Indiana Tribüne, Volume 24, Number 160, Indianapolis, Marion County, 26 February 1901 — Page 1

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Grsrtxcittt jeden ladjmiitafi ixixb Sonntag Morgens.

Jahrgang 24.

Indianapolis, Ind.. Dienstag, den 26. Februar 1901.

No. IG

Her iriiffl (n SiiillWll. . 'De Wct befindet sich mf scheinend in der Klemme.

Er wird vou allen Seiten gehetzt der stark angeschwollene Granle Zilch dürste iljm den Zveg verlegen.

Ltönig Eduard in Cronberg ange kommen.

'.wer Kaiser Wilhelm empfing ihn in .Franksurt a. M.

'BerschiedeneS aus dem chinesischen Reich.

Kampf zwischen Truppen Hayti'S und Sau Tomingos. MinistcrkrisZs in Spanien.

'General Azcarraga und das ganze Ka biuct werden resignim:.

'Der Krieg in Südafrika. D e Aar. Kapkolonie, 25. Feb. 'General De Wet und der Präsident Steyn haben die Eisenbahn am Sonntaq wieder nördlich von Kranskuil und südlich vom Oranje Fluk überschritten. Der Oranje Fluh ist am Sonntag Abend um fünf Fuh gestiegen, es regnet noch immer sehr start und man hält es für unmöglich, day die Boeren den Fluß überschreiten können. Oberst Thornycroft folgt ihnen auf den Fersen und mehrere andere Kolonnen sind abgegangen, um bei d:r Einschließung De Weis zu helfen. Kapstadt. 26. Feb. Es wird hier versichert, daß der GeneralkomMandant Botha mit 2000 Boeren de? 'Verfolgung des Generals French entgangen sei und auf Komatipoort zu.marschire. Kapstadt. 26. Febr. Es wird versichert, daß der im Dewetsdorp-Di strikt stehende Kommandant Piet Fourie bereit sei. sich mit mehreren hundert Boeren zu ergeben, wenn der Kommandant eine direkte Proposttion vom General Kitchener erhalte. Bis jetzt sind hier 31 Personen an der Beulenpest erkrankt, darunter sechs Europäer, und gestorben sind , sechs Personen, darunter ein Europäer. Au Z China. P e k i n g . 26. Febr. Der Gesandte Gonger übertrug am Montag Morgen die Geschäfte der Gesandtschaft, insbesondere auch die Verhandlungen mit den chinesischen Friedcns-Kommissären an Herrn W. W. Roähill; er wird sich in wenigen Tagen zu einem sechsmonatlichen Urlaub nach den Vereinigten begeben. Die hiesigen Amerikaner halten die Abreise des Gesandten Conger für eine Bestätigung des Gerüchtes, daß alle wichtigen Streitfragen erledigt sind, da der Gesandte es für seine Pflicht hielt, die Verhandlungen zu einem befriedigenden Ende zu führen. Der Pei Ho Fluß wird in de? nach kien Woche fü? die Schifffahrt wieder offen sein und dann wird der Auszug der Diplomaten. Korrespondenten und Anderer beginnen. Li Hung Chang erwartet, daß der Hof nach Peking zurückkehren wird, sobald er von der Räumung der Stadt seitens der verbündeten Truppen in Kenntniß gesetzt wird. Er versichert, daß keine weiteren Schwierigkeiten den

Friedensverhandlungen.

den werden. Einige Schwierigkeiten über entstehen könnten, ir fremden Gesandten gen werden sollen. sandten diese An sie' Die deutschen u : nen für die Unte' . landtschafts-Sch? ' erhalb eines Ä j: Herr cdhiT r ; zum eisten M '. , ? Ariedens'Unt? . " . ilgtes Mitgli

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7 jen Käseri ihrer Ge ; werden inllendet sein. -' am Montag Sitzung der

