Indiana Tribüne, Volume 24, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1901 — Page 7

Jndiana Tridune. 16 Februar 1901.

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Ohne Frieden.

Roman von Alcronber Römer.

(JortseKung.) Er ar aufgesprungen, er lies cm paarmal im Zimmer auf und ab, den Kopf hintenüber geworfen, mit cinem verzückten Strahl in feinen Augen, als ob er eire plötzliche Offenbarung, den geöffneten Himmel fähe. Seine Arme mit dcn gefalteten Händen waren erhoben. als bete er zu einer unsichtbaren Gottheit. 3ßr Herz klopfte laut. Sie ward sich des Absonderlichen in seinem Gebaren nicht bewußt, sie kannte ihn und seine Eigenart zu gut. der Schlag ihres Herzens antwortete dem seinen. Jetzt stürzte er zu ihren Fufrm und bedeckte ihre Hände mit seinen Küssen: seine stammelnde Rede klang verworren. und doch verstand sie sie. Selbstvergessen beugte sie sich zu ihm nieder, umschlang seinen Kopf mit ihren Armen, und ihre heißen Thränen sielen auf sein Haupt. O! das war Glück Erlösung Seligkeit. Es bedürfte keiner Worte zwischen ihnen, ihre Seelen waren lange eins. Als er sich aus ihren Armen erhob und sie anschaute, schauerte sie zusammcn vor dem fast überirdischen Leuchten in seinen reinen, klaren, weltfremden Auyen. Sie hatte sie strahlen sehcn im neuer seines dichterischenSckaf fens. aber so kaimte sie sie noch nicht. Und nun zog er 'sie'kangsam. mit einer ernsten, feierlichen Bewegung an seine Brust und lüßte zum ersten Male ihre Lippen. Liebe ohne Grenzen Treue bis in den Tod. Die Worte wurden 'nicht gesprochen, aber in den Herzen standen sie mit ZZlammenschrift. Zwei Monate später brachten die Tageszeitungen, welche ihren Lesern aern Ereignisse aus hohen Kreisen berichteten, eine ausführliche Beschrcibung des glänzenden Verlobungsfestcs im freiherrlich Adlerkronschen Hausc. Die einzige Tochter hatte sich mit dem Oberregierungsrath vonPreuß verlobt, fcer kürzlich aus dem Verwaltungsbureau des Cultusmmisteriums unter Beförderung w das Auswärtige Amt übergetreten war und allem Anschein nach eine glänzende Carriere vor sich hatte. Die Elite der vornehmen Welt war auf dem Fest versammelt gewesen, die Toiletten der Braut und der übrigen Damen wurden beschrieben, auch der Schwester des Bräutigams, der oeistvollen ssrau von Hochstetter, wurde erwahnt. die durch ein apartes, originell erfundenes Costüm aufgefallen war. Man rnunZelte, dah das Paar schon eine Zeitlang "heimlich verlobt gewesen sei. die Veröffentlichung aber wegen absonderlicher .Umstände Lösung des Bräurigam aus alten Banden habe hmausgeschoben werden müssen. Na dergleichen kam vor im Leben der jungen Herren, und Niemand nahm Anstoß daran, zumal es sich hier um ein legitim geknüpftes Band gehandelt huben sollte. reiin Mekanie, 'die Wählerische, hatte sich ben Bräutigam .aus freier Wahl erkoren und war dann, ihrer Natur ctmäß, auch kühn genua. sich über Ungewöhnliches "hinwegzusetzen. Schade, oaß die Neugierigen und Klatschzungen nicht 'hatten zugegen sein können, als der Bräutigam seine wohlvorbereitete Werbung anbrachte und seine sorgfältig ausgearbeitete Beichte ablegte. ftreiin Melanie lachte laut: Also doch einmal wieder etwas Neues, Herr von Preuß! Dafür Verdienen Sie einen Orden und vielleicht meine ,and. Ein Werber, der noch nicht von seiner ersten Frau geschieden ist und hier die langen Jahre hindurch als Wittwer figurirt hat originell und pikant. Und wenn Ihre kleine Grifette Sie heiratheten ja wohl als Student nicht so hübsch rechtzeitig wieder aufge ncht wäre, was hätten Sie dann a .rzan?" Sie reichte ihm dann die Hand und betrachtete ihn mit seh? scharfen, nüchternen Blicken. Sprechen Sie mit meinem Vater und rangiren Sie sich nach allen Richtunqen. bevor wir der Weli das glückZiche Brautpaar vorstellen. Sie hatten liel Muth aber ich liebe das Ungewohnliche und hoffe trotzdem auf eine Musterehe. Leidenschaft ist ein höchst unbcquemesDing, wir werben in glat tem Fahrwasser steuern." An diesem Abend nach dem glanzenden Verlobungsfeft fuhr - Robert mit geschlossenen Augen nach Hause. Er wollte nichts mehr sehen, nichts mehr denken. Wie ein wüster Traum tagen die letzten Wochen und Monate hinter ihm; der Scheidungstermin, wo er Hedwig in Gegenwart der Herren vom Gericht noch einmal hatte wiedersehen müssen, die Auseinandersetzungen mit seiner Schwester Ger. trud sie hatten heute Abend noch ihre Rolle der liebenden Geschwister gespielt, aber es stieg ihm schwül herauf. die Ahnung des Endes. Hochstetter hatte sein AbschiedSgesuch eingereicht gezwungen, und doch ihm selber kaum unwillkommen, binnen Kurzem verließ das Ehe paar Berlin.

