Indiana Tribüne, Volume 24, Number 164, Indianapolis, Marion County, 2 March 1901 — Page 7

II

Jn5iana Tridnnc. S. März 11)01.

Um Raum zu gewinnen für unsere neuen Frühjahrswaaren verlausen wir jcht alle unser? Winterwaarcn u bedeutend reduzirten Prisen. Herren und Tamcnkleidcr, Tchuhc,kZappen u.s.w. werden yir Hälfte des früheren Preises vcrkauft. Unsere Freunde und alten Kunden nd eingeladen, baldigst vorzusprechen. "AION1TOII" S?o. 300 West Washivstton 6ttafee BINZfiß, Manaa?r. Dr. J. A. Sutile, Wund-Tlrzt, cschZeytS., Urin nnd'Nectum. Krankheiten. OsZZtt'.löbOstNetktStt. Sei. 941 j;tlatttttUa: 9t10CrBcTc;ttJ4Utai Lr. I. D. MrkMtrlvk y iw&ibtii Vkekrkhe tre ttraultci Un eS T?ett:tn. $TJttlrn h CltH7 Tiv' -img t Jltftl. rs : V V 2cSdl33, Ul 0it0kitr.

nuernehre.

Vin Roman aus dem Passcicr von M. von Ocrtzcn.

WALTER FRAKZ, ScH-Arzt '?!o. 90 Ost orketrabe. Cvffir!

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(Fsrtsetzung.) Mair zwar, und mit ihm cHc Leute, die es Mt meinten, riethen Paule. er möge die kranke Frau in eim Anstalt geben. Xdo für ihresgleichen gesorgt werde. Besonders, da nun ewe junge Bäuerin ins Haus käme. Er könne ihr nicht zuznuthen, mit der Jn-sinnigen unter einem Dache zu wohnen. Der 'Paule wies alle di.'se Vorschläge kurzer Hand ab. Ich itf die MuatUx nrt fort, weil sie von Verstand is." sagte fest. Mein Pflicht ist. an ihr zu tfKxi, was ich karrn. Mein Weib innß die Pflicht mit nrir übernehmen, tt?tn eigenes Kind JDaS wird eine heitne Eh' werden mnztt der Wirth von Saltaus. Tei,?e!? Mein Diandl lfft's guat!" Vr hatte dem Paule auf seine An 'fmZe sofort daö Jawort gegeben. Fre. lih hatte er sich über das Gebaren des -jsngen Burschen .gewundert und sene grimmige, blosse Miene als eines L?e'banden unwürdig Pfunden. Sackerdiri! Wie Du dreinsibarn

hust. Bua! Wa:w "v!e Eenz Dich akg,

?cn mir au lxi fie." Das Diandl wurde hereingruftn. Josef. Maria,ns für ein Versprach!

Die Eenz war womöglich noch b!eich:r ?ls der Paule, der Blick, mit dem ste sich grüfztening wie ein Alij. hin und her. Der Tag:Hochzeit wurdc sleich bestimmt. Wecn der Trauer 's cid man von LustbQLkeit.'n undTrin!e.K.'N ab. und der !air verschlume mtt :i'jui;t seine Enttäuschung darüber, doß sein einziges lind.so ohne Sang itnRlang den ledigen -tand-mit der fe vertauschte. Hatt' meen eher ein bisset -ewa?-tct." meinte 7. und hernach .tk-t rcchie Hochzeit g'.zzLen. Aber d -Klausen-hosbauci., ?a oer muß noch frisch von der LeickT.-n. ?g heirathen! .Ixt Cen;. wann ich Tvä'r', die Bussirlkön mir rat schinnleu" WarÄnnuag ich nii f rxic der Paule. .Sfcht schnell mrZ lakes gehn oder IfliTÄest Dich garCri z?" Sie !?:ge!?te seinen m.sht."auischen Augen. WaTrn't. mich lätt' furöien wollen, hät!' IS's früht? Qcr." erwiderte fi??citach. Nach ori Wochen schon gelten der Paule Eciib ie Eenz in afi'r Stille Hochzeit. Der W'Ming hatte seim' :reißros:gen Schleier über di? Ovsibüume aebreitet. -uno?kln lauer Wind5?ruz zarte Blüthen-dlättchen durcb döft. Im aHi?nhof dufteten -5Xiz Näun-.e nach jnngem Grün, und mm Flusse wchte IWi&i Frische h'.rlÄN. Gesc2Zten5ttopfes, Hcrd Hand schritt drrölge Paar zn? Kirche, aefolgt drin'Mcr und vc fcritzi Leut-n und de? T'ösern. die es sich-tiicht nchmen lieZxn.txm Klauscnhrstern d:e Ehre airzuth?. Vorcmlore. dicht an'v. Mauer, blühten dielchnceglöckchen ras einem frischen tyrttL Bursch urb Mädchen c rtnsqin d?s Greises L,?s;n und Weib'Zitcn stneu Searn chir; b auf ihre Liebe. Da ste -rrn,' iUsammengegeÄ.": durch den Cuiiten.!.en Heimweg -antraten, schimmert? lbnen in neue?, Ilertenden

