Indiana Tribüne, Volume 24, Number 165, Indianapolis, Marion County, 3 March 1901 — Page 3
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Sildlana Tribüne, Sonntag, 3. März 1901
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Ab Dom Kege.
Komar. aus dem Nachlasse HaNS Wachcnhuscns.
(9. Fortsetzung.) 7?c:ch der Probe begab sich Jenny in ine Garderobe, um ihr Haar zu ordneu. Sie nahm Hut und Schleier ab und machte ihr Haar vor dem Spiegel zurecht. Das Unglück hatte aber gewollt, daß sie die Thür nicht fest in's Schloß gelegt hatte; diese öffnete sich zurücksinkend zu einer Spalte und eine Garderobiere war neugierig genug, hercinzulugen. Sie erblickte Jennys Gesicht in dem Spiegel und ihre Neugier war befriedigt. Sie. die oft genug als Logenschlie- ' herin eines anderen Theaters der eleflauten Frau Dr. Soltmann die Sortie vor der Loge abgenommen, hatte sie kannt. Während Jenny sich durch den Eingang der Bühne entfernte, vertraute die Frau ihre Neuigkeit dem vor der Kasse stehenden Theaterdiener an und das war so gut. als habe sie in der Zeitung gestanden, obgleich sie ihn um Verschwiegenheit gebeten. Frau Golt?rmann fuhr nämlich soeben vor das Theater, um an der Kasse zwei Billets für sich und ihre Freundin Mathilda Schenck zu kaufen. Sie stieg aus und beauftragte damit den Theaterdiener. um sich nicht selbst in das Gedränge an der Kasse zu mischen. Und die Plaudertasche erzählte ihr dann, man wisse endlich, wer die Sänqerin. die Hanny Ehlers, sei, die stets tief verschleiert zu den Proben erscheine: es sei keine Andere als die Frau Dr. Soltmann, die also wieder da sei. Die Goltermann konnte nicht eilig genug ihren Wagen erreichen, um ihrer Freundin die enorm wichtige Nachricht zu überbringen, daß Jenny Soltmann uicht nur zurückgekeyrt sei, sondern als Hanny Ehlers, jne sensationell: Erscheinung natürlich! im heutigen Concert auftrete. Die Botschaft war furchtbar interessant. Mathilde Schenck hörte sie mit einer gewissen Schadenfreude. Jenny Soltmann wieder hier, während sie der Meinung gewesen war, diese habe drüben ihr Glück gefunden! Und zum Theater war sie gegangen! Das konnte nur geschehen sein, weil sie unglücklich war! Sie hatte sich Jenny vorgestellt als in den Armen ihrer ersten Liebe schwärmend, und so mußt' es ihr also ergangen sein! Sie fühlte sich zwar versucht, sie zu bemitleiden, aber auch Mary hatte sie sichtbar gemieden.... Das gab alo einen Theaterabend! ... Inzwischen saß Mary noch immer rathlos zu Hause. Der Consul hatte auch keine Ruhe gehabt und war ausgegangen, ehe a zu einem Entschluß gekommen; sie erwartete ihn vergebens, wartete in wachsender Spannung auch auf Erich und fürchtete sich vor seinem Erscheinen, denn was sollte sie ihm sagen? Doch er wollte sie jedenfalls erst in der Loge treffen! Die Unglücksbillets lagen da auf fccni Tisch und er ahnte nicht, was bevorstand! Sie versetzte sich in die Stimmung Jennys, in der sie ihrem Debüt entgegensehen mußte; sie hatte nichts von ihr mehr gehört. Dabei sah sie Erich, wie er am Abend, sie und den Oheim vergeblich erwartend, in der Prosceniumsloge dasaß, wie sie" ihm ganz nahe, auf die Bühne trat und er sie anstarrte; wie auch sie ihn erkannte. . . Und vor diesem Bilde mußte sie die Augen schließen, denn sie sah auch das Staunen im Publikum und eine wahre Angst erregte ihr der Gedanke, wie man sie aufnehmen werde. Es war das ja - eine Herausforderrng des Publikums; man hatte sie verurtheilt; würde man ihr vergeben, Uz Künstlerin? Immer aber kehrte ihre Vorstelluna zu Erich zurück. Sie hatte ihn lieb gewonnen;- sie, ein Kind der weiten Welt, schätzte die Männer, die den Kopf oben behielten, mochte das Herz auch bluten. Sie hatte seine Selbstbeerrschung erkannt, schon als sie ihn kennen gelernt, und jene Scene, wie er sie in der Soiree des Präsidenten dem Damenkreise vorgestellt, war ihr unvergeßlich geblieben. Der Umstand aber, daß sie die Schwester Jennys war. batte ihr stets eine gewisse Zu:ückhaltung diktirt. Der kleine Harry hatte sie kürzlich erst in Verlegenheit gesetzt, indem er in Erichs Gegenwart zu ihr sagte: Gar keine Mama soll ich also mehr haben! Wozu bist Du denn 'da?" . . . O. sie war ja jetzt da, aber für den armen Kleinen nicht! Jenny war in hohem Grade strafbar; in Marys Herzen war nichts mehr, was für sie hätte sprechen köntun. Mochte ihr Schicksal jetzt sein, welches es wolle, sie hatte es sich leichtsinnig bereitet und sollte es tragen. Doch was ward aus ihr. wenn es ihr heute Abend mißlang? Der Oheim hatte für sie jedes Interesse verloren und Jcnny war jedenfalls zu stolz, um etwas von ihm zu erwarten. Er hatte ibr. Mary, gesagt, wenn Jenny .