Indiana Tribüne, Volume 24, Number 177, Indianapolis, Marion County, 15 March 1901 — Page 7

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(Fortsetzung.) War ihm eine Woge über daS blau Toth werdende Gesicht gerauscht, dann schielte Hinrk seinen Uebekwältiger schräg von unten her mit vorquellenden Äugen an, doch nicht um Gnade, flehend, Indern in' ohnniachtigein.aber noch im Tode lebenden Hasse. Spre chen konnte er nicht, unter dem ntsetz liehen Griffe, der ihm die Kehle zudrückt und gesprochen, um Gnade yebeten hätte er nicht, önm er auch hätte spreöen können. Er Tvar überwäkirgt und hoffte nicht mehr auf Rettung. Rasselnd kam ihm n Athem auö "der gedrosselten Gurg?l,aber 5euchend Zing auch der Athem Waldernsder cm 'tx übermächtigen Erregung TlichZ Tiiebr wußte, was er .halt, der nur rroch et'was Rothes. Flermmendes vor sich 'sah, das alles ringsum 'in .Feuer 'verwan'elte, und er druckte und "druckte ! Aber seine 'Kraft, die bis 'zum Aebermaß angespannt gewe,sen,'begann u versagen, tte Blutwelle, die ihm zum Köpft geschossen und 'ihn alle's roth sehen ließ, stürmte zurück zum Herzen, das zuckte und zuckte wieder! Mit reinem Schmerzenslaute griff Wäldern mit der Linken danach und rm 'selben Momertt drehte Hinuerk den Kopf dank der schlaffer werden Umklammerung der Kehle nach rechts und wälzte den schweren Körper nach ein Ruck ein Glucksen und aus dem umschlagenden Boote riß er seinen Ueberwältigzr mit sich hinunter in die ausspritzenden kalten Fluthen. ... Als Waldern wieder -an' Die .Über fläche kam und die Äugen aufriß, sah er ka.z'snzig Fuß weit vor sich das Boo: kielaufwärts wippend und nickend dahintreiben. Bvninnerk keine Spur. Und doch klang ?s nicht wie ein schwaches Stöhnen?! Wo war tZ nur'? Sv rasch es die wie Blei schweren nassen Kleider -gestatteten, schwamm Wäldern, durch das kalte Bad formlich wieder neu 'belebt, mit ein paar kqftigen Stößen aus das Boot zu. .Und richtig, da Mgte der Kopf Hinnerks über den Wogen empor, aufund -niedertaüchend, aber das Gesicht Gleich und .blutbspritzt, grausig anzusehen, ials ob' das Haupt eines Gerich.teten- körperlos auf den Wellen schwimme! bm schlüpfte eine mäch--tige Welle gurgelnd unter dem umgeIktppten Boote weg, und da wurde Waldern in ihrem Thal eine Hand ."Hirmerks gewahr, die sich in dem eisernen Seilring :voin am Bug festgeklammert harte. Festhalten! schrie Waldern dem Fi'scker zu. alle Feindschaft, den ganzen

entsedlichen Kampf auf Leben und

Tod vergessend, der sich soeben noq abgespielt. Festhalten! schrie er noch einmal stärker, weil er sah, wie Hin--n:ik die Sfrne schwanden, mit der an d:rn Hrnd auch! Ich komme Euch zu Hilfe! Da kam ' ein rauhes, schauerliches Lachen aus dem Munde des Fischers und Hinnerk htö den andern A.m .übn die Fluth; er war gebrochen die gesplitterten Knochen steckten spießig ..aus dem zerfetzten, blutigen Aermel heraus, und ringsum färbte sich das Wasser roth. Erschüttert bis ins Herz schrie Waldern noch einmal: Muth. Kruse. ich hab: noch Krast und leite uns beide. ... - Und wieder kam das schauerliche 'Lachen herüber, aber so schwach es klang, dennoch klang ein letzter Trotz aus ihm heraus und jetzt, wo Waldein dicht an den Unglücklichen war, -wo er auf dem Kanrm des nächsten Wellenberges fast über ihm schiebte, jetzt stieß Hinnerks unverletzte Rechte den Eisenring von sich und mit einem .entsetzlichen, grassen Blicke versank das bleiche Haupt unmittelbar vor dem zur 'Rettung Gekommenen in die grun-grau: Tiefe! Iu der nächsten Sekunde griff aber auch schon Walderns Arm nach unten Nichts! Verloren; Nein, nein, es darf nicht sein! Und kopfüber ging der juni Mann in die Tiefe, um den zu retten, der ihm das Leben zu rauben gesucht. Und nun kamen zwei Köpfe an die Oberfläche, der eine bleich, mit geschlossenen Augen, der andere mit furchtbar verzerrten Zügen. Hilfe, Hilfe! schrie Waldern, seiner Sinne kaum mehr mächtig; Hilfe! murmelte er dann, und der schwere Körper des krampfhaft umfaßten Leblosen zog ihn trotz des verzweifelten Wassertretens von Neuem in die Tiefe. Noch einmal kamen die beiden Köpfe cn's Tageslicht, ir.l Thal einer Riesenwoge, und wieder murmelte halb geistesabwesend der Architekt, wie mechanisch, sein: Hilfe, Hilfe! Und nun kam ein Zustand der Ermattung über ihn eö war ihm, als höre er etwas plätschern und rauschen ganz nahe, etwas außr dem Rauschen und Plätschern der Wogen, als höre er Zurufe von rauhen, nein, von sanften, lieblichen Stimmen wie Engels stimmen, ein Singen und Klingen nun breitete sich eine Fluth grünlichen Lichtes rings um ihn, das sich so schwer, so furchtbar schwer auf die Brüst legte und so salzig schmeckte und dann wurde das Licht schwächer und schwächer und dunkler

