Indiana Tribüne, Volume 24, Number 164, Indianapolis, Marion County, 2 March 1901 — Page 3

Jndiana Tribüne. S. März 1901.

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ebbtet Mister Ediihor! Ich hen Jhne verzehlt. wie rner an elaunt von die Selma ihr heiert Meedche uns all verschlafe hen. des meint, daß mer all erscht so gige Dinner wach geworde sind. An den Dag sin mer all in den Haus gestanne, for dah die Leit denke sollte.' mer dehte nit gut fiehle. Am Qwend hen die Kids den Christ gebattert, daß er sie t Noht schreiwe müßt, bikahs die Tietscher wollt nit. daß s: mitaus e Noht in die Schul komme sollte. Do Hot sich also der Christ hinhocke müsse un Hot jedem

t Noht geschriewe, sell wäre Pietsches. De mehrschte Batter hen ihn die Nohts an die deutsche Tietscher gemacht. Wisse Se, das deitsche Schreiwe kommt ihn e wenig hart an. bikahs er Hot so wenig Prächsis. In das Spreche do iS er ahlrecht. Zr spricht ecksecktlie so gut deitsch wie mich, bloß Hot er nit den feine Ackzent bei die Pronaunziehschen, wie ich's hen un wie Sie schuhe genug auch schon bei mich genohtist hen Eine von die Nohts Hot gesagt: Tietscher, der Bennie Hot geschtert die Schul gemint, von Wege Uebeldranigkeit in sein Stommeck un Wege mich, plies ecksjuhse Se ihn." Der Bennie Hot gesagt, d i e Noht deht er nit mit in die Schul nemme, do müßt er sich ja vor ihn schchme. Liewer deht er sich ja vor ihn schehme. er, des meint der Christ, besser deht noch emol in die Nachtschul gehn, for sich noch e wenig in die deitsche Leng witsch zu imprufe. Das Hot den Christ mähd gemacht ;er Hot den Bennie e gut: Lickin gewwe un Hot ihn ins Bett gehn mache. Der Louis Hot gesagt: W'-'ll, Pa. waS recht is muß recht blei-

we. ich kann den Benn gar mt so ar:g blehme. Du willst hawwe, daß mir Buwe deitsch lerne solle un dabei kannst du noch keine vier Worte sage, mitaus, daß du mit fünf englischeEckspreschens uffmickse duhst. Die Tietscher kann nit viel Zeit an jedes von die Kids wehste, awwer du als en deitscher Mann duhst mit deine schlechte Cckspreschens wieder alles speule, was die Tietscher gut gemacht Hot." Was war das Riesolt? Der Christ Hot auch den Louis e Spenking gewwe un Hot ihn. in sei Bett getschehst. Die zwei anner Kids hen auch Riemarks gemacht, wo der Christ nit gegliche Hot, un er Hot se ganz denselwe Weg getriet. Wie se all in ihre Bettruhms gewese sin, do hen se zu viert e ferchterliches vierstimmiges Gehaller gestart und die Selma, die bis dahin ganz still, aber inseit voll von Eckseitement dagesesse un Stackins gemendt Hot, die Hot jetzt gesagt: Jch besser mache, daß ich fort komme, sonst krieg ich mehbie auch noch e Lickin, bikahs wann du emol gestart Host, dann bist du t reines Vieh." Der Christ Hot ecksplehne gewollt, awwer die Selma Hot gesagt: Du machst mich sick. Wann die Buwe wirklich sässie un frech sin un e gute Lickin verdiene, denn lachst du derzu un duhst se nit totsche. awwer wenn se Widder emol e wenig Fonn mache, denn möchst du se am Liebste kille. Das wär

