Indiana Tribüne, Volume 24, Number 169, Indianapolis, Marion County, 7 March 1901 — Page 2

Jndiana Tribüne. 7. MKrz 1901.

Paul F. Schmidt, D. D. S. Zahnarzt, Zimmer 5, Odd Fellows Halle, ES: Penn, und Wash. gn. IndianavoliS.

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Adolph Frey, OI4 "(M R'fk,) ; Mary FaMIc, Translator, Corresponfiont etc, fio. 970 West Walnut Tftka BUk tix. Qz. .

Madrid, im Februzr. Nicht wit von Madrid, Hart an Ui belebten Landstraße, die nach dem viel besuchten Ausflugsorte Carabanchel führt, liegt, im dunklen Grün einiger Gartenanlagen trstecU, das sögenannte Reformhaus für jugcndüche Sünder", welches sich unter der Leitung einiger Kapuzinermönche befindet. nun dort eine moderne Anstalt aus rothen Ziegelsteinen, mit endlosen Schlafsälen, weißgetünchten Wänden und sorgsamen einander gereihten Betten, mit geräumigen Refectorien, also eine der üblichen ofsiciellen Wohlthätigkeitsanstalten, zu finden glaubt, der dürste eine große Enttäuschung erleden. Nichts, aber auch gar nichts davon finden wir im bekannten Correccional de Santa Rita" der Kapuzinermönche. Im Hintergrunde eines großen Garienö, in dem wir übrigens mehr Awiebelpslanzen und Maisstauden als Jruchtbäume und Blumen finden, siehen einige einfache Baulichkeiten. Im Garten laufen halbwüchsige Burschen herum, von denen die kleiner 'plen und die größeren sich mit Zz :ten beschäftigen. Andere wiede.' si auf Bänken und schauen eifrig in ein Buch Wahrscheinlich sollen sie lernen. Hm und wieder sehen wir auch einen der Mönche, welcher bald bei n.em der Knaben Halt macht, ihm beim Umgraden der Erde zu helfen, bald einen der Lernenden unterweist, bald freundlich zu einem der kleineren spricht. Ja, wer das gesehen, der hat eigentlich Alles im Reformhause gesehen, und doch hat er nichts gesehen, denn das wirklich Bedeutsame, daL Erzieherische für die jungen, auf Irrwege gerathenen Gemüther bleibt dem Besucher verborgen. Kaum betritt ein neuer Zögling an der Hand des verzweifelten Vaters, oder gar von einem Gendarm begleitet, die Anstalt, so wird n in eine Zelle gebracht und aufgefordert, seine oft dandyhaften Kleider gegen ein gelbes, sackartiges Gewand zu vertauschen. Dadurch bleibt ihm eine, oft beschämende, körperlicke Untersuchung auf Geld. Waffen oder andere verbotene Gegenstände erspart, zugleich erleidet aber seine Eitelkeit, die Ux vielen der Zöglinge eine der Hauptursachen der schlechten Führung war, den ersten Haiten Schlag. Mit wie viel Thränen, mit wie viel Jammer oder Trotz wird nicht gegen diesen Costümwechsel protestirt; doch unerbittlich schließt sich die Thüre hinter den jungen Sündern, und sie bleiben für kurze Zeit sich selbst und ihrem Gewissen überlassen. Unterdessen versucht nun der Director der Anstalt möglichst genaue Auskunft über das Vorleben des neu Angekommenen zu erhalten, wägt das Gute und Böse in seinem Charakter ab und faßt dann seinen Plan zur Erziehung. Der Taugenichts wird aufgefordert, Beete umzugraben. Bäume zu beschneiden, Kartoffeln aufzunehmen, während andere junge Leute, die dielleicht Schlimmeres verschuldet und ihr ganzes Leben in leerer Prahlerei und höhZer Eitelkeit sahen, auf den DüngerHaufen geschickt werden und dort arbeiten müssen. Nach wenigen Tagen verlangen die Meisten ein Buch zum Lesen oder zum Lernen. Das ist sicher; jedoch müssen sie sich einige Tagc oder Wochen bereits tadellos geführt haben, ehe ihnen so hohe Gunst, die die Zöglinge erst jetzt richtig schätzen lernen, gewährt wird. Was dürfen nun die Zöglinge in der Anstalt Alles nicht thun? Was gilt als Verstoß gegen die Regeln? Alles!" würden wohl die Knaben antworten, und sie würden vielleicht Recht haben. Als Vergehen gilt schon, im Speisesaal einen begehrenden Blick nach dem Teller seines Nachbars zu werfen oder gar im Studirsaal den Kopf zu wenden, beim ersten Glockenzeichen am Morgen nicht aus dem Bett zu springen und einem Kameraden heimliche Zeichen zu machen. Alles das sind schwere Sünden im Correctionshause! Und alle diese Nichtigkeiten müssen ja auch als schwere Verstöße geahndet werden, gilt es doch in erster Linie, störrische, verdorbene Charaktere zu brechen, haltlofen Leichtsinn zu corrigiren und junge Leute zu erziehen, denen alles Böse, alle Unordnung, vielleicht sogar das wirkliche Verbrechen natürlich erschien. Nicht etwa, daß die Zöglinge rauh behandelt würden, nur pedantisch und doch wieder individuell, ihrem Chara!tix angemessen. Die Strafe wegen &- nes Vergehens erfolgt niemals äugentlicklich und kann durch spätere gute Führung gemildert werden. Die den Meisten so verhaßte gelbe Tracht kann allmälig gegen eine Blouse, ein Paar Beinkleider u. s. w. vertauscht werden, cbii diese Vergünstigungen müssen verdient werden. Am Schlüsse einer jeden Woche wird zuerst Musterung und darauf Abrechrung geilten. Diejenigen Zöglinge, die sich gut geführt haben, erhalten im Verhältnisse zu ihrem Betragen und ihren Fortschritten sogenannte Bons, mit denen sie sich einige Erleichterungen oder Freuden erkaufen können. So kostet z. B. das Rasiren 1 Bon, eine Jacke 2 etc. Der Mutter einen Brief zu schreiben kostet aber schon 15, oder gar einen zu lesen 18. Diejenigen, die sich schlecht geführt haben, mlissen bezahlen, und darin besteht eben die schwerste Strafe: 15 Bons, um die Verzeihung der Eltern anzuflehen 13 andere, um die Antwort zu lesen, die Zweifel an der wirklichen Besserung des üeliebten Sohnes zu hören und

