Indiana Tribüne, Volume 24, Number 173, Indianapolis, Marion County, 11 March 1901 — Page 1
-v, ':rl-..
,05-J 3 : v
' '
(Ca.X3fcj
v"(
, .
t
. '.' f i . l - -
--... i.. i ' 'V.' u j -. .
V
"
1
F
V .? , . jl v a - Wur V Zc??nt Z f.
.
'A X
("M Vv Oi.f rsVi O ptK
n r
jSTVOf . v,i;u i w
f v v "sr v v
N'VO nN
VV
V'
O fl (W 1f 1 nl MM t Sy yy ijAy V lV
r
Ttxt & Z EcnntJ- S Blatt ! 10rfcr.!c4e j F fe
4
ßrsdjclt jcöm Z,larl,,ittg und Honntag Morgens.
Jahrgang 24.
Indianapolis, Ind.. Montag, den II. März 1901.
No. 173
& ö
Neue Kämpfe
mnden itt Dem Sttttd der Zlnru
hm, China, statt.
Prinz Storni und Tuug Fu Hsianz M.. CI." ..1..f4l.l..
iDßUCii iu) ocr yuuiuij
widclsctzcu.
:ncral Chassec opponnt den
Z)lnrichtnttgcn.
-'zland'S Einfluß im I.Mtsc-Thalc
im Schwmdcn uegnnen. f Kaiser Wilhelm'S Befinden ist X zufriedenstellend.
Sein Telegramm an den PriNz-Regcn-
tcn i'uityolö von Sauern. Nuhlzng'S Plane mit Beznz ans die Balkan-Lzalbiscl.
,
'General Te Wct den Engländern wiedcrum entkommen.
0
i
s
(?r eilt mit 400 seiner (Betreuen Kroonstadt zu. Neue Kämpfe in China. Berlin. 11. März. Das Kriegs Amt hat vom Grafen Waldersee die folgcnde vem 10. März datirte Depesche erhalten: r . Oberst Leebur's Kolonne stürmte am 8. März ein Thor der großen Mauer, das 80 Meilen von Pao Tinz Fu entfernt ist. Er erbeutete vier Kanonen." Shanghai. 11. März. Dep:schen aus Lan Cfaa besagen, daß General Tunc. Iu 5)stanz mit 20.000 und Prinz Tuan mit 10.000 Mann bei Ninz Hsu stehen und darauf vorbereitet sind, ihrer Gefangennahme sich zu wiversetzen. ' Die China-Eazette behauptet, daß Sheng den Thron ersucht habe, die Likinzölle abzuschaffen und Hinzugefügt habe, daß alle Lizeköniz: mit ihm übereinstimmen. London, 10. März. Der Yokohamaer Korrespondent der D'ailn Mail" meldet, daß das soeben in England fertiggestellte Schlachtschiff Hatsuse" Befehl erhalten hat. sich so schnell als möglich in jener Stadt zum Dienst zu melden. Auch sind andere Befehle zn die japanische Marine ergangen, welche deutlich durchblicken lassen, für wie ernst Japan die Lage im fernen Osten hält. Gut informirte Japanesen", heißt es in dem Bericht des Korrespondenten, erachten Rußlands Vorgehen in der Mandschurei für einen großen ..Bluff". Es glaubt, daß EngVrw 5ände durch den Krieg in Südraitos , 3 Afrika gebunden ,IH o. Peking. 11. März. Li Hunz Thang ist wieder schwer krank und seine Aerzte sagen, daß er dem Tode nahe ist. Prinz Ehinz und Li Hunz Chang scheinen zu glauben, daß sie die Ge-
rächte, der Hof sei nicht willens, nach ZZeking zurückzukehren, verbreiten müssen, um dem Hof zu gefallen. Und doch soll sich der Hof. zuverlässigen Nachrichten zufolge, in Sian ZZu sehr ungemüthlich fühlen. Die kaiserliche
zxzmilie wohnt in einem nur kleinen Hause des Vize-Gouverneurs. Iranzösische Missionäre, welche soeben aus 2ian rfu. zurückgekehrt sind, behaupten, daß die Kaiserin-Wittwe den Hof nach Peking zurückbringen würde, wenn die Truppen, mit Ausnahm: derjenigen zrm Schutz der Gesandtschaften, sich ickzögen. Nie auswärtigen Vertreter werden erst am Dienstag eine Konferenz abhiZfen, wann der französische Gesandte P'chon aus Pao Ting Fa zurückkebrt. Das Ver. Staaten Signalkorps wird innerhalb einer Woche zur Abreise bereit sein. Vekina. 11. März. Knt.
