Indiana Tribüne, Volume 24, Number 162, Indianapolis, Marion County, 28 February 1901 — Page 7
Jndiana Tridune, 28. Februar 1U01.
Das jeffcrson Haus, 115119 Cft ontb, ZtvaiC, ist eine Herberge nach deu:scber Art. Tcr I Turstize findet einen kühlen 2xi:xt, der Hungrige einen reich besetzten Tisch, der Müde ein gutes, reines Bett und Zeder Gast eine zuvorkonimende Behandlung. Kost und LogiS beim Tag oder bei der Woche. 27" Jedermann ist freundlich eingeladen (45 co. Peter Han'.merle.
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Cirar.' Overa IIou?e Cafe, 117 N. reBLpylv&nia St.
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ACTDAi EXPiLXIXNCE. Book "Hcw to obUia Pitesta," Mt tret, ?aUnU proevetf tiiroh E. O. Blggr rclT tpccUl otic, vtthout ciiMt. Um INVENTIVE AGE Ulwtrstfet aM&Uüy Elerantli rer-tanu, st. yrnr. E. B. S!GßERS.st oi?.
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W. GIERKE, Seutfdsjet : : Suchbinder, St Cft Ut ?.. (&UtCTftsJ.) Cm C. P !SA. II C'ii ftUnB4m)r ämi fli Ud i sipps.
ntternelire.
Ein Sonian aus dem Passeier von VZ. von Ocrtzen.
(Fortsetzung.) . y " "' .w-ÄfcTT'' " - Seine seucy:e, vedende 5and hielt die Thürklinke drückte sie nieder Paule!" Ein Jubelschrei, der plötzlich abbrach. Bevor die Thürklinke den schwachen Fingern nachgab taumelte der Baur zurück und schlug mit schwerem Fall zu Boden. Mitten in seiner Freude einige Zoll entfernt von dem Platze, wo sein Weib mit jenem räthselvollen Anderen flüsterte, hatte der Tod ihn genommen. Dem furchtbaren Sturze folgte eine bange Stille dann flog die Thür auf, und in ihrem Rahmen erschien die Bäuerin, fahl und hohläugig, einen Leuchter mit einer brennenden Wachskerze hocherhoben in der Hand. Hinter ihr aber duckte sich die vierschrotige Gestalt des Anöerl. der. kreideweiß und feige, mit einem Bersuch, ungerührt zu bleiben, die Achseln zuckte. Da sie den Alten gewahrten, zu Boden gestreckt wie einen gefällten Baum, überlief es ihn und sie mit eisiger Eefpensterfurcbt. Tei sieht nimmer auf." bemerkte der Ander!. Die Annamaria, fönst zu Sckreien und Weinen stets geneigt, konnte wed?? sckluckzen noch Thränen vergießen. ..Er war an der Thür." sagte sie mit fck'werer Junge. och an Schritt eine Minuten länger, daß er g'leöt hätt' und er hätt' uns getroffen Dich und mich!"
Der An.erl wandte sich ab.
da-
0, jetzt ist ihm alles einS. oder so er fragt nichts meh
nach." Sie erschauerte. Ich mein' ich kann mein Lebtag keine Thür m;h? anschauen ohne daß ich denken thu er steht dahinter sv und fallt dann um. Andern" schrie sie jetzt wild. Schweig' doch, was willst?" fragte er, angesteckt durch ihre Angst, durch das Erzuscn, das ihr- aus den weit aufcriffenen Augen sprang. Geh' n't fort " 'Freilich w?h!! A Narr bist! Gell ich etwa bleiben, daß die Leut' mich hier finden und den todten Lauern am Boden? Daß es gar noch heißt, ich hab' ihn umbracht! Na. na!" Sie starrte ihn mit so kaltem Entsetzen an, daß er einlenkte. Sei nur g'schcidt! G'scheidt muß ma sein! Ich helf' Dir die Leich'n auf's Bett trag'n und mach' mich fort. Alsdann laafst Du in's Dorf, weckst die Nachbarn und schreist. Dein Mann sei gestorb'n. So is' Recht und hat sein'n Schick. Bersiand'n?" Ich kann nit allein bleib'n . . Weiberg'schwäh!" schalt der Ander! zornig und mit erhobener Stimme. Willst uns in's Unglück bringen? Wann ich auch wachen