Indiana Tribüne, Volume 24, Number 158, Indianapolis, Marion County, 24 February 1901 — Page 10
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neteU gesagt, un lMim (Sie mir au meine (iibic egrie, barm leinn ich nit sehn, warum nur zwei das ganze Bißneh nit in e ganz korze Zeit settele solle. Ich Un off jtohrs gesagt, das; ich ganz dieselwe. Appinjien hawwe deht. un do hen mer e paar Biercher un schließlich auch noch e Battel Schämpehn gcdrunke un der Bargen war gemacht. Ich hn rcich off 5kohrs noch ausgehalte. daß ich for mein eigene Juhs auch e Läppche Land hawwe wollt un sell Hot er mich all geprammist. Domit war also alles c.esettelt. Oll, Herr Nedacktionär, toas sage S jetzt zu Ihm Ihr Fremd Philipp? Bin ich nit e Pietsch? Ei schütt seh ei wahZ. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer.
Der Rhein im Winter.
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Mein lieber Herr Redacktion'är! So, jetzt is Alles gesettelt, z Wahr in Scheine kann einige Zeit gestappt wer'n UN wann infeit von zwei Woche die Sohlschers noch nit an den Weh heim sin, dann derse Se mich nit sor blehme, ich hen gedahn, was möglich gewese iö. Ich tyn Jhne schon geschriwwe. daß ich en 2ahl mit den Tschennerell Waldersee gehabt hen un heit will ich Jhne riepohrte. wie die Geschicht aus iö gange. Zuerscht Hot er gar nit recht an en Tahk gewollt. Wisse Se, Hot er gesagt, ich gleiche Jhne ja so weit ganz gutawwer ich hen schon ausgefunne, daß mer mit Euch Nuhöpehper - Leit gar nit kehrfull genug sein kann. Do sagt mer in seine Unschuld e Wort, mitaus ebbes dabei zu denke, un de nächste Morgen do steht en Ahrtitel von e Kallern un e halb in den Pehper. was mer alles gesagt hawwe soll, un wann mer e wenig genau gu6t. dann find! mer erscht, daß noch nit drei Worts davon wahr sin. Fängt mer dann an zu kicke un ruft den Ehditter en Leier, dann Hot mer erscht recht in's Fettnäppche getreie; dann werd mer ganz schlecht gemacht un es bleibt noch kein einziger guter Faden mehr an eim. Sehn Se, Mister Sauerampfer, den Weg is es mich ganze, wie ich von Tschermennie gestalt
sin un hen mer das klerne Haische bilde losse. Was hen die Pehpersch do for en Foß gerehst! Wei. eckspeckte dann die Fcttersch, daß ich in ohpen Ehr schlafe un mich en Brickstein unner den Kopp lege soll? Tenke die mehbie. ich sin so en Dreckdeibel, daß ich nit alle Tag mei Bad hen will? Esse un drinke muß ich auch, awwer ich kann nit von Gräßhappersch un Schnehks lewe, den Weg sin ich nit gerehst. Well, do hen ich mich dann selles Schneckehaische bilde losse un do rehs: die Pehpersch en Rau driwwer, als wann das ebbes Schreckliches wär. Sellemols sin ich sick un tciert von die Nuhspehpersch geworde un for die Nieportersch hen ich erscht recht lein J'.lhs. Bei Jhne do is das off Kohrs e wenig different un for den Riesen will ich Jhne auch e wenig Eck?plänehschens
gewwe. Was wolle e oann in Die erschte Lein wisse? Do hen ich gesagt. Tschcnnerell, hen ich gesagt, ich tveiß e ganze Latt iwwer die 5tandischenö in dieses Land, ich weiß auch, daß die Scheinemänner schon e ganze Latt Mischenerries geluncht hen. For den Niesen hen ich auch die Appinjien, daß der Wahr ganz sehr is. Alvwer wisse möcht ich. W2NN der Wahr endlich
emol lwwer sein wird un was for EgriementS erzielt werde. Ja, Hot der Tschennerell gesagt un Hot sich hinner den Ohr geschkxätscht, das is e beeses Ding zu ennsere un ich deht gern emol höre, was Sie ilvwer den Zehs denke. Ich for mein Part hen e Eidie un die will ich Jhne auch gleich emol mittheile. To hen ich awwer alle
