Indiana Tribüne, Volume 24, Number 183, Indianapolis, Marion County, 21 March 1901 — Page 7

Jndiana Tr.dune. 21. März 1901

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(Fortsetzung) Plötzlich blitzte es auf, man Horte einen Flintenschuß, äuf welchen ein durchdringender Schrei folgte. Man war den Flüchtlingen Hart auf denFersen, aber doch gelang es zweien derselben, zu entkommen. Der Dritte, an welchem Drollino gehangen war und welcher .len Pistolenschuß auf ihn abg:feuert hatte, um ihn los zu werden, wurde gefangen. Der Knabe aber lag bewußtlos am Boden. Er war indessen nicht todt und auch nicht lebensgefährlich verwundet. Die Kugel war in eine Wade gedrungen und hatte die Knochen nicht verletzt; sie wurde in der Nacht noch herausgezogen. Drollino blieb der unbestrittene Held des Abenteuers. Der Fürst suchte ihn im Stübchen der Pförtnerwohnung auf; er trat an das Bett, ließ ein sonores Bravo" hören und steckte die Hand unter das Leintuch, um den Puls zu fühlen. Es war natürlich ein wenigFieber vorhanden, aber keine Gefahr. Der Held war ziemlich schwach, aber stolz und erfreut, daß er fo viele Ehre und sogar einen Besuch des Fürsten verdient hatte. Dem Vater, der ihn später fragte, ob er in dem schrecklichen Augenblick keine Furcht gehabt hätte, antwortete er gewissenhaft: Nein! Das heißt." verbesserte er einen Augenblick nachher, ich habe zweierlei befürchtet: sie möchten die Ställe anzünden und möchten die Signorina Milla wecken." Er blieb drei Wochen lang imBett?. Der Fürst hatte es nicht bei dem L?be bewenden lassen, das er ihm in jener denkwürdigen Nacht gespendet hatte. Er ließ sich jeden Tag nach seinem Befinden erkundigen und befahl, daß er während der ganzen Krankheit auf Kosten d:s fürstlichen Hauses gespeist würde. An einem schönen Morgen, als er wußte, daß Drollino völlig genesen war, ließ er ihn rufen. Drollino kam sogleich in Begleitung seines Vaters. Er war noch ziemlich schwach; der Blutverlust und die drei Wochen, welche er im Bett hatte zubringen müssen, hatten ihm scharf zugesetzt; er war sehr mager und blaß bis in die Lippen. Sein Herz klopfte sast hörbar und die Beine zitterten ihm in wenig, als er die lange Flucht der 'Säle im Erdgeschoß durchschritt. Der Fürst erwartete sie im chinesischen Saale; bei ihm war Milla, weißgekleidet wie immer; sie sperrte die schönen, großen blauen Augen weit auf, um den Helden jener geheimnißvollen Nach! besser zu betrachten. Sie wußte wirklich nicht' genau, was geschehen war. da sie während des Vorfalls ruhig geschlafen hatte. Aber durch die Reden der Miß Spring, die entzückt war über den fiery Boy, war es ihr klar geworden, daß Drollino etwasAußerordentliches vollbracht hatte. Und deshalb schaute sie ihn bewundernd, vielleicht etwas erschrocken über seine Magerkeit und tiese Blässe an. Der Knabe war durchaus nicht eitel in diesem Augenblicke: er zitterte und hätte lieber anderswo sein mögen; aber der Fürst machte ihm Muth, er sprach mit ihm in scherzhaftem Tone über den Vorfall und fragte nach den Einzelheiten. JedenAugenblick mischte sich der Vater auch in's Gespräch, und Milla schaute und schaute. Milla." sagte auf einmal der Fürst mit erkünsteltem Ernste, und Du sagst nichts zu Deinem Gefährten, der so muthig gewesen ist? Wohlan, gratulirc

