Indiana Tribüne, Volume 24, Number 182, Indianapolis, Marion County, 20 March 1901 — Page 7

JndZana Tribune. 20. März FJ01.

7.

POÜDER'S PHOTO - STUDIO

unD Kmlst-Laden. Lassen Sie sich Ihre Bilder anfertigen bei POUDEU'S, Tel rf u s.73. o:t 9S0. ?ZV Viaisackuietts Zlve. ' - ri " Äs 537 Vogcl, Kaslgc, Fische, Aquaria, Harzcr und St. Andrcasbcrgcr Kanarienvögel. Epottvögcl, Amseln, Drosseln, Noth-, vögcl, Tistclfinkcn, Nachtigallen, Ja panische Nobb!nS, Vold- und andcn Sorten Zicrsischc, Globes, Käfige etc. zu billigen Preisen. C.F. Klepper, 4.31 423 T7aa4a'rtt J Avenue. jnnlchr Vcrnt um TRichigan Strae Paul F. Schmidt, D. D. S. Zahnarzt, Zimmer 5, Odd Fellows Halle, Ecke nd Wasd. Stt. Ontninaroli.

M i n.

Ziemen aus dem Italicz'.ischcn des Mcmini.

1

f Rspans Tabbies

Are intended scr chlldren. hdic and all

who prefer a rnsdicincöisguiscd 33 con scctjor.ery. They may now be hzd (put v? h Tin Boxcs, sevcttfy-twö in a box), pr jce. twenty-slve cents er five fcoxes 5or

on- doilar. Any drugyst w.l get them if you inslst, and ihr may tlVays bc ,

ebtained by remittingthe pricc to ffäft

ThcRipgns henjca!ßw OcrmDanv sjäi

Liuo' ; Wl f PrCCE &-J&i-&

Strgert dich Dein Inge, 1 wft cl r.'CBt aal BRbtxT?t einigt ton ttx, testen ta'f an

am

I "V. .4 ST

Ä 'QK-sfcS

T)vC23

k(Ä

rtzx

K-Jr t7""

1

1 M

1 xurwciw

ma nan Ctr fr Znn lac da! n5ty;r !a ftcitat Ran'titcu Rutn tsttbtn Ichmttjlol tiatfeil Brillen t. ch bm ttttt Utfcob btu agca : 1

N U Phote-auhischo Gallerte. loö Illinois Ettahe. vr r,niMf.:"-.f! ladet die Teurfi fcrr trtcD: uai Umhegend zu einem Bei' ser fe-aCtc;r cm. Oute t)Utr flornlirl, )VtU Carl Piper, Denkscher YdtrU. Tccofloro F. Smltter geschickte, ud surerlilPiei

nchbeeösV.

Pech und K!eS-TLcher, Sshalt. und Qilsouit.TLcher. CrnflKrt-WnMet in allen Arten ton ?achms5erialier!. TelkpdsnSSl. 301 Wost Haryland St. lliMftl; ie tott nilMP"1 SfcatjUmÄ n lrrangiren Sie Ibre Sommer - Neijc zum eiuckk drr Pau-Amcrikanisch. AusstcllülZg in I5UFFALO, Lom 1. aji fci 1. Noocmtk? I'Jl. Niagara Fallö, Cine dcr 7 citsanöer. dloS eine 2lanvf ern affalo entfernt. Zdo'and sla,:??. Äuekoka !r. driondacks und 1icu En.pand dunkle, nur tiat kurze, angcncme jan xc? ta!jn cr zu äerjer. Wöchentliche Ausflüge via :: BIG FOUß 110UTE :: mit an Ullia U 9 Tlenstag, den 7.. 14.. 21. und 28. Mai. Preis von tintv a!:rt. rlus 1 ToHjr. Rundreise, gültig zur Rudfakrt von .tfalo d:s iir:e?nacht des zeiznle.i laacs nach Sem !Le?kaf:ea!um. Äuf alle licZctt, sür einZüchc crc? Ä7.öfzt. nach östlich vl?n Buffalo. wird das Recht bewilligt, auf w ?aqe in Buffalo anzui;al:en. gcicn Tcronirung des Zickels tci:n rmeinfarnen Renten raicit;t uns iöciafcliina eine: lctstbr oen $i.tn. Wegen ISinjclljeiten, liirculare. je, wende man sich a:t Warren I. LynS, W. P. Tepxe, Ven. Pass. Zickel Aet. AZst. G. P. ?. A. Einrinna:i, O. b. v.'. s r s n lo n. A. V. r. JlianarvliZ. Jnl. cZoipk (01d Fr t dem Jt Rifftt,) notary Public, Translator, Correspondent etc Ho. 970 West tf&inulSt Tkm BLui H. 0c

