Indiana Tribüne, Volume 24, Number 171, Indianapolis, Marion County, 9 March 1901 — Page 5
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Jndicma Tribüne. Z). März 1901.
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Zlor-den Eeschworenen. ?on ?!'.'g-s:e Crc7.?r. Il7l Tageblatt der PrOvinzialhauptstadt stand unter den Tzesneuigkeiten folgere asse?rieger.de .Notiz: !?:r aui- sich:? Quelle erfahren, Hut der allseits Hoi5gea?te.tc, einer vielversprechenden Zukunft entgezengehcndc LandarichlZrath, Staatönmalt Tr. Friedrich Thcrn, der sich unlängst rnit der liebenswürdigen Tcchter unsercs hochgeschätzten Bürgerrneisters verlcbtc. auf seine Stclle verzichtet und
ist aus de-n Staatsdienste getreten.
rinnen der nkbiiastcn Serie gab; an-
I gklsidcrt ten feiner Brutalität und erj grimint übr die tausendfachen Denlü' , tbigungeu. rnit denen ihr Mann daZ ! Weib in ihr unter die Füße trat hat j sie, als er ihr ein Kreuzchen entreißen ! wcllte, das sie als einziges Andenken an bessere Zeiten noch besaß, sich gegen diesen Raub gesträubt und hat, da er noch rohe? auf sie eindrang und ihr dabei cynisch gestand, wozu er den Erlös ! des Kreuzchens verwenden wolle, mit ! dem Messer, das sie unglücklicherweise, ! eben in der Hand hielt, nach ihm gestoI ßen.
lt verlautet, beabsichtigt Dr. Thorn. I Das war eine entsetzliche 5)andlng; ' ' 1 J 1 ' , , . -.t. IV - 1
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sich der Advokatur zuzuwenden. Tie
Gründe dieses sensationellen Entschluffes sind uns nicht bekannt." Und in der Gerichtssaalrubrik derselben Nummer stand: Der Fall Baumann wird Ende des künftigen MoTlats vor die Geschworenen kommen. Wie bekannt, hat die seit aK Jahren 'mit dem 5cutscher Karl Baumann in 'schlechter Ehe lebend Kntharina Baumann anläßlich eines häuslichen Zwistes ihren Mann durch einen Messer stich schwer verwundet." Hatte die erstere Notiz in den vt nlhmeren Kreisen der Stadt schon vnmöge der socialen Position Thorn beszreifliches Auf,ser)en hervorgerufen, fo vermochte der andere Bericht sckon ob der Einfachher: des Falles kew besonderes Interesse zu erregen. Und dennoch es Toar kaum ein Msrnrt verstrichen 'bethätigte sich in den Kreisen der vornehmen Gesellschaft ein großes Jutcresse gerade für diesen Fall. und daZ 'tarn batyx, weil cr als geistreicher irnb schneidiger Redner bekannte 2horn Mcn dem für die Baumann bestellten ex offo" - Bertteter die Bertheidiyung der Angeklagten übernommen hatte. Man konnte sich nickt erklären, welche Umstände 'Thorn veranlaßt aben mochten, gerade in diesem fo Nar liegenden FaAe zu debutirer:. Und nur ein ganz Neiner 5lreis Eingeweihter wußte, da zwischen demJnha?te der oben erwähnten Zeitungsnctizm ein inniger Eausalnexus be-steh-e. Der Tag der Gerichtsverhandlung war gekommen. Die Gallerie war überfüllt. Man beschäftigte sich weniyer mit der unsympathisch erscheinenöen Angeklagten., als mit Dr. Thorn. Me er bleicd ist!" Warum zittern seine Hände?" Er hat Lampenfieber!" So hieß es da und dort im Saale.
