Indiana Tribüne, Volume 24, Number 171, Indianapolis, Marion County, 9 March 1901 — Page 7

Jndiana Tridune, 0. März lUOl

tiBUUOtaim

gGlljls-MWeisil

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INDIANAPOLIS,

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nueruehre.

(Ein Sionan ci: betn Passeier von M. von Ccrfccn.

(Fortscung und Schluß.) Einnner Stich, der duich seinen ganzen Äorper fuhr, und die WirklichZeit war da Immer ncch athmete die Cenz. Zwischen ihren halbgeöffneten Lippen blitzten die Zähne. Mehr und mehr verloi ihr Antlitz das Frauenhafte und glich einem zarten, unschuldigen Kindergesicht. Die Annamaiia saß im Lehnstuhl und wiegte das Kleine. Mittag! Warum habt Ihr mich mt geweckt? Nur sechs Stund' noch, dann dann is meine Zeit abglaufcn. " Welche Zeit?" fragte streng die eise Frrm. Euer Platz is da. ich ttiißt' nit. nem Ihr schuldig seid. Euer sterbendes Weib alloan z' lassen!" Das versteht Ihr nit", gab er scharf zurück. Die arme Kranke N?üßt's. wenn sie erwachen that' ich hab' mein Wort verpfändet."

Ist Eure Saq , murmelte verallich die Frau. Gott sei davor, daß ich die Fingerl thu' in andere Leu:' ihre Angelegenheiten."

Sie. nahm einen Aosenlranz uno oe-gann'-laut zu beten. Nach einer Weile untersagte der Paule es ihr in heftigen Worten. Er meinte in der That, die Sonne

-sich 'bewegen zu sehen. . .

In einem Anfall erdrückender Herzensanast vackte er den schlaff herab-

'hängenden Arm der Cenz und schrie

ihren Warnen. Vergebens. 5tc tiefer die Schatten sanken. lt

kühler das Sonnenlicht ward, je mehr

die leuchtende Kugel dem Berg sich naberte. binter dem sie untertaucken fall.

U, desto wilder klopften alle Pulse w

dem Korper des Mannes. Er mußte gehen und konnte nicht! Noch zwei Stunden noch eine. Jetzt entfärbte sich das Gebirg! D'.e weise Frau klapperte hörbar r.a drn Stricknadeln. Cenz!" Keine Antwort. Jetzt is die Zeit, wo die JUanrrc gern sterben", sagte die weise Frau grausam und geheimnißvoll. um Sonnenuntergang. Schaut sie is so bleich wie der Schnee dort oben." Sechs rasche, dünne Schlage dn zcschnitzten Wanduhr. Der Paule fuhr zusammen. D letzte Minute, die ihm gegönnt. Die weise Frau aber beugte sich hernieder auf die Brust der Cer:z nrJD lauschte. . . Ihm dünkte es eine Ewigke'ü. Endlich hob sie deu grauen Kopf. ie lebt noch. Aber " Fort muß ich!" schrie der ?ci&. Fort! Auf lang! Weckt sie! Aufwachtt soll's! Nur a einzige Minus!" Ging er jetzt nicht, so war seine Frist abgelaufen, ebe er Meran er-

: reifte.

Und sein Wort. . .! -Was ist ein Wort zu dieser Stat wo der Meister über menschlich Neben und Versprechen an der 2bür s!e?t.

der Tod, der schweigt?

iaias ist em gebrochene Wort grgen ein-gebrocbenes Leben? .er Vaule verbara sein (tiA sri

der stillen Brust der Schlafenden und

.lampsie emen yarlen Kamps. Es war ja alles ein teuflisch Spiel, -ein Nichts! Sein Weib allein sterben lassen um die Ehre. Denn seine Ehre hatte er derpfän'det. Mochte sie dahingehen, er blieb! Sein Kind wimmerte leise auf den

j 'Armen der Annamaria!

