Indiana Tribüne, Volume 24, Number 159, Indianapolis, Marion County, 25 February 1901 — Page 7

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auernehre.

Ein Roman aas dem Passeicr von M.X)0n Oerhen.

Fortfc.ung.)

Es ja der erste warme 'Frühl'mgssormtag. wer rncchte da in der S!ube sitzen! Ander! stieg das Aut zu Nopfe, daß er förmlich anzuschwellen schic?. 'Terjeniz?. auf den er so gierig gcwertet, schlenderte eben an der Seite der Crnz in den überfüllten Garten.

:nn Zwriglein Weidenkätzchen hinter'nr s

iyr. Sein Gesicht bezeugte eine Ruhe, die ihn älter rnzchte. Sein Blick flog nicht mehr, wie früher, herausfordernd üb:r die R'5pji oii Anwesenden hin, sondern lag ernst und friedlich auf 'dem Diandl. Mit den Ellbogen schaffte der Ander! sich freie Bah und vertrat dein Paule den Weg. 2er Bursche ging ohne ein Wort zur Seite und vorbei.

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ie Cenz folgte Tnii unverkennbarer

Freude. ..Oho! WaZ sein das 'für neue MuÄn!?- brach der Ander! los. dicht hinter dem Bürstn und so laut, daß die Nächst sitzenden verstummten und

aufmerkten. Kennst mich etwan nimmer?" " Mein's wchl. da'5 ich Dich kenn'," erwiderte sanftmütbig der Paule. Die Andern lachten. Der Knecht rang nach Worten. XaZ hatte er nicht. erwartet, und w:nn tl dem Paule gefiel, dies Benehmen aufrecht zu halten, so mußte er wöhl oe: übel ein: Gelegenheit zum Streite-vom Zaun brechen. Den Abend von 'neulich bist Tu mir noch schuldig." raunte er ihm -u. Den miserabligen Lumpen!" Der Anderl will -raufen." murmelten die Männer untereinander. Er hat's wieder mit dem Paule. Ho, Anderl. halt' Friedcn heut'!" riefen sie ihm fct zu. Habt's keine Angst." sprach jetzt d:r Paule, es gibt keinen Unfrieden nit, wann ick, nit will." So?" "schrie der Anderl. So? Ihr ?ört's. .Ihr Mander! Er Hai mich beleidigt, und das laß ich nit aus mir sitzen. Er soll kommen oder ich schlag i!m nieder wie einen Hund!" Tödtliche Stille folgte diesen Wo ten Alle kannten den Paule'und sein? sinnkze Wuth, wenn er in. Hitze o,.rieU). Gnad' 'Gott dem Anderl! Der Paule 'stand 'halb geduät, wie zum Sprunge bereit. In dem erschreckend blichen Gesicht lohten die Augen, die Flüae! seiner Nase zitterten ..Jt," dachte ein Ader. Jct wird xx sich auf ihn stürzen!" Sie bielten den Ath? an. Tik Eenz blickte fest auf ihn. Was sie in dieser Minute empfunden, dessen Zonnte'.s:?'sich später nicht mehr entsinSstL Und nun begann die Brust d: Paule krampfhaft sich zu heben und zu senken, wie bei einem Erstickenden. Der Ander! lachte gellend auf. 5lrmns, oder Jwe'i Männer hielten ir.n bei den Schulten. Laß' ihn au! Wann e, nit mag'." Er muß!" schrie der Knecht heiser. Aeleidrgt hat er mich! tt,ld da muß er mir uu'ch Red' stehen! 'Und wann er nit mag, soll er's bleiben lasi'n. dann "fkikgt-ihm halt eine Flaschen an din Kop7!" Paule. flüsterte ihm 'einer zu. Was hast? Warum schmeißt ihn nit außer, den ' leidigen Mensch n?" Der junge Bursch stierte den Redenden mit blutunterlaufenen Augen an. Taumelnd -.achte er Kehrt Wd schritt zwischen zwei Reihen stummer, enttäuschte: Leute dem Ausgang zu. Keiner wen im Garten, de? ob diese; Lösung nicht sehr finster den Kops schüttelte. Selbst der 'Ander! war für ine? Moment völlig verdutzt. Dann rief ei dem ruhig sich Entfernenden laut nach: Ich. der Andreas Bogler auö K. kern, tbu' biermi! erklären, daß et: Paul Leonard St. Martin iein'r Schneid bat'" Er mußte es nch hören. Er kam nicht zurüZ. Wieder TodtenstMe. Dan,n lief ein Murmeln durch die Leihen, das zu erregten Reen und Wkoerre?en anwuchs während der Anderl als Held deö Tages die Aermel herunterstreifte un'. aus den Gläsern trank, die man ihn? bot D'lb?n Leute, die den Paule tun gen seiner Hitzen und Geivaltthätigkeiten beim Vater verklagt und rings ra den Dörfern verschrieen, erklärten ihn nun einstimmig für einen Feigling. Das hätt' er nit dürfen, der Paule!" Sakra, meinBua, wenn das wär'!" Sein alter Vater darf si schämen." Der Anderl fühlte, daß ihm trotz Lem Genugthuung geworden, und er Hub an, ein Langes und Breites von der bewußten Beleidigung zu erzählen. "Da unterbrach ihn die rasche StimNie der Cenz. Halt! Mein Lieber. Hast auch nit vergessen, zu berichten, daß Du bei Nacht an meinemKammerfensterl warst mit an schaurigen Ding? Daß der Paule Dir die Leiter weg'zogen hat, Saß .mit die öosen im Sand a'ses.