lchard V. Paddock vom 6. Bundes-Ka-
koallerie-Regiment t in Tin Tsin an
er Lungenentzündung gestorben, 'eine Leiche wird Montag dort beigetzt werden. .
i L o n d o n, 11. März. Der Morng Post" wird von ihrem Pekinger orrespondenten gemeldet: Es verutet. daß in der Provinz Shan Si
t .on den Chinesen große Befestigungs-
werke angelegt und Truppen mooilisirt werden, um den Vormarsch der Verbündete" aufzuhalten. General Chaffee will die Köpfung verschiedener Boxerführer. die von chinesischen Richtern derurtbeilt sind, nicht zugeben. Die Amerikaner sind die einzigen Fremden, die bisher in Peking noch
keine Hinrichtungen haben vornehmen 'lassen. London, 11. März. Der Daily Vail" wird aus St Pejersbury be-
riazie:. vazz die Unterschrift de? cyinen-
schen Regierung zu dem Vertrag beZüglich der Mandschurei gesichert ist, da die russischeRegierung im letztenAugust der Kaiserin-Wittwe 7M0 Puds Silber gesandt habe. Aus Cuba. H a v a n a , 11. März. Obgleich die politischen Demonstrationen aufaehört haben, so sprechen die radikalen Mitglieder des mvanischen Verfas sunzs-Konvent? doch noch dieHoffnung, aus. daß der Kongreß d Ver. Staaten das Vlatt-Amendement in Wiedererwägung ziehen und Cuba völlig: Freiheit geben wird. Die radikale Presse sucht diese Hoffnung so viel wie möglich im Publikum aufrecht zu erhalten und erklärt, daß das Vorgehen des amerikanischen Kongresses dem Einfluß der Trusts zuzuschreiben sei. Das amerikanische Volk sei zu Gunsten der völligen Unabhängigkeit Cuba's. An den Straßenecken und öffentlichen Plätzen sind Plakate angeschlagen folgenden Inhalts: . An das Volk der Vereinigten Staaten. Macht keine Versprechungen, d'
ihr nicht halten könnt und brecht in ? mals ein gegebenes Wort.
George Washington. Dies wird allen Lan'osleuten des großen Amerikaners zur gütigen Beachtung empfohlen." DeWet wieder entkomi.en. L o n d o n . 11. März. Die Times" bringt die folgende Depefche von Aasvogel Kop. datirt vom 9. März: De Wet ist mit 400 Leuten in Eilmärschen nach Norden entkommen. Man glaubt, daß Kroonstadt sein Ziel ist. Vier andere Boerenführer sind noch im sudwestlichen Theil der Orange Niver Kolonie. Jetzt, wo De Wet wieder in seinem eigenen Lande ist, wird es nahezu unmöglich sein, gegen ihn zu operiren. Wird er stark bedrängt, so löst sich sein Kommando auf, um sich nach einigen Taaen wieder zu sammeln. In der
Kapkolonie sind jetzt nur noch einige kleine Bcerentrupps. London. 11. März. Ueber die Verhandlungen zwischen Lord Roberts und General Botha ist weiter nichts Neues bekannt geworden. Die Daily Erpreß" sagt, sie erfahre, daß Lord Kitchener bedingungslose Uebergabe verlangt habe und die Frage der späteren Behandlung der Boeren in London entschieden werden müsse. Es heißt, daß Präsident Krüger durch Herrn Leyds beim stellvertretenden Präsidenten' der südafrikanischen Republik, Schalkburger. um Einzelheiten der Verhandlungen nachgesucht habe. Aus Lorenzo Marquez wird gemeldet. daß ein Herr Martinezen, welcher einen Posten in der Ver. Staaten Armee niedergelegt habe, um bei den Boeren Dienste zu nehmen, mit 103 Boe-ren-Familien nach Lissabon