Indiana Tribüne, Volume 24, Number 168, Indianapolis, Marion County, 6 March 1901 — Page 6
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Madrider Brief. Die Hochzeit der Prinzessin von Astu rien. Unsympathische Haltung bei Bevölkerung. Ein grober Miß ' griff. Die Tumulte gegen die re ligiöse Reaktion.
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Hfl a b x i b , 17. Februar. Go wäre benn bie Heirath ber Prin zessin von Asturien mit bem Sohne bes Grafen von Caserta. bes ehemaligen Karliftengenerals, ber schließlich boch mehr ober weniger an ben Greuelthalen bes letzten Bürgerkrieges betheiligt war, unb ber noch heute ben Protest gegen ben mobernen Verfassungsstaat unb alle freiheitlichen Einrichtungen so-
wie gegen bie Einheit Italiens unter bem Hause Savoyen repräsentirt, eine bollenbete Thatsache! Aber ber allgemeine Unwille über bie Anwesenheit bes Letzteren in Spaniens Hauptstabt als Schwiegervater ber Thronerbin war so zroh und führte vorgestern Abenb zu so heftigen, birekt revolutionären Szenen, die Ankünbigung von neuen, noch ernsteren Auftritten für ben Hochzeitstag selbst war so beutlich, bah bie Beh'örden sich schließlich wiber Willen genölhigt gesehen haben, am Hochzeitsmorzen selbst ben Kriegszustanb über Nabrib zu verhängen unb bas Stanbrecht zu proklamiren, worunter, wie immer bei solchen Gelegenheiten, hauptsächlich bie Presse zu leiben hat. Der Maulkorb, ber ihr sofort vorgelegt vurbe, ist so groß, bie Zensur wirb so scharf gehanbhabt. baß man sich heute zergeblich nach irgenb einer Nachricht son Interesse umsieht. Die Blätter füllen ihre Spalten mit Telegrammen Dom Ausland unb vermischten Nachrichten, aber wie es zum Beispiel in ben Provinzen aussieht, geht nicht baraus hervor ba sogar ber Fernsprechverkehr ms militärischen Befehl eingestellt ist. Zlber wenn auch bie Presse schweigt, und sich' auf ber Straße keine Manisestanten mehr blicken lassen, Ruhe und Zufriebenheit sind bamit noch nicht vieber in bie Gemüther eingekehrt, bie durch viele Dinge, bie in letzter Zeit zusammenkamen, heftig erregt sind. Dazu kam nun noch ber mehr als inopportune Besuch bes alten Karlistenhefs. von bessen neuen Familienbeziehungen man einen unheilvollen Einfluß.auf ben Gang ber Ereignisse ervartet. Wo man auch hinhören mag. überall hört man Aeußerungen tieflen Mißtrauens unb schärfster Mißnlligung über biese Heirath unb ihr ,olitischen Folgen, benn baß biese nicht ausbleiben werben, bavon ist jeber Spanier überzeugt, namentlich jetzt, vo wieber allerhanb Gerüchte über bie 'rschütterte Gesunbheit bes Königs in Umlauf gesetzt werben. Sollte biesem virklich einmal etwas Menschliches zassiren, so würbe keine Macht ber Erbe !m Stanbe sein, bas Volk bavon zu überzeugen, baß er eines natürlichen Tobes gestorben wäre. Von einer Thronbesteigung bes gestern vermähllen Paares erwartet aber Jeber ben llusbruch eines Karlistenkrieges, ba man ben Kronprätendenten Don Carlos selbst nicht für so resignirt hält, um kuhig zuzusehen, wie sich ber Sohn seies früheren Untergebenen auf ben .Thron seiner Väter" nieberläßt. auf den er begreiflicher Weise weit ältere nd größere Rechte zu haben glaubt. Ich muß alle bieseBesürchtungen und Stimmungen erwähnen, um bem Ferkterstehenben bie Antipathie bes Volkes gen biese Heirath einigermaßen derstänblich zu machen. Es mag sich babei mm Theil um Uebertreibungen. Vorurtheile, wenn man will. Hirngespinnste handeln, aber es läßt sich nicht