Indiana Tribüne, Volume 24, Number 163, Indianapolis, Marion County, 1 March 1901 — Page 7
Indianer Tribune, 1. März 1Ü01.
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Ein Tioman aus dem Pasfeier von M. von Oerhen.
(Fortsetzung.) . le laziang ctiDc Sinne um seinen Hals. Todesangst befiel ihn. Er drückte seine Lippen sinnlos auf ihren Mund. Ich muß. Tiandl. Die irdische Straf'n muß abbüßt werden oder meinst, ich könnt' leben? Mit dem Andern auf'm Gewiffen?.... is nit g nug?" Er stöhnte verzweifelt. Jch bin an arm's Diandl." sagte fest. Aber so viel weiß ich auch: Hättest Du den Anderl jetzt lassen laufen. a helle Schand' war' das gewesen! An Menschen, der nit amal die Leich'n ehrt und Deine Mutter am Todtenbett von Deinem Vater beleidigt, mit heiler Haut hoamschicken, a himmelschreiende Sünd' wär' das gewesen und wärst mir hier auf die Schwell' kommen, ich hätt' Dich geringer geachtet, als wie an Hund! Das Wort hast brechen müsfen, wann Du a Mann warst!" Sie war aufgesprungen, und ihr Gesicht leuchtete von einer seltsamen, reinen Klarheit. Der Paule zitterte. Jedes Wort sog er ein, wie eine Offenbarung. Der heiße Strom des Lebens schäumte von Neuem durch die kalten Adern. Siehst die Berg'? Wo die Gemsen sich versteigen, wird schon auch a Platzl für Dich fein. Aber Du sollst nit davonrennen, denn Du brauchst Niemand zu fürchten. Deinen Vater begräbst 'Du und bleibst im Dorf und wenn sie Dich wollen, sollen sie Dich holen!" Recht hast." sprach er zwischen den Zähnen. Recht hast! Aber..." .x neigte sich zu ihr und umspannte ihr Handgelenk, daß sie zuckte aber das Gewissen das hat auch recht und nichts in der Welt kann das Aewissen todtmachen. Kannst Du'3?" Sie fah ihn merkwürdig an. Aus der Prophetin, die mit Zungen der Ueberzeugung geredet, ward ein irdisch Weib, ein Weib, das sich selber Zauberkräfte zutraut, eben nur.Lveil es Weib ist und der andere in Mann ist.Jch kann es," sagte sie. Er athmete tief auf. Weißt auch, was Du mir 'thun mußt, daß ich Dir eher glaub', als wie meinem Gewissen? Das Gewissen sagt: Geh' und klag Dich an bei den Gerichten, denn Du hast ein'u Menschen erschlag' und wann er's auch zehnmal verdient hat. Mord ist Mord, und Sünd' bleibt Sünd' und Wortbruch ist Wortbruch: Und Du sagst " Ich sag': Bleib' bei mir. Du gehörst mir, ich trag' Deine Schuld, Du hast gehandelt, wie Du gemußt ,hast. und Gott im Himmel verdammt Dich nit." .Cenz!" Sie war sehr blaß. Sie sah den Sturm, der ihn rüttelte und schüttelte, und einSchauer nach dem andern über lief sie. Mit Gewalt mußte sie sich zurückhalten. .Cenz!" Ja." sprach sie tonlos, ich bin ja da" Er lachte auf wie ein Schrei -.klang es. Die Besinnunz schwand ihr, sie fühlte nur seine Arme, die sich um !ih ren Körper wanden, und den Kuß, du sich in ihre Lippen grub. Mit ihrem Leben mußte sie ihn von 'seinem Gewissen loskaufen . . . das .Zahnte sie dumpf, als sie die Küsse de? Verzweiflung, des halben Wahnsinns mit blutenden Lippen erwiderte. .In seinen nagenden Kummer wcrr t)ie .Liebe gefallen. Mit den Furien, die .ihn verfolgten, ging die Liebe. ßut seltsamer Contrast in einer Seele alle Gewissensqualen und alle Seligkeit er