(üortfcijuiig) Offen gesagt, gehörte nicht viel da zu. um Äillas Ideal zu werden. Ihr Kindesherz war ungemein liebebedürftig. Und in dem Getümmel des Hauses, im Kommen und Gchen der Leute, die ausschließlich mit Pferden beschäftigt waren, und wo das weibliche Element nur durch die Garderobieren und die Frauen der Verwalter und der Reitknechte vertreten war, mußte eine Frau, die sich mit dem Mädchen beschäftigte und Sorge für es trug, einen wichtigen Platz in dessen Herzen einnehmen. Und Milla hatte einen äußerst glücklichen Charakter.... Siz schloß sich schnell an und mit einer Wärme, welche um so dauernder war, als sie vom eigenen Feuer sich nährte, sich daran begeisterte und jedem Egoismus fern blieb. O, wie hatte sie ihre ungeschliffene Amme geliebt, die bei ihr geblieben war, bis sie sieben Jahre alt geworden! Wie diele Thränen, welche Verzweiflung, als sie dieselbe von sich lassen mußte! Nun hatte sie ihre Liebe natürlich auf Miß Spring übertragen! Und Miß Spring war in der That eine gute Dame und Milla auch unge-

mein zugethan.... Sie lebte im vollen guten Glauben, wirklich die Erziehung dieses kleinen Geschöpfes, dieser lieben Milla. zu leiten. Ader in Wirklichkeit erzog diese Milla sich selbst mit der unerschöpflich: sanften Milde ihres Charakters, mit ihrem glühenden V:dürfniß, Jemand lieb zu haben. Sie machte keine großen Fortschritte im Lernen, sie war sehr schüchtern und durchaus nicht aufgeweckt; aber was lag daran? Der Fürst haiic befohlen, die arme Kleine nicht allzusehr mit Unterricht zu plagen; er hielt nicht darauf, ein Wunderkind zu haben; und zudem war er der Meinung, ein Frauenzimmer wisse immer genug. So kam es. daß Milla nur wenigeStunden des Tages in dem großen Saale, dem sogenannten Studirzimmer, zubrachte, und' wenn das W.'tter es erlaubte, waren' sie und Maß Spring im Freien, auf dem Spazieraang oder im Garten. Auch der Arzt hatte dazu gerathen und wirklich konnte der Gesundheit des Mädchens nichts zuträglicher sein. Miß Spring suchte mit Vorliebe den dichten. kühlen Schatten ver Kastanien auf; m der 'Mitte der Allee, auf der Seite gegen den Garten, hatte derFurst eine Art ländlicher Hütte mit Bänken und Sitzen erbauen lassen; dies war der gewöhnliche Aufenthaltsort der Erzieherin und ihres Zöglings. Rechts, oben Qn der Allee erhob sich die Villa., links unten 'war das beständig efsene, Gitterthor, hinten der Garten, vorn die unabsehbar lange röthliche Mauer der Stallungerc. Wie viele Leute kbten von dem Lu5s dieser Stallunen! Die Pferdezucht war .eine unerschöpfliche Quelledes Wohlstandes und des Verdienstes für die Bevölkerung von Astianello,' und fast alle rüstigen Arme fanden dabei ihre gesicherte Beschäftigung. Und? wie stolz waren sie daraufzum Gute des Herrn Fürsten zu gehören! D Bereiter insbesondere bildeten fast eine