deportirt wurde. Rußland's Plan. L o n d o n. 11. März. ..Es verlautet. daß Rußland die Unterstützung der Mächte haben will, um einen plötzlichen Aufruhr im Balkan zu verhindern", telezraphirt der Wiener Korrespondent der Morning Post". ..Es verlangt," heißt er weiter, ..daß Serbien. Bulgarien und Griechenland ihre Armeen reduziren sollen unter der Bedingung, daß die Mächt: ihnen dk Garantie für ihre Unabhängigkeit geben. Es verlautet, daß die Zustimmung Englands und Oesterreichs schon erlangt ist." Eine Barke gesunken. D o v e r. 11. März. Der Dampfer Pas de Calais", der gestern Abend von hier nach Calais abfuhr und Nothsignale abgab, als er nur zwei Meilen vom Hafen entfernt war. hat im Kanal eine Barke zum Sinken gebracht. Die Besatzung der Bark? wurde aber aerettet. Der Pas de Calais" wurde so stark beschädigt, daß er mit Schleppdampfern nach Dover zurückgebracht , werden mußte. DieBeulenpest inKapstadt. K a p st a d t . 11. März. Der amtliche Bericht über den Fortschritt der Beulenpest besagt, daß 22 Personen von den 102 ei krankten gest?rben sind. Die Duellanten. Brüssel. 11. März. Paul de Cassagnac. ein konservativer Deputirter und Herausgeber von ..L'Autorite" in Paris, kam Sonntag mit Paul Busfet und Augustin Fernaud de Ramel von der französischen Kammer, welcher als zweiter Sekundant Andre Buffet's in seinem Duell mit Paul Deroulede fungiren wird, hier an. G e n u a . 11. März. Paul Deroulede ist hier Sonntag in Begleitung seiner Schwester und Marcel Habert's angekommen. Aus dem Deutschen Reich. B e r l i n . 11. März. Die Wunde des Kaisers Wilhelm heilt schnell, die Anschwellung der Augenlider verschwindet und das Allgemeinbefinden Sr. Majestät ist zufriedenstellend.
as Tageblatt" meldet, Kaiser Wilhelm beabsichtige. Elsaß-Lothringcn einen weiteren Beweis dafür zu liefern, daß die kaiserlich: Regierung dem Lande wohl will, indem er demselben Vertretung im Vundesrath gewährt. Der Unter-Offizier Oliver, der in Gumbinnen Selbstmord begina. hat einen Brief hinterlassen, irr dem er sagt, er habe den Kavallerie-Offizier von Krosigk im Januar d. Js. erschossen, als derselbe seine Schüler in der Reit schule unterrichtet habe. Anti-- jesuitische Studenten Li.Zsabon. IX. März. Nach einer, anti-jesuitischen. Kundgebung seitens der Studirenden des Polytechnikums. drang die Polizei in die, Anstalt ein und machte von: ihren Waffen ausgiebigen Gebrauch. Unter den Vermundeten befinden sich viele Infanteriemin Kavallerie-Kadetten. Die Studenten haben in Bsschlüssen. die an die Deputirtenkammer gerichtet sind, die Polizei angeklagt. Blutiger Regen. Palermo, Sicilien, 11. März. 3eit Samstag Abend hängt eine schwe re rothe Wolke über der Stadt. Der Regen, der jetzt fällt, ähnelt Blutstropfen. Dieses Phänomen, das blutiger Regen- genannt wird, wird auf den Staub aus den Wüsten Afrikas zurückgeführt, der von dem heftigen Südwind herübergetragen wird. R o m . 11. März. Das Phänomen, das von Sicilien gemeldet wird, ist im ganzen südlichen Italien zu beobachten. In Rom ist der Himmel gelb und in Neapel, wo der Himmel roth ist. ist ein Sandregen gefallen. Zu Hause. D u b l i n . 