-nicht reussire, werde Adriani, so weit cc ihn kenne, sie ohne Erbarmen fallen lassen, und was dann? ... Bon der Gnade Erichs leben? . . . Jetzt kehrte der Eonsul erschöpft von seiner Promenade zurück und warf sich verdrossen in einen Sessel. Besorgt fragte Mary, ob ihm etwas widerfahren'sei. Allerdings!- rief er. .Zunächst mußte ich hören, daß diese Th?atergeschichte. die der Teufel holen soll, gar kein Geheimniß mehr ist! Ich mußte diesem geschwätzigen Weibe, der Frau Goltermann begegnen, die Du etwas links liegen ließest.' Sie übersiel mich mit Comp' ' "Vüber mein VXXftMnuZffhert. dan l sie mir
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ihre Freude darübt
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Nichte, die Frau Dr. Soltmann wie dergekehrt sei, und daß sie diele heute Abend zu ihrer Ueberraschung werde im Theater bewundern können'. Gott weiß, woher sie das hat. aber si: wollte soeben erst davon erfahren haben. Wozu war nun diese Geheimthuerei?" Ehrlich meint sie es gewiß .nicht mit Jenny! Sie sprach einmal so und einmal anders über sie. Im Grunde mag es jetzt ganz gleichgiltig sein, ob sie weiß, was heute Abend doch Alle wissen werden. . . . Haben Sie einen Entschluß gefaßt?" Mary schaute den Oheim in großer Spannung an. Ja! Wir werden nicht hingehen! Mag man davon denken, was man will." Mary war damit ein Stein vom Hcrzen gefallen. Was hätte sie ausgestanden! Wie hätten die Goltermann und ihre Freundinnen sie angeschaut, ehe Jenny noch auftrat und mit welchem Gesicht hätte sie Erich in der Loge empfangen sollen? Es war besser so! 19. In der Scene. Der Tag war sehr angenehm verstrichen. Man hatte viel getrunken und getoastet. Sich freuend auf den Abend, den er an Marys Seite verbringen konnte, begab er sich aus der Herrengesellschaft direkt zum Theater, etwas verspätet schon, denn die Vorstellung mußte schon begonnen haben. Er war kein Habituö gerade dieser Bühne, die Beschließer kannten ihn also nicht. In seinem schwarzen Gesellschaftsanzuge betrat er das .Haus und trennte sich von den Herren, die ihn hieher begleitet hatten und ihre Plätz7 Achten. Es mußte eben eine Pause sein, denn er vernahm keinen Gesang, wie er über den Corridor schritt, wohl aber sah er Manche der Besucher auf ihre Plätze zurückeilen und hörte das Geräusch von Stimmen des Publikums, das eben verstummte, als er die- Prosceniumsloge erreichte. Er trat in diese, sah das Parket, die Ränge dicht besetzt von einem eleganten Publikum, die Loge, die er ganz genommen, war aber leer. Weder der Consul noch Mary waren anwesend. Und da intonirte soeben das Orchester. Um nicht allein vorn in der Loge zu sitzen, lehnte er sich an die dem Hause zugekehrte Wand hinter die Sessel, und da. eben als er sich vorbeugte, um die Hand nach dem auf der Brüstung hangenden Concertzettel auszustrecken, sah er sich gegenüber einen älteren mit mehreren Orden dekorirten Herrn aus der Coulisse treten. Er führte eine Dame in Wasserblauer, ausgeschnittener, mit Spitzen reich besetzter Robe auf die Bühne, verließ sie kurz vor der Rampe und trat in die Coulisse zurück. Die Dame trug ein Notenblatt in der einen, den Fächer in der anderen Hand 'und verneigte sich anmuthZg vor dem Publikum, das sie mit tiefem Schweigen empfing. Das Lächeln aber schien aus ihrem Antlitz zu erstarren, sie wandte den Blick seitwärts zu der Prosceniumsloge und .... Erich fuhr erbleichend zurück; ein Schwindel bemächtigte sich seiner, als sie eben, dem Takte der Musik folgend, die Stimme erheben wollte, und auch sie zuckte leise zusammen; der Ton schien ihr zu versagen; sie erbleichte unter der leichten Schminke, die ihrem zarten Teint das Lampenlicht geboten hatte. Doch sie faßte sich und begann das Cooper'sche Lied My star", Nun hüllt die Nacht, die .lenzige Nacht" etc. Erich hatte sich wieder an die Wand gelehnt. Er war fassungslos, schloß die Augen, horchte, riß die Lider aus und starrte die Sängerin an. Das war sie Jenny mit ihrem blonden, nur durch eineRose geschmückten Haar, ihrer Elfengestalt; das war ihre Stimme, die ihn einst so