Ohre gespitzt. Meine Eidie is. Hot er gesagt, daß mer alle Tschinkos die Zöpp abschneide, die Empereß zumDei wel jage un den Emperer William zum Kaiser von Tscheine mache. Mer losse dann e paar Dausend Tietschers aus Tschermennie komme, wo die Kids in das Deitsche instrockte müsse. Biefohr daß fünf Jahr vergehn. do denkt kein Mensch mehr dran, daß hier emol Tscheinie getahkt is worde. Weil das Kontrie e wenig zu groß for Deitschland is, mache mer en Bargen - Sehl usf un schlage so e paar Läppcher an annere Kontries los biloh de Kahsts. Ich sin schuhr, daß die Juneitet Stehts sich reiteweg e paar Fetze an den Bar gen - Kaunter tackele. Tne ihr Kon trie is nit groß genug un se hen auch noch nit genug Trubel an Hand. Der Onkel Sam kann auch die Hälft von die TschinkoZ hen; Ihr habt doch plentie Nickersch un Jndi-ns un do kommt's uff e roenig mehr Träsch auch nit an. Die Empereß un die Prinze die setze mer in's Lahndriebißneß uff un do könne se ganz schön ihr Lewe mache un was will der Mensch denn noch mehr?
Den Weg war Alles ln en sorschtkläß Weg gesettelt un mer hätte nie nit kein Trubel mehr mit die Tschinkos. Wenn der Tscl)nnerell Waldersee mit
-seine Ecksplennehschens durch war, do
hen ich noch for ebaut zehn Mrnnits do
gehockt und hen Maul un Ufas usfge sperrt un hen nit muhfe gekonnt, eck
säcktlie als wann ich perreleist wär. Wie ich Widder e wenig rikowwert gehabt
heN, do hen ich in die Händs gekläppt n hen gesagt: Tschennerell. Jhne Ihre Eidie iS auteseit. gründ un ich sin schuhr. ich hätt auch keine bessere hawwe könne. Sell wär off Kohr der iesigste Weg un kein Mensch könnt do dergegk
Hfc. 0 ei dont noh. Hot der Tschen nerell gesagt, mer misse doch auch noch mit die Backsersch kaunte. O well, hen ich gesagt, mit dene mache mer korze Fufzehn. do gehn ich her un gehn hin im losse mich e paar Tonne Schnuff kommf un den kriege die Fellersch in die Auge un in dieSchnut geworfe, do solle Se emol sehn, wie die ausreiße. Den Weg kann's bn. bot der Tschen-
Im Herbst, wenn die ersten Nebelschleier sich auf den Strom senken, die Bergnügungsreisenden nach der Heimath flüchten, beginnt für die großen eleganten Perscnendampser die Ruhezeit. Doch dies ist nur eine verhältnißmäßig geringe Einschränkung der Thätigkeit, die auf dem Rhein herrscht: die Schleppdampfer mit ihren zahlreichen Kähnen, die zwischen Mannheim und Rotterdam verkehren, Kohlen, Getreibe, Baumaterialien u. s. w. befördern. Flöße. Trajekt- und kleine Personendampser beleben ohne Unterbrechung (Sonntagsruhe und !1!eunuhrlaoenschluß" sind auf dem Wasser unbekannte Dinge) den Fluß. Der Winter. den der Kalender anzeigt, bleibt auf die Schiffahrt von geringem Einjluß. Erst wenn empfindliche Kälte eintritt. Neckar, Main, Nahe, Mosel Eis senden und schließlich Vater Rhein selbst mächtigeSchollen zu diesem Treiden liefert, ändert sich das Bild. Für kurze Zeit werden die Kräfte aus's Doppelte angespannt, denn oft in wenigen Stunden sind Dampfer, Schiffe, Flöße verschwunden, alles Leben ist gewichen vor den mächtigen Eismassen, die sich auf der Stromesfläche drängen und schieben. Für Steuerleute und Matrosen hat die Ferienzeit begonnen. In überhitzten Wirthsstuben erzählen sie jetzt, wenn der Wein die Phantasie beflügelt und die sonst etwas schweren Zungen löst, mancherlei Geschichten und Abenteuer, die dem Jägerlatein" an Kühnheit nicht nachstehen. Namentlich die Ueberseeischen" wissen oft gar wunderliche Dinge zu berichten. So z. B. von befreundeten Wallfischen, die jedes Mal einen wiehernden Ton ausstoßen, tvenn sie ein bekannte Schiff erblicken". Ein Steuermann behauptet, in der Nähe von Java erhebe
