Indiana Tribüne, Volume 24, Number 160, Indianapolis, Marion County, 26 February 1901 — Page 7
Jndiana Tribune. 26. Februar 1V01
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auernehre.
Ein Roman aus dem Passeikr von . von Oertzen.
(Fortsetzung.)
ÄUeweil steigt der Mond, es wird Zeit. Paule!Das Knistern verstummte, und es ward mäuschenstill unter der Gallerie. Presstrt nit afo," sagte der Paule, putzte seinen Löffel ab und griff nach Hut und Stock. Der Mond bleibt am Himmel!" Die Mutter geleitet ihn noch zur Thür und sah ihm nach bis an den Hügel, wo die Strvße eine scharfeWendung machte und in einen Pfad aus lief, den die letzi? Muhr mit einem Regen von Steinen bedacht. Als er ihren Blicken entschwunden, ging die Bäuerin in's Haus. Daß der , Laut seiner kräftigen Schritte in der Nachtstille plötzlich auf hörte, vernahm sie nicht mehr. Der Himmel flimmerte von blitzenden Sternen über dem einsamenSchatten auf dem verschütteten Wege. Er duckte sich Der heiße Strom 'wallte wieder durch den Körper des jungen Mensehen, das Geheimniß schnürte ihm die Brust zusammen. Er sollte nicht gehen, hatte sie ihm gesagt. In stumpfem Grau lag der Fluß. Plötzlich flog aus seiner tiefsten Tiefe ein Funken und noch einer. Und dann stieg eine goldene Scheibe auf dieOberfläche und schaukelte sich. Der Mond Eine weiße Wund leuchtete auf in der Ferne. Und mit stockendem Herzen dachte der Paule an dss Diandl. das dort schlief schlief in der wunderbaren Mondnacht, da seine Seele so offen und wach und sehnsüchtig war. Das Bellen eines Hundes brachte ihm Erinnerung. Schleichend wie eine Katze, damit kein Steinchen, unter seinen Füßen fortrollend, ihn verrathe, gewann er die Dorfstraße und den Hof wieder. Er drückte sich an die Hausmauer, mit verdoppelten Sinnen hörend, sehend. Doch kein Laut drang hinaus zu ichr., und kein Fenster war erleuchtet. Bor sichtig faßte er die Klinke. Die Thür war verschlossen. Er mußte also
läuten oder klopfen, wenn er Einlaß '
begehrte. Da stieg -er auf die frisch geschichtete Holzbeuge.und von da auf die Gallerie und durch das Fenster lugte er in die Küche. Ztixtl? dachte er, wie auScre-porb'nZ-
Die Küche stand im vollen Mond, licht, sein Schatten lief glänzend.
sqwarz an' der Wand hin. Llus der .'Küche gelangte er in die Stube. Keine Sle darinnen. Ihm wLrde bang. ..Muattn!" rief er halblaut. Da er sie nicht fand, dachte er usch an den Heustadel unter dem Dache und flog mit ein.paar Schritten die Stge hinan. Der Kkobnr war von dem Bretterverschlag .zurückgeschoben, und in der dunstigen Dunkelheit hörte er flüstern. Er selbst konnte nichts unterscheiden, aber auf seinem Gesicht lag der Mondschein marmvTweiß. Ein gellender 'Schrei in der Minute fühlte er.sich umklammert und auf die Stiege niedergedrückt eine Schürze schlang sich fest um seinen Kopf. .Hilf'. Dttb!" Er befreite sich mit einem wilden Ruck. An den Spalieren draußen krachte das Holz, durch das offene Fenster wehte scharfe Luft vom Flusse. Dicht vor ihm lehnte seine Mujer, kreideweiß, bebend am ganzen Leibe. .Du bist'sl Maria und Josef! Schier z' Tod hab' ich mich derschrock'n! Hab' g'meint, an