Indiana Tribüne, Volume 24, Number 155, Indianapolis, Marion County, 21 February 1901 — Page 1

"'.'MS HW P IVI?.'''

M

ty

) - ' i I

I

f

t

I:

n

C-

...

I

l w

. x

i '

M. ;,v

?t per lag M 5

SÄÄS"

4

rw , . snk KVOr rm Ml I v

rmm

L'

XV V

l'

W

' ::. . vN'.-

lA.

I I J 1:1 V I I

ixyj-oy

n

r TOlt H 5 CountZgS J K Blau .? IScpnWoche Xe

(SrfVljcltit eden itadjmtttan nb Kanntag Morgrtts.

Jahrgang 24.

Indianapolis, Jnd Donnerstag, den 21. Febmar 1901.

No. 155

Im öcn plippinen. Weitere Verhaftungen von Laudesverräthern. - Mehrere Belgier unplizirt. m Zler Krieg in Süd Afrika. -' General Nitchener einer großen Gefahr entgangen.

Er war: beinahe den Voereu in die Hände gefallen. A Die Gräuelthaten in Macedonicn.

Die Psorte von den Mächten gewarnt. m Von den Philippinen. Manila. 21. Febr. JnPcrgsan. jan in der Provinz Laguna. verhaftete am Dienstag der Leutnant Vaughan vom 37. Infanterie - Regiment. Fernando Ruston. den General - Agenten der Tobaccolaria Kompagnie, auf die Anklage, den Insurgenten heimlich Hilfe geleistet zu haben. Es ist eine ganze Menge schriftliches BemeiZmatertal gegen Ruston gefunden worden. Der Letztere ist ein französischer Unterthan und ein intimer Freund des In surgenten - Generals Cailles. Er war mich in gewissem Sinne mit dem ameri kanischen Kontraktor D. M. Earman associirt. der kürzlich auf die Anklage hin verhaftet wurde, den Insurgenten Vorräthe geliefert zu haben. Es ist nachgewiesen, daß Ruston den Insurgenten Borräthe und Geld gelte fert und sie immer von den Bewegunzen oer amerikanischen Truppen unterrichtet hat. Er unterhandelte direkt mit dem Insurgenten - General Eailles, der sich immer in dem östlich von Ma nila gelegenen Distrikt aufhielt. Herr Webb, der Buchhalter der Philippine Trading Company, hat ein gestanden, daß mehrere in Manila und im Seedistrikt lebende Belgier an einer Verschwörung betheiligt waren, derzu folge Kapt. Jones. der Kommandeur der in 'der Stadt Bay liegenden ameri.kanischen Truppen, am 17. Januar er mordet werden sollte. Binnen Kurzem werden abermals - :ine Anzahl Insurgenten nach der Insel ' Vuam deportirt werden. Viele Insurgenten von den Provin ; jen, die des Krieges müde sind, kommen einzeln in den Garnisonsstädten an und : liefern ihre Gewehre aus. Die Lage in Süd-Afrika. L o n d o n . 21. Febr. Man fangt jetzt an, um die Sicherheit der Kolonne des Generals Smith Dorrien besorgt zu werden, von der man seit dem Ge fecht bei Bothwell am 6. Februar nichts . mehr gehört hat. Die Kolonne. 2300 Mann stark, war an dem genannten ' Tag mit den Boeren unter Botha im .Kampf und hatte 24 Todte und 53 Verwundete. Der Kommandeur der 'dem Schauplatz des Gefechtes am näch sten gelegenen Garnison. Wonderfon.tein. meldet, daß er keineRachricht über ,btn Verbleib der Truppen habe. Lord Kitchener ist nach Pretoria zu rückgekebrt. nachdem er die Verfolgung De Wet's dem General Knox überlas sen. Er hatte geglaubt, den Boeren General bei De Aar umzingelt zu haSen. mußte aber zu seinerEnttäuschung wahrnehmen, daß er sich geirrt hatte und er wundert sich jetzt, wo De Wet zunächst auftauchen wird. Eine Spezialdcpesche aus Pretoria sagt, daß die Boeren am 13. Februar am Klip Rioer einen Eisenbahnzug zum Entgleisen brachten, auf dem sich das Gepäck Lord Kitchener's befand. Der Letztere befand sich auf einem Zug. der die Entgleisungsstelle erst kurz vorher passirt hatte. Die Boeren wurden von einem Panzerzug vertrieben, aber erst, nachdem sie den Zug ausgeplünvert hatten. P r e t o r i a . 21. Febr. Berichten aus Lydenburg zufolge, soll der stellvertretende Präsident Schalkburger in :iner Versammlung der Boeren gesagt haben, daß er jetzt einsähe, daß ihre .Lage hoffnungslos und weiterer Wiverstand vergeblich sei. Wenn irgend möglich, so wolle er es nicht auf sich nehmen, seine Landsleute . aufzufor"dem, sich zu ergeben, wenn aber die Uebergabe unvermeidlich geworden sei, dann sei es thöricht, sich zu Zweien oder Dreien den Engländern zu über geben, da dann das einzige Richtige wäre, sich Alle zusammen zu unterwer fen. Colesberg, 21. Februar. Ein Eisenbahnzug wurde von den Boeren bei Jalbosch zum Entgleisen gebracht und ausgeplündert. Ein Zug mit Truppen der abgeschickt wurde, wurde von den Boeren heftig beschossen.. Zwei Soldaten wurden dabei getödtet und viele verwundet.