Farben rWeeZll entgegen. da.T':e vordem nicht bmchlj't. In ernettrkrüp.pelten ApsZÄulk l war's Lag, dich! -.an der SrjeiJon der kW Isieiniger pfad' abzärgtc zu einen! Ävi lichen zause. - Schau, m - neues TuVteiil rett murmelte dn'MÄr, hinter dcnTaut-

akuten stapZLüh, . meiner alten Äierin ins Ohr.

In der Fr'trchtab'n ste'Z cswucht."

Nsterte sie cchjn7.nißvoll. derlz-

peterl, der ten .Aü! erl gesund' Ulnd

'schön is!'5Ine Malerei $ii&k einen frätei ?ße.nMann, rc ken Stirn aJsier klafnken WuÄ'de in Strom Lulin Blatts brach. Darunter staiw ?u sen:An diesem Qrt wurde der Tcn:' 'löhner Andreas Wogerl sterbend OsgeZunder Ein tiefer .Fall ttrschult-tt seinen, .ach. zu frühen "od. Des 3ss ist;r ledig. Gvtt der Seele liq. O W2ndrer, M' und bete 2. mit schenk ihm die cirige Ruh'!" Ein vollblühender Sweig schwantte Tfo wanLe über dem 5rassen MachWerk.. Erst als .sie dicht an dem Baume vorÄber zogrn, bemerkte .x Paule die Tafel. Sie soch durchdringend nai Oelfarbe. Ei rang nkch Luft und ölieb wie angewurzelt stehen. Kein Ziehen und Zupfen der klemen. braunen FrauenHand, itin Drängen seines zitternden Weibeö vermochte ihn zu totitji aus seiner Erstarrung. Er las . . . und las . . . . . Geh weiter," rief der Mair ihv an. Wa5 schaffst heut' rtit dem Ding da? Daö kannst och alle 2ag' anschaue." Der Pauke taumelte. Er nahm seinen Hut ab. damit der lühleFrühling--vind die Gluth seiner Stirn kühle. So oft er weiterwollte, so oft zog ihn das Todtenbrett mit magische? Gewalt an.

Seine ganze Willenskraft zusam

mennehmend, rin er sich endlich

Und danJ eilte er im Sturmschritt den Weg hinunter.... Hm.- hm brummte der Mair. .Sackkidirt!

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los.

Ein seltsamer G:dan!e schlüpfte ihm unversehens durch den Kepf. Terstchlen schielte er um sich. Alle Mienen drückten Schrecken und Erstau::cn aus. A Glas'l Win we?d:t's doch nit verschmähen, und a Brat'l?" fragte er freundlich. Wann's auch keine große Hochzeit is. amal lcb'n lass'n müssen ma doch die jungen Eh'leut'!" Zögernd, halb unwillig und doch von Neugier getrieben, nahmen die Män ner an. Aber eisige Stille herrschte zuerst am 2ische in Saltaus. trotz des rubinrotten Küchelbergers und goldgelben Muskatellers von eigenem Gewächs. Der Ehemann fehlte. Die Braut Uch das Glas kreisen und trug Brot und Speck auf. Er wird schon kommen sagte sie on Zeit zu Zeit. Das dumme Brettl seufzte der

Mair. Das ist schuld. Tr hat so et G'müath. der Bua!" Meinet Ihr' sprach bedächtig tn alter Bauer. Ich h&' g'hört. d.'r Paule und der Andcrl seien von jer verfeindet gewesen?" Der Mair that. al5 bemerke er die athemlose Stille nicht, 'die diesen Worten folgte. Je!" lächeUe er. indem er sei GlaZ gegen das Licht M. Kinde? g'spiel war das. Nachher ist er ja auih fortkommen, der Paule