sen bist, wie an ertappter Dieb? Ich hcl'S amal, das schöne Kopferl, die Leut' sollen doch seh'n. was für lcamln Du Deiner Haustochter derehren thust!" Die Bauern kratzten sich hinter'm Qhr. diese Wendung verblüffte sie über d:c Maßen. Der Andrl wollte die Eenz fluchend zurückhalten, sie aber entfloh, wie der .'-h -LUiV. Nach geraumer Weile kebrte sie wieder mit dem Ungeheuer". Ein schallendes Gelächter empfing sie, und der Mair, ihr Vater, runzelte die Stirn. A so an Streich hat er Dir g'spielt, Anderl, wie ich verreist war? Warum hab' ich das nit ehnder erfahren?" War riit nöthig. Vater. Hab' mir schon selber g'holfen. Hätt's auch heut' nri verrathen, wann nit der Anderl begonnen hätt'. Den Kopf thu' ich mir aufheb'n." Die 'Eenz hatte zwar nun die Lacher auf ihrer Seite aber das änderte nichts an der Sache: Der Paule hatte die Beleidigung auf, sich sitzen lassen. Man sprach noch darüber, als man Abenos in den heimischen Wirthshäufern zusammenkam. Da erfuhr's auch der Klausenhofbauer, mit Verzierungen ausgeschmückt und mit Stichen versehen. Die Meisten konnten ihre Mißach-

tung nur schlecht verhehlen und bedauerten den Vater offenkundig. Es wurmte den alten Mann. Es

'fraß ihm am Herzen.

Ganz gebeugt saß er da. die zitternden Finger in einander schlingend. Es hatte doch anders geklungen, wenn sie in lärmendem Zorn den Sohn einer neuen Gewaltthat bezichtigten, als wenn sie nun verlegen in verstecktem Hohn und Mitleid andeuteten, er habe keinen Schneid und sei ein Feigling. Der Alte zahlte, wünschte gute Nacht und woP zu ruhen und ging h?im. Der Mond schien auf die menschen-

leeren Dorfgassen und auf das Dach

seines Hauses.

Die Berggipfel standen in vollem

Lichte.

Gleich ter ersten Versuchung hatte

er tapfer den Rucken gekehrt, sein Bua Tapfer?

Der Alte stöhnte. Er blieb stehen, und vieles schien ihm Plötzlich ganz un-

begreiflich. Seltsam, es war doch erst so klar ge Wesen! Ich will den Zuraten frag'n,' dachte er.

