Indiana Tribüne, Volume 24, Number 156, Indianapolis, Marion County, 22 February 1901 — Page 7

Jndiana Tribune, SS. Februar 1901,

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auernehre.

Ein Roman aus dem Passeier von M. von Oerken.

(Fortsetzung.) VunNe. glatte Felsenschroffen f::!:. fjkz jäh zu Thale, in der Tiefe rauschte dumpf der Strom. Nicht ein Pfad, nicht eine Stufe; kein Gesträuch, kein Steinblock nur die jache, feuchte Wand. Die echte Weibesliebe brach einen Moment durch bei der Bäuerin. Anderl." sprach sie eindringlich, thu's nit! Ein Unglück, wann Dir passiren that' . . . Er zuckte die Achseln. Aus ein ander Mal, Annamaria! Wir zwei sein noch lange nit geschiedene Leut' zahm sollst mir roerixn, wie cin Katzerl bis dahin, b'hüat Gott Ein Stein fiel ihr vom Herzen. Sein änderbares Benehmen bedeutete also nur die Rache für den gestrigen Mittag. Sie wollte ihn rufen. Er aber glitt schon felsab und war in wenigen Minuten an der Passer angelangt, von wo er deutlich ein erleuchtetes Fenster im Schildhof Saltaus blinken sah. Die Hofbewohner schliefen fchon. Die Eenz natürlich, die mußte noch Licht brennen, die las gewiß wieder im Traumbuch. Ihre Kammer war der Straße zu gelegen. Ander! konnte ihren Schatten unterscheiden, der sich hinter den Scheiben bewegte. Heimlich, mit boshaft schillernden Auen schlich er durch den Hof in die Sch:u:r. Er hatte dort eine alte, bunte Truhe in den Winkel geschafft, die seine Habseligkeiten enthielt. Auf dem Deckel dieser Truhe fand sich allerhand: Ein: verstaubte kleine Lamv?. Schleifstein, eine zerbrochene Tasse, ein ausgehöhlter .Nürbiskopf. Den ergriff er und drehte ihn prüfend nach allen Seiten. Mit seinem scharfen Taschenmesser schnitzte er dier Oeffnungen in die rauhe Schale. Augen, Nase, Mund bedeutend. In den Boden des Kürbis aber befestigte er eine halbe Wachskerze u?.d zündete sie an. Das Machwerk dünkte ihm selber gräulich genug mit seinen glühenden Augenhöhlen und dem breiten, brenn?7.dcn Maul. Lautlos schulterte er die lange Feuerleiter. trug sie auf die Straße und lehnte sie ebenso lautlos an das erleuchtete Fenster an. Und nun wartete er. Bon innen klang ein eintöniges, durch die Nase gesprochenes Gebet. Mit dem Schlage elf Uhr der Ander! hörte es von der Kirche wurde das Fenster dunkel. Geschmeidig wi? eine Katze und wie man es dem schwerfälligen Menschen kaum zutrauen mochte, sprang der Anderl die Sprossen der Leiter hinan und stellte seinen schauerlichen Kürbiskopf auf das Gesimse. Ehe zwei Minuten verflossen, durchfchnitt ein gellender Angstschrei die nächtliche Stille ein Schrei, von einem heiseren, schluchzenden Stöhnen gefolgt, das dem Ander! köstlich: Musik dünkte. Dann Schweigen der Ander!, auf der obersten Leitersprosse kauernd, lau crte. So intensiv gespannt daß cr t? Schritte auf der Straße nicht hör!e, den schlanken Schatten nicht bemerkte, der nun dicht unter ihm Halt machte. Ein energischer Ruck die Leiter fiel um. der Ander! fand sich in unliebsair.e Lrührung mit demStraßenpflaster gebracht. Du Lackl! Was hast da oben zu schaffen? Was hast die Diandln zu ängsten?Der Anderl klopfte grimmig den Staub von seinen Lederhosen. So .... Tu bist's. Paule? Du vermaledeiter Hund! Das Mal gehts nit ab im Guten was scheert Dich mein Thun und Lassen?" Sakra! Der Anderl! Hab's nit gewußt. Hab' Dich für ein'n Misch bartl gehalten, der ein'n fchlechtenpaß vorhat. No, mir is's Eins. An dem Fenster hast nix zu suchen, am wenigsten um die Stund' Sei stad . . . Der Paule hielt den Atfem an. Die Cenz schob den Fensterriegel zurück und warf den KüröisZopf vom Simse. Il)r Lockenkopf bog sich tief herab, sie derstand jedes Wort, das geredet wurde. Wir können's jetzt nit abmachn mitanander." sprach der Anderl zwischen d-n Zähnen. Aber geschenkt is Dir's nit den heutigen Abend wirst mir büßen " Miserabler Lump." "sagte die klare Stimme des Paule. Dann entfernte er sich ruhig. Die Cenz oben am Fenster blickte ihm nach. Der Anderl war verschwunden .... wenn die Cenz ihrem Vater die Geschichte mit dem Kürbiskopf zum besten gab. war er eines Donnerwetters gewiß .... und dr Satan von Pc-ule mußte ihn gerad' heute überraschen und durch fein thätliches Eingreifen der Cenz verrathen! Was schaffte übrigens der junge Bursche so spät unterwegs? Welcher Teufel hatte ihn dahergesührt? Anstatt die Straße nach dem Klausenhof einzuschlagen, überschritt der Paule die Passer an der Stelle, wo ein frischgeschälter Baumstamm als Brücke diente. Am jenseitigen Gelände schlän gelte sich ein schmaler, verwachsener Pfad durch Kastanienwälder der Stadt Me-