. als vollberechch wurden keine ; xng verhandelt. , ' br. Reuters BuDepesche aus Shang 'S .nz Tuan, Prinz General Tung Fu e sich immer , noch in der Provinz Kan Se. ene Christen von Kui !. ,'en die Niedermetzelung '.'ssionären männlichen .'eschlechts. sowie von v'che seit Oktober ver.:5r.' Der Feldmar- . . ersee ha.t kn ein

vsfzkellen epeicye angekündigt, daß bei dem Angriff auf die Deutschen bei Kung Chang. westlich von Pao Ting Fu, mehr als dreihundert Chinesen getödtet worden seien. Berlin. 26. Feb. In hiesigen offiziellen Kreisen kann man sich den Angriff nicht erklären, den die chinesischen Regulären auf die Deutschen westlich von Pao Ting Fu gemacht haden. man ist aber der Ueberzeugung, daß der Angriff nicht voir der chinesi scher. Regierung c...geordnee worden ist, da sie alle Ursache hat. gerade jetzt den Frieden aufrecht zu erhalten. Die deutschen Beamten sind der Ansicht, daß dieseAngriffe lediglich beweisen, daß in China immer noch die chaotischsten Verhältnisse herrschen. Dieselbe Autorität versichert, daß die Mächte ohne Zweifel Schadenersatz für die unnöthige Zerstörung von Eigenthum geben werden. König Eduard in Deutschland. Cronberg, Nassau, 26. Febr. Der König Eduard kam am Montag Vormittag, in Begleitung des Kaisers Wilhelm, hier an, der ihn in Frankfurt empfangen hatte. Von hier aus fuhren die beiden Monarchen in einem Schlitten nach Schloß Friedrichshof, wo sich d:r Kaiser verabschiedete, um nach Homburg zurückzukehren. Der König Eduard begab sich dann zu seiner Schwester, der Kaiserin Friedrich,

bei der er eine viertel Stunde blieb. Der König schien nicht besonders be sorgt zu sein, als er das Krankenzimmer verließ, und man schließt daraus, daß das Befinden der Kaiserin ein verhältnißmäßig befriedigendes ist. Später wurde ein Gabelfrühstück eingenommen, an dem 17 Personen theilnahmen. Der Kaiser Wilhelm, der inzwischen wieder von Homburg herübergekommen war. saß neben dem König Eduard an einer langen Tafel. Der Kaiser brachte später zehn Mi nuten allein bei seiner Mutter zu, und fuhr dann in einem Schlitten nach Homburg zurück. Die feurigen ungarischen Pferde legten die Strecke von beinahe sechs Meilen in zwanzig Minuten zurück. Der König Eduard fuhr später ebenfalls in einem Schlitten nach Homburg, wo er mit dem Kaiser den Thee einnahm. Hayti und San Domingo i m S t r e i t. KapHaytien, Hayti. 26. Febr. Bei Philobert, an der nördlichen Grenze, hat ein Gefecht zwischen haytischen Truppen und solchen von der Re publik San Domingo stattgefunden. Eine Anzahl Haytier wurden ganz unerwartet von den anderen angegriffen und der haytische Konsul in Dabajou flüchtete sich darauf nach Cuanaminthre in Hayti. ungefähr fünf Meilen von der Grenze entfernt. Der Konsul von San Domingo in Haytien hat von seiner Regierung Vefehl erhalten, sich sofort nach dem Schauplatz der Unruhen zu begeben und zu versuchen, den Kämpfen ein

! Ende zu machen.

Sträfliche Rachlässigkeit. S t. P e t e r s b u r g. 26. Februar. Die interessanteste Enthüllung in Verbinduna mit dem aroßen neuer in Baku

! ist die, daß in jener wichtigen Stadt,

ln der brennbares Material im Werth von vielen Millionen aufgespeichert ist. noch niemals eine Feuerwehr bestanden hat. Die Raphta - Kompagnie hatte allerdings vor ein paar Jahren fünf oder sechstausend Rubel für den Ankauf von Feuerwehr-Apoaraten ausgeworsen, dabei ist es aber geblieben und noch nicht einmal der Platz für ein

I Spritzenhaus ist erworben worden.