Er hielt sich die Ohren zu, er konnl' kes. nicht hören, jetzt nicht. Halb sieden Da rang er tief und zitternd ncch Athem. Schift mir morgen früah einen Vuam nach Meran aufö Gerickit luit einer Botschaft " Die weise Frau verlor mit nein Male dii ruhige Sicherheit u.xi) steril ihn voll Entsetzen an. Auf's Gericht. . ." Und will's Gott daß mein liebes Weib noch amal aufwacht so sagt's ihr, ich sei bei ihr geblieben, bis jetzt und ich lass' sie grüßen der irdische Richter würd' nur eine milde Strafen über mich verhängen aber " Er konnte nicht vollenden. Im Kreise sah er sich um und preßte die geballie Faust auf seine Brust. Die weise Frau forschte vergeblich nach des Räthsels Lösung. Der Klausenhofbauer vor Gericht. . .! Als sie von dem ersten Schrecken sich erholt, war er fort. Die Cenz schlief ruhig weiter. In dem kleinen Kanzleizimmer deS Gerichtsgebäudes zu Meran brannte trotz der späten Stunde noch Licht. An dem gewaltigen Schreibtische saß einsam der blonde Doctor Raminger. Ganz Beamter heute. Lon Zeit zu Zeit blickte er auf d:e trr 4. & p jr . W

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111"

Allmählich wurde er unruhig, seine Stirn legte'sich in Falten, seine Nasenslügel bebten. Ein steigender Unwille wurde Her? über seinen sonst so gerühmten Gleichmuth. Ein Narr war ich!. Ein Narr! Immer dasselbe. . . Einer wie der andere. Zehn Minuten nach der Zeit. " Er gerieth in Conflict mit seinem Gewissen. Kam der Bauer nicht wieder, wie konnte er's vor seinem Vorgesetzten, seinen Collegen, ja vor sich selbst verantworten? Er konnte ihn durch das Bürger meisteramt St. Martin verhaften lassen. Aber dann wurde seine Nachgiebig keit und Schwäche, seine That der Menschlichkeit offenbar und das konnte für ih sehr, sehr unangenehm werden Fünfzehn Minuten nach der Zeit. Jdwlistj Thor! Was ist ein solches Wort aus solchem Munde werth! Er lachte bitter. Es sollte ihm zur Lehre dienen. Mit dnn Buche in der Hand hatte er die Chcmcen" des jungen Bauern herausgeklügelt. Auf Selbstanzeige ohne Zeugen und noch dazu unter diesen Nebenumständen das denkbar mildeste Strafmaß war ihm gewiß, wenn er überhaukÄ gestraft wurde. Am klügsten, er hätte den Mund gehalten! Er halte aus Nothwehr gehandett. -um der Ehre willen

Zwanzig Minuten. So lange der Doctor auch gewartct, jeden Nerv angespannt, als es nrm wirklich klopfte, sprang er vom Stuhle, wie von einer Natter gestoch,n. Sein Erste! war, daß er sich schämte. . . Der Bauer Hütte sein Wort gehalten. Freilich eine wandelnde Leiche, ein Schwerkranker stand vor ihm, die Augen so unheimlich blau umrändert.

