Indiana Tribüne, Volume 24, Number 168, Indianapolis, Marion County, 6 March 1901 — Page 7

Jndiana Tridnn?. G. März lUOl.

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JNDMBUPOUS,

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Bnnerttehre. Ein Roman aus dem Passeier von M. von Oerkcn.

(Fortsetzung.)

Für wen sein's dann?" platzte cr heraus. Für mein K?ind und dem Paule sein's." Sakerdixi!" Der Mair stieß in der Hast die Tasse uin und begann zu schnaufen vor Aufregung. Und das sagst nur gerad' aso! Und das hört rna ron andere! Salei-dizi!-Acn andern!" sprach sie mit gerur.zelten Brauen. Ich will nichts von ihnen. In Ruah sollen's mi lassen." No! No! Ich vermuth', der Paule wird jetzt Vernunft annehmen und nun endlich einsehen, daß sein Platz bei Weib und Kind daheim ist. Das ;anze Dorf macht die Goschen auf. Hm" cr räusperte sich und nahm 'einen Schluck geschrieben hast es ihm doch?" Die Thränen stiegen dem jungen Wcibe in die Augen. Der Vater weiß, daß der Paul! sich hat binden müssen auf den Sommer. Er kann nit fort, und Zch will nit. daß er sein Wort bricht. Ich will ihm aber das Herz nit schwer machen no und so überrasch ich ihn hlt auf den Winter. " Ihre Stimme verlor sich in Flüstcrn. Wie quälten die Menschen si.'! Was ging sie die Leute an? Sie konnte ihnen doch nicht sagen, daß sie ihr; ganze Hoffnung auf das kleine Wesen gesetzt, das den Vater retten sollte auö seinem Elend. . . Sie . wollte es ihm entgegentragen und sprechen: Paule, da ist Dein Kind meinst jetzt noch, der lieb: Herrgott h&d' Dir nit verziehen?" Bis zu dieser Stunde wollte sie ihr Geheimniß vor ihm hüten. Und nun grisfen die plumpen Finger der Leute in ihre Seele. Verructt bist", schalt der Vater, und ich schäm' mich für Dich. Muaß ma nit denken. Du und der Paule seid im Zorn .ruseinandergegangen? Na. na, meine Liebe. Der Ruf meiner Tochter ist mein Ruf, und ich kann's entbehre?, 'daß die Mander über uns lachen. Der Paule war von jeher ein 'Narr! Und Du schreibst, wie's steht, .ode? ich schreib ihm selber!" Der Vater kann mich nit zwin.gen." Die Adiess'n. Gieb mir nur die Adress'n. Das andere besorg' alsdann ich", keuchte der Mair. Er kannte sich nicht mehr vor Aer--ger. Das Lächeln der verschmitzten Gesichte? im .Dorfe war ihm zu Kopf gestiegen, wie-ein schlechter Wein. Aber die 'Cenz. die bis heute nie--Tuendem, auch ühicrn Vater nickt, die Adresse ihres Mannes mitgetheilt, becbachtete ein trotziges, und bedeutungsvolles Schweigen.' .Cenz!" .öater" Aus is mit meiner Geduld!" SeiFaust fiel schmetternd auf den Tisch. Warum verbirgt sich der Trcpf. der nit f!rr ein Heller Schneid hat? Warum bringt er sein junq:s Weib ins Gered'? Soll ich Dir's saflf? Ich?" Sag's der Vaters sprach die Cenz. Weil weil -",er erhob sich, mi bläulicher Stirn tv-iler a schlecht'S wissn hat. ,. ..!" Ein geisterhaftes Lächeln husch!? über ihre Züge. Sie mute sich an :inem Stuhle halten. Sein Gewissen ist nit Eure Sach'. UNd auch nit die vom Dorf!" Meinst Da könnten undere doch anders drüber denken. M hat j2 Frieden z' Halten. Aber wann 's einer so treibt. ün Weib allein .fassn in der Zeit!" Er spuckte aus .und sch:1tt zu: Thür. Mein Tochtcrmann, wann xr it wär! A Bua, der nit raast. a Feigling, am Tag', wo man 's si:ht -und bei der Nacht? Raubzeug gieb:", das nur bei Nacht auf Raub ausgeht Cenz. bct a Vaterunser an dem Ander! sein Todtenbrett." Ihre Sinne drohten sie zu verlassen. Doch bückte sie den Wüthenden fest an. Mehr als einmal hab' ich's than. Den Todten soll ma nur Gutes nachreden. Ich bet 'für seine elendige Seel'. . ." Ha, ha! Du hast es nöthig. Und so viel weißt: Entweder der Paule kommt heim, oder ich tret' mit keinem Fuß über Deine Schwell'. . . meine Tochter das Dorfg'spött, sell lönnt' mir gerad' noch fehl'n!" Er stülpte den Hut auf den Kovf und ging mit kurzem, finsteren Gruße. Die Cenz schloß ab hinter ihm und setzte sich dann auf den alten Lehnstuhl in der Fensterecke. Sie lächelte bitter in ihrer Einsamkeit und Verlassenheit. Alle sielen ab von ihr, und die Flucherfüllung ließ nicht auf sich warten. Konnte sie eZ vor dem Kinde derantworten, daß sie seinem Vater dereinst in ibrrr Liebesleidenscbaft ze-