dann wieder eine ganze Woche arbeiten zu müssen, unl vox Neuem die Reue zu betheuern. Dies System stellt hoye Ansprüche an die Gcduld und den guten Willen derZöglinge und wenn dann endlich nach Vonatcn, nach einer so langsamen Correspondenz die Verzeihung der Eltern eintrifft, ja dann ist in den meisten Fällen der söhn auch wirklich gebessert. Wenn nun nicht immer gute Erfolge erzielt werden können, so liegt die Schuld häufig an den Eltern selbst, die ir Kind schon nach den ersten 14 Ta gen als gebessert, trotz aller VorstellunL?n der Mönche, zurück haben wollen und ihm zu früh vergeben. Natürlich gibt es in der Anstalt auch junge Leute, die sich nicht bessern können. weil sie eben unverbesserlich sind. Diese zerreißen ihre Kleider, zerschlagen, was ihnen in den Weg kommt oder versuchcn durch Heuchelei zu betrügen und ihre Kameraden zu verderben. Da nun die Mönch: weder körperlich züchtigcn dürfen noch wollen, so müssen diese Burschen nach wiederholten Arreststrafen als unheilbar entlassen werden, und häufig sind es die Gendarmen, die sie zu weiterer Erziehung in eine staatliche Strafanstalt abführen. Jedoch kommen diese Fälle im Ganzen selten vor. ?

