Indiana Tribüne, Volume 24, Number 151, Indianapolis, Marion County, 17 February 1901 — Page 10

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1I0TEL ItESTAUBANT. BISMARCK, cb.catro. II 80-180 adott,d CM der Deutschen.?

Das verlassrne Gemach. Der letzte China - Brief Pierre Lotis im Figaro" gibt eine Schilderung aus dein Kaiserpalast in Peking, die durch ihre Anschaulichkeit und Stimmungskraft auch unsere Leser fesseln wird. Der Brief lautet in liebersetzung: Cf in zarter Theegeruch in dem tief dunkeln Zimimmer. und dabei noch ein etwas eigenthümlicher Geruch vou etwas Anderem, von vertrockneten Blüthen und alten Seidenstoffen. Es läßt sich nicht Heller beleuchten, dunkeln Zimmer, und dabei noch ein nach einem weiten dämmerigen Saal öffnet und dessen vernietete Fenster durch die Scheiben aus Reispapier nur gedämpftes Licht von einem kleinen unheimlichen Hof aus empfangen, der ge wiß mit dreifachen Mauern umgeben ist. DaS breite und niedrige Alkovenbett, dessen Raum aus der Tiefe einer waUdicken Wand ausgespart zu sein scheint, hat Vorhänge und eine Decke aus Seide von nachtduntlem Blau. Keinerlei Sessel, für die übrigens kaum ein Platz da wäre; Bücher ebensowenig, man sähe ja auch nicht klar genug, um zu lesen. Aus Truhen aus schwarzem Holz, die als 2ischc dienen, stehen etliche melancholische Rippessachen unter Glasglocken: kleine Vasn auS Bronze oder Jade mit künstlichen, steif - starren Sträußchen darin, an denen die Blüthen aus Perlmutter oder Elfenbein geschnitzt sind. Und eine Staubschicht, die alle diese Gegenstände überzieht, bezeugt, daß hier Niemand mehr wohnt. Auf den ersten Anblick deutet nichts einen bestimmten Ort, eine bestimmte (zpoche an es sei denn vielleicht, daß über den Vorhängen dieses geheimnißvollen, katafalkähnlichen Bettes die wunderbare Feinheit des Schnitzwerkes an der Ebenholzkr'önung chinesische Gednld verriethe. Ueberall anderwärts jedoch ist Alles einfach, ausdruckslos, in geraden und strengen Linien gehalten. Wo befinden toir unsdenn, in welcher entlegenen, verschloifenen, verborgenen Behausung? War es in unseren Tagen oder in ferner Vorzeit, daß hier Jemand lebte? Seit wie viel Stun den oder wie dielen Jahrhunderten ist er davon gegangen, und wer mochte er wohl sein, der Bewohner des verlassenen Gemaches? Ein gar trauriger Träumer äugenscbeinlich. der sich diesen Schattenwinkel ausgesucht, und dabei von sehr derfeinertem Wesen, um diesen vornehmen Duft zurückzulassen, und ein sehr müder Mann, um sich in dieser farblosen Einfachheit und dieser ewigen Dämmerung wohl zn sühlen. Wahrhaftig, man glaubt zu ersticken hinter diesen allzukleinen, mit Seidenpapier ausgefüllten und verschleierten Fenstern, die sich nie der Sonne noch der Luft öffnen konnten, da sie auf allen Seiten in dem Mauerwerk eingegypst sind. Und dann denkt man auch zurück an den weiten Weg und an die dielen Hindernisse, die tnan überwinden mußte, bevor man hierher gelangte, und das wirkt beunruhigend. Zuerst die gewaltige schwarzeMauer. die babylonische Mauer, die übermenschlichen Wälle einer Stadt von mehr als zehn Meilen Umfang, die heute in Schutt und Trümmern, halb verödet und mit Leichen besäet daliegt. Dann eine zweite Mauer, dunkel blutroth angestrichen, die eme zweite beeßizte Stadt innerhalb der ersten bildet. Darauf eine dritte Mauer, präch tiger, akxr ebenso blutfarbig die