N5cllt mit Dir bis zum Moraen und Du erst in der Früh' die Lcut' riefest die Leich'n wär Zalt c!dann und die Leus möchten sich verwundern, daß Du nit ehndr Hilfe nachgesucht hast. Warm muß die Leiche noch sein! Verstehst das nit?" schrie er in sinnloser, wüthender Angst. Doch." "stammelte sie. Aber ich kann nit." ..Der Teixel regiert Dich!" Er hob die Hand schielte auf die mächtige, reglose Gestalt und ließ die gebaute Faust wiece? sinken. Greif' an! Rasch! Sonst wird er stets wie Holz cn den Füßen nimmst ihn ich an den Schultern auf's Bett mit ihm .Nein!" zeterte sie. Anrühr'n? Ich? Ihn? Nie! Hörst? Nie!" .Ich h'ör's wohl." sprach Ander! mit einer plötzlichen Ruhe, die das Weib vor ihm erbeben machte. Ich aber sag': Er ist mir zu schwer und Du mußt helf'n und sollt' ich Dich zwingen mit' Gewalt. Und find't man Dich und mich und d:n Greiftn am Boden, so heißen sie uns Mörder!" Die Bäuerin grub die Zähne in die Unterlippe. Sehen kann ich ihn nit Annamaiia!" Er näherte s'.ch ihr drohend. Ander!! Ich will ja folgen ich weil ich ja doch Dein Weib sein werd' jetzt wann die Trauer vorbei ist schau. Dir z'Lieb ."
Der Anttrl horchte auf und bi sich und nahm den Todten bei . -1 . Schultern. , Schämst Dich nit, bei der 2eif:; " j sagte er barsch und ausweichend. Z:'i hat noch lange Zeit. Ich bin t:r. jitr?..' ger Kerl, muß nit heut' oder mrr...! ' sein!" ' : Du... aber ich!" murmelte si?.; Ander!!" Sie packte ih: ru V-e-: Armen und schüttelte ihn. .nh,'i;! will ich Dich nit. Viel zu 5c rn . ich Dich dazu! Ich hab' c: Sczr.'ift'n gefunden htn Hof erbt l-.r teilte
gleich und ganz nur t : stüberl ist er mir schuldi ,
m .iif ! !t 4. - s ,
ociltriin, reg iß oas , yrri. Sie' schluchzte, doch es kiat? ? ein Lachen, rauh und. spöttisch.. ;jcr ti Fuß' werfen Hu' ich's ihm f mit Dir. Ander!, mit Dir f-hn:r":cr) arm sein und hungern. hs.'ser, will ich für Dich wie a si.' in m.
geyoren icyon zamm, denn um Dich hab' ich den da gehaßt!" Mit leuchtenden Augen un wunderbar verklärten Zügen sah sie zu ihm auf. In ihrer Sünde strahlte sie vor echter Liebe. Eine Giftblume, auf der ein warmer Himmelssonnenschein sekundenlang ruht. Unter diesem Blick half sie dem Ander! endlich, endlich, den müden Leib des Todten auf sein Lager betten. Erst jetzt gab der Ander! Antwort. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn, wie nach der härtesten F:ldarbeit. Das kann Dein Ernst nit sein." sagte er, die Backen aufblasend, ich bin zu jung für Dich. An die Eh' mit Dir hab' ich nie nit gedacht. Man hat amal a Liebschaft. Aber geh'. Annamaria! Du mußt a Wittib bleib'n. willst zum Gespött werden? Gern hab' ich Dich ja. das ändert nir, aber in die Kirchen gehn ma nit. Bin a z'arm." schloß er. Und jetzt b'hüat Gott ruf' die Leut' eh's zu spät ist." Die Annamaria trat von dem Todten fort zu dem Lebenden. Sie verschränkte die Arme über der Brust, und ihre Mienen verfinsterten sich bis zur Entstellung. ..Was? Was sagst?" stieß sie kurz hervor. Er näberte sich der Thür. Sein Grimm kannte keine Grenzen mehr Jede Minute war kostbar, und da Weib in seiner Verblendung wellte ihn '.n's Verderben reißen. Last' mich aus!" keuchte er. ..Meinst, ick? möcht' eine, die sich mir neben der Leicke von ihrem Mann an den Kop? werfen tbut?" S'.e prallte zurück. , -iJ Ein? ??ränderung ging mit ihr vor. Ihre Ctimme wurde leise und tcnlol.