Marat und Makarow.

Eine Tragikomödie der Geschichte könnte man den Vorgang nennen, der seines allgemein menschlichen wie auch historischen Interesses wegen hier mitgetheilt zu werden verdient. Es handelt sich nämlich um die seierliche Aufnahme eines Verwandten des Nevolutionsmannes uno Fürsten der Guillotine Marat in den russischen Unterthanenverband. Jakob Marco heißt oder vielmehr hieß der Gute. Denn mit Stolz nennt er sich von jetzt aö Makarow", und wehe Dem. der es fürderhin wagen würde, ihn an seine französische Herkunft zu erinnern, von deren historischer Bedeutsamkeit der wackere Jakob übrigens erst in allerjüngster Zeit Kunde erhielt. Sein Vater, den das Schicksal von Paris nach Rußland geworfen hatte, war erst Hauslehrer und dann Gärtner in rufsischen Diensten gewesen, seine Mutter war eine Polin. Beide starben viel zu früh für den armen Jakob; erst fünf Jahre alt, war er elternlos geworden und sah sich ganz auf das Mitleid guter Menschen angewiesen. Unb ein guter Mensch fand sich in der Person eines biederen Schankwirthes, der sich des Knaben wie eines Sohnes annahm, ihn im orthodoxen Glauben und allem für einen russischen Unterthanen Wissenswerthen unterrichten ließ und ihm schließlich eine Stelle im Bureau einer Branntweinbrennerei im Dorfe Akulschin. im Laptewsker Krei5. verschaffte. Heute ist der 40jährige Jakob Makarcw- Verwalter in diesem Geschäfte. lebt in glücklicher Ehe mit einer hübschen Russin, die ihm bereits vier Töchter geschenkt hat, trinkt Thee und wahrscheinlich auch sein tücbtigcs Quantum Wodka", singt jeden onntaz mit dröhnendem Basse die Liturgie auf dem Kirchenchore des Dorfes und wird vom Popen als eine Zierde der Kirche" gepriesen. Mit seinem Heimathlande, dessen Sprache er nie verstand und auch niemals verstehen will, verknüpfte ihn bis zur letzten Zeit kein anderes äußeres Band, als ein vom Vater überkommener Wust vergilbter Papiere und diese schenkte er einem sich für solche Wische" interessirenden Journalisten. Und wzs enthielten diese französischen Wische"? Den klaren. deutlichen Nachweis, daß der wackere Branntweinbrennereiverwalter zu Akulschin kein Geringerer ist. als ein Verwandter des berühmten und berüchtigten Tyrannenmörders" Marat und ein Urenkel eines der wüthendsten Jakobiner, eines gewissen Jacques Marco, der ni Juli 1794 seinem Herrn und Meister Rcbespierre auf das Blutgerüst gefolgt war! ..Um Gotteswillen!" beschwor der über diese Eröffnung entsetzte Ja!ob'Makarow" den Mann der Presse sagen Sie ksinem Menschen etwas davon, daß ich von einem Mörderund Räubergeschlechte abstamme, verbrenr.en Sie diese Papiere!" Aber der Inhalt der Papiere war denn doch zu interessant, als daß man sie hätte den Flammen überantworten können. Ganz bescndcrS interessant ist aber de? letzte Vn:f . des obengenannten Jacques Marco, gerichtet an seine Frau am Vorabende der Hinrichtung: Gerne lege ich mein Haupt auf den Block": schrieb der unentwegte" Revolution mann; tröstet mich doch der Gedanke, daß meine Enkel als sreie Bürger de: großen Republik leben werden. . Und nun hat sein Urenkel, auch ein Jccc'ues Mavco". in der von Gläubigen und Neugierigen überfüllten Dorfkirche zu Akulschin in die .Hände des Popen das Gelübde der Treue gegen den Selbherrscher aller Reussen abgelegt, und, vor Freude und Rührung weinend, dem Priester die Worte nachgesprochen: Treue bis zum Tode, nicht schonend meines Lebens, noch des letzten Tropfen Blutes Treue dem Zaren. . .!"

