Indiana Tribüne, Volume 24, Number 165, Indianapolis, Marion County, 3 March 1901 — Page 9

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Copyright 1901 by the Cermaa Presi & Plate Ca. No. 371

Mein lieber Herr Reicktionär! Well, hen Se mein letzte SchreiweBrief verdaut odder wie mer uff deitsch sage duht deitschestet? Ich sin schuhr. Se sm uff Ihm Jhrn verehrte Buckel gefalle, wie Se gelese hen. wie ich mit den Tschennerell Waldersee den ganze scheiniesische Trobbel gefickst hen. Ich kann Jhne sage, ich hen gefiehlt, wie der Christian Kohlumpus, wie er die Juneited Stehts diskowwert Hot, odder wie der Gallilei odder Gallila, wie er gesagt Hot, se beweg! sich doch nit". Den Weg hen ich gefiehlt. Es iS awwer auch keine Kleinigkeit, wann mer so denkt, wie ich als en ganz ordinärer un gemeiner Mann ebbes fickse hen könne, wo die ganze Welt nit ehbel gewese is zu tackele. Nemme Se nur emol an, was jetzt for Blutvergieße gespart werd. Wei, noch e Woch zerick, sin hier wenigstens siwwe Hunnert Mensche de Dag gekillt morde un jetzt sins höchstens noch sechs Hunnert un acht un neinzig. Sell is doch e großes Jmpruhfment. Well jetzt will ich Jhne awwer doch noch verzähle, was weiter gehäppend is. Wie ich die Jnformehschen von den Tschennerell gehabt hen, do hen ich gesagt, ich mißt jetzt gehn un mich noch e wenig Schnuff hole, bikahs bei so t festliches Ereigmß, do deht ich immer n Schnuff nemme. Der Tschennerell Hot noch Händs mit mich gescheht! un Hot gesagt: Freind Sauerampfer" Lerr Nedaltionär, hen Se das genohtist? Freind Hot er gesagt jetzt gehn Se heim un bisohr daß Sie heim sin,do iS der Wahr iwwer un das Hot kein Annerer fertig gebracht, als wie Sie." Un dabei Hot er so freindlich gelacht, daß ich am allerliebste das schöne Lied, was ich emol in e Singen Sasseiethee gehört hen: Ich griehihiese dich" gesunge hätt. Awwer sell hätt nit viel Niespekt gezeigt un for den Riesen sin ich ruhig gewese. Ich sin dann fort un dann hen ich mit mein Freind den Sartschent noch e paar Drinks gehabt un hen mich auch meinSchnuffbackö aus sein Stack, wo er an Hand gehabt Hot, noch emol diesent gesillt, daß auch noch nit t Körnche mehr infeit gange wär. Wie ich so suppleid gewese sin, do sin ich fort un ich hen mich gefreit wie alles. Wie ich so for ebaut siwwezehn Meils getrampt war, do sin ich an e Willetsch komme un weil ich gleiche immer an die sehfe Seit zu sein, do hen ich mich in die erschte Lein mei Wick mit den Zopp dran uffgesetzt UN hen e Schnut gemacht, wie en Äff wann er Badrontasche wichst. Die Leit misse mich for en feine Schentelmann genomme hen, bikahs se sin all stehn gebliwwe, hen sich for mich uff de Graund falle losse un hen ihre Nohs in den Sand un an die Brickstein gerobbt. Es Hot e ganze Weil genomme, befohr daß ich ausgefunne'hen. was die Matter war. Wisse Se, ich hen die Orden, wo mich die Empereß gewwe gehabt Hot. hinne an den Tehlend von mein Zopp angeteid gehabt un die Lah in Tscheinie sagt, daß jedes vor die Kaiserin ihre Orden bohe muß. ' Bei Galle, do hen ich mich awwer geschweinigelt gefiehlt. Ich kann Jhne sage, ich hen mich in die Brust geworfe, als wann ich der Emperer von Tscheinie war; Herr Redaktionär, wann Se mich nor emol hätte sehn könne! Wann ich dorschtig geftthlt hen, dann sin ich in en Saluhn, was mer hier Tiehaus rufe duht. wo mer awwer auch alle strenge Drinks kriegt, swwer wann ich gefragt hen. hau motsch, dann hen die Propreietersch das fox.cn Jnsolt genomme. Pl'ebels mit Orden die bezahle hiec nicks; es iö grad wie bei Leit mit Gahl in die Juneited Stehts., Well, do hen ich auch nicks drum gewwe, bikahs wann ich ebbei sehfe kann, dann sin ich immer in it un wann? nicks koste duht, dann bezahl ich immer alles. Ich hen jedesmol en Rum genomme, wo mer uff deitfch Brändie rufe duht un bei un bei hen ich mich e ganz diesente Kischt gerehft. Ich sin an die Stritt erum getombclt UN hen immer gesunge Fescht steht die Wacht am Rhein" und Gott schchf die Kmien-, bis uff emol er. Kapper, wo ecksäcktlie geguckt Hot, wie en Braunie, wann er en Gräshapper nibbele duht, komme 18. Denke Se emol, der freche Feller Hot mich err,st,t un in die Schehl geschleppt. Die Kids, wenigstens fünf Hunnert Mann hoch, sin hinne drin un hen gehallert: Kiefn Keifu, Meifu meh", das meint uff deitsch: Er Hot, er Hot e Tschäck an'-', Ich sin froh gewese, wie ich von die 5iraut fort sin komme un hen in die Schehl In mei fornischt Ruhm uff die

