlua.tij 2:ntc.

Verrannt: (sin nettes bcutidic Maöcn für all enteiiie aum'tir. yiäftcres sJio. 413 "JiurD Senats lnnuf. n,

üicrlar Jt: Cin i .inner Midier, oder einer, in da ri.ift eruraen :rii. .'zuZragc:i bet Jvhn jct r. Vlr.c: c S iu irr. '

? e r l a !, q t : l! in de,,rIScs Mädck'?n. 1". 17 $(itre cli. Siaii ;ufrac;rn bei iift, 'iiraiuia See. im 6 erlangt: Teutsche Nqentcn für dc Industrie e$ar:eirtcat der American Central ise Insurance Kompanv.- tto. 8 und 1 Ost Vcrtet 3tr. da

dem Schrertadel belohnt worden. Im es a 4 m r a , . jX & a V rt

Ton iinfiFnntn und "-beeinflußt von ' "w' r,i uuu 1. vfu 9 r ; St ' 1 anbjiren der Grundsatz maßge , :endwe!chen Standesruä, chten teg-. f . ' , . , 'A mL,

Reihe von Generationen erlöschen zu lassen. Selbst die kaiserlichen Prinzen machen hiervon keine Ausnahme, denn auch ihre Nachkominen nehmen einen immer geringer werdenden Rang ein, bis sie sich schließlich nur noch Mitglied der kaiserlichen Sippe" nennen dürfen.

yzA'&zViiz in VivVr " .irnuie ro'n Trcicn. LibcraZe ! N, Und NUk Kenntnisse sollen e'.N?N , ;.v.,.T! nir the Kliie. nette arrf:tc:r:t. jrre. q nrtrntr!lstilfpffm rpfir- ! dnn iit irr i:cr idriiteu 3ic an Äl?rÄ tor.n j IL'lC.N IN CCI eClIIUCiUUUT Ul;ll ,

)iezer bedanke r,t insofern ;

Stellegcsnchc

es uch:: Stelle ali Nachtwächter vder irgend eine leiktitc Arbeit für einen ältlichen Mann. aK,',ufrügen in rer .Tribüne' Zu verkaufen.

Zu verkaufen oder derrenten. Ziegen rankdrit des Besitzers ist in South Bend, Ind.. ein in brslcn Betriebe fteüenbcr und in bester tejckaftslaqe der Stadt defindliche? Caloo mik feinen Clublocalitäten sofort zu verkaufen oder zu rerrenten. ÄähcreS unter Z. 4i5, P. Q. Eou,!, jysul), Ind. ' Berschiedencs. Deutsche Buchhandlung. (?arl PivgHenk. At Tirginia Are., M. . (Penibro?e Arcade.) LassenSieJhreTeppiche reinigen und nieerlegen von Howards. Ecke St. Clair und an:, lepricke acreinizt und geputzt, so da sie nieder wie eu auiieizen Beste rbrit und billigste Preise. Beide Zelevdoneeiö. da uvcr!eihen:Wir haben gegenmärtia eine große Vumme Geldes ans exßc Hypothek in beliebigen Berägen zu verleihen. Ilona & etdenfttcker, Limmer l, 2 vndZ. 27l4 Süd T::aare Skr

Hufschmiede,

Wernfing & 2ldras. uffchmiede. 328 Ost Lovrt Str. Tel. No. alt 1107, neu im hiropodist. Vhiropolift der betten ffailien seit zehn Jahren. Hau -Bc jucke werden gemacht. 5r. 5. D. Brklcy. N. V.eridian Ltr., Zimmer 1. 4 Xccxi&TEn theile ,ch aenen Rückporto ae?n wie ich in kurze! fte il graudlil! Heilung erlangte. (5dard Hei mnn, Ttonr Lve., Hodvlrn, -K. I.

Taubheit

Frei behandelt für 30 Tage.

bringen.