..Es i,i Deine glicht, rntq zu Deinem eheliÄen Weib Zu machen. Was hab' ich alls auf mich geladen um Deinetwegen, wie er noch g'lebt hat! Und Du hätt'st mich zum Rarren aehalt'n? Tu?" ..Wer war Schuld? Wann ich's a gewollt hab', Du hast mich immer wieder gefaßt, wi? a Katz'n die Maus. Vor Dir möcht's einem grausen. Die Sund' ist in Dir und von Dir, und ich will ka Sünd' nit. Merk Dir's. Einmal mußt es wissen." Die Bäuerin hatte ihn angehört. Ganz ruhig, mit etwas vorgeneigte.', 5iopfe. als cb sie einer fernen Cti.'me lausche. Als er ausgeredet, roics sie auf die Thür. Geh'!" Die rechte Hand reckend, ihr funkelndes Auge auf ihn gerichtet, stand sie wie aus Stein. ES bannte ihn. Ihr Blick übte einen seltsam fesselnden Einfluß auS. Er und sie waren taub für die Laute der Außenwelt, blind für alles Andere, als für sich selbst. Zwei F?inde. die sich begegnen. Zwei Leidenschaften, die miteinander ringen. Zwei Verhältnisse, die mit e!e mentarcr Wucht zusammenstoßen, wie Sckiiffc im Nebel. Sie hörten nicht den eiligen Schri't auf der Strafe, nicht das Knarren des Thores, der Treppe, nicht das Pocheil und nicht das Ceffnen der Thür. Auf der Schwelle stand Paule mit thaufei:cht:n Haaren, dampfende?, Athem und nassen Kleidern. Wi: es ihn von Meran, wo er dem Zuge entstiegen, bis hierher gehetzt hacl: in Angst um den Vater, man sah es an seinen glühenden Wangen, auf denen die Nöthe in abgezirkeltenFlecken brannte. An den Schläfen klebte das wirre Gelock. Er mußte die Augen mit der Hand beschatten, ehe er in dem ungewissen Lichte der Wachskerze das Bild erfasfen konnte: Den stillen, starren Körpet auf dem breiten Bett, das Weib mit dem ausgereckten Arm und der drohenden Stirn, den Mann mit den viereckigen Schultern und dem wohlbekannten blassen Gesicht. Ein Schrei, wie der eines Thieres. . Die Beiden erwachten aus dem Bann, der sie umfangen, zu Hellem, ernüchterndcm Schrecken, zu der Wirklichkeii. Paule!" Der aber hatte schon den ftncd; 2.1 der Kehle und rang mit ihm. Es gab ein lautlos?', entli: Kämpfen, Wanken ',u?n ',to hcn. Dem Andr traten lh- tilgen aus ihren &cn, sein vkz.itt preßte ihm den Hals zu r.ii4 eiserner Faust. ' Die 'J-e:;:; tag am Boden, das en ii:u aus ihr gewichen. Was hast Du hier zu schafder Recht!" schrie der Paule U'-d rüttelte den Menschen, dessen Kräfte verflogen waren, wie ein ''ausch, so daß er taumelte. Sprich, . 1er ich laß' Dich nimmer lebendig j der Thür! Was hast bei meine? .Nutter. wo der Vater todt ist?" Er schluchzte.
Laß' mi! Sakra! Laß' mi!" Er wehrte sich verzweifelt. Muattcr!"
Annamaria erhob sich langsam. Sie
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Htvci große Leiden Q v scheinen atlenthatten ein Erdtbell der menschlichen Familie zu set.i, nämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leiden werden jedoch geheilt durch das Meisterheilmlttel
St. Jakobs Gel.
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Geliebten in das blauroth angeschwol lene Gesicht. Muatter! WaS hat der Schusk hier im Haus z' schassen in der Stund'?" Todesangst. Bitte. Aesehl schrieen zu ihr qu2 den heiseren 2önenv .
uncijisr sagte sie und wandte sich ab. Der Paule athmete kurz und hastig. Seine Pupille zog sich zusammen. Teufel!" knirschte der Ander! und brach in die Knie. Da hob ihn der Sohn der Klausenhofbäuerin hoch empor, trug ihn zum Fenster und schmetterte ihn hinaus. Cc;in dumpfes Aufschlagen eines menschlichen Körpers auf die harte Straße. Der Paule schloß das Fenster. Mutter und Sohn sahen einander an. Paule!" iLaß' die Muatter mich!" Widerwillen und Schmerz malten sich in seinen Auaen. Paule!" Er drehte ihr kurz den Rücken. Eine Ohnmacht wandelte sie an. In dieser Minute wurde ihr klar, wer und was sie war und sein werde und was sie verloren. .Ueberwältigt, gebrochen ließ sie sich auf die Bank am Ofen sinken, lehnte den Kopf an die Wand und rührte sich nicht mehr.
