Indiana Tribüne, Volume 24, Number 152, Indianapolis, Marion County, 18 February 1901 — Page 2

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Jndkana Tribüne. 18. Februar 1901.

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Der Fcncrwehrmusik Prozcjj.

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(Schluß).

der Verhandlung brachte F!o?ian wie üblich formalistische Einwendüngen vor; er machte hauptsächlich geltend, die Klage sei aus einem unzutreffenden Rechtsgrund angestrengt. Wenn der Kläger j: Auftrag zur Ertheilung von Musikstuntkn an die Beklagten erhalten hätte, fo fei doch der Sinn der Abmachung der gewesen, daß der Kläger, der seinem " Beruf nach Buchbinder sei und mit der Ertheilung von Musikstunden ein Nebengewerbe betreibe, wovon er übrigens nichts verstehe, nur für ein an den Bcklagten erzieltes Arbeitsresultat bezahlt werde. Das Resutat könne aber nur das sein, daß die MneUbächer Feuerwehr - Musikkapelle blasen könne; er erkläre aber, Beklagten, feine Clienten, könnten gar nichts. Im Chor riefen alle acht Bläser durcheinander: Ja, Herr Amtsrich-' ter! Noi, Herr Amtsrichter! Jawohl, Herr Amtsrichter! Wir könnet gar nex!" Burkardtsmeier replizirte: Im Eegentheil, hohes Gericht, die Beklagten, meine Prozeßgeg'.icr, blasen ausgezeichnet! Es ist bekannt, daß die Schnellbacher Kapelle die beste Feuer-wehr-Musikkapelle des ganzen Bezirkes ist. (Furchtbares Geheul bei den Schnellbächern.) Zum Beweis für diese Behauptung wird sich auf das Zeugniß des Feuerwehrcommandanten

Johann Jakob Uebelmesser von Hommelsbach, der ein Stück der Kapelle gehört und gelobt hat. und auf weitere sachverständigen Gutachten berufen.

Als Sachverständige schlage ich vor den Kapellmeister 5ans v. Bülow (dir längst gestorben war) undSchreimann, den Kapellmeister der Oberamtsstadt (von dem stadt- und amtsbekannt war, daß er selbst keine Noten lesen konnte). Dieser Bewei-antritt rief große Llufregung bei den Beklagten hervor; nach Rücksprache mit setner Clientel erklärte Florian: Wahr ist, daß die Hommelsbacher Feuerwehr -Musikka-pelle noch lüderlicher bläst als die Schnellbacher; aber auch diese ist vom Kläger, übrigens nur Stunden lang, eingeschult worden." Nach dem Hommelsbacher sei das Schnellbacher Feuerwehr-Musikensemble das erbärmlichste im ganzen Lande. Es sei so gefürchtet, daß seit seinem Bestände im Dorfe, wo früher häufig Feuer gelegt worden sei, kein Brandstifter mehr aufzutreten wage. Die ganze Feuerwehr sei außer Wirkung gesetzt und durch die Kapelle diskreditirt. Burkardtsmeier verbat sich Unterbrechungen und fragte mit drohender Lebhaftigkeit: Wie? Habt Ihr nicht vor drei Tagen aus Anlaß der Beerdigung Eures Spritzenführers auf Ersuchen des Ortsvorstehers und des Herrn Pfarrers einen Choral vom Thurme geblasen, der ganz wundervoll geklungen hat? Und ist nicht gerade durch Eure stimmungsvolle Musik die den Leichenzug begleitende Feuerwehr, sowie die ganze übrige Gemeinde in einen Zustand ungewöhnlicher Stille und Andacht versetzt worden? Ihr wollt geltend machen, daß Ihr gute Bürger und schlechte Musikanten seid. Es ist aber umgekehrt." Ich unterbrach Burkardtsmeier. der anfing, beleidigend zu werden, und stellte folgenden Thatbestand fest: Die Kapelle hatte allerdings versucht, vom Thurm herab einen Choral zu blasen; aber dieser Versuch war so kläglich mißlungen, daß der Pfarrer von Schnellbach beim Vorbeischreiten an der Kirche den Musikanten zumThurm hinauf ein Zeichen gegeben hatte, aufzuhören, wodurch freilich, weil das Zeichen nur von Einigen bemerkt und verstanden wurde, der musikalische S?;2?ai noch toller geworden war. Mehrere"! ttesen kiter, - andere nZSr. Von ungewöhnlicher Stille und Andacht bn der Beerdigung des Spritzenführers konnte daher gar keineRede sein. Florian behauptete vielmehr, diese Musik habe geradezu geklungen, als ob der verdiente Mann, welchem die Gemeinde das letzte Geleite gab. nicht ins Himmelreich, sondern in den untersten Pfuhl der Hölle geblasen werden sollte. Hierdurch, schloß Florian. habe sich die Feuerwehr-Musik-kapelle, die vorher nur gefürchtet war, auch noch verhaßt gemacht, und zwar

fo sehr, daß sie von der Gemeindekasse in Zukunft keinerlei Zuschuß mehr zu erwarten habe. Im Namen seiner