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Es scheint, daß das Gratuliren f.icht des Mädck:enS starke Seite war; sie sta7.d aufmerksam, unbeweglich, ohr.e ein Wort zu sa?en. da. Jetzt, auf einmal, streckte sie schüchtern ein Händchen auZ. aber Drollino machte durchaus keine Miene, es zu ergrnfen. Ich verstehe." sagie der Fürst lached. Du, Drollino, komm' her, und Du. Milla. mach' dem Ding einSite und gib ihm einen Kuß." Drollino, der Muthige, war rv mehr blaß; er war übr und über rot) und rührte sich nicht. Milla rnußte also Anstalten treffen; sie ging läcbelnJ auf ihn zu und suchte mit sest geschlossenem, gespitztem Mündchen die blaffen Lippen des Knaben, der sich aber schämte und dageges wehrte. TieSpitzen des weißen Musselinkleiock-es wurden dabei zerknüllt an Drollinogrobem Barchentkittel. Miß Spring, welche bei diesem Auftritt zugegen war, wußte nicht, sollte sie sich ärgern, oder sollte sie la chen; der Fürst aber lachte herzlich. Und der Kuß wurde halb gern, hlb gezwungen ausgetauscht. So!" sagte der Fürst, das ist recht. Nun aber ist es billig, daß Du außerdem eine dauerhaftere Belohnung hältst. Ich will Dir die Wahl überlassen. Sag' frei heraus, Knabe, was willst Du?" Anfangs schien Drollino nicht zu verstehen. Dann aber, als er den Sinn der Worte erfaßt hatte, als er begriff, daß er vielleicht etwas wagen, viel wagen durfte, wurde er gluthroth. feine Augen funkelten und aus seinen bewegliehen Gesichtszügen sprach ein lebhafter, ein höchster Wunsch. Aber er konnte nicht sprechen. . Er war es nickt im Stand der

Gedanke seines eyrgeiziqen ;3etian gens erschreckte ihn Nein, nein..... es war unmöglich..... unmöglich.... zu viel. Der Vater ermutbigte ihn durch Blicke und Geberden; ' ober er schaut: nicht auf seinen Vater und athmete schwer. Nun. wird's bald?" sagte derFürst ungeduldig: Du sollst reden, verstehst Du? Willst Du mich den ganzen Morgen hier warten lassen?" ' Das wollte Drollino sicherlich nicht; der Arme versuchte sich zum Sprechen zu zwingen, aber das von der Unruhe erstickte Wort blib ihm in der Kehle stecken. Papa." sagte das Mädchen auf einmal schüchtern und zupfte den Fürsten am Nockärmel, foll ich Dir sagen, was Drollino wünscht?" Der Fürst fing an zu lachen. Du? Was solltest Du denn wissen, Dil kleines Plaudermäulchen, Du?" Sie wurde nicht böse. Sie bestand darauf u?.d riß und zog den Fürsten mit ihren Händchen, bis er sich bückte und, ihre halblauten Worte anhörte. Er will das Füllen von Rowena; dasjenige, welches kaum geboren war, als die Geschichte vorfiel." Oho!" antwortete der Fürst laut, indem er aufstand und Drollino wi: spottend vom Kopf bis zum Fuße betrachtete. Er will Rowenas Füllen, hr Bursche, h:?".

Drollino zitterte wie Espenlaub. Nin.war es ihm a-usgelommen'.... Und nun wurde er natürlich aus dem Hause gejagt, um ihn sür seinen verwegenen Wunsch zu bestrasen. Der Fürst jedoch sprach nichts vom Fortjagen. Er fand den ehrgeizigen Wunsch ein wenig kühn, aber gerecht. Er wurde durchaus nicht zornig, und nachdem er sich einen Augenblick an der sichtbaren Todesangst des Knaoen ergötzt hatte, machte er derselben unversehens ein Ende mit den Worten, er werde selbst die nöthigen Befehle geben, daß man ihm das kleine Füllen zustelle. ..Aber." sügte er bei. hast Du auch Alles wohl bedacht? Ich möchte doch nicht, daßas arme Thier in Deinen Händen " v Er redete nicht weiter; er sah, daß jede Ermahnung überflüssig war. Drollinos Gesicht strahlte. Er konnte weder dem Herrn noch Milla danken; aber ein ungestümer, schwärmerischer Blick slog blitzschnell von dem Einen zu der Anderen. Er wollte dennoch sprechen, aber er brachte wirklich kein Wort hervor. Und der Fürst war zufrieden; er nannte Milla in liebes Plaudermäulchen und meinte, da sie so gut zu rathen wisse, werde es ihr später wohl gelingen, ihren Mann an