"Und es war wirklich auffallend, daß
der sonst so sicher und elegant auftre-
'ten Mann. d?r ja hier durchaus nicht ' fremd war. ob seines Rollenwechsels in
eine so sichtliche Erregung gerathen konnte. Und noch Jemand im Saale war mächtig 'bewegt. Es war eine junge Dame, 'die einen Ecksitz der Gal-
lerie einnahm. Sie konnte dem hüb-
schen, stattlichen Dr. Thorn gerad in's Gesicht sehen. Es war nicht bleicher als das ihrige, und auch ihreHände bebten. Da merkte der ältliche, vornehm aussehende Mann, der neben ihr saß, und deshalb beugte er sich zu ihr und sagte leise: Irene, wenn es zu diel für Dich ist. so gehen wir bei Zeiten." Sie aber schüttelte den Kopf und antwortete: ein. Vater, wir bleiben. Ich will dabei sein." Die so mitein-and-er sprachen, waren der Bürgermcisie? und seine Tochter. Thorns Braut. Die Berhandlung hat den gewöhnlichcn Verlauf genommen und naht ihrem Ende. Der Ankläger und der Vertheidiger, der schon nach den ersten Worten die -vollkommenste Ruhe wie dergewonnen, hatten ihren Standpunkt gekennzeichnet. Und nachdem Thorn in der Duplik alle Milderungsgründe in's Treffen geführt er hatte Katharina Baumann als treue, langmüthigc Gattin, als entbehrende fleißige Hausfrau. als gute Mutter geschildert fuhr er. sich gegen die Plätze der Geschworenen wendend, seine Gründe zusammenfassend, fort: Meine Herren Geschworenen! Ja.
Katharina Baumann hat die That be-
-gangen, deren man sie zeiht und deren .sie auch geständig ist. Katharina Baumann steht auch nicht zum ersten Mal vor Gericht. Es haftet schon, wie wir hörten, der MaM einer Verurteilung an ihr. Ein Diebsiahl belastet ihre Vergangenheit. Sie hat bei einem Trödler einen alten Kindermantel gestöhlen, um ihr schwerkrankes SöhnS. 11. 4 rrr ,
ii,cn ijamu vor oer inlerialle zu schützen, nicht auf der Straße, nein, das Kind war ja schon zu krank, um in's Freie gebracht werden zu können, sondern um dem sterbenden Kinde im eisigen Zimmer ein wenig Wärme zu verschaffen. Für diese rrotzige Verzweiflungsthat einer Mutter hat sie schon gebüßt. W.rd sie fürdie trotzige Äerzweiflungsthat der Gattin auch nach außen hin büßen müsien. wie sie schon innerlich, seit sie wieder zu sich gekommen ist, schmerzensvolle Buße dafür thut? Wird, kann, darf Ihr Spruch, meine Herren Geschworenen, dieses unglückliche Weib noch elender machen, als es ohnehin schon seit Langem ist? Oder werden Ihre Herzen mitsprechen, laut und warm wenn
Sie darüber berathen werden, wie Ka-
tharina Baumann s That zu beurtheilen ist? Verbittert und bis in's innerste Mark hinein gereizt von dem langwährenden Jammer ihrer Existenz und derjenigen ihrer noch z.artezz .Kinder angeekelt boir den Lastern ihns Mannes , dem üstcrrdt.-:2tnli sucht und dem anderen Lastn,' daö - der Llngerlagtert schon-fo viekeebenbuhlr''
I c , r. . ir-i.Tij.- -s v: oaiu ,
, ul'ci iiui ic cuiC9UUyCi, uja sie jiviip j mehr ist, zu welcher Jeder von uns sich verstehen würd:, wenn er einer wüthen- ' den Bestie gegenüber in die Lage käme, sich zu wehren? Es war eine keines- , Wegs von der Ueberlegung geleitete. ! nein, es war eine blinde Kraft, die sich ' in diesem Messerstoße äußerte. Es war ' eine Kraft, wie die des Orkanes eine i ist. der Schiffstolosse in das Meer bohrt und der Städte wegfegt. Es war
eine Kraft, wie die des Blitzes eine ist.