Frau Gertrud legte in ihrem eleSanier: Toilettenzimmer ihrenSchmuck ab und 'das dunkelroihe. schillernde Atlzsgewand mit der Fülle von schwarzen Federn und Spitzen. Sie war eine dämonische Erscheinung geWesen heut bei dem Fest und allen aufgefallen. Jetzt saß sie einsam die Jungfer war zu Bett geschickt vor dem Trumeau und studirte mit einer raffinirien Grausamkeit ihre verzerrten Züge. aus denen das bezaubernde Lächeln geschwunden war. Langsam streifte sie die Ringe und Armbänder ab zum letztenmal es war vorbei, und das Ende kam. das Ende derjenigen, die in friedeloser Hast nach Gütern jagten, die hohl waren und nie boten.was man von ihnen erwartete, die alle auf einem schwankenden Boden wurzelten, der, wenn er einstürzte, die ihm sich Andertrauenden unter seinen Trümmern bearub. Heute Abend hatte sie den letzten bitteren Kelch geleert. Zuerst schon seit Wochen, den Abfall des Bruders, der ihr mit cynischer Offenheit erklärte, daß er nicht gewillt sei. ihr leckes Schiff auf seiner ferneren, müh.fam geordneten Lebensreise ins Schlepptau zu nehmen. dann noch die schneidende Kälte des Legationsraths von Löwen heut Abend, der als Kundiger sich auch zu rechter Zeit vcn der Sinkenden zurückzog. Zu spät, schon kam das End? warum nicht ein paar Tage früher abtreten. bevor diese letzten Tropfen noch die Zunge brannten. Zurück in das Nichts, das leere wozu war man daraus aufgetaucht, wozu hatte man dieses leere Leben gelebt. Sie schrak empor aus ihren düsteren Gedanken, die Kerze flackerte hell auf und wenn es ein Erwachen gäbe? Und jenseits dieser Schwelle märe nicht das Nichts? Sie hatte sich ja von jeher gegen al les gesträubt, was sich nicht mathematisch beweisen ließ. Ließ sich denn das Nichts beweisen? Aus dem Glas starrten sie em paar schreckliche, von Entsetzen erfüllte Augen an. die bleichen, bläulichen Lippen zitterten, die Zähne schlugen klappernd aneinander. Nein. nein, nein, tausendmal nein; es gab kein Erwachen, es konnte keins geben nicht noch einmal neue Qual in neuer Form, Ruhe. Rühe! Ruhe, die sie hier gehaßt hatte, -und die sie nun doch suchte nach diesem .Leben voll raffinirter Genüsse, die sie nun Qual nannte, Ruhe ohne Gedankeninhalt, Vernichtung AuZlöMen Versinken ins Nichts! Sie erhob sich langsam, wie von einein geheimnißvollen, unerklärlichen Grausen erfaßt, und tastete nach dem Fläschchen auf ihrem Nachttisch. Mor. phium, an das sie gewöhnt war. heut ungezählte Tropfen m Dieses 'klare Glas ha. es gab doch Mittel. 'diese künstliche Maschine. Mensch genannt, zu zerstören, dieses rastlos arbeitende Gehirn still stehen, iese lebendige Vlutwelle erstarren zu machen so Das leere Glas entfiel klirrend ihrer Hand, sie ließ sich aus Lager sinken. und am ihtxn Morgen 'war von der klugen, fiebernd strebenden. inPlä nen und Erfindungen für ihres Lebens Lust unerschöpflichen Frera -nur ein todtes, kaltes Gebild übrig, ausgelöscht, was hier von ihr in ie Erscheinung trat. Die Zeitungen fanden noch einmal willkommenen Stoss. Das ü.. rche, durch eine Unvorsichtigkeit Herdeigeführte Ende der schönen Frau, unmittelbar nach dem Verlobungsfest de geliebten Bruders, füllte eine ganze Spalte und gab in dem mit den Ver Hältnissen vertrauten Leferkreis viel Anlaß zu Debatten und Memungsaustausch. Es war gegen Ende des Ju?i, als an einem schönen Sonntagmorgen eine fröhliche Studentenschaar von Bonn über den Rhein fuhr und hinauf zu der beliebten Abtei Heisterbach pilgerte. Wie gewöhnlich wurden sie mit Jubel von Wirthin und Kellnern begrüßt, und rasch entstand unter den Nußbäumen die lange, mit schneeweißem Linnen bedeckte Tafel und füllte sich mit Gläsern. Kannen und Krügen. Aber die fröhlichen Burschen zogen vorerst zur Ruine hinauf und postiritn sich in den Nischen, von wo es so schön über den weiten Rasenplatz hallte. Hier sangen sie ein wohleinstudirtes Quartett, und die heute ungewöhnlich zahlreichen Fremden, welche die kleine Lokalbahn von Niederdollendorf herafbefördert hatte, hielten hier oben entz&lr lauschend ihre Sonntaaskeier. (Schluß folgt).