sagt: Schweige! Ich spreche Dich frei von Sünde." Seit sie an das Kind dachte, belainen viele Dinge ein anderes Gesicht. Doch sie lernte alles ertragen. d:.i unverhohlenen Spott, das neugierige Mitleid der einen, die offenbare Mißachtung der andern. Sie kniete in der Kirche neben einem Taufbecken, das die Jahreszahl 1500 trug. Das Murmeln hinter ihr stört: sie nicht. Ein Weib, von seinem Manne rcrlassen! Wie brannten die Wangen der stclzcn Cenz. wie tief war sie doch gcdemüthigt! Und wie stolz schritt sie doch durch die Reihen, reicher als alle. Diese Kirchgänge versäumte sie nie. Allmählich schwand der Sommer dahin, eine graue Regenzeit war über das Passeier Thal hereingebrochen. Das Todtenbrettl des Ander! h.-ltte viel von seinen leuchtenden Farben eingebüßt. Im Klausenhof wartete ein bleickes Weib auf den Herbst, und di: närrische Annamaria lächelte den ganzen Tag. Vor einer roh gezimmerten W!e?e saß, sie, die zwar einstweilen noch leer, aber schön bunt bemalt war mit zwei brennenden Herzen und dem heiligen J. II. S. Sie fang Wiegenlieder. .. Die Nächte wurden lang. Rai.h: Winde hausten rerderdenbringend :.v.i Thal von Passeier. W:nn gegen den Tod kein Kraut zewachsen ist. . . für das Vergessen ist erst recht keines gewachsen. Das mußte der Paule an sich selt erfahren. Die harte Arbeit in dem ungewohn ten Klima hatte ihn zwar tüchtiz z'cmmgcrissen". ratte ihm das Fleisch von den Gliedern schwinden lassen und ihm Furchen in sein junges Gesicht g:graben. . . aber vergessen hatte sie ihn nicht gelehrt, und so machte er em E7.d? und schnürte sein Bündel, nachdem sein Vertrag mit dem Schweizer Baucrn abgelaufen war. Die Nachrichten von daheim waren nur spärlich eingetroffen. Was sollte ein einsames Weib, dessen Tage gleichmäßig dahinflössen, auch viel schreiben? Jung, wie sie war, hing ihr Herz vielleicht an einem andern nun wollte er sie überrasshen und . so die Wirkung sein Ueberraschung auf sie beobachten. Je näher er den heimischen Bergen kam. desto herbei ward sein Sinn. Er hatte nicht gefunden, was er in der Fremde gesucht. Wäre er todt, wahrhaftig am besten wär's! Für ihn irnd für sie. Ein schleichendes Fieber schleppte er von den Gestaden des blauen Luganer Sees mit, von den Hügelwellen mit ihren erschlaffenden Frühlingsdüften von weißblühenden Narzissenfeldern. Jetzt, im Herbst, hatten die Nebel sein Fieber erhöht oder die unbestimmbare Sehnsucht, das .heimliche Ringen. Das rauhe Weben seines Heimathsthales empsinz ihn. ein wohlbekannter Hauch von Schnee und Bergwasser, der stählt und erfrischt. Alle Poren weiteten sich ihm. als er bei Mcran die grünen, rollenden Wogen der Passer durch die Zenoschl?lcht sich wälzen sah wie vor Jah:?n empfand, er auch heute eine innere Verw.indtschaft mit dem starken, wühlend;n. reißenden Strom. . . Der zagende Kleinmuth wich von seiner Seele. Ein unendlicher Durst nach jenem eisklaren Wasser erfaßt? ihn. Sich zu Tode, trinken! Bis es kalt wurde da drinnen! Sich dem Strome einen und zu Gott gehen, wie die Wellen ins Mett. Zu Gott. Und nicht zum Pfarrer. Nicht zum Nichier. An einer Beuge des Bergpfad's bli:b der Paule stehen und blickte mit merkwürdigen Augen in den schäumen den Wirbel. Glitzernde Herbstfäden spannen sich um feine Brust, die Sonne lag wrm auf den braunen Stämmen der kahlcn Bäume. Der Wind kam und ging mit dem Schall ferner Mittagsglocken, die von St. Martin summten dazw'schen. Doch tiefer und herrlicher läuteten i:t Glocken im Grunde. Er lächelte und strich mit der Hand über seine Stirn. Angesichts Kieses Flusses hztte er alles gelitten und die Cenz geliebt. Angesichts der wilden Wasser hatte cr einen Frevler bestraft und Schuld auf sich geladen. Wö.s zögerte er noch. . . Ich komm'", sagte er halblaut. Aber allein komm' ich nit. Barmherziger Gott! Was is g'worden , aus mir!" Im Dorfe begegnete er mehreren wohlbekannten Gesichtern. Den Hut in die Stirn gedrückt, ging er trotzig vorüber, ohne zu grüßen Wie er gegangen, so kam er. Niemand hatte ihn um ein Jota seiner GeWissenslast erleichtert. Hinter ihm aber. tuschelte es und murmelte tl, kleine Gruppen bildeten sich, und manch' braune Männerwanze entfärbte sich mit Fingern deuteten sie.