nun ittse slaql und nuye, selige Ruhe! . AIs die KapitanSgig die vsn den besten Tauchern unter der Mannschaft. des Kronprinzen Friedrich Wilhelm" aufgefischten beiden besinnungslosen Männer zugleich mit dem an Bord des KrieFsschiffes "durch ein schlagendes Segel" förmlich skalpirten MarineArzt an Land gebracht und durch die Reihen der sich bestürzt und erschütrert stujnm herzudrängenden Kurgäste längs des Strandes zur nächsten Hütte getragen waren (die allerdings fast der Kuppe des Dünenhügels mit der Sexiphoren-Station stand), fetzte der Landarzt die schon im Kapitänsboote mit Hilfe des Schiffslazarethehilfen begonnenen Wiederbele.bungsversuche eifrig fort. .'Zuerst glückte es bei Hinnerk; nicht gerade zur Freude des Doktors, der lieber gesehen' hätte, wenn Hinnerk 'erst nach der Amputation dS Armes erwacht wäre. Aber die iwüthenden ''Schmerzen, welche dem so schwer für 'die ungezügelte Wildheit Heines Ge'müthes bestraften jungen Wscher die .'Zersplitterung des linken Anterarmes 'verursachte und zwar Äbgleich der'selbe unterhalb des EllcnboZengelenks mit starken Bindfaden -so sest rrmschnürt war, daß irae schrecklichen Wunden nicht mehr bluteten .und wie die Adern, so auch die Nerven fast übermäßig zusammengepreßt waren diese wahnsinnig in dem auf einem Brettcken festaebundenen. wie leblos