mrch auch e Klnner - Erziehung!" Dann Hot se ihren Klohk angezoge un ihren Hut uffgesetzt un is fortgange. Die Kids hen ganz genau gewatscht was vor !s gange un wie se gehört hen. daß ihre Mutter fort is, do hen se ganz schrecklich angewwe. Se hen e Gehaller gemacht, als wann ihre Ma nach Saut Afrikeh abgereist war, for gege die Englische zu feite. Ich hen des Neus ganz un gar nit gegliche. Ich hen gesagt: Ich will dich emol ebbes sage, henn ich gesagt, wann du so e Foß in den Haus mache willst, dann gehn ich auch fort. $ch hen schon nach mei Jwwerkutt gegriffe, do Hot mich der Christ gestoppt. Er sagt, ich sollt doch nit so fuhlisch sein; Kinner wäre Kinner un wann se genug gekrische hätte, dann dehte se auch Widder stappe. Er könnt ja doch nit helfe. Well, das hen ich denn auch eingesehe un wie er gesagt Hot, daß ich sein einz'ger Freund wär, wo er d.:an diepende kennt un wann ich fort deht gehn, dann

ging er auch fort, well do hen ich mei Jwwerkutt Widder hingehängt un sin gestanne. Do war denn Widder alles in gutem Schehp un in kurzer Zeit hen auch die Kids mit ihrem Gehaller gestappt. Do Hot mer's Widder e wenig besser stende könne. Das heiert Mädche Hot sich grad rettig gemacht for Widder loszuschiebe un der Christ Hot se grad noch geketscht. Annie, Hot er gesagt, komme Se emol erein. Do is se in'den Deiningruhm komme, uffgefickst wie e Lehdie un Kittglohfs Hot se auch gewohre. Watt it is? Hot se gesagt. Der Christ Hot se gefragt, wie se den Nadau heut Abends gegliche hätt, un sie sagt, se hätt's gar nit gegliche, awwer dieselwe Zeit deht sie's auch nit meinde. Do Hot der Christ gesagt, for den ganze Rumpus wär Niemand zu blehme wie sie. Wann sie bei Zeit auS den Bett wär. dann wäre die Kids in die Schul

foir.rc, dann hätt' er- kein? Noöt M schreiwe brauch un dann wär. gas niäS gehäppend. Mehbie het: die Annie gesagt, awwer bei Jhne. Ihre. tiinUte Dlspostscben is einiges möglich. Sell. :s off Kors auch nit der. prcpp:r? Weg gewese, wie mer zu sein Bahs spreche duht. awwer die Annie war gar nit soviel aus den Weg. De? Christ Hot's, auch nit viel gemeind. 'Er Hot gesagt: Annie luckehier, wenn Sie so fortmache, denn duhn Sie in ganz korzer Zeit unser happiges Heim uffbreche. For Guttneß SehkS gehn Se morge früh in Zeit aus den Bett, sonst könne Se sich in leß denn no Teim nach e aunere Posischen umgucke. Die Annie Hot's auch gepramißt un Hot gesagt, schuhr. annest un truh. ich sin in Zeit wach. Dann is se fort gange un in so ebaut e Stund is die Selma heim komme un Hot sich mitaus e Wort zu spre che. ins Bett gelegt. Der Christ un mich sin auch gange un bald Hot die ganze Familch geschlofe. Ich sin nit ehnder wach geworde als bis die Ann5e an die Dohr getrommelt un gehallert Hot: Mister Habersack, gitt ebb." Se Hot auch den Rest von die Fämmilli mitaus die Selma geweckt un wie mer daunstehrs komme sin. do war alles in die schönste Qrdnuna un mer ben uns arad an den

Breckfesttehöel setze könne, awwer me? wäre all noch arig müd. Wie mer unser Breckfest gehabt hatte, do hen ich uff die Uhr gepuckt un dö is es halb nach in Uhr gewese. Die Annie Hot gesagt, sie war von e Pahrtie komme un do hätt se gedenkt, sie besser deht die Gäng wecke, sonst deht se sich am End Widder verschlafe! Mir Ware all so mähd. wie die Stiere un hen uns uff die Launsch un an den Flohr gelegt, for noch en kleine Näpp zu nemme Das Riesolt war, deß mer uns Widder verschlafe hen. Ich sein effrehd. die Annie is als heiert Meedche en Fehlger. Mit beste RiegahrdS, Juhrs Trulie, MeikHabersack, Eskweie? un Scheriff von Apple Ja5. Holie Terrer Kauntie.

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Sinnige (SesichtSmalercien.

Mit rose 3au6er lm dm Mädchen.