oft entzück! hatte, die aber heute so gepreßt klang, daß es ihn heiß und kalt überlief. Sie war es leibhaftig! . . . Wie kam sie auf die Bühne! Er faßte es nicht. Er beugte sich vor. gleichgiltig darum, ob ihn das Publikum erkenne, sah bekannte Gesichter, erblickte in der Rangloge die Goltermann und die Schenck. auch andere Damen, die sich zuflüsterien mit so hämischen Mienen . . . Eine Todesangst überkam ihn. Er drückte sich wieder in den Schatten der Loge, lausckte. zitternd vor ihrem Erfolge, denn ihre Leistung war entschieden nicht auf ihrer Hohe. Sie hatte auch ihn erkannr, und das mochte sie beirren. Er bereute, sie gestört zu haben, denn wie entrüstet er auch war, er wünschte ihr Gelingen; er zweifelte, und das ließ ihn nach der Lehne des vor ihm stehenden Sessels greifen, denn
er fühlte seine Knie schwanken. Nein, sie war nicht auf der Höhe! J?nmer wieder erfaßte ihn die Angst. Er fühlte den Schweiß auf feiner Stirne. Die Töne schwirrten vor seinem Ohr. so daß er sie kaum zu unterscheiden vermochte. Er hätte aus der Loge auf die Vühie springen mögen, um ihren Arm zu erfassen und sie fortzuführen. Jetzt aber fand sie ihre Geistesgegenwart und damit ihre Stimme wieder. Sie schmetterte die zweite Strophe mit d:m Schluß- Du bist meine Wonne. .Du bist mein Stern!" heraus daß es das Publikum zu lautem . Applaus hätte hinreißen müssen. Und ein Applaus fehlte auch nicht, doch war er nur kalt, denn man hatte sich, als sie schwieg, im Hause zu erzählen. wer die Sängerin sei; und da mischte sich eben vom zweiten Rang aus ein lautes Zkschen in den Beifell, der euch im Parket ein Echo fand. Erich war gegen seinen eigenen Willen Partei. Er blickte auf sie. sah sie wieder erbleichen, sah Adriani entrüste! den Kopf zwischen den Coulissen herauöüncken. Er war ßn seinen
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Platz gebannt, erhob sich, trat, im Schatten bleibend, aus die andere Seite der Loge, schaute zum zweiten Rang hinauf und sah das Gesicht Schwmders über seiner rothen Kravatte mit schadenf roher Grimasse auf die Sängerin herabblicken. Erich murmelte einen Fluch. Dieser Mensch rächte sich also für die ihm von ihr widerfahrene Nichtbeachtung seines Bettelbriefes! (?ie that ihm leid, wie sie dastand, um ihr zweites Lied zu beginnen, angestaunt durch die Menge im Parket, die noch immer die Köpfe zusammensteckte. Hatte sie einmal diesen Beruf ergriffen, so wünschte er ihr Erfolg. . . - Aber wieder ergriff ihn seine Entrllstung. daß sie ihm dies angethan. Er wollte fort; es hielt ihn aber dennoch fest, als sie von Neuem begann; und er blieb mit dem tiefsten Groll im Herzen. Dasselbe wiederholte sich, als sie auch dies Lied gesungen. Mit gesenkten Augen verneigte sie sich, um unter Zischlaute und Applaus abzutreten. Erich stand aufrecht im Fond der Loge, den Hut in der Hand. Und als sie die Bühne verließ und nicht von Adriani, sondern von einem anderen Herrn in der Coulisse empfangen wurde, sah er. wie sie einen schwer an-
klagenden Blick m seme Loge warf. Was sollte dies? War' er Schuld an dieser Ovvosition. die sie doch selbst
herausgefordert hatte?... Der In-
grimm trat in ihm wieder an die stelle der Theilnahme. Auch er stürmte hinaus, durch den Corridor. Er sah und hörte Nieman, den von ihm begegnenden Bekannten. Er fühlte sich gedemüthigt, beleidigt in seinem Stolz. Sein Name war jetzt jedenfalls auf Aller Lippen, er hörte ihn sogar aussprechen. Und das hatte sie ihm gethan! ... Er irrte, aus dem Theater tretend, hinaus in den dämmernden Abend. In ihm kochte eS. Wohin sich wenden? Auch im Club war heute jedenfalls sein Name auf Aller Zunge. Und dieser Erfolg, der jedenfalls stark angefochten
war! Wer hatte iyr den waynnnmgen