Einbrecher! Jessas Völlig schwach wird mir!" Der Sohn faßte ihre eisige Hand. Was hat die Muatte? hier oöcn noch 'schafft?" Die Katz'n " Ah " Er lachte grimmig. Die Katz'n! Wann ich sie finden thu', die Katz'n. die kommen nicht wieder!" A Feuerzeug." stammelte Annamaria. Ein Liacht!" Ei. will die Muatter das Haus anzünden? Bedenk' doch die Muatter das Hu!" Sie erwiderte nichts mehr, und er sah. wie ihre Kniee fast zusammenbrachen, als sie vor ihm die leidige Treppe hinabging. Vor ihre? Stube wandte sie sich kurz um. Weswegen hast nit den Korb geholt, wie Zch's geheißen hab'?" Es ist mir eing'falln. der Vater möcht' rntYs schlecht lohnen, wann ich sein'n Hof und d' Muatter so bei Nacht alloanig lass'. Bei Nacht gehört a Mann auf'n Hof, nit auf die Strahl . Sie lachte ihn mit furchtbarem Hohn schrill an, mit einem Lachen, das ihre ganze ohnmächtige Wuth osfenbarte. Dann schlug sie ihm ihre Kammerthür vor der Nase zu und riegelte von innen ab. Der Vaule wusch sich das alüheyde
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Gesicht am fließenden Brunnen 'im Hofe. Das Geheimniß war ihm Geheimniß geblieben, er wußte nicht, was die Eenz heute gemeint.
Daß es hier nicht mit rechten Dm-
en zugegangen war. soviel begriff er
rcilich.
Er beschloß, morgen in der Mittags-
stunde die Eenz aufzusuchen. Erst bei Tagesgrauen sank er in einen unruhigen Schlaf. Mutter und Sohn erwähnten keine Silbe mehr von ihrem gestrigen Abenteuer und betrachteten einander mit schweigend?m Mißtrauen. Jedes schleppte gleichsam einenStein am Halse mit sich herum. Endlich, nach dem Essen um elf Uhr, erklärte der Paule ruhig, er werde in Saltaus ein Viertele trinken und mit dem Mair wegen der Fische verhandeln. Um zwölf sei er zur Arbeitszeit Wieder daheim. Der Paule in's Wirthshaus! Das war nun allerdings seit den Vorkommnissen damals nicht mehr geschehen und etwas Rares. ..Mei. willst anbinden dort?" fragte die Bäuerin verdrießlich. Mit Dir hat man itzt jeden Tag a andere Plag'." Der Paule biß fest die Lippen zu-
sammen und drehte dem Hause den Rücken. Die Männer von Saltaus waren sämmtlich auf den Wiesen mit den B?wäfscrungsanlagen beschäftigt, wie Paule von weitem erkannte. Die Mägde lachen und plauschten in der Kuchl" .... am Fenster der Wirihsstube saß allein und würdevoll die Eenz. Einen mächtigen Korb mit Flickwäsche vor sich, ließ sie die Nadel eifrig gehen, und um ihre weichen Wangen summten die Fliegen. Aber sie waren bleich, diese Wangen, und die Augen geröthet. ..Eenzi!" sagte der Paule an der Tür. Ueber ihnn Anblick vergaß er alleö Undere. Hastig und leidenschaftlich durch--uerte er die Stube und blieb dann unbeholfen vor ihrem Stuhle sieben. Eenzi! Hörst mi nit?" Da ließ sie die Hände mit der Arbeit sinken und sah ihn an. Sie sprach kein Wort sie sah ihn nur an. Ihm war. als wanke der Boden. Um Gott, was ist mit Dir cescheh'n?" fragte er leise. Die Eenz erhob sich, schüttelte die Fäden von ihrer Schürze und wandte 'sich von ihm zum Fenster. Ihre Hände verbarg sie in den Kleidefalten. Ihr Blick hing nun starr an der grünen Wiese, wa die Männer arbeiteten. Diandl!" Der Paule stieß es 'kurz, heftig