Civil- und Militär-Be. Horden in Konflikt. S a l i ö b u r y. Rhodesia. 21. Febr. Zwischen den Civil- und Militär - BeHorden Hierselbst ist ein ernstlicher Konflikt ausgebrochen. Die Militärbehorden hatten die Unterdrückung einer lokalen Zeitung. Times", abgeordnet, weil das Blatt den General-Leutnant Sir Frederick Carrington kritisirt hatte. DaS Gericht befahl Vte Wiedereinsetzung der Times" in xüt ihre Rechte an. und verbot den Militärbehörden alle Einmischung, abgesehen von der

! gewöhnlichen Censur. Die Militär

BeHorden schenkten lndeß dem Gerichts befehl nicht die geringste Beachtung und am Mittwoch Morgen wurde das Personal der Zeitung gewaltsam aus dem Gebäude getrieben. Aus dem deutschen Reich. B 1 1 1 i n. 21. Febr. - Das 3JWi tär Wochenblatt kündigt an. daß Major Von Hugo zum Militär - Attachö der deutschen Votschaft in Paris ernannt norden sei. Die deutsche Presse beschäftigt sie viel mit dem drohenden Zollkrieg 'ifettn Rußland und den Ver. Staaten. DieZeitungen fangen an. sich energischer Sprache zu bedienen. Namentlich die agrarischen Zeitungen drücken sich sehr unfreundlich gegen Rußland aus, von dem sie voraussetzen, daß es auch gegen Deutschland eine WiedervergeltungsPolitik einschlagen werde, wenn dieses einmal die Getreidezölle erhöht habe. Der Börsen Courier ist der Ansicht, daß wenn ein Zollkrieg mit Rußland aufbrechen sollte, dadurch auch die politischen Beziehungen in gefährlicher Weise erschüttert werden würden. Eine umfassende Reorganisation des Ingenieur - Korps und der Pioniere ist für das nächste Jahr inAussicht genommen. Vor allem wird ein IngenieurStab aus Offizieren aller Waffen, die die Kriegs - Akademie besucht haben und für die Leitung des Festungskrieoes bestimmt sind, gebildet; ferner sol len oie Pioniere . pro Korps auf zwei Bataillone zu drei Kompagnien gebracht werden, endlich auch ein FestungsbauOffizierkorps aufgestellt werden. Die Reorganisation wird eine gänzliche Re volution der gegenwärtigen Verhältnisse in der Leitung des Festungskrieges und cer Ausbildung und Eingliederung der Pioniere bedeuten. Die Rebenzucht - Kommission für den Distrikt Rhein - Hessen hat beschlos sen, umfangreiche Versuche mit ameri kanischen Reben zur Vermeidung der Reblaus - Plage anzustellen. Die National Zeitung hat noch wei tere Einzelheiten über die beabsichtigte Befestigung der deutschen Gesandt schaft in Peking erhalten. Die Gesandtschaft liegt zwischen dem Chung Chic-, dem Tsien Thore und der Stadtmauer. Dieses Terrain wird mit modernen Fortifikationen umgeben, mit einem zwölffüßigen Wall und einem Glacis. das mit Stacheldraht befestigt ist. Jede Gesandtschaft wird außerdem durch ein schweres Geschütz vertheidigt. Den Haupteingang wird ein Thor in der Tartaren - Mauer bilden und durch Bastionen beschützt sein. Die Geschütze werden die Tartaren- und die kaiserliche Stadt beherrschen. Das Kasernement wird 2000. im Nothfalle 3000 Mann stellen können. In ganz Deutschland herrscht immer noch sehr kaltes und stürmisches Wetter. In Leipzig stand am Mittwoch Morgen das Thermometer auf 13 Grad unter Null. Im bayerischen Gebirge und in der Eifel ist der Verkehr ganz allge mein unterbrochen. Die National-Zeitung" veröffent licht ein Schreiben aus Batavia, Hol ländisch-Jndien, in dem versichert wird, daß die holländische Regierung, die Annezionsgelüstc irgend einer 'eurödäischen Macht befürchtend, den Hafen von Batavia stark befestigen lasse. Die Berliner Polizei hat öffentlich darauf aufmerksam gemacht, daß, einer kürzlichen Gerichts-Entscheidung zufolge, auswärtige Aerzte sich schwerer Bestrafung aussetzen, wenn sie einen Doktor-Titel führen, der außerhalb Deutschlands erworben worden ist. Herr Georg Speyer, der bekannte Frankfurter Bankier, hat der Stadt Frankfurt 1.000.000 Mark zur Förde rung wissenschaftlicher Studien ge schenkt. A la polnischer Reichstag. Wien, 21. Febr. Im Unterhaus des Reichsraths ging es am Mittwoch wieder einmal außerordentlich lebhast und unparlamentarisch zu. Die Veranlassung zu dem Krawall war eine Erklärung des Präsidenten, daß er von

