Indiana Tribüne, Volume 24, Number 165, Indianapolis, Marion County, 3 March 1901 — Page 6

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ynviana Trivttne, Sonntag, 3. 5,liuj 1901.

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rr ' i w - ; ' e Vergiftungeines Wiener LaboA ciumdicners turch Pestkulturen, einen od, srfotc den r3 jungen V. nllngsrollen'estforschers Dr. f uUer und der Wärterin Albine Pe1 f zur Folge hatte, hielt seiner Zeit s?:e Kaiserstadt . an der Donau unter flltem Banne einer furchtbaren AufregII' 111:3 "und Panik, szitdem werden die

f Laboratorien zur u Zeugung von Pesti ,,CV Jfc. V.

yiufuimcu uutua iu an gelegt.'. Die grö.und am reichsten ausgestattete Anstalt dieser Art ist die russisch?, die mitten in den blaugrauen Fluthen des Finnischen Meerbusens, in deni von der Regierung für. diesen Jeck hergegebenen alten Fort Kai ser Alexander 1." bei Kronstadt untergebracht ist. Wo einst herkulische Artilleristen die todtbringenden Geschosse " zu den aus den 'Schießscharten drohenden , . riesenhaften Feuerschlünden schleppten, da huschen heute geräusch-

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Einfüllender Lymphe. los die Diener der Wissenschaft mit den zur Rettung gefährdeter Menschenleben bestimmten Präparaten umher.. So ändern sich die Zeiten! Das ltenrückte Laboratorium steht unter der Leitung des. Magisters der Beterinärmedizin M. G. Tartakowski, dem vls Assistenten die Doktoren Dshunkowski, Tfchaussow und Schuru'pom beigesellt sind. Die für die Zwecke des Laboratoriums vern?andtenThiere sind in zwei streng von einander geschiedene Gruppen getheilt; in solche, die bereits mit Pestapparaten geimpft wurden und in völlig gesunde. In beiden Abtheilungen befinden sich Affen, Meerschweinchen, Ratten, Zieselmäuse, Murnelthiere (sogenannte sibirische Erdhasen"), die selber häufia von ei-

l er pestartigen Erkrankung befallen l . i . r . e ...... rr r C

zu weroen pflegen, serner aucn Pseroe, Rennthiere, Kameele. Die kleinen Thiere, besonders die Ratten, die nach Un Feststellungen des Dr. tytxfm zu trtn gefährlichsten Verschleppern des Seuchengiftes gehören, dienen vorzugsweise zu wissenschaftlichen Beob-

l achtungen, die größeren meist zur Ge- ) tvinnung des Serums. AIs die geeigS etsten 3!fcie bierkür haitn ftA die

I Pferde erwiesen, die dem Seuchenstoff acht erliegen, sondern' bloß durch er-

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Geimpfte Kameele. ?ohte Temperaturen dagegen reagiren. In. diesem Zustande wird ihnen das Serum abgewonnen. Ein Pferd,- das rr .fi . .V .. i . . . 1 . i sr" c r '

licu ai5 oej onoers eeizmi sur ottjen - Zweck erwies, hat im ' aufe der Zeit mehr Serum geliefert,' als sein eigenes

Zlörpergewicht beträgt. Die Thierversuche haben bereits die Wirksamkeit des Pestserums lls Schutzmittel gegen tote Ansteckungsgefahr überzeugend dargethan. Die Empfänglichkeit der Rennthiere für die Pest unterliegt noch besonders sorgfältigen Beobachtungen.