Die schwarze Kunst in 5Ytn.

Nachts drangen Diebe in das Haus des Kaufmanns Juleö Bracq in Maubeuge, brachen denGeldschrank aus und stahlen 80.000 Francs in baarem Geld und Werthpapiere.

Die Buchdruckcrkunst gehört zu den Erfindungen, deren Borrang sich die Chinesen nicht abstreiten lassen wollen. Nun hat allerdings ein Grobschmied, Namens Pisching. bereits um das Jahr 1000. also beinahe fünf Jahrhunderte vor Gutenberg, bewegliche Typen aus Porzellan hergestellt, die er mit einem Gemenge von Wachs. Harz und Leim auf einer Unterlage befestigte. Doch die Chinesen wußten nichts Rechtes mit der Erfindung anzufangen. Bei ihrem auf das Praktische gerichteten Sinn sahen sie deren Zweckmäßigkeit zwar sehr wohl ein, aber sie waren außer Stande, die dem Verfahren anhaftenden Mängel abzustellen, ohne daß sich die Druckkosten bedeutend erhöhten. So blieb es bei der bisherigen Methode, mit ganzen Holztafeln zu drucken. Nur der5laiser Kanghi ließ im siebenzehnten Jahrhundert 250,(X)0 Typen aus Kupfer anfertigen, womit Versügungen und Bekanntmachungen der Regie rung gedruckt wurden. Diese Sachen sind von den Chinesen wegen der gro ßen Schönheit ihres Druckes jetzt sehr geschätzt und kerden als Seltenheiten theuer von ihnen bezahlt, weil die be treffenden kupfernen Typen nicht lange in Gebrauch waren. Denn die Nachfolger Kanghi's ließen sie allmälig einschmelzen, wenn sie in Geldverlegenheit geriethen. Der Druck mit ganzen Holzplatten ist von den Chinesen nach weislich schon um das Jahr 600 angewandt worden, also mehr als acht Jahrhunderte eher als in Europa, wo er um 1430 begann. Bis zum heutigen Tage ist dieses Verfahren im gan Itn Reiche der Mitte herrschend geblieden, mit Ausnahme von einigen größeren Vertragshäsen, wo bewegliche chinesische Typen benutzt werden. Wir haden hier also wieder einmal die sich in der Geschichte der Civilisation dieses alten Reiches so oft wiederholende Erscheinung: eine frühzeitige, dem Abendlande oft unendlich weit voraneilende, bedeutende Erfindung, die dann aber nicht ordentlich ausgenutzt wird. Der Satz einer Seite läßt sich leicht beschreiben. Man malt die zu druckenden Schriftzeichen mit Schreibpinsel und Tusche auf ein ganz dünnes Stück Papier, das man dann mit der beschriebenen, Seite nach unten auf eine geglättete Platte aus Holz von Birn- oder Pflaumenbäumen klebt. Wenn das Papier trocken geworden, wird es angefeuchtet und vorsichtig abgerieben. Dann schneidet man mit kleinen, scharfen Messern und Meißeln alles Holz um die übertragenen Schriftzeichen und zwischen deren Strichen einen bis zwei Millimeter tief aus. Die Zeichen sind nun also in Relief. Sie werden gleichmäßig mit chinesischer Druckerschwärze angefeuchtet, wobei man eine weiche Bürste benutzt. Dann legt der Drucker einen Bogen Papier auf die Platte und streicht mit einer trockenen Bürste rasch mehrmals leicht darüber hin. Damit ist der Druck fertig. Der ganze Vorgang ist einfach ge.ug, erwidert aber trotzdem nicht geringe Geschicklichkeit. Die Druckerschwärze besteht gewöhnlich aus Ruß, gemischt mit einem Pflanzenöl oder auch nur mit Wasser, worin man Reis gekocht hat. Die Drucker stellen sich ihre Schwärze selbst her. Weil das Papier durchweg dünn ist. wird immer nur eine Seite bedruckt, ebenso wie das bei dem Holzplattendruck in Europa anfänglich der Fall war. Die Bücher haben niemals Einbände, sondern man heftet sie nur so zusammen wie Flugschriften. Es ist demnach klar, daß sich dicke Bände von s:lbst verbieten. Eine Anzahl von Vändchen, die zusammen gehören, bewahrt man meistens in einem Umschlage von starker Pappe auf. woran in sinnreicher Weise mit Stiften und Oesen ein einfacher Verschluß angebracht ist. Wohlhabende Leute legen werthvolle Werke vft in Kästen von Holz, die sie sich eigens dafür machen lassen. Der Anfang eines Buches ist da, wo sich in unseren Büchern die letzte Seite befindet. Die Schriftlichen werden von oben nach unten und weiter von rechts nach links gelesen. Eine Platte aus gutem Holz gibt etwa 10.000 brauchbare Abdrücke; dann werden die Schriftzeichen ausgefeilt, worauf sie w-eitere 10.000 Abdrücke liefern. Die Nachtheile des Plattendruckes liegen auf der Hand. Die Platten für umfangreiche Werke nehmen sehr viel Platz weg. Verbesscrungcn und Veränderunp lassen sich nur mit großer Mühe und mit vielen Kosten darin anbringen. Auch können die kleineren leicht verlegt oder verloren werden. In Süd-China endlich ist immer dieGefahr da, daß die gefräßigen Termiten die Platten verderben. Trotz alledem werden die Chinesen dieses Verfahren wohl noch für geraume Zeit fast überall beibehalten, weil sie wenig zu Neuerungen geneigt sind und weil ihnen auch oft tv. Mittel fehlen, sich die Maschinen zu kaufen, die für den Druck mit beweglichen Typen nöthig sind. Es ist in erster Linie den Anstrengungen der Missionäre zu danken, daß die fortgesetzten Bemühungen guten chinesischen Druck mit beweglichen Typen herzustellen, endlich von Erfolg gekrönt waren. Jetzt wird in manchen VertragShäfcn fo gedruckt. D chinesischen Zeitungen' könnten ohne dieses Hilfsmittel einfach gar nicht bestehen. Den Schein deS Kunstverständ, mjjes erwecken viele durch ungünstige Kritik.