Mauer des großen Geheimnisses, die

noch niemals vor diesen Tagen des

Krieges und des ZusammenbruchS von

lrgend emem Europäer uoerschrrtten

wurde. Wir haben heute langer als

eim Stunde davor Halt, machen müs-

sen trotz allen doppelt und dreifach unterzeichneten Passirscheinen. Durch den Verschluß eineö finsteren Thores, das ein Picket Soldaten umstand und das rückwärts mit Balken verrammelt war wie in Belagerungszeiten, haben wir drohen und lange mit den Wächtern drinnen Parlamentiren müssen, d.e sich verstecken und flüchten wollten! Als dann endlich die schweren, eisenbeschlagenen Thorslügel sich aufgethan, kam wieder eine andere Mauer zum Vorschein, die von der vorigen nur durch einen Rundeweg geschieden war, auf welchem zerfetzte Kleidungsstücke um herlagen und Hunde Leichengeöeine fortschleppten, eine neue Mauer, wieder in demselben Roth, aber noch prunkvoller, in ihrer ganzen endlosen Lange mit bekannten Ornamenten und mit Ungeheuern in goldgelber Fayence bekrönt. Und schließlich, als auch dieser letzte Wall überschritten war. haben lounderliche bartlose Greisengestalten, die sich mit mißtrauischen Begrüßungen genähert, uns durch ein Labyrinth kleiner ummauerter und wieder ummauerter Äärten geführt, in denen zwischen Tuffstein und Porzellanurnen hundertjährige Bäume vegetirten. Und alles Das unter sich geschie den, versteckt, unheimlich, alles Das be hütet und bewohnt von einem Volk von Ungeheuern, von Chimären in Bronze oder Marmor, von tausend Wildheit tlnd Ingrimm ausdrückenden Fratzen, von tausend unbekannten Symbolen. Und in den rothen Mauern mit den gelben Fayence Zinnen schlössen sich beständig hinter uns die Thore; es war

wie in den bösen Traumen, wo wir durch lange Reihen von Gängen irren, von Gang zu Gang, die sich immer mehr verengen, um un? nie wieder hin aus zu lassen. Jetzt nach dem langen traumhaften Umherirren braucht man nur die geängstete Gruppe der Personen zu betrachten, die auf ihren Papiersohlen geräuschlos huschend, uns hierher geleiteten, und man hat sofort, das lefühl, daß man sich in ihren Augen einer gräßlichen, ganz unerhörten Ent weibuna läuldU xaaäit. jadca nun in

diese bescheidene, verschlossene Kämnier eindrang. Sie stehen dort, in der Thüröffnung, mitchiefem Blick unsere leiseste Gebärde erspähend, die verschmitzten Eunuchen in Seidengewändern und die mageren Mandarinen mit der trübseligen Rabenfeder am rothen Knopf ihrer Kopfbedeckung. Obsch'on gezwungen, nachzugeben, wollten sie doch nicht; mit allerlei List versuchten

sie, uns anderwärts hinzuführen m dem unermeßlichen Labyrinth dieses Heliogabuluspalas.es, uns für die dü stete Pracht der großen Säle zu interessiren. die etwas weiter liegen, für die großen Höfe dort hinten und für die großen Marmorterrassen, die wir unS später ansehen werden, sllr ein ganzes kolossales und fernhin ged.hntes Versailles, das von Friedhofsgräfern überwuchert wurde und wo man nur noch Rabenkrächzen hört. Sie wollten durchaus nicht, und wir mußten die Bewegungen ihrer vorEntsetzen aufgerissenen Pupillen beobachten, um zu errathen, wohin wir zu gehen hatten. Wer aber wohnte dort als Gefangener hinter so vielen Mauern, so vielen tausend Mal schrecklicheren Mauern als die unserer sämmtlichen Kerker des Abendlandes? Wer mochte er denn wohl sein, der Mann, der auf diesem Lager schlief, unter dieser Seide, blau wie der ?!achthimmel, und der Während seiner Träumereien bei hereinbrechendem Abend oder auch im Frühlicht eistger Wintertage während der Beklemmungen seines Erwachens diese nachdenklichen kleinen Sträußchen betrachtete., wie sie da unter Glasglocken in symmetrischer Anordnung aus den schwarzen Truhen stehen? Er war es, der unsichtbare Kaiser und Sohn des Himmels, der welke Knabe, dessen Reich weiter ist al unser Europa, und der wie ein schlotterichter Schemen über vier- oder fünfhundert Millionen Unterthanen herrscht. Wie in seinen Adern das Blut der beinahe göttergleichen Ahnen versiegt, die sich im Innern von Palästen, mehr denn Tempel geheiligt, zu lange der Unthätigkeit überließen, ebenso ver-