Küch wirklich in die That umgesetzt .

worden, als es in Chma weder dem Adel noch der Geistlichkeit noch dem Militär jew.als gelungen ist, dauernd einen kastenartiqen Einfluß zu aewin-

nen. Wo aber der wunde Punkt des ,

Mandarinenthums ist. ist sattsam vekannt. Das kleine Wort Geld" sagt alles. Im Abendlande wird vielfach geglaubt, daß die Chinesen mit einigen wenigen Ausnahmen überhaupt keinen erblichen Adel hätten. Das ist in dieser allgemeinen Fassung m$t

richtig. Es gibt vielmehr einen erb- , lichen Adel, aber die Erblichkeit ist im- !

mer an eine bestlmmte Reihe von. Ge- , uerationen geknüpft und hört dann ' auf. Uebrigens hat der Sohn stets tU j uen um einen Grad niedrigern Ranz als der Vater. Das höchste, was an ! beschränkter Erblichkeit verliehen wer- j den kann,' ist die für sechsundzwanzig ! Generationen, nämlich für einen Für- ' sten erster Classe. Der Sohn ist dann., also ein Fürst zweiter Classe, und des scn Nachkommen weiden nach und nach j au Marquis'. Grafen. Vicomtes und ' Baronen. Jeder dieser Adelsränge ! I)d mehrere Classen Unter den Ba-! ronen giebt es noch vier weitere Stufen mit Unterabtheilungen, für die sich in europäischen Sprachen keine entspre- j

chenden Bezeichnungen finden lassen. Fügen wir hinzu, daß mit der Verlei- :

hung eines Adelstltels niemals d:e gleichzeitige Verleihung von Grundbesitz oder von irgend einer sonstigen To-, tation verbunden ist. so erkennen wir, daß das ganze System recht geschickt angelegt ist. der menschlichen Eitelkeit Genüge zu leisten, ohne daß die geadelten Personen zu einer geschlossenen, Macht im Staate werden können. Seinen Ursprung hat das System etwa im 6. Jahrhundert vor Christus. Zur Zeit der Tschaodynastie wi nämlich das chinesisch Reich von dem Kaiser Wu Wang in eine Anzahl von halb unabhängigen Feudalstaaten getheilt ' worden. Als dann dessen Nachfolger diesen Fehler wieder gut machen woll- i ten und nach einer Wiedervereinigung dei verschiedenen Theile strebten, ließen sie den allmählich mediatisirten Feudalherren ihre Titel, jedoch nur mit beschränkter Erblichkeit. Die Mandschüren hatten'bei ihrer Eroberung' desLandes keinen Grund, hieran etwas i zu ändern. Dagegen erkannten sie 'den wenig zahlreichen, dauernd erblichen' chinesischen Adel nicht an. mit allein:- , ger Ausnahme des Adels der beiden Weisen Confucius und Mencius. Der älteste Nachkomme des Confucius in : gerader Linie wird Stets heiliger ' Fürst" genannt, und der des Menciu? i ist ein Marquis. Zu diesen beiden hat dann der Kaiser Kanghi im 17. Jahrhundert einen dritten gefügt, den des damals bedeutendsten Führers der . antimandschurischen Partei in Süd- ' china, Tschingtschingkung. besser . b-- . kannt unter dem portugiesischen Namn Koxinga. Genau genommen war die-' ser nur ein Seeräuberführer großen Stils, und es muthet einen seltsam an, I

den directen ältesten Nachkommen rneses Mannes als Seebeherrschenden Fürsten" in der, Gesellschaft eines Confucius und Mencius zu sehen. Als der Kaiser einsah, daß er mit Gewalt nichts gegen ihn ausrichten konnte, dersuchte er es mit Unterhandlungen und erreichte damit seinen Zweck: der alternde Häuptling ließ sich pensioniren und zugleich in den dauernd erblichen Adelsstand erheben. Als Belohnung für ganz besondere Verdienste geht sehr ausnahmsweise der einem Manne verliehene Adelstitcl

n fern Qirnmrn a.01 ! r r , .