5?m." Die Märncr traiken, unas Gespräch ver.ULgte bald. Nur 2 er Mair lief as Aud ein .ur70 brachte einenKrug

um de bern. b:s die Wangen und Stirnen -kupferig glühten. Er brachte immer mhr, ehrte . selbst mitzuhalten denn ihm lag 'daran, dß diese die Erinnerung an eine gewisse fatale Stunde in Wen: ertränkten, während er ruichti?rn blieb. Dem Esel aber, der da Todtenbrett h:ute, rm Hochzeitstage 5 iner Eenz errichtet, m versprach erinnerlich alles Böse. ErVinkte'snner bleicken Tochter mit den Äugen.lliU). sie entfernte sich unbemerrt. Dk Schmach.ven Biäutigam suchen zu müssen! 'S. rannte durch däe ganze alteSaltcM, in'diettzewölbten Keller, die Kernezmten, die -als Bzrrathskammern

diemcn. Leise,.1erse ref sie seinen Na ;

men.

Uwddn-ulles'so kodt blieb so tii;

srrm 'pochte lhr ?Hez heftig auf. un

wiuiurllch .wandte u den Kops dem Strome, zu dev rrünschimmernden Pa-iscr mit'Zhrew eisigen Wellen. Se trng'denWnter-aüs ihren Wogen, den

Wrnter :de passeie??andes mit seinen

geschmolzenen Schneekronen.

Mein. üDas .Mt er nicht. 2313' Zeicht 'warmer 'herm zur Mutter gegcm-! gen und erwartetel's dort. 2)ie Eenzlhob.stlz den Blick. Mochte, er "warten.,. Sie l'.Kef nicht in da: Haus .des IMannee, ohne daß er halte. ! Arenncnve '.Rothe auf dem strengen,, ftnstcren Gesicht,, strich sie draußen im Garten.uncher. .Dir Scham verbot ihr,' noch einmal in'! die Stube zum Baisi; mck zu ' den trinkenden Gästen zu gehn. Dies !war (ts. nicht mehr ihr' Hr?m vonbiut crb ihr Heim lag dä an GeländenLizon St. Martin unt Fiemcuid .kam,- sie in ihr Heim ?u'

.

Zwei große Leiden Q scheinen allenthalben ein Crbtbeil der menschlichen Familie zu sein, ämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leiden werden jedoch geheilt durch das Meisterheilmittel

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icro alllrmrg amro ein zorniger Scherz iger über ihre bange Sorge. Die Schatten wurden lang, aus dru Fenern schüU das.rlaute Lachen uni Reden der Männer es fröstelte foi ihre Meder icbten. ; Die Magd chrmtrtsc im Stall. '.

Do? ihren zugierigen Augen ver-ij x.- fr . r.-L. w. f i n i

uuiq i'. vitiij )üLif cui vc uiie llpelle, im ihr Vater jzetzt die Gartengeräthe fbewasTte. Wer Altar war länaI entfernt. bxZ einzige Heiligthum. das die Zeit chier geschont, eine Statne der Mutter .Vsttes. lehnte einsam in-eänem WÄleZ. Nicht weinen! Dne.Cenz drängte die Thränen zuruÄ, icnd ihre Finger gruben sich in ihre Hemdslächen. Durch 'das schmale, mit rostigem Eisen vergitterte Fensinkänzin der dicken, feuchten Mauer fah sie 'die sinkende Sonne auf dem Waffe? Ganzen. So warm und licht, wie die Liebe selber. Was ist aber eine Lieber werth, die kalt ist und hart und nicht. Liebe fordert? Mit einem ' Schlage cSlaßte der .goldgelbe Schein in der starken BergB?elt. Die Eenz sah den Nebelruuch aus Matten steigen. Wenn das die Seelen der 'Todten innren! Ueber den Hof kamen und gingen die Knechte. Hei, welch' ein Gelächter, wer.n sie das Weib des Klausenhofbauern hier fänden; S schlich in's Freie und spähte gen Osten, wo die Nacht den Schluchten entstieg, gen Westen, wo der Tag versank. Neben ihrer bitteren Enttäuschung empfand sie ein sehnsüchtiges Verlangen nach dem warmen,.eigenen Herd. Die Thür von Saltauö mußte ihr verschlossen sein, im Dorf durfte sie nicht Unterkunft suchen, und wie eine Fahrende mochte sie nicht unter freiem Himmel wohnen. Ein harter Kampf war es, den ihr Stolz mit ihrem Herzen kämpfte. Zuletzt, ermattet und gedemüthigt, dachte sie:. Ich geh' bis zum KlausenHof und warr an der Thür. Leicht sieht erinich.. . ..