L3e! dem igi Zusammenleben dieser Thiere mit den Bewohnern des russischen Nordens beansprucht die Frage, ob sie zur Ausbreitung der Seuche beizutragen vermögen, die größte Aufrnerksamkeit. Sämmtliche Abfälle werden durchWg in behutsamster Weise vernichtet. zusammen mit den kästen, in denen Y aufgesammelt werden, werden sie. jachtern sie erst gründlich mit Quecknlberchlcrid desinfizirt worden. in besonderen Crematorien verbrannt. !Das Fort hat überdies eine allen neu- " itlichen Anforderungen entsprechende

.cinerzeit auf diesem Gebiet den Spuren Behrings gefolgt. Die Pestlymphe wird nach den Anweisungen des gegenwärtig als Bakteriologe der indischen Regierung thätigen Russen Dr. 5affkine dargestellt. Der Pestbacillus wird in Bouillon entwickelt, in welche zur besseren Fütterung des von Natur nicht sehr, kräftigen und ausdauernden Bacillus noch einige Tropfen geschmolzener Butter kommen.' Der Destillirkolben bleibt hierauf etwa sechs Wochen'lang im Thermostat. Die Balterienmassen entwickeln sich in dieser Zeit in Form von Stalaktiten.die lanzsam zu Boden sinken. Nach dieser Zeit kommt der Kolben in ein heißes Bad von 149 Grad F., das alle Mikroben tödtet. Auf Agar - Nährboden", der japanischen Gelatine, die ihnen einen sehr wirksamen Nährboden bietet, wird ihre völlige Vernichtung festgestellt. Die nunmehr fertige Lymphe wird mit viertelprozentigem KarbolWasser versetzt und mit Hilfe Rouxscher Apparate in Gläschen von verschieder.cm Fassungsvermögen abgefüllt. Die Krisis in Spanien. Düstere Wetterwolken drohen am Horizont von Spanien. Während in den baskischen Provinzen die Carlisten gegen den jugendlichen König und die Königin - Mutter im Geheimen mühlen, ist es in Madrid aus Anlaß der Vermählung der Dona Maria das Mercedes de Bourbon y Habsburg, Prinzessin von Asturien, mit demPrinzen Carlos von Bourbon zu solch' erbitterten Demonstrationen gekommen, daß das Standrecht proclamirt wurde und zwar nicht nur in Madrid, svn-

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Dona Maria. bern in der ganzen Provinz. Dem Ge neral Weyler, dem Bluthund von Cuba", wurde der Oberbefehl übertragen und mit eiserner Faust hielt er alle feindseligen Demonstrationen nieder. Die Trauung des prinzlichen Paares fand in der Kapelle des königlichen Schlosses statt und wurde vom Cardinal Sancha. Erzbischof vonToledo und Primas von Madrid, unterstützt von anderen Cardinälen und Erzbisch'öfen, vollzogen. Während der Messe derharrte das Brautpaar in knieender Stellung vor dem Altar. Ein weißer, mit Satin - Atlas gesäumter Schleier, 3 Jards lang und Jard breit, wurde über Kopf und Schultern der Braut gebreitet und ging noch über die Schultern des Bräutigams, ohne jedoch dessen Kopf zu bedecken, und ein weißes

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Prinz Carlos. Satin - Atlas - Band, genannt ein Joch", wurde nach spanischerSitte den Leiden um den Hals geschlungen und der Knoten mitten zwischen ihnen befestigt, um damit die Vereinigung zu versinnbildlichen. Auch wurde die Ceremonie der Verabfolgung von Münzen durch den Bräutigam an die Braut beobachtet. 13 Goldmünzen, mit dem Bildniß von Philipp, dem ersten spanischen Bourbonen - Monarchen, wurden vom Bräutigam der Braut gereicht. Sie waren auch bei der Vermählung der 5iönigin Jsabella der Zweiten (Großmutter der Braut) verwandt worden. Der Cardinal hielt vor der Trauung eine kurze Ansprache. Arm in Arm begab sich das Brautpaar von der Kapelle nach dem Hochzeitsmahl.' Während der Vermählungsfeier patkouillirten Cavallerie - Patrouillen in den Straßen von Madrid, um alle Unruhen im Keime zu ersticken. Entschuldigt.