j : rtitr i-nnn nnr ki nTnTm ,

MMI IkLALkAft X mj A & U W k. & - 44Uti4l'

teste Beispiel hierfür ist Tsengkuofan, der Höchstcommandirende gegen die Taipings. Nach dem Falle von Nanking, der letzten Feste der Rebellen.wurde er zum Marquis gemacht, und sein Sohn, der später in Europa bekannt gewordene Marquis Tseng, erbte diesen Titel. Aber der Enkel kann ihn sich nur durch eigene Verdienste verschaffen. Viel häufiger ist die Verleihung eines Adelstitels an die Vorfahren eines verdienten Beamten oder Officiers. Dies entspricht ganz den chinesischen Anschauungen, die sich stets mehr mit der Vergangenheit beschäftigen, als mit der Zukunft. Ihr Gedankengang dabei ist so: der Vater 'ines bedeutenden Mannes muß diesen jedenfalls gut erzogen haben, und hicrfür kommt ihm eine Belohnung zu; ebenso ist es mit dem Großvater. Weiter geht man niemals. In den meisten Fällen sind dies posthume Ehren, da Vater und Großvater gewöhnlich längst todt sind, wenn der Sohn geadelt wird. Von Europären, die im Dienste Chinas standen oder stehen, sind bisher nur zwei so ausgezeichnet worden: Sir Robert Hart, der Generqldirector des chinesischen Seezollamtes, und Sir Halliday Macartney, Secretär. an der chirrsischen Gesandtschaft in London. Macartnch ' hatte .esbei

(Stflftf!t htf fttff lfr- früheren fremdenfeindlichen. JusbruXJVjUV M;4, ,Hen im Reiche. der Mitte Lmmerzut verstanden, zu-: verhindern, daß '- 'e IV, etsk sin. trr . rt i Vi. rcrv. v. rr wt:

Drahtlose Telegraphie.

Xr. kLgIgcvtt hat eine Kombination tun Hcilm tteln und turktliuiflfn eittdeckt. roodnrch TaubheiZ, öovsgelöit alle ctrcnlranröriten geheilt werden köu?n. Er I,at eiue fünfzehnjährine örsahruuz ?. Spezial .: , Ohr NaZen- und Lehlkopf Arbeiten d als er ausfud. daß r Heilmittel für Tauthcit nh Koxfgetöie defie, welche in W Fällen aus hundert heilen, deichlvk er seine ganze Praxis für Augentrankkeiten aufzureden und seine ganze Zeit rrn Ohrn?rankheitrn z widmen. Dr. Vagoner ist der inzie Arzt in der Welt, der seine ganze eit der Heilung von TaAl heit und Ohrenkran'heiten widme: nd sei Erfolg darin ist so groß, dag er btinahe jede Fall der ihm ,:kemmt. heilt. Freie Behandlung. Tr Vaggo ist so ftr!z aus seine neue Gründung. af; er desclzloffLN hat. 5orrsltatto. Untersuch, uug ud rine Brhandwu frei zu iiebcn jeder Person, tstlüe, alt Taubheit ober Kopfsmmrn behaftet, sich sät 30 Tage an th wendet, (fr thut dies, weil er weis, daz er Taubheit Iftlleu und Lcpfsummea einflcllcn kau. Bicle äZe werden in einer t'e'jar.dlaaa vollstandiz geheilt. Fr weist, dab U in anderer Srt ia der Sielt irgendetwas Sknliches hat. Er weiß, dag wenn Tie geheilt sind, ie willens sein werden eine raisonable ebühr dafür zu entrichten und da vi c2es. was er verlangt. Zögern Sie nicht, kommen ie heute. Wenn Sie richt tab sind, HZndiZrn ir diese nzrige irgendei ?rru7.de. der taub ist u?.d lassen Sie ihn kuriren und tei Itltn

wird genießen Vuilding.

V. V. .Vaggoner Indianapolis, Ind. ILwIVX NATIONAL BANK. leuer fixeres Eedäude) Sichcrheits-Gewölbe.

N.- sV' C . 'r ff--eMMlM -IWIi Bm tP H MM Tmd'uwh ' ' 1 '::Tm0; .

apital 1300.000. Surplus $900,000.00 . Ü. Violett. Präsident, ff. B. Porte?. kassier. Eichcrheiti TerouirungBehälter für Udvokatev, Aerzte, Karflente. Handwerker. Eisenbahnlcute nd Penfiontrte. per Jahr. Scledäte Vertrauenösache.-

LKQ3II00II!UF,

Nr. Sl2Ost WaMgteo St?.