&o glng lt reiche. rwHmmkztge. einzige Tochter des Wirthes von Saltaus allein und verlassen den Gana in das Heim ihres ManneS. nicht eine Herrin, die in Freuden einzieht, sondern eine Magd, die um 'Einlaß bittet. Niemand begegnete ihr. Ux hereinbrechender Dmiielheit kam sie an.

Staut unv till und wre schlaftrunken dämmertm die Gehöfte. Einen Moment stccite das junge Weib, denn immer noch trieb das Gesühl erlittener Demüthigung und eiaener Erniedrigung glühende Wellen durch ihren Körper, dann biß sie die Lippen zusammen, drückte die Klinke nieder inft stand auf der Schwelle. In dem , völlig dunklen Hausflur ata. nüs der untersten Stufe derHolzstiege, faß der Paule, den Kopf in beide Hände vergraben. ' Paule fagte sie mtt einer Stimme wie ein Hauch, friert's Dich nit herunten?" Er'fuhr empor, jauchzend, stöhnend. ,enz! Eenz! Bist Du's wirklich! Wein'Gott. Eenz, Cenz!" .Ich bin zu Dir gekommen, weil Du rnich nr! geholt hast." sprich sie und brach in Thränen aus. Vor der Gewalt dieses Kindcrwcä mens wagte er nicht, sie zu berühren. WeZßt. Diandl. wann Du nit ge Zommen wärst, ich hätt' da gesessen bis .'m Morgen und bis zum Mittag und .g'wartet. Ich hab' nit den Muth gehabt, Dich zu holen. Es ist mir eine--fallen, daß ich a schwarze Sund' cnt .Dir thu', wann ich Dich zu mir nimm -.im das Haus und hat uns der Cu--.rät auch zehn Mal z'ammgebm. Aber .gewartet hab' ich doch Sie wandte sich und warf die Arme .um seinen Hals. Er führte sie sanft in die erleuchtete

tube. . Der liebe Herrgott wird'5 Ans ver- . zeihen sagte er tonlos.

Seine Hand lag auf ihrer Schulter. .Plötzlich flackerte das Licht unter 'einem Luftzuge, und die Stubenthür

'bewegte sich mit einem leisen Ämirschen

:n ihren Angeln.

Das magere, bleiche Gesicht mit dm

spitzen Backenknochen und den blauen Ringen unter den eingefallenen Augen,

halb verborgen :n losem, rabenschwarz

zem Haar, die Cenz erkannte es sofort

es war der irrsinnigen Mirtter ch:res Liebsten zu eigen. 'Sie konnte es nicht verhindern, daß

ein Schauer sie überlief und daß dieser

schauer durch ihr Zucken dem Paule ,sich mittheilte. Geh' die Bäuerin sprach er TAhig. Es ist Schlafenszeit!" . Na erwiderte dasWeib mit schwe-

'rer Zunge, ich schlaf' nrt. Wachen

-ihxr ich bis zum Morgen. Der Anderl lommt heut' Nacht

"Entsetzt sahen die beiden Jungen .einander an. Zum ersten Mal seit der Stunde des Verhängnisses sprach 'die -.unglückliche Frau den Namen des !Tüdten aus. 'TSrn Lächeln irrte um ihren Mund, nrkd'sie glitt mit einer lässig - geschmeidigen' Bewegung ihres Körvers, der d ganze Schönheit der späten Jugend bewahrt hatte, auf den Lehnstuhl am Fenster. Eine Weile beobachtete der Paule sie mit athemloser Spannung. Der erste Mondstrahl strich liebkosend Wer das Antlitz, in dem einst die Flammen der Leidenschaft geglüht und das nun Don dem Lichte der Vernunft auf ewig verlassen. . . . ArmesWeib murmelte er, armes Weib!" Geh' d Muatter wiederholte er nun. Sie schüttelte den Kopf. Und Aieri. Sie sag'n, er sei todt. Dann tommt er gewiß, gewiß. Diandl!Die Cenz folgte ihrem Ruf. Muatter!" sagte sie erstickt. Hast Du noch nie auf Deinen Liebsten gewartet?" Dies eine Wort ein Funken in ein Pulverfaß. Die Cenz erwiderte nichts. Komm sagte der Paule leise zu ihr. Doch die Irre hatte eö vernommen und mit raschem Instinkt begriffen. Sie sprang auf und stellte sich vor die Thür. In der .Stub'n bleibt Ihr! Ich weiß, was Ihr wollt! In der Kuchl abbusseln aber ick duld' es nit von wegen der Sünd'j O, wie er mich busselt, der Anderl! Paule! . . ." Sie starrte ihn rnit brennenden Augen an. Wo hast den Anderl?' E? suchte sie sanft von der Thür zu drängen. Umsonst. 3Qi die lange, bange NaHt Ich in

'Lag verwanvelte, ytelt dle Bäuerin

Annamaria Wache auf der Schwelle

und ermüdete nicht.