Kautsch g:le un hen mein Äff ausschlaf: lonne. Wie ich Widder wach sin geworde. do hen ich so verdollt sauwcr gefiehlt, daß ich mich doch e wenig geschehmt gehabt hen, l so en hoher Offiser in die Schehl gewese zu sein. Un ich hen auch gut genug gcwißt, daß se mich arig toff triete dehte, wann.se jetzt for mich gehn dehte. Do hen ich en Eidie kriegt. Ich hen mei Wick abgenomme un hen se in mei Packet gestoche, h.'n mei Schnut Widder in ihre nadierliche Kinkels gelegt un hen auch mzi Weus getschehnscht. Wisse Se, mei Weus Hot so e gewisse nehtscherell Schwictneß, das hawe mich schon viel Piebels gesagt, awwer von den viele Wuttkie hen ich e Weus gehabt wie e Reibcise un wie die ZZellersch in mein Kehtsch sin komme, for mich zu täckelc, do wäre se nit schlecht geschkehrt, wie fe en ganz annere Mann gefunne hen. MZt meiner schreckliche Weus hen ich se angeschnauzt, daß es en Hund jammert un die Kunne hen schuhr gedenkt, se hatte en Mißtehk gemacht. Se hen die Dohrs for mich uffgemacht un ich sin autseit. Off Kohrs hen se mich vorher noch emol ganz schrecklich verhammatscht, awwer was geb ich um so t Kleinigkeit. Die Hauptsach is, daß ich autseit gewese sin un jetzt sin ich nach Pehking losgemartscht. Mein nächste Brief kriege Se etwas pünktlicher. Ich muß hier immer die Mehl mit en Mjuh! uff die Postoffic schicke. In Pehking do brauch ich kein aniere Esel mehr, do gehn ich 'meiselbst uff die Postoffice. Womit ich verbleiwe Jhne lhrn lieber Philipp Sauerampfer.