Secirung eines Käme els. Zanalisatwn erhalten eine Errun'nschaft. auf welche Petersburg noch ' 11 4 . I 5

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Iche Regierung keme Ausgabe ge t, um dieses Laboratorium mit

i Hilfsmitteln der Technik und des Comsorts auszustatten, es

. k-Musteranstalt zu erheben. Es .ftl bloß elektrische Beleuchtung, n daneben auch alle Einrichtunr Gasfabrikation. Alle Ab,en sind mit dem erforderlichen im Ueberfluß of;hrT .Lazareth hat bisber glücki!' noch leine Franken ausgeLs sind sogar besondere atorien für gelehrte Gäste

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.DrVersin. der gleich- Einheimischen): Dir Naive laßt sich IfJsliii ezitasato im doch von, ihrem Partner. wirklich küs-

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nichts! Er ist ihr Sohn!-

In einem Restaurant saßen einige Einjährige; sie unterhielten sich über militärische Angelegenheiten und kamen dabei auch auf den Gewaltigsten der Dienstessphäre, den Herrn Feldwebel, zu sprechen. Die wahre Liebe o fenbarte sich nicht aus ihren Aeußerungen; nur zu oft hatten sie unter' der unerbittlichen Strenge des Gefürcht:-

ten zu leiden, obschon sie es an Zeichen der Verehrung nicht fehlen ließen. Bei solchen Gelegenheiten schien der Herr

Feldwebel auch zugänglicher zu wer-

den; er schlug es mcht ab, mit den jun-

cen Leuten me und da eine Upmann

zu rauchen oder ein Glas Rheinwein zu trinken, aber im Dienste blieb er unnahbar und verstand sich nicht ein-

mal dazu, den E.niähngen zeitweise

jene Erleichterungen zu gewähren, die

er ohne Pflichtverletzung gut hatte zu-

gestehen können. Das gab zu denken.

und mancher Plan wurde ersonnen, um in dieser Beziehung einen Erfolg anzubahnen. Da nahm der Eivjähr:-

ge Klaus das Wort und begann: Liebe Commilitvnen und Kriegsge

fährten! Wir Alle wissen, wo uns der

Schuh druckt, und lch will nicht lange darüber sprechen, sondern gleich erösf-

nen, daß ich eine der bedeutendsten Er-

slndungen aus unserem Schmerzensge-

biete gemacht habe, die ich Euch nicht vorenthalten werde. Der Alte da

mit memte der Redner den Feldwebil

war so gnädig, mir mitzutheilen.

daß seine Gattin am nächsten Samstaz

ihren dreißigsten Geburtstag feiern

roerde und daß er dieses Jubiläums

halber wohl etwas Besonderes thun

mune. Eln allgemeines Gelächter

erfolgte auf diese Mittheilung; das

fragliche Famlhengeheimmß war Je

dem der Freundesrunde bekannt.

lim so besser!" fuhr Klaus fort, dann wird meine Idee leichter zu fassen sein. Wir suchen durch die Gat-

tin das Herz des Gatten zu gewinnen;

