Indiana Tribüne, Volume 24, Number 155, Indianapolis, Marion County, 21 February 1901 — Page 7
Jndiana Tribune. 21. Februar 1U01.
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Ein Roman aus dem Passeier von M. von Ocrtzen.
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(Fortsehung.) - ?er Paüle drehte seinen 'Hut ZnHanUh iiiib wußte nicht, was er auf diese unerwarteten Worte rwidern sollte. Mörder hatten sie ihn gescholten, ihn verachtet und dieser sprach von einem Riß" spottete über die schuldbeladene Hand, die einen Kerl, wie ihn, nicht zum Wanken bringen konnte. Sein junger Kops faßte es nicht. All der Aufwand von Kummer und Seelenpein dünkte ihn lächerliche Cornödie angesichts dieses Menschen. Eines nimm mit auf 'n Weg, eh' Du hoam gehst." sagte der Anderl. Mit dem bösen Wort neulich war der Klausenhofbauer nit g'meint." Der Paule merkte auf. und seine unklare Stimmung verschwebte wie ein Wölklein. Was willst sagen dadermit?" fragte tt sehr nüchtern und trat dicht vor Anderls Stuhl hin.
Nichts, was mt jev Mann uoer Dreißig hier wußt'. Dein Vater sel ein Lump, hab' ich aufg'stellt: No. und das ist wahr, denn man hört alsmal von ihm. Und der Klausenhofbauer ist nit Dein Vater."
Der Paule erblaßte jäh. Seine Augen quollen ihm fast aus dem Kopf. ' ..Anderl!" stieß er hervor. Das, wann Du lugst " Magst die Muatter selm frag'::. Schau, was sie Dir erwidert. Seit ist's zur Jause" Der Paule begriff die Andeutung. Ohne Gruß, stolpernd, entfernte er sich. Die furchtbare Angst vor dem Geheimniß die Angst vor der Lösung des Räthsels ... Er war doch immer gut zu ihm geWesen, der Bauer. Ruhig und blaß, die Kehle zugeschnürt von einer unsichtbaren Faust, suchte er den Bauern im ganzen Hause, bis er ihn in der Küche fand. Spähne schnitzend. Der beizende Rauch des Herdfeuers trieb dem Burschen das Wasser in die Auc,en. Seine Mutter drehte die Kurbel der Buttermaschine mit der Rechten, die Linke in die Hüfte gestemmt; sie war über und über roth von der Anstrengung. ihr blitzender Blick auf die verrußt"e Decke geheftet. Magst mir schnitzeln helfen.Paule." sagte der Bauer. Alsdann jause, wir." Die Bäuerin hielt in der Arbeit in ne, so sonderbar kam ihr Bub' ihr vor. Vater." sprach er laut und deutlich, wissen möcht' ich's gleich jetzt: Ist Er mein Vater oder nit?" Aha." zischte die Bäuerin, indem sie sich scheu zurückzog. Der Bauer erschrak heftig und antwortete nichts. Dem Paule war. als bräche der Boden unter seinen Füßen zusammen. Er legte den Arm über die Stirn und wandte sich zur Thüre. Halt!" sprach der Bauer. Da bleibst. Weiß wohl, wer Dir das Lied gepfiffen hat. Thu's rergess'n. Bua. es ist am gescheitesten." Tca, Bater. vergess'n mag i das nit." Mit einer Miene fester Entschlosienheit setzte er sich auf die Fensterbank. Wann Jemand so gut sein möcht! Es soll mir nit a jeder Sach! vorwer fen. was ich nit amal weiß." Der Bauer klappte sein Messer zu. Ja, Annamaria " Ein halblautes, leichtes Lachen tonte aus dem Hintergrunde. O. wegen meiner wegen meiner sag' ihm alles, ich frag nichts darnach." Eine Thür wurde zugeschlagen. Die Dämmerung lag bereits warm und grau in der Küche, draußen über den Fluß zog sie im Verein mit feuchten Rebeln hin. Das Thal ruhte, in sattes Dunkelblau getaucht eine einzige Bergspitze glühte zwischenHimmel und Erde wie ein durchsichtiger Rubin, von dem ein Rosenschimmer in der Luft zögernd hangen blieb. So. mein Vua. hier an's Feuer thu' Dich setzen, und Dein Vater erzählt Dir eine Geschichte. Dein Vcter bin ich durch die achtzehn Jahr' geworden, die Tu meinen Namen trägst." Je dunkle? e? wurde, desto heller