Um den Knoten zu lösen, mißte einer schon studirt 'haben und gelchrt

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Schonam folgenden Tage machtd ti sich auf -zu dem Geistlichen, ohne sor.-

berncuen Zrost dort zu finden Der junae Curat meinte, der ftrra

mel werbe einst dem Paule seine

Frommrgkelt und anftmuth lohncA aber die'Welt sei gar böse, und wer waae. sim wider die Sitten und Ein

richtuncn aufzuZehnen, dem werde dies Erdenleben riiehr Verdruß und

Kamps, als reude bringen. Wlrrum

der Pauie mit Leber den aoldem

Mittelweg gewählt hätte, anstatt gleich

das Kind mit de?n Bade auszuschüt ten? Er solle die Leute nicht reißen

dann gäbe es auch keinen Streit. Im

Ucongen wäre es vas beste für Pkule. sowie die Dinge einmal lägen, nenn

er in cm Kloster einträte. Der Klausenbmbauer erschrak bi

in'Z innerste .Herz. Nur zu deutlich

erkannte er. oan oaar der Curat d

Sache des Paule verloren gab im

Nothfälle nicht ein Finger für lh rühren würde.

Ja. "sich auflehnen wider die Welt und ihre Einrichtungen. Für's Kloster hab' ich denBua reicht ausgezogen." sagte er nur ziemlich streng. Ich hableinen Erben arhIer ihm. Und wann's-mir den Bua nit in Ruh lassen, bin ichza noch da." Der Eurat zuckte' die Achseln. Es thut mir leid. Klausenhofbauer. Schickt mir den Burschen einmal; !ich Will ihm zureden." Es that' Noth, denen zuzureden, die ihn herausfordern' antwortete der Bauer. No. vergilt's Gott. Hochwürden. Ein jeder muß halt selber schauen, wie er weiter limmt." Der Bauer erzählte seinem Sohne

j nichts von dieser Unterredung und

'schickte ihn auch nicht zum Curatert. Doch beobachtete er ihn. scharf. Die eigene Mutter trug das Gift ir.' Haus, indem sie all das Ueble, wus man dem Paule nachsagte, daheim wiederholte. tteberhaupt schien es dem Bauern, als sei eine rierkwüidige Unruhe in sie gefahren. Dzr Paule verbrachte nun all seine freie Zeit zu Hause, und der Buer erfuhr Lnter der Hand, daß er nimalen in Wirthshaus besuche und außer .Grüß Gott" rnd Behüt Gott" mit Niemandem ein Wort wechsele. Ein inenschenscheuer Einsiedler das war aus sunem frischen Bua geworden. Freilich die Männer waren ja weggerückt von ihm, wenn er an einen Tisch trat! Ein paar waren auch aufgestanden und fortgegangen. An den Passerwiesen in der Nähe des Hoses hatte der Paule sich eine Art Hütte gezimmert, die einen roh gearbeiteten Tisch und eine Bank enthielt. Dort pflegte er Feierabend zu halten und in den Bückern ZU lesen, die er aus

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Bis das Haus zur Nacht geschlossen wurde, harrte er oft dort aus und war froh, wenn keiner ihn störte. Im Anfang des Märzen fuhr der Bauer mit dem Knechte auf zwei Tage nach Bozen. und Mutter und Sohn blieben allein auf dem Hofe.

Es war rechtschaffen heiß in den engen Stuben, und der Paule vergrub sich so viel als möglich in sein kühles j Nest am Flusse. Der Mittag brannte durch das of- j

fene Thürlein, die Luft zitterte über dem Wasser. Eeheimnißvolles Leben rings um-

Der Paule, mit einer Schnitzerei be- j schäftigt, mußte in das Licht blinzeln, j das in breiten Strömen zu ihm hereindrang. Fern im Dorf bellte ein Hund. j War ihm doch, als rufe Jemand sei- l nen Namen.' ! Es mochten die Quellen sein, die j unter dem Grase gurgelten. i Wenn einer so viel einsam ist, hört er wohl allerlei. Jetzt rauschte etwas durch die hohen !