engt sich, entartet und verschwindet :n Dämmerschein der Ort, wo es ihm zu leben beliebt. Der unermeßliche Rahmen der Kaiser von ehedem erschreckt ihn, und er überläßt alles das dem Verfall. Gras wächst und wildes Gestrüpp längs der majestätischen Marmorrai7.pen, in den großartigen Höfen; Raben und Tauben nisten zu Hunderten unter den vergoldenen Wölbungen der Thronsäle, mit Erde und Koth die prunkvoll fremdartigen Teppiche bedeckend, die man daselbst vermodern laßt. Dieser unverletzliche Palast von einer Meile im Umfang, den man nie gesehen, von dem man nichts wissen, nichts verrathen konnte, behielt den Europäern, die ihn jetzt zum ersten Mal betraten, die Ueberraschung eines gespenstischen Verfalls und eineS Schweigens vor, wie es über Nekropolen lastet. Er ging nie dort hinaus, der bleiche Kaiser. Rein, was ihm behagte, war das Quartier der Gärtchen und der Höfe ohne Fernsicht, das kleinlich-nied-liche Quartier, durch welches uns die Eunuchen so widerstrebend hindurchgeführt hatten. Und da war in seiner scheuen Vertiefung das Alkovenbett mit den nachtblauen Vorhängen. Kleine Privatgemacher ziehen sich hinter der unfreundlichen Kammer wie Souterrains in dem sich mehr und mehr verdichtenden Halbdunkel hin. Das Ebenholz herrscht darin vor. Alleö ist von gewollt Glanzlosigkeit, selbst die trübseligen, mumienhaftenStri'.ußchen unter ihren Glasglocken. Man findet ein Piano von sehr weichem Klaria,, auf welchem der junge Kaiser zu spielen lernte, ungeachtet seiner langen und zerbrechlichen Fingernägel; ein Harmonium, eine große Spieluhr, die chinesische Heimweh - Melodien spielt, in Tönen, die aus dem Wasser eines Teiches heraufzuklingen scheinen. Und nun endlich hier der SchmollWinkel, wohl der liebste aller Wohnräume, schmal und niedrig wie eine Schiffskajllte, der Ort, wo der feine Duft von Thee und welken Rosen sich am penetrantesten bemerkbar macht. Dort eine Luke, mit Reispapier verhängt, welches nur einen faden Schimmer durchläßt, und davor eineMatratze aus goldgelber Kaiserseide. die noch den Eindruck eines gewöhnlich ausgestreckten Körpers zu bewahren scheint. Einige Bücher und einige vertrauliche Schriftstücke fahren da herum. An der Wand angeheftet finden sich zwei oder drei nichtssagende Bilder, nicht einmal eingerahmt, farblose Rosen darstellend und, chinesisch geschrieben, die letzte Verordnung des Arztes für diesen Allzeit - Kranken. WaS er eigentlich war. dieser Träumer. wer wird eö jemals sagen? Welche entstellte Ansicht hatte man ihm vererbt von den Dingen der Erde und von den Dingen des Jenseits, die ihm hier durch so viele furchterweckende Sym bole versinnbildlicht wurden? Die kaiserlichen Halbgötter, von denen er abstammt, machten das alte Asien erzittern, und vor ihrem Throne verneigten sich, fernher pilgernd, die tributpflichtigen Herrscher, indem sie diese Stätte mit Auszügen und Bannerwallen erfüllten, von deren Pracht wir keine Vorstellung mehr höen. Aber er. der Abgeschiedene, der Einsiedler zwischen d.'tsen heute so schweigsamen Mauern, wie und unter welcher Form derschwebender Wahngebilde bewahrte er in sich selbst den Eindruck vergangener Wundcrhe:r!ichkeit? Und, gewiß, welch' eine Begriffsverwhrung in. dem unerforschbaren kleinen Hirn, seitdem sich der beispiellose Frevel vollbrachte, den sein tollstem SchreckenSwahn niemals vorherzusehen vermocht hätte; der dreifach mit Mauern umgürtete Valast bis in seine g:' b.smsten Winkel hinein geschändet; er. dtr dt3 jHrncuII, cutf .den lLe-