! seinem Recht der Censur über die In-

terpellatronen Gebrauch machen wolle. Die Tschechen und Pan-Germanen versuchten gleichzeitig in Böhmisch , und Deutsch Reden zu halten und dies hatte einen regelrechten Aufruhr zur Folge, während dessen -die streitenden Parteien sich die . ausgesuchteste:.' Schimpfworte an den Kopf warfen. Die Juna.-Tscke

t rw - . a tk sw s-. - , m a

!!!soerZOUnoesyaupt!taok

men Drangen fmnenitci vl- zu dem Sitz

des Präsidenten vor. welch' letzteren sie mit Papierballen bombardirten. Der Präsident sah sich veranlaßt, inmitten des furchtbaren Tumults die Sitzunz aufzuheben. Der Gesandte Leishman nimmt Abschied. Bern. Schweiz. 21. Febr. Joh? G. A. Leishman. der bisherige Ver. Staaten Gesandte in der Schweiz, der kürzlich zum Nachfolger des Herrn Os kar S. Strauß zum Ver. Staaten Ge sandten in Konstantinopel ernannt wurde, überreichte am Mittwoch dem Präsidenten Brenner seinAbberufungS schreiben. Ein Zucker-Trust inFrank reich. , Paris, 21. Febr. Eine große Zucker - Raffinerie in Saint Quien,' im Departement der Seine, die 1,300 Arbeiter beschäftigt, hat vor einigen Tagen angekündigt, daß sie den Betrieb einstellen würde, da ihre Maschinen und Einrichtungen veraltet seien und sie deshalb mit anderen französischen Rasfinerien nicht konkurriren könne. L'Aurore" versichert jedoch, daß die Betriebseinstellung in Wirklichkeit die Folge einer Vereinbarung zwischen den hauptsächlichsten Zucker - Raffinerien Frankreichs sei. wie Sommiers, Say's und Lebaudy's, und den Zweck habe. die. Produktion herabzusetzen. Die Zeitung erklärt auch, daß dies der erste Schritt zur Schaffung eines Zucker-Monopols sei. Dies wird indeß von den Eigenthü mern in Abrede gestellt. . die erklären, daß die Raffinrie in den letzten sechs Jahren keine Dividenden und keine Zin sen mehr bezahlt habe. Die sozialistischen Mitglieder der Deputirten - Kammer beabsichtigen, die Regierung zum Einschreiten zu veran lassen, um die Eigenthümer zu bemegen, die Fabrik wieder in Betrieb setzen. Aus dem dunklen, Welitheil. ; London. 21. Feb. Nachrichten, die hier aus Mengo. Uganda CentralAfrika, eingetroffen sind, lauten.' daß die Steuererhebung vollzogen wurde, ohne daß es zu Unruhen gekommen i Die Eingeborenen von Uganda haben für das laufende Jahr unzefähr 60,: 000 an Steuern . bezahlt, allerdinaS nur wenig davon in baarem Geld. Ein großer Theil davon , wurde von dem König bezahlt und der .eingezäunte Platz um das Hauptquartier der Re gierung in Port Alice herum sieht ei nem zoologischen Garten gleich, da fünf Elephanten, einig? Zebras, Chimpan sen, Schweine, Antilopen. Stachel schweine, Schlangen und Affen an Gel des statt geliefert wurden. Eine Anzahl Zwerge, aus den Wäldern des Kongo statteten kürzlich Sir Harry H. Johnston. dem Spezial Kommissär für das Uganda-Protekto rat, einen Besuch ab. Die Leutchen schilderten in ihren Wäldern den ihner bereiteten Empfang in solch glänzer -den Farben, daß der ganze Starr..der Zwerge nach Torn. an der Gre -bei Mengo, kam und sich weige:: -den, Wald zurückzukehren.. Die' wollen sich auf dem, Landwege zi König von England begeben, un Ueberredungskunst ist es, soweit . gelungen. s:e zu überzeugen da Meer. im Wege liegt. .,.'- ' A u s C h i n a. . London. 21. Febr. -Bei , letzten Zusammenkunft. : wiri : -Morning Post" aus. Peking be- . . ; einigten sich die Vertreter der ! ' . auf einen Kompromiß. Das To theil gegen Prinz Tuan. Herzo ' v ' und General Tsung Fu Hsiang v. lebenslängliche Haft umgewandi -ferner. folgende Strafen verhä'nc den: Prinz Chwang soll erdrosse ' den, Au Hsien enthauptet werd ? Shu .Chiao und Dung Nien so'. , " ; . selbst erdrosseln und Chi Hs -Han Cheng sollen in Peking' ent . it werden. Falls der chinesische' $ -sen Kompromiß annimmt,, so ij . das Kapitel des ersten Theile. i: -i Friedensbedingungen geschlossen Schfffsnachrtchten.