Halme. Paule! Paule! Bist da?" Hastig warf er sein Werkzeug fort und spähte hinaus. Die Bläue des Himmels blendete ihn. sie ließ die ganz Welt so eigenthümUch flimmern und wie rvesenlos schimmern Er fühlte sich sanft zurückgeschoben m 'das Halbdunkel seines Baues" und ernannte nun die Esnz. die rr seit jenem verhängnißvollen Nachmcltage nicht mehr gesehen. Diandl. Du bist's?" sagte er mit einem stillen Mck. Suchst leicht die Muatter; sie ist nit derboam." Das Mädchen ließ 'sich auf den Stuhl fallen 'rnd lockerte fein Halstuch. Ich wci'es. Wollt' nit zu Deiner. Muatter. "Zu Dir wollt' ich." Ein BI wie in atten Tagen znÄte auf in den dunklen Augen des Bar sehen. Zu niri? Wie hcnt mich dahier cu! findig gemacht?" . O niei!" sprach die Eenz unbrfan-

aen. Ich hab' wohl Acht geb'n, was Du treivst und wie Du nimmer kommen bist da hab' ich mich kränrt um

Dich well ich doch schuld war...'.

Der Bursche legte beide geballte

Fauste auf ferne Brust.

Was liegt 2h? an einem Ticr.z

ohne schneid!" Sie erröthete.

Sie lugen, wenn sie sagen. Du Hast kein'n Schneid. Mich deuchi. g'rad' zu vnl hast gehabt! Und schku,

Paule. deswegen bin ich konnnenDu kannst es jetzl beweis'n. wie's ist

heut' Abend wrrst Du g schickt, emen neuen Korb zu 'taufen beim Korbflechter in St. Leonhard geh nit! Hast mi wfchl verstanden? Aber thu so..uls ob Du gingst. 'Ich mein' DZr's gut, Paule. Und einem andern, der Dir und mir Feind ist. mein' Zch's schlecht. Du hilfst uns Zwoa. wann Du die Augen auf haltest." Der Bursch erbleichte bis rn die Haarwurzeln. Was meinst? Was thust Du wissen?" forschte er. seine Hand auf die ihre legend. Bei der Berührung schlug eine Blutwelle "in seine Stirn. Sie sah es, und ihr Herz begann zu klopfen. Schau selber. Mehr derf ich nit reden. Völlig verdruckt hat mich's. fei Gott, und jetzt was denkst von an Diandl. was zu cm Buam läuft." Daß selbiges Diandl zu selbigem Vuam gehört." erwiderte er langsam. Schon dazumalen. wie sie mich beim Vätern angeklagt hab'n Du warst eic Kind, .und ich war ein Kind und

jetzt auf amal is' aus mit die Kinder." .La." sugte sie und ein Schauer überlief sie..damit is' aus " Die Erkenntniß traf beide , zugleich und mit einem Schlage. So hast mi gern, lwie an Weib an Mann gern chat?" sprach er beinahe herrisch. Sonst anders mag ich von Dir kein Wörtl...' .Paule!" Und halten willst an inir. was auch die Menschen ausbringen wider mich?" Die Eenz stand dicht vor ihm. Ich hat? ihnen nie geglaubt. Und heut' sollst Du's beweisen, daß sie Unrecht bab'n. Morgen, Paule morgen lammst zu uns.... Ich geb' Dir die Antwort auf das. was Du mich soeben g'fragt hast. Behüat Di Gott." In aufwallender Gluth wollte er sie an sich ziehen. Ein Sturm neuer Gedanken entfachte das Feuer in ihm. Aber sie wehrte ihn ab, und er scch