Vor der Kraft ihres Sohnes hätte sie weichen messen. Aber er scheute sich,

Gewalt anzuwenden.

Das Schwerste stand dem jungen

dauern noch bevor und das war,

sich zu gewöhnen an den Alltag. Man

!:bt. :ßt, tnnkt. arbeitet, wie die An-

dcren die Stunden verrinnen, wie für die Andern und tief drinnen in der Lcbcnswurzel sitzt der Wurm

und nagt und quält. Allmälig saugt er das Blut auf und verrückt die Sinne, bis das Auge die Welt in einer neuen, falschen, eigenthümlichen Farbe

siebt. d2s Ohr nur Mißtone Hort.

So lange der Sturm Herr ist, träat

das Leid sich leichter. Das Elementare

der Leidenschaften reißt mit. betäubt, entsetzt, hebt jedoch die Seele hinweg

über den furchtbaren, todtbringenden

Wirbel. Aber der Alltag . . . !

In den gewohnten Kleidern gehen, die gewohnten Häuser und Menschen

sehen, als sei man schuldlos wie einst. Jeder Schuldige meint, seine Sünde

müsse auf der ganzen Erde Umwalzun

aen verursachen, die' große, weite Welt

sei voll nur von seinem Sandkorn Schuld und die Wogen rollen weiter, er ist nichts, die Sonne vollendet

idren Laus wer hätte Zeit unter den

Sternen, um dieses Atom, Mensch ge nannt, sein Schicksal, aufzuhalten?

Der Paule schaffte rastlos, und fein 'Weib führte das Regiment über ein

zahlreiches Gesinde, so daß mancher Mann den Klausenhofbauer um sein

gut Gluck beneidete.

Tapfer zwang sie die Beklemmun

,gen nieder, die sich ihr zuerst durch Annamarias stete Gegenwart auf die

Brust .legten, und wenn der Paule müde heimkehrte des Abends, fand er .immer daö gleiche, freundliche Lächeln.

dieselbe verklärte Heiterkeit aus den

reinen, kluaen Auaen des Weibes.

Sie wollte ihn glauben machen, daß

sie sich nicht mehr grämte um Bergan-

genes. Vielleicht gelang es ihr. ihn

von seinen verfolgenden Gedanken zu

befreien.

Doch .wenn sie sich allein wähnte, lag .es wie Blei auf ihrer Seele, sie schleppte

Bleigewichte noch an den Füßen, und

die Stube ward ihr zu eng.

Ob sie wohl recht gethan, ob sie sich nicht versündigt an dem Paule? Ob ihre Liebe ihm sein Gewissen aufwog?

Darüber sann sie hin und her. Sie gewöhnte sich daran, ängstlich in seinen Mienen zu forschen, und wo sie seinem trostlosen, duntlen trockenen Auge bcgegnete, zwang sie das zitternde Lächeln auf ihren Mund, den leichten, heiteren Ton in ihre Stimme. An den Abenden, wo er seine kurze Pfeife rauchte am Herd und sie emsig spann, erzählte sie ihm Schnurren, Geschichten aus dem Dorfe, Anekdoten aus der Zeitung. Daß er ihr gar nicht zuhörte und immer nur auf einen Punkt an der Wand starrte, bemerkte sie nicht oder wollte sie nicht bemerken. . . . Und es kamen Tage, wo er es nicht ertrug. Ihr Lächeln störte ihn. . . . Eines Abends wandte er sich von ihr. als sie ihm die Pfeife brachte und ihm berichtete, die Muatter habe den ganzen Tag in der Sonne gesessen und die Strahlen greifen wollen. Schau, Paule, halt grad' einmal lachen solltest wieder endigte sie muthig. Die Muatter' hat's gut, sie ist glücklicher, als wie sie noch bei Verstand war. Und ich mein' immer, mit dem Denkn und Placken ruckt einer keinen Stoan von seinem Platz. Wer an Schneid hat, bleibt stehen bei dem, was er amal für Recht erkannt hat Langsam stieg die Röthe in seine baaeren Wanaen. (Fortsetzung folgt.)

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