11. März. Der Herzog und die Herzogin von Manchester sind am Sonntag im Tanderago-Schlosse angekommen. Wilhelm an Luitpold. Berlin. 11. März. Kaiser WilHelm hat die nachstehende Depesche an den Prinz-Regenten Luitpold von Bayern, der am 12. März sein 80. Lebensjahr vollendet, gesandt: Mit schmerzlichem Bedauern bin ich gezwungen, an dem Tage, an dem Sie Ihr 80. Lebensjahr vollenden von Ihnen abwesend zu sein, aber im Geiste werde ich mich Ihnen nahe fühlen. Mein ältester Sohn muß mich vertreten. Ich habe ihn ersucht. Ihnen zu sagen, mit welch herzlichem Vergnügen ich mir an diesem Tage Ihre mächtige Gestalt vorstelle und wie ich , mit dem loyalen Bayern und mit dem ganzen Deutschland den prinzlichen Helden grüße, in dem die Güte Gottes uns einen trefflichen Waffengenossen Wil Helms des Großen erhielt und her. wie wir hoffen, uns noch lange in seiner wunderbaren Kraft erhalten bleibt." Prinz Lutpold erwiderte in Ausdrücken des tiefsten Dankes und Bedauerns über das fürchterliche Ereigniß. das der Grund zu der Abwesenheit Ew. Majestät ist." . Gräfin Schliche? freiges p r o ch e n. Berlin. 11. März. Der Prozeß gegen die Gräfin von Schlieher, welcher am Freitag begann, endete am Sonntag früh um halb 3 Uhr mit der Freisprechung der Angeklagten. Diese war beschuldigt worden, ihre Villa in Brand gesteckt zu haben, um das Versicherungsgeld zu bekommen. Die Gräfin wurde auf der Stelle in Freiheit gesetzt. Berliner Börse. Berlin, 11. März. ' Wenn man von der Aktivität in einigen Spezialitäten absieht, so war die Börse letzte Woche sehr ruhig. Canadische Eisen-bahn-Sicherheiten waren ' in - starker Nachfrage. Die Spekulation in Trans-vaal-Zertifikaten wurde lebhaft, als die Gerüchte von Verhandlungen zwischen Lord Kitchener und General Botha nach hier drangen. An der Düsseldorf fer Börse fiel englisches Roheisen um 5 Mark. Die Ankunft von englischen Kohlen führte ein Fallen der Kohlenaktien herbei. Die verschiedenen Cement-Syndi-kate sind in Berlin zusammengetreten und werden eine große Gesellschaft bilden. Trotz der veröffentlichten ungünstigen Berichte haben Sachverständige Zutrauen zu der Geschäftslage und halten den gegenwärtigen Pessimismus für sehr übertrieben. Fast ein Ultimatum. Kingston. Jamaica. 11. März. Die Regierung von Jamaica hat im Auftrage der britischen Regierung einen geharnischten Protesten den Präsidenten von Ecuador gerichtet, worin die Thatsache, daß Tausende von Arbeitern von Jamaica durch Soldaten gezwungen werden, für das McDo-nald-Syndikat an der Eisenbahn von Guayaquill nach Quito zu arbeiten. konstatirt und sofortige Abhilfe verlangt wird. Der Ton des Protests ist so drohend, daß derselbe nahezu einen? Ultimatum aleicbkommt.
Aölcs. Auwcttcr
Herrscht in den MittelStaate,? des Landes.
Zn Chicago wird ein Schaden von S175.000 in zwei Stunden angerichtet. Telephon-, und Telegraphen-Ver-kindilllz gestört. Jn Owcusboro,Ny., sind die Straften unterminirt. Astronom oder Seeoffizier als Direktor der Sternwarte?
Der streit über die Frage ist von Neuem entbrannt.
In Sau FrancKco, Cal., vcrörcuncn drei Menschen uuo 70 Pferde.