hervor. Was willst nur?" Ki.um bewegte sie die Lippen beim Reden. Waö? Und das fragst noch?" Ja. das frag' ich." Hast Du den gestrigen Tcg vergessen?" Gewiß und wahrhaftig nit. Aber das is vorbei. Denn si: hab'n Recht, die Leut'. Sie sprechen wahr, die Leut'' Du hast kein'n Schneid. Der ärrvst' Bli:e!lua hätt' mehr Schneid -als wie Du!" Der Paule wurde weiß, bis in th Lippen. Er mußte sich am Gesimse -hatten. Richt Zorn war's, der ihn üöirmannte Schmerz, ehrlicher, wilder Schmerz. .Du! Daß Du mir so etwas ant:;i:li," sagte er stockend. Das ist schlimmer als alles Andere und leid sein wird Dir's noch amal aber Du Hast's fertig bracht. Vorbei is's. Nach dem is's vorbei. Leb wohl, Eenz." Er fügte nichts hinzu keine Bitt: um Aufklärung kein erläuterndes Wort. Er gab sie so verloren, ohne Kampf! Sie haschte nach seinem Aermel, hielt ihn fest und deutete mit der freien Hand auf die Wiesen hinaus. Mit zuckenden Lippen sprach sie. Wann Du a Schneid hätt'st der da laufet heut' nit munter und g'sund mit die braven Leut' herum denn dulden, was der gethan nit zum Ausdenl'n is's!" Er folgt ihrem Fingerzeig in atheml?s;r Neugier und sein Blick blieb auf dem Ander! haften. Was ist mit ihm? Was ist gewefen?" drang er jetzt in sie. Bin ich verruckt oder is die Welt narrisch wor'n?" Wann Du mich nit verstehst ich kann Dir nit helfen Hart genug is's. Geh hoam. Paule mit uns ist es nichts. Koan Schutz hätt' ma an Dir. Da dürft' a Jeder kommen und Du g'rad zuschauen thät'st." Zlöei Thränen rollten . schwer und langsam über ihre Wangen. Und ich hab' Dich so viel gern gehabt." schloß sie beinahe unhörbar. ..Arm's Diandl!" sagte der Paule bitter. Warum hast mi nit gleich ge haßt?' Er nahm seinen Hut vom Boden, wohin er ihn vorher in der Erregung geworfen, und verließ den Schildhof Saltaus. In ihm war alles verwüstet und vernichtet und zu Schanden getreten. Er lachte grimmig und dachte an den Mann bti den Dartschinser Wasserfällen und die Frau mit den glänzenden diebischen Augen. Nichts existirte mehr auf der Welt, das er nickt verachtete.
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Man nehme sich in acht!
O schlimme oder leichte Srkäktnngkn ud Hüften, in jedem Fall find ff stofflich genug, sofort dagegen einzuschreiten. Sedrauch Dr. August KSnlg'S Samburger Drnflthee,' elcher prompt und schnell di schlimmste Fäll hellt.
Schlecht und dumm das war die Losung! Nur einer war ausgenommen: Der Bauer, sein Vater. Wie der Junge in seiner unheimlich ruhigen Verzweiflung den Alten bekauerte! Und das ist meine Meinung. Bauer und das Mal mußt mir den Willen thun!" Die Annamaria sprach's mit flammenden Backen. Ihr Mann war kaum vor einer halben Stunde von der Reise zurückgekehrt, und der Paule half drunten im Hofe dem Knecht diePferde versorgen. Der Bauer wiegte unzufrieden dn weißen Kopf. ..Hab' eh' schon selber denkt, das Beste für den Bursch'n wär's, wann er amal herauskommt aus allem." Ihre Augen leuchteten auf. ..Aber daß Du als Muatter ihn hergeben thust, schau, das nimmt mich völlig Wunder. Hätt' Dir sonst schon früher den Vorschlag gemacht. Wie ilt
Dir's denn so plötzlich eing'fallen. den !