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4Schtr allgemein. VlotzUch Vndrungen der Temperatur ,tickel tele Leide des Salsts und der Lunge, wl Hüften, krkältungeu, Vroncöitl, YZrippe und flh, I'I, eiche Leiden e nickt besseres giebt wie

?r. August Sölllg'z Hamburger Brustthee.

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Der Paule suhlte die Augen. Er füblte mit tausend Sinnen. In der Nähe der Kirche traf er den Vauern. der ihn damals um den Roseniranz gebeten. Jessas!" stotterte dieser. Der Paule!" und er wich scheu zur Seite. Wie vor einem gefährlichen Hunde. Da stieg dem jungen Klausenhofbauein das heiße Blut zu Kopfe. Wie vor Zeiten zuckt: it)m in der Faust. Mit einem Griff hatte er den andern an der Schulter. Warum soll ich's nit sein? As laust Ihr vor mir davon, wie vor e!r.c:n Kranken?" ..Ich lauf' nit davon", stottert: :r ?'iuer. Laßt mi aus!" ..Ja. ja", sprach mit einem tiefen Scuf:cr der Paule. Mit dem Sch?:llitten und .Herumschleichen. Ich bin w?h! zur Unzeit kommen ?" Er stockte und blitzte mit funkelnden V!ickcn den Mair an. der urplötzlich wie aus dem Boden gestampft vor ihm ers.ien. Der schwarze Rock, der feierliche Zug in dem fetten Gesicht und rricdcr dies Zurückprallen mußt: es ibn nicht toll und rasend machen, den H.mgekehrten. der sich keiner Schuld

rewußt war?