Clienten, welche zu diesem Zwecke ihre Instrumente mitgebracht hätten, erklärte er. daß diese bereit seien. d:n Choral vor Gericht zu wiederholen, wodurch dannunwiderleglich festgestellt werde, daß der Kläger den Beklagten nicht einmal ein minimales Bruchstück QUötalischer Fertigkeit beigemacht

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Burkardtsmeier protestlrte mit den Worten: Die werden was Schönes zusammcnblasen! Ich bitte das Gericht, die schadhasten Instrumente und die blessirten Körper der Musikanten zu berücksichtigen." Auf Anordnung des Gerichtshofes begaben sich Alle in den Hof des Ge lichtes. Es gewährte mir besondere's Vergnügen, ein Concert vor dem .im-

mer des Königlichen AmlSanwalteS, meines Collegen. aufführen zu lassen, von dem ich wußte, daß er um diese Stunde, wo ich im Dienste der Themis schwitzte, vor dem Frühschoppen auf feiner Kanzlei zu schlafen pflegte. Im Hof entspann sich die kurzeStreitfrage, was geblasen werden solle. Der klägerischeAnwalt bestand auf dem Abblasen des Feuerwehrsignals, Florian auf dem Abblasen des Chorals als der Probe einer immerhin noch primitiven Kunst. Ich befahl das FeuerWehrsignal. Sofort setzten die acht Musikanten ihre Blechinstrumente an. Aber o weh. was war das! Man hörte nichts als dumpfes Gekrächz, hie und da Geräusch wie von unabsichtlich entwischten Tönen, sonst nur Blechmurmeln, ein Seuszen im Innern der Jnstru mente wie das Wimmern von sterbenden jungen Katzen. In mir stieg ein bitterböser Verdacht auf. Mir war, als ob. wie einigen Musikanten außen, sämmtlichen Instrumenten im Innern ein Notbverband an- oder eingelegt worden sei. der sie verhinderte, bewegte Luft an die Außenwelt zu befördern. Plötzlich reißt Plätzle in blasser Wuth über die offenbare Jnfamie seiner Gegner, und um zu zeigen, daß er wenigstens blasen könne, dem ahnungslosen Hornisten Blos sein Flügelhorn vom Munde weg, entfern-

te rasch ich sagte es -ja! aus dem Hals desJnstrumcntes ein roth-baum-wollenes Taschentuch und einenKnäue! Bindfaden und intcnirte lustig und hell in die Welt hinaus: Feuerwehr,' komm schnell herbei, Feuerwehr, komm schnell herbei, Es brennt! Es brennt! Es brennt!" Im Nu stürzt der Königliche Amtsauwalt, mein College, noch halb im Schlafe, aus seiner zur ebenen Erde gelegenen Kanzlcistube durchs Fenstc? in den Hof. Um Gotteswillen, Herr College, es brennt, es brennt im Amtsgericht!" Unsinn, Herr Amtsanwalt!" erwidere ich. Ich bitte sehr, uns nicht zu stören; hier ist eine GerZchtsoerhau:lung." Nein?" heulte der Amtsanwalt. mein College, durch den Hof. es brennt, es brennt, in meiner Stube brennt es!" In der That ein heller Feuerschein wird sichtbar. Eine mächtige Rauchwolke aus dem Fenster der amtsanwaltlichen Kanzlei. Feuer! Es brenn!! Feuer! Was jetzt geschah, das. meine Herren ich wünschte es sehr hätten Sie sehen sollen! Die acht Schnellbächer setzten ihre Instrumente wieder an; aber in das Blech kam Leben, Freiheit. Bewegung. Als ob ihnen das Feuer auf die eigenen Nägel brennte, fuhren die Mitglieder d:r Feuerwehr- Musikkapelle Schnellbach mit achtzig Fingern in die offen? Theile ihrer Instrumente, und was da herauskam Wolle, Baumwolle, Putzwolle, ein Strumpf, noch ein Strumpf, eine ältere Unterhose (aus dem Bombardon) fliegt fröhlich in die Luft. Und nun geht's los. als ob fünfundzwanzig eben von der Kette losgelassener Bauernhunde rasend durch das Dorf kläfften! Feuer! Das war ihnen gerade recht; daran krankte die Kapelle ja am Mangel an Feuer! Signale ertönten, daß die Mauern von Jericho umgeknickt wären wie die Binsen. Triumph! Plätzle, du siegst! Fest steht: Die Schnellbacher Blaser konnten blasen; sie bliesen falsch, aber sie bliesen mit großer Kraft der Seele und des Leibes, tief und hoch, wie ihr wollt: Feuerwehr, komm schnell herbei, Feuerwehr, komm schnell herbei. 5s brennt! Es brennt! Es brennt!" Der Anwalt Florian war außer sich, als seine .Clienten so aus der Rolle fielen. .Schafsköpfe!", rief er. Ihr Esel! Ihr blast mir ja mein ganzes Plaidoyer über den Haufen! Es brennt, es brennt!" rief Florian, um schicklicher Weise wegzukommen, und lief davon, 5)och" melnen Burkardtsmeier den hätten Sie gleichfalls sehen sollen! Der war nicht weniger außer sich. Ober vor Vergnügen. Unaufhörlich feuerte er die Bläser, seine Prozegund Blechgegner, an und rief: Bravo! Bürkle, Kanonier, bravo! Sie blasen, ja wie ein junger Kriegsgott! Sehr gut. Bäder. Lruderssohn des Schafhalters, tresflich; Sie machen der 5erde Ihres Onkels alle Ehre! Kein Ochs brüllt besser; Sie werdcn sein Nachfolger! Und Sie. edler Flügelhornist, Blos! Blasen Sie! Feuriger. rascher, nur zu! Wie, Stiftung--Pflegers - Enkel Bürkle. Sie lassen nach? Sie werden sich doch nicht von Ihrem Vetter, dem Kanonier, niedertrompeten lassen? Auf, mein TenorHorn, vorwärts Bäuerle! Lustig Kegreiß! Schmalzigäugle, mach' auf Deine Aeuale 7 es brennt, es breMt!"'