Gedanken eingegeben, gerade hier auszutreten? Ihm zum Tort nur hatte das geschehen müssen; kein Zweifel! Wo ferner waren sie Beide, die ihn heut Abend im Stiche gelassen hatten? Offenbar hatten sie darum gewußt! Hatte er das aber von Mary verdient, die er für so offen und ehrlich gehalten?... Seltsamerweise hielt es ihn bei seinem Umherirren in der Nähe des Theaters, die während der Vorstellung ziemlich unbelebt war. und so stieß er denn auf einen älteren, .sich auf den Stock stützenden Herrn und eine junge verschleierte Dame. Er erkannte zunächst den Consul, der phlegmatisch und vor sich blickend seinen 5)ut zog und dann seinen Arm nahm. Sie waren natürlich drinnen?" fragte er. auf das Haus deutend. Ja. ich war drinnen!" antwortete Erich schwer verdrossen. Ich wünschte aber, man hätt: mir das erspart!" Er warf dabei einen vorwurfsvollen Blick auf Mary, die die Stirn senkte. ..Das gilt wohl mir?" fragte der Consul. Leiden aber wußt' ich nicht, wohin Ihnen heut: die Nachricht senden. da Sie ja für den Tag engagirt waren. Erzählen Sie zuförderst: wie ist die Sache ausgefallen? Danach erzähle ich." Wie sie kommen ?uußte. Man appla'idirte und zischte!" Der Consul blickte Mary an. als wolle er ihr zurufen: was habe ich gesagt? Natürlich!" fuhr er fort. Die öffentliche Meinung! Die habe ich gefürchtet! Ich will Ihnen gleich die meinige ausfprechen. Zu thun war nichts gegen dieses Auftreten; der Coniralt band sie und ohne Zweifel bei Conventionalstrafe. Wer hätte die bezahlt?" Ich!" rief Erich mit vor Zorn bebender Stimme. Hm! Ich wollte Ihnen ja meine Ansicht sagen. Mit dieser Strafe wäre nichts gethan gewesen. Ich sagte mir: sie sucht ein Feld ihrer Thätigkeit um zu leben, und das war ihr am Ende zu verzeihen; nur daß sie dieses Feld aerade hier betrat, fand ich nicht in der Ordnung. Sie hat cs jetzt, nach Ihrer Mittheilung, hier verloren, denn Adriani wird sie fallen lassen. Ich kenne feine Gewohnheiten und Prinzipien." Eine Pause trat ein. Eben fchritten ein paar'Herren. aus dem Theater kommend, an ihnen vorüber. Ihre anfänglich: Befangenheit abgerechnet." sagte lu Eine, ist ihre Stimme nicht schlecht; aber es war doch eine Kühnheit, gerade hier, wo ihre Vergangenheit unvergessen ist und ihr von ihr verlassener Mann eine so geachtete Stellung inne hat, eine nachsichtslose Beurtheilung zu riskiren. . ." Sie gingen weiter. Erich ballte die Hände.' Mary blickte mitleidig auf ihn. Sie schwiegen alle Drei und schritten langsam ihres Reges. Ich denke. Sie trinken ein? Flasche Wein bei im;," sagte cxr Consul. Wir hatten eigentlich die Absicht, im
Hotel zu soupircn. . ." Er wollte nicht '
hinzusetzen, daß man in einem osftntttcftn Lose.; heute Abend über sie" sprechen hören werde. Erich verstand ihn. . Schweigend folgte er. denn den Club wagte er heute nicht zu betreten und das Alleinsein fürchtete er. Schweigend erreichten sie des Consuls Wohnung. Mit inniger Theilnahme drückte hier Mary Erichs Hand, während der Consul draußen der Bedienung seine Ordre rat. Nehmen Sie sich das nicht so sehr zu Herzen !"bat sie. Des OheimZ Wille war es, darüber zu schweigen. Sie hörten ja seine Ansicht darüber, daß nichts daran zu ändern Wesen. r" jjtitji
nurnen vic uns niazii
O. kch habe einen schweren Abend erlebt!" rief er, die eine Hand an die Stirn führend, während die andere die Marys kalt umschloß. Wäre mir dies dr.ch nicht beschicden gewesen! Ich mußte es mit ansehen, daß ein Bube, sich an ihr rächend, das Signal zur Unzufriedenheit gab! Ich hätte ihn mit eigener Hand erwürgen können!" Jenny hat Sie natürlich gesehen?" Ja! Und als sie die Bühne verließ, warf sie mir einen Blick zu. als habe ich Theil an dem Zischen, ich. der ich um ihren Erfolg eine Todesqual ausgejtanden habe, obgleich es mi: war. als müsse ich sie von der Bühne fortreißen. Jeder Nerv erzittert noch in mir, wenn ich daran denke. Es war eine Höllenpein!" Er ließ ihre Hand und warf sich aus einen Sessel. Mary trat zu ihm und legte ihm mit wehmüthigem Blick die Hand aus die Schulter. Erich ergriff sie und preßte zum ersten Mal einen heißen Kuß darauf. Doch sie entzog sie ihm, denn der Oheim trat eben wieder herein. Wie gern wäre sie ihn um den Hals gefallen, hätte sie ihm gesagt, er habe ja sie noch! Aber er durfte wohl ahnen, errathen, daß sie ihn liebe, er konnte, er durfte es sogar wissen, doch sie hielt es für einen Frevel gegen die undankbare, unglückliche Schwester, dies einzugestehen. Stunden lang saß sie im Nachtgewände an dem Abend noch in ihrem Zimmer, mit gerötheten Augen überlebend und doch keinen Rath findend. Es war ja zu Ende zwischen ihm und Jenny, aber daß sie an ihre Stelle treten könne, das war ihr unfaßbar, jetzt namentlich, wo diese, die letzte Planke verloren war, die Jenny aus ihrem Schiffbruch hatte retten sollen! Mit welchem Gewissen hätte sie ihm ihre Liebe bekennen sollen, und was würde die Welt dazu gesagt haben jetzt, da die Schwester wieder hier war und man dem Gedanken Raum geben konnte, es komme vielleicht zu einer Versöhnung! Sie stand nicht zwischen ihnen; sie hatte gethan. waS sie angesichts Jennys Abneigung verantworten zu können geglaubt; er war ihr zu werth, als daß sie es versucht hätte, ihn in diese unglückliche Ehe zurückführen zu wollen, die ihn doppelt elend gemacht haben würde. Nein, sie wußte keinen Rath und seufzend kam sie zu dem Gedanken: Wenn nur der Oheim auf seine ReisePläne zurückkommen wollte!" ... 