der Nase herumzufuhren. Milla verstand den Sinn dieser Worte nicht, aber sie wagte nicht, weiter zu fragen. Auch sie war zufrieden, obwohl sie bald sehen mußte, daß sie mit ihrer glücklichen Fürbitte persönlich nichts gewonnen hatte. Seil Drollino das Füllen hatte, vernachlässigte er Milla auf ganz unwürdige Weise; er war immer im Stalle und stieg nicht mehr m die Allee hinüber, um im Schatten der Kastanien zu spielen. Welch ein Dummkopf!" fagte am Abend des folgenden Tages ein alter Stallknecht zu seinemKameraden. Ein Füllen zu verlangen, wenn man sein Glück hätte machen können. Aber begreiflich! Dem hat's ja immer ein wenig im Kopfe gerappelt! Was macht er jetzt?" )," antwortete der Andere, indem er seinen Cigarrenstummel in den an'deren Mundwinkel schob; 'er ist seit gestern Abend im Stalle. Er ist nicht einmal zum Mittagessen gegangen und wiederbolte in einem for:t E mia, e mia!" (Es ist mein! Es ist mein!) Man sollte es Mia" nennen." sagte der Stallknecht spottend. Morgen will ich's ihm sagen." Warurn nicht." antwortete Drollino stolz, als er diesen in höhnischem Tone gemachten Vorschlag hörte. Es ist mein! Wißt ihr?" Er ist verrückt!" sagten die Pferdejungen und Stallknechte lachend. Aber das kleine Füllen hatte jetzt einen Nam.'n. Und es wurde zuerst im Scherz, dann im Ernste so g-nannt. Der Schnee kam diesen Winter früh, und Astianello sah mitten in der vom Winter alles Schmuckes beraubtoi Landschaft recht melancholisch ans. Die Jagden waren zu Ende, die fröhlichen Gesellschaften waren auseinander gegangen; die Pferde mußten scharf beschlagen werden, das tzroße Haus war kaum vor der Kälte geschützt, und der Fürst langweilte sich. Aber obschon er sich tödtlich langweilte, fiel es ihm doch nicht ein. sich zu verheirathen. Wobl aber beschloß er, den Wl7.t:r in Paris zuzubringen. Nebrigens war es auch jetzt Zeit, Milla in ein: Erziehungsanstalt zu bringen. Und diese war bald gefunden In einem strengen, als Erziehungsinstitut berührten Kloster, wo aristokratische Nonnen eine Schaar nicht weNiger aristokratischer Fräulein alles mögliche Schöne lehrten.. Das Kloster war in Turin, und die fromme Königin Marie Adelaide hatte es bei ihren Lebzeiten oft besucht. Die Oberin war des Fürsten Base im zweiten Grade. Milla hätte nicht besser empfohlen sein, und die von der guten Miß Spring begonnene Erziehung hätte unier keinen günstigeren Auspicien vollendet werden können. Sagen wir auch noch, daß Miß Spring als Trost für den Trennungsschmerz die Aussicht batte. einen heiliaen Bund m schlie

ßen mir cmem mmyigen, aver gewltz nicht ästhetisch gebildeten Geistlichen der englischen Kirche. Der unerschrockene fünfundscchzigjährige Britte heirathete Miß Spring. Milla aber, welche keine so tröstlichen Aussichten hatte, konnte sich nicht darein finden, denVater. Astianello und hre nordischeLiebe verlassen zu müfcn. Um alles war's ihr leid, sogar um Drollino. Sie war ganz trostlos, wenn f.t daran dachte. Und sie dacht: oft daran.... ein Kind wie sie war... Und welche Betrübniß für Alle auf dem Gut:.... die Herrschaft ging fort... war eö wirklich loahr? Der Fürst sollt: im Frühling zurückkehren, aber das Mädchen nicht; sie ging in ein fernes Kloster und sollte erst nach mehreren Jahren wieder heimkommen. Die VerWaltersfrau weinte, die Gärtnerin ebenfalls, und die Garderobiere hatte rotl)e Augen Alle sagten: Unser Fräulein geht fort," und waren darüber in aufrichtiger Trauer. Ihr hättet sehen sollen, wie viele Leute sich am Morgen der Abreise in der Säulenhalle am Fuße der großen Treppe versammelt hatten, während im Stalle die Pferde angeschirrt wurden, die an den Landauer gespannt werden sollten. Und die Kleine, in ih ren großen mit Pelz gefütterten Mantel gehüllt, das Gesichtchen halb verloren in der Reisekapuze aus w:ißem Plüsch, nahm mit tr-iurier Miene und rothgeweinten Augen alle die Grüße und Huldigungen entgegen, dankte herzlich und wiedl!?holte immerfort mit bewegter Stimme: Lebt wohl! Auf Wiedersehen! abt Dank!" Auf einmal kam ih? Spielgefährte Drollino auf sie zu. Auch machte c;n trübseliges Gesicht. Anfangs schien es. als olle er viel sagen; dann abi.r biß er sich auf

die Lippen und sagte nur: ..Glückliche

Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble.