Und dies trotz der Thatsache, daß die Arbeiterkasernen ganz in der Nähe des Oel-Neservoirs gelegen waren. Diese Arbeiterkasernen selbst gereichten dem Lande zur Schande. Der Ackerbau Minister Jermalow besuchte sie im Jahre 1899 und berichtete darüber offiziell, daß nicht ein einziges der Gebäuden den allerbescheidensten sanitären Ansprüchen genüge und daß 30.000 Männer wie Sklaven darin lebten, viele davon in Häusern ohne Fenster und in Zimmern ohne Betten.

!Der Verkauf der dänisch-

west,ndlschen Inseln. Kopenhagen. 26. Febr. Das Finanz-Kommittee des Reichstags und das Ministerium haben sich definitiv auf die Bedingungen geeinigt, unter denen die danisch-westindischen Inseln verkauft werden sollen. Das Resultat Wird binnen Kurzem der Regierung in Washington in solcher Form unterbreitet werden, daß die Bedingungen annehmbar erscheinen dürften. Die dänischen Vorschläge werden einige neue Punkte enthalten, diese dürften aber der Annahme der Vorschläge keineswegs im Weg: stehen. Ministerkrisis in Span i e n. , M a d r i d. 26. Feb. Jmheutta.en

Kaninetsrath kündigte der' Premier, General Azcarraga. an. daß das Ministcrium am Dienstag der KöniginRegentin seine Resignation einreichen werde. Die Lage auf der BcclkanHalbinsel. London. 26. Feb. Die Gefah? ernstlicher Unruhen auf der BalkanHalbinsel scheint vorüber zu sein," telegraphirt der Wiener Korrespondent der Times", daß dies der Fall ist. ist ab nur der sehr deutlichen Sprache zu verdanken die Rußland gesprochen hat, daö dabei sowohl von Oesterreich als von England unterstützt worden ist. Es ist auch Grund zu der Annahme vorhanden, daß der deutsche Kaiser den Fürsten Ferdinand direkt aufgefordert hat. alle Unruhen in Macedonien zu unterdrücken. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 26. Feb. Der Lokalunzeiger" enthält die folgende Depesche us Velins vom 25. Feb. datirt: Die- Hinrichtung von- Chih Sru, früheren Groß-Sekretär, und von Hfu Eheng Fu, Sohn des notorischen Hsu Tung, wird am Dienstag genau an derselben Stelle stattfinden, an der im letzten Sommer zwei den Ausländern freundlich gesinnte Mitglieder des Tsung Li Iamen geköpft wurden. Der Platz liegt innerhalb der deutschen Zone. Alle anderen Beamten, deren Hinrichtung von den Mächten verlangt wurde, werden in Signan Fu hingerichtet werden. Man ist allgemein der Ansicht, daß die Bestrafung des Prinzen Tuan es nöthig machen wird, daß ein anderer als sein Sohn zum Thronfolger erwählt werde. Die Bevölkerung des Königreichs Sachsen beträgt nach dem soeben vollenbeten Zensus 4,199,753 Seelen, eine Zunahme von 11 Prozent gegen oen Zensus von 1892. Die besten Bllet-Tänzerinnen dr königlichen Oper werden am 8. März in Amsterda m vor Königin Wilhelmma einBallet Braut und Bräutigam" aufführen, welches speziell für diese Gelegenheit von Herrn Grzbb,.dem Balletmeiste? der königlichen Oper, komponirt wurde. Der erste Zensus über den Bestand von Obstbäumen in Preußen' ergiebt 90.222,375 Obstbäume. Der Zensus über das Vieh ergiebt 10.865.296 Stück Rindvieh, gegen 9.371.521 im Jahre 1892; 10.954.002 Schweine, gegen 9.390.331 im Jahre 1892. und 2.913.903 Pferde, gegen 2.651.661 imJahre 1392. Will ins Kloster zurück. Madrid. 26. Febr. Frl. Ubao. das junge Mädchen, das auf Befehl der Gerichte am Sonntag wieder seiner Mutter zurückgegeben wurde, hat erklärt, daß sie in das Jesuiten-Kloster zurückkehren würde, sobald sie majorenn geworden sei. Vom britischen Parlament. London. 26. Februar. Der Kriegssekretär Broderick - antwortete auf einen Antrag, die Verhandlungen der Untersuchungsgerichte zu veröffentlichen, daß es die Absicht der Regierung sei, eine allgemeine Untersuchung über die Kriegsführung in Südafrika anzustellen, sobald der Krieg beendet sei. Dies sei aber letzt wo noch 200.000 Mann aktiv an den militärischen Operationen betheiliqt wären, keineswegs