20. Im Spital.' Jennys zweiter Liedervortrag hatte zwar Beifall gefunden, doch der Applaus war lahm gewesen. Man hatte in der großen Pause sich zu viel üöer sie erzählt und dadurch waren die Tonangebenden, die Enthusiasten gegen sie eingenommen worden. Sie hatten ihre Persönlichkeit bewundert. ihr aber doch nicht vergeben können. vielleicht eben ihrer äußeren Borzüge wegen. Namentlich die Damen der Gesellschaft, die mit ihr bekannt gewesen waren, hatten sich als unversöhnlich gezeigt und im Foyer ihr Vergehen mit großer Umständlichkeit erzählt. Frau Goltermann wollte Erich sogar in der Prosceniumsloge bemerkt haben; man stellte sich vor, was der Aermste habe empfinden müssen, und damit war denn das Urtheil auch über die Künstlerin fertig. Als Jenny, von dem Sekretär Adrianis geführt, die Garderobe erreichte, stand sie leichenblaß und zitternd da. Dann entstürzten Thränen ihren Augen. Sie fühlte ihren Mißerfolg. Adiani hatte sich nicht mehr vor ihr sehen lassen, er, der vorher die Galanterie selbst gegen sie gewesen war. Sie trocknete ihre Thränen. Die sollte Niemand sehen. Sie vernahm den Gesang von der Bühne her. Und da. wie sie in ihren Paletot gehüllt, in ihrer Salonrobe dasaß, empfand sie cm heftiges Frösteln und wieder eine Fieberhitze. Ein unerträgliches Stechen im Gehirn quälte sie. Das verursachten ihr die Gedanken, was jetzt werden solle. Sie hatte von Adriani wenigstens einige theilnehmende Worte erwartet, hätte sich mit ihm aussprechen mögen, aber der ließ nichts von sich hören. So ward ihr denn endlich gemeldet, der Wagen erwarte sie. Sie trat hinaus, aber Niemand außer der Garderobiere begleitete sie, und die schaute sie auch so sonderbar an. Auch keiner der Künstler kllmmerte sich um sie. Wie demüthigend das war, den stolzen Hoffnungen gegenüber. mit denen sie heute das Haus betreten hatte. Erst unterwegs an dem schönen Frühsommerabend gedachte sie Erichs und mit Entrüstung. War er wirklich im Stande gewesen, ihr einen solchen Empfang zu bereiten? Das verursachte ihr wieder das Stechen im GeHirn. Und war ihre Schwester zugeg:n gewesen? Sie hatte vor Ausgehen des Vorhanges durch das Ochsenauge gelugt und eine Anzahl ihrer früheren Bekennten gesehen, doch Mary nicht. Indeß cs war besser so. Welches Interesse konnte denn diese Schwester für si: haben! So erreichte si: denn ihre bescheidene Wohnung. Sie warf sich angekleidet auf das Bett, nachdem sie ihrer Brust Luft gemacht und da gedachte sie zuerst wieder Erichs. Er war es gewesen, dessen unerwarteter, so naher Anblick sie gerade ben Beginn gestört hatte, vielleicht absichtlich sogar! Hatte er gewußt von ihrem Auftreten? Hatte er selbst dazu beigetragm, daß man sie so empfangen? Sie überdachte die Momente des Abends, unruhig, in höchste? Nervosität. Die Wirthin brachte ihr die kleine Lamve und stand da, als wolle sie von ihr hören; doch sie schickte sie hinaus, sie wollte sogar nichts genießen, nur Ruhe haben.
Als die Frau gegangen war, sprang Jenny auf. stellte sich mit der Lampe vor den Spiegel und blickte in ein so bleiches Gesicht, daß ihr das Herz ängstlich zu pochen begann. Der Neid selbst mußte es mir doch lassen, daß ich gut genug gesungen habe, daß meine Stimme den Raum ausfüllte!" bebten ihre farblosen Lip-
pen. Aber ich selbst sah ja ihn, den
Schwender. den ich drüben kennen lernte durch Arch. Sie vermochte nicht, den Namen hervorzubringen.
Er wagte es schon damals, mir den
Hos machen zu wollen, als er noch nicht
so herabgekommen war. Er und seine
Conforten waren es . . . Aber", sie schlug die Hände vor das Antlitz, was mache ich jetzt, wenn Adrini . . . Mein Gelo ist ausgegeben, was beginne ich!"
Hastig, mit fliegenden Handen, ja
nüt Ekel, warf sie die Salonrobe von
sich und ließ sich auf das Lager sinken. So lange hatte sie mit größerer Auf-
regung. als sie sich den Schein gegeben, an diesen Abend gedacht; und jetzt, da das Schicksal entschieden, war ihre Kraft gebrochen.