Keiner Schuld! Grausamer Hohn Keiner solchen, von der Menschen

wußten.

Mair!" stieß er hervor. Bietet mir

'alt koaner Grüß Gott"? Gar Ioan:r

nit?" Schweigen.

Der Paule sah sich um. Zwei, drei

Mander verschwanden eben in de?

Wirthshausthür. Weiberkopie drang tcn sich an den Fensterschreiben.

Langsam verrauchte sein Zrn. Und da der Mair an ihm vorbeistrebte.ohne ein Wort, ohne einen Blick, vertrat r?

ihm den Weg mit vor Entsetzen weüg:

öffneten, starren Augen und zwang

chn zum Verweilen. Mair". sagte er zwischen den Zäh

ncn. Warum bietet Ihr mir nit dik

Hand zum Gruß?

Ein Keuchen entrang sich der Brsi

des alteren Mannes.

Das willst wissen? Weil Du s tM

verdienen thust. . . well Du schlecht t handelt hast. . . darum. . ."

Ah. . .!" Ein kurzes Seufzen. Ein

Um- und Umdrehen aller Gegenstände

nein, er stand fest, der Paule. Irgend etwas war fort. Ihm

zu Muth wie einem Buckligen, dr? plötzlich seines Buckels ledig wird,

oder so leicht war ihm.

Sie wußten alles! Er hatte kein Ge,

heimniß mehr. Seltsam. . . die

Schmach, die der Mair ihm anthat.

schmerzte ihn nicht.

Mair". sprach er sanft, um di: Ehr' ist's geschehen. So wahr Gott

im Himmel mir gnädig sem wird!

Um die Ehr'!" Der Mair lachte

laut und bitter auf. Und Du hast den Muth. Gottes Namen anzurufen? Ein irdisches Gericht giebt's nit für

das, was Du gethan hast, aber der ae

rechte Gott wird Di richten! Er wird

das zunge Blut von Dir fordern, das

Du in der schwersten Stund' alloan

g'lassen hast, das Du für Nichts geachtet hast! Wann's stirbt Du bist schuld! Du Du Mörder .Du!" Der Paule packte den Alten wie wahnsinnig an den Schultern. Um aller Heiligen willen von toem thust Du reden?" Der Mair that einen Blick in die blutunterlaufenen, wilden Auaen. Das fragst auch noch? Koan Th:er wär' so hart, wie Du. Geh und schau, von wem ich red'! Heut srüah is 's versehen worden." Ehe der Paule den Sinn seiner Worte begriffen, schritt, der Mair in dem schwarzen Rock, mit dem feierlichen Gesicht dorfabwärts. Die Sonne funkelte auf dem Neuschnee der Berge. Was war der Todtschlag, am Anderl begangen, gegen diesen Mord. . .? Aber er war doch unschuldig! Der Paule rannte mit sliegendin Athemzügen 'nach Haus. Im Klausenhos glänzten die blanken Fensterscheiben. Er war ein Mörder. Wen. was hatte er gemordet? Nahm eö denn kein End' mit Schuld, an der er schuldlos war? Unachtsam, heftig stieß er die Thür auf. wie ein Sturmwind, der eine schlafende Welt aus dem Traume rüttelt. Cenz!" schrie er so laut, daß die Wände seinen Schrei zurückgaben. Ein ersticktes Stöhnen antwortete ihm. Vor einem weißen Bett aber stand