Täglicher Marktkcricht. Viehmarkt. Indianapolis Union Vichhöfe, 7. März. N indv ieb. Auserlesene bis prioia Stiere, L50 Psd. m. . aufwärts 55.00 5.D0 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.50 5.00 Auserlesene bis prima Stiere N50 bis 1300 Psd 4.40 5.00 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.10 4.60 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 3.85 4.40 Gute bis gewählte Rinder. 3.75 4.35 Mittlere bis gute Rinder. 3.35 3.60 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 3.25 Gute bis gewählte Kühe.. 3.60 4.00 Mittlere bis gute Kühe.. L.00 3.50 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.75 2.75 Kälber 5.50 7.00 Schwere Kälber 3.00 5.00 Prima bis fancy Export Bullen 3.60 4 25 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.60 3.85 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.50 3.C0 Gute Kühe mit Kalb 530 40 GcwöhnlicheKuhe mit Kalb 15 2! Schweine. Gute bis gewählte, mittlere und schwere 56.60 5 65 Gemischte. schw.Packing 5.55 5.C0 Gute bis gewählte leichte 5.55 5.60 Gewöhnliche leichte 5.50 5.55 Pigs 4.80 5.50 Roughs 5.00 5.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.00 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.50 4.50 Gute bis gewählte Schafe 3.50 4.00 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 3.25 Stockcrs 2.25 3.00 Böcke, per 100 Pfd 2.50 3.25 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas 52.50 per Dutzend. Citronen, 53.00 für 3G0. Aevfel, 51.50-54 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische Lc per Pfund. Kolusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. CranbcrricS 52.75 per Bushel Crate Orangen, 52.5053.25 per Box. Erdbeeren 45c per Quart. Rhubarb 30 10c per Dutzend. Alte Gemüse'. Kraut, 51.25 per 100. Zwiebeln, Spanische 52.00 per Crate; rothe Globe 51.25 per Bushel ; weiße Globe 53.50 per Faß. Kartoffeln. 81.45 ver ftafc: vrima