angebracht. Zwanzig Fälle,' wo sich britische Truppen ergeben hätten, seien inzwischen von der Regierung untersucht worden. Eine großere.Anzahl britischer Offiziere seien , daher zur Verantwortung gezogen und zehn derselben entlassen worden. Kein ausSüdafrika zurückkehrender Offizier .wurde in der Heimath angestellt werden ohne die Empfehlung Lord Roberts oder General Kitchener's. Es vergehe, kaum eine Woche, ohne daß ein Offizier entlassen oder sonst bestraft würde. A u s H a wa i i. Honolulu, 19. Febr., via San Francisco. 25. Februar. . Eine großartige Entdeckung von , Gold wird aus Samoa berichtet. Auf der Insel Upola soll schwarzer Sand, welcher $940 per Tonne Reingold enthält, gefunden worden sein! Es heißt, daß sich eine Kompagnie gebildet und einen Schoner von 800 Tonnen gechartert habe, um den Sand zu bearbeiten und das Gold nach Sidney zu bringen. Nickel- und Zinn-Erze sollen auch in großem Umfange in Samöa gefunden worden sein. Die Kompagnie will diese Erze nach San Irancisco schicken.

Acr Tcmpcrctts Zanatismlls in Klmjas . ; : Fordert abermals eur Menschenleben. ' Ei.l Engros LpirituostN'Vefchäft in Topkkn Von einem Haufen von 50 Mäu uern. zcrstött. Einer der Angreifer dabei tüdtlich verletzt.

CarricSIatüm gege Bürgschaft, auf freiem Fuß. Frank H. Hmilto m In Minncapslis, Minn., zu sieben Jahren Zuchthaus vcrurthcilt.

Schrecklicher Tod dreier Knaben.

Frank H. Hamilbon verur- . theilt Äinneaposi s. Minn., 26. Feb. Frank H. Hamilwn.. der wegen der Tödtung des jungen Leonard Day, im West Hotel, des Todtschlags im ersten Grade schuldig befunden worden war. wm )e am Montag vom Richter Brooks zu sieben Jahren Zuchthaus bei harter Arbeit verurtheilt. ' .