rutt zu. , Vie nannten tttt Verghang und den Pfad, der parallel mit dem Flusse lief. Mailer Waal". Eine Stunde von hier mündete er an den Lazaagwiesen aus und die Lazaag. ein köstlich frischer Bergbach, stäubte dem nächtlichen Wanderer ihre schimmernden Tropfen in das erregte Gesicht. Von der Höhe dräuten die Steinmassen der alten Burg Schenna. die Zeusburg, gewaltig über dem Passerströme thronend, tauchte sich in die Silberfluth kühlen Mondlichtes. Fern im Vintschgau, weit hinterMe ran. wogte ein Duftmeer und derPaule athmete ein paar Mal durstig und sehnsüchtig auf in diesem Duftmeer sollte er finden, was er suchte. 5 Oberhalb des Dörfleins Dartschins im Vintschgau stürzten wie breit:, bewegliche Silberbänder die berüh:nten Dartschinser Wasserfälle die schwärz!!che Felswand nieder. Am Fuße des zerklüfteten Bergkammes dehnte sich ein weites und wildes Steinfeld von beinahe unabsehbarer Breite aus; von hier aus konnte man gerade die Spitze - des Dartschinser Kirchthurmes unterscheiden. Die Luft brauste von dem Donnern der stürzenden Wasser, es war, als ob der Boden zittere. Der stäubende Gischt hüllte alles in ein perlendes Gespinnst von Millionen Tröpfchen schmale Rinnsale lösten sich von dem Haurtströme und fraßen sich durch die zähe Erde weiter in das Steinfeld hinein. Gelehnt an einen Felsvorsvrunz, überdacht von einer niederhängendcn Platte körnig rothen Dorplüp's, lag eine armselig: Hütte in der Einöde. Durch das winzige Fenster wälzte sich häßlich brauner, schlecht riechender Rauch, wie er durch Verbrennen von allerlei Unsauberem, Lunven, Kncchn, Abfällen entsteht. Mit Moos und Schindeln war daZ Häuschen gedeckt und glich in seiner ganzen Bauart einer jener Rinderhütt:n im Gebirce, in denen die Hirten buben zu übernachten pflegen. Ein merkwürdiger Blumenflor prangte vor dem schmutzigen, rerräu ch:rten Gebälke: Grashalme. Büsche. Blätter und Blüthen von glännd hellem Krystall, die zartesten Halme durchsichtig wie Glas, das Gezweig wie ein Spinnennetz von Glasfäden. Die fallenden Wasser hatten dies Wunder vollbracht. Die unaufhörlich netzenden Wellen waren an dem Eesträuch hängen geblieben und in der eisigen Nachtkälte gefroren. Im Innern derHütte herrschte quälmige Dämmerung. Jedes Stück des jämmerlich verwahrlosten Inventars athmete Elend drei kleine Kinder