Di, englischen R,ichleinodie. Die Regalia" wie die englischen Reichskleinodien kurz benannt werden sind von dem persönlichen Eigenthum des jeweiligen Herrschers streng zu trennen. Sie schließen die Embleme des Königthums, wie Krone. Szepter, Reichsapfel. Staats - Bracelets und die werthoollen Kollektionen von Jntaglios und Cameen der Siegelringe und Handsiegel der englischen Könige Vom Mittelalter aufwärts ein. Der Gesammtwerth der Regalia übersteigt 515.000.000. So kostete der.bei der Krönung der Königin Viktoria hinzugefügte große Rubin allein $55O.00a Einer der wichtigsten und historisch werthvollsten Bestandtheile der Regalia ist die St."Eduards-Kro-ne, während die Krone der Königin, die Jakob II. einst für seine Gemahlin Marie von Modena anfertigen liest; von der Gemahlin des heutigen Monarchen getragen werden wird. Die im Jahre 1838 auö Anlaß der Krönung der Königin Viktoria gestiftete Reichskrone enthält höchst kostbare Juwelen, die ebenfalls Staatseigenthum sind. Der große Rubin in der Krone ist ein Geschenk des Königs von Castilien an Eduard von England, mit dem Beinamen der schwarze Prinz". Ein silberner Reif, mit kunstvoller Filigranarbeit. enthält den großen ' Saphir, der einst die Krone Karls II. schmückte und den König Georg 111. einst von Kardinal York als Erbstück erhielt. Derselbe Reif enthält serner eine Reihe kostbarer farbiger Steine aus dem Isamilienschatze der Stuarts und einige Diamanten. Im Ganzen faßt die Krone abgesehen von dem bereits erwähnten großen Saphir und Rubin 11 Smaragde, 4 Rubine, 16 Saphire. 227 Perlen und 2783 Diamanten. Die eventuelle Fortschaffung der Krone " nach einem anderen Orte wird vermittels eines besonders konstruirten Kastens bewirkt, der mit weißem Sammet ausgeschlagen und mit Hermelin verbrämt ist. und der an und für sich schon eine schöne Summe repräsentirt. Der mit Juwelen förmlich übersäete Reichsapfel, der bei der Krönung bekanntlich eine wichtige Rolle spielt, trägt die Reichsinsignien und einen Kreis, den ein Kreuz Überstrahlt, eines der frühesten christlichen Embleme. Die Bracelets wurden bei der Krönung verschiedener englischer Monarchen. wie Richard 11., Heinrich VIII., Eduard VI.. Marie und lisabeth getragen. Sie sind seit den ältesten Zeiten ein Abzeichen der Königswürde; so findet man sie schon bei den alten assyrischen und babylonischen Herrschern im Gebrauch. Die Braceletö der Regalia sind aus solidem Golde hergestellt und tragen die Embleme der drei vereinigten Königreiche, sowie das der französischen Lilie. Die irische Harfe ist in hellblaue? Emaille, die englische Rose in tiefem Earmossin und die schottische Distel in hellem Vrün gezkichnkt. während die borgenannfe französische Lilie 'ein dunkles Gilb zeigt. Auch das in den königlichen Palästen aufbewahrte Tafelgeschirr ist außerordentlich werthvoll und repräsentirt viele Millionen an Werth. Es setzt sich zusammen auS dem Löwen", den Kronen" und anderen Servicen. umfaßt ferner 150 goldene Schüsseln, die bei Hofbällen Berwendung finden, verschiedene silberne Geschirre und vieles Andere mehr.

E g o i st i s ch, Du trinkst gar Sect zum Frühstücks - Mein Junge hat heute so vortreffliche Censuren mitgebracht das muß doch belohnt wer7.'." I m T h e a i e r. Töchter: Der nächste Act spielt um ein Jahr später." Laier: Ja. ja. aber bleiben die B'iktf bis nächstes Jahr gültig?" ,