DerTemperenzfanattsurK in Kansas. T o p e k a. Kas.. 26. Feb. In Folge eines Angriffs, der in der Sonntag Nacht von einem Volkshaufen aus das Curtis'sche Engros - Spiritussen - Ge schäft gemacht wurde, liegt I. W. Adams, ein Zimmermann, von einer Retolverkugel in die Brust getroffen. sterbend im Hospital. Dr. M. R. Mit. chell und Rev. F. W. Emerson befinden sich beide als Anführer des Haufens in Haft und das Curtis'sche Geschäft ist fast ganz zerstört. Um Mitternacht brach ein Haufen von ungefähr fünfzig Männern, die mit Aezten, Schmiedehämmern. Brecheisen und Revolvern bewaffnet waren, in das Engros - Spiritussen - Geschäft von Cash' Curtis an West Curtis Straße ein und begann die darin befindlichen Waarenvorräthe zu zerstören. Drei Polizisten trieben den Haufen zurück und sie feuerten dabei ihre. Revolver in die' Luft ab. um die Leute einwschüch tern. Mehrere Mitglieder des HaufenS schössen ebenfalls ihre Revolver ab und I. W. Adams, ein Zimmcrmann, erhielt zwei , Kugeln in die Brust. Er wurde in- besinnungslosem Zustande nach dem Riverside Hospital gebracht, wo er seiner Auflösung entgegengeht. Dr. M. R. Mitchell und der Rev. F. M. Emerson wurden von der Polizei verhaftet, aber gegen eigene Bürgschaft wieder freigelassen. Die drei Polizisten behaupten, daß Adams von seinen eigenen Gefährten geschossen worden sei, als er von dem Curiis'schen Geschäft, aus dem er vertrieben worden war, zu seinen Freunden zurückkehrte. Als .Adams im Hospital wieder zur Besinnung kam. behauptete er. von einem der Polizisten geschossen worden zu sein. Der Polizist Connors erklärt, daß ihm sein Revolver von 33 Kaliber aus der Hand geschlagen worden sei; der Polizist Downey will erst an Ort und Stelle angekommen sein, als die Affcure beinahe vorüber war. und der Polizist Coyle. der einen Revolver von Kaliber 44' trug, behauptet, nur zweimal in die Luft geschossen zu haben. Die Aerzte im Hospital erklären, daß Adams mit einem Revolver von Kaliber 32 oder 33 geschossen worden sei. die Kugeln sind aber noch nicht herausgezogen worden. Der Haufen, der das Geschäft zerstörte, versammelte sich an West CurtiS Str., ungefähr zwei Blocks von dem Cürtis'schen Haus entfernt, auf das sie kurz nach Mitternacht zumarschirten. Ein halbes Dutzend Männer trugen einen Baumstamm, den sie als Ramm klotz benutzten und mit dem sie die Thür einstießen. Die Leute drangen dann in den Platz ein; die Laterne, die sie trugen, wurde ausgelöscht und das Zersi'örungswerk wurde im Dunkeln vollzogen. Drei Männer reichten den im Hof Stehenden die Kisten mit Flaschen und die Bierfässer hinaus und die Anderen zerschlugen sie. Curtis leistet keinen Widerstand, er rief aber die Polizisten Boyles. Conners und Downey vom Union Pacific Bahnhof herbei. Ehe die Polizisten ankamen, waren dreißig Kisten und zwei Fässer mit Bier -zerschlagen worden. Als die Polizisten .erschienen, zogen sich die Leute nach einem Graben in der Nähe von Jackson Straße zurück, wo sie sich wieder sammelten. Während des Rückzugs des Haufens wurden 20 bis 30 Schüsse abgefeuert und während dieser Schießerei brach Adams schwer gebrochen zusammen. Mehrere Männer eilten auf ihn zu und als sie fanden, daß er verwundet sei, ging der Haufen schnell auseinan- ; ver. Dr. Mitchell und der Rev. Emerson. die sich noch bei dem Verwundeten : befanden, wurden verhaftet. Dr. Mit'chell wurde gestattet. Adams nach dem Hospital zu begleiten. Rev. Emerson 'wurde aber nach her Polizeistation gebracht, wo er indeß bald gegen eigene Bürgschaft freigelassen wurde. '

nacovem oe? Haufe sich verzog !

hatte, hielt ein Mann mit einem Schrotgewehr Wache bei dem theilweise zerstörten Gebäude. Feuer. M a r i o n. O.. 26. Feb. Am Mon-tag-Morgen zu früher Stunde brach hier im Hotel Western Feuer aus. das indeß gelöscht wurde, ehe es großen Stf aden anrichten konnte. Die Gäste flüchteten sich alle in den Nachtkleidern auf die Straße. Der Feuerchef Knapp fiel eine Treppe hinb und erlitt schwere Verletzungen. Frau Natron gegen Bürg schaft in Freiheit. T.o p t.t a, Kas. 26. Febr. Frau Carrie Nation hat endlich eingesehen, daß Drohungen und Schimpfereien sie nicht aus dem Gefängniß herausbringen können und die ihr von gleichgesinnten Freunden angebotene Bürgschaft angenommen. Sie wurde in Folge dessen am Sonntag Abend um elf Uhr aus dem Gefängniß entlassen und reiste am Montag Morgen um fünf Uhr nach Peorra. Jlls.. ab. wo sie für eine Vergütung von $15 für einen Tag daö Peoria Journal" redigiren soll. Drei Knaben verunglückt. V i w a b i k. Minn.. 26. Febr. Am Sonntag kamen in der sechs Meilen von hier gelegenen Elba Kohlenqrube drei' Knaben, im Alter von 8, 10 und 12 Jahren stehend, auf schreckliche Weise um's Leben. Fünf Knaben fuhren zum Spaß auf einer der kleinen Cars. die in der Grube benutzt werden, und einer von ihnen stellte die Weiche in der falschen Richtung. Die Folge war, daß die Car schnell das Gefalle nach dem Schacht binabfuhr. Einer der Knaben bemerkte die Gefahr und er sprang noch im letzten Augenblick ab. seinen Bruder mit

sich reißend. Die Car fiel mit den drei !