Bua vom Hos zu thun? Jessas! Ma wird doch auch amzl dcnk'n dürfn? Der lange Lackl lernt dahier nur das Herumtreib'n und Faullenzen, arbeiten lernt oaner nur in der Fremde. A jeder Bauer gibt seinen Sohn aufn andern Hof." Da magst schon Recht hab'n. Wann ich aber den Bua sortschick', s? geschieht's. damit er das Böse rrgsßt. was er hier erlebt hat und frischer athmen kann damit sein weiches G'müath uit verbittert begreifst das nit. Annamaria?" Ein unruhiges Flackern iu ihrer PuPille fiel dem alten Manne auf. Ihr ganzes unstätes Wesen harte ihm zu denken gegeben, und auch der Bua" sch'.en ihm verändert. Was mochte in seiner Abwesenheit gefallen sein? Daß er nicht einmal sein Bischen Frieden im Alter genießen durfte! .Mit einem schweren Seufzer trat er an's Fenster und rief den Sohn an. Er möge hinaufkommen; der Vater habe ihm eine Mittheilung zu machen. Die Hände in den Hosentaschen.
höchste Gleichgültigkeit in den Mienen,
kam er. Ohne Erstaunen vernahm er des Katers Vorschlag. Jugend muß sich halt a bisser! umschauen in der Welt. Du' sollst etwa! leinen und dann das Gelernte auf diesem Eigenthum verwerthen. Hast Du .Lust dazu?" Gleich is mir's." Der Bauer rückte ihm näher :lnd legte eine Hand auf sein Knie. Zu jedem richtigen Ding gehört ö richtige Freud', mein Bua." Ein spöttisches Lächeln zuckte blitz schnell um die Mundwinkel des Paule nd verschwand wieder. .Schau," fuhr sein Vater bekümmert fort. Du hast an guten Kopf und lonnt'st es weiter 'bringen, als wie ich, wenn Tu nur wolltest. Dadrum" er nahm bedächtig eine Prise dadrum thu' ich Dich auch nit auf einen anderen Bauernhof, sondern nach Innsbruck auf eine landwirtschaftliche Akademie, oder wie Sie's hoassen!" Die Bäuerin fuhr heftig herum. Was? Fürnehme Mucken willst ihm in'n Kopf setzen, dem Bua? Auf eine Stadtschulen willst ihn thun, daß ihm hernach alles zu gering ist hier? Na ... ich sag', na . . ." Er soll selber entscheiden. Er ist neunzehn Jahre geworden und hat sein'n Willen." Und das Geld...." stöhnte die Bäuerin. Ich zahl's; es gehört ihm ja doch einmal alles." fprach der Bauer scharf. Der Paule besah seine Schuhspitzen. Jeder Stein, jeder Weg, jedes Gesicht hier war ihm verleidet. Ja, über den Bergen, da war noch eine andere Welt ... da fielen sie nicht über den Einzelnen her, um ihn zu martern und zu höhnen . . . dort kannte ihn wenigstens Niemand. No?" fragte der Bauer. Besinn' Dich wohl, mein Bua. Bist Du lustig zu meinem Vorschlag, sag' mir Antwort zur Nacht." Der Paule stand auf und blickte dem Vater gerade in's Gesicht. Kann's jetzt schon sag'n. So, wie's der Vater einrichtet, ist mir's recht. Ich geh'.So, so. Die Stimme des alten Mannes war ein wenig zitterig geworden vor Bewegung. Dann will ich amal nach Innsbruck fchreib'n. Und jetzt magst dem Hansl im Stall helfen. . .