F r i s t o c, Ky., den 19. Febr., 1930. Es geht rncin.-r Tochter diel besser. Sie beFik.t nuir mit der dritten Flasche, tfartrni - Wcin und BlackDrauzht haben in ihrem Falle Wunder verrichtet. Ich habe mit etlichen meiner Bekannten über Ihre Medizinen gesprochen, und kann ich sie von 5zcrzen empfehlen. Sie hatte Störunr-cn der Gebärmutter und Cierstöcke zugleich, auch Seit.- und Nückenschmerzen. und his und da Kopfweh, besonders im Scheitel. Der Hartnäckigsie Schmerz ab:r war ans de? linken Seite, am unteren Rinde der Rippen, oder 3 bis 4 Zoll über dcui oberen Thei der Schamlos:?, von Reizbarkeit azt ganzen Unterleib, wahrend der Periode, begleitet Frau B. T. Milliken. f.aiffil; Matte:, deren Töchter sich dem Frauttalte? näbern, sollten um deren Befinden besorgt fein, ehe sie den schmerzvoll.'n Zustand erreichen,, den Frau Milliken beschreibt. Schöne und vielversprechende Mädchen werden, lcider nur zu oft, wegen Mangel an Vorsicht, rcährend dieser entscheidenden Periode ihres Lebens, auf immer zu Jnvalidin?n gemacht. Das Wichtigste für ein Mädchen, das dem Fraucnaltcr entgegen geht, ist, dasselbe richtig anzutreten.dann wird ein gesundes, glückliches Leben sclzen. 5ardui-Wcin ist das berühmte, die Menstruation befördernd? Mittel, das dem. Mädchen in dieser Periode beisteht. Jede Mutter sollte ihrer Tochter eine Flasche Kardui Wein schenken, und ihr cinvräzen. daß si: sich auf ihn, als auf einen Freund verlassen kann. Mädchen, die hi: und da eine Tosis dieses reinen Weines einnehmen, sind stark und gesund, und vermeiden diele Schmerzen und Qualen. Die Tochter von Frau Milliken wurde von all' ihren Leiden kurirt, und ist nun ein kräftiges Mädchen. Ihre Tochter kann auch stark werden. Das Herannahen der Monats? eriode ist nicht zu. befürchten, wenn KarduiWein diese Periode richtig angebahnt hat. Tausende von Müttern empfehlen den Kardui - Wein. ZT Alle Apotheker verkaufen t.W. Flaschen. W'Zkn Ai. in JSUen. die Msrnbcr Vnweisunzea bctürfcn, schrribt non. mit Ancabe ct SvmVksm:. aa ,,Tlie Ladioö' dvUoi-y Department, The Chattanooga Meclicine Co., Chattanooga, Teun.

Sem Auslande.

Der alte Jndianerbrauch, sich das Gesicht mit gewissen Zeichen zu bemalen, wenn es zum Kampfe geht oder auch bei bestimmten anderen feierlichen

Gelegenheiten ist bedeutungsreicher !

als. Viele wissen, und man wurde seh? irren, wollte man diese Malereien in irgend einem Fall für willkürlich halten. Im Gegentheil hat jedes einzelne dieser Zeichen einen gewissen Sinn, welcher von anderen Indianern sofort verstanden wird, aber weißen Forschern nur sehr allgemeinen bekannt geworden ist. Wenn man einen Vergleich anwenden will, der Jedem von uns mehr oder weniger geläufig ist, so kann man sagen: das Anbringen dieser GesichtZmalereien hat ungefähr dieselbe Bedeutung, wie wenn andere Knegsleute sich ihre Orden und Ehrenzeichen bei Gelegenheit anlegen. Ja, diese Gesichts-Bilderzeichen sind von noch weitergehender Bedeutung, als sonstige militärische Ehrenzeichen; denn sie sollen nicht blos persönlich erwordene Auszeichnungen des Betrefsenden zur Schau stellen, sondern zum großen Theil auch solche seiner Fami lie sowie seines ganzen Stammes. Vielleicht besitzt der indianische Krieger nur ein solches Ehrenzeichen, vielleicht eine ganze Menge, so daß er für jeden Anlaß eine besondere Auszeichrung zur Schau tragen kann; mitunter auch trägt er die sämmtlichen Ehrenzeichen gleichzeitig im Gesicht. Im Gegensatz zu Orden und anderen Anhängseln, werden natürlich diese AusZeichnungen nicht besonders verliehen,