?kas Leben der Zvörter. i Im Laufe der Zeit ist eine Anzahl Wörter im Werth gesunken, umgekehrt andere ab auch im Werthe gestiegen sind. So sind die Bezeichnungen der Münzen vielfach in ihrem Werthe her untergekommen. Der Gulden hat seinen Namen daher, weil er von Gold ist; aber seit dem 17. Jahrhundert ist er seinem Namen untreu geworden. Der Pfennig war früher eine Silbermünze. Wer heute in Frankreich 10,000 Livres Rente hat. ist kaum wohlhabend zu nennen, während er im Mi!telalter damit wohl der reichste Mann gewesen wäre; denn damals war une Livre" eine Münze, die ein Pfund ilber darstellen sollte, und erst im Laufe der Zeit sank sie allmäZig auf etwa 5 Gramm Silber. ' Wörter sinken aber auch so sehr im Werthe, daß ursprünglich gleichgiltige oder gar edle Ausdrücke zur Bezeichnung von. häßlichen Dingen gebraucht werden. Armselig" und erbärmlich" bedeuteten im Mittelalter barmherzig", dann Erbarmen erregend". Frevel" und frech" hatten früher einen lobenden Sinn, sie bezeichneten Kühnheit oder Berwegenheit; in der Edda" ist freki" ein Beiwort von Helden, weil das germanische Alterthum Kühnheit unter allen Tugenden voranstellte. Gift" war zunächst .die Gabe, wie ja noch heute Mitgift nicht gerade der Ausdruck für etwas Schädliches ist. Einfältig" ist heute eine Beleidigung, vor ein paar Jahrhunderten bezeichnete es den Reinen, der ohne Falsch ist. Man hat von einem pessimistischen Zug in der Entwicklung der Wörtbedeutungen gesprechen; es handelt sich dabei nicht um die dem Menschen innewohnende N:igung. häßliche Dinge zu verschleiern, verletzende Ideen abzuschwächen und widerwärtige Begriffe zu verkleiden. Wir sagen nicht mehr siech", wie früher.sondern krank", das eigentlich nur schwächlich" bedeutet. Wahnsinn" war ursprünglich nur Unverstand, und wir gebrauchen die harmlosen Wörter irre" und verrückt", was doch nur von der Stelle weggerückt ist. für eine entsetzliche Sache. Wenn die Ausdrücke uns hute wieder so schlimm erscheinen, so liegt eö daran, daß c.üt Verschleierung nichts nützt; nur in der ersten Zeit mag der zartfühlende AuSdruck seinen Zweck erfüllen ; sobald ?r häufiger gebraucht wird, ist dieses BeZstreben ausstchtlos, , die blassen Worte .nehmen dann eben eine stärkere FärDung an. Ausdrücke, die nur in sehr verhüllter Form verächtliche Eigenschaften bezeichnen, wie gewöhnlich", ordinär", schlecht" (das ursprünglich so viel ist wie schlicht, einfach) empfinden wir als sehr stark; je zartfühlender der Ausdruck wurde, desto empsindlicher wurden wir. StandesbeZeichnungen wie Frau", Herr", sind im Werthe gesunken, weil man aus Höflichkeit Personen Bezeichnung.'n beilegte, die ihnen nicht zukamen. Diesen Erscheinungen steht die Thatsache gegenüber, daß es eine Reihe von Ausdrücken giebt, die im Werthe gestiegen sind; man könnte also auch von einem optimistischen Zuge in der Bedeutungsentwicklung sprechen. Hat einmal ein Wort den Sinn von sittlichgut angenommen, so verschwinden all: früheren Bedeutungen. Der Begriff des Nützlichen ist in manchen Wörtern zu dem Begriffe des Guten, Edlen geworden und hat dieseBedeutung allein erhalten. Tugend" z. B. gehört zu dem Verbum taugen", .fromm" hatte früher den Sinne von' förderlich-, ebenso liegt bieder" mit hochdeutsch .biderbe" brauchbar, nützlich zugrunde. Auch andere Begriffe als die deö Tauglichen haben sich in eine moralische Sphäre erhoben. DaS Wort wacker" aeht von der Bedeutung munter, frisch aus. Bescheiden" gehört ursprünglich zu einem Lerbum, das so viel hieß wie scheiden, trennen, deutlich erzählen"; daraus entwickelte sich für das Mittelalter die Bedeutung des Adjectivums als klar, verständig, klua"; auch diese ist jetzt spurloS verschwunden, und wir verbinden einen ethischen Begriff, mit dem Worte.. Manche Worte verdanken wohl der Uebertreibung, die' man im Scherz vornimmt, ihre gemilderteAusfassung. Schalk", war in früheren Zeiten ein sehr böser Ausdruck; er bezeichnete einen Menschen von hinterlistiger Art, während Goethe den Schalk als eine Person, die mit Heiferkeif und Freude Jemand einen Possen spielt", bezeichnet. Durch das Wort Schelm" würde sich heute kaum Jemand beleidigt sühlen, ober imMittelalter war eö gleichbedeutend mit Schuft. Auch geschichtliche Ereignisse haben dazu . geführt, die -Bedeutung von Wörtern zu verengen, indem sie sie aus einen ausschließlich günstigenSinn beschränkten. Reue" bedeutete früher lediglich Betrübniß im Allgemeinen, die Buße" war nur Ersatz eine? Schadens, und Demuth" aar bezeichnet dem Wortlaut nach Gesinnung des Dienenden, die dem heidnischen. Germanen durchaus verächjlich war.

Malice. Frau (sehr geschwätzig. auS der Jugendzeit erzählend): Unser Vater war sehr nervenund, M genleidend, deshalb mußten wir Mädchen uns zu Haus immer ganz still verhalten . . . ." Mann (einfallend: Na. dafür, hältst Du Dich jetzt aber schadlos!" . -

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