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Schwäbische Humoreste von Dr. Hugo Elsa. Zwischen d schwäbischen Residenz und einem benachbarten Arbeiterdorf liegt in halber Höhe der Weinberghügel in einem reizenden, weltentrückten Versteck eine treffliche kleine Weinwirthschaft, in welcher sich in der Woche einmal, zweimal eine Anzahl Juristen vom höchsten Grade bis herab zum jüngeren Rechtsanwalt (neunte Stufe der württembergischen Rangordnung!) beim sauren Remsthäler oder süffigeren Schozacher des Abends zu treffen pflegen. Der Gunst dieser Tafelrunde von Kernschwaben empfiehlt sich der Ankömmling durch die Erzählung einer originellen Anekdote womöglich komisch-juristischen Charakters, während der alteStamm der Tischgenossen aus naheliegenden Gründen von dem Erforderniß der Originalität sich selbst längst dispensirt hat. Es wurden zwei neue Mitglieder eingeführt. Der Schatz der traditionellen Anekdoten des landberühmten Tisechs war bald ausgekramt. Nun war Jedermann begierig, zu hören, wie der junge soeben zum Landgericht einberufene Amtsrichter sich einführen werde. Es ging ihm kein schlechter Ruf voran. Es war die gemeine Meinung, daß er ein guter Trinker sei; das fiel bei der feuchtfröhlichen Gesellschast schwer ins Gewicht; er war aber auch kein schlechter Erzähler, wie die Geschichte des . Schnellbacher FeuerWehrmusik - Prozesses beweist, die er einem aufmerksamen Publikum von Rauchern und -Zechern zum Besten gab. In der kleinen Oberamtsstadt, von welcher ich mich in Erwartung der geistigen Genüsse der Residenz soeben weg- und hierher versetzen ließ, lebten zwei .Rechtsanwälte, ein jüngerer, kleiner. schwarzhaariger Jurist, nicht ohne Kenntnisse und nicht ohne Humor, mit Namen Burkardt Burkardtsmaier und sein College Florian, etwas älter, mager, .blond, ein verbissener Formaljurist. Die Herren hatten viel Zeit; ich auch. Draußen in der Provinz, meine Herren, da wird nämlich noch plai -dnt, citirt, sogar recitirt, ganz im Gegensatz zu den Gewohnheiten der Residenz, wie ich sie in diesen Wochen wahrgenommen habe. Hier ist ja die .reinste Urtheilsfabrik; der Prozeßbevollmächtigte des Klägers A zieht seinen Schriftsatz aus den Akten und legt ihn auf den Tisch des Gerichtes, dann verfährt der Vertreter des Beklagten B in gleicher Weise, und nun soll nach Leistung des Gerichtsgebüh-ren-Vorschlusses. wie dem Automaten nach Einwurf eines Zehnpfennigstücks, dem Richter das Urtheil gleichsam zum Munde herausfallen, bald auf die linke Seite bald auf die rechte, je nachdem A oder 15 zu gewinnen Hoffen darf. Doch das nur nebenbei! Burkardtsmeier hatte bei mir eine Civilklage Namens und in Vollmacht des Musiklehrers Jeremias Plätzle (seinem .Hauptberufe nach war er Buchbinder) gegen acht ledige und volljährige Burschen des benachbarten Meingärtnerdorfes Schnellbach eingeircicht. In der Klage begehrte Plätzle .durch feinen Vertreter von den Be--klagten sechzig Mark als Anspruch aus Arbeitsverdienst mit der Begründung: er der Kläger, habe diesen Schnellbächern. deren Auftrag Jakob Bürkle. .Kanonierssohn, ihm überbracht hatte, an vierzig verschiedenen Abenden Muunterricht ertheilt und hierfür die sachgemäße Forderung von 1.50 MI. pro Stunde gleich sechzig Mark erworden. . , Wie man weiß, haben sich nach Erlaß der Landes-Feuerlöschordnung im Jahre 1885 überall im Lande freiwillige Gemeindefeuerwehren gebildet, welche außerordentlich beliebt geworden sind. Bei uns ist nichts populärer als ein Ärand. Das gibt eine Freinacht und einen halben freien Tag und fpäter baares Geld, den Brandschadenersatz. Der letztere ist besonders beliebt. Am Anschluß an diese Gemeind:feuerwehren wurden nun in einer großen Anzahl von Dorfgemeinden, welche seither ohne jeden musikalischen Genuß ein freudloses Dasein geführt hatten, freiwillige GemeindefeuerwehrMusikkapellen gegründet, so auch in Schnellbach. Der dortige Gemeinderath pflegte sonst den Daumen fest auf den Beutel zu drücken. In diesem Falle aber entschloß er sich kurzer Hand, der Schnellbacher Musikkapelle einen freiwilligen Beitrag von dreihundert Mark aus Gemeindemitteln behufs Anschaffung der nöthigen Musikinstrumentc zu gewähren, und wartetz dann gespannt, aber auch ziemlich lange, der schönen Dinge, die da komwen sollten. Denn, wie der Schnellbacher Ortspfarre?, welcher die AuZführungen seiner Predigten zu rubriziren pflegte, eines Sonntags von der Kanzel verkündete: Ich werde heute sprechen über das Thema: es kommt 1. meistens anders. 2. als wie man denkt", so ging es auch (meinte später der Schultheiß) in Scbnellbach dieses Mal und sonstens meistens ganz anders als wie man im Gemeinderath dachte. An den Musikabenden Plätzles in einem niedrigen, raucherfüLen. dumpfen Wirthslokale waren die dreihundert Mark Gemeindezuschuß nicht in Tönen aufgegangen, sondern im Schnellbächr Rothweir, wobei die