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macyern enkführi, m 'denen zwaiisig Ahnengeschlechter unnahbar gelebt hatt:n; er zur Flucht gezwungen, und auf der Flucht genöthigt, sch anschauen zu lassen, am hellen Sonnenlichte zu bandeln wie andere Menschen, vielleicht gar zu bitten und sich zu geduldend Im Augenblick, da wir auS dem

verlassenen Gemach heraustreten, werfen sich unsere Ordonnanzen, die absichtlich zurückgeblieben waren, lachend auf das Bett mit den nachthimmelblauen Vorhängen und ich höre, wie einer von ihnen mit lustigem Ton und mit Gascogner - Accent hinter den Coulissen auSruft: Siehst Du, mein Junge, auf diese Weise können wir wenigstens sagen, wir haben im Bett des Kaisers von China gelegen!" DumaSAnekdoten.

Die Gesundheit deS älteren Dumas war berühmt; er schonte sie auch nicht im mindesten. Während eine Cholera -. Epidemie Paris verwüstete, trat sein Sohn eines Tages bei ihm ein und fand ihn bei Tisch, mehrere Melonen behaglich verspeisend. Laß doch," fr-gte dieser, das ist jetzt gerade die Zeit Melonen zu essen, sie kosten nichts." Dumas Sohn war übrigens für sich selbst weniger vorsichtig als für seinen Vater, dessen bewunderungswürdigen Magen er geerbt hatte, und wenn rnan einmal staunte, wie er seinen Teller mit Radieschen oder Krabben füllte, die er sehr gerne aß, meinte er: Bernhigen Sie sich. Das bekommt mir nur schlecht, wenn ich wenig davon esse." Sehr hübsch ist auch ein Rath, den DumaS seinem Sohn gab, als sie an einem Sommerabend nach einem drückend heißen Tage zusammen in dem sehr kleinen Garten eines ganz kleinen Hauses, das damals der Dichter der Kameliendame" bewohnte, saßen: Man erstickt ja hier, öffne doch die Thür deines Eßzimmers, damit in deinen Garten etwas Luft kommt!" Dumas Sohn befand sich eines Ta ge in einer Gesellschaft, in der man davon sprach, was man zu thun hätte, wenn man einen Gegenstand gefunden hätte. Was würden Sie thun," sagte man. wenn Sie auf der Straße ein Portemonnaie mit 10.000 Fr. aufnähmen?" Räch einer ganzen Reihe banger Antworten wandte man sich an DumaS: Und Sie, Monsieur Dumas?" Oh ich. das ist sehr einfach. Ich würde 1000 Fr. Belohnung demjenigen schicken, der es verloren hat!" Immer derselbe. Standesbeamter: In einer halben Stunde findet Ihre Trauung statt!" Zahnrzt:.Aber bitte mit Narkose!" rr letzte Wort. Eine üble Eigenschaft Voltaires war seine mit den Jahren sich steigerndeGeschwätzigkeit und Rechthaberei, die selbst den Spott seiner Verehrer herausforderte. Zu diesen zählte der durch sein tragisches Ende in der franz'ösischen Revolution bekannt gewordene Staatsmann Roland de la Platiere. der einst mit seiner Gattin den Dichter in seiner Wohnung zu Ferney bei Genf besuchte. Schon nach einer Stunde, während welcher die beiden bei der Gesprächigkeit Voltaires überHaupt nicht zu Worte gekommen wa rcn. verabschiedete sich Herr und Madame Roland. .Könnte ich doch einmal vier Wochen in der Nähe dieses geistreichen Mannes verleben!" gab Maoame Roland, eine ebenfalls sehr redegewandte, schlagfertige Frau, ihrer Begeisterung für den Dichter Ausdruck. DaS wünschte ich dir um meinetwillen." versetzte ihr Gatte ironisch, denn dann würdest du auf alle Fülle verlernen, stets daS letzte Wort haben iu wollen."

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