' Als die Wirthin nach einer Stunde wieder erschien, fand sie Jenny mit klappernden Zähnen und brennendeig Gehirn in Fieberphantasien. Sie fragte, ob sie nicht zum Arzt schicken sollte. Jenny aber wehrte ihr ab. Sie habe kein Geld für einen Arzt, zitterten ihre bleichen Lippen, während sie die Frau mit glasigen Augen anstarrte. Sie wolle lieber sterben. Diese wußte also, wie der Abend ausgefallen und mitleidslos ging sie, voraussehend, daß sie 'eine Schwerkranke werde behe?bergen müssen. Draußen stand sie vor der Thür, noch überlegend. Wer dünkt sich. Alles zu können, wozu ein Künstler jahrelang studiren muß!" rief sie unwillig und bereit, andere Saiten aufzuziehen. Und das ist jetzt aus der stolzen, eitlen Frau Doctor Soltmann geworden! Hätte lieber bei Mann und Kind bleiben sollen!... Und kein Geld mehr!... Wird's wirklich schlimm, so muß sie in's Spital; ich kann hier keine Kranke gebrauchen! ... Aber sie wird sich ja besinnen, wenn man jung ist, stirbt man so leicht nicht!" ... Als sie am Morgen wieder kam, um ihr eine Schale dünnen Kaffees zu bringen, fand sie Jenny im heftigsten Fieber. Mit geschlossenen Augen und heißem Schweiß auf Stirn und Händen lag sie da. Die Frau war noch barmherzig genug, ihre Aufwärterin zu dem Arzt gegenüber zu schicken; der aber war nicht zu aufe, sollte erst am Mittag zu sprechen sein. Sie wußte jetzt nicht, was beginnen, und saß rathlos am Bette: Jenny begann wieder zu phantasiren, und das machte ihr Angst. Endlich gegen 11 Uhr ward an der Schelle gezogen. Eine junge Dame erschien. Die that den Schleier zurück lyrd die Frau starrte sie betroffen an. Das mußte die Schwester sein, von der sie ja gehört! Daß sie nicht daran gedacht hatte, zu dieser zu senden! Aber sie hatte ja nicht gewußt, wie Beide zu einander standen. In der That war es Mary. Diese gab sich zu erkennen, während sie angstvoll auf die Daliegende starrte. Sie fetzte sich an das Lager und nahm mit Erschrecken die heiße Hand der unglücklichen Schwester. .Ich bin's! Mary!" rief sie ihr zu. die noch mit geschlossenen Augen dalag. Aber Jenny hörte sie nicht; sie begann wieder heftig zu phantasiren. Um Gotteswillen, schicken Sie einen Dienstmann zu unserm Arzt!" rief Mary, der Frau ein Stück Geld reichend und ihr die Adresse nennend. Es ist Gefahr; sie liegt im heftigsten Fieber!" Sie gab ihr auch ihre Karte für den Arzt. Die Frau stürzte fort. Das Goldstück machte ihr Eile. Mary beugte sich über die Kranke. Ich bitfs ja. Deine Schwester!" rief sie. mit Erschrecken in die verzerrten Züge schauend. Aber Jenny offnete wohl die Augen, schien sie jedcL nicht zu erkennen. So saß sie denn verzweifelt da, ihr? Phantasien hörend, in denen sie allerlei Namen aussprach, nur den Erichs jücht. Sie rief nach Harry, verwünschte Adriani. der sie verlasse, und hieraus entnahm dann Mary, wie es mit ihr stehe. Der Oheim mochte Recht haben. Die Angst vor der Noth hatte sie vielleicht in diesen Zustand versetzt und sie hatte es verschmäht, sich an die Schwester zu wenden. Eine Stunde verstrich ihr in größter Angst. Endlich kam der Arzt von gegenüber. Der constatirte ein Nerven fieber. verordnete ein Medikament und empfahl die sorgfältigste Pflege. Naü wiederum fast einer Stunde trat ein Zustand der Ruhe, der Erschlassung ein. Jenny vermochte die Schwester zu erkennen, bat aber, sie sich selbst zu überlassen und fragte, ob keine Nachricht von Adriani gekommen sei. Als die Wirthir verneinte, sank sie mit wieder geschlossenen Augen zurück und schwieg auf jede an sie gerichtete Frage. Ihre Hände tasteten krampshaft auf der Decke des Lagers. Mary mußte fort. Sie ging geräuschlos. ohne Jenny davon zu sägen, um den Oheim zu benachrichtigen. Sie instruirte die Wirthin für den Fall, daß ihr Arzt erscheine, versprach, am Nachmittage wieder zu kommen, und warf sich in den Wagen, der sie hierher zur Vorstadt hinausgeführt haite. Sie dachte an Erich. Aber nur der Oheim konnte diesen in seinem Bureau aufsuchen. , Der Oheim empfing ihre Botschaft it Kopfschütteln; er hatte nichts davon gewußt, daß Mary zur Schwester gefahren war. Ich kenne doch meinen Adriani!" brummte er. So weit wir ihr helfen können. soll'S geschehm! Was
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aber mit Soltmann machen, das weiß I