New York. 20. Febr. kommen: Oceanic7,UonLiverpv). derland" von Southampton. (5 von Liverpool, Lahn" von S Werra" von Genua. B o st o n . 20. Febr. Angel. Sarmatian" von Glasgow. ' H o n g k o n g , 20. Febr. kommen: Gaelk" von San Fr via Honolulu, nach Jokoham stimmt; Gfat Turret" von 2 via Aokohama. Londons 20. Febr. ' Ar men: Minneapolis". von 'New V Queenstown, 20. Febr. gekommen: Ultonia" von Bosto LiWool befijmmt...

5ö.Di,M. ZMe Session. " ' Der Temperen; - Fanatis-mns

Mhrt abermals zu Vrandstif tung und ZNord. Line Apotheke in Stringtovn, W. in Brand gesteckt ' - Und ein ZNann darin lebendig verbrannt.

Frau Mlon noch im Gesangnist. Sie beleidigt ungestraft deu Richter iu Topcka.

Lynchgericht iu AckansaS.

Senat.

', '

i :

ii.

f;;;:

W a s h i n g t o n . D. C.. 21. Febr. Der Senat beschäft.te sich am Mitt wocb mit dem Post-Etat, der jedoch nicht ganz erledigt wurde. Das Amendement des Sen. Butler, demzufolge die Vergütung für die Postbeförderung seitens der Eisenbahnen um 9 Proz. reduzirt werden sollte, wurde mit 51 gegen 13 Stimmen verworfen. Während der Debatte, die der Abstimmung voranging, antwortete Senator Depew auf die Ausführungen des Senators Buttler, daß die Eisenbahnen ungewähnlich großen Profit an der Beförderung der Postsachen machten. Später fand eine scharfe Kontraverse statt, als Sen. Mason von Jllinois ein Amendement einreichte, demzufolge der pneumatische Röhrendienst auch auf. Chicago ausgedehnt werden '-solle, und Sen. Best, ein gleiches, demzufolge St. Louis den Röhren dienst viV- " Sen. Hale tritt sittc in i ttcr;, :,' : diejenigen, die sich flll ; V. v ; .c n,j i, ' : i ' , : fen, u c' '. r--.- ti tvie H i. ' ' vv. klärte, daß das Entscheidung in Z?-'ug auf das u,.-.i dement getroffen ranlaßten die Befürworter de. ' .g des Röhrendienstes d"i m : x für. PostAngelegenhe'. ' ne Versamm lung abzu'- es fand dann Lertagun -c : N e r ' i; , .l t e n h a u s . . Daf o . am Mittwoch den verm.l i'-.zi, Ltat an und nahm dan : ive gemeine Defizit-Bill, di' Zerwilligungsvorlagen, a -l c 2ntz, Demokrat von Ohio, ;: i- a und auch im letzten KonAdministration in überaus Weise angegriffen hatte, lie'7! . e. Sensation des Tages. Er -y.t einen Zeitungs-Paragraphen, j:.n der Tod eines Bundesrichters 'm-Meziko angekündigt wurde, der Mitglied der Legislatur war, die A.. Hanna in den Senat erwählt , zum Text für einen Angriff auf r.i Legislatur, von der er sagte, daß