Indiana Tribüne, Volume 24, Number 179, Indianapolis, Marion County, 17 March 1901 — Page 10

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c a),...::. Af tilAw -aa vtitiiuiii uu ctu iuic.vi, Kounty und MuntClpal tch' u ödfti9Cn Augen wäre, ti)tU ncgocirt. vor Jahren verschollene Mül-

Jobu S. voüiday. Präsident.

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Icr ermordet und im FliMelte vergraben worden ist. Es thut mir unendlich leid, daß sich Ihre sehr gtthrten geistigen Augen bitter täuschen. Ich lasse nämlich t)it Wassermühlen am Fuße der Karpathen im Frieden, und meinethalben kann der ermorixte Müller den Schlaf der Gerechten im Flußbette weiter nu hig schlafen. Ich werde die Mordgeschichte ebensowenig klarstellen wie sei nerzeit die Polizei. Es handelt sich, hier um etwas Anderes. Vor einigen Jahren kam ein lraststrotzender, b!tschultrZger. hochaufge schossmer junger Mann und richtete an mich die Frage, ob ich ihm geswtte, daß n mn em Feuilleton überreichen dürfe. (Entschuldigen s!e!" entgegnete ich kalt. Vielleicht hätten Sie die Güte, mir vorher Ihren Namen zu sagen?Vorlaufig ist es ganz und gar überflüssig. Ist das Feuilleton gut, werde ich ihn nicht verschweigen. Ist eS aber unbrauchbar, will ich über meine Familie keine Schande bringen." Fassen Sie nicht die Sache so tra gisch auf! Ist das Feuilleton schlecht, so wird es nicht gedruckt, und Ihre Familie wird sich weiter der allgemei nen Achtung erfreuen können Sie haben Recht. Ich bin aber ein überaus empfindlicher Mensch. Halten Sie mich inkognito für einen Zsel. geht mir die Sache nicht sehr nahe. Wissen Sie aber meinen Namen und halten mich mit ausdrücklicher Nennung des Namens für einen Esel, das könnte ich nicht überleben Lassen Sie daö Feuilleton hier!" Freudestrahlend legte er daS Manufkript auf den Tisch. Ich werde es in einigen Tagen prü

fen. Bitte es sofort zu lesen." Ich sann dies in Ihrem Interesse nicht thun. Ich bin jetzt hungriz und dem nüchternen Magen schadet die Literatur." Wann kann ich also kommen?" Haben Sie es denn so eilig? Slem men Sie in einem Monat. Der unbekannte Autor warf mir einen flehenden Blick zu. Herr Redakteur, vielleicht !st Daö Geheimniß der Mühle" ein Meisterwerk. Könnten 'Sie es dann vrantWorten, dem Publikum e'.n?n Hochgenuß einen Monat lang entgen zu baben?" Guter Freund! Ist es ein Kunstwerk, wird eL sich Jahrhunderte lang erhalten. Jahrhunderten geg-nuber füllt ein Monat nicht in die Magscha-

le." Nun gut! Ich habe noch eine ilis.1 che in's Treffen zu führen. Ich will nämlich, wenn das Geheimniß der

Mühle" Ihren Beifall findet, meinen bisherigen, Beruf aufgeben und die Pfade der Literatur bSreten . . Darf ich wissen, waS Ihre Befchäf tigung ist?" Ich bin Oberbuchhalter der Kunstmehlspeisefabril!" .Kunstmehlspeise? Was ist das? Eine Mehlspeise aus künstlichen Sachen?" Nicht ganz, aber doch theilweis?. So wie der Kunstfuß kein echter u.td rechter Fuß, der Kunstzahn nur ein falscher Zahn, der KAnftwein nur gefälschte? Wem ist, so ist auch die Kunftmehlspeise nur falsche Mehlspeise. Sie staunen darüber?" Ja, ich bin ganz erstaunt." Und daö mit vollem Recht?. Sie legen sich gewiß die Fragen vor: D!an fälscht also auch die Mehlspeise? Der Fcrschingskrapfen ist also eine Lüg-? Die Mohnnudeln eine Selbsttäuschung? Der Pfannkuchen ein Weltbc. trug? Wie kann man sich nur auf die Frauen und guten Freunde verlassen, wenn man von der ehrlicken Mehlspcise, die sich eines makellosen RufeS erfreut, im Stich gelassen wirb? Nicht wahr, ich habe Recht? Ihre Augen verrathen eZ mir, daß Sie sich diese Fragen stellen." Ich bin genöthigt, eö Ihnen zu gestehen, daß Sie, lieber Herr, ein großer Psychologe sind. Sie lesen ja in den Herzen, Nieren und Hirnschädeln ...Sie verbuchen- also gefälschte Meblspeisen?" Der Fremde nickte bejahend. So ist es. Und das ist gerade da? Tragische meines Lebens. Ich bin ei ne nach Wahrheit dürstende Seele und muß im Dienste einer plumpen LL stehen. Ich sehe daö ackerbautreibende Volk vor mir, das, nichts ahnend, Getreibe produzirt; ich höre das Klappern der großen Mühlen, die. das Getreide verarbeiten, und sehe unsere Fabrik, die daö Getreide, daö Mehl überflüssig macht ... Ich möchte diese Lasterhohle verlassen und eine Laufbahn wählen, auf der ich mit Leib und Seele der Wahrheit dienen kann . . . Und diese Laufbahn ist die literarifche." . Warum wählen Sie nicht lieber die Richterlaufbahn?" .Dazu bin ich nicht aualifizirt. Die