bevorrechtete Zunft, m welcher dasAmt des Vaters sich auf den Sohn vererbte. Sie standen im Rufe sehr geschickter, sehr kühner, ja sogar etwas verwege ner Leute. Man 'nannte sie die Tenfel von Asüanello, und sie fühlten sich von ihrem Titel -ungemein geschmeichelt und bemühten M demselben dadurft alle Ehre 311 -machen, daß si: meist Carriere ritten, ihre Mütze aus eine ganz besondere Art trugen und eine gewisse über die Maßen malerisch: Sprache führten, welche den . welken Lianen der Miß Sping unzählige Shodmg" entlockte. Aber die Bereiter, vielleicht Heil sie die Bedeutung des Wortes nicht kannten, hörten nicht auf. ihre Reden mtt diesen energischen Ausdrücken zu zieren. Es war ein Brauch, eine Gewohnheit wie eine andere; wahrscheinlich waren sie überzeugt, daß die vollendete Eleganz der Profession dies verlange. Natürlich zeigten die Jüngsten einen übertriebenen Eifer, diesem Anspruch zu genügen; bei den Knaben, dem jungen Aufwuchs der Bereiter, war es geradezu schauderhaft. Da mußte man z. V. Drollino hören! Er war just der schweigsamste Knabe auf dem ganzen Gute; aber die wenigen Worte, die er sprach, waren wirklich fast lauter Flüche. Ein eigenthümlicher Typus, dieser Drollino! Eigentlich hieß er Pietro und war der Sohn eines der besten Bereiter auf dem Gute. Nach der Sitte des Provincialdialektes hatte man seinen Namen verändert und verlängert und Pedrolo daraus gemacht. Um ihn aber von den vielen andern mit Namen Pedrolo und von dem Vater selbst zu unterscheiden, der ebenfalls so hieß, wurde Pedrolo in Pedrollino verwandelt und dieser schlechtweg inDrollino verkürzt. Dieser kurz gefaßte Name paßte sehr gut für ihn. Er war ein sehr magerer, kleiner Knabe von zehn Jahren mit einem feinen, kleinen, ausdrucksvollen, von der heißen Sonne der Triften gebräunten Gesichte. Die Mutter war bei seiner Geburt gestorben. und da er die Ctnfmutetr nicht gern hatte, wollte er nichts vorn Zuhausebleiben wissen er schlenderte beständig allein oder mit seinem Vater

aus den ÄZeroepmen yerum. r wollte auch nicht in die Schule getxn und wuchs wild und jrei auf, unbekannt mit Allem, was nicht Pferd hieß. Die Pferde freilich gingen ihm über Alles, und er hielt sich viel lieber bei den Füllen auf. als bei seinen Kameraden. Er ritt bereits mit wunderbarer Geschicklich keit. Das Schlimmste war, daß er mit zäher Liebe an den einzelnen Pferden des Gestütes hing, und wenn es geschah, daß ein Paar oder einJun ges verkauft wurde, mit dem er sich persönlich beschäftigt hatte, so betrachtete er diese Maßregel nahezu als eine persönliche Beleidigung, fletschte die Zähne, fluchte wie ein Türke und streifte tagelang wie ein Zigeuner in der Ebene herum. Dann bekam d?e Liebe zu den Pferden wieder die Oberhand, und das Schäfchen kehrte in denSchafstall zurück. Obschon noch ein Knabe, war er doch in seinem Geschäft sehr wohl erfahren; er kannte bereits fast alle dabei gebräuchlickine Kniffe, wußte, was die Pferde gern haben, und was sie nicht ausstehen können. Er war etwas gewaltthätig, und wenn er in Wuth ge-, rieth, schlug er aus und biß. Und, ungern nur sag ich's. ich fürchte, Drollino hatte keine mathematisch genauen Begriffe von den Worten mein und dein. Er stattete dem Obstgarten bisweilen nächtliche Besuche ab. und wenn der Gärtner die Früchte controllirte. fand er immer, daß von den un-

reifen Citronen fehlten, die er so sorgfältig und voll Hoffnung zählte. Und Drollino liebte die unreifen Citronen