schämte sich. Der Vater noch nicht unter derErde, die Mutter in's Unglück gestürzt, seine Hand befleckt mit Blut und er konnte an ein Weib denken! Er konnte ihre Gegenwart fühlen, auch wenn sie nicht da war, und sich sehnsüchtig verzehren nach ihr. . . . Eine Stimme, in seinem Innern raunte ihm fortwährend zu: Jetzt siehst, was ein Weib aus einem Mann macht, und wenn jetzt einer käm' und wollt' Dich schlagen deshalb, wie Du den Anderl geschlag'n hast?" Er trug das Kainszeichen an d:r Stirn. Wäre er tausend Meilen von hier! Er hatte d'r Cenz versprochen, sich nicht dem Gerichte zu stellen; daß sie ihn aber holen würden, dessen war er sicher, und darauf baute er. Einige Dörfler redeten ih7! an auf dem Heimwege: Der Vater sei ja nun gestorben, und er bleibe wohl nun auf dem Hofe. Für den, alten Mann könne er froh sein. 'Ein bedeutungsvolles Augenzwinkern beendete zumeist diese Reden. Vom Anderl kein Wort. Fragen mochte er nicht. Wie kam es, daß sie nicht mit Fingern auf ihn deuteten und ihn Mör-der-schalten? Kurz vor dem Klausenhof begegnete ihm der Mair, der Vater seiner Cenz, im vollen Staat. Einst begrüßte er ihn und sprach ihm in der üblich! Weise, in der altderaebrackten Form Trost an.
Das ganze Dorf werde 'sich an dem Leichenbegängniß betheiligen, meinte er. Und zum Schluß Auch beim Anderl hab' ich nachge schaut. Schlecht sieht's mit ihm. Das Mal ist ihm sein Dickschädel richtig auseinander." Was Ihr nit sagt!" sprach mit schwerer Zunge der Paule. Die Bäume, die Berge führten einen tollen Tanz um ihn auf. Und in der Sekunde lebte nur ein Gefühl in ihm: der Selbsterhaltungstrieb, das Grausen vor engen Mauern und vergitterten Fenstern und schwelgenden Wächtern. Was ist ihm denn passirt. dem Anderl?" Das weißt noch nit? Er ist inmitten der Nacht heimkommen, der Knecht hat ihn vor seiner Thür aufgelesen. Das Blut ist ihm über die Backen gelaufen, wie a Bach.. Er sei abg'stürzt im Dunkeln, so viel hat er noch sagen können. Dann ist er eing'schlafen. Der wacht nimmer auf. Der Arzt sagt, in an Rausch müßt' er zu Fall kommen sein. No ein Wildez war's Dir war er ja auch ein Feind." Der Mair zeichnete mit seinemBergstock Kreise in den Staub. So sah er nicht die Veränderung in dem mageren Gesicht des jungen Burschen. Tod, nichts als Tod, wohin er blickte. Gewiß, der Anderl mußte sterben, damit er. der Paule, in Ewigkeit ein Mörder blieb, damit er der irdischen Strafe entging, um die innere Pein zu verschärfen und zu verlängern. Das war erst der Anfang der Flucherfüllung. Das erste Glied einer endlosen Kette. Beim heiligen Blut hatte er ja einst geschworen. Das würde sich an ihm rächen für seinen Wortbruch. Hart ist's," flüsterte er gedankenlos, um etwas zu sagen. Deine Muatter sitzt derhoam," fuhr der Mair schonend fort. Armer Bua ich denk', mit der Zeit wird's schon still werd'n!" Was meint Ihr?" fragte der Paule hastig. Binden Haben's müssen," erwiderte leise der Mair. Behüat di Gott. Klausenhofbauer." Dies Letzte war mit großer Feierlichkeit ausgesprochen, und der Paule nahm es mit gebührendem Ernst entgegen. Für alle Zukunft war aus dem jungen Mann ein Hofbauer und Bllrger St. Martins geworden. Er