seine Mutter und reckte wider ihn die Hand aus. Geh'! Geh'! Geh' fort von uns!" Er schob sie gewaltsam bei Seite. . . sie fiel in einen Stuhl. . . ..Cenz!" . Ja ja," flüsterte sie leise. Was ich jetzt a Freud' hab', Paule. . . a Herrgottsfrcud'! Thu die Tücher rom Fensterl, daß die Sonn' eini scheint " Mechanisch gehorchte er. Eine Schwäche durchrieselte seinen KLrper. Er hatte eine Leiche erwartet und eine auf ewig stumme, langgestreckte Form ohne Seele auf dem Lager, wo schon sein Vater aufgebahrt. Die Sonne stand im Zimmer, er ging mühsam, wie ein alter Mann, zurück zu seinem Weibe. Ihr Gesicht erinnerte ihn an durchsichtiges Wachs' die Augen halb gebrochen schrecklich und der furchtbare Ernst auf der Stirn. So verzweifelt starrte er auf sie nieder. Was er am Passeruser gedacht, dessen entsann er sich nun. Ich komm'. Aber nit allein." Langsam sank er auf das Bett, halb knieend. Paule!" Er fuhr zusammen. Cenzi Cenzi!" Is recht, daß Du kemmen bist. Die Andern sein harb auf Di, und Du hast doch koa Schuld nit, weil ich Dir's nit hab' wissen lass'n. Ich hab' halt g'moant, es wird gut so. Aber gut darf's nit werden, denn ich hab' a schwere Schuld auf dem G'wissen." Er biß sich auf die Lippen. Nach einer Weile sagte er: Sei stad. Red' nit. Es thut Dich quälen." Na na. Die Schuld iö. daß ich Dich z'ruckgehalten hab' dazumalen wie Du hast gehen wollen und alles sag'n " Er drückte die Fäuste gegen die Schläfen. Vorbei is vorbei. Ich hab' Dir nie einen Vorwurf gemacht. Du hast keine Schuld. Cenz. Vor Gott sag' ich's: Die Lieb' war schuld." Schau, Paule ihre Stimme verlor sich in Flüstern desweg' muß ich sterben, und desweg' sollst Du hingehen und dem Recht sein'n Lauf lassen. Alsdann wirst Du wieder zufrieden leben in der Welt und schau auch wegen dem Buam " Wegen was für ein'n Buam ?" fragte er erstickt. Er meinte, sie redete irr. Athemlos lauschte er Und draußen rauschte die Passer wie aufgewühlt toc: dem bannenden Licht der Sonne Ich komm' " hatte er gesagt. Gott versucht. O, der strenge, furchtbare Gott ' er nahm das elende Menschlein beim Wort Wegen unserm Buam", sagte sie und hob mit der bleichen, zitterigen Hand ganz, ganz wenig die Decke. Da lag ein winzig braunes Kinderköpfchen. Hab' Dich wollen überraschen", sagte die Cenz. Dann fielen ihr die Augen zu. Der Paule schluchzte laut auf. Seine Mutter erhob sich und drückte sich scheu in einen Winkel, da sie ihn weinen sah. Es war ihr ein unheimlicher und fremder Anblick. 5 5 0 (Fortsetzung folgt.)

G all ant. Dame: Diesen Stoff kann ich nicht nehmen, der ist verschossen." Commis: Wer wird nicht verschossen sein, der Ihnen, nahe kommt., mein Fräulein!" Immer mit der Zeit. Sommerfrischler (zum Bauer): Sie haben wirklich ein prächtigesSchwein!" Bauer: Vielleicht Ansichtskarten davon gefällig?" D i e boshafte Freund i n. Was meinst Du. soll ich im ausgeschnittenen Kleid auf den Ball gehen?" . Nein, thu' daö nicht. Du würdest Dich bis auf die Knochen blamiren!" Kasernenhofblüthe. Unteroffizier: Kerls, wenn ich Stillgestanden" kommandire, müßt Ihr so unbeweglich dastehen, daß die seliae Frau Lot der reine Peter Mobile gegen Euch wäre!" Neuartiaed Aussehen.

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