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Bufhel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey 53.00 per Faß. Virginia 52.75. Cclery, 40-65c per Vuncb. Weiße Rüben 90c per Faß. Rhnbarb 30 0c per Duzend. Reue Gemüse. Blumenkohl 51.50 per Dutzend , Schallots per Dutzend Bunches 45c Tomatoes Crate von G Körbchen 54 Radieschen per Dhd. Bunöcs 50c Salat 12c per Pfund; Kopfsalat 54.3054.50 per Faß Spinat, 40c per Dnhcnd Bunches. Rothe Rüben 40c per Dtz. Bunches Kehl 51.75 per Faß Qyster Plani-25c für 2 Dtz. Bunches Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6z-7c; hiesige Stiere 7-7Zc; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 6Zc-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfun 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6$c; Stier Vordcrvicrtcl 7c; Stier Hintcrvtcrtel 9c; Rind Hintcrvicrtel 8c; Rind Vor dcrviertcl 6jc; Kuh Vordcrvicrtel 5ic; Kuh Hintcrvicrtel 7c. Frisches Kalbfleisch Kä!ber9c; Hin tcrvicrtcl 13c; Vordcrviertcl 8c. Frisches Schasflcisch Lämmer per Psd. Lc; Schafe 7c; Schenkel 10:; Racls, kurz. 16c. Frisches Schweinefleisch. LoinS 8Zc94'c ; Cottagc Schinken 7Sc ; gchäu. tetc Schultern 7-Jc, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 18c; Spare Ribö 7c ; - Tail Bones (Seränchertes Fleisch. Suo.ar Cured Schinken Erste Ouali tät: 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12-10 Pfund llüc; Zweite Qualität 20-18 Pfund 10c; 15 Pfund 10fc; 12 Pfund lljc; 10 Pfund lljc. Kalifornische Schinken 6 bis 8 Pfund 8jc; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 14c; gewählter Sugar Cured 6-7 Pfund im Durchschnitt 13c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 11c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 11c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 11c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 12?; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12'. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 9jc; KlareSeiten, 30 bis 40 Psd. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9Zc; Klare Bellies,25bis30Pfd.,9ßc; 18 bis 22 Pfd., 9c; 14 bis 16 Pfd., 10c; Klare Rücken, 20 bi 25 Pfd., Sie;. Rücken 12 bis 16 Pfd., 91c; Klare Rücken 6 bis 9 M.,9Zc.

Schultern, Engl. Cured 1 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Nfund 8c Gepöckcltes Schweinefleisch, Knochen, loses Fancy Pig 519.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Sbcrt Elcar15.00: Aumrf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Stinken, reg. Sets, llc; Außenseiten 10-.:; Innen seiten 13c; Knöchel 13c. Schmalz, in Tierces, 1. QualltLt.' 0:; 2. Qualität 9c; 3. Qualität8jc. Würste, Geräucherte Branurs: 8c Frankfurter 7Zc; Wiencrsucst 7Zr; Knackwurst 7c; Bologna in Därri ezc,;n Tuch 6c