kleinen Knaben auf den Boden des Schachts hinab und alle wurden auf der Stelle getödtet. Die Verunglückten waren die Söhne von Joseph Feit und von Andreas Schlakdich. DerRiesen-Stahl-Trufi . inkorvortrt. New York. 26. Febr. In der Office des County-Clcrks von Hudson County, New Jersey, wurden am Montag die Jnkorporationspapiere für die United States Steel Corporation, eingereicht. Es ist dies die riesiae Morgan-Carnegie Kombination. Als Agent für die neue Kor -oration in New Jersey fungirt die Hudson Trust Co. von Hoboken. Der Zweck der Korporation ist : Stahl, Eisenkupfer und andere Materialien zu verarbeiten. Bergwerke zu besitzen, zu erwerben und zu bearbeiten und Transportmittel zu besitzen. Es wird ausdrücklich bestimmt, daß die Korporation keine Eisenbahn imStaate New Jersey besitzen darf. Die Jnkorporatoren sind : Charles C, Cluff. Wm. I. Curtis und Charles McVeagh. Das autorisirte Aktienkapital wird auf Z3000 anqegeben und besteht aus 30 Aktien zu je $100. Das Aktienkapital kann aber zu jeder Zeit erhöht werden. Ein kleiner Bankirck. C hTclsg o , Jlls.. 26. Febr. " Die Privatbank von Palmer und May:r in Desplaines. einem 12 Meilen von Chkcagc gelegenen Ort. hat am Montag nicht die Thüren geöffnet. Die Bank hatte ungefähr .D20.000 Depositen von Arbitern und $6000. die demOrt Desplaines gehörten. Kostspielige Experimente mit flüssiger Luft sollen das Geld der Bank verschlungen haben. Mit Holz -Alkohol vergiß tet. London. Ky.. 26. Februar. Am Samstag Abend tranken Lum Warrcn und George Holt, zwei bekannte Män ner von Rock Castlc Springs in diesem County, Holz-Alkohol. den sie für Ge-treide-Alkohol hielten und beide starben am Sonntag Abend unter furchtbaren Schmerzen am Starrkrampf. Tödtliche Fehde. Middlesboro, Ky., 26. Febr. Eine ernste Rauferei zwischen Thomas Holdman und scinem Sohne auf der einen und John Tye und seinem Sohne auf der anderen Seite endete mit dem Tode Holdman's und der tödtlichen Verwundung Wels Tye's, welcher nach wenigen Stunden starb. Das Rencontre fand am Sonntag dreißig Mei len von hier, in Hancock County.Tenn., statt. Nähere Details waren bisher nicht zu erlangen, doch heißt es, daß Holdman und Tye über ein Stück Land in Streit geriethen. Sie riefen ihr Söhne zur Hilfe und es kam zu einer regelrechten Schlacht. Notorischer Buschbrcnner verhaftet. . L o u i s v i l l e, Ky. 26. Februar. In Wetcalfe County fcdjf.arn, Mon