Vitit.

Lebe wohl," sagte Milla und reichte

i5m ihr winziges Händchen, das sie aus dem weißen Flanellhandscbuh herauszog. Er küßt? es nicht, er hielt es einen Augenblick zwischen seinen Händen; aber er 'dachte nicht einmal daran, vaß er es hätts drücken können, und ließ es los. Die beiden Kindcr sahen einander einen Augenblick schweigend an; es war ihnen weinerlich zu Muthe, und wenn sie allein gewesen wären, hätten sie vielleicht geweint.... Denk' daran!" sagte Milla 'auf einmal. Er wurde roth und schüttelte energisch den Kopf. Nein, er wollte gewiß keine häßlichen Worte mehr sagen. Sie verstanden einander und lächelten. Grüße mir Mia...." fuhr dasMädchen ernsthaft fort. Komm. Milla," rief der Fürst. Es ist angespannt." Drollino rannte in vollem Laufe iurch die Allee und kam athemlos beim Gitter an, eben noch zeitig genug, um den Wagen vorbeifahren zu sehen, um einen vollen Blick in das Innere desselben zu werfen. Hinter dem geschlosfenen Fenster sah man eine Sekunde lang ein weißes Händchen sich grüßend bewegen. Der Geschäftsführer, der auch hierher gekommen war, glaubte, dbser Gruß gelte ihm, und nahm ehrerbietig den Hut ab. Er fand lsich sehr geschmeichelt; und Drollino 'neben ihm schaute unverwandt dem Wagen nach, der auf der beschneiten Straße zuletzt ganz klein wurde und verschwand. Diesmal hatten alle Ehrenbezeugungen, aller Abschisdsschmerz Milla gegolten, die so viele Jahre nicht wieder kommen sollte. Der Fürst hatte fröhlich gesagt: Auf Wiedersehen im Frühling." und es wäre Niemand eingefallen, sich um seinetwillen aufzuregen. Und doch sollte seine Abwesenheit länzer dauern als die Millas, sie sollte sich ausdehnen zu ZZonaten,Jahren. Jahrhunderten, fr zur Ewigkeit.

Seine Geschäftsführer, seine Kutscher, seine Bereiter hatten !hn zum letzten mal gesehen. Er starb in Paris gegen Ende des Winters an eine? hitzigen Krankheit, während Milla Zn ihrem großartigen, herrschaftlichen Kloster anfing, sich an dieses von der Welt abgeschlossene Leben zu gewöhnen, sich von ihren Gespielinnen vergöttern zu lassen, sich selbst sterblich in die Oberin, sieben Schwestern, zwei Laienschwerern und vierzehn Gefährtinnen zu verlieben, und zuletzt sprach sie so gar davon, eine Nonne zu werden, damit sZe immer bei iHnen bleiben könne So Um es, daß acht Jahre hintereinander die großartige Villa geschlossen bl eb. Vergebens dufteten in dem lachenden Garten die Blumen unermüdlich fort, vergeblich reiften im Treibhaus die Ananasse; vergebens ergab die Pferdezucht die erfreulichsten Resultate. Niemand kam, um diese beständia geschlossenen Zimmer mit der dumpsen, von Vkodergeruch erfüllten Luft zu bewohnen. Nur die Geschäftsführer kamen und gingen auf Rechnung der gegenwärtigen Besitzerin aller dieser unermeßlichen Reichthümer; und diese war eine bescheidene, freundliche Pensionärin, die nichts von der Welt und vom Leben wußte, ein Mädchen mit einem großen Herzen und von ungemein kleiner Statur. ! ' 2. Capitel. Uff!" sagte der Herzog Giuliano, als er aus dem Boudoir trat, wo psirsichfarbener, mit granatrothen Atlasnelken durchwirkter Sammt die Wände bekleidete. Uff!.-" Madame de Renrusat zählt unö in ihren sauersüßen Memoiren vom ersten

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!rine scalds the flesh cr if, when the child reaches an age vhen it should be able to control the passage, it is yet afflicted with bed-wetting, depend upen it. the cause cf the difficulty is kidney trouble, and the first step should be towards the treatment of these impertant organs. Th:s vncleasant trouble ia due to a diseased conditien of the kidneys and bladder and not to a hab't as most peepie seppese. Wcmen as well as men are made miserable with kZdney and bladdir trouble. and both r.eed the same great remedy. The mild and the immediate effect ot Swamp-Root is soon realized. It is sold