Ja New Zgrk wird ein großes Ge, bände eingeäschert. S t u r m e s w ü t h e n. Chicago. 11. März. Chicago erlebte Sonntag Morgen einen der hestigsten Stürme dieses Winters und in den zwei Stunden, als der Wind am schlimmsten. wehte, wurde ein Schaden angerichtet, der auf $175,00) veranschlagt wird. Die Telephon- und Telegrapyen - Gesellschaften haben wohl am Schwersten gelitten. Es sollen 5000 Pfosten umgeweht sein. Im südlichen Wisconsin scheint der Sturm am ärgsten gehaust zu haben. Auf einer kurz:n Strecke an der Milwaukee Bahn waren 500 Pfosten umgeweht. In Chicago selbst wurden viele Bäume en'wurzelt. große Ladenfenster wurden eingedrückt und sonstiger Schaden verursacht. Owensboro. Ky.. 11. März. Ein Wolkenbruch, der Samstag Alend bier niederging, richtete bedeutenden Schaden an. An der Ecke von Main und Davieß Straße brach eine Abzugsröhre und das Straßenpflaster wuro: aufgerissen. An anderen Stellen ist das Pflaster unterminirt und es ist Gefahr vorhanden, daß Gebäude einsiürzen. Die, Gaszufuhr zu einem großen Theil der Stadt war abgeschnitten und die Modenzeitungen konnten erst lange nach Tagesanbruch gedruckt werden. Straßenbahnwagen fahren nicht und wenn auch schon eifrig daran gearbeitet wird, den Schaden zu repariren, so wird dies doch viele Tage in Anspruch nehmen. Fulton. Ky., 11. März. Der fürchterliche Sturm.. der vorig? Nacht über diese Gegend dahinfuhr" verursachte den, meisten Schaden in Clinton und Hickman. In Clinton wurden 20 Negerhütten zerstört und zwei Farbige wurden, schwer verletzt, während eine 'ganze Anzahl Anderer leichte Wunden davontrugen. Ein Theil des Daches des Marion College wurde fortgeweht und die Wasserwerks-Anlage wurde zerstört. Acht Frachtwaggons der Jllinois Ccntral-Bahn wurden von dem Geleise geweht. . , Die Baptisten-Kirche in Hickman wurde ebenfalls zerstört und in Fulton und Hickman Counties ist der Verlust an Eigenthum groß.. LiNle R o ck.Ark.. 11. März. Ein böses Unwetter suchte Samstag Arkansas heim. In Van Buren schlug der Blitz in die Wohnung von James Morrell ein. dessen Frau bewußtlos gemacht wurde, während ein KnZoe auf die Siraße hinausgeschleudert wurde. In Conway wurden von 15 Geschäftshäusern die Dächer abgerissen. Drei Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht und viele Läden wurden überschwemmt. Von Pine Prairie wird gemeldet, daß ein Cyclon großen Schaden angerichtet habe, Eine Knabe? Namens Turner, wurde getödtet. Princeton. Ind.. 11. März. Spät gestern Abend wurde diese Stadt von einem Tornado getroffen. Ein Wohnhaus wurde gänzlich zerstört, mehrere andere wurden arg beschädigt. Auch der Schaden am Courthouse und an der Hochschule ist groß. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Gvänd Rapids. Mich.. 11. März.' Nachrichten aus dem westliben Michigan zufolge hat der mit Ha-ael-'und Schneewetter verbundene Sturm am Sonntag fast den ganzen Telephondienst brach gelegt. In Jo ma z. B. sind die Straßen fast unpassirbar" infolge des Gewirrs von Drähten und 'Pfosten und der der Michigan Telephon Company und der Citizens Telephone Company zugefügte Schaden belauft sich auf mehrere tausend Dollars. In St. Joseph wurde der Bell Telephone Company arger Scha- ( den uaefüat. Durcli Lusammenaera-!