Mitglieder der Kapelle sich damit entschuldigten, der Durst sei ein gesetzliches Armaturstllck der Feuerwehr, für welches die Gemeinde aufzukommen habe. Die Instrumente waren daher so wenig bezahlt als Plätzle, der Musiklehrer, aber wegen der Instrumente war vom Liferanten Klage noch nicht erhoben worden. Im ersten Verhandlungstermin machten die persönlich erschienenen acht Schnellbacher Beklagten gegen die Forderung Plätzles lediglich die EinWendung, der Kläger habe in den Lehrstunden regelmäßig vier bis fünf Schoppen Schnellbacher Rothwein auf ihre Kosten getrunken und das sei Lohnes genug. Jedenfalls sei ein anderer Lohn nicht verabredet worden. Burkardtsmeier bezeichnete das crwähnte Quantum als landesüblichen Freitrun! Ich gab den Beklagten auf. sich einen Rechtsanwalt zu bestellen, als welcher im zweiten Termin Florian, umgeben von seinen Schnellbächer Bläsern, an das Pult der Beklagten trat. Es erschienen und zwar mit ihren Instrumenten in der Hand: 1. Jakob Bürkle. Kanonierssohn, erstes Piston, Gründer der Kapelle, Rädelsführer, Dirigent; 2. Gotthilf Bäuerle, Weingärtner, zweites Piston; 3. Abraham Blos, Schuhmacher. Flüo.elhorn; Wilhelm Bäder. Schafhalters Vruderssohn, Trompete; 5. Gotthilf Schmalzigaug, Weingärtner. Kornet; 6. Friedrich Kegreiß, Schmied, Baßtrompcte; sodann die Herren der tiefen Töne: 7. Paul Lachenmeier, Gärtner. Bombardon; 8. Jakob Bürkle. StiftungspfleZers Enkel, Tenorhorn. Das Königliche Amtsgericht stellte zunächst mit tiefem Bedauern fest, daß Musikanten und Instrumente in einer bösen, mit der Würde des Gerichtes kaum zu vereinbarenden Verfassung sich befänden. Die vor dem Gericht in vollendete? Einmütigkeit auftretenden Burschen hatten am Abend vor der Verhandlung die Entscheidung der Frage, ob der Prozeß fortzusetzen sei, dem Ausgang einer regelrechten Wirihshausschlachr überlassen, bei deren BeginnBürrle. StiftungspfleaersEnkel (der Führer der Opposition) Bürkle, dem Kaiwnierssohn, sein Tenorhorn so lebhaft und wirkungsdoll übtx den Ku?pf Lefchlagen hatte, daß der letztere tnzi stark blutende Verletzungen davon- amb fpäter heimtrug rother Umschlag. ' Bürkle, Kanonierssohu. nicht faul, riß dem Gärtner Lachenmeier sein Bombardon schlankweg vom -Leibe und gab seinem Vetter und Namensvetter, dem Stiftungs

