Indiana Tribüne, Volume 24, Number 165, Indianapolis, Marion County, 3 March 1901 — Page 10
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Durch die Volkszählung. Humoreske von Cug?n Isolani. Aber Lieschen, weine doch nicht! Sei fern Frosch! Für die Dauer kann sich ja Dein Vater unsere? Verbindung nicht widersetzen! Wenn Du mir nur gut bleibst, bin ich's zufrieden. Ich harre Dein, und Dein Vater wird schon wollen müssen!" Nein, er will aber nicht, Arthur! Er hat streng:n Befehl gegeben. Dich gar nicht vorzulassen, wenn Du Dich, wie er sich ausdrückt, doch noch unterstehen solltest, persönlich um meine Hand anzuhalten, nachdem er Dir brieflich die Absage gegeben." Aber, er kennt mich ja noch gar nicht!" Das schadet nichts, er will nun einmal keinen Schulmeister, wie er sagt, zum Schwiegersohn. Er hat sich's in den Kopf gesetzt, daß sein Schwiegersohn einmal sein Geschäft übernehmen sollte. Er mag überhaupt die studirenden Leute nicht leiden, und diesen Widerwillen hat er durch Onkel bekommen." Was ist denn das für ein Onkel. Lieschen?" Ach. auch ein Lehrer, ein Oberleh rer am Gymnasium, ein sehr gelehrter Herr, der aber furchtbar eitel auf seine Bildung ist und den Papa, der nun einmal nie sehr für das Lernen eingenommen war, immer schulmeistern will. Er ist in 2. am Gymnasium, und wenn er einmal nach Berlin zu iöesuch kommt, dann zanken sich die beiden Brüder so lange, bis der Onkel wüthend wieder abreist." Und nun meint Dein lieber Papa, alle Lehrer seien so dünkelhaft, wie sein Bruder und haßt alle Lehrer, wie Deinen eitlen Onkel!" Ja," antwortete L:echen. Nun, wenn es weiter nichts ist, von diesem Vorurtheil will ich ihn schon noch heilen." Ja, wenn Du ihn zu sprechen l kämst. Laster. Aber er läßt Dich sicher gar nicht vor!" Was gilt die Wette, mein Schah, daß er morgen meinen Besuch annimmt!" Ach, Arthi'.r. ich habe Angst. Du
wirst Dich täuschen!" Wann ist er morgen sicher zu sprechen!" Zwischen 2 und 4 Uhr ist er zu Hause; um 2 Uhr speisen wir, um j3 Uhr macht er sein Mittagsschläfchen. Dann verweilt er noch eine Stunde zu Hause und geht dann wieder. ins Comptoir." Morgen zwischen 3 und 4 Uhr soll sich unser Schicksal entscheiden. Und nun geh' heim, mein Schatz und sei guten .Muthes!" Adieu. Arthur!" So schieden die beiden Liebesleute,
nach herzlichem Händedruck; jedes ging seines Weges, Lieschen voll banger Sorge heimwärts. Arthur voll Zuverficht ins Gymnasium, in den Dienst. Seitdem sich die beiden Liebesleutr vor einigen Wochen bei einer Freundin Liesckns. deren Bruder der Kollege von Arthur war, kennen gelernt und sich schnell ineinander verliebt hatten, hatte Lieschen es einigemale schon so einzurichten gewußt, daß sie dem ge liebten Manne ganz zufällig" auf dem Wege zur Schule begegnete. Als sie aber den Eltern nur andeutungsweise ihre Neigung verrathen hatte, da war der Vater gleich wüthend aufgefahren und hatte kategorisch erklärt, ein Schulmeister dürfe nicht in sein Haus kommen, von dieser hochmüthigen Sorte" habe er gerade an seinem Herrn Bruder genug in der Familie. Da hatte denn Lieschen wohl Ursache genug, um besorgt für ihre Zukunft zusein. wenn sie auch dem Vater ebenso kategorisch erklärt hatte, daß sie. niemals einem ungeliebten Mann die Hand geben würde und daß, wenn sie den Doktor Arthur Meinert nicht heirathen dürfe, sie wohl überhaupt ledig bleiben würde. Alles das wußte nun wohl der Herr Oberlehrer Meinert, aber gleichwohl setzte er alle seine Hoffnung noch aus die morgige Unterredung mit dem Vater seines gliebten Mädchens. Wie er diese Unterredung herbeifllhren würde, dafür wußte. schon Räth, wenn er auch Lieschen noch nicht in seinen Plan eingeführt hatte. Morgen nämlich war ja die Volkszählung, und er, der Dr. Meinert, war freiwilliger Volkszähler. Wenn er