Paule versuchte am Todtenbett die
Hänte zu falten. Ein brennender Tropfen nach dem anderen fiel darauf. Zuletzt kniete er und weinte in die Kissen. Sonderbar.... der Ausdruck auf den todten Zügen war heiter, lächelnd, als habe der Heimgegangene eine große Freude empfunden als wolle er den einsamen Sohn noch trösten und birubiaen. Sei froh. Vater, daß Du schläfst dachte der Paule. Sei froh! Daß Du das nit erlebt hast!" Ihn drängte es. die Mutter nach der letzten Stunde des Vaters zu fragen die Worte wollten ihm nicht über die Lippen. Er empfand es wie eine Entweihung, daß diese Frau in diesem Zimmer weilte, ihm war. als dulde es der Todte nicht. Mit raschem Impulse ergriff er sie am Handgelenk, führte sie hinaus in die Küche und drückte sie dort auf einen Stuhl nieder. Die Nacht wich schon dem Tage, ein trübes Grau kam von der Morgenseite gezogen. Red' die Bäuerin." Er sagte nicht Mutter". Die Thür!" murmelte sie. Er steht hinter der Thür er fallt " Ihre Zähne schlugen aufeinander im Frost der Morgenfrühe. Warum hat mir die Bäuerin nit g'schrieb'n, daß der Vater am Sterben war? Fremde haben mehr Herz für einen als die eigene Muatter!" Eine flüchtige Röthe huschte über ihre Stirn. Wer hat Dir g'schrieb'n?Er antwortete nicht darauf. Warum hat die Bäuerin mich daS nit wissen lass'n?" Ich hat,' gehofft...New!" saate er mit eisig Ruhe.
Es war wie selm, wo ich den Korb . hab' holen sollen. Die Bäuerin hat mich nit brauchen können. Sie hat mich aus'm Ha'- ' ewollt. Deswegen.
Aber unser sv u: hcR.mtch zur rech ten Zeit.''t:t Dr r : .u Na Gottes ausspjr.'t', ' c: p änlich, eine Erinnerung t iA i Pa'i? ' Was hast!" murmelte die Ganz krank bist!" 'c verließ sie und schloß sich im
Zterbezimmer ein. Daß er sein Wort gebrochen, am Todtenbett des Vaters, den Schwur, den er dem Vater einst bei dem heiligen Blut und der ewigen Seligkeit gethan. Erst jetzt ward er sich dessen bewußt. Ein Meineidiger, ein Wortbrüchiger! Vorbei er durfte auf Niemand einen Stein werfen. Er hatte selbst gesündigt wider Himmel und Erde. Alles umsonst aller Kampf und aller Kummer. Die Bäuerin wartete in völliger Stumpfheit auf ihren Sohn bis zum hellen, lachenden Morgen. Hinter jener Thür dort weilten sie beide Vater und Sohn in deren Adern doch nicht ein Tropfen derwandten Blutes floß. Und der Anderl? Sie konnte nicht mehr denken. Ihre Sinne flat terten durcheinander wie ein Flug leichter, bunter Schmetterlinge, die nicht zu halten sind. Als die Morgenglocke läutete, erschien vor ihr wi ein Gespenst ihr Sohn. Bäuerin! Waö ist das für a Schreib'?"
,.)le ruazen:" lag jie iciic ai die Truchen ausgeräumt? Das ist " sie verstummte. Sie erkannte den Brief, den ihr der Bauer dictirt. sah das Datum. . . Hilflos und völlig vernichtet, mit den bittenden Kinderaugen der Irren blickte die Annamaria empor zu dem blassen Mann, der sich ihr Sohn nannte und nun gekommen war, sie zu richten. Ich hab' ihn auf die Post geben wollen, gewiß und wahrhaftig! Paule! Paule!" Er hielt beide Fäuste an die Stirn gepreßt und schluchzte. Ist schon alles eins," sprach er endlich. Er weiß es nimmer. Und er schaut so friedlich und is g'wiß froh. Ich schick' Leut' daher, Bäuerin denn Fremde müssen ihn begraben. Rit amal mit der Leich'n darf ich gehen." Nit mit der Leich'n " Eh's Mittag läutet, muß ich in Meran sein um mich dem G'ncht zu stellen. B'hüat Gott. Bäuerin. Falls ich nimmer kämet ich haß' keinen, auch die nit. die alles verschuldet hab'n." Die Annamaria öffnete den Mund. Sie verstand ihn nicht. Auch die Erinnerung an die Nacht und den Anderl war aus ihrem Innern gelöscht.