sehr.... Aber er ließ sich nie auf der That ertappen. Dessenungeachtet war er ein Knabe, den man lieb haben mußte; er hatte gewisse sür seinen Beruf sehr bezeichnende Eigenschaften. Außer den Pferden verehrte er seinen Herrn. Er stahl ihm freilich die Citronen, aber nöthigenfalls wäre er sür ihn durch's Feuer gegangen. Für Drollino konnte der Besitzer aller dieser Pferde, dieser unermeßlichen Besitzung lein gewöhnlicher Mensch sein. Er war sür ihn iine über alles erhabene, unverweichliche Majestät. Und wenn er dachte, daß, im Falle der Herr sich nicht roieder 'verheirathcte. das ganze Gut. die Villa, die unabsehbaren Felder, dem kleinen, weißgekleideten Wesen gehören sollten, das in der Allee spielte. dann wurle rrnch das Mädchen in seinen Augen zu einer wunderbarenErscheinung, zu einer Art Gottheit, die zu einem unvergleichlichen künftigen Glcmze bestimmt war. Nun stieß dem armen Pedrrlo. Drollinos Vater, ein schlimmes Unalllck zu. Ein schlecht ae-

i zähmtes Füllen, das er eben in Be-

bandlung hatte, versetzte lhm einen furchtbaren Schlag auf den Schenkel. Der Aermste mußte vierzig Tage im Bette liegen, und als er aufstand. je wahrte er 'zu seinem namenlosen Jam--mer, daß er unheilbar lendenlahm genorden war! Das hieß also den Pferden entsagen. Welcher Schlag für den armen Bereiter. . er konnte nicht !daran glauben, sich nicht in sein Unglück finden. Llber der Fürst erbarmte sich seiner und sicherte ihm einen Posten, der wenigstens in einer Richtung der Neigung des Verwundeten und seinem jetzigen Gesundheitszustand entsprach; er machte ihn zum Pförtner der Stallungen und schenkte ihm die dabei besindliche und dazu gehörende Wohnung. Pedrolo hatte nun nichts mehr mit den Pferden im Freien zu thun, aber .er hörte und sah doch die andern und konnte den ganzen Tag mit seinem verstümmelten Bein in der Nähe der Stallungen herumhinken. Natürlich war Drollino seinem Vater in die neue Wohnung gefolgt. Abcr mit welchem Verdrul So oft er konnte, nahm er Reißaus -und eilte .auf die Triften; doch jeden Augenblick hieß es wieder: zu Hause bleiben! Wenn er nur wenigstens imStalle hätte arbeiten dürfen! Aber die Reitknechte und Kutscher standen durchaus nicht auf dem besten Fuße mit den Vereitern, und die Stallknechte waren in beständigem Streit mit den- unverschämten kleinen Kerl, ließen ihn obsichtlich nicht zu den Pfeden und foppten ihn, wenn er sich erkühnte, seine Meinung zu sagen. Das ärgerte Drollino, welcher sich auf seine wenigen Kenntnisse etwas zu Gute that und eine durchdringende Beobachtungsgabe besaß. Er dachte ernstlich daran, zu entfliehen, und hatte schon einen kleinen Plan gemacht. Er wollte gelegentlich ein Pferd stehlen und sich auf und davon machen, fort in die unbegrenzte Ebene, Gott weiß. wohin er kommen würde, aber indessen hätte er doch sein eigenes Pferd, wirklich sein eigenes, ganz sein eigenes! Herrgott!.... Welches Glück!.. Ein eigenes Pferd zu haben! Wenn Drollino sich nicht zu weit vom neuen Hause entfernen durfte, so strich er im Garten herum und stieg oft über die Mauer in die Allee. So kam es, da& er mehrmals mitMilla zusammentraf, welche beschäftigt war. die von den hohen Bäumen gefallenenKaManien auf einen Haufen zusammenkutragen. Anfangs war er entsetzt dabon gelaufen, als hätte er ein Gespenst gesehen; dann war er stehen geblieben, um hinzuschauen; dann hatte ein Lächeln Millas ihn ermuthigt. näher zu kommen; dann hatten sie miteinander zu reden und schließlich miteinander zu spielen angefangen. Miß Spring hatte anfangs Einwendungen erhoben; aber als sie sah, daß der Knabe sich gut aufführte, und daß ihre Lektüre weniger unterbrochen wurde, seit Milla einen Gefährten hatte, erlaubte sie endlich, dak der .fierv boü" tait der