nun auch nicht in dem Revier zählte, in welchem der Großkaufmann Nettke, Lieschens Vater, wohnte, so konnte er sich doch leicht von seinem Kollegen, der jenes Revier zählte, das betreffende Haus, in welchem NettkeS wohnten, übertragen lassen. Das that er denn auch, und am Sonnabend, den 1. December, klingelte er bei Herrn Max Nettke, um 3 Uhr Nachmittags. Lieschen zitterte vor Aufregung, als die Korridorklingel ertönte, und als das Mädchen, daS halb geöffnet hatte, mit der Meldung, ein Herr der Volkszählung wünsche Herrn Nettke zu sprechen, ins Wohnzimmer trat. LieZchen ahnte sofort, daß ihr Arthur es sei, der unter dieser Maske ins Haus komme, und ihre Ahnung wurde ihr zur Gewißheit, als sie dem Vater, der in sein Zimmer ging, wohin Herr Dr. Meinert vom Mädchen geführt worden war. Blicke nachsandte und dabei ihren Schatz erkannte. Bitte wollen Sie nicht Platz nehmen." sagte liebenswürdig Herr Nettke zu dem wartenden Dr. Vkeinert. O bitte, ich will nicht stören! Ich will mir nur erlauben, einen Blick in die Liste zu werfen, die sicher von Jhneu ordnungsgemäß ausgefüllt ist. Es ist daö meine Pflicht!" Bitte sehr, ich weiß daS wohl, mein Herr! Aber nehmen Sie doch dabei Platz! Sie unterziehen sich da in liebenswürdiaer. ovsermutkia Weile
einer gemeinnützigen Pflicht im Dienste der Gesammtheit, und da bitte ich Si?. es sich wenigstens so bequem wie möglich zu machen!" Ijfc danke Ihnen sehr, Herr Nettke, für ihr liebenswürdiges Entgegenkommen. Sie glauben nicht, wie "angenelim es uns berühren muß, auf so viel rsländniß für die Bedeutung der Volkszählung zu stoßen. Leider ist das nicht überall der Fall. Die Hcrren Kaufleute . sind ja in. der Regel weitblickend genug, dieses Verständniß z:: haben. Vor einer Stunde war ich j?doch bei einem Gelehrten! Ich kann Ihnen sagen, Herr Nettke, wenn ich nie wieder Volkszähler bin. in meinem Lebcn. so h2t es dieser Herr aus dem Gewissen. So unhöflich war der Mann. E? meinte, daß die ganze Volkszäb lung nur den Zweck habe, neue Steuern ausfindig zu machen. Man sollte nicht glauben, daß ein gelehrter Mann solchen Unsinn aussprechen kann!" Ja, die Gelehrten!" rief nun Herr Nettk: ganz freudig erregt, eine gleich
gestimmte Seele gefunden zu haben, aus. diese Gelehrten! Und dabei blicken sie hochmüthig auf uns Kaufleute herab!" Na. Herr Nettke. daS dürfen Sie woh! nicht von allen behaupten! Ich selbst b:n ja auch Gelehrter, ich bin Philologe, Gymnasiallehrer, aö:r ich schätze den Kaufmannstand mit seinem weiten Blick, seinem kühnen Unternehmungsgeist, 'der erst der Wissensclaft Raum und Nahrung zum Leben gilt. Was wäre die Welt ohne d-n tüchtigen 5Zaufmannstand. der die Völker verbindet? Nichts! Nach meiner Meinung hat überhaupt keine Wisseschaft irgend einen Zweck, wenn sie nicht dem Handel und Wandel der Menschen sich nutzbar zu machen weiß. Gerade wir Philologen, Herr Nettke, sollten das beherzigen. und jeder tüchtige Philologe thut es, um die Jugend nicht für die Schule, sondern für das Leben unterrichten." Dr. Meinert hatte das mit großer Wärme gesprochen, seine Augen keuchteten, und Herr Nettke, der im ersten Augenblick ganz verblüfft gewesen war, erwiderte nun: DaZ freut mich, Herr Doktor, solche Ansichten zu hören! Und gerne höre ich von Ihnen, daß auch andere Philologen Ihrer Meinung sein sollten. Ich habe leider in meiner Familie nicht den Beweis dafür. Mein Bruder ist auch Philologe " Ach, wohl der bekannte Gymnasialprofessor Nettke in T.?" Ja wohl, kennen Sie ihn?" O ja! Der doch ich will Ihnen nicht weh' thun " Bitte sprechen Sie ungenirt, Herr Doktor!" . Nun, er ist ja bekannt, in der Philologenwelt als ein sehr gelehrter Herr,
aber ebenso auch als ein Mann, dessen