Der Bursche spähte finster dieStraße
entlang, ohne eine Spur des Anderl zu
gewahren.
Ob er sich selbst noch heimschleppen konnte, ob Leute ihn gefunden, der
Paule wußte es nicht. rm 1 Pi P ii
yjiu tiaiicqtn ajnnen zog er durch das Dorf, unbemerkt und unbe-
schneen.
Als er Saltaus erreichte, brannten
ihm seine Fußsohlen bereits wie Feuer.
In rothem Rebe! verschwamm! die
Berge.
Hier war alles beim Alten. Nur er
nur er verändert. Ihm fiel ein, wie er die Eenz da
malen verlassen in Zorn und Trotz.
Heut' kam er- wieder als Sunder. der einen Menschen erschlagen und
sein Wort gebrochen. Ohne zu klopsen, trat er in die Wirthsstube, wo das Diandl mit eine? Arbeit saß. Sie zeigte keinerlei Verwunderung bei seinem unerwarteten Anblick. Nur das junge, ernste Gesicht ward von einem warmen Roth Übergossen. Du hast mir an Brief g'schickt, Cenz." Sie zuckte die Achseln schon wieder abweisend und trotzig. Du bist die Einzige, die ich noch um was bitten thät! Mein Vater is
mir g'storben heut' Nacht. Die Bäuerin
,s krank. Und tch hab' den Anderl erschlag'n. Sag' Deinem Vater, daß er für alles sorgt und dem alten Mann
ein schönes Begräbniß schasst. Ich muß ,,f'2 stWrJM "
uw a w t vaj . . Er sprach Mff, langsam, keineMiene verrieth Bewegung oder Reue. Sie
Cenii fuhr mit der Hand nach der
Stirn.
Erschlag'n den Anderl " sagte sie heiser. Herr Gott!"
Schau, wte gut rM's der Htmizm mit Dir g'meint, Diandl, daß er Dich dazumalen vor mit q'rettet hat. Was thätst Du jetzt airfangen! Abir so trifft es mich allein. Du wirst sogar am EÄ' für mich beten." Die Cenz erfaßte feine Hand. Na, nh. Kein'n Schritt gehst aus'm Haus, bis ich .tit alles weiß. Auf's Gericht! Es lauft Dir nit davon. Red', Bua." Im Nu hatte sie den Riegel vor die Thür geschoben und vertrat ihm mit funkelnden Augen den Weg. Der Anderl ist nit werth, daß man um sein elendig's Leben nur a Tag sich krantt. Er hat nur ixn Lohn für seine Sund'." Ein schwaches Lächeln erhellte die Züge des Paule. Und er erzählte ihr alles, von dem Tage an, da er seinem Vater das Gelobniß gemacht, bis zu der Stunde, wo er den Knecht in dem Trauerhause bei seiner Mutter fand. Er vergaß die unfchuldige Jugend des Mädchens, fein Herzeleid strömte er aus in ihre bange, heiße Schwesterseele. Dicht aneinandergepreßt saßen sie, ihre raschen Athemzüge vermischten sich. Sag' nit, daß Du alleinig bist," murmelte sie. Ich hab' Dir g'schrie ben, sonst wärst nit kommen und hätt'st auch den Anderl nit erschlag'. Ich bin schuld. Und wann Du Dich den Gerichten Lellft. seh' ich in U Nasser." (Fortsetzung folgt.) '
Dr. J. A. Sulciiffe, Wund.Slrzt,
Hrschltchtö-, Urin und Rectum
Krankheiten.
Office: 155 Oft Marlel Stt. Tel. 341
f Iflm&itzbtn: S fc.l 10 U!jt Sonn.; i feil 4 VLx R
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hat seine Osstu ?ach htm Willoughblz-Gebaude, R9. 22451iil MerMan Ctr., erste Eteze. wrlrst. Offlct'CtiiBbcn: Von 2 fc.l 4 UZ? 5Jofinitiajl. I, evdn: Ctltt 9 Wodung CtC tt Wohnung tonntet siCj wie btibtr: 1837 Nord l'exinayrv-aiila 0t
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