korrupt gewesen wäre. Dies hatte ' scharfe Erwiderung von dem Repr. ...nnon zur Folge, der sagte, daß an wi ndige Männer die Lebenden betrösten und nur Hyänen die Gräber i'? Todten entweihten. Auch Gen. '.''lisvenor wollte Herrn Lentz antworc;;, und die beiden Ohioer RepräsenN.rten waren bereit, es miteinander O-.fzunehmen. Herr Cannon gab dies nicht zu. Er sagte, daß. wenn ''hmutzige Wäsche gewaschen werden üsse, die beiden Herren sich dafür ei v n Saal miethen sollten. Später machte Herr Lentz nochmals . aen noch sensationelleren Angriff und esmal erhoben sich die sämmtlichen publikaner gegen ihn. Bei der Dis:ion eines Paragraphen, in dem eine visseSumme für die Verfolgung von 7 cserteuren ausgeworfen wird, be- , jvtete Lentz. daß amerikanische Sol-..-ten in den Philippinen einen Einge-'-l renen lebendig begraben und ihm iritn den Kopf abgeschnitten hätten. ' verlas dann einen angeblich von .i em Soldaten in den Philippinen geriebenen Brief, in dem es hieß, daß ', : .Briefschreiber und sein Kamerad i:f einer Expedition Besehl erhalten ': 5 3c. jeden Mann und jedes Thier, die zu Gesicht bekämen, todtzuschießen. t vii Lentz fügte hinzu, daß wenn dies h hr sei. die Soldaten Recht thäten, desertiren. - ' . Die Repr. Cannon von Jlls., Ma:.o l. von Pennsylvanien. Grosvenor, Ohio. und Moody. von Massachuff? :s, griffen darauf Herrn Lentz hefU an. Herr Cannon sagte, daß Herr 5; nfcr wenn er sich in den Philippinen bttndevoc ein Kriezsa.ericht Mellt

und erjchoNen weroen wuroe: Mauon

sagte, daß dieBemerkungen Lentz's eine Wiederholung der Copperhead"-Re-den von vergangenen Zeiten seien; und Moody verlas die Worte Lincolns, daß ein Mann., der einen Soldaten zum Desertiren veranlaßt, schlechter sei als der Deserteur selbst. Repr. Sherman reichte ein Amendement ein. demzufolge das Fuchsprellen in der Marine-Akademie mit Entlastag bestraft werden solle. Dieses Omendement war noch unerledigt, als Vertagung eintrat. Der belgische Gesandte giebt Erklärungen ab. Der hiesige belgische Gesandte, Graf Lichtervelde. hat dem Staatssekretär mitgetheilt, daß der Mann Andr6, der als belgischer Konsul in Manila bezeichnet wurde und aus Manila entflohen sein soll, um der Verhaftung wegen Unterstützung der Insurgenten zu entgehen, weder ein Belgier, noch ein regelrechter belgischer Konsul ist. Es war ein Kaufmann von Manila und in gewissem Sinne ein Geschästsagent für die belgische Reaieruna, die der Än-