wir überreichen der Jubilarin an dem denkwürdigen Festtage ein hübscheZ Geschenk, dessen Kosten wir gemeinschaftlich tragen. Ich habe reizende goldeneDamenuhren gesehen, die schon um 60 Mark zu haben sind; daö niare per Kopf wir sind unser fünf 32 Mark das ließe sich tragen. Den Erfolg denke ich mir großartig!" Der geniale Gedanke fand Anklang nur wurde Seitens des Einjährigen Fuchs vorgeschlagen, der Vorredner möge den Gatten der Jubilarin auf zarte Weise ausforschen, ob die zu Beehrende vielleicht schon im Besitze ein-r solchen Uhr sei und womit man ihr eventuell eine Freude bereiten könne. Der nöthige Credit in der vorgeschlagenen Höhe wurde bewilligt, und dann hoben sie, hochbefriedigt von dem R:sultate derBerathung, die Sitzung auf. Nach ein paar Tagen fanden sie sich neuerdings zusammen; der Einjährig: Klaus erstattete Bericht über den Erfolg seiner diplomatischen Mission. Ich habe Euch eine recht hübsche Neuigkeit mitzutheilen. Der Alte hat von unserer Absicht gnädigst Kenntniß genommen, jedoch nur privatim; dienstlich hat er, wie er versicherte, nichts gehört. Was aber die Uhrdedttation anlange, müsse er bemerken, daß seine Frau bereits eine sehr feine Remontoiruhr als Hochzeitsgeschent bekommen habe. Wenn die Herren aber vositiv beabsichtigten, ihr mit einer Kleinigkeit eine Freude zu machen, so könne er verrathen, daß ihr einziger Wunsch dahin gehe, ein Klavier zu bekommen; sie sei nämlich eine sehr gute Klavierspielerin. Ich zeigte mich hiervon respektvollst überrascht und b: dankte mich für die gütige Mittheilung." Ein schrei des Entsetzens durckhallte den kleinen Freundeskreis. Ein Klavier nennt dieser Unmensch eine Kleinigkeit!" jammerte Fuchs. Er kann damit doch unmöglich ein ganzes Klavier gemeint haben," fügte ein kleiner Neuphilologe bei. Finanziell unmöglich!" meinte ein Dritter; so ein Ding kostet selbst unter der Hand einige Hunderter das ruinirt uns!" Verzaget nicht. Ihr Kleinwüthigen." ließ sich nunmehr Klaus hören, es bleibt bei der besprochenen Summe und ich stelle das Klavier!" Allgemeines Staunen, neugierige Fugen! Doch Klaus blieb verschlossen wie ein Geldschrank bei Nacht, und erwartungsvoll trennten sich die jungen Leute. ' Am Fest- und Jubeltage, der glücklicherweise auf einen Sonntag fiel, fanden sich die Verschworenen zurGratulation ein; zur festgesetzten Stund: erschienKlaus, und hinter ihm schleppten vier stämmige Mäüner ein Klavier über die Treppe hinauf und setzten dasselbe vor der Wohnstube des FeldWedels nieder. Mit achtungsvollem Danke nahmen die Träger das ihnen .gebotene Trinkgeld entgegen und entfernten sich. Klaus winkte seinen Genossen und betrat dann das Gemach der Jubilarin. In wohlgesetzter Rede beglückwünschte er sie und theilte ihr

mit. daß die Elniahrigen der Compagnie beschlossen hätten, der verehrten Gattin ihres verehrten Herrn Feldwebels mit einer Kleinigkeit eine klein? Freude zu machen, indem sie ihr das beifolgende Instrument zur Verfüauna stellten. Man schob das Klavier

s in's Zimmer; sie dankte tiefgerührt.

wahrend ihr Ehegatte mit freundlicher Miene einige Worte murmelte, die mit dem Satze endigten: es sei Unsinn, das Geld so zu verschwenden. Nachmittags waren fcte Einjährigen zum Kaffee bei der Jubilarin geladen; de? Mokka wurde literweise, der Kuchen nach Quadratmetern vertilgt. Die Verhältnisse besserten sich; d-r Herr Feldwebel drückte bald das rechte, bald das linke und hie und da beide Augen zu, wenn die Einjährigen mit einem Anliegen an ihn kamen. So verginz die Zeit sehr rasch, und nach