Schriftstellerlausbahn ist die einzige.

zu der man absolut gar keine Qualifl kation braucht." (Wie lieb!) .Aber Talent muß man zeigen!"

Deshalb habe ich Da Geheimniß der Mühle" gebracht. Fällen Sie Ihr

Urtheil und fern Sie mich an. Also

in acht Tagen hole ich mir die Ant-

Wort. Gott mit Ihnen!" Hoffnungöfreudig eilte er von dan

nen.

mitgenommen. Wenn 3c glauben, daß es ein herzerhebendes Bewußtsein sei, zu wissen, daß unser Hut von fremden Leuten getragen wird, irren Sie aetvaltic'.

Endlich habe ich mich auch entschlos-

sen, das Manuskript zu lesen. Nun, ich pflege niemals zu schmeicheln, aber

gestehen muß ich, daß eine abscheuliche-

e Arbeit in unierem Ba-

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iciianoc von uei en oe jeoiariuy Anonymus bis zu der Ziouskas nicht geschaffen worden ist. Erscheint diese Arbeit, werden schandenhalber jährlich um hunderttausind Magyaren mehr auswandern und die Rumänen werden diesen Schandfleck unserer Nation in alle Sprachen der Welt übersetzen. Mit großer Selbstverleugnung habe ich die Novelle zu Ende gelesen. Nußgroße Schweißtropfen hatten auf meiner Stirn geperlt, und ich habe den

ausrichtigen Wunsch gehegt, der Oberbuchhalter möge in den großen Trog, in dem der Kunstteig erzeugt wird, hineinfallen, und man möge ihn in etnen großen Laib einkneten und backen. Lieber Gott sei es befohlen äße ich auch davon. Was thue ich mit ihm? Was sage ich ihm? Nach acht Tagen meldete sich der junge Mann wieder. Nun, Herr Redakteur. Feuer oder Wasser?" Erstaunt blickte ich ihn an. Tiefe Besorgniß spiegelte sich auf dem Gesichte des großen, mächtigen Mannes, und n seinen Augen kam eine wilde Leidenschaft zum Ausdruck, die auf mich zu lauern schien. Lieber Herr, ich will Ihnen gegenüber ganz aufrichtig sein ..." (Das sage ich immer, wenn ich eine plumpe Lüge zu sagen habe.) Das Geheimniß der Mühle" ist aller poetischen Anmuth bar das pflegt übrigens bei jedem Anfänger der Fall zu sein. Die Mache entspricht vollkommen der modernen Richtung, insofern die ganze Geschichte in tiefes Dunkel gehüllt ist, doch dadurch wird die Novelle noch interessanter. Herzergreifend ist das Treiben des tölpelhaften Müllergesellen . . . Einen tölpel haften Helden kennt die Weltlitera tur nicht ..." Der namenlose Autor strahlte vor Freude. Die Novelle wird also gedruckt?" Eilen Sie nicht so sehr, lieber Freund. Da liegt eben der Hund begraben. Eine solche Arbeit kann nicht unter dem Striche erscheinen. Sie wissen ja, das Publikum bekundet hinsichtlich des Feuilletons einen sonderbaren Geschmack... Das Feuilleton muß ein wenig humoristisch gehalten sein und wenigstens eine Liebeserklärung enthalten. Sehen Sie, mich, der ich zum Sonntagsfrühstllck Feuilletons liefere, belästigen die Damcn mit unzähligen Briefen, in denen sie mir vorschreiben, in jedem Feuilleton müsse wenigstens ein schwarzäugiger junger

Mann und ein weißgekleidetes junges Mädchen vorkommen. Gerathen diese

nun ln einem Feulueton zusammen, dann ist es unausbleiblich, daß es mit einer Liebeserklärung schließt... davon ist aber in Ihrem Feuilleton keine

Spur.. Nun? Was könnten Sie mir x& then?" j l m 1

'virveiien toic vie tHejcylHtk. um.

reichen Sie sie aber ber keinem Taae

blatte ein. Diese bringen die Novellen

zwischen den Berichten über den Was

serstand und den Schweinemarlt. DaZ

ist kein vornehmer Plak." Nun gut, ich werde vie Novelle um arbeiten. Wollen Sie sie dann lesen?'