brannte das Feuer, desto lichter färbten sich die Wände. Der gute, warme Geruch von Tannenholz mischte sich in denDuft gerösteter Erdmandeln, die in der Asche brieten. . Und so begann derKlausenhofbauer. Es war einmal ein Bauer auf dem Klausenhof, der war reich und ledig., Obwohl er schon die Vierzig g'habt hat, immer noch ledig. Das Diandl, mit dem er in seiner Jugend versprochen war, ist ihm auf dem Jaufenpaß zwischen Sterzing und dem Passeier bei einer Wallfahrt derfror'n, und eben sellis Diandl hat er nie vergess'n können. Er hat so recht und schlecht g'lebt, eine Andere hat er nit mögen. In der Zeit hat ein junges Ding aus Welschtirol. ich mein' aus Arco, um Arbeit bei ihm nachgesucht, wandert ist es kommen ohne Schuah und Strumpf', das (i'wandl verrissen, a halb's Kind. Drei Tag' hat's nichts gegessen g'habt wie ich mich noch besinn', ob ich's nefcmtti soll, oder .um Kuraten schicken.
sagt der Toner!, mein Knecht. m:r tn's Ohr: Kein Bauer, das Diandl könnt' beim Lauben helf'n. sakrisch viel Arbeit hätten wir noch zu verrichten!" So hab' ich das Diandl behalten. Der Toner! aber war ein gewaltthätiger Mensch, vorbestraft wegen Raufen und hitzig, wie Pulver sonst fleißig und brav. Den Weibsen hat er nie nachg'schaut. doch die Annamaria hat's ihm völlig anthan und ich hab' im Stillen gehofft, sie werd' ihn am Band! halten und aus den zwei wird einmal ein Paar. Anstatt dessen sein die Streitereien im Dorf wieder angegangen, der Tonerl war eifersüchtig bis zumWahnsinn und das Diandl hat ihn noch vollends verruckt gemacht. Am End' ja. am End' hab' ich ihm und ihr aufkündet .... da in der Nacht, eh' der Tonerl fort sollt. kommt er heim und weckt mich beim Naufen hatt' er den Schullehrer derschlag'n um Christi willen sollt' ich das Diandl behalt'n er müß' nach Bayern hinüber wohl, und so is 's gescheh'n. Nur daß der Schullehrer nit todt war. Und daß sie ihn doch kriegt haö'n. den Tonerl. auf'm selben Jaufenpaß." Der Bauer legte eine Hand auf die Kniee des Burschen, dem eine Blutwelle in die Schläfe stieg. Es ist lange her, nimm Dir's nit harb für. Er hat viele Jahr' imZuchtHaus arbeiten müssen, eh' er frei kommen is. Und dann ist es halt im-
mer schlimmer mit ihm geworden das Trinken und dann die Schleichweg? im Gebirg' mit Wildern und Schmuggeln." Er lebt noch?" fragte heiser der Paule. Freilich wohl. Nit gar weit von hier. Und was jetzt das Diandl angeht drei Tag war's wie todt dann hats wieder geschafft und gelacht, wie früher. Und an Peter Paul ist ein Büble g'legen droben in der Kammer. Das Büble warst Du. Ich Hab's dem Tonerl schreiben lassen, er hat nie kein Antwort nit geb'n. Die Leut 'im Dorf hab'n mir zugeredet, der Annamaria aufzukünden. Ich aber hab' g'merkt, daß mir das Kindl an's Herz gewachfen war, daß ich mich nit von ihm trennen könnt! Des Nachts hat's mich plagt: Du bist ein alleiniger Mann und hast Niemand auf der Welt, der Bua, der arme Hascher, hat keinen Vater und keinen Namen. Thut's Euch zusammen. Du wirst a Freud' hab'n an dem frischen Buam! Deine Braut selig wird's segnen im Himmel." Und so hab' ich die Annamaria gefragt, ob sie mich möcht' und sie hat gleich ja gesagt. Für eine brennende Lieb', wie dem Tonerl seine, war ich zwar nimmer jung genug und hab' schon zu schweres Kreuz gctrag'n im Leben doch da hat sie auch nimmer drauf schauen dürfen, und wir alle zwei haben's gewußt: Wir thun's für das Kind. Manches Mal später hat sie mich gedauert. Deine Mutter. Jugend will Halter austoben. " Er hielt verdüstert inne. Sein eige-
nes Leid überkam ihn, so daß er sür ei-
nen Moment die Herzensangst desBurschen neben ihm vergaß.