leugnen, daß, wenn man alles abzieht, doch noch immer ein gewisser Rest bleibt, ber ausreicht, um das allgemeine Unbehagen zu rechtfertigen. Jebenfalls war bie Halhing bes Publikums ber Hochzeit gegenüber ebenso eisig wie bie Temperatur her Atmosphäre. Kein Haus hatte irzend welchen Festschmuck angelegt; im Gegentheil, an manchen Stellen sah man zufälligerweise" schwarze Tücher hängen; auch bie Studenten demonstrirlen mit Trauerschleifen. Viele Zeitungen erwähnten bas bedeutungsvolle Ereigniß mit keiner Silbe. Die Straßen trugen ein eigenthümliches, halb verödetes Aussehen, was bei der unzeheuren Schaulust, die der Madrider sonst zu entwickeln pslegt, doppelt auffiel. An der Ceremonie, wovon übrigens die Presse ausgeschlossen war, nahm nur eine beschränkte Anzahl von Personen Theil: Diplomaten mit ihren Dawen und Attaches. Minister, hohe Beemte, die Granden von Spanien u. s. w. Es war in der Schloßkapelle das sich stets gleichbleibende, gewohnte Bild von bunten Uniformen und eleganten Toileiten. Es ereignete sich dabei auch nicht des geringste Zwischenfall, der einer besonderen Erwähnung werth gewesen wäre; nur das schlechte Aussehen der Königin wurde vielfach besprochen. Die durchaus ablehnende Haltung der Bevölkerung gegen die Verbindung ihrer ältesten Tochter mit einem Caserta mußte sie allerdings tief kränken und ifyctn Mutterstolz empfindlich verletzen. Ihre Lage ist in der That keine veneidenswerthe, und jetzt zeigt sich erst, wie schlecht berathen sie war, als sie dieser Heirath zustimmte. Dazu tritt nun noch die Sorge, jetzt alle Gewalt in den Handen eines so unsicheren Mannes wie des Generals Weyler zu wissen, der, wenn er wollte, unter dem Schlachtruf: Es lebe die Freiheit" die ganze Situation in wenigen Stunden Über den Haufen werfen könnte.
Neben de: oben geschilderten Protestbewegung läuft eine andere gegen die überHand nehmende religiöse Reaktion her. hervorgerufen durch einen sensationellen, augenblicklich am Obertribunal schwebenden Prozeß, bei dem es sich um eine junge minderjährige Dame handelt, die hinter dem Rücken der Familie angeblich von dem Jesuitenpater Carmeno überredet wurde, den Schleier zu nehmen, nachdem er erfahren, daß sie ein
größeres Vermögen ererbt. Es liegt ein direkter Eingriff in die heiligsten Rechte der Familie vor, die nicht etwa irreliziös, sondern streng katholisch und hochangesehen ist, so daß selbst boshafte Verdrehungskunst nichts gegen sie vorzubringen wagte, die es aber nicht duloen will, daß man das Kind durch einen moralischen Zwang und eine unerhörte Suggestion den Armen der Mutter entreißt. Die Autorität der geistlichen Orden über die der. eigenen Eltern setzen ii wollen, ist eine Ungeheuerlichkeit, wie sie gottlob wohl nur noch in Spanien möglich ist. ?)ie furchtbarste Empörung darüber bemächtigte sich weiter Kreise, die sich schon ' lange durch das immer größere Anwachsen der Ordensgesellschaften beunruhigt und auch in ihrem Erwerbsleben durch, den Wettbewerb der keine Abgaben zahlenden Klöster be droht fühlen, und führte unter dem lttuf: Nieder mit den Jesuiten! Nieder mit der Reaktion!" hier und in vielen Provinzstädten zu jenen Kundgebungen und Klosterstürmen, worüber schon berichtet worden ist. Daß sich ihr eigenes Geburtsland gegen die Jesuiten auflehnt, ist jedenfalls überaus beachtensDerth! Luzern. Aus" "schrecklich? Weise verunglückte in Pfaffnau der von Gondiswyl gebürtige Landwirth Johann ?Zyffeler in Schulerslehn bei