Gelehrtendunkel sehr groß sein soll. 'Er hat' ein paar griechische Schulbücher herausgegeben und glaubt nun. wer weiß wie die Wissenschaft gefördert zu haben. Aber was er kann, das kann schließlich jeder, nur macht nicht jeder gleich so viel Wesen davon!" Sehen Sie. Herr Doktor, das sieht meinem Bruder ähnlich. Er ist ein ganz dünkelhafter Gelehrter, der mit seiner ganzen Gelehrsamkeit nicht den Hund vom Ofen locken kann und doch auf mich hochmüthig herabblickt. Und nun können Sie es sich erklären, wie ich durch solch einen Bruder gegen die Gelehrten im allgemeinen eingenommen bin und können es vielleicht ermessen, wie ärgerlich ich war, als meine Tochter mir neulich erklärte, sie wolle auch solch einen Schulmeister heirathen." Nun. vielleicht ist der ein ganz vernünftiger Mann. 5err Nettke!" Nein, das glaube ich nicht! Aber Sie können mir vielleicht Auskunft über ihn geben. Es ist ein Oberlehrer Dr. Arthur Meinert. Kennen Sie den Kollegen vielleicht?" O, gewiß kenne ich den! Ich stehe ihm sogar sehr nahe. Mer gerade deswegen möchte ich nicht gerne ein Urtheil über ihn abgeben. Nur so viel kaun ich Ihnen sagen, daß er über den Kaufmannstand genau so denkt wie ich!" Na. das freut mich zu hören! Aber gleichwohl halte ich nicht viel von Jhrem Kollegen!" Und wenn ich fragen darf, weshalb nicht?" Das will ich Ihnen gern sagen! Sehen Sie. nach meiner Ansicht darf ein rechter Mann sich nicht hinter einem Mädchen verstecken. Sehen Sie. der Dr. Meinert hat meine Tochter kennen gelernt, und die Leutchen verliebten sich ineinander, und nun gebe ich ja gern zu, daß es ein bischen hart von mir war, als meine Tochter mir die Liebe gestand, zu erklären, er dürfe nicht in mein Haus kommen. Ich dachte eben dabei an meinen Bruder. Aber wenn der Dr. Meinert ein tüchtiger Mensch wäre, so wie ich ihn mir als Schwiegersohn wünsche, würde er sich
eben verflucht wenig an mein Verbot
kehren, sondern sich trotzdem unter irgend einem Vorwand in mein Haus drängen und bei mir kühn und verwe gen um die Hand meiner Tochter an.
halten. Statt dessen sitzt er nun wohl
bei seinen Büchern, läßt das Madchen sich abhärmen und denkt sich vielleicht.
ich werde furchtbar stolz darauf sein.
daß ein Herr Doktor meine Tochter de
gehrt. und werde ihm das Mädel an
den HalS werfen.
Ich glaube. Herr Nettke. Ihnen den
Beweis liesern zu können, daß Sie sich
vollkommen rn dem Dr. Meinert tau
schen. Hiermit gestatten Sie mir, mich
Ihnen als Dr. Arthur Meinert vorzu stellen und um die Hand Ihrer Toch
ter Lieschen anzuhalten !"- -Herr Dottor. schttzen Sie nicht!" .. Ich scherze nicht! Ich hab: nur das VolZszähleramt in diesem Haufe über-
Kommen, um 'diese. Unterredung Her-
bezzufuhren. und ich alaude, ,"'.pedt
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Scywikerpapacyen tn spe, es it am besten, wir rufen jetzt Lieschen, die gewiß drinnen in großer Aufregung sitzt; dann können Sie uns den Segen geben!" Sie haben es aber eilig, junger Freund!" Ja, ich muß noch in zehn Familien als Volkszähler. Ich verspreche Ihnen aber, Herr Nettke, mich nirgends wei ter zu verloben, als nur mir Lieschen! Wollen Sie sie nicht rufen, Herr Nettke!" Na, das muß ich denn schon! Wissen Sie, Sie gefallen mir in Wirkliche keit weit besser, als ich mir Sie vorgestellt habe!" Das ist hübsch von Ihnen, Herr Nettke. Sie habe ich mir genau so liebenswürdig vorgestellt, wie Sie sind!" Na. nun kommen Sie aber hinein zu meiner Frau und meiner Tochter. Und dann können Sie weiter Ihr Volkszählungsgeschäft verrichten! Und heute Abend können wir zusammen
em Glas Wem aus die Vottszaylung trinken! Recht so. Schwiegerpapachen! Es lebe die Volkszählung!" ' ,
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Theater, Kunst und Musik.
Eduard Strauß und seine Ka
pelle haben sich wieder nach Europa ein geschisst. - Das Orchester hat hier mehr als hundert Städte besucht.