In dem Etablissement der Allgeme:nen Elektrizitäts-iGesellschaft zu Berlin führte der Geh. Rath Prof. Dr. Slaby jüngst neue Werbesserungen der drahtlosen oder abgestimmten .und mehrfachen Funimtelegraphie vor. De? Blitzableiter dieser Centrale diente ba bei als Empfängerdraht für im Laboratorium des Prof. Slaby in'Charlottenburg : und in der 14 Kilometer entfernten Centrale Oberspree m Niederschöneweide ' aufgegebene Lufttele gramme Die Aufgabe und der Empfang dieser' Telegramme ohne Drahtleitung geschieht genau 'wie bei der Drahttelegraphie im Zimmer durch Morse- oder andere Apparate. Die Neuerungen und Verbesserungen der ?5unkentelegraphie beruhen, wie der Vortragende ausführte, auf der Entdeckung, daß die elektrischen Wellen die den funkengebenden oder empfangenden Draht erregen, ähnlichen Gesetzen fol-

gen. wie die Schall- oder Tonwellen. Diese Entdeckung wurde auf photoora-

Phischem Wege von Dr. Slaby gemacht. Man nimmt dakei Aetherschwingungen an. wie bei Licht und Wärme. Die gesetzmäßige Erschütterung des Vethers geschieht bei dem Uebeispringen der Funken 57 Millionen Mal in der Sekunde und verbreitet sich mit ' derselben G eschwindig keii durch den Naum. Treffen die WellenBewegungen auf ihrem Wege einen Draht von gleicher Länge und gleichen Eigenschaften wie der ' gebende Draht, so ziehen - sie ihn in Mitleidenschaft, versetzen ihn in ähnliche 'Schwingungen. Voraussetzung dabei ist daß d Schwingungsdauer der' Drähte mitem ander übereinstimmt. Die ' elektrisch Erregung auch deö entfernten zweiten Drahtes ist so stark,. daß, man Funken aus ihm ziehen kann. Jedoch sind bei größeren Entfernungen die Funken fo Uejn, , daß sie ; für..aö. Auge unsichtbar, bleiben. Nur durch Einschaltung eines Jritters-, einer kleinen Menge Eisenfeilspähne ' zwischen zwei Leitern wird der Funke mittelst eines Galvanometers bemerkbar und läßi seine Wirkung auf einen' Schreibapparat übertragen. Ist der Auffangdrah! isolirt.. so schwingt er nur mit halber Wellenlänge; mit der Erde verbunden aber bringt er die elektrische Fernwirtung zur vollen Geltung. -Daher kann man ohne Weiteres eiserne Cchiffsmasten und Blitzableiter, als Empfänger benützen. ' Daß der Empfangsdraht einfach in die Erde zu stecken fei, war im vorigen Jahre noch nicht bekannt. Damals glaubte, man noch, daß dann die ganze Wirkung sich in die Erde .ableiten: würde. ! Erst die Erkenntniß, daß es sich nm Wellenschwingungen mit Knotenpunkten und Ausladungen handelt, hat zu dieser weiteren Entdeckung ' geführt. . Immerhin war die Wirkung in die Ferne', auch wenn '.man, .'mit abgestimmten Drähten arbeitete, eine minimale. Um sie zu verstärken, um . den Empfangsdraht zu verlängern, schaltete man Spulen ein. deren Wirkungen ebenfalls genau mit der Wellenlänge' der elekirischen Schwingungen übereinstimmen müssen. Das hat die erstaunliche Verstärkung der Kraft um das Zehn-und Zwanzigfache herbeigeführt. . Die Sicherheit der Zeichengebung ist dadurch geradezu überraschend geworden. Sowohl Professor Slaby als auch der Direktor der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschast Rathenau ist dadurch in Erstannen versetzt worden. Der Vortragende demonstrirte die Verstärkung eines, elektrischen Stromes durch, eine Spule und . erzeugte" damit' die' zehnfache Funkenlänge wie vorher. Er schätzte die Stärke des Stromes dabei auf zwei Millionen Volt.' Man schaltet nun jedesmal vor einen Fritter eine solche Spule und erzielt damit nicht nur eine vollkommene Sicherheit der Zeichengebung, sondern auch einen unbedingten Schutz gegen das Auffangen der Nachrichten durch Unberufene und die Möglichkeit, mit demselben Empfängerdraht zu gleicher Zeit mehrere Telegramme von verschiedenen Seiten aufnehmen zu können. -'Vor den ZuHörern wurde nnn. vom Sitzungssaal aus eine Nachricht nach den beiden anderen Stationen telegraphirt. und als bald lief gleichzeitigon Niederschöneweide und von Charlottenburg die sehlerfreie Antwort ein. . 'diel -mit' - dem Morseapparat aufgenommen wurde.