Und der Vater?" mahnte ihn
der Paule sogleich.
Der Tonerl? Vor wenig Jahren tjai man von ihm aus'm Vintschgau gehört. Er thut kein gut. Und, Bua daß ich Dir's sag' ... er hat sein Recht verwirkt. Deine Mutter hat mich
geheirathet und Du bist mein Sohn
qeworden. Von dtefer Stund' ab re-
den wir nie mehr von ihm oder von der alten Zeit. Die Wenigsten wissen es
im Dorf und dte haben gemig elgenes, als daß sie die vergessenen G'schichten
aufbrina.en. Was hat der Bua?
Der Paule war aufgesprungen.
Seme Brust keuchte, seine Augen lo-
derten.
Und is er ein Lump, so bin ich sein
Sohn. Weiß jetzt, was mir oft in den Kopf fliegt und in die Händ' sticht, daß
lch elnen gerad , wie neulich den An derl. anpacken muß. Heut' hat mir ei
ner auf der Straßen den Weg versperrt da ist mir's wieder in den
Kopf geflogen und lch hab' lhn heraus
g'fordert ist aber davongelaufen. Wenn die Hitzen kommt, kenn' ich mich
nimmer.
Vergreif' Dich nie an einem Menschen," sagte der Bauer ernst. Thu'
lieber ein Gelobrnß deswegen.
Sehen will ich ihn, meinen Va-
tern." stieß der Bursch jäh hervor. Der Bauer fuhr mit einem Ruck in die Höhe. Bist narrisch word'n? Hab ich Dir mt g'sagt. wer jetzt Dein Vater is?" Sehen will ich ihn!" wiederholte der Paule verstockt. Vater sag'n will ch ein einzig's Mal zu ihm!" Der Bauer wandte sich ab und starrte in die Gluthen auf dem Herde. Also das war die Frucht des jährelangen Kampfes, des Elends, das ihm die Frau täglich ins Haus brachte die Frucht aller Mühen, die er sich um das Kind" aufgeladen. Für den Buben war's geschehen und der schrie nach einem andern Vater, nach dem Vater, der ihn verleugnet, von sich gestoßen, nie sich um ihn gekümmert! Fremde Kinder, ja. fremde Kinder!" murmelte er bitter. Laut fügte er hinzu: Ich denk', Du wirst Dich besinnen. Paule. Achtzehn Jahr' hab' ich Dich für eigen g'halten. Meinen Namen trägst und wirst den Hos erben. Von Gott und Rechts wegen bist Du mein Sohn. Ich hab' Dich sauer verdient, mein Bua glaub' mir'S. Der Mann, der wuun Todtscblaa' in der
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chv allgemein. Plötzlich vendkrungen der Temperatur entwickeln viele keidk tt Zalstg und der Lngk, Wt Culten, Srkäktungeu, SronSitii, Grippe und ph, Isis welche Leide c nicht besseres giebt wie
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Nacht geflohen ist, hat von Dir nichts geahnt und später nichts von Dir wissen wollen. Ich aber hab' meine ganze Hoffnung auf Dich gebaut!" Dem Paule stieg es heiß in die Augen. Tapfer zwang er's nieder ... die lindliche Weichheit verdroß ihn, und so setzte er seine unzugänglichste und trotzigste Miene auf. Der Bauer jedoch dachte in seinem Sinn: Er kann's noch nit begreifen, was Du mit ihm redest. Er ist noch zu jung und unerfahren. Am Körper ein Mann, an der Seel' ein Bub!" Schweigend griffen Beide zu ihren Messern und begannen Späne zu schnitzeln. Das Abendbrot war abgetragen in Saltaus und von der Passer wehte ein kalter Wind herüber. Nur der Anderl saß noch am Tisch, faul und gelangweilt denn der Bauernwirth war auf zwei Tage nach Me-
ran zum Markt gezogen und e: fühlte , sich nun doppelt als Hauptperson. j Nebenan in der Küche hörte er die ! Weibsen, schassen. j Er stützte den Kopf in die Hände ! und die Ellenbogen auf die Tischplatte. ! Eenz!" . , . Sie kam nicht. :