theO der Leitungsdräh'te mit Drahlen der Trolley-Linien brannten 400 Telephone aus und außerdem entstand in dem Gebäude der Bell Telephone Co. ein Feuer, das einen Schaden von $4090 anrichete. Aus Benton Harbor und anderen Städten kommen ähnliche Nachrichten. D a l l a s , Texas. 11. März. Nähere Einzelheiten über den Tornado bei Wills Point vergrößern die Todtmliste nicht. Der Verlust an Eigenthum ist größer als zuerst berichtet. An einer Stelle fielen 1.35 Zoll Regen in 40 Minuten. Die Telephon-Verbindung im ganzen Staate ist wieder hergestellt. Der Sturm vom Samstag Abend war einer der schlimmsten, den das westliche Missouri und das n'ärdliche Kansas diesen Winter gehabt haben. Ein Passagierzug der Missouri Paci-fic-Bahn gerieth . bei Jamestown, 5ia,?.. in eine Schneewehe, iu der er sechs Stunden stecken blieb. Detroit. Mich.. 11. März. In Folge des heutigen Wetters wurden 1000 Telephon-Avparate unbenutzbar. Die Michigan Telephon Company veranschlagt ihren Schaden im Staate auf $20.000. H o u st o n. Te?.. 11. März. Nachrichten aus Wells Point, New Boston. Blossom und anderen Städten trafen
! am Sonntag hier ein und gaben nähe-
re Einzelheiten über den Sturm vom Samstag, ohn: daß sie die bereits gemeldeten Thatsachen wesentlich anderten. Bei Emern wurde ein Mann getödtet. während mehrere andere Leute mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Carrie Nation's Zeitung. T o p e k a . Kansas. 11. März. Die erste Nummer einer von Frau Carrie Nation herausgegebenen Zeitung The Smasher's Mail" ist bemerkenswerth. Es ist ein hübsch ausgestattetes 16sci tiges Blatt i 4 Spalten und hat mehrrere Illustrationen, welche Frau Nation's Heldenthaten als Wirthschafts, zerstärerin verherrlichen. In ihrem Begrüßunzsartikel sagt sie: Ich hab: kein: Entschuldigungen dafür vorzubringen, daß Hick Chiles mein Blatt herauszieht. Christus aß auch mit den Zöllnern und Sündern, um ihnen zu helfen. Das Blatt soll seinen Namen The Smasher's Mail" mit Recht tragen. In seinen Spalten werden alleBriefe. die ich aus dem ganzen Lande und selbst vom Auslande erhalte, veröffentlicht werden. Diejenigen. welche durch die Spalten der Smasher's Mail" etwas zu sagen wünschen, mögen es in Briefform einsenden und kurz fassen, denn Kürze ist die Seele des Witzes." Die erste Seite enthält ein vorzügliches Porträt von Frau Carrie Nation. Die Abtheilungen, unter denen die eingelaufenen Briefe veröffentlicht werden, haben folgende eigenthümliche Bezeichnung: Bri,f? aus Kr Hölle Briefe von ehrlichen Leuten ' Rufe nach Hülfe Briefe in Versen etc. ctc." Astronom oder Offizier? W a s h i n g t o n , D. C., 11. März. Es scheint jetzt, als ob der Trubel in der Marine-Sternwarte doch nicht .nur persönlicher Natur ist. Di: alte Frage, rb ein Marine-Offizie? oder ein Astronom der Warte vorstehen soll, ist wieder auf's Tapet gebracht worden. Die Astronomen m Allgemeinen und auch die Sekretäre wie Tracy und Long haben stets die Ansicht vertreten, daß ein Astronom der Sternwarte vorstehen sollte. Dies ist nicht etwa darauf bcgründet, daß man glaubt, man könn: unter den Marine-Offizieren kein? geeignete Persönlichkeit für den Posten finden, sondern zum großen Theil basirt die Idee auf dem Umstände, daß Marine-Offiziere häufig schnell abkommandirt werden und in einem solchen Falle die Leitung der Warte unterbrochen wird. Leute und Pferde verb r a n n t. Gen Francisco. 11. März. Drei Männer. Charles Whiic. Cyarleö Aoung und R. Jamefvn. und 76 Pferde verbrannten in Morton's Leihstall. m Schiffsnachrichten. Queenstown.il. März. Ab gegangen: Cymric" (von Liverpool) nach New York; Campania- (vcn Liverpool) nach New Jork. Seilly. .10. März. Passirt: Rhein" von New Jork, nach Bremen bestimmt. London, 10. März. Angekommen: ..Marquette" von New York. Antwerpen, 10. März. Angekommen: Friesland" von New Jork. , New York. 10. März.' Angel".: St. Louis", von Southamptcn und Cherbourg; Germanic", von Liverpool und Queenstown; Umbrto", von Liverpool und Queenstown; Hanover", von Bremen; Siberian". von Glasaow.