darauf lieaendenArme wühlenden und nagenden Schmerzen 'hätten 'noch mehr dazu beigetragen, Hinnerk dem Zustande der Besinnungslosigkeit zu entreißen, als es die .sachkundige, im Laufe der Jahre hier unter dem Fischervolke so oft ausgeübte Behand lung Ertrunkene?" seitens des Doktors vermochte. Jetzt schlug Hinnerk 'die Aug:n auf und sah sich verständnißlös um. Wie kam er -denn hierher? In die Stube seines Alten, der da drüber, anz zusammengebrochen auf der Holzbank saß. das Gesicht en den Händen, den Kopf gegen den braunen Kachelofen gelehnt? Und diese Menge Menschen in der sonst so .einsamen Stube? Und er Herr Gott! er lag ja auf dem Tische, sein 'hartes Seegraskopfkissen unter dem Nacken! Da, auf einmal die entsetzlichen Schmerzen im Arme, Is er sich regte jetzt wußte er, was geschehen war, und mit einem schluchzenden 'Laute sank er auf das Kissen zurück. In der -nächsten Minute aber schnellte er 'trotz der rasenden Schmerzen hoch uitd blickte sich mit dem Ausdrucke furchtbarster Seelenanzst um in der kleinen Stube da lag sein Feind auf 'feinem eigenen Kojenbette, regungslos, .umgeben von mehreren Matrosen, 'die ihn rieben, und einem Lazarethgehilfen.der seinen Mund auf den des Liegenden gepreßt hielt und ihm zugleich mit beiden Händen im Takte die Rippen zusammendrückte und eine schöne, bleiche Dame hielt dabei dem Regungslosen den Kopf. Und nun erhob sich d:r Lazarethgehilfe und Hinnerk erblickte jetzt auch das Gesicht des Mannes, den er mit sich hatte in den Tod reißen wollen; es war bleich und starr, die Augen geschlössen. Ein Schauer ging Hinnerk durch den Körper. Er schob die wollene Decke ein wenig zurück, mit der man ihn nach langer mühevoller Warmreibung vorläufig zugedeckt, und wollte sich erheben. Ab er konnte es nicht. Und mit rlnem angstvollen Blicke wandte er den Kopf hin zum Arzte. Dodt? Doktor? Hei is alle? fragte er mit bebenden Lippen und mehr von seelischen als von körperlichen Qualen verzerrtem Gesichte den an der Fensterbank mit einem Glasspritzchen hantirenden Arzt. Der Doktor 'suchte ihn zu beruhtgen. Der .Verunglückte" würde schon wieder hochkommen; Hinnerk sollte sich nur vorläufig nunz .ruhig verhalten, bis er die Morphium-Jnjektion da kriegen könne, ganz still, damit ihm nicht noch etwas zustoße. ' Aber Hinnerk schüttelte ungläubig den Kopf. Er dachte jetzt gar nicht an sich. Mühsam und von wahnsinnigen Schmerzen gepeinigt, wandte er sich wieder nach der anderen Seite heruzn, der Wandkoje zu, und sah seinem Feinde noch einmal in das bleiche Gesicht. Warum habt Ihr mich 'rausgezogen! stöhnte er dann verzweifelt iid duckte mit einem dumpfen, erstickten Schluchzlaute den Kopf in die Kissen. Harr Dokter. sagte der alte Kruse und trat näher, hei is all wedder weg. Desto besser, lautete die Antwort, laten's em man so liggen, bet et all vörbi is. Und er wandte sich seinem andern Patienten zu. Der seufzte ein paar Mal schwer und öffnete dann die Augen ganz weit. Gott im Himmel sti Dank! flüsterte die schöne Frau Mira und hob mit ihrem gewohnheitsmäßig koketten Lideraufschlage den Blick zur Decke der niedern Schifferstube empor. Der Lazarethdiener hatte inzwischen in die Ofenröhre" gegriffen, wo ein Sprritus-Kocher heißes Wasser bereit hielt, nahm ein großes Glas davon heraus und hatte mit Hilfe der Kumflafche im Umsehen einen .steifen Grog" gebraut, den Waldern gierig schluckte. Nach wenigen Minuten saß Waldem aufrecht im Bett und blickte nun seinerseits hinüber zu dem Verwundeten. Ein freudiges Aufleuchten ging iiber.seine Züge. Ah 'sagte... er zu

vzm anen muz uno oen Matrosen, die dem Lazarethgehilsen inzwischen vergebliche Augenwinke nach der Rum flasche hin machten, Ihr habt uns also doch noch beide 'rausgekriegt. Leute, das will ich Euch gedenken; laßt mich nur erst ein bischen wieder zu -Verstände gekommen sein! Vorläufig ist mir noch so hunde-übel zu Muthe, daß ich. . . . Ja, ja. Harr, erwiderte einer der Matrosen, der freilich in den Sonntagskleidern des Signalstations-Wär-ters steckte und gar nicht wie ein Matrose von Seiner Majestät Schiff Kronprinz Friedrich Wilhelm" aussah. Sei hebben's uns aaberst verdämmten swoar makt. ick wull seggn: sehr schwer gemacht ha'm Sie's uns! W so denn? Ich bin wohl untergegangen wie 'n Bleiklotz, was? lachte Wäldern, dem der dampfende würzige Trunk neues Leben durch die Adern raeseln ließ. Joa, Harr! Alle beide sünd Sei to Grund schaten (geschossen) wie an'n Mer wassen (aneinandergewachsen), .im wi 'hebbn Sei fast nich upbörn kürst (nicht in die Höhe bekommen .können)! Da trat der alte Kruse an Waldern "heran, reichte ihm die Hand und sagte aus tief bekümmertem Herzen: Och. Herr, Sie haben ihm's Leben gerett't un ich 'müßt Jhn'n ja auch ' woll sehre davor danken! Oaberst ick weit nich, wie't nu war'n schall, wenn hei w-r bocbkümmt un un Sei mak'n dei Anzeig' och mien leinn