sicht ist, daß man ihr seine politischen Handlungen nicht zur Last legen dürfe. Gen. Shafter befördert. Der Präsident sandte am Mittwoch dem Senat die Ernennung des Vrigade - Generals Wm. R. Shafter zum General-Major in der regulären Armee zu. . i Carrie Nation vor Gericht. Topeka, Kans 21. Febr. Richter Hazen vom Bezirksgerichte verschob den Prozeß gegen Frau Carrie Nation wegen Zerstörens von Murphy'Z Wirthschaft, bis zum April - Termin des Gerichts. Das Verfahren gegen Eva Harbin, Frau Rose Christ. Frl. Madeline Southard. Frau C. C. Shadwick und C. R. Dowell wurde gleichfalls verschoben. . Frau Nation war frech wie immer und zeigte vor dem Richterstuhle nicht mehr Achtung, wie vor der gewöhnlichsten Kneipe. Sie redete mehrmals den Richter an und gebrauchte dabei stait Ew. Ehren" stets die Wendung Ew. Unebren". Als sie gefragt wurde, ob sie . ; ,'' sei. behauptete v. chandlung ihres '-,'.'? i ? : len. da sie durch tr-i At.u: iK-i: ,'tten im Cöuniyi5cja;:u c s worden sei. -Jet) möchte überhaupt tnu, sagte sie. wie in den Fällen der anderen Angeklagten vorgegangen wird." Hierauf sagte Anwalt I. G. Waters, einer der Vertheidiger der angeklagten Frauen, daß seiner Ansicht nach in die ; sen Fällen keine große Eile nöthig wäre. Sein Verlangen nach Verschiebung der Fälle wäre daher gerechtfertigt und die Unparteilichkeit des Verfahrens würde durch Gewährung eines Aufschubs nur gefördert werden. Der Richter erwiderte, daß das Ge richt auf strenge Unparteilichkeit sehen würde, doch könne er nicht in einen Aufschub bis zum nächsten Gerichtstermin willigen, da es alsdann schwierig sein würde, die nöthigen Zeugen hcrbeizu-

schaffen. Er setze daher das Verfahren gegen den . Angeklagten Stark auf nächsten Montag an. Dann fing die Nation wieder an: Ew. Unehren. ich denke, es wäre desser, die Entscheidung , so lange als möglich zu verschieben." Richter Hazen bestand aber auf baldige Erledigung der Fälle. ... Wir kennen die Gesetze", hub Frau Nation wieder an. Einige Leute scheinen . sie nicht zu kennen", erwiderte Richter Hazen. Einige Richter wissen nichts von den Gesetzen", fiel das Frauenzimmer wieder ein. aber Richter Hazen ließ sicb auf keine weitere Kontroverse ein. Frl. Madeline Southard und Frau Christ stellten Bürgschaft für ihr Erscheinen und wurden entlassen. Frau Nation und die andere Gesellschaft mußten ins Gefängniß zurück. Die Anwälte der Vertheidigung wollen jetzt auf Verlegung der Fälle vor ein anderes Gericht, wegen Parteilichkeit des Nichters Hazen. dringen. Feuer. Pittsburg. Pa.. 21. Febr. Stringtown. ein wohlhabendes Städtchen in der West Virginischen Oel-Re-gion, 20 Meilen von Sisterville entfernt, steht in Flammen und .wird wahrscheinlich ganz zerstört werden, da keine Löschvorrichtungen vorhanden sind. Das Feuer brach in Folge einer Naturgas - Erplosion in einer Apotheke aus und verbreitete sich mit großer Schnelligkeit. Ein Mann Namens John Clendenning. der in der Apotheke schlief, kam um's Leben. - Späteren Nachrichten aus Stringtown zufolge befindet sich das Feuer unter Kontrolle und es sind zwei Män ner auf die doppelte ' Anklage der Brandstiftung und des Mordes' ver haftet worden. ! In den zwei letzten Wochen war in Strinatswn ein ftun&ua nychCarrie