sich aus dem Meere ein Berg von purem Gold 1000 Meter hoch". Auf die Frage, weshalb er sich nicht einen tüchtigen Klumpen davon mitgebracht, antworte! er: Des geiht nett, 's Gold stößt des Schiff zurück, das Loot krieht. wie mer druss!uern will 'n annere Eorsch. Mit 'm Schisf aus Holz oder Eise is dau nichts zu wollen, m'r müscht e' Näche vun Gold baue, dann kennt's glücke. Meiner Gesellschaft
hab' ich's schun oft gesagt aber sie wollen net ". Auch Wasserratten, denen nie der Gischt der Meereswellen um die 9!a spritzte, wissen oftmals von nicht ganz alltäglichen Aorkommnissen zu berichten. So erzählt ein Schiffer vom Niederrhein: Nachts, wir schliefen alle wie die Ratzen, hör' ich 'n Geplätscher. Wie ich noch so vor mich denk', es muß rejene. seh' ich 'n Lichtschimmer am Thürspalt und spür 'N brenzeliche Geruch in der Nas'! Feier!" ruf ich. die Annen (Namen des Schiffe) brennt, un' spring' mit gleiche FUß' aus 'm Bett. Da rieft ach schun mein Töchterchen m'r vum Ber-
deck zu: Aatter brauchst kan Angst zu habe', die Fisch' lösche! Ich denk', die Krott' is' verrückt wor'n. Doch wie ich enuf kumen, was seh ich: hunert und hunert von große Karpe speien aus ihre Mäuler Wasser in's Zeuer bis es aus war." Ihre freie Zeit theilen die Feiernden zwischen dem WirthsHause und dem Ausenthalt am Ufer. Mag die Kälte noch so grimmig sein, stundenlang betrachten sie ihren Liebling, den Strom, süttern Möven, Amseln. Spatzen und tauschen ihre Bermuthungen aus, ob es kälter wird oder nicht. Manche Eigenthümlichkeiten zeigt der Schiffer Sprachschatz. Eis ist für sie nicht sächlich, sondern mannlich. Bei leichtem Frost sagt der Schiffer nicht es friert, sondern es schröfft", wird die Kälte stärker, dann backt es zusammen" oder es Pappt". Den Wetter-Ankündigungen der Meleorologen bringt er kein sehr großes Ber trauen entgegen. Der Schiffer schöpft seine Prophezeiung auf dem Fluß; zeigt sich Grundeis" (so nennt er kleinere Scheiben, die an der unteren Fläche Moos. Wasserpflanzen. Schlamm von der Sohle des Flusses mit in die Höhe bringen), dann geht das Wetter uss", die Kält' hat sich gebroü'n".
Vielleicht hat zur Zeit, da diese Zeilen in die Welt hinausgehen, Rankin Elemmons von Kentuckn bereits das Zeitliche gesegnet, oder je nachdem auch verflucht. Denn nach den letzten Berichten war der 73jährige Greis nicht mehr weit davon, nachdem er daZOpfer eines nächtlichen Angriffes geworden war und einen Schädelbruch dabei erlitten hatte. Rankin Elemmons ivar unter den Crösussen und Harpagonen des Lande jedenfalls einer der merkwürdigsten Charaktere und trieb das MillionärsPauperthum noch viel lveiter, als eine Hetty Green! Getvaltig reich zu seinem Vermögen gehören allein ungefähr 1500 Acres prächtigen Vlaugras-Lan-des und Hypotheken auf etwa 5000 Acres anderen Landes zum vollen Werthe derselben, sowie nicht zu ermittelnde Baarsummen ist er sein ganzes Leden lang in Lumpen gegangen und hat viel jämmerlicher, als mancher Bettler gehaust. Im Gegensatz zu manchen an deren Seinesgleichen, zog er auch eine Familie heran, welche durch ihn nur eine Hölle auf Erden hatte. Nachdem er nämlich schon 38 Jahre lang ein solches Jammerleben geführt, kam es ihm merkwürdigerweise in den Kopf, zu heirathen, denn er wollte eine Köchin haben und glaubte, daß dieselbe ihm auf solche Weise am billigsten komme. Und eine arme Waise, Namens Virginia Brock, die einer Dorfschule vorstand, wagte es, dem reichsten Mann und größten Hungerleider des mittleren Kentucky die Hand für's Leben zu reichen. Sie hat dies mit einem 25jährigen, furchtbaren Märtyrerthum gebüßt, im Vergleich zu welchem die Gattin des ärmsten Neger - Farmarbeiter fürstlich lebt. Als ihr einziges 5lattunKleid ganz in Fetzen gerissen war.