mit ungekämmten, blonden Haaren, bleich und hohläugig, eines so groß wie das andere, krochen auf dem sandigen Boden umher und steckten Alles in den Mund, was ihnen im Wege lag. Dies lautlose 5iriechen hatte etwas unheimlich Thierisches. Am Tische faß eine noch junge, ebenfalls blonde Frau. Auch sie schien nicht gewaschen, auch um ihre Lippen war jener Zug von Hunger eingegra ben. des Hungers, der an Gier grenzt. Ihr gegenüber ein Mann, der nur aus Haar und Augen bestand, dessen hagere, dunkelbraune Backenknochen von einem Wust schwarzen Bartes bedeckt waren. Lumpen, vonSchmutz und Ruß starrend, dingen lose um seinen dünnen Körper. Das zerschlissene Pfoal" ließ die Brust frei. Er, wie seine Frau kramten in ei r.tm Sacke herum, dem sie allerlei entnahmen: Alte Stücke Eisen. Nägel, rostige Hufeisen, Zeuglappen, Knöpfe, leere Eonservenbüchsen. Korke. Lichtenden und Streichholzschachteln. No?" fragte die Frau in scharfem Tone erwartungsvoll. Abwärt'n," drummte der Mann. Hcut Nacht gehn die "Unsrigen mit'n Wagen fort. Wir trachten über den Brenner. Du bleibst derhoam mit die Kinder und machst a Feuerl jeden Tag, daß sie den Rauch sehn, die Dartschinser der Teixel soll sie regier'!" Und dcs Geld?- Eh' Du wieder ven uns rennst und a jed's Kreuzer! aus'm HauZ trägst, meld' ich's in der Kanzlei Er svuckte aus und griff in den r ck. üier, Obst, ganze Schinken und Würste kamen zum Vorschein. Ebenso ein B:ui?lchen mit Münzen. sab'Z z'sammbettclt!" sprach er. Eie lachte laut und lange. Wrum dann thust es verbergen? Dummer Lapp! Mir kannst niz vor. lugen, denn Du wirst woh! wissen, bei wem Du das G'schäft gelernt hast! Ein armer Hascher warst, frisch aus'm Zuchthaus und in der gleichen Nacht, wo Du unserem Wagen begeg. ttet bist, und mein Vater hat sich um Dich angenommen in der gleichen Nacht hat mein Vater g'sagt: Der iö mein Mann! Schau, daß Du den Satan zahm machst, wie eiu klein's Kindl!Das hast fertig bracht erwiderte grimmig der Mann. Euch hab' ich treffen müss'n. wie ich frei kommen bin! Wär' ich einem ordentlichen Leut' in'n Weg g'laafen. leicht hätt ein andrer Kerl werden können aus'm Tonerl!" Die blonde Frau wiegte sich in den Hüften. Im Hundstehlen und Hiahnermausen war keiner geschickter, als wie der selbe brave Tonerl. Aber ja so geht's zum Fressen giebt's für die