jungen .Herrin jrieie. ie nannte tun ! nämlich so: wilder Bube", und im Grunde mißfiel er ihr nicht. Zudem steckte ih?. wie den meisten ihrer Landslcute, ein wenigProselytenmacherci im Blute, und es war ihr in den Sinn gekommen, dieser wild aufwachsende Knabe möchte etwas zumBekehren sein. Und konnte nicht Milla, wie jene enzelhafte Evelina in Onkel Toms Hütie". auserkoren sein, den ..wilden Buben" auf den Weg des Heils zu führcn und wenigstens einen Temperenzler aus ihm zu machen! Die Temperenzler waren.... MißSprings Traum. Sie war sehr vertrauensvoll und sehr phantasievoll, und Drollinos Fluchreden sprudelten so rasch und unverstündlich zwischen den Zähnen hervor, daß die leichtgläubige Gouvernante, wenn sie dieselben hörte und nicht verstand, gütig dazu lächelte und dachte, wie verschieden doch die italienischen Dialekte von dcnjeniaen ihresGeburtslandes. des grünen Erin, eien. Allerdings waren Drollinos Flüche von ganz besonderer Art. Er stieß sie halblaut in einem trockenen, beinahe knirschenden Tone heraus, als ob er Porzellanknöpfe kaute. Milla aber verstand sie, und wenn Miß Spring außer Hörweite war, tadelte sie ihn. Aber Drollino! Das schickt sich nicht!" sagte sie mit pathetischer, vorwurfsooller Miene. Und wie Drollino dieses feine Stimmchen wiederholt hatte sagen h'ören. das Fluchen schicke sich nicht, fing er an. jedesmal roth zu werden, wenn ihm unversehens ein Fluchwort entschlüpfte. Es hatte zwar früher schon nicht an Bemerkungen über seine Reden gefehlt; aber sie waren ihm mit Maulschellen und Ohrfeigen gemacht worden. und er fand Millas Sprache verständliche?. Sie waren noch ganz Kinder und spielten sehr aerne. Er erwies ihr ge-

wisse Aufmerksamkeiten, deren ihn niemand sür sähig gehalten hätte. Er verfertigte ihr eine Schleuder und warf

ihr ihre Ungeschicklichkeit und ihre Furcht vor den Pferden vor. Er trug

ibr halbtodte Voqelem herber und ia

tzen von unglaublicher Magerkeit; ein-

mal brachte er ihr sogar em Murmelthier. das noch halb im 'Schlafe lag

Sie hob für ihn oft eine Süßigkeit

vomMittaaessen auf. Drollino hmwie

dcr. der stolz war und das Naschwerk nicht umsonst haben wollte, überbrachte

ihr prächtige Pfirsiche, die er mit größter Gefchicklichkcit und nicht geringer Gefahr aus dem Obstgarten der Villa selbst für sie gestohlen hatte. DasMäd-

chen, die unbewußte Mitschuldige, atz

mit Veranuaen die verbotenen Fruchte,

'Die Scene von Adam und Eva, aber

in umaekehrter Ordnung!