Er wartete eine kurze Weile und rief dann lauter, ungeduldiger: Eenz!" Ein ersticktes Kichern hinter derThür erreichte sein Ohr. Seine Faust fiel schwer nieder. Eenz!" donnerte er in beginnender Wuth. . Ihr zartes, braunes Köpfchen erschien nur eben in der Thürspalte. Was thust so schreien? Wann Du was schaffst, komm zu mir; Du bist der Knecht, ich bin die Tochter vom Haus." Der Andere meinte zuerst, der Verstand stünde ihm still. Vor Verwunderung hät! er schier den Aerger vergessen. War das die Eenz? Das schüchlerne Diandl. das mit banger Schwärmerei n seinenAugen hing, das in unbewußter Sehnsucht nicht von seiner Seite wich? Sprachlos starrte er in das spöttisch lachende Gesichtchen. Machst früh Feierabend heut," fuhr das Diandl in offenbarem Triumph
fort. Wir thun hernach die Stub'n
putzen, schau, daß Du dann heraußen bist." O ha!" stammelte der Anderl, indem er sich erhob und langsam auf sie zukam. So ein Eichkatzl, a dumm's! Was ist in Dich gefahr'n?"
Die Vernunft," erwiderte sie
prompt, wle sich's schickt für e:n Weibsbild, dem einmal der ganze große Hof gehören wird." Dah " der Knecht zuckte mit den breiten Schultern wann ich nur möcht', mein wär' er, der ganze große Hof. Ich thät' Dich heirathen und fertiq wär's! Aber ich mag nit. Du bist
mir zu sehr an Oachkatzl, kein Weib,
w:e ich s brauch . Das muß ein ander Ding sein!" Die Eenz lachte hell. Ein Weib, wie Du's brauchst, muß a Schnauzbartl über'm Mund hab'n, gelt. Anderl? Sei ruhig mit'n Hof ist es nichts ich thät Dich nit nehmen." Du !" Er verschränkte wohlgefälligdie Arme. Eher heut' als mor gen." Die Eenz hatte inzwischen einen Besen und einenEimer geholt und begann vor seinen Füßen den Staub aufzuwirbeln, daß er niesen mußte. Hol' mir a Wasser vom Brunnen, aber rasch!" befahl sie. Er that, als höre er nicht. .A Wasser sollst mir holen!" Er lehnte störrisch zum Fenster hinaus. Da holte sie selber Wasser, tauchte den Besen hinein und fuhr damit dem Knecht in das zornrothe Gesicht.
Ein schallendes Gelächter tönte alsbald aus der Küche, wo die Magd und die Untermagd durch das Schiebfenster Alles mit angesehen. Ter Anderl aber, wüthend über die Blamasch", trat fluchend den Rückzug an, während die Eenz, seelensvergnügt das Feld behauptete. Pfui, was war der Anderl für ein Mensch! Sie lächelte über ihre einftige Verliebtheit mit der überlegenen Selbstironie einer gereiften Frau. Dann sang sie sich ein paar kräftige Trutzg'sangln. Der Anderl brütete vergebens, wie er sich an dem plötzlich so merkwürdig veränderten Kinde rächen könne. Sie einmal gehörig erschrecken und ängstigen. das war von bester Wirkung! Der Abend war völlig hereingebro chen, als es ihm noch zur rechten Zeit einfiel : Die Annamaria erwartete ihn am Rissianer Kreuzung. Das hatte er beinahe vergessen über der Eenz und
Ihren Dummheiten. Die Laune war ihm doch gründlich verdorben dadurch. Und das, was sie von dem Schnauzbaril gesagt! Nun ja, die Bäuerin zählte ih.'e fünf Jahre mehr, als er Verdrossen und nachlässig stolpernd, wie Jemand, d:r keine allzu große Eile hat. klomm er die schmalen, steilen Pfade zwischen den Weinbergen hinan. Auf der Höhe schien die Luft noch heller als drunten im Thale. wo Mes in Nebeln verschwamm. Ueber den Nebeln, hier und da an den Bergen, schimmerten die Abendlichter. An stillen Gehöften