tag Loogen, nn VUscyr'rcnncr, verhaftet., der seit 20 Jahrcn diefts Geschäft betrieben hat und der trotz aller Versuche, ihn zu fangen, stets den BeHorden entschlüpft ist. Ein Führer, der sich freiwillig angeboten hatte, brachte die Steuer-Beamten bis an die Hütte, in der Lodgen beschäftigt war. Die Beamten waren in keiner großen Eile, in die Hütte einzudringen, und sie versteckten sich deshalb und warteten, Ms Lodgen unbewaffnet herauskam, um tU nen Eimer Wasser zu holen. . Er wurde dann verhaftet und der Apparat wurde zerstört. t SQßurde- gefoltert. New Yor l. 26. Febr. Ein w!l, thender Volkshaufen in Mattewan, N. I., suchte von Chas' Herbert, einem Einwohner des Platzes, ein Geständnitz zu erzwingen, indem man de?r Unglücklichen aufhängte. Er sollte ein Feuer angelegt haben, welches am 27. Januar den Geschäststheil der Stadt in Asche legte. Er wurde schließlich wieder zu Boden gelassen und betheuerte seine Unschuld, worauf er-ein zweites Mal aufgehängt wurde. Doch auch nach dieser zweiten Tortur bestand er auf sei ner Unschuld und wurde ins Gefängniß gebracht. Sonntag- Nacht gerreth das Wohn von Herberts Mutter in Brand, und als die Flammen geloscht worden waren, fand man, daß die Treppen mit Petroleum getränkt waren Der Werdacht lenkte sich auf Herbert, was seine Verhaftung und seine Folterung zur Folge hatte. Nichts Neuesvon der City of Rio de Janeiro-. S a n F r a n c i s c o, 26. Febr. In Bezug auf den Untergang des Dampfers City of Rio de Janeiro" ist nichts Neues zu berichten. Das Ufer wird Tag und Nacht abpatrouillirt und Boote suchen auf dem Wasser nach Leichen oder Wcrthgegenstandcn, die vielleicht von dem Wrack aussteigen sollten, während des Tages ist aber nichts gefunden worden. Das Wrack liegt in einer Tiefe von 36 Faden und Taucher können in eine solche Tiefe nicht hinab geschickt werden. Vorahnung. M et z x c 1 1 a. D.. 26. Febr. Frau Wilson Robinson hatte am MontgL Morgen eine Verahnung. daß ihn Manne, einem Maschinisten in Ntt'ö Gießerei, während des Taaes ein uß glück zustoßen werde und sie bat fyx, den Tag über zu Hause zu oleiben und sich nicht zur Arbeit zu melden. D?e Mann küßte aber seine Kinder und gttt an die Arbeit. Am Nachmittag wudt er beim Oelen der Maschinen ssuvindelig. er fiel vornüber in das Schwungrad und wurde dabei so schwer verletzt, daß er nach einer Stunde starb. Vergifteten sich. Pittsburg, Pa.. 26. Febr. Die dreijährige Martha Spengler und ihre zweijährige Schwester Florence. Töchter des Luftbremsen-Jnspektors der Fort Warne Eisenbahn, nahmen in Abwesenheit ihrer Mutter eine Scbzchtel mit Morphium-Pillen aus einem Schranke und aßen im Glauben, daß es Candy sei. fünf Pillen von Gran. Die Kinder litten während des ga izen Tages schwer an den Folgen der Vergiftung und starben trotz aller ärztli chen Bemühungen am Abend. m m Schiffsnachrichren. Antwerpen. 25. Febr. Angekommen: Kensington- von New Aork. N e a p e l. 25. Febr. Angekommen: Fürst Vismarck- von New York. Liverpool, 25. Febr. Angekom men: Belgenland" von Philadelphia. Glasgow. 23. Febr. Angekom men: Astoria- von New'Fork. Alexandria, 25. Febr. Aruzekommen: Augusta Victoria" von Nett Fork. via Portsmouth. Gibraltar, 25. Febr. Abgangen: Hohenzollern" von Genua und Neaple nach New Fork.

Telegraphische Notizen.

'lvnig?L '9? Das Castagno'.a Theater in tania. Sizilien, ist am Sonntag Mä niedergebrannt. Zwei Personen kcuney in den Flammen um und viele wurden verletzt. Lothar von Heinemann, Proftl sor der Geschichte an der Universikal Tübingen, ist dort gestorben. Der Ver. St. Transportdampfer Rawlins-, mit dem Porto Ricanische Bataillon an Bord, ist von San Jusn. Porto Rico, nach New Fort abgegan gen. Das Bataillon. 260 Mann stark, wird an der JnauguraiionI-Parade in. Washington theilnehmen.

Weitere Depesche aus

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