Pfaffnau, welcher an der steilen Halde des BügWaldes ein Stück Sagholz (Tanne) wegschaffen wollte. Letzteres kam plötzlich ins Rollen und erfaßte Nyffeler, der nicht mehr Zeit zum Ausweichen fand. Die Verletzungen, welche Nyffeler am Kopf und Rücken erlitt, waren so schwer, daß sie seinen Tod noch vor der Ankunft zu Haufe herbeiführten. Letzthin brannte das bem Benebikt Achermann gehörige Haus sammt der Scheune, sog. Schelmenhüsli. Gemeinde Knutwil. gänzlich ab. Ein alter Later konnte die vier Kinder des Achermann, während dieser mit seiner Frau luf einem Ball im Kreuz" in Sursee war, retten. Vom römischenKarneval. llus Rom schreibt man : Der Karneval' Ist vergangen, wie immer in den letzten Jahren, eine große Tanzlustbarkeit zhne rechten Schneid. Das Maskentreiben Roms, das einst in der ganzen Welt berühmt war. ist längst gestorben. Von der Straße hat sich Prinz Karnedal in die Säle der großen Theater geflüchtet. Die Veranstaltung der einzelnen Bälle haben die 'großen Berufsgesellschaften Roms übernommen. Allen voran die italienische Pressegesellschaft. das Syndikat der auswärtigen Korrespondenten, der römische Sportjlub und der Verein gegen Bettelei. Die Ueberschüsse gehören den Unterstützungskassen der genannten Gesellschaften, in die ganz .erkleckliche Summen geflossen sind. In den Theatern spielte sich der Maskenball nicht anders ab, als ln den norddeutschen Städten. Grobes Gewühl, wenig Tanz, in den Logen stark dekolletirte. überreich geschmückte, meist sehr üppige Damen mit Lorgnons und Operngläsern. 200 Masken, und über bem Ganzen eine gewaltige, gelbe Staubwolke, durch welche die elektrischen Lampen wie durch einen Gasfchleier leuchteten. Der Karneval bietet die einzige Gelegenheit für öffentliche Tänze in Rom. Tanzlokale, wie sie in Städten anderer Länder bestehen, giebt es hier nicht. Zu den Karnevalsfreuden gehörte biesmal aber auch ber starke Schneefall. In weniger als einer Stunbe hatten große tttikt Flocken Rom ein Karnevalsgewanb angezogen, wie es in ben besten Zeiten ber Päpste nicht war, so weiß und seibenglänzenb. Einen wunberbaren Anblick gewährte das weite Schneefeld des PaulusPlatzes, die Bernischen Tritonen und Nymphen der Piazza Navona in weißglänzenden Schneehauben. Seit 1854 hat Rom keinen Schneefall von solcher Stärke gehabt. Ihm voraus ging eine Kälte, welche bis auf 6 Grad stieg. Das Wasser gefror in den Leitungen, die Rohre platzten, und das Naß ergoß sich stromweise in Küchen, Stuben und Keller. ' Fast kein Palazzo" in Rom. der nicht tagelang ohne Leitungswasser blieb. Dazu die Kälte, und in den meisten Häusern keine Oefen. 'Es ist gut, daß das römische Volk abgehärtet ist. Schwyz. Der Bundesrath hat den Oberleutnant Dr. Robert Kistler in Reichenburg zum Hauptmann bei den Sanitätstruppen und Oberleutnant Gerichtsschreiber Michael Vogt zu Bad Nuolen zum Hauptmann bei den Verwaltungstruppen befördert. In Steinen starb nach kurzer Krankheit im Alter von 82 Jahren Dr. med. Kaspar Camenzinb aus Gersau. Die Nacht vom 27. auf den 28. Januar hat der Thalschaft March einen äußerst heftigen Sturmwind gebracht. Halbabgedeckte Dächer, zerbrochene Fensterläden und Scheiben, umgestürzte Bäume erzählen genügsam die Gewalt dieses Sturmes. Sogar Blitz und Donner waren um 1 Uhr Nachts zu bemerken. Der Schnee hingegen ist immer noch ausgeblieben; selbst in den Bergen ist der Schneefall nur gering, so daß der Holztransport ins Thal mü großer Schwierigkeit verbunden ist.