ich nicht. Er würde nach meiner Ansieht nur ihren Zustand verschlimmern, wenn er sie aufsuchte; er darf sie also nicht sehen, so lange es nicht zum Aeußcrsten kommt. Unser Sanitätrath wird verschnupft sein, wenn er hört, daß schon ein anderer Arzt bei ihr gewesen ist und wird sich nicht um sie kümmern wollen. Soltmann darf ich nicht in seinen Geschäften stören; er ist ohnehin schon aufgeregt genug und helfen kann er doch nicht! Ein, unglückseliges junges Weib das!" Er schritt zu seinem Schreibtisch, nahm einige Hundertmarkscheine heraus. that sie in ein Couvert und reichte es Mary. Wenn Du am Nachmittag wieder zu ihr mußt, bringe ihr dies cinstweilen, damit sie außer Noth ist. Werde schon weiter sorgen! Die Kunst wird ihr verleidet sein. Eine abenteuerliche Idee war das; aber der Adriani liebt solche Experimente, bei denen er selbst natürlich keinen Schaden trägt. Ein Unglück für sie, daß sie ihm hat begegnen müssen! ... Also Soltmann erfährt vorläufig nichts!" Mary fügte sich. Als sie am Nachmittage wieoer zu b:t Kranken fuhr, vernahm sie. daß dicfe, während die Wirlhin einen Ausgang gemacht, so krank wie sie gewesen, am Mittag spurlos verschwunden sei und ihre Sachen zurückgelassen habe. Doch, setzte sie hinzu, sie ahne, wohin sie sei. Sie habe am Morgen von dem St. Boni-sazius-Spital gesprochen, das ganz in der Nähe sei; dahin werde sie sich wohl gewendet haben. Voller Angst um sie fuhr Mary zu dem Hospital und erfuhr denn euch die Bestätigung. Jenny hatte, als sie sich allein wußte und die Arznei eine Unterbrechung des Fttbers bewirkt hatte, das Lager verlassen. Obgleich sie kaum im Stand: war. sich aufrecht zu erhalten, hatte sie sich angekleidet, das letzte Geld zu sich gesteckt und sich mit schlotternden Knien die drei Treppen hinabgeschleppt. Vor der Hausthürc hatte sie sich von dem Kutscher in eine Droschke heben lassen und war ohnmächtig vor dem Spital eingetroffen. Jcnny war eine der Damen des Eomites gewesen, das vor einigen Iahren für dieses Hospital gesammelt hatte; die Oberin hatte sie erkannt, als man sie bewußtlos hereingetragen und ihr dankbar ein Lager erster Klasse eingeräumt. Auf diesem fand Mcrry die Schwester in bedauernswerthestem Zustände Der eben anwesende Arzt aber hatte eine schwere Gehirn-
affektwn constatirt und Mary ersucht, der Schwester nicht näher zu treten, und so hatte sie sich denn begnügen müssen, der Oberin das für Jenny bestimmte Couvert zu übergeben und das Spital wieder verlassen, um auf der Rückfahrt für Ueberführung von Jennys Sachen zu sorgen und der Wirthin zu zahlen, was diese ihr noch schuldig. O. wie traurig!" rief diese, das Geld in Empfang nehmend. Wer hätte einer so schönen und vornehmen Dame ein solches Schicksal prophezeit! Sie lebte doch im Ueberfluß, aber zufrieden erschien sie sckon zu meiner Zeit nicht! Und ihr Mann, ach Gott, ich kannte ihn ja! Er kann Einem leid thun! Aber man erzählt sich ja, er denke schon an eine And're!" Mary zog den Schleier herab und verließ die für sie so traurige Umgebung. 21. ErichundMary. In einer wahren Galgenstimmung begab sich Erich am Morgen in's Bureau, nachdem ihm die Augen der Frau Behringer so mitleidig begegnet waren. Heute sollte eine Direktionssitzung stattfinden. Er vertraute auf seine Eollegen. sie wurden ihn mit Worten und Blicken verschonen. Nur was am Abend die Zeitungen schreiben würden, das fürchtete er7 Indeß, ihm sollte kein Blatt vor Augen kommen. Es war ferne Absicht, schon jetzt sei-
nen Sommerurlaub anzutreten; er mußte also seinen Kopf zufammennehmen. um noch heute Alles hiefür zu ordnen. Zu seiner Beruhigung empfingen ihn die Herren ziemlich unbefangen; Keiner sah ihm an. wie ihm zu Muthe war. Er beschäftigte sich nach der Sitzung bis zum Nachmittag in feinern Bureau; übergab das Nöthige seinem Substituten, athmete danach ans und ging. Der Eonf uk hatte ihm gestern Abend offen Alles mitgetheilt, wie dieses Debüt sich angebahnt hake, und wie er wirklich der Ansicht gewesen, daß es so am besten sei; nur daß es gerade hier geschehen, tadelte er, bereitete ihn auch auf Adrianis Benehmen nach diesem Mißerfolge vor und, ersuchte ihn. sich in dcr Sach.? ganz passiv -u verhalten. Mary sollte ihre Schwester aufsuchen und das Uebrige werde sich ja finden. Erich traf also zu Hause seine Vorbereitungen zur Reise und begab sich' dann zum Consul. Mary war eben von der Kranken ge kommen. Von Mary sich zu trennen, schien ihm so schwer; doch er mußte Zerstreuung suchen. Sie empfing ihn. noch in Aufregung durch ihren Besuch im Spital. Der Oheim hatte sie . ja insiruirt. Erich, wenn er komme, nichts von dem Zustand: der Schwester zu sagen, bis c5 vielleicht dennoch nothwendig werde. (Fortsetzung folgt.) Ver bredung. Vertheidiger (zum Angeklagten): Sie konncn nicht weinen? Gut. so . bedecken Sie iz im rechten Augenblick Ihr Gesicht
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Beine vom Schwein. rö!:!e