einem halben Jahre verabschiedeten stÄ die ausgebildeten Krieger, um ihren ungebildeten Nachfolgern Platz zu machen. Der Abschied von der Feldwebelsfamilie war rührend, und bezch:iden lehnten die nunmehrigen Reservisten das Lob der Frau ab, welche sich nicht versagen konnte, zu behaupte, noch nie seien so noble Leute in der Compagnie gewesen. Es war um Neujahr; Frau Feldw:bel saß eben am Klavier und spielte: Es wär' so schön gewesen . .", da klopfte es und auf das Herein!" des Haushaltungsvorstandes, der eben mit der Abfassung eines dienstlichen Schriftstückes beschäftigt war. traten zwei drei vier Männer in Stube. Was gibt's?" schnarrte sie der Feldwebel ungehalten an, während sie indignirt auf die schmutzigen edale der Eindringlinge sah. Sie wer'n verzeih'n," begann de? Eine, wir sollen 's Klavier holen; der Herr hat eh' drei Tag g'wart', ob net die Mieth' erneuert werden thät und jetzt müssen wir's halt mitnehmen!" Was!" schrie der Feldwebel, das Klavier ge:niethet?! ah! ah! das ist Gaunerei!" Muß schon bitten." erwidert der brave Träger, ein Herr Einjährigii hat's für die Frau bestellt, und hat die Mieth' aber blos bis 1. Januar 'zahlt!" Mit dem Seufzer: O diese Einjährigen!!" sank die Frau Feldwebel in die Arme ihres Gatten.

Zn Frogmore. Das Mausoleum in den Gärten zu Frogmore, wo Königin Victoria ihre letzte Ruhestätte gefunden hat, befindet sich dicht bei dem der Herzogin von K:nt, der Mutter der Königin, und wurde erbaut, um die Reste des PrinGemahls und der Königin aufzunehmen. Es trägt die Inschrift: Seine trauernde Wittwe, die Königin Victoria, ließ hier bestatten, was sterblich an Prinz Albert war. A. D. 1862. Lebewohl, Vielgeliebter! Hier werde ich endlich mit Dir ruhen; mit Dir werde ich in Christo wiederauferstehen." Der Grundstein wurde von der Königin 1862 gelegt; erbaut wurde es von Professor L. Grüner und Mr. A. I. Humbrt. Es ist in gewisser Hinsicht die Nachahmung eines alten römischen Grabes bei Ravenna. Der mittlere Raum bildet eine kreuzförmige Kapelle, die erst im November 1863 vollendet wurde und in der in einem großen, grauen Granit Sarkophag

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Das Mausoleum. der Prinz - Gemahl ruht. Diese Kapelle ist prächtig decorirt. venezianische Mosaiks schmücken die Decke des zu ihr führenden Ganges. Der Fußboden besteht aus eingelegtem Marmor und die Wände sind mit Marmor bekleidet und mit Reliefs. Urnen. Statuen. Freskos und Gemälden, sowie Inschriften in Englisch und Deutsch geschmückt. Wundervolle Thore verschließen den Eintritt in die Kvpelle, deren Plafond ein Gemälde nach einer Zeichnung der Kaiserin Friedrich aufweist. Der Sarkophag steht unter der mittleren Kuppel. Knieende BronzeEngel befinden sich an jeder Ecke, und auf dem Sarkophag liegt die ruhende Gestalt des Prinz - Gemahls von Baron Marochetti aus weißem Marmor gebildet, angethan mit der Uniform eines Feldmarschalls und mit den Jnsignien des Hosenbandordens. ' Ein glücklich Liebender.

Du bist mit Deiner Köchin wohl zufrieden?Und wie! Gibt mir nur wahre Äaradewürite."

Rache.

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Herr: Darf ich um die Hand Ihrer w I 'ii nu

gramem ocoier oiiien 5 Friseur: Einem, der sich selbst ra Nrt? Nicht um die Welt!-

Pettenkofer.

Mit eigener Hand hat der berühmte

Hyqieniker Max v. Pettenkofer in

München wegen eines schweren 5!Lrper-

leidens seinem Leben ein Ende ge-

nacht. Max. v. Pettenkofer wurde am 3.