Gott, unterbrach er sich jammernd, wi hebbn't jo alle seihn, dat hei cnfung'n het tau sloan (schlagen)! Un Sei, Harr, Sei sünd so'n gaud'n Minsche, dat Sei em noch von unnn rupper halt hebd'n, den Dunderwedder-Kirl, den verdammtigten! schloß er mit ausbegehrendem Vaterzsrn über die Nichtsnutzigkeit seines Erzeugten, um dann unmittelbar darauf nach einem Blicke aus den noch immer ohnmächti gen Sohn diesem Zornausbruche einen Seufzer schwerer Bekümmerniß und liebevoller Sorge anzuschließen. Na beruhigen Sie sich, 1 Krusen", sagte Waldern mit einem etwas absichtlich klingenden Versuche, zu scherzen, von mir aus soll die Sache vergeben und vergessen sein! Ich mache keine Anzeige; und wenn ich's hindern kann, thut's auch kein andereil Erst sah ihn der alte Signalmann ganz verständnißlos an. Daß ein Sommergast", dem ein Fischer an's Leben gewollt, nicht aufs Gericht laufen sollte, das vermochte ihm anfangs gar nicht so recht einzuleuchten. Dann aber fiel ihm ein, daß der Mann, der seinem Hinnerk mit eigener Lebensgefahr das Leben gerettet, ihn doch wohl schwerlich hinterher wurde in's Gefängniß bringen oder rjar in'S Zuchthaus! Gott in'n hogm Hewen! murmelte der Alte und wurde unter der dunkeln Wetterfarbe der Haut grauweiß wie die Kreidefelsen drüben über'm Wiek. Nä, Harr, Sei ward'n joa dat wull nich dhaun de Hinnerk Kruse Krusensähn rn't Tuchthuus nä, ehr smiet ick em un mi ollen Mann sülw'n wedder in't Water un bind uns Häun'n-Stem (die großen Steine auf den Hünen-Gräbern Rügens) an de Bein! Un' licht (vielleicht) wär' dat noch dat Best vor uns Beeden sien! Wat schall hei as 'n arm'n Krüppel in de Welt maken. wenn em dei Dokter 'n Arm affsnidt un de hoge Regierung in Strallund seggt, sei vertrugen 'n Eeenarmigten dat Signalesiren nich an? Nä, wat dei Minsch doch all erlewt wenn hei olt ward! Na, Ji snackt und snackt un snackt! warf da der Doktor vom Fenster herüberkommend anscheinend ärgerlich ein, un Zi künn'n bi'n Hewen sihr veel wat beters dhaun! Er schob den Alten weg und sagte zu Waldern: Nun, Herr Waldern. können Sie schon wieder auf Ihren Beinen stehn? Probiren Sie's mal. Wenn's noch nicht so recht will, muß ich Sie 'nüber tragen lassen nach dem Hotel hier kann ich Sie jetzt nicht brauchen; es gibt 'ne Amputation! Ein Schreckensruf aus Frauenmund ließ Waldern erstaunt sich umblicken: erst jetzt sah er die 'schöne Frau Mira Retzlaff, die sich bislang in der dunkeln Ecke hinter den alten Kattunvorhängen der Bett-Koje verborgen gehalten hatte. Als beider Blicke sich trafen, flog eine Röthe über das Gesicht des Mannes wie der Dame; und beide ärgerten sich darllber, denn es war hier doch gar kein ,Grund vorhanden, roth zu werden! And aus Aerger errötheten beide noch .stärker. Frau Mira gewann mit ihrer groAen Weltleichtigkeit zuerst wieder die Herrschaft über das Wort. Sie that gar nicht so, als ob es einer Begründung bedürfe, weshalb sie allein r sllen Damen im Orte sich um den verunglückten Eurgenossen zu .schaffen gemacht, fondern knüpfte an die Worte des Arztes an: Also Probiren Sie es, verehrter Freund, ob Sie schon wieder voll Herr über Ihre Pedale sind! Wenn es so weit ist, finden Sie mich draußen auf der Aussichtsbank des Alten vor dem Häuschen! Dann geleite ich Sie hinüber nach dem Hotel und helfe Ihnen tragen, was Ihnen da bevorsteht: die Gratulationen zur glücklichen Lebensrettung" eine schwere Menge werden Sie auezustehen haben, das kann ich Ihnen rrsichern! Und sie nickte ihm wie den übrigen Männern in der Swbe und ging mit einem bedauernden Blicke auf Hinnerk unter dem gemurmelten: Povnrtw!" hinaus, damit Waldern sich ankleiden könne.