sondern ihr Träger ist auf Grund gewisser Leistungen berechtigt, sie sich selder zu verleihen, und sie werden minOstens ebenso sehr anerkannt, wie die ersteren. Diese gemalten kriegerischen Ehrenzeichen haben gewöhnlich die Gestalt von Thieren, gewissen Fischen, Adlern, Naben, Spechten, Wölfen. Bären, Seelöwen, Bergziegen, Fröschen, Moskitos u. s. w., jedes mit seiner ganz besonderen Bedeutung, die übrigens nicht bei allen Stämmen durchweg dieselbe zu sein scheint. Eine besonders merkwürdige Eigenthümlichkeit ist es dabei, daß meistens diese Geschöpfe nicht als Ganzes aufgemalt werden, sondern in allerlei Stücken an bestimmten Stellen vertheilt. Von einem Dogfish" z. B. mag das besonders lange Maul auf die Stirne gemalt sein, di Flossen unter den Augen. der Schn anz,, in zwei Stücke getheilt, auf beiden Seiten der Nasenbrücke. Es kommt auch vor, daß überHaupt nicht alle Theile eines Thieres aufgemalt sind, vielleicht nur zwei, vielleicht sogar nur eines. Das ist für die Indianer sehr wenig imponirend. denn es bedeutet allemal einen ziemlich niedrigen Rang, resp, wenig Verdienst. Wo hingegen das ganze Thier, sei es auch in noch so vielen Stückchen getheilt, auf dem Gesichte erscheint, bedeutet dies große Ehren für den Träger persönliche oder für die Familie oder den Stamm; es .zeigt unbedingt hohen Rang an. Die Erwerbung des Rechtes auf größere Ehrenzeichen steht jedem Krieger gleichmäßig offen, und diese Zeichen haben sozusagen eine weit demokratischere Bedeutung, als in vielen Fällen die Orden. Manche der betreffenden Bilder stellen Meeres - Ungeheuer dar, von denen man heute nur in der Ueberlieferung weiß. . ,

In der Täufersmühle bei Heiligkreuz in Elsaß-Lothringen hat der 37jährige Arzt Fritz Menges die Tochter des Mühlenbesitzers Nabholz in Gegenwart ihrer Familie aus Eifersucht erschossen. Er gab sich dann selbst den Tod. Die letzteEnkelin des Neichsfreiherrn v. Stein, der aus Nassau stammte, die verwittwete Gräfin Kielmansegge, ist auf ihrem Gut Koppcnberg in Westfalen gestorben, ohne direkte Nachkommen zu hinterlassen. Die großen Güter Nassau mit der Burg Stein, dem Stammsitz der Jamilie v. Stein und Koppenberg, gehen an den Grafen v. d. Gröber Geh. Legationsrath bei der deutschen Gesandtschaft in Madrid über. Die Wittwe Maria Zumpft in Dt. Crone hatte, als sie Morgens auf Arbeit ging, zwei ihrer Kinder im Alter von drei und sechs Jahren in der Stube eingeschlossen. Als nun eine noch ältere Tochter aus der Schule kam und die Stube öffnete, fand sie die Stube voll Rauch und ihr: beiden kleinen Geschwister im Bett unter dem Deckbett versteckt todt vor. Es war aus dem Ofen Feuer auf die Dielen gefallen und hatte diese entzündet. In ihrerWohnungNo. 35 Straußbergerstraße in Berlin wurde die Wittwe Marie Pfaff, geboren: Stansch mit ihren beiden Kindern im Bette liegend leblos aufgefunden. Die Mutter, die noch schwache Lebenszeichen von sich gab, wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, während die Leichen der beiden Kinder zum Schauhause überführt wurden. Die Wittwe hat sich und ihre beiden Kinder durch Einathmen von Leuchtgas und mit Morphium vergif-