December 1818 aus der Einode Lichtenheim bei Neuburg an der Donau geboren. Er studirte in München Medicin und Naturwissenschaften. Zu

seinem Sondergeblet machte er die Chemie. Er bildete sich darin besonders in den Laboratorien zu München, Würzbura und Gießen aus. Seine

praktische Laufbahn begann er als chemischer Assistent an der Münze zu München. Im Jahre 1847 trat er

in den Lehrkörper der Universität

München ein. Er nahm sich hier des

damals noch ganz brach liegenden Unterrichts in der medicinischen Chemie an. Zuerst Privatdocent, hatte er als Lehrer solchen Erfolg, daß ihm bereits

1853 eine ordentliche Professur für

mediclnlsche Chemie übertragen wurde. Von der medicinischen Chemie lenkte

er allmählich und immer stärker in die

Hygiene hinüber, um zuletzt ganz Hygieniker zu werden. Er trat 186? an die Spitze des Hygienischen Jnstituts in München, des ersten in Deutschland, wurde in das kaiscrl. Gesundheitsamt berufen und leitete die Arbeiten der ersten deutschen Choleracommission. Seit 1889 war Petten-

kofer Präsident der Münchener Akade-

Maxv.Pettenkofer.

mie der Wissenschaften. Der Schwer-

Punkt von Pettenkofer's Lebensarbeit liegt in seinen grundlegenden Leistunae auf dem Gebiet der Hygiene; jedoch ist damit Pettenkofer's Schaffen

noch bei weitem mcht erschöpft. Ihm sind namhafte Funde und Neuerungen in der medicinischen und in der tcchnischen Chemie zu danken, so eine be-

wahrte Gallenprobe, eme Zuckerprobe, der Nachweis des Kreatins und des

Kreatinins im Harn, Beiträge über

den Nachwels des Arsens u. a. m. Viel Aufsehen erregte seinerzeit das von Pettenkofer angegebene Verfahren

zur Wiederherstellung von Oelgemäl-

den. Der Physiologie und der Hygiene kamen zugleich seine Forschungen über Ernährung und StoffWechsel und über die Athmung zugute. Unter den hygienischen Arbeiten des Gelehrten stehen seine feinsinnigen und mühseligen, sich über viele Jahre erstreckenden Beobachtungen überGrundwasserstand und Seuchenverbreitung obenan. Sie bieten die Grundlage für die Pettenkofersche Lehre von den engen Beziehungen zwischen SeuchenVerbreitung und Bodenbeschafsenheit. Aus ihnen leitet sich das wichtige hygienische Gebot ab, daß sich Aufwendungen für Reinhaltung des Bodens auf's Beste rentiren. Einen Bestandtheil dieser Forschungen bilden seine Beiträge zur Lehre vom Typhus und von der Cholera. Ebenso wie die Bedeutung der Reinhaltung des Bodens studirte Pettenkofer die Frage, wie am besten für reine Luft gesorgt werden kann. Falsche Auffassung.

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Warum haben Sie denn gestern nicht aufgehört. Bier zu trinken, wo ich doch selbst so oft den Finger warncnd erhob V." Soo, das war eine Warnung? ... Ich hab' geglaubt, Herr Doctor. das heißt noch eine Maß", und hab' ich mir immer g'schwind noch eine geben lassen!".

Wiener Volkswohnungen. Die Arbeiterstadt", wie man in Wien die zum Andenken an das fünfzigjährige Regierungsjubiläum des österreichischen Kaisers errichteten Aolkswohnungen nennt, zahlt vorläufig erst elf Häuser, davon haben neun je sechszehn aus ein bis zwei Stuben nebst Küche und Zubehör bestehende Familienwohnungen. Dicht aneinander gereiht nehmen sie einen großen Theil der Zichhuer- und WernHordstraße ein; wird erst der hinter diesen befindliche, beinahe ebenso große Theil bebaut (für etwa 40 weitere Häuser ist bereits Terrain gekauft), dann bildet das Ganze einen stattlichen Häusercomplex, der einenHofraum mit hübschen Gartenanlagen und sehr großem Kinderspielplatz umschließt. Es ist ein sehr behagliches Reich, das man

Sater und Sohn,

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Major (im Vorzimmer vor dem' Weggehen ein hübsches Stubenmädchen küssend): Run nun, süßes Kind, sträube Dich nicht gar zu sehr." Stubenmädchen: Aber Herr MaZor. Sie degradiren sich ja selbst, wenn Sie mich küssen denn dann sind Sie nur mehr Lieutenant Stellvertreter."