welcher aus der mit Elektricität geladenen Wolke niedersahrt. Dieser Messerstoß war ein Elementarereianiß! Leugnen Sie' es. meine Herren Geschworenen. wenn Sie können! ' Und können Sie es leugnen, da Jeder von Ihnen schon Augenblicke er-
! lebte, in denen, seine erregten Nerven
' viel mehr i reden halten, als alles - Andere? Daß es, Augenblicke gibt, in j denen auch ein zum Guten geschulter ! Wille ohnmächtig wird, weil da Blut i sinnverwirrend zu sieden beginnt, i weil Haß oder Liebe, diese zwei Moj toren unserer Handlungen, urplötzlich j riesenstark in uns geworden sind? i Katharina Baumann's Seele ist sich : in jener unseligen Sekunde all des Leides. all der Schmach bewußt geworden. welche der Mann, der ihr Beschützer sein sollte, und ihr Peiniger geworden. in ihr. aufgehäuft hatte, und da wuchs ' zu seinem und zu ihrem Schaden ihr gerechtfertigter Haß zum Riesen an. ; und der heb ihren Arm und der ! zwang sie. zuzustoßen!" Thorn hielt ein. Seine ernsten Augen richteten sich auf die Angeklagte, , die. ihr Gesicht in den Händen verbor- ! gen. schluchzte. Und durch den dicht- ! gefüllten Zuschauerraum ging ein tiej fes Athemholen, das in den Reihen der
Geschworenen ein Echo fand. Thorn hub wieder rm zu reden. Wir sehen heute eine Angeklagte hier, welche, wie so viele andereFrauen, auch ein Opfer der socialen Verhält-
niffe und das Opfer zweier Männer ! wurde, die ihr ein feindliches Geschick
aus :yren Weg fuyrte. 'icht Katrarina Baumann sollte in, diesem Processe die Ärtklagebank einnehmen; nicht sie sollte cnif dieser Armensünder-Bank heute in Leid und Angst und Scham vergehen, 'nein! Jene zwei Männer erhörten non Rechts tvegen auf den Platz, den irrtümlicherweise sie einnimmt. Von Nzrem Manne rede ich, der ih? das Leben zum Ekel und zur Hölle machte, dessen Niedrigkeit auch sie erniedrigte, und dessen an ihr begangene Verbrechen auch sie zur Verbrecherin machten. Aber" Dr. Thorn's
Stimme "wurde heiser, als er langsa
mer als bisher weiter sprach, aber dvn Karl Baumann, der sie hassen lehrte, rede -ich nicht mehr. Ich rede von dem Anderen, der sie die Liebe gelehrt, jene Liebe, welche das Verderben ?mes Weibes ist .. Es trat bei dieser Stille eine kleine Unterbrechung ein. Die Angeklagte batte schon ine Weile her den Kopf erhoben und ihre Augen auf ihren Verlbeidiger gerichtet. Ihr Athem ging schnell und ihr hageres Gesicht drückte große Spannung aus. Bei Thorn's letzten Worten erhob sie sicb jäh von ihrem Sitze, streckte mit der unsicheren Geberde einer Träumenden die Arme vor und sank dann aufschluchzend wieder auf die Bank, wo sie. völlig in sich zusammenkriechend, die Hände vor's Gesicht schlug. Der ganze Saal schaute auf dieBau-
mann und sah dann auf ihren Vertheidiger. der sein wieder sehr bleich gewordenes Gesicht tief gebeugt hielt und fortfuhr: Ich sprach von jenem Manne, der sie die Liebe gelehrt, der die Angeklagte zart und lieblich, rein und gut kannte, von Dem, der gethan, was viele Tausend junge, ehrenhafte Männer auch gethan hatten, thun und thun werden; ich rede von Dem. der, seinem Temperamente folgend, das harmlose, vertrauende, arme Mädchen aus demVolke zuerst auf den Weg des Leichtsinns führte, auf diesen Weg. der so reizend und gefahrlos erscheint und fast immer in der breiten Straße der Lastercaftigkeit, der völligenErniedrigung mündet. Ich rede von dem .leichtsinnigen Stu-
denten, der Katharina Baumann verführte und sie. dann es ist das so üblich in der . Gesellschaft verließ. Er hatte sich allerdings keinen anderen Vorwurf zu machen, als den, daß cr ihr die Achtung vor sich selber zerbrochen, und er bedachte damals nicht, daß er ihr damit den einzigen Schutz nahm, welchen Mädchen, haben, denen nicht immer eine Gesellschafterin auf die fersen tritt. , Ein verführtes Mädchen ist ein entwertheteS Mädchen, . das ist auch eines der ungerechten Vorurtheile der Gesellschaft es kann kew'e Anfprüche. mehr machen- es' muß froh sein, wen tk überhaupt noch an den Mann kommt, gleichgiltia?nxlcher Qualität dn Mann'ift Die Angeklagte hat na. türlich die e'rsiebestc Hand ergriffen,