..New!"

Warum

WaS geht mich dann Ihre Novelle

an? Sie werden sie ja ohne Zweifel

einem belletristischen Blatte einsedcn." Nein! Das thue ich nicht. Ich werde mich an der Novellen - Preiskonkur-

renz betheiligen, die jetzt eben ausge-

schrieben ist."

Dann kommt ite a ern recht zu

Mir, da ich einer der Preisrichter bin." Er fügte sich seinem Schicksale und nahm das Manuskript mit. Daö Geheimniß der Mühle" tauch, te wirklich bei der Preiskonkurrenz auf und rief allgemeine Entrüstung hervor. Der namenlose Autor noch immer hatte er nicht seinen Namen genannt kam wieder zu mir. Er war ganz muthlos und verzagt. Das llterarische Forum." stammelte er. hat mich schändlich zurückgewiesen." Nach einer kurzen Pause fuhr er mit gehobener Stimme fort: Sie haben mich irre geführt! Sie haben Mir Hoffnungen gemacht! Und ich habe Luftschlösser gebaut ... Sie sind schuld an meiner Schlappe." Aber ich bitte ..." Hätten Sie mir gleich offen erklärt, ich möge lieber auf dem freudelosen Gebiet der Kunstmehlspeisefabri kation bleiben..." DaL ist noch nicht dagewesen! Mich klagt er an ?Mir macht er Vorwürfe? Wuthschnaubend sprang ich von meinem Sitze auf. Lieber will ich sterben!" schrie er. Thun. Sie das!" erwiderte-ich ru hig. Ich werde aber nicht allein sterben. Das würde noch keine große Sensation hervorrufen. Ich werde aber vorher einen berühmten Schriftsteller erschießen . . ." Thun Sie das!" Ich werde aber Sie erschießen, mein Herr!" $ch fuhr erschrocken zusammen. In meiner großen Angst entschlüpfte mir .ein Geständniß. daö ich später ich muH es gestehen zurückgezogen ha b?. Ich sagte ihm nämlich: Aber lassen Sie mich doch in Ruh'! CL gibt a noch berühmtere Schrift

stelln alL.'mich ..."

.

,

I Wen meinen Sie denn? Wen soll ich erschießen?" Jedenfalls einen lyrischen Dichter. Solche haben wir mehr als genug." Nun gut. Wir werden noch dar-

über sprechen." , Eine kleine Pause trat ein. j Sagen Sie." fragte ich ihn. ha-, den Sie schon bei illustrirtcn Blättern i einen Versuch gemacht?" j Nein!" I

Sie Pechvogel! Das sagen Sie! ir erst jetzt? Wenn Sie wollen, kön- j

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mir

nen Sie auch ein EmvfehlunqsschreZs

ben von mir haben." Wirklich?" , Ich setzte mich sofort nieder und emPfahl ihn einem meiner Freunde, der seit fünfzig Jahren ein illustrirted Blatt redigirt und unbrauchbare Manuskripte mit großer Sorgfalt aufbe-

wahr:. In diesem llrwalde wird Das Geheimniß der Mühle" gewiß verloren gehen. Der unglückliche Oberbuchhalter eilte schnurstracks zu meinem Freunde, den ich indessen auf telephonischem We. ge gebeten habe, er möge ihn mit Ver sprechungen hinhalten. In der nächsten 5tummer seine Blattes war in der Redakt ionspost" Folgendes zu lesen: Daö Gebeimniß der Mühle" wird in einer der nächsten Nummern erscheinen. Unser Unbekannter war überglücklich und verbuchte in heiterster Stimmung die verschiedenen 5iunstmehlspeisen. Eines Tages meldete mir mein Diener: Das große ZeitungShaus brennt! Die Redaktionsabtheilung steht in Flammen!" Nun, daS mag einen schönnen Anblick bieten, dachte ich und eilte davon, um alS Amateur zu kibitzen". Sämmtliche Redaktionslokalitäten brannten lichterloh. Große Bestürjung herrschte unter den müßigen Zuschauern. Man erzählte, ein junger Mann habe sich in'ö Feuer gestürzt, um den Korrektor Mollanyi, der von dem Feuer keine Notiz nehmen wollte.