die Backenknochen spitz und geröDa bin-im. Herr. . Und Euer Weib. . Der Paule schüttelte stumm den Zopf. In einer weiteren halben Stunde war alles geschehen. Der freie Bauer war nicht mehr frei. Noch 'einmal hatte der freundliche Älonde ihn getröstet und durchblicken lassen, daß'seine Sache keineswegs eine 'choffnungslose sei. Das könne er aus seiner Promis her versichern. Aber der .Paule hörte ihn, nur mit halbem Ohre. Mus lag, ihm daran, und ob sie ihn oüf .immer zwischen diesen furchtbaren Mauern ließen! Alles das schwand in ein Nichts 'für ihn. verrauchte wie eine Wolke vor dem Unalück, daß sein Weib ihm starb. So .lange hatte er geglaubt, das Unglück mit sich zu führen. Jetzt erst kam es wirklich in seiner ernsten und cheiligen Größe und besiegte den Menschen, der mit ihm ringen wollte. . Diese eine Nacht des Zweifels und frfrs Bangens diese eine Nacht des .5cuieens und 'der Thränen und doch deö Erstarkens sie bedeutete tausendfältige Sühne für alles Unrecht, ds.erje einem Menscher, zufügen konnte. In dieser ewen Nacht wurde er erst ein Mann. Wie innerhalb von Millionen Iahien .'Länder und Berge, Wasser und WälAer .ihr Bild ändern, vorrücken, weichen, so änderte sich in dieser inen Nacht des Paule ganze Natur. Umwälzungen. . . Es mußte zur Frühmesse läuten. Ihm war, als höre er eine .tiefe Glocke und dann ein Glöcklein mit silbernen Tönen. Die Eenz ist todt! Jetzt is sie g'sto:ben!" dachte .der Paule. Er verharrte regungslos, er wagte nicht, sich zu rühren. Er stand unter dem Tanne eines Geheimnisses. Niemand brachte ihm Botschaft. In seinem Herzen hai,te er sie begraben. Da, am dritten Tage seiner Haft, wurde ihm mitgetheilt, daß ein Büb von St. Martin ihn zu sprechen verlangt habe. Viel lorte habe er nicht gemacht; aber er, der Schließer, habe sie doch für ihn auf ein Stückl Papier geschrieben, gerad' so, wie der Bub sie gesprochei! Denn ihm kämen sie curios vor. Sie is todt!" sagte der Paule starr. Ich brauch' das nit zu lesen ich weiß. " Es dauerte lange, bis er las. Dann legte er still den Zettel ni:der. und über sein Gesicht ging ein Glänzen. Auf dem Zettel stand: Die Cenz läßt grüßen und der Buab auch. Sie lebt und ist fröhlich. Jetzt kann sie nimmer sterben. Denn sie muß auf den Paule warten, alle Tag. bis er heimkommt Eine neue Kraft strömte durch die Adern des Mannes, dieselbe Krast, die sein Weib am Leben erhalten und die ihn einst in Schuld an sie geschmiedet, die alt war und wieder neu wurde, die.?aft des Willens, den die Liebe geboren. Durch sie hatte er sein Weib und seine Ehr'. .(Ende.)

Die Strmldkönigitt.

er;

'on Otto F c l s i n 5.

(Fortsetzung.) Das allere Fräulein Tönnies hät'te ihm, als er das Thema von der Wichtigkeit seiner Stellung auch jetzt wieder anschlug, schon zum dritten Male an diesem Tage, wirklich am liebsten ins Gesicht gesagt: Sie sind ja ein ganz eingebildeter Narr. Aber sie lächelte ihm freundlich zu, füllte sogar aus ihrer Rothweinflasche das schon lange leere Glas der verehrten Frau Geheimrath" randvoll und lenkte dabei das Gespräch auf ein ihr interessantes Thema zurück. Sagen Sie doch, flüsterte sie, Sie kennen gewiß auch die schöne" Frau Mira von Retzlaff? Sie ist ja auch ans Berlin, und. . . . Ein knatternder Tonnerschlag schnitt ihr das Wort ab, ein Heller, knallender Krach, der das Haus vom Dache bis zu den Steinstufen des Eingangs erzittern ließ. Und in daS knatternde Gellen hinein ertönte ein vielfacher Schrei aus dem Munde der meist entsetzt von den Stühlen emporfahrenden Damen. Es hat eingeschlagen! rief ein junges Mädchen angstvoll. Jawohl! erwiderte Herr Löwe mit gravitätischer Handbewegung, ich hab's auch gesehen: ins Meer! Wir

sind sicher: ich habe dafür gesorgt, meine Damen, daß Blitzableiter auf's Haus kamen, schon als noch nicht einmal der Dachstuhl drauf war! Nur Rübe und Fassunq, meine Damen, ich

garantire für Ihre Sicherheit! Er

machte dabei ein Gesicht, als wollte er

saoen: nicht wahr, ich bin eben wieder

einmal der Retter der menschlichen G?-

sellschaft!