Fische, Austern nnd Mldpret. Händler.Preiie: Elams Little Nccks 7öc per 10i. - Hummern 25c per Pfund. Shrimps 51.25 per Gallone. Austern BesteBaltimore odcrStand. ards, 51.00 per Gallone; beste Baltitimore Selects, 51.10 per Gallone; Nen York Counts, 51.00 per Hundert; Nev York Culls. 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. & Co. Seleet, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See.Fische. Knochenlose bäringe Lc; Haringe 6c; Perch 5c; Weißfisch 9jc; See Forellen 9jc; Red Snapper 8c; Kennebec Hechte 15c; Blaufische 10c Halibut 15c; Stockfisch 8c; haddock 8c; Catsisch 10c; No.1 Pickerel 10c; No.2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 16c. Getreide. Weizen-No. 2 rother 76c auf den Geleisen, 7c von der Mühle ; No.2 rother 72-74c; Februar 76c auf den Geleisen; Wagcnweizen 76c. Korn-No. 1 weiß 40)c; No. 2 weiß 40Zc; No. 3 weiß 40 c; No. 4 weiß 36-38c; No. 2 weiß gemischt 39jc; No. 3 weiß gemischt 39$:; No. 4 weiß gemischt 354-37Zc; No. 2 gelb 39c; No. 3 gelb 394c; No. 4 eelö 35-37c; No. 2 gemischt 39jc: No. 3 gemischt 39ic; No. 4 gemiscbt 35-37; an Kolben 37c. Hafer-No. 2 weißer 281c; No. 3 weißer 27jc; No. 2 gemischter 2Cc; No. 3 gemischter 25c Heu-altes No. 1 Timothy 12.5013.00 No. 2 Timothy 11.00-12.C0, Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packcten: Anosa 512.25, Lion 12.25, Jersey 12.25, Caracas 11.75, Dillworth', 12.25 Dutch Java Blcnd 16.50, Mail Pouch 12.25, Gates Blcnded Java 12.25.

Grocerics. Zucker Dominoes 6.42c; Stückzucker 6.42c; pulversirtcr 6.02c; 3tX36 pulverifirter 6.07c; Standard granülirter 5.92c; seiner granülirter 5.92c; CubeS 6.17c; Confectioners'A 5.72c; Ridge wood A 5.52c; Phönix A 5.12c; Empire A 5.42c; Ideal Extra Golden C 5.37c; Windfor Extra C 5.72c; Ridgewood extra C 5.17c; gelber C 5.27 ; 16 gelber 5.07. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund. $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., 52-2.25; Seconds 3 Pfund 51.50 51.65; Pie 51.-lO-l.50; AnanaS, Standard, 2 Pfund, 51.65-1.90; See onds. 3 Pfund, 51.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, 51; Bahama Ananas 51.90-2.25; Gesiebte Erbfen 51.10-51.75; frühe Juni 51-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatocs, 3 Pfund, 90c-51.00;Zucker. korn 80c 51.40; Apfelbuttcr, per Dutzend, 3 Pfund, 95c.

Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 10c Eier, 13c per Dutzend. Hühner 7c; Turkcys : jungcHähne IC Pfund und darüber 6c ; junge Kennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5U ; alte Hähne 44c; Culls und Klumbrüslige Ijc ; Enten 6c: Gänse ü.40-6.00.

, 5! äse. Engros Blrkauftprcise, Jmportirtek Schwcizcrkäse 27c per Pfund; cinhei Mischer Schwcizerläse 17c; Wisconsin Etcam Käse 10c-12c; New York Cheddars 13c; einheimischer Limbrrgcr 13c; Brick 1-lc. Kohlen. tev:.t X Zsnm Anthracit? $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winisrcde 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.16 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Stack..... 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. 52.75 pe, 25 Bushel.. 51-50 per 12z Bushel. Zerkleinerter Cot 13: PerBu. $3.25 per 25 33. 51.75 ver 12? Bu.