W. A. Brady. Manager, hat be-
schlössen. Uncle Tom's Cabin" als ein
Schaustück ersten Ranges auf die Bühne zu, bringen. Die alte Hü!te
scheint nicht einstürzen zu wollen. - Maude Adams wird nächste Saison in Shakespeare's As ou like it" auftreten. Außerdem wird für sie Peg Moffington" dramatisirt. Das Stück ist ausschließlich für Matinees bestimmt. Die lustigen Logenbrüder", die vor zwei Jahren im Jrving Place Theater ihr Wesen trieben, werden gegen Ostern, als englisch sprechende Lodge Brothers" in einem der Frohman'schen Theater wieder auferstehen. Herr Hans ttronold. der bekannte Cellist, befindet sich auf einer ausge dehnten Konzerttournee, die ihn durch Canada und von dort nach Chicago führen wird. In Montreal hatte der Künstler einen ganz besonders großen Erfolg. Fräulein Sara Anderson, die junge New ?)orker Sopranistin, ist von Frau Wagner ausersehen worden, im nächsten Sommer in Bayreut mit an deren Sängerinnen als Senta im Fliegenden Holländer" und Gutrune m der Götterdämmerung" zu alterni ren. Auch wird sie eines der BlumenMädchen im Parstfal" singen. Humoristisches.
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R e s e r v i r t. . .Se sind schon gestanden mit dem Goldapfel in Geschäftsverbindung! Was sagen e is 'r e' Ehrenmann?" Freilich, freilich mer hatihm bisbev wch nix beweisen können!" -Unvermeidlich. In der Meier'schen Ehe geht es auch recht stür misch zu!" Kein Wunder, die yaben sich auf dem Wetterhorn kennen gelernt." Kulturfortschritt. Städter: Nun. seid Ihr in Eurem Dorfe auch mit der Zeit fortgeschritten?" Bauer: Ja freili! Einer von uns hat sogar schon a' unverstand'ne" Frau!" UnterSchnorrern Und dann hat'r gesagt: gerad' so ojt wie mei' Hemd thät" ich mei' Ueberzeuzung wechseln!" Gott, was a' Schmeichelei!"
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?.achngade derde?udmte,ten'ervenörj!te gehört fast ein fünftel der Bevölkerung de erdenkranke an-d'k'e Ltanftik ,,t gan) kderraschend mena man bedenkt, da ,u n'ang diese Isdrdunden von ervea nicht bekannt war. S , dab um so interessanter, auch die Grunde und Ursachen dieser so raZch verbreiteten beiden ,u ersadren. or Hern ist der rastlose, danige amps um eine dritten,, den deunuuae fast Der tn mehr ober weniger aufregender Weise duraljumacdcu aal, Schuld daran. iVit bieiem bänat unuiitteldar die angenrengte eisten und örperardeit zusammen, wodurch ,'edr gre nforoerunen an den Oraaniemu, genellt werden, icht zu verteile, ist aber die untweckmäsige Lebensweise, sowie die Iuaendsunven uim lva, im lülderivruche mit der ,vliden und bescheidenen Lebensweise unserer hnen stet. lle dieik Erscheinungen unserer modernen Zeit, wie Jugendsünden, unreaelma,ger Tchlaf. schwere e. matt,,.itrschklnunaen. unglückliche amilienvertialtlilsse. Z,'tidrauch vou lkohol nd Tabak tonnen in. kürzeiter Ze,t ein enichenleden zerstören, oder kaden wenig'ien ein ganze Heer von rankde, en nervdier N jur golge: Unfädtakeit zur Arbeit. edächtuis?-Schwche, erluft der männlichen Kraft artcoceie. körperliche Schwache, ktoptschmer,,,. v.'nae. und Tarm.eschwerdn. Uedelke ' tt?Psund v!e?e'? Schlaflosigkeit, ebeusüderbruh. SeachtfchwetK. nerväse Hrz Trot) all' den ljrrungeschaflen unsere Jakrhunderts ist es bi, jetzt nicht gelungen, ein sichere, ittel zur e!ämp,ana dieser rankdeiten njltgeden. Ta? ent Medical Institut zu Grand arid,. 4ich kann sich, rühmen, diese Problem gelöst zu baden. Um nun die Heilkran idrer Mittel und die eldoden derselben der Vtenschdeit bekannt ,u geben, erbietet sich da, Institut, einem Jeden aau, frei, odne elche erechnuna un "dne da der mpsanger irgend welche erpflichtungen erngel,!, eine tzrvbe der Heilmittel nebst etdodea ,u zusenden. , 9 Ter wahre und grosze TLertd dieser einfachen Hauibedandlung zeigt sich stet, auch in den schmieriake Fällen, wo iede andere Mittel ganz ersolglo war. Tausende von unue sind ,eder Zeit gerne bereu ea nig von ihrer wunderbaren Heilkraft zu geben. ' U schreibe ein Jeder, der mit irgend einem der genannten (Sedrechen behaftet ist, oder eine Uuordnuna in, seinem System versp.rt, sofort an da " Kent Medicai Institut, 113 Houscman Bldg., Brand Napids, Mi)., uZ eine freie Probe lebst Methoden und SialchschlZgen zu erhalten.
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