ier. Die 20jährige unverheirathete Anrra. Federoff, Tochter eines wohlhabenden Gerbermeisters in Schweinfurt, welche durch die 43 Iahre alte Wärterin Josephine Beyer, geboren zu Bregenz am Bodensee und in Wörishofen wohnhaft, in das Heimathhaus des evangelischen Diakonissenvereins nach Zehlendorf eingeliefert werden sollte, sprang aus dem in voller Fahrt befindlichen Wahnseebahnzuge, als dieser den Steglitzer Bahnhof verlassen hatte. Die pflichttreue Wärterin sprang ihxm Schützling sofort nach und gerieth unter den Eisenbahnzug; es wurden der Aermsten sowohl der linke Arm als auch die rechte Hand

vollständig vom Körper abgetrennt. Die Geisteskranke selbst kam ohne jede Verletzung davon. Die Wärterin, welche keinen Augenblick das Bewußtsein verlor, fand im Kreiskrankenhause Groß - Lichterfelde Aufnahme. In dem Hause No. 9? Danziger Straße in Berlin spielte sich eine Llebestragädie ab. Der Wjährige Max Eisenschmidt lauerte dort seiner früheren Geliebten, der 19jährigen Hedwig Werner, auf, um sie zu erschicßen. Beide Schüsse gingen fehl. Hiernach richtete der Rasende die Waffe gegen den Schutzmann Schneider, der sich zwischen ihn und das Pädchen warf, um weiteres Unheil zu verhüten. In die Brust getroffen, brach der pflichtgetreue Beamte zusammen. Als dies der Thäter sah, jagte er sich selbst eine Kugel in den Kopf, die jedoch nicht tödtlich traf. Im Krankenhause am Friedrichshain liegen jetzt beide darnieder: Eisenschmidt in hoffnungslosem Zustande, der Schutzmann Schneider zwar sehr schwer, jedoch nicht unbedingt lebensgefährlich verletzt. . Auf der Landstraße zwischen Königstein im Taunus und Altenheim am Walde wurde der '65 Jahre alte Tagelöhner Anton Schmitt aus Hornau durch zwei Schüsse schwer verletzt aufgefunden. Von einem jungen Manne aus Königstein und dem Landpostbeamten aus Soden, die aus unmittelbarer Nähe den Knall de? Schüsse gehört hatten, wurdeer nach Königstein verbracht, starb aber, schon auf dem Transporte. Schmitt war in HvN??. rheirathet. und . lebte, mit

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seiner Frau tn yescyewung. NaHoem das kleine Vermögen aufaezebrt war.

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vtvvy wuuiiit im iigiiii uiyii. nuwf Königstein. Er war außerdem in einen Prozeß mit den Gebrüdern Krauß und Hornau verwickelt, die von ihm verklagt waren und mit denen er in Wies-

baden gerichtlichen Termin hatte. Auf i dem Heimwege hatte Schmitt selbst I r ..r.i

Ijuuv un iuy ycicyi. Die sehrfchöneTochter Jole des Osterienwirthes Maximilia no Giovagnoni im Quartiere di San Lorenzo in Rom war zu Giovanni Almonte, einen häßlichen, mit allen Lasiern behafteten Tagedieb, in Li'be entbrcm.:t. Die Ermahnungen und Dro-

hungen der Eltern halfen nicht. Nachts ließ sich Jole an einem Strick aus ihrem Schlafzimmer auf die Straße herab und verschwand mit ihrem LiebHaber. Die Eltern benachrichtigten die Quästur. Das Mädchen kam nach einigen Tagermatt und zerschlagen im wahren Sinne des Wortes in das Elternhaus. Die Eltern suchten nun wohl oder übel die Angelegenheit durch eine Verheiratung beizulegen. Als aber der Vater hörte, daß seine Tochter inzwischen wieder ein Stelldichen. mit ihrem Liebhaber verabredet hatte, da griff er, blind vor Wuth, nach seinem Revolver, überraschte das Liebespaar und schoß den Räuber seiner Familienehre auf offener Straße nieder. Maximilians ist seitdem aus Rom verschwunden.

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Gcgrüudet 1877.

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