war in die Reihen der Leute getreten, deren Stimme gehört wurde, und derm Meinung etwas galt. Behüat Euch Gott. Mair." Der Wirth von Saltaus sah ihm kopfschüttelnd nach. Ordentlich z'ammg'rissen hat es ihn. Den kennt so leicht keiner aus. Aber ein verdammt sauberer Bua is geworden aus ihm. Hm hm." Schon in aller Frühe hatte er sich den Klausenhof beschaut, während von innen das Reden der Frauen und das Jammern der Annamaria tönte. Seine Gedanken waren hinübergeschweift zu seinem einzigen Kinde. In letzter Zeit war sie aus der Stube gezancen, die Cenz, wenn man des Paule erwähnte. Doch Weiber sind ja veränderlich, wie das Wetter !m April. Gleich beim Mittagessen wagte der Mai? einen Vorstoß, indem er von seine? Legegnung mit dem Panle erzählte. Die Cenz erblaßte, als wandelte sie eine Ohnmacht an. Das Herz schlug ihr bis in den Hals. Mei. Du machst Augen, w die Annamaria vom Klausenhof entfuhr es dem Mair. Etwas in ihrem Aus!druck erinnerte ihn an jenes arme, närmische Weib, da es noch junz und gescheit war. Die Cenz aber erhob sich und schritt ,zum Fenster und starrte hinaus aus den Strom. Ja. so weit war sie! Die Annamaria hatte geliebt, wie sie liebte. Sie hatte gedürstet nach dem Rauschen des Gebens stromes, wie sie dürstete. Ich will auf den Klausenhof gehen, zur Bäuerin," sagte sie. eine dunkle Schürze umbindend. Ich will Tods tenwache halten." Du?" Die Tochter schlug vor dem Vater die Augen nieder. Sie konnte ihm keine Komödie vorspielen, sie nahm keine Rücksicht mehr auf sich selbst. Hinder' mich der Vater nit. Ich müßt' hin, und wann die Erd' bersten wollt' vor meine Füß'!" Er gab ihr den Weg frei und pfiff leise vor sich hin. Satansweiber! Ni! amal den Tod scheut ihre Lieb', nix fürchtet's. Meint ma nit. der Bach müsset bergaufer laufen, um so a Diandl!" Doch mit Genugthuung erfüllte ihn die Erkenntniß, daß seine Tochter in einen Burschen verschossen, den der Himmel zum Hofbauern bestimmt. Von ihrem Eigensinn hatte er nie so viel zu hoffen gewagt. Die Cenz verhüllte ihren Kopf mit einem schwarzen Tüchl und eilte, scheu und finster blickend, an den plaudernden Gruppen im Dorfe vorüber. Ihr war. alk zerrissen taie ihr Liebstes, als wären jene bestellt, die Verurtheilung oes Paule zu verkünden Ein großer Sünder war er, wie man sie oft in einsamen Bergkapcllen knien sieht und be!en und sie liebte ihn bis zur Raserei .... sie, das fromme Dorflind. tn Mädcken von. .neuniebn
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Wahrend des ganzen Jahres.
L jeder akfon des IahreA kommen und gehen nsereLelden und Unordnungen des OkagenA. Dyspepsie und Unverdaulichkeit
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Jahren, rein, 'unschuldig, iehmei vor aller Schuld .... von dieser Liebe half ihr kein Gebet mehr. Cenzi!" rief eine Kameradin sie an. Weißt fchon, daß der Anderl g'storben is?" Na!" fchrie sie heiser zurück. Halt mi nit auf. Ich kann ihn nit lebendig machen." Sie lief weiter. Bei den Worten: Ich kann ihn nit lebendig machen," wurde ihr erst das Furchtbare klar. Wenn sie den Paule ruhig hätte gehen lassen, so wäre sie frei von Mitschuld gewesen. Nun hatte sie sich an ihn