Der Fürst hatte die beiden Spielgesährten mehrmals in dtr Alle gesehen.

aber dieSache hatte ihm durchaus nicht

mißfallen. Er fand sie vielmehr ganz natürlich. Und es war auch so, alles

ganz so. wie zu jener Zeit, da auch er

ein Kind gewesen. Drollino fpielte viel und sprach we

nig. Aber als er ganz vertraut mit Milla war, konnte er nicht umhin, jeden Augenblick wieder seine große, unbezähmbare Lewenschast. die Pferde, zu erwähnen. O. wie bedauerte er, daß es nicht mehr war. wie früher, zur Zeit vor seines Vaters Unglück! O. wenn Du wüßtest, Milla, was das ist!" Und lebhaft erregt, erzählte er von

den Freuden des freien Lebens, der Wollust eines zügellosen Rennens auf

dem Rucken der wolligen Füllen! O.

wenn er eins hätte.... ein Pferd! Aber

er hatte es llern haben mögen, kaum geboren, uur es selbst zu zähmen, zu

erziehen.. Sein! Sein! Sein!.. Die

Augen funkelten ihm vor Begeisterung, Eines Tages kam er wie ein Sturm wind in die Allee gebraust.

O Milla! Wenn Du wüßtest! Jetzt eben ist es geboren worden!.. Dort

im Stalle von Rowenar Wer?" fragte das Mädchen un

schuldig. Ein kleines Mutterfüllen!.... Wenn Du es sähest! Sie sagen, es werde ein wunderschönes Thier werden. Es ist so groß, schau, wie Lupo, der WachtHund! Wenn es mein wäre, o Herrg." Drollino hielt inne. Milla machte ein strenges Gesichtchen. Er zuckte die Achseln mit einer verächtlichen Geberde und kehrte im Fluge zum Stall zurück. Dort blieb er bis spät, so lange er konnte, bis die Stallwache mit einem Fußtritt drohte und ihn fortjagte. Er bat, man möchte ihn die Nacht hier zubringen lassen, auf dem Stroh, neben dem Neugeborenen. Aber umsonst. Nack zehn Uhr durften nur noch dte zum Nachtdienst bestimmten Personen im Stalle bleiben. Der Knabe ging hinaus, auf's Aeußerste erregt, mit dem fieberhaften Wunsch, wieder hineinzugelangen. Er konnte sich nicht von der Umgebung des Stalles trennen, strich beständig um die geschlossene Thüre herum, lies hin und her, in den Gedanken versunken, der ihn gänzlich beherrschte, und erwartete mit Ungeduld den Tagesanbruch. der ihm die Gelegenheit bringen sollte, in das verlorene Paradies zurückzukehren un'0 sich in irgend einen Winkel zu kauern. O, es war ganz gleich wo. wenn es nur nahe bei dem Verschlag war, wo Rowena den müden Blick, der von den ausgestandenen Leiden sprach und durch das neueMutterglück noch ausdrucksvoller als sonst geworden war, auf das kleine wollige Thierchen hestete, das noch nicht stehen konnte. So kam die Mitternacht. Das Wetter war ÜürmiÄ; ein

Women as Well as Men

Are Made Miserable by Kidney Trouble.

Si b

Kidney trcuble rreys v:on the mr,d. cis-

jourages andlissens arr.tition; bau:y, vigor

. and rhserfulners soon cisa- pear when the kidn.'n. 1 a ... ( v

i U Ul UiUvl or d searea. Kidney trouble has

becerne so prevalent V, that it is not uneommen

r j Lior a chili t0 bs born affiicted with weak kid

ney s. If the child urinates too often. if the

rir.e scalds the flesh or if, v.-hen the child

reaches an age when it should be able to

ntrol the passage, it is yet affücied with

bed-wettin g, depend upon it. the cause cf the difficulty is kidney trouble, and the first step should be towards the treatment cf

these important organs. Th:s "nrleasant trouble is due to a diseased conditien cf the

kidr.eys and bladcer and nct to a habit as mest people suppose.

vemen as well as men are roaae mis

erable with kidney and tladd;r trouble. and both need the same great remedy.

The mild and the immediate effect of

Swamp-Root is soon realized. It is sold

by druggists. in fifty-

cent and cne collar sizes. You may have a sample bottle by mail free. also pamphlet tell-

inz all about it, includin? many of the

thousands of testimonial letters reeeived from sufferers cured. In writing Dr. Kilmet & Co., Binghamton, ri. Y.r be sure and mentien tbis j.aper.