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die sich ihr entgegenstreckte, um sich zum Altar führen zu lassen, vor dem sie für ihr eigenes Empfinden die Ehre wiederfand, mit der jener Student, gleichwie mit ihrer Liebe, sein frevelHaftes Spiel getrieben hatte. Die zwei eigentlich Schuldigen, entziehen sich meine Herren Geschworenen Ihrer Judicatur. Sie sind auch nicht angeNagt, denn kein Gesetzesparagraph vermöchte dies zu thun; aber bedenkenSie, daß ü b e r der Bestimmung desStrafgesetzes, gegen . welche die Angeklagte sich vergangen hat. sowie über allen Paragraphen, die man in Bücher gezwängt hat. das herrliche, hohe Gesetz der wa?men Menschlichkeit steht, und daß diesesGeseSie zwingen muß. die Angeklagte freizusprechen. ..." Thorn war zu Ende. Er sah nicht das träumerische Lächeln, das dem verhärmten Antlitz der Angeklagten alles Harte nahm und sah nicht, wie sie das Kreuzchen, das ihr am Halse hing, an die Lippen preßte, und er hörte nicht, den rauschenden Beifall, der den Saal' durchbrauste. Eine Viertelstunde später wurde der Wahrspruch der Geschworenen verkündet. Katharina Baumann war mit neun gegen drei Stimmen von dem ihr zur Last gelegen Verbrechen freigefprochen. Habe ich denn wirklich noch ine Braut?" sagte Doctcr Thorn. Irenen tief in die Augen blickend, als er mit ihr und ihrem Vater heimfuhr, nachdem er sich so schneU als möglich den dielen Glückwünschen der Herren vom Barreau über seine glänzende erste Vertheidigung entzogen hatte. Da sagte
Irene, froh lachelno: Friedrich, ich bin stolz auf Dich! Und sein künftiger Schwiegervater druckte ihm kräftig die
Hand und sagte:
Mein lieber Thorn, Sie werden
Nicht leicht wieder bei einer Vertbeidl
güng den Geschworenen mit solch einer
Sensation zu Leibe rucken können; aber ein alänzenoer Vertheidiger und auter
Mensch werden Sie immer sein, und
darum kann sich meine Tochter glucklich
schätzen!" -
-Ja," sagre nter Thränen lächelnd
Irene, und die Baumann und ihre
kleinen Mädchen die beschütze von
nun an ich.
. Aerkrach-trst die Ehester-
lown Äuuoina 6z oan A oc. in
Ehestertown. Md. Die Verbindlichleiten beziffern , sich auf $120,000, während die Aktiva nicht mehr als
$55,000 betragen. Das Defizit ist durch Veruntreuungen des früheren
Finanzsekretars des Bauvereins, Har
ry Ricken entstanden. Vor Kurzem
beging er Selbstmord, und dann erst wurde ei Kassenrevision angeordnet, die einen Fehlbetrag von $40.000. ergab. Das gestohlene Geld soll er im Aörsenspiel verloren haben. Ricken war zugleich Kassirer der dortigen Nationalbauk, soll aber in der BankKasse kein Defizit hinterlassen haben. Voretwa 5 Jahren starb in Williamsport. Pa.. Alonzo Whiteman und bei seinem Hinsch:iden hofften seine Hinterbliebenen, in den Besitz eines großen Vermögens zu kommen. Allein sie sahen sich getäuscht, denn nirgendwo war Geld oder Geldeswerth zu finden. Trotzdem waren sie der Ueberzeugung, daß Whiteman sein Vermögen irgendwo versteckt haben müßte, und dies war auch der Fall, denn als Ehas. Whiteman. der Sohn des Ver storbenen sich neulich im Dachzimmer zu schaffen machte, fand er in einer Nifche einen altenKoffer, welcher $40.000 Werth Regierungsbonds erhielt, welche der alte Whiteman dort aufbewahrt hatte. In Chippewa Falls. Wiö., scheint der famose Medlenka wieder-
erstanden zu sein: Der Mann hat es sich zur Aufgabe gemacht, die schöne Deutsche sprach zu Erhalten", und gibt deshalb eine deutsche" Zeitung heraus. Hier ein Pröbchen seines Deutsch: Hab sie schon Gesehen unser neues zeutung Deutsches? Sehr Gutes zeitung und kostet nur ein Einziaes dollar per jähr, jedes Deutsche
Hausvater und auch hasmutter sollte auf Das zeitung Deutsches abonir, damit das schöne Deutsche sprach nicht geht aus. Es kein sprach wie das deutsche gibt so voll Romanen, Kultur und Musikfreund ' es ist gehofft, daß sich alle deutsches Diss CountyS die-
ses. wink Merkm- werdcn. - In Politik ist das znwng. DepUblikamsche und
.sftt t rthnrtirtinrt stHTeifMt ffrn.
WY vmwm chen. .:Damit ö kann Erhalten die chöne Deutsche Iprack. . - ' '.. l " . ".. .c,j i ,4 " . : ' .
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