Jetzt springen die Bläser aus der Hauptstraße der Oberamtsstad gegen den Martt zu, wo das Spritzenhaus steht. Dik Brandgltcke ertönt: SturmZ iÄips begZnnt on den Wänden der älteren Häuser der Nachbarschöst herabzufallen, so kräftig bliesen die Schüler Plätzles. Die städtischen 'Hornisten nehmen in der Ferne das Signal auf, erft -überrascht ob der un gewohnten Tönr, dann in eifersüchtiger Wuth auf dZ unerklärliche achtfa.che,,ljindiscbe l5cncurreni. Sie blasen

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siä) die Lungen aus dem'eive; einer der Hornisten bekommt Nachmittags das hitzige Fieber. Mit Eimern. Kübeln und Gelten nahen die Mägde der Nachbarschaft, ehe die Feuerspritze erscheint. Das ist bei uns immer so. Aber die Köchin des Oberamisrichters will den Brand von ihrer Küche aus und womöglich allein löschen; denn sie ist in den Königlichen Amtsanwalt, meinen Collegen, verliebt. Sie beugt sich aus dem ersten Stocke d:s Hauses mit einem vollen Kübel Wasser weit heraus, um das flüssige Naß durch das untereFenster in die Stube des Amtsanwaltes zu gießen; sie trifft jedoch nur den Königlichen Amtsanwalt selbst, meinen Collegen, der erst händeringend, dann triefend im Hofe steht. Der königliche Amtsanwalt, mein College, räumt mir im Vorübergehen ein, daß er wohl der fahrlässigeBrandstifter sein müsse. Er war äugenscheinlich mit brennender Morgencigarre eingeschlafen und hatte ein Faszikel Akten in Brand gesteckt, das tox ihm lag. Es waren Akten betrefsend groben Unfug. In der Kanzlei war überhaupt furchtbar viel Papier, meist mit dem Betreff Grober Unfug". Der Brand roch förmlich nach der elften Ziffer des 360 desReichsstrafgesctzbuches. Mein College, der königliche Amtsanwalt, der später eine unbedeutende Strafe wegen fahrlässiger Brandstiftung erhielt, hatte sich mildernde Umstände angeschlafen. Es soll dies auch sonst bei Amtsanwälten vorkommen. Schon wird die Feuerspritze angefahren, nach fechs bis acht Minuten. Unglaublich rasch für unsere Verhältnisse! Diesen Schnellbacher Schnellbläsern hielt nichts stand. Noch weitere fünf Minuten und das Feuer ist im Wasser ersäust. Der Brand hatte sämmtliche Rückstände meines Collegen, des königlichen Amtsanwaltes, aufgezehrt; das war keine geringe Arbeit. Weiter kam der Brand nicht. Dank der Schnelligkeit der Schnellbächer Feuerwehr-Musikkapelle. Leider war der Sitzungssaal d:S Amtsgerichts, der einer gründlichen Reparatur so sehr bedürftig war, vom Feuer verschont geblieben. Ich konnte daher nach einer halben Stunde die Sitzung ruhig wieder aufnehmen und das Urtheil verkündigen: Im Namen des Königs! Die Be klagten werden vcrurtheilt, dem Klager sechzig Mark zu zahlen und sammtliche Kosten des Rechtsstreites allein zu trafen." Ich hielt das Urtheil für richtig; die Schnellbächer hielten es für falsch; wenigstens machten sie sehr saure Gesi.chter. Sie hatten vom Staate, dem sie soeben ein wertvolles Gebäude nebst Akteninhalt abzüglich der amiZanwaltlichcn Rückstände gerettet hattcn, einen anderen Dank erwartet. Ich kenne das Urtheil", sagte der Ad'oolat Wolfgang Cpitzling, d:r zweite Neuling an der Tafelrunde, ich habe das Urtheil gelesen eh war ein ausnahmsweise gutes. Desw?gen", fügte er mit malitiösem Lächeln gegen die anwesenden Richter hinzu, ist es auch in zweiter Instanz vomBerufungsgericht wieder aufgehoben wor-den."

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