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Ewige Stunden später, während der Abendämmerung, drückte sich van außen her ein bleiches Gesicht gegen die kleinen Fensterscheiben des SignalerHäuschens", und ein. Paar Augen, denen man hatte Thränenspuren anfehen können, wenn es Heller gewesen wäre, mühten sich ab, das in der niedrigen Stube bereits herrschende völlige Dunkel zu durchdringen. Aber es war nicht möglich, etwas zu sehen. Nur hören konnte die Lauschrin vor dem Fenster zuweilen etwas.ein leichtes Stöhnen, und dann lief ein Schauer über die Gestalt des Mädchens und sie zitterte und sank fast in die Knie, so kräftig, ja. so königlichstattlich sie auch war. Jetzt preßte förmlich das Mädchen sera Gesicht gegen die Scheiben, so daß der alte, wettermorsche Glaserkitt stück. ireise aus den Fugen des Fensterrahmens platze.... hatte Hinnerk nicht ben Watrc! Water!" gerufen? Und war denn der Alte nicht drin, daß er dem armen Krüppel die ersehnte Erquickung hätte reichen können? Ließ nran denn wirklich den Aermsten, der wohl schon in vollem Wundfieber lag, -allein im Hause? Es mußte wohl so sein, denn weitn rechts, dort ganz oben auf der Kuppe tes Hügels, wo das Signalgerüst sta.nd.da bewegten sich ja jetzt die Trichter, Vierecke und Bälle aus Korbae-

siecht; der alteKruse war also wohl arade im Dienst oder war es nur

di? leichte Brise, zu der sich der Shirm des Tages allmälig abgeschwächt hatte, welche die Signalstücke hin und her schwanken ließ? Es war schon zu dämmerig, als daß tun es genau hätte sehen können Noch freilich war die Sonne nicht völlig ins Meer gesunken; aber schon war sie hinabgeglitten hinter die niedrige blaugraue Wolkenbank, die dort im Westen über dem sich weißschaumig kräuselnden dunkeln Wasser stand, und säumte die zackigen Ränder des Gewölks mit blutrothen Flammenbändern, während sie langsam, ganz langsam hinter der dunkeln Masse wie hinter einem riesigen Vorhange ins Meer versank und dabei, selber unsichtbar, im Scheiden noch einmal ihr tief unten purpur-ro-thes und höher hinauf röthlich-gelbes Flimmerlicht wie ein Gewebe von Märchengold über den zum Scheitelpunkte hin in immer reiner werdenden stahlblau erstrahlenden Himmel breiittt und zugleich einen glastenden Feuerschein warf über die gigantischen Säulenhallen der Buchenwälder auf den Kuppen der schroffe zum Meere abfallenden grauweißen Kalkfelsen drüben über dem rauschenden Wiek, und ringsum jetzt alles eintauchte in eine zitternde Gluth: das die Felsen hinabkletternde Buschwerk, die gewaltigen. aus dem schäumenden Wasser ragendenFelsblöcke und die sonst schneeweißen, Sandstreifen des vielgcbuchteten, bald in fpitz vorspringenden schnialen Landzungen, bald in meilenweitcn Halbkreiseinbicgungen sich hinziehenden Strandes dieser zerrissensten aller deutschen Inseln... alles, alles, außer jener grau-blauen, blut-gesäumten Wolkenbank am westlichen Horizonte, glühte Und lohte und flammte jetzt ringsum, alles brannte in rothgleißendem Feuerschein zitternd und flimmernd und blendend! (Fortsetzung folgt.) -

Der Metzger Solteß ir. Nyiregyhaza hatte mit seinem Gesellen Joseph Tcth einen Wortwechsel und ohrfeigte ihn. Auf das hin brachte der Geselle mit einem scharfgeschliffenen Messer dem Selcher einen Stich ins Herz bei, an dem derselbe sofort starb. Toth stellte sich freiwillig der Behörde. N ach einer Statistik haben in Frkreich in den letzten fünf Jahren die Verbrechen außerordentlich an Zahl abgenommen. So ist die Zahl der Morde von 226 auf 168. der Kindesmorde von 172 auf 105 und die anderen Verbrechen von 2853 auf 2353 gesunken. Man schreibt dieses Ergebniß der Frauenbewegung zu. , .. .

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