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Kaiserreich, wie .Napoleon sich eines Tages mit einigen seiner intimsten Höflinge eil-en grausamen Spaß machte, indem er sie fragte, was d!e Welt sagen würde, wenn er, der Kaiser, plötzlich verschwinden sollte. Und in der allgemeinen Verlegenheit, welche auf dieseFrage folgte, ertönte aus dem Munde selbst, der die Frage gestellt hatte, plötzlich die Antwort: Wißt ihr, was die Welt sagen würde? Usf!" würde sie sagen." Wenn man nun die Herrschaft eines Bonaparte und diejenige einer brillanten Baronin in's gebührende Verhältniß setzt, kann man annehmen, daß Giulianos Uff!" ebenfalls einen tiefen Seufzer der Erleichterung vorstellte. Möglicherweise hatte er schon im Voraus gewünscht, er möchte ihn ausstoßen können; möglicherweise hatte er im Sinne, frei das weichwarme Cabinet zu verlassen, das er als Sklave betreten hatte; möglicherweise wurde die artige Umschreibung, welche das Gehässige eines Genug" verhüllen sollte, von ihm und nicht von ihr gebraucht... Allen diesen Vermuthungen gegenüber ist es jedoch Thatsache, daß der Herzog Gmliano einen Augenblick in dem kleinen als Gewächshaus eingerichteten Corridor stehen blieb, gespannten Blickes, lauschend, erwartungsvoll; eine volle Minute, nicht nur sekundenlang. Aber er hörte nichts. Keine angstvoll rufende Stimme, kein unterdrücktes Schluchzen, kein Lärm von gerückten Stühlen, kein dumpfes Geräusch eines Falles. Nicht einmal einen Klingelzug, der die Kammerfrau mit dem Fläschchen Riechsalz herbeirusen sollte. Er wandte sich sogar um und betrachtete die Thüre, welche er soeben geschlossen hatte, aber hinter denScheiben war nicht der leiseste Schatten zu bemerken. Da zuckte Giuliano energisch die Achseln und ging entschlossenenSchrittes durch die lange Flucht der Säle, erreichte das Vorzimmer, stieg fröhlich die Marmortreppe hinunter und grüßte dabei spöttisch den pausbackigen Gipsenge! mit dem von einer gläsernen Tulpe umschlossenen Gaslicht in der Hand, welcher den schönen jungen Mann unzählige Male bei sich hatte vorbeigehen sehen. Die Neuigkeit, die große Neuigkeit des Tages hatte bald ganz Turin durcheilt. Nach Verfluß von einigen Stunden wußte die ganze feine Gesellschaft der Stadt, daß der Herzog Giuliano Lantieri seine Freiheit wieder erlanat batte. (Fortschunc; folat.)

CHn ungewöhnliches Geständniß legte das Dienstmädchen Anna Liebig aus Kl.-Montau vor dem Schöffengericht zuMarienburg ab. Unter den vielen Wirthschafts- und Werthgegenständen, die sie ihrem Dienstherrn, einem Kaufmann in Gr.Montau. gestohlen hatte, befanden sich, auch Briefe, welche die Frau des Kaufrnanns an ihren jetzigen Gatten als Braut geschrieben hatte. Die Liebig gab an. diese Briefe als Vorlage zu Liebesbriefen benukt au baben. Vor einigen Jahrhunderten, als Constantinopel von der Pest heimgesucht war, wurde die griechische Bevölkerung Constantinopels gehalten, ihre Todten unbedeckt in offenem Carge zu Grabe zu tragen. Diese Maßregel war mit großer Strenge durchgeführt worden. Von Constantinopel her ist der mit der Zeit zur Gewohnheit gewordene Brauch auch nach Athen verpflanzt worden und wird dort noch immer beobachtet. Welch' peinliche Consequenzen er haben kann, zeigte kürzlich die aufregende Scene, die sich bei dem Leichenbegängniß eines jungen Mädchens abspielte. Als dr Leichenwagen eine ziemlich belebte Straße passirte, wurden die Pferde des Leichenwagens durch den Anblick eines 5wmeels scheu, . gingen durch, und ans dem offenen Sarge wurde die Leiche mitten auf die Straße geschleudert. Es dauerte - geraume Zeit, bis die Begräbnißfeier fortgesetzt werden konnte.

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