Dr.J. A, Sulcliffe, Wund'Arzt, GefäledjtS, Urin und Irrtum. Krankheiten. Olsice: 155 Ost Market Str. Tel. 941 r:jto.6tBafc: Sd ia Uhr Dcrm..- ii 4 Uh, 7!

Lome vk S3wjItoot.

rolyttcyer Aconv kämpfte mti einer Schaar bleischwerer Wolken, die ihn

verdecken wollten. In weiterFerne. vom

tiessc)warzen Horizonte her, ertönte von Zeit zu Zeit das dumpfe, anhaltende Rollen des Donners, das mit je-

dem Male lauter und mächtiger wurde.

Plötzlich horte Drollmo während einem Windstoß, der wie erstickt über den Boden hinstrich, nicht weit von sich ein gewisses unterdrücktes Pfeifen, das mit dem Winde nichts gemein hatte. Was kann das sein?" sagte der Knabe, der Argwohn schöpfte, sich aber nick,t fürchtete. Er war bereits im Schatten, aber er blieb nicht nur darin, sondern zog sich noch tiefer in's Dunkel hinter einen großenHortensienbusch zurück und spähte nun rn dort aus. so gut es gehen mochte, in die Tiefe der Allee hinein. Nicht lange, so hörte er von jener Richtung h.'r einen zweiten, aber diesmal kaum wahrnehmbaren Pfiff. Dann sah tr unbestimmt einen Trupp von zwei oder drei Personen, welche langsam, mit größter Vorsicht, dem nordlichen Theile der Villa zugingen, wo sich die Vorrathskammern und die Gesindestuben befan den. Drollino erkannte, daß diese schweigende GesellschQft Diebe waren. Er gerieth nicht in Schrecken und kam nicht aus der Fassung, sondern empfand eine ungestüme Freude, daß er sie gesehen hatte und ihre Pläne vereiteln konnte. Ha, ihr Schurken," dachte er, euch will ich das Handwerk legen." Er bog um die Ecke der Villa, ging durch den kleinen Graben, glitt wie eineSchlange durch das hohe imWinde wogende Gras und war im Nu beim Bauernhof. Dort weckte er den Verwalter, einen lebhaften Alten, der seinerseits in aller Eile fünf oder sechs der beherztesten Diener weckte und sie bewaffnen ließ. Von Drollino geführt, begab sich die kleine Schaar, um die Diebe zu überraschen, an den von dem Knaben bezeichneten Ort. Als sie dort ankamen, waren die Diebe, welche noch

nichts gemerkt hatten, schon daran, das Gitterwerk eines der Fenster im Erdgeschoß zu erbrechen, um so in den Gang zu gelangen, der in das Zimmer

führte, wo allabendlich das Silberge

räth verschlossen wurde. Drollino führte die Dienerschaar in den schützenden Schatten eines nahen Oleandergebüsches; dann drang er allein, huschend wie ein Reptil, in die unmittelbare Nähe der Diebe vor. Jetzt wandte er sich um und winkte denSeinigen, heranzukommen. Aber in diesem Augenblick wollte es der Zufall, daß der Mond sich unerwartet von denWolken freimachte und einen lebhaften Lichtstreif auf die stumme, geheimnißvolle Scene warf, so daß DrollinosZigeunergesicht und die winkend erhobene Hand den Dieben zu Gesichte kamen. Diese ließen augenblicklich von dem Gitter ab und ergriffen eiligst die Flucht. Jetzt hörte man durch dieStille dcr Nacht scharf kreischend und schnell wie eine losgebrunnte RaketeDrollinos Sitmme das Alarmgeschrei erheben: Diebe! Diebe!" Und mit diesem Rufe hatte er.sich auf dn Bösewicht gestürzt, der ihm zunächst war. und sich ihm an den Arm gehängt und ließ sich nun von demselben auf seiner schleunigen Flucht in der ganzen natürlichen Schwere mitschleppen. DerWachthund bellte wie wüthend, die Bauern rannten fort zur Verfolgung, es hatte sich ein unglaublicher Tumult erboben. sFortletzuna folgt.)