pfleger, damit einen fo kräftigen

Schlag üuf Den Innen Arm, daß dieser heulend die Wirthsstube und den Kampfplatz verließ - weißleinener Gipsverband. Damit schien zunächst der Kamps beendet. Doch dies ging dem zweiten Piston Monsieur Bäuerle durchaus gegen den Strich. Er sah, daß der Gärtner Lachenmeier sein Bombardon tm Rädelsführer Bürkle wieder zu rwtreißen suchte; er sah weiter, daß Lachenmeier hierbei mit dem Trompeter Wider, dir zu Bürkle half, in ein wildes Handgemenge kam; mehr fah er zunächst nicht, denn in diesem Augenblick versetzte u, hinterlistig genug, dem Wilhelm Bäder. Schafhalterssohn. unter Benützung seines schwerbestuselten Weingärtnerfußes einen solchen Tritt auf einen nicht näher zu bezeichnenden Körpertheil, karrirter Umschlag, von außen unsichtbar daß die Trompete aus das Bombardon auf das erste Piston chinaufkugelte, wobei im Sturm der Beweaung Alles zu Boden flog, was in der Nähe war. Der Schafhalter brüllte, auf der Erde liegend, wie eine Kuh, fand indessen noch Zeit und Gelegenheit, dem zweiten Piston an den Hals zu kommen. Eben standen das breite Flügelhorn des Blos und Schmalzigaug's Kornet drohend sich gegenüber, als Schutzmann Stiehrer. durch des Schafhalters langgezogene Töne angezogen, herbeieilte, als Sachverständiger die Situation prüfte und den Kampf für unentschieden erklärte. Aus diesem Grunde beschloß man denn euch, den Prozeß fortzusetzen. Daß die Polizei den Baßtrompeter Kegreiß, trotzdem oder vielmehr weil dieser als der einzige an dem Lärm der Schlacht sich nicht betheiligt hatte, wegen Verübung ruhestörenden Lärms zur Anzeige und später zur Bestrafung mit sechs Mark oder drei Tagen Haft brachte, ist nicht auffällig, sondern bei uns des Landes so der Brauch. (Schluß folgt.)

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