u -

sSl -QSlJ3 jD(1(MP q n 2) (H a2)' D ' "(E v i- '

Noch eene vierzehn Tage weiter."

Der Berliner hat eine Redensart, womit er seine nie wankende Hoffnung ausspricht, zugleich aber auch andeuiet. daß er mit dem gegenwärtigen Zustand noch nicht zufrieden ist und Besseres erwartet. ' ' .' ' ' ; Wenn' zu Beginn ' des Februar die Sonne mit müdem Lächeln die von Eis und Schnee erstarrte Erde . zum crsien Male wieder, ein wenig durchwärmt., so schnubbert der Berliner mit der Nase wie ein Füllen, an dem der Dusi des Heues vörüberstreicht. und sagt: Noch eene vierzehn Dage weiter. denn spürt man schon die Sonne!" Der Kauz! Ein anderer Mensch merkt sie schon jetzt und freut sich ihrer, aber der strebende Sinn des Berliners ist immer in die bessere Zukunft gerichtet. .Die vierzehn Tage, geyen . vorüber, und nun ist natürlich wieder das schönste Matschwetter.' Der Schnee näßelt vom Himmel herunter, färbt die Fluren weiß und hüllt die Straßen der Großstadt mit . grauweißem Schlamm, kein Mensch denkt an die Sonne, man ist wieder mitten im Winter drin. Endlich zu. Anfang des März hat das Wetter sich ausgetobt, und eines guten Tages lacht der tadellos blaue Himmel über uns. Da wird es gegen Mittag wirklich schon warm; der Ueberzieher. wird aufgeknöpft und der Naturfreund bemerkt mit Behaqen. die Sonne meint's schon'gut." Der Berliner lächelt pfif,f!g vor sich hin' uni sägt: Noch eene l?urzehn:.Dage weiter,", nachher.' kann .Ä'an schon im Freien sitzen." Es gehen vierzehn. Tage,, drei und vier Wochen in's Lands jetzt kommen die sonnenkalten Tage, wo der eisige Ostwmd das bischen Sonnenwärmc

j-nnt Leichtiakeit weafeat. erfrortne

Nasen,. Schnupfen und Catarrhe sind ihre Signatur. es ist die Zeit des . Hangen ' und Bangen .in schwebender Pein". Wenn sich dann doch einige schüchterne grüne. Zweige an den Sträuchern bemerkbar machen, die der Naturfreund, wieder mit Rührung begrüßt, so ist der Berliner schon wieder um Wochen in seiner Hoffnung voraUs. : . '. Noch eene vierzehn Dage weiter, denn is's schon janz jrün." Allmählich rückt , das . Pfmgstsest heran, und man'rüstet sich, es in Busch und Hain zu feiern. ' Aber wenn das Mailüfterl sich auch 'noch ein bischen herbe anfühlt, der Berliner macht doch seine Pfingstausflüge. Mit Recht, er kennt die hoher strebende . Sonne!" Noch eene vierzehn Täge' weiter, dann hält's keen Mensch- vor Hitze mehr.-aus!" , Nun kommt eine stille Zeit für sein Hoffen; geduldig ertragt er die Unbilden der Witterung.' geduldig die Bombenhitze; er sagt nichts stöhnt blos und wischt sich den triefenden Schweiß von der Stirne. Wenn aber die ersten Tage des August erst vorüber sind, dann wagt er schon wieder zu hosfen. . Noch eene vierzehn Dage weiter, denn kann man's schon aushalten, denn werden die Abende länger und denn kühlt sich's ordentlich ab." Manchmal währt die Hitze auch weit in den September hinein; endlich kommt doch der Herbst, das röthlich gelbe Laub fällt mehr und mehr dem scharfen Nordwest zum Opfer. Der Berliner sieht's und denkt:. Noch eene vierzehnDage und allens is kahl." . Wenn der November zu Ende geht, '.dann sagt er sicher mit Recht:. - Noch eene vierzehn Dage weiter, denn jeht schon der Weihnachtsrummel los." Und dann beginnt der Kreislauf der Redensart von Neuem.

s ...