scanon'lchem Muster gegen die Wirthschaften und Apotheken geführt worden und der Eigenthümer der Apotheke, über der Clendenning schlief, war ge warnt worden, daß sein Geschäft in die Luft gesprengt oder niedergebrannt werden würde, wenn er nicht aufhöre, Whisky zu verkaufen. - Die erste Nachricht, daß eine Ezplosion stattgefunden habe, wurde später widerrufen und es wird jetzt versichert, daß das Feuer von Fanatikern angelegt wurde, welche das Städtchen von den .Joints" säubern wollten. Ein Lynchgericht verhindert. Topeka. 21. Feb. Nur der Wachsamkeit der Beamten ist es zu verdanken, daß der Neger Slick Slater nicht am Mittwoch Abend gelyncht wurde. Wenn es gelingt, seiner habhaft zu werden, wird er kaum gerettet werden können. Slater hatte am Montag Abend die 17 Jahre alte Lottie Gerbcrich vergewältigt und wurde am nächsten Tage in Carbondale verhaftet. Die Polizei ließ nichts von der Verhaftung verlau ten und brachte Slater hierher ins Gefängniß. Am Nachmittag wurde es aber be kannt, daß der Neger sich hier befinde und die Arbeiter in den Werkstätten der Santa Je Eisenbahn, wo der Vater des Mädchens beschä 'izt ist. beschlossen sofort, daß Slater gelyncht werden solle. Sie schickten ein Kommittee ab, um das Gefängniß zu bewachen, während sie ihre Maßnahmen für das Lynchgericht trafen. Der Sheriff Cooke hatte aber etwas Aehnliches erwartet und den Neger schon am Nachmittag mit einem Fuhrwerk nach Hovt geschickt, wo er auf einen nördlich fahrenden Zug gebracht wurde. Man glaubt, daß er sich jetzt im Gefängniß zu Atchison befindet. Als am Abend um sechs Uhr eintau send Männer, zum Theil mit Schmie dehämmern bewastnet. vor dem Ge fängniß ankamen, erklärte ihnen der Sheriff, daß Slater nicht in dem Ge bäude sei. und er forderte ein aus zehn Männern bestehendes Kommittee auf. das Gefängniß .zu durchsuchen. Dies geschah auch, die Wuth der Menge nahm aber nur zu, als die . Nachricht von dem Entkommen des Negers be kannt wurde. Die Leute sind entschlossen. Slater zu lynchen, wenn er zum Prozeß hierher gebracht werden sollte. Noch Einer. W i ch i t a. Kas.. 21. Feb. Der Sheriff Gano von Medicin Lodge hat sich mit Prof. Hamlin nach Anthony geflüchtet, um zu verhindern, daß der Mann gelyncht werde. Hamlin. der ein 22 Jahre alter Landschullehrer ist, wird beschuldigt, ein neun Jahre altes Mädchen Namens Creaver vergewaltigt zu haben. Ham lin wohnte bei der Familie Creaver, die sehr angesehen ist. uno das Mäd chen war seine Schülerin. Es ist möglich, daß der Haufen, der Hamlin lynchen wollte und aus Barber County Farmern besteht. Hamlin näch Anthony folgen wird. In dem Falls ist ein Lynchgericht sicher, denn das dortige Gefängniß ist ein armseliges Gebäude. j Ly'nchgericht. Mena. Ar!.. 21. Febr. P. Berry man. ein Neger, der ein 12 Jahre altes Mädchen in der brutalsten Weise ver gewaltigt hatte, wurde am Mittwoch Morgen von acht maskirten Männern aus dem Gefängniß geholt und an ei nem nahen Baume aufgehängt. Die Männer hatten den Gefängniß Wärter Jones überrascht und mit vor gehaltenen Revolvern gezwungen, bis Schlüssel und seinen Revolver heraus zugeben. Zwei Männer blieben zurück, um Jones zu bewachen, während dil anderen den Neger aus seiner Zelle her, ausholten. Eine Stunde später kehr ten die Leute zurück und gaben Jonei die Schlüssel und seinen Revolver fe der. Ohne ein Wort zu sagen, ging sie dann auseinander. Dyersburg, Tenn.. 21. Febr. . Ein Volkshaufen holte am Dienstaa Abend den Neger Beebe Montgomery. der beschuldigt ist. gemeinschaftlich mit dem bereits gelynchten Fred. King ein Frl. Alic Arnsed überfallen und ge schär det zu hcben. aus dem Gefänznig und i'.og ihn fünfmal an einem Baunv ast empor, um ihn zu einem Geftänd niß zu zwingen. Jedesmal wurde er halbtodt wieder herabgelassen. Der Neger bestand indeß du undschuldig zu sein . und der Pbvtj trug ihn schließlich mehr todt als U bendig ins Gefängniß zurück. Der Haufen beschloß. Montgomery nicht eher zu lynchen, als bis der dritte Neger eingefangen ist. den King alö seinen Mitschuldigen bezeichnet hat. King hatte in seinem Geständniß er klärt, daß' er und seine Mitschuldigen fünf der prominentesten und schönsten jungen Mädchen von DyerSburz aus (Fortsetzung auf Seite 5.)