zu retten. Bald darauf kam ein junger Mann

zum Barschem. Es war der OberbuchHalter, der aber keinen Korrektor, sondern ein brennendes Manuskript in der Hand hielt. Der Arme wollte DaS Geheimniß der Mühle" retten. Bewußtlos fiel er in meine Arme und das Manuskript auf die Erde. Die Löschmänner eilten auf uns zu. Löschen Sie diesen Brand nicht!" schrie ich mit donnernder Stimme. Wie können Sie des Schicksals Fügunz zu nichte' machen?" In diesem Augenblicke trat der Redakteur sammt dem Korrektor an mich heran. . Sie erzählten, sie wären gar nicht in Gefahr gewesen, denn sie haben ja die Bureaustunden im WirthShauS zugebracht. Schau her! Hier' brennt Das Geheimniß der Mühle"!" Wirklich! Gott, sei Dank!" Zu Thränen gerührt warf er sich mir um den Hals. Es kann sein, daß die Löschmannschaften mir einen Wafserstrahl über den Nacken laufen ließen, aber ich glaube, es waren de Freudenthränen, die wir Bete vergossen. .

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ach Angade der berühmtesten Nerven5rjtte gehört fzst ein?ür.stel der BeoZikerunz den Nmen?ranken an. diese Statistik ift gan) überraschend wenn man bedenN. hak ,a nkang diese Ihrdundertt vo erven nickt bekannt war. S 't dabei um so interessanter, auch die Sriln? und Ursachen dieser so rasch verdrette ten Leiden ,u ersahren. Gor allem ist der rastlose, daitige Kampf um eine Existenz, den heutzutage fast jeder in mei,r oder weniger aufreaender Weise durchzumachen dat. Schuld daran. Mit diesem dängt unmitteider die angestrengte (Seifte und lkorv erarbeit zuiamme. woiurch sehr große Änforderunaen an den Oraaniemus gefteüt werden. Nicht zu vergefs ist aber die unjwetmZbie Lebeviweise, sowie die Jugendjuudc uj , a im Ziderspruche mit der loliden und bescheidenen Lebensweise unierer Ähuen steht. All diese Erickeinuttgea unserer modernen Zelt, wie Jugendsünden, unreaelmätziger Tcklaf. schwere muthi.ikrscheinunaea. unzluckuche ffamilienverdältnifse. Mißbrauch ron Uokoi und Todsk. töuae in kürzester Zeit ein enschenleoen zerstören, oder daben wer.igsienz ein ganze Heer von Kranlhei e,i rervöler zur Folg: Unsäbtakett tut KtUit. (ciä(fttntft.(t)teäcl), !luf! der männlichen straft. S?Ä5.el& körvnliche Schwache. Kopfschmerz, dleaaeu. und TrmBeschwerden. ueblkit. Ppettrloahktt. stgkfühl. TchiastoUsrett. Lebensüberdruß, achtschweth. rvöfes verz. tlopfe und biete Aaveie. 9 Trod all' den SrrunaesSaftea unsere Jahrhundert ist e dl jetzt nicht gelungen, ein sicherei Mittel zur Bekämpfung dieser Krankheiten anzügeden. TaS Kent Medical Institut zu (örand RaxtdS. Mich., kann nch nihmen. diese Pbiem aeiöst zu haben. Um nun die Hetikratt ihrer Mtuei und die Methoden derselben der Menschdeit bekannt zu geben, erbietet sich da Institut, einem Jeden gau, frei, ohne welche Berechnung un ebne datz der Empfangn irgend weiche npslichtungen eingeht, eine zoU der Heilmittel nebst Methoden zu. Kusendut. wadre und gr-le Werth dieser einfachen HauSdehandlnng zeigt sich ftetS. nch in den schwierigsten FUlen, wo jede andere Mittel ganz erfolg lo war. Tausende von Kuritten sind jedec Zeit gerne bereit. Leua ni von ihrer wunderbaren Heilkraft zu geben. . schreib ein Jeder, der mit irgend einem der genannten Sebrechen behaftet ist, oder eine Unordnung in ferne System verspätt, sofort an da, Kent Medieal Institut, 113 Houseman Vldg., Grand Rapids, Mich., um eine srele Probe nebst Methoden und Rathschlägen zu erhalten.

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