! "

Engländer .. den .Mandarinen Endlich J

, Geölte Fu ßböden werden toic gestrichene behandelt und mit Wasser gereinigt.'. ÄoN-'Zni zu tzeii wuß man sie mit, Leinöl nreibta,-duS Zirn. lner je,doch'gu)süften, urn,AenWng hmen-GeruH' zü' entfernen. A' ; ' ;;. vi; .-, .:.

'jcaQ oem Venusfe von Rindfleisch - steüte , sich bei dem Schmidt'schen Ehepaare in Oberspaar Unwohlsein ein. Der Händler Schmidt brachte das noch übrige Fleisch auf das Rathhaus nach Meißen und zeigte den Vorfall zur Untersuchung an. Frau Schmidt ist . dann ernstlich erkrankt. Der hinzugezogene Arzt tonstattete akute Bauchfellentzündung und an dieser Krankheit verstarb die Frau Die .vom Staotsanwalt., eingeleitete Untersuchung ergab,-'.daß.,an. dem in Frage kommenden. Fleische, nichtö Gesundheitsschädliches war. -Nach diesen.' Unjersuchungöergebmß . ist '.die Frau ohne, porhergegangene .Sektion! beerdigt wrden. . Schmidt. der . sich, übe? daö Hinscheiden seiner .?nui -nicht . binwegsetzen konnte. erschoK.kch. '.hx'

'.

- Möbel, U . Jr i I 1

3; wBSh.. mli. W'rWWj vaS? y"' J i I

I Mrtm1 ve 1373? III

mm- 'T . w

mä&üää&i&k

Teppiche uttdMefen zu ililligcn preisen.

It Pays ToJTrads At ; II 1 1 I II I II ,

iiiig s im imwm im

141 Wcst Washington Sttaße. .

MMuiäti ZrsviM V,o

von HCTsunnnJLUti: un 9 CDHulLo Brauer des bcstm Bims. - - Striktes Union Erzcugniß.' Gut abgelagert und fermentirt. Leitende Marken : Extra Pale & Bilseiier. GEORGE SEIFERT, Engroshändlcr. - - - Neues Pbone WU.

SSSV

preis Dir, Gambrinus, habe Dank, Sür Deinen edlen Meiftertrank !

... , . tos würzige Gebräu

der

lo:

m

n wu

TU

s örewm

Comp,

In Gebinden und in Flaschen zu beziehen.

Telephon 1050.

Terre

Die Vollkommenheit in der Braukunst :::: ist erreicht worden von der ::::

flaute tainii lo..

w :::: in deren neuem Gebräu : :::: VSLVE Alle erste Klasse Wirthschaften haben dieses Bier an Zapf. Privät-Kunden widmen wir unsere spezielle Aufmerksamkeit. Die Karl Habich Co. sind alleinige Bottler unserer Biere. Ebenso von allen Arten Mineral Wasser. t? Beide Telephons No.

W

DampserDassage

nach und von

Iir'WTVWc,

?lle transatlantischen Linien repräsentirt. Platze werden ohne Extra-Kcften tüt. graphisch belegt. Circulare und Dampferxläne werden auf Verlangen geliefert. IMIXSCCrZZ CSrlSIHJ jSX dxm.-Xl7xinjzrm XtU 102 Nord DermsvlvaLia Str.

Julius Heller, . . .w

127 FuUon Sttaßc.

Alle Gattsngen

.

Kohlen, Coöe und , Brenn-cholz

.......

Oeibe SelkHhs.1802.-

:i

en preisn. .

J,-r -

t '

f J

-;iJ

iii tr,TTf a Ty Wijvntji