geschmiedet. Sie war seine Hehlerin und Mitwisserm. Vom Fluch hatte er gesprochen. Der traf auch ihr Haupt. Herr Gott, so ungerecht kannst nit sein!" stöhnte sie. Der Paule war im Recht! Er hat für Gutes die Hand gegen den Anderl erhoben er hätt' nit anders dürfen wann er an Ehr' hat im Leib!" Aber Todtschlag ist Todtschlag, und Sünd' ist Sünde Er hatte zu wählen gehabt zwischen der sündigen Ehre und der ehrlosen Tugend. Bald wußte die Cenz, daß der Anderl gestorben, ohne den Namen desjcnigen zu verrathen, der sein Verderben war. Ob er im Fieber einen Sturz als Ursache seiner Verletzung angegeben, ob er sich des Geständnisses schämte, daß er in der Todesnacht des ManneS bei einer Frau angetroffen wurde? Die Gefahr der Entdeckung war von dem Haupte des Paule abgewendet. Mit fliegendem Athem erreichte die Cenz den Klausenhof. Der Gang bis hierher war ein Martergang gewesen, ihre Augen leuchteten in fahlem Glänze, ihre Lippen glühten. Nun ließ sie das Leben hinter sich und trat in das stille Heim des Todes. Nicht einmal das Rauschen der Passer drang bis zu ihr. Zögernd tasteten ihre bebenden Fin ger nach der Thür. Es war schon spät am Tage. Die kleine, traute Küche war voll Dämmerung. Und in diesem Zwielichte saß eine Gestalt neben dem Herde, ruhig, wie im Schlafe. Aber die Augen hatte sie geöffnet und blickte unverwandt auf die Diele, über die ein schwacher Lichtschein zitterte. Der Schein kam aus der Stube unter der Thürspalte hervor. Tröst' Dich Gott, Bäurin,- begann die Cenz. Sie erhielt keine Antwort. Wie ein Steinblock verharrte das Weib aus Fleisch und Blut; kaum ein Athemzug. Auf den Zehenspitzen näherte sich das Diandl, mit Mühe sein Grausen meisternd. Da sah es, daß die Hände der Bauerin an den Gelenken gebunden waren, und daß ihr Körper mit einem Gürtel an den Stuhl befestigt worden. Erst jekt dämmerte ihm die ganze Wahrheit.' Mit heiliger Ehrfurcht küßte es die gefesselten Hände, bekreuzigte sich und öffnete die Stubenthür. Ein geller Schrei folgte der Cenz ins Nebenzimmer. Ein dumpfes Schluchzen empfing sie. Vor dem Bett, wo der Todte unter der weißen Decke schlummerte, stand der Paule und hatte ein Glas rothen Weines in der Hand. Du bist's!" sagte er. Mach die Thür zu. Sonst thut sie schreien. Vor seiner kalten Ruhe und dem unheimlichen Blick seiner blauumrändcrten Augen war ihr Angst. Warum ist sie gebunden?" fragte sie mit bleichen Lippen. Die Nachbarn hab'n 's than. Aus dem Fenster hat sie gewollt. Und geschrieen hat's, Diandl! Wie an Thier!" Er leerte das Glas auf inen Zug und setzte sich. Und endlich ist's ruhig worden. Nit
a W'ört'l mehr. Aber ich hor's immer noch, das Schreien." Paule!" .Cenz?" Sie rüttelte ihn. Theilnahmslos ließ er's geschehen. Paule! Mit Dir wach'n will ich." Schenk ein. Von dem Rothen da. Und trink, Diandl. Verruckt werden thu' ich sonst, wie die Muatter." Ich schenk' nit ein, und Du trinkst nit. Und verruckt wirst nit, denn Du bist mein Mann!" Einen Mörder willst zum Mann!" Er lachte auf. Ein Schuft wär' ich. wann ich Dich nähm' Nein." sagte s. ihr blasses Gesicht auf ihn neigend. Wann Du mich nimmst, thust Dein' Schuldigkeit." I Er blickte sie lanae an.