Die Arbeiterstadt.

hier für den Arbeiter und Beamten mit

kleinerem Einkommen geschaffen hat.

Alle Wohnräume erhalten das Licht direct von der Straße oder dem Garten aus, überall ist für bestcVentilaticn ge-

sorgt, bei der Vermiethung wird streng darauf geachtet, daß für jedes Familienmitglied entsprechendes Flächenmaß vorhanden ist. Corridore und Treppen werden Abends durch Auerlicht erhellt; Wasserleitung mit Anschluß an das Hochquellamt steht allen Miethern zur Verfügung, ebenso Centralheizung. Die Einführung derselben, noch mehr aber kostenloses Waschen der Wäsche durch die StiftungsWaschanstalt sind Vortheile von cwinenter Bedeutung, da sie die Wirth schastliche Thätigkeit der Frau erleichtern. Baderäume und Bibliothek befinden sich ebenfalls in diesen Arbeiter Wohnungen.

Zu gütig!

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Sie werden doch auch zum Woblthätigkeits - Concert Ihr Schcrflein beitragen. Herr Eommerzicnrath?" Gewiß meine Irma wird singen e' scheencs Lied!"

Ein braver Gatte.

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Sie sollten ihre Frau d?s lieben Friedens willen aber auch nicht immer ärgern, wenn Sie wissen, daß dieselbe so leicht aufgebracht ist!" Ist schon recht, aber wissen Sie, meine liebe Frau ist gar so komisch, wenn sie sich so recht gist't!"

Ahnungslos.

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Au den trinkfestesten Männnn d'e5 Hofbräuhauses in München gehörte Advokat X. Der sprach eines Abends zur Kellnerin: Kathi, was bin ich schuldig?- Sie haben 14 Maß. macht 2 Mark 80 Pfennige." Mit selbstgefälligem Lächeln meinte der Meistertrinker: Ja. gelten's, so viel hat halt doch sonst Niemand?" O ja," sagte die Kellnerin, dort hinten im Eck sitzt Einer, der hat 15 Maß." Was, den muß ich sehen, zeigen Sie mir den Herrn." Der Advokat ging hin und fand als Nivalen seinen Sohn. In den Armen lagen sich Beide und weinten vor Schmerz und Freude." das heißt, sie gingen noch in ein Weinhaus.... Gewagte Behauptung.

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Vorstand (vor der. ihm zu Ehren dekorirten Bureauthüre): Meier das haben Sie wieder großartig ge-. macht, einfach prachtvoll. . . Ich sag'S Kalt immer wieder: es gibt nur einen Meier auf der Welt!"

Das Höchste.

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Sag', Hannes. was würdest Du thun, wenn Du der reichste Bauer im Dorfe wärst?" .I'. i' wollt' Euch schon zeig'n, waZ a' reicher Bauer is! ... Verklag'n that' i' d' ganz' G'meind' mitsammt 'm Bürgermeister!" F'atale Verwechslung.

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Dame (di: soeben von ihren Einkaufen heimgekehrt ist, sehr indignirt): .Unausstehlich! Muß doch 'mal in den Spiegel sehen, warum man mir gerade heute fast in jedem Geschäft, in welchem ich einkaufte, so dringlich einen Schleier zum Kaufe angeboten...!"

Ableitung.

GuteWaare.

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Kixde: Die Hose ist so kurz. M wächst der Junge ja in vier Wochen heraus!" Kieiderhändlcr: I Gott ben?r:... U lange hält sie gar nicht!"

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Wie sich der böse Moritz die Prügel verlüßt.

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: Boshaft. Sehen Sie da5 prachtvolleHaar des Fräulein Maier?" .Das kann die sich bei ihrem enor en Vermögen gestatte.'

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