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Klan gebe Ächt! Wkn man sich lcht tt dem Magen i cht immt, ird

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die nau, bleiblich Folge sein. yr. August Köuig's Hamburger Cropstz ?,ile den Vkagen nd tat Blut, unt da Resultat wir eine ollftändtge Heilung sei.

Frau Prügel, uno v:e armen Würmer schlucken Luft, während der Vater mit'nWagen in der Welt herumfahrt!" Zwoa Würst' magst in den Rauch hängen. Teixel! Was is dös?" Wie der Blitz legte sich die Frau mit dem Oberkörper über den Tisch, mit ausgebreiteten Armen angstvoll nach der Thür starrend. Der Mann erhob sich hastig. Ein Bursche in Vauerntracht mit bestaubtenStiefeln stand wie vom Himmel gefallen auf der ausgetretenen Schwelle. Er beweate die Lippen, ohne ein Wort lrrrcrzubringen. In drohender Haltung näherte sich ibm der Mann und hielt dem Eindringling eine Faust unter die Nase. t Was schaffst dahier? Schau, daß V miterkimmst!" Mt Veilaub bist Du der Toncrl?" ..Hm, ja," bestätigte der Ander: mißtrauisch, indem er zugleich suchte, d:n Jüngeren hinauszuschieben. Willst was? Is das a Art. den Leut'n wie's Donnerwetter in's Haus zu fall'n?"

Der Bursch blickte verlegen auf die !

knieenden Kinder feurige Rothe färbte seine Stirn er sah den Tisch und die Vorräthe an Eßwaaren unter dem alten Eisen Die Wasserfäll' anschauen möcht ich." stammelte er endlich. Und Du bist wirkli der Tonerl?" Der Andere ließ krachend die Faust auf den Tisch fahren. Was geht's Dich an. ob ich der Tonerl bin oder nit? Dös aber merk Dir: -Hat Dich Einer hier aufer gefchickt, allerhand auszukundschaft'n mit der heilen Haut kimmst nit hoam!" Ich denk', kann's schon mit Dir aufnehmen. Sollst wissen, wie ich beiß; Paule heiß ich!" Er hielt inne, mit atbemloserSpan nunz die Worte auf den Tonerl beobachtend. Ein überströmendes Gefühl von Mitleid und Sehnsucht trieb ihm das Wasser w die trotzigen Augen. Doch der Tonerl veränderte keine Miene. Heiß, wie D' magst. Und hast mich vorher wohl verstand'? Für Polizeispitzel ist in meinem Haus tein Platz." Dem Paule war. als zerrisse etwas in seiner Brust.. als stürze eine schöne Hoffnung in ihm zusammen, auf die er eine Janze Zukunft gebaut. Dir Hoffnung war, feinen arm?n Vater einmal nur Vater" zu nennen. Das Wort wollte ihm nicht über die Lippen. Vielleicht, wenn er's gesagt hätte. . . Das Bild des Klausenhojbauern stieg so lebendig vor ihm auf Du wirst schon einsehen, wer Dein Vater ist!" hatte gesprochen. Ach, Du lieber Gott! Der Paule fuhr sich mit der Hand über die Augen. Der stiere, lauernde Blick der blonden Frau beunruhigte ihn mehr, als die Drohungen des verwilderten Menscheu. Und dann gedachte er mit Peinigender Angst der drei kleinen, schmutzigen Kinder. Seine Geschwister! Jnstinctiv griff er in die Tasche und reichte jedem der Kinder ein Kronenstück. WaS er an Geld befaß, hatte er ja für seinen armen Vater mitgenommen. Kaum hatten die Eltern das Geld erschaut, als sie einen raschen Blick loechselten. Die Frau begann, ihn über das Woher und Wohin auszuforschen; der Mann räumte schweigend seine Vorrathe in den Sack und stellte eine Kürbisflasche mit Branntwein auf. Bist schon da," knurrte er. Thu Dir den Magen wärmen; sakrisch kalt war's auf di: Nacht. .Bist von Marling?" Der Paule verneinte. Er nahm einen Schluck, um die Leute nicht wider sich aufzubringen. Von Minute zu Minute wurde es ihm unbehaglicher, wünschte er sich brennender hinweg. .Bist von Algund oder Grätsch?" Na!" No, irgend wo mußt doch her sein!" Vom Passeier bin ich her." "stotterte der Paule. Die Augen der Frau waren so unheimlich auf feine Tasche geheftet. Trink nur." mahnte sie dabei und lachte ein wenig; gut is es." Vom Passeier?" Der Tonerl setzte die Flasche an und sprach dann: Wenn d'wieder hoam kimmst, die Passeier thu' mir schön griassen! H da!"