Alberner Hansnarr! brummte Herr Lothar Berger währenddessen ärger-

lich; denn noch m?hr als durch den

Donnerschlag und durch das ietzt star

ker und stärker in den Saal hinein-

dringende Heulen des sturmgepeitschten Reaens und das Brausen des er-

regten Meeres war die Aufmerksamkeit der Damen Tönnies durch die weithin schallenden Worte des Raub-

thiers" von ihm abgelenkt worden, ge-

rade als er em recht schönes, spitziaes

Bonmot über die schöne Mira" auf

der Zunge hatte! Und nun war ihm

obendrein das noch ganz und gar ent

fallen! Solch ein Wichtigthuer von

Grunder!

Aber schnell glätteten sich Herrn

Veraers 3u. denn die Damen scküt

testen jetzt freundlich der über diese Sitte höchlichst verwunderten Frau Geheimrath und ihm selber die Hand,

wie es drüben auch Herr Waldern,

Herr Löwe, der Baron und die schone

Mittr gleich allen sonst einander be

kannten Herrschaften bei der nun all-

gemeinen Aufhebung der Tafel thaten, und die ältere der beiden Schwestern Tönnies sagte: Nicht wahr, meine Verehrungswürdigsten, wir nehmen

doch zusammen im kleinen blauen Sa

Irrn den Kaffee, und Sie erzählen uns

noch einiges von Ihren interessanten

Personal-Ersahrunaen, Her? Geheim

rath r.atürlich nur soweit, cj nicht etwa Amtsgeheimnisse in Frag? kommen! Ach, was muß das für ein Vergnügen sein, von. jedem Menschen, den

man trifft, zu wissen, was in seinen

Personalakten Gravirendes steht!

Herr Lothar Berger hütete sich, ihr zu sagen, daß nur die Polizei solche

Personalakten führe. Er machte ge-

schmeichelt eme Verbeugung, du el

gentlich ein Zusammenknicken war.

vergrub dann sein schmales Kinn tn die breite schwarze Binde zwischen den

beiden Spitzen des Vatermörders

und folgte den voranschreitenden beiden Damen in den blauen Salon,

seine Frau sehr würdevoll am Arm führend und zur Seite das etwas ausgeblaßt aussehende neunzehnjährige Töchterchen", deren Gesundheit wegen man diesmal hatte ins Seebad gehen müssen,während man sonst wohl nach Italien oder in die Lofoten gegangen wäre". Während die übrige Tischgesellschaft sich theils im Speisesaal, theils in dem kleinen Salon an die Fenster stellte und aus den jetzt grauweißen, nassen Strand wie in die brüllenden, schwarzgrauen, aber bis in die weite Ferne mit - seltsam weißleuchtenden Schaumkämmen bekrönten Wogen blickte, holte der Architekt sein Skizzenbuch herbei und zeigte dem Baron wie der schönen Mira ein schon ziemlich weit vorgeschrittenes Aquarellbild. Es stellte die Strandkönigin" dar,

I wie die Kurgäste von Santien scherz.r 1 ..... c 1 . . r jr . rv;rjt.axj.i.

yaslernxii.e Die iciajc iersiocyier Mieke Claßen nannten, die wegen ihrer ungemein stattlichen Figur, wie ih 1er stolzen, herben Schönheit schon oftmals von bedeutenden Künstlern abconterfeit worden war. Sie hatte dem auch als Aquarellisten sehr begabten Waldern zu diesem Bilde gesessen; es wäre aber, meinte er jetzt, eine Heidenarbeit gewesen, sie zu veranlassen, zu diesem Zweck die höchst merkwürdige, nur an Festtagen zu sehende KirchtagStracht" der Mönchguterinnen anzulegen. Und gar die ganz sonderbar gestaltete Brautkrone aufzusetzen, dazu wäre sie überhaupt nicht zu kriegen gewesen; sie hätte 'sich mit einer Äidmschaftlichkeit gegen seine Bitte gewehrt,, die ganz seltsam zu ihrer sonstigen berühmten königlichen Gelassenheit" contrastirt hätte, mit einer solchen Leidenschaftlichkeit, dak

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er die Ueberzeugung gewonnen hätte,

dan dahinter was stecke ein Dorf-

und Strand-Roman von Liebe und

Untreue!