Salz. Pfefferkörnern und Crr!ner'n 8 Tage ein, nter öfterem den; dann wasche Kiese sauber, ur.j koche sie ganz weich. Dazu Erbsen '. drei und Sauerkoll geben ein t:r:liches Essen. ! Fischsuppe mit Kartof - fein. Diese 2u?t bereitet man meistens aus JischresteVi; benutzt man rerschiedene Sorten, so kann die Supe nur g:n?innen. Die auszezrätetcn Fischreste werden mit heißen, frisch abgelockten und rein abgelaufenen Kartoffelschniien im Mörser gest-n und die Masse dann mit der nöthign Fleischbrühe vermischt. Aufzetcht treibt man die Suppe durch ein Haarsieb, kocht sie noch einmal aus und ebt in Butter geröstete Wlißürct.-rürfcl hinein. Apfelscheiben auf Feinschmeckerart. Man höhlt Llcxiel aus, schneidet sie in fingerdicke Scheiben un) marinirt sie eine Stunde lang in Arrac und Zucker. Dann quirlt man vier Gclbcier, eine große Tasse siie, . Sahne, 5 Eßlöffel Weizenmehl, unv wenig Zucker zu einem Teige cm man zuletzt auch das zu steifem Schnee ceschlagen? Weiße dcr 4 Eier beit. taucht dieApse!sck:ibcn hinein und bedi sie auf dem Eierkuchentiegel in Butter, wobei etwas Schweinefett fein kann, dunkelbraun. Man reicht sie ohne Sauce mit Zucker und Zimmet bestreut, f Gans mit Kastanien, li1 j dem die Gans gereinigt ist. wird sie mit gerösteten oder roh geschälten und w Salzwasser gesottenen Kastanien gefüllt, die Oeffnung zugenäht und die Gans mit 1 Tasse Wasser, etwas Salz und Fett in den Bratcfen geschoben, der gut geschlossen bleiben muß. Nach her darf kein Wasser mehr zugegossen werden Zeitweise ttud der Braten ge wandt (mit den Handen) und das ausgelaufene Fett mit einem Löffel darüber gegossen Räch ca 2 Stunden ist der Braten gar. Salat von geriebenen Kartoffeln. Gekochte, aber vollkommen erkaltete Kartoffeln reibt mar: mit etwas Zwiebel (doch nicht zu viel von dieser, damit dieselbe nicht scharf vorschmeckt): dann vermengt man die geriebene Masse mit Salz und Pfeffer, Oel und Essig, drückt sie in eine Salat schüssel. nach der Mitte zu erhöht, ein. kerbt ihn zierlich mit dem Messer und reicht ihn. Besonders gut eignet tz sich zu warmen Bock- und Wiener- .
Würsten, zu warmer Knack-. Fleisch und Stadtwurst. Doch paßt er zu allen kalten und warmen Fleischspeisen. Husarenbraten. Eine lief tige raune Sauce wird mit vier bis sechs gehackten, in Butter gelb gcrösteten und mit Bouillon weich gekochierr Zwiebeln, fcwi' mehreren L'öffelu.riebenen Mcerrettigs vermischt, so daß eine' dicke Masse entsteht. Ein gespicktes, fertig gebratenes Rindssilet wird nun in Scheiben geschnitten, diese mi! der Masse bestrichen. nebeneinan der gelegt und oben mit dem pikanten . Brei ganz bedeckt. Tie Oberfläche wird mit e?iebencr Semmel . be--streut, mit einigen .Lutterstückchen belegt und dann das Fnrtolangwd heißen Ofen gestellt, bis die Kruste hellbräunlich und härtlich geworden ist. Das Fleisch wird mit Madeirasauce servirt. Windbeutel. Man bringe ein halbes Pfund Butter mit einem Quart Wasser zum Feuer, streue, wenn e5 kocht, ein halbes Pfund Mehl unter beständigem Rühren hinein und ?übre es so lange, bis die Masse recht steif ist und sich von Löffel und Kasserole löst, lasse sie ein wenig erkalten und schlage dann nach und nach acht Eier hinein, füge die. abgeriebene Schale einer ha! ben Citrone hinzu, verarbeite denTeiz kräftig und stelle ihn' einige Stunden lang an einen kühlen Ort. Run sticht man mit einem silbernen Eßlöffel klei- , ne Klöße davon ob und legt-sie reihen, weise auf ein mit: Mehl bestäubtes Backblech, formt sie mit dem Löffel möglichst rund und bäckt sie- etwa ein: Viertelstunde lang in mittelheiße? Röhre, bis sie hoch und goldbraun ge-worden-sind, worauf man sie mit r- , nem Guß von Zucker. Citron?und Rosenwasser bestreicht. Aus die -ser Masse kann man litt bis fünf Dutzend Stück formen. Apselsperse. Ein. Viertel Pfund Mehl, halb so cirl Butter, ein viertel Quirt Milch uud ein Viertel Pfund Zucker rühre maw zusa:nmen ab. lasse es dann erkalten und bereite mit noch zwei Eidottern 2 Unzen Bus. ter. dem Saft und der abgeriebenen Schale einer Citrone eines recht glatten Teig. Einen Teller voll geschält:? und auZzeherzter Apfelschei'leu H2! man schon verher mit einem Viert:! Pfund gut gewaschene? Sultan ir.r.'. :r. gemischt, stark mit Zucker bcstrt und', mit einem Gläschen Ruk überionr?st der Teig fertig, dann streikt ir.r eine Sreiseform stark mit Dutter . . und überstreut sie mit j geriete. Zwieback. belegt den Boden mit t Schicht Teig, giebt die Aepfcl. r .... ,
dem entstandenen Saft dazu. , l ' wieder mit 'Teig zu. bestreut Oberfläche mit Z.ieback. giebt .Butt.' Zlümpchcn darauf und bäckt die im Ofen ungefähr 1 1 . Str.: Das Cericht kann warm oder VJi ceben werden, nach Belieben, und' winnt noch, wenn man eine Nu:.-. dazu mack:t. . ' J Die Locke der Seliel ! Der kleine Hans (zum Verehrer ' Schwester): Hier, Herr Dreier, . ben Sie eine Haarlocke von 1 Schwester! Aber sagen Sie ir denn ich habe die Locke heiml'. : scknitten. als meine Säwffttl zL..
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