Der Ohio im Steigen. P i t t s b u r g. Pa., 11. März. Der Ohio hat einen Waj erstand von 15$ Fuß am Damm und ist noch im Steigen begriffen. Etwa eine Million Buschel Kohlen gingen schon nach südlichen Punkten ab und 10.000.000 Büschel mehr werden noch folgen. Manch: Sachverständige glauben daß es HochWasser geben wird, andere wieder sind anderer Ansicht und glauben, daß der Fluß nicht auf mehr als 20 Fuß steigen wird. Netter Bursche. Springfield. Jll.. 11. März. Bundesrichter Seaman hat die Auslieferung von Rev. John S. Reynolds nach Colorado angeordnet. Er soll in Colorado Springs prozessirt werden, wo er sich als stellvertretender Postmeister Unterschlagungen zuSchulden kommen lassen r?ben soll. Reynolds hat soeben einen zweijährigen Straftermin km Ehester Zuchthause wegen Bigamie verbüßt. Er wurde in Chicamaugua verhaftet, wo er dem 5. Illinois Infanterie-Regiment angehörte. Er ließ eine Frau in Colorado im Stich, kam nach hier und heirathete Frl. Jennie Mann von Riverton in diesem County und einige Wochen später verheirathete er sich auch noch mit Frl. Bertha Hörnung. deren Eltern ebenfalls in diesem Countzz ansässig sind. Eifenbahn-Unternehmen. Brunswick. Ga.. 11. März. Die Brunswick & Birmingham Bahngesellschaft hat eine Hypothek aufgenommen und die Knickerbocker Trust Company wird dafür sorgen, daß die Bahn fünfprozentiz: Goldbonds in der Höhe von $0.750.000 verausgaben kann, damit mit dem Erlös die Bahn bis nach Birmingham fertiggestellt werden kann. Meuterei. New I o r k. 10. März. Der britische Dampfer Camperdown" kam Sonntag hier an. Zwölf Mann von der Bemannung lagen in Eisen und wurden in der Church Str. Station untergebracht. Gleichzeitig wurde der britsiche Konsul benachrichtigt, der die Leute am Montag dem Bundeskom missär vorführen lassen wird. Der Dampfer war auf der Fahrt von Cuba nach New Aork an der Küsie von Nord-Carolina auf die Felsen von Kap Lookout aufgelaufen, wurde aber zwei Tage später wieder flott. Als Karitän Smith den Befehl zur Weiterfahrt gab. verweigerten sechs Matrosen und sechs Neger den Gehörsam. Sie wurden darauf in Eisen gelegt. Bankräuber. A r g o n i a. Kas.. 11. März. Del Geldschrank des Bankiers I. H. Springer wurde in der Samstag-Nacht mit Dynamit gesprengt und den Dieben fielen $2600 in Baar und $4000 in registrirten dreiprozentigen Regierungs.Bonds in die Hände. Großfeuer. New g o r k . 11. März. Das an der Willis Avenue stehende Gebäude der New Aork und Hartford Bahngesellschaft, in dem sich die Bureaux der verschiedenen Departements befinden, wurde Sonntag Abend durch Feuer zum Betrage von $250.000 geschädigt. Dreißig Clerks retteten sich nur mit Mühe und Noth ins Freie. G r e e n s b u r g. Pa.. 11. März. Die Fabrik der Standard Glaß Company ist durch Feuer zerstört worden. Der Schaden beträgt $50.000. Entkommen. D e n n i s o n . Ja., 11. März. John Ctovall, der wegen eines frechen Erpreß-Raubes in Anklagezustand versetzt war, ist aus dem hiesigen Eefängniß entkommen. Stovall war angeklagt, bei dem Diebstahl eines viele tausend Dollars enthaltenden Geldsackes von einem Zuge betheiligt gewesen zu sein. Posträuber in Toledo.' Toledo. 11. März. Sechs maskirt: Räuber holten sich Werkzeag uus einer Schmiede und sprengten später den Geldschrank in dem Postamt in West Toledo, wo sie $700 erbeuteten.
Verweigert den Orden. Berlin. 11. März. In Hoskreisen verlautet, daß Lord Roberts dem Kaiser Wilhelm den Schwarzen AdlerOrden, der ihm vom Kaiser bei dessen Anwesenheit in England verliehen wurde, mit Dank zurückgeschickt hat, nachdem er gesehen hatte, wie unfreundlich die deutsche Presse die Ordensverleihung aufnahm. Revolte in Algier. Tlemchen. Algier. 11. März. Die marokkanischen Stämme in der Nähe des französischen Territoriums sind in Heller Revolution begriffen und man hat um Verstärkungen gebeten. CZT Weitere Depeschen auf Vette 6.