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Die Annämaria warf kein Wort mehr ein. Sie sah auch nicht das unverhohlene Grausen, mit dem ihr Mann sie betrachtete, und merkte nicht, wie er von Stund ab jeden ihrer Schritte beobachtete. Eine Woche verlief bis zur Mreife des Paule. Sein Vater hatte ihn gut mit Reisegeld ausgestattet und meinte, er könne ihn wohl allein fahren lassen. Darob verfärbte sich die Bäuerin. Sie redete dem Bauern zu, ihren Sohn zu begleiten. Sie schilderte in glänzenden Farben die Gefahren und Versuchungen. denen ein so junger Mensch auf Reisen ausgesetzt sei. Aber der Bauer blieb unerbittlich. Gefahren und Versuchungen liegen
im Menschen drin. Die kommen nit von draußen. Gefahren und Versuchungen können auch hier auf einem stillen Bauernhof verborgen sein!" Dabei hatte er sie, wie ihr vünk:e, recht streng und bitterböse angesehen. Aber sie konnte sich auch täuschen. Sie war überhaupt aus allen Fugen, schreckhaft, geneigt zu krankhaftem Lachen und Weinen. Ihr Abschied von dem Sohne gestal-
tete sich zu einer unerwarteten, lärmenden Scene. Sie fiel ihm schluchzend um den Hals und küßte ihn. Er ließ die Arme schlaff herabhängen. Ihre Zärtlichkeit kam zu spät, sein Herz war verschlossen wider sie. Wie ein Klotz stand er, oleich, Auflehnung in den Augen. Sein Vater gab ihm das Geleit bis zum Ausgang des Dorfes. Dort schüttelten die Männer sich die Hände, daß ihre beiden kräftigen Gestalt wankten. ..Ich dank' dem Vater für alles Gute."' sagte der Paule nach einem rin qenden Athemzuge. Mein lieber Bua!" Der Alte schluckte ein paar Mal.
Eh' Du gebst. mein Bua Du klarst mir halt immer a rechte Freud'
sorg', daß es so bleib'!"
Die braunen Wangen des Burschen
nahmen eme dunklere Färbung an. Behüat Enk Gott. Vater."
Behüat d? Gott, mein Bua. Als
ein Brief! magst schon schreib'n! An den Klausenhofbauer Josef Leonhard
in St. Martin im Passeier, bei Meran. im Tirolischen. Oesterreich. Das
langt aus für die Adress'n.
Noch ein Händedruck dann ging der Junge in strammen, gleichmäßigen Schritten nach links, der Alte in mü-
den, schweren, gedankenvollen Schrit-
ten nach rechts. Der Tcnz der Abreise des Sohnes
bedeutete für die Bäuerin Erlösung
und Befreiung. Ihre Nerven hatten den Schrecken jener Mondnacht nicht verwinden können. überall und immer wähnte sie sich belauscht, -und ihre ganzeNawr bäumte sich auf gegen den Zwang. Die unbequemen Augen des eigenen Kindes aus dem Hause sah sie eine neue, bessere Zeit für sich erblühen. Mitten in "lhren Plänen, ihrem Frohlocken und Hosfen traf sie ein harter Schlag. Der Bauer war ein Anderer geworden. Er paßte ihr so zu fagen auf die Finger. Nur im äußersten Falle ging er ohne sie aus dem Haus, nie am Abend und
selten am Tage. Ich bin alt," sagte er ruhig, und kann mir zwei Knechte halten. Die schwere Arbeit setzt mir zu. Als amal mein' ich. am Herzen hätt' ich's! Der Dampf wär's!" Annamaria bewegte sich geräuschvoll in der Stube. Sie zerbrach Schüsseln und Gläser, schlug die Thüren, warf das Zinngefchirr umher um nur ihrem Unmuth Luft zu machen. Ten Alten 'oa ewig am Schürzenbändel, das war schon ein Kreuz! Sie war aus dem Regen in die Traufe gekommen. Sollte der Bua
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(Fortsetzung folgt.)
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SetneErklärung. Papaleben, was versteht man unter einem Sonntagskind?" Nu, beispiels weise bist Du als Sohil vom Millionär Goldstein e Sonntagskind, trotzdem Du am Montag geboren wurdest." Modernes Märchen. Pensions-Lehrerin: Die Märchen beginnen gewöhnlich mit: Es war einmal". Bilden Sie mir ein Beispiel, Hildegard!" Hildegard: ES war einmal ein Lieutenant, der heirathete ein armes Mädchen. ..."
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