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ue mit verwirrten Sinnen unter dem grellblauen Himmel den Fluß entlang eilen. Aus dem Schlafe müder Resignation erwachte seine Natur zu neuer Kraft. Der ganze Mann in ihm wuchs und dehnte und reckte sich, wie ein Baum seine Aeste breitet. Bis jetzt hatte er auch in den Zeiten seiner ungebundenen Stärke nur die Halbheit gekannt, da eine Macht in ihm unentwickelt schlummerte diese Macht war die Liebe. Und diese Macht hatte heute ihre Fesseln gesprengt. Erst nach einer Stunde verzehrenden Sehnen-, Träumens und Denkens wure ihm klar, daß er vor einem Gehnmnisse stand. Er zerbrach sich vergebens den Kopf darüber. Nur eins hatte er empfunden: Daß die Eenz ihm die hilfreiche Hand geboten. seine Ehre in den Augen der Leute wieder herzustellen. Alles Andere war für ihn einstweilen mit einem schwarzen Tuch verhan-aen.

In brennender Erwartung schaffte

er sich irgend eine Arbeit auf dem Hof. '

Von der Küche aus sah die Bauenn mit auffallend großen, glänzenden Augen ihm zu. Die Sonne war im Sinken, da sie sich zu ihm gesellte. Gegen ihre sonstige Gewohnheit war sie nicht barsch und redete dem Burschen, der Holz zerkleinerte, freundlich an. Die Äbend sein' noch kühl." meinte sie fröstelnd. Die Hand, die da Beil führte, zitterte Än wenig. Findet die Muatter?.Das Nachtessen ist g'richt't." .Jetzt schon vor sechs Uhr?' Ein lauernder Blick streifte sie. Weil Du gar so fleißig in der Ar'be'it warst. Und dann ich hätt' halt 'spater noch a Anliegen " So?" erwiderte der Paule, sich ab'wendend und die Jacke vom Treppen-

Geländer nehmend. Er wechselte leicht

"die Farbe.

Schon lang hab ich beim Römer in St. Leonhard einen Korb bestellt ge-

habt für no, für Brot. I fürcht.

er ist inVergessenheit gerath'n. MLcht'st

nit den Weg ausser mach'n sur mir

Freilich wohl," entgegnete der Paule tief athmend. Glei nach'm Essen. Hat die Muatter keine Angst

allein?"

Etwas Schneidendes in seinem Ton

zwang sie, ihn zu beobachten.

Wo denkst hin'! Die zwei kloanen

Stundl! Das waar nit guat!

Sie blies die Backen auf und wehte

sich mit dem Schürzenzipfel Kühlung

zu trotz ihrer Bemerkung über die kal ten Nächte.

Er ging vorau? mit finsteren Falten auf der jungen Stirn. Während des Essens sprach keines von Beiden; die Bäuerin lauschte un-

aufhörlich nach dnn Fenster hin, und

er sah rhr Brusttuch schwer sich heben.

Ein knisterndes Geräusch unter der

Holzgallene, wo sie das Reisig be wahrten, wurde uuch ihm vernehmlich. Doch that er nicht dergleichen und beendigte schwelgend seine Mahlzeit. Seine Mutter dagegen stürzte an das Fenster, riß den untersten Flügel auf und rief sehr deutlich und laut zurück in die Stube: (Fortsetzung folat.)

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te war mit der Manipulation der i !Staatsanlehenhäuser betraut und ge-

rieth oaon in die Lage, einige Hundert Gulden nicht verrechnen zu können. Es tauchte in Folge dessen der Verdacht gegen ihn auf. daß er das Geld unterschlagen habe. Er betheuerte wohl seine Unschuld, doch wollte man seinen Beteuerungen keinen Glauben schenken. Es wurde das Disciplinar-Ver-fahren gegen ihn eingeleitet und schließlich kam die Angelegenheit vor Gericht. Diese Schmach wollte der in seiner Ehre tief Gekränkte nicht überleben. Er entleibte sich an dem Tage, an welchem die Schlußverhandlung gegen ihn stattfinden sollte und betheuerte auch mit seinem letzten Worte seine Unschuld. Genugthuung wurde ihm erst nach dem Tode zutheil. Es wurden nämlich die Akten vorgefunden, welche zweifellos bewiesen, taß er die Defraudation nicht verübt haben konnte.

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