Scbon als er begonnen hatte, über

das Original seines Bildes zu Plandern. hatten sich fast alle in dem kleinen Salon anwesenden Damen zu

einem Kreise um ihn geschlossen, in dem nun das Aquarell. Mieke Claßen als Braut mit der Krone, von Hand zu Hand ging und höchlich bewundert wurde. Nur die beiden Damen Tönni:s und die beiden Damen Geheimraths". welche alle vier nicht zu der Gesellschaft da drüben" gehörten, blieben an dem kleinen Sofatische der Rückwand des blauen Salons sitzen, ärgerten sich darüber, daß der ungalante Baumeister, der sich immer als großer Maler aufspielte, wenn keine Kenner dabei waren", sie nicht auffordette, auch mit heranzutreten, und musterten nun, bis die bestellte Schale Melange kommen würde, sehr aufmerksam und ganz unverhohlen daö kostbare, unleugbar geschmackvolle, allerdings recht auffällige Kostüm der Frau Mira. Sie fanden in wortloser Uebereinstimmung, daß es eine wahre Sünde und Schande sei, waö diese Modepuppe für eine Unmenge Geld in die Confectionsgeschäfte rage". Endlich brach das ältere Fräulein Tönnies dies beredteSchwei gen mit der Bemerkung, daß die schone" (!) Frau Mira sich aufdonnere wie , na, man weiß schon was für Damen". Und ihre jüngere Schwester fügte hinzu: Eine Putzdocke ist sie, die ihren Mann bald ruinirt haben wird! Ihren Mann? wiederholte der Geheimrath hinter der vorgehaltenen magern Hand, damit nicht das unschuldige Töchterchen" etwas davon höre und sich am Ende Gedanken darüber mache; ihren Mann? wiederholte er noch einmal, als ihn Fräulein Tönnies wenig verständnißvoll anblickte. Wieso? fragte die Dame unsicher; ist denn Frau von Retzlaff etwa schon Wittwe? Von Retzlaff? fragte der Geheimrath bissig lächelnd im Flüstertone zu-

rück. Na ja wie man's nehmen will: eine von Retzlaff Geschiedene ist die .schöne Frau Mira", mein verehrtestes. gnädiges Fräulein! Sie hat sich von ihm scheiden lassen, als er voriges Jahr so ziemlich sein ganzes Vermögen bei einer geradezu wahnsinnigen Getreidespekulation verlor sie hat ihn dazu gezwungen, mit einzustimmen in ihren Scheidungsgrund: unüberwindliche Abneigung bei kin derloser Ehe! DaZ von" ist bloß Großthuerei des Herrn Löwe, der außer dem Baron Varnow zu seinem Leidwesen immer noch keine echten Ad!ig?n im Strandhotel hat. Sie hat sich von ihm scheiden lassen? fragten die schnell näherrückenden beiden Damen Tönnies einstimmig. Das wundert Sie, meine Damen ? meinte Frau Geheimrath Verger. Eine Frau wie sie kann eben keinen bankerotten Mann brauchen, sie muß einen reichen haben! Sonst paßten ja der Brotvertheurer und die Verschwenderin ganz herrlch zusammen! Ein würdiges Paar! Na, und nun? Jttzt hat sie keinen Mann und verschwendet ihr eigenes Vermögen . . . oder. . . . ? fragte das ältere Fräulein Tönnies, etwas Pikantes witternd, mit förmlich vor Gier zuckenden Livven. (Fortsetzuna solat.)

Von seinem Standpunkt. Baue: (das erste Automobil sehend, zu seinem Sohn): Sift. Sepp, alle Tag' werden's elender, die Stadtfeze. jetzt können's schon so a Radl nit mehr ertreten und müssen Dampf dazu nehmen!" Erkannter Urlaubsgründ. Enkel (Einjährig - Freiwilliger): Großmama, ich habe soeben einen achttägigen Urlaub lxkommen." Großmama: Aha, gewiß bin ich wi:der 'mal a:storben!"

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