In Monfalcone brachte der Stcueramtsdiener Furlan seine? im Bette liegenden Frau eine tiefe Schnittwunde in der Brust und sich selbst drei schwere Schnittwunden bei; er stürzte sich dann auf die Straße und wurde in einer Blutlache sterbend auf-' cefunden. Furlan hatte die Tkat während eines epileptischen Anfalles begangen und fragte später fortwäbrend. wer seine Gattin verletzt bade. Die unglückliche Frau ist noch an demselben Tage ihren Verwundungen er Tcqciu

WALTER FRA!3Z. Zahn-Arzt, Hfl. 00K Ost vkarket.Straße, Cosfin VloZ. Zimm 48. 0?ftuftd : 12 55n.; 15 Nm.z 79 ibcntl. Sonntag! von 10 Uhr Im. fc'.J 2 Zt fluL

lr. 0. 0. M

sein, CTfla ach fern Willoughbli-Oebäude, n$. 224 Hsil SHcrilita Clr., erste Eteze, WTltflt. CTfla tu iVtn: von k b, 4 Uizr ?!aSmtNag. t,ltvhn: Cffla 9-Wiznuna RI8. tt SQobnung btttatet Och btlset: 1837 Nord Pvnnsylranla HU

C. C. Everts, Deutscher Zahnarzt, Qi tlord Ponnsylvanla Sir. O wird tuf Wunsch nQttetnbt

p 3L

Wühler,

206 Oft McCartY-Str. Edrechsiunden: 8 bis 9 Uhr Vorm.; 1 1 3 Uhr Nachm.; 8 bis 9 Uhr Addk.z Sonntag von 3 bis 9 Uhr Vorm. und 1 bis 8 Uhr Abend. Telephon 14-16.

flito Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Xjestic Gr ebnende. JiMXlk? 5I. 207. DR, JOS. E. MORRQW, VMechtk uut Harulnwlheiten. 20 Weot Ohio Str. Dr. I. D. Elrbpatrlcb fbtUnbtll ykerrcknkheiten und OrnfOeU Un f kNetums. 4irnit ,h n, tt. t !,ttt. Qttz Vm Bolliiag, 31 OstOkloStx.

.:. Striktttr .:. Meine gute Bedandluna deilt Ttrikturen vollständig und entfernt zedes Hinderniß im Blasenkanal, hebt Entzündungen und reduzin vergrößerte Irüsen auf den normalen Stand, reinigt und heilt irren und Harnröhren, stärkt das Rervensvftem, jetzt tlrästeverichmendung ein Ziel, bringt dem Leidenden Gesundheit und rast wieder und ermöglicht ihm die Erfüllung der Lebenspflichten. Strecken Sie vor oder schreiben Sie für Informaticn. Meine Hausbehandlung ist stets erfolgreich, lonsultation in deutsch uud englisch frei. Offlce-Stunden : Tr. Garttv & CTo,. 9-12; 2-5: 7-8.00. 114 Tüd Illinois St. LonntagZ: 9 11.00. Indianapolis, Ind.

Or. L. . GREINER, empsulzlt sich für fc Srri(tfiH lttilkk, Hie. Kranke Pferde werden ntgtzengknnru CM crfcttltt bQx CkMCtasg lU U ikux ttmi ffelE. IS III U G1H CP.GtrtK syho evs. ,hi 173. S vermiethen : Zimmer im Majestic Gebsude $u reduzirten Preisen. ras feinfte Offlee'VebSude t der Stützt, ollstöndig fexerslcker. Schnelle ffahchützl xb all modernen Bequemlichketten. Nachzufragen bei GRE80RY & APPEL, gente. üi die Indianapolis Gas Lo. Zoslz C. glorea. George veldevptÄ, dolph Leidenftickee. Florea & Seidenslicker, Mokatkll lllld Notare. 271 Ei) Mm Ltk. Telephon 1772. G7 Oclbcr auf hypothekarische G14& teil p derlei!. W. GIERKE, Deutscher : : Buchbinder, CSl GAU 9Iff Cts.. (ttsteflcxL)

Cm . VteQMa, 17 t

ctswyi