Wird vr e?n Kriegsgericht gestellt. St. Peters bürg. 4. März. Es wird erst jetzt bekannt, daß der Zar am 8. Februar einen Ministerrath, berief, was heut zu Tage nur äußerst selten geschieht. Die Veranlassung dazu gab ein Akt der Insubordination seitens des Generals Orloff von der Militär-Akademie, welcher beim Ausbruch der Feindseligkeiten mit China auf seinen Wunsch nach dem Kriegsschauplatz. der Mandschurei, entsandt wurde. In den ersten Wochen des vergangenen Sommers war die russi sche Presse voll von Berichten über die Thaten des Generals Orloff und eine Zeit lang war nur von ihm die Rede. Dies brachte ihn in Konflikt mit dem General Grodekoff. dem Höchstkommandirenden der russischen Streitkräfte in China, welcher General Orloffmit einer Division nach einer 35 Werst entlegenen Stadt schickte, um daselbst und auf dem Wege dorthin, ProviantStationen für das Gros der Armee anzulegen. Grodekoff folgte ihm mit einer Armee von 80.000 Mann. Auf der Hälfte des Weges nach seinem Besiimmungsort angelangt, traf General Orloff auf eine Bande Boxer, die er zurückwarf. Ihnen folgten große chinesische Truppenmassen, welche General Orloff verfolgte, wobei er auf ein Lager der Boxer stieß, das er einnahm und dessen Besatzung in die Wildniß
! verjagte. Diese Waffenthaten meldete
General Orloff telegraphlfch nach St. Petersburg. Inzwischen rückte das Gros der Armee unter General Grodekoff vor. fand aber keine Proviantdepots auf der Marschroute vor und in der Stadt hatte Niemand von General Orloff etwas gehört oder gesehen. Aus Mangel an Proviant sah sich General Grodekoff sodann gezwungen, unter erschwerenden Umständen den Rückmarsch anzutreten. Nach seinem Abzüge traf endlich auch' General Orloff in der Stadt ein und zog sich dann selbst auf das Gros der Armee zurück. Hier informirte ihn General Grodekoff. daß er es nur als Gnadenakt zu betrachten habe, daß er ihn nicht sofort erschießen lasse und sandte ihn nach St. Petersburg zur persönlichen Berichterstattung. General Grodekoff begab sich im Winter ebenfalls nach St. Petersburg und verlangte, daß General Orloff standrechtlich prozessirt werde. Der Czar, welcher einen Skandal vermeiden wollte, war für eine mildere Form der Bestrafung, aber die Minister drangen einstimmig auf ein standrechtliches Verfahren gegen General Orloff, um der ganzen Welt zu zeigen, daß in ber ruffischen Armee bie Disciplin aufrecht erhalten würbe. Nur wiberwillig gab ber Czar schließlich seine Zustimmung. Lynchversuch. T i p t o n . Jnb.. 5. März. Um 6 Uhr Abenbs würbe bie Polizei benachrichtigt, baß sich eine Anzahl Bürger organisirt hätten, um ben 65jährigen R. H. Ebmonbs zu lynchen, welcher am Morgen unter ber Anklage verhaftet warben war, sich unsittlich an ber elfjährigen Tochter eines prominenten Bürgers Namens W. H. Roß bergan gen zu haben. Der Sheriff wenbete sich telegraphisch an ben Gouverneur Durbin in Jnbianapolis, welcher barauf die dortige Miliz-Kompagnie zum Schutze des Gefangenen in Dienst stellte. Edmonds soll sich am letzten Freitag, als er das Kind allein in ber Wohnung der Eltern traf, unerlaubter Handlungen gegen dasselbe schulbig gemacht haden. Die Mutter ging ihm später mit dem Revolver zu Leibe, doch entkam Edmonds. er wurde aber später verhaftet. Das Publikum war über die bestialische That im höchsten Grade aufgebracht und während des ganzen Tages wurden Drohungen laut, Edmonds zu lynchen. Brutaler Mord. Baltimore, Md., 5. März. Wm. Glenn Taylor, von Washington, hat in einem Logirhaus in hiesiger Stadt seine Stiefmutter, Frau Ma rion Porter Scott Taylor, in brutalei Weise erschossen. Der Gatte der Frau ist Chas. Tay lor aus Washington, der im 5. Ver. St. Artillerie-Regiment den Bürgerkrieg mitgemacht hat und jetzt eine Pension bezieht. Er war zweimal ver heirathet und von seiner ersten Frau. der Mutter des Mörders, geschieden. Die zweite Frau war ebenfalls zwei mal verheirathet und hinterläßt zwej Söhne aus erster Ehe, James F. Scott von Philadelphia und Thomas Scott, in dessen Wohnung sie getödtet wurde. Chas. Taylor befand sich mit fehle, Frau aus Besuch bei dem Sohne der Frau. Das Paar kam am Sonntag Morgen an und am Mittag, als du Familie beim Essen war, kam auch Glenn von Washington an. Nach dem Essen begab er sich mit Thomas Scott in eine benachbarte Wirthschaft und als er zurückkehrte, ging er auf sein Stiefmutter zu. der er ohne Weitere! zwei Kugeln in den Kopf schoß, so daß sie auf der Stelle todt zusammenbrach. Der Mörder steckte dann den Revolve, in die Tasche und verließ mit den Wor. ten: Ihr Leute, gebt acht, sonst mach, ich Euch noch alle todt," das Haus. Eifersucht auf seine Stiefmutter wegen des von ihr auf seinen Vater aus geübten Einflusses und ein Streit we gen Geldangelegenheiten scheinen den jungen Mann zu dem Mord veranlag zu haben.
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