Und Du magst nit einmal gegen den Jaufen? Ich " Der Paule verstummte vor der furchtbaren Veränderung, die in den Zügen des Tonerl vorging. Dabei fühlte er neben der Furcht eine seltsame Müdigkeit, einen Druck auf dem Kopf, eine Lähmung der ganzen Wirbelsäule und diese Müdigkeit überwältigte ihn, je mehr die blonde Frau lächelte, je regloser diese blauen, glänzenden Augäpfel auf ihn gerichtet waren. Mit einer letzten Anstrengung sprang er vom Stuhle. Den Branntwein war er nicht gewöhnt. und nun hatte er nach dem langen Marsch auf nüchternen Magen zweimal aus der Kürbisflasche getrunken. Gelt Du. von St. Leonhard bist? Oder von St. Martin?"" raunte die rauhe Stimme des Tonerl an seinem Ohr. Er wollte lügen und konnte nicht. Wider seinen Willen formten seine Lippen ein lallenoes Ja". Von Angesicht zu Angesicht standen sich nun die beiden Männer gegenüber. Erdfahl wurden die braunen Backen des Aelteren.

So!" stieß er hervor. Von St. Martin. So!...." Der Paule sah nicht den Blitz des Erkennens er sah nur das Lächeln der blonden Frau, die ihm freundschaftlich auf die Schulter klopfte und ihn am Rocke zog, daß er sich wieder setzen solle.... Der Tonerl wandte sich ab und schloß die Kürbisflasche ein. Weißt." sprach er dann, an den Dartschinser Wasserfallen hat keiner von St. Martin etwas zu holen sag's derhoam! Wer mir kommt, dem schlag' ich die Knochen im Leib umanander sag's derhoam!" Der Paule athmete tief auf. Frische Morgenluft umwehte ihn. goldenes Morgenlicht tanzte aus den vereisten Grashalmen.

Hinter ihm schmetterte Jemand

dröhnend die Thur m's Schloß.

Im Nu verflog der Schwindel und

die Ohnmacht seiner Glieder. Einern

bösen Zauber war er entwichen. Klopfenden Herzens lauschte er. Da sie llein in der Hütte waren, holte die blonde Frau einen Gegenstand unter der Schürze hervor und hielt ihn triurrphirend in die Höhe:

Den Beutel, aus dem der Paule die

Kronenstücke für die Kinder Zenommen. Völlig fchwer ist er!"

Gleich einem wilden Thiere machte der Tonerl Kehrt und stürzte sich

auf ße. Woher hast das?"

Vo woher soll ich's hav'n! Ihm

hab' ich's aus'm Sack zogen.

G'stohl'n Hast's ihm?" fragte der

Tonerl tn seltsamer Betonung.

No zu was hab'n wir ihm z' trinken geb'n? Und seit wann thäten

wifs anders schassen? Ich hab's ge macht, wie immer!"

Wie immer!" knirschte der Tonerl

zwischen den Zahnen. Aber gerar

den gerad' den! Warum gerad' den?" gab sie herausfordernd zurück. Mit einer Geberde des Abscheus riß er ihr den Beutel aus der Hand und ließ sich dann am Tisch nieder, die Ellenbogen aufstützend. Seine schwarzen Augen verbohrten sich förmlich in Nichts, er beachtete keines der Worte, die der blonden Frau unaufhörlich über die Lippen sprudelten. Die Kinder, die um ihn herum spielten, stieß er mit dem Fuße fort. Sauber war er und ein Schneid hat er," "sagte er plötzlich laut vor sich hin. Bist verruckt?" warf seine Frau verächtlich hin. Na, heut' nit " erwiderte er zu ihrer Verwunderung völlig ruhig. Aber dazumalen war ich verruckt, wie ich mit Eurem Wagen zogen bin Sie schielte ihn böse an. Meinethalben magst Dein Bündel schnüren und davongehen. Ich thu' Dich nit halten." Glaub's." sagte er kurz. Damit begann er, seine Vordere! tungen für seine nächtliche Fahrt zu treffen. Er sollte dem Wagen des Schwiegervaters auf der Forster Landstraße begegnen. 'Von da wollten sie bis zur italienischen Grenze, dann in die Schweiz und in das Vorarlberg Landl. über Innsbruck nach dem Steirifchen. . (Fortsetzung folstt.)

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