kaufte der Harpagon ihr ein anderes, 6 Yards zu 2 Cents die Yard und
gab lhr zu verstehen, daß dies länger
reichen müsse, als das zerfetzte. Doch
lvas konnte man anders von einem
Menschen erwarten, der seineHochzeits-
kleider sogleich nach dem feierlichen Act" für immer beiseite hing, damit
er ernst darin begraben werde? Das
unglückliche Weib muß eine ußeror deutlich zähe Konstitution gehabt ha
ben, da sie erst vor IS Jahren durch
den Tod erlost wurde.
An seinen Kindern wurde das aeld-
sparende Ungeheuer schwer gestraft.
Zwei derselben starben im zartesten
Alter dahin, und die drei anderen verstieß er, weil sie den Mann, resp, das
Weib ihrer Herzenswahl gegen den wüthendsten Widerstand des filzigen
Älten heuatheten. Eins dieser Kinder, f r r l .
lizaoely. nen icy. nacyvem ne in
schwere Noth gerathen war und' der
Vater ihr alle Unterstützung verweigert hatte, von einem Bahnzuge zermalmen. Elemmons weigerte sich, auch nur einen Cent für die Begräbnißkosten beizu-
steuern!
Aber e i n guter Fetzen darf nicht un
erwähnt an diesem Lumpencharakter
bleiben: Elemmons behandelt seine
Hypotheken - Schuldner anstandig. NX nigstens nicht blutsaugerisch. Während eines defti.
gen Schneegestöbers ging in Lübeck ein
heftiges Gewitter nieder, in dessenVer lauf in Blitz den Thurm der Jacob!
kirche traf und entzündete; der Scha-
den betragt 80.000 Mark. Die !Xa
kobikirche stammt in ihren Anfängen allerdings aus dem 13. Jahrhundert, doch hat sie im Lause der Zeiten so viele bauliche Veränderungen erfahren, daß
von der ursprünglichen Kirche wenig vorhanden ist. Die schöne schlanke Spitze des abgebrannten Thurmes war erst im Jahre 1653 auf den Thurm gesetzt worden.
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Echte Wohlthaten spielen sich nur unter vier Augen ab. Mit 80. 000Mark fluchtig geworden ist der Bankbuchhalter Arndt von dem Vankhause Kretschmar in Berlin. No. 9 Jägerstraße. Seit mehreren Jahren bekleidete Arndt dort einen besonderen Vertrauensposten und bezog ein bedeutendes Jahresgehak. Da dasselbe aber noch lange nicht seine hohen Ausgaben für den flotten Lebenswandel. den Arndt als Junggeselle führte, zu decken vermochte, warf er sich der Spekulation in die Anne. Unter anderem besaß er die Aktien der Deutscken Grundschuldbank. Da kam der Spielhagenbankkrach und mit ibm der Verlust seiner Nebeneinkünste. Und nun mißbrauchte Arndt daö ihm von seinem Chef entgegengebrachte Vertrauen. Er wußte 80.000 Mark an sich zu nehmen und sucht damit daZ
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Zwei große Leiden Q scheinen allenthalben ein Erbtbeil der menschlichen Fzmitte ,a fein, nämlich Rheumatismus und Neuralgie. Diese Leiden werden jedoch geheilt durch daö Meisterkeilmittel
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