Der Anderl is todt." Ich weiß." Woher?" Die Leut' im Dorf sagen 's." Was haben sie noch gesproch'n?Nichts." Und Tu 'bist gewillt. Crescenzia .air. mein Weib zu werden?" Ja. das bin ich g'willt." ..Äa vor meinem Vater gelob Sie:' mir an. Tu weißt alles bereu' ei nie. Kein Mensch kennt die Wahrh::i. Ti: Einzige, die reden könnt, hat den Verstand verloren. Sie hat den Anderl vergessen, als ob er nie dagewesen wär'. Nur meint sie immer, hinter der Thür müßt der Vater sieh'n. Eine lc5:ndige Leich'n, das ist meine TcjtM'x. Kannst Du's ertrag'n, mit i:.r i.v.u mir zu leben? Und wirst Du mis auch nie vorwerfen, daß ich mit
der Schuld auf dem Gewissen zu Dir kommen bin und Dich für mich verlangt?" ' Nie," sagte die Cenz einfach. So geh heim. Bleib nit da. Wnn die Todten droben auf dem Gottesacker ruhen, hol' ich Dich selber bei Deinem Vater." Er rührte sie nicht an, reichte ihr nicht einmal die Hand zum Abschiede. Auf dem engen Hausflur schöpfte sie Athem. Drückende Schwüle lastete auf ihr. Tod und Wahnsinn unter einem Dach und warum? Um eine Leidenschaft! Zwischen diesen vier Wänden sollte sie künftig hausen. Mit ihm. Sie gab sich Mühe, das Schreckliche zu vergessen, um ihn glücklich zu machen und die Gespenster zu verscheuchen. Aber sie hätte viel darum gegeben, wenn es nicht in diesem Haus sein müßte. Die Cenz fürchtete nicht den Mann und seine That sie fürchtete den Ort
des Verhängnisses.
An ein und demselben Tage wurden
der Klausenhofbauer und der Anderl
zur letzten Ruhe bestattet.
Dem Sarge des Ersten folgte das
ganze Dorf hinter dem Sarge des Zweiten gingen nur ein paar arme Häusler her ein greller Kranz von
grünem, künstlich gefärbtem Moos
schmückte den tannenen Todtenbaum. Die Annamaria sah von ihrem Fen
sier beide Leichenzüge, die Stirn an die
Scheiben gedruckt.
Ohne Verständniß heftete ihr Blick sich auf das Kreuz, das vorausgetragen wurde .... und da ihr Sohn aus der Kirche heimkehrte, fchwarz angethan
und nach Weihrauch duftend, saß sie
schon wieder am Herde, aus dem das
Feuer erloschen, und starrte zu Boden. Das schwarze Haar hing in weichen.
glänzenden Wellen über Augen und
Wangen. So blieb es von Stund ab. Die
Klausenhofbäuerin verließ nicht mehr
das Haus, und eme Magd verrichtete an ihrer Statt die Arbeit in Feld und Hof. (Fortsetzung solat.)
Im Hamburger Hafen wurden an Bord des Dampfers Esperanza" von der dortigen Polizei zwei internationale Gauner verhaftet, welche wegen eines in Sheffield begangenen großen Juwelendiebstahls und wegen eines vor zwei Jahren in Riga verübtenUhrendiebstahls verfolgt wurden. Es waren die Russen Johann Grünfeld und Carl Szametky. welche unter dem Namen Jansson und Kleinert in die Passagierliste sich einzetragen hatten. Die gestohlenen Juwelen wurden auf dem Dampfer versteckt aufaekunde.n.
sonderbare Sachen berichten galizifche Blätter von dem
Bezirksharptmann Holskl von Radworna in Galizien. Der Bezirkshauptmann von Nadworna hatte den Friseur Blan für das Rasiren seiner obrigkeitlichen Person niemals bezahlt
und ihn schließlich, als er sein Geld verlangte, hinausgeworfen.. Ter Friseur klagte und erhielt 36 Kronen sür Frlseuwrbeiten zugesprochen. Der Bezirkshauptmann wurde sogar pensionirt, weil d Vorbrinoung der An gelegenheit Zm österreichlsen Reichsrath noch anderes Unlieösames zu Tage förderte. Dann aber beschuldigte er seinen Friseur, daß er einen Zeuaen bestochen habe und die galiziscke Justiz trat wieder in Action. Der Fnseur Blau wurde verhastet und blieb nun durch etliche Mvnate in Tarnopol eingesperrt, bis jetzt der Strafprozeß gegen ihn und seinen Zeugen vor dem Kreiögericht in Tarnopol heranrückt. Vorläufig ist er aus der Haft entlassen wordes-
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