kam er vorbei; aus den Ställen klang das leise Geläute der Kuhglocken. Und ohne Aufhalten, immer rascher legten Schatten sich auf Schatten, bläuliche Schichten mit schwarzen Tönen. Am Kreuzwege, unter der Gruppe mächtiger, knorriger Kastanien, deren wunderliches, kahles Aestegewirr gespenstisch verschlungen war, saß zusammengekauert auf einem Steinblock die üppig-geschmeidige Gestalt der Klausenhofbäuerin. Weiterhin am Wege flimmerte das Kreuz. Doch dort gerade wollte sie ihn nicht erwarten .... sie fürchtete unbe-
kannte Mächte, sah und horte allerlei und glaubte an Geister. Da sie den Anderl so langsam einherschlendern sah, stieß sie einen Schrei auS. Er gebot ihr mit hastigen Zeichen Ruhe und preßte sie dann fest an sich. Ihr Widerstand war also gebrochen, dieses Mal hatte sie ihn nicht zumNarren gehalten und war gekommen! Hab's wohl gewußt, daß ich Dich find'!" war sein erstes Wort.
Er hob ihr Gesicht am Kinn empor und sah ihr in die Augen, in denen es
verräihensch glomm und glühte. Seltsam! Seit jener Mittagsstun
de. wo sie ihn so grausam gehöhnt und
doch ihre Schwäche so offen zur Schau
getragen, hatte er sie nicht mehr mit demselben Maße heftiger Leidenschaft begehrt. Ä'atte sie ihm damals den
Kuß gewährt, den sie ihm heute ge
währte, dieser Kuß hätte ihn noch in
der Hochglut seiner Liebe getroffen. Sie hatte sich verrechnet. Heut' über
schätzte er nicht mehr die Schönheit der älteren Frau und ein einziges, dum-
mes, leichtfertiges Wort aus einem km dischen Mund hatte diesen Wechsel voll bracht!
Immer noch hielt er ihr Kinn mit
zwei Fingern und betrachtete prüfend
ihre Zuge.
Schier zu lang dauerte dies stumme Anschauen der Ungeduld Annamaria's.
Unwillkürlich öffneten sich halb ihre
durstigen Lippen.
Weißt." fagte der Anderl plötzlich, warum thust es Dir nit ausraufen.
das Bartl?"
Sie löste sich aus seinen Armen. Was für ein Bartl?" fragte sie erbleichend. No. das über Deinem Mund fprach er. Ein jäher Schreck zuckte wie der Blitz durch die Glieder des Weibes. Er hätte sie schlagen dürfen, es hätte ihr nicht so weh gethan, wie dies grausame Wort. Sie fand keine Silbe zur Erwiderung. Nach einer Weile tödtlichen Schweigens brach sie in zornige Thränen aus. Was hast? Ich thu' Dir nichts. Es könnten ja auch Leut' kommen. Und es den Unsrigen sagen. Ein Busserl wirst mir doch geb'n?" Nein!" schrie sie ihn an. Es könnten ja auch Leut' kommen und es den Unsrigen sagen!" schloß sie in bitterer Selbstverhöhnung. Magst Recht hab'n," gestand er ihr gleichmüthig zu. Sie saßen neben einander auf dem Steinblock und der Anderl starrte hinüber zu den eisigen, strengen, grau verhüllten Bergspitzen. Er dachte sich einen Schabernack aus, die Eenz zu ärgern. Heim muß ich!" sagte heiser die Bäuerin und raffte fröstelnd das Tuch über der glühenden Brust zusammen. Er haschte nach ihrer Hand. Kalt bist. Du!" Laß' mich!" Ei, begleiten werd' ich Dich doch dürfen? Sie warten auch auf mich drunten auf'm Hof! Ich hab' noch wichtige Arbeiten zu verrichten." Annamaria strebte stumm mit Icn gen Schritten vorwärts. An einer Wegbeuge blieb er stehen. Hier geh' ich den Hang hinab. Ich bin so ehnder in Saltaus." .Ueber die betten?" (FortteAunö kolat.) Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt: Mucho'S Longfellow.
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