Indiana Tribüne, Volume 24, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1901 — Page 3

Jndiana Tribüne 16, gfefotsat 1901

jeden legten Sonntag im Monat im Lokal von Peter Hammerle.

Deutscher L i t e r ar i s ch e r j tflub. Versammelt sich jeden 2. und j 4. Dienstag eines jeden Monats. Prä j r i. rwi rr

Itocnt, rau Cyanes c. kalter; c:r iar, Frau Segur. Lyra Casino Klub. Versam, niclt sich jeden Dienstag im Deutschen Hause. Präsident. ChaZ. Krauß; Sekretär, Robert Keller. Brauer Union No. 77. Ver. sammelt sich in Bernhart's Halle jeden lehten Sonntag im Monat. Deutsche Typographia Versammelt sich jeden 1. Dienstag im Monat in Ottmar Keller's Halle. Präsident, Henry Hcdderich; Sekretär, John König; SchaZmeister, Julius Ledig. Evang. Lutherisches 23a i senhaus. Präsident, Pastor P. Seuel; Sekretär, Lehrer A. Paar; Waisen vater, Wm.Jaeger. Waisenhaus: No. 3310 Ost Washington Str. Deutscher Allgemeiner Prot. Waisenverein. Hält jeden ersten Sonntag im Monat im Courthause seine Versammlung. Präsident, Henry C. Bakemeier; Sekretär, C. 5)enry Rofebrock; Waisen vatcr, Henry F. Nosener. Waisenhaus: Südwcftccke State Ave. und Nebraska Sir. Unabhängiger Badischer U n t. V e r e i n. Versammelt sich jeden 3. Sonntag im Monat in David Feßlers Lokal, 310 O.McCa?ty Str., Nachmittags 2 Uhr. Präs. : Louis Wot; Sckr. : Theod. Volkert. Frauenverein des D. A. P. Waisenvereins. Versammelt sich jeden ersten Sonntag im Monat im Courthause. Präsiden::. Frau Elisa beth Schmidt; Sekretärin, Frau Minna Äoevkc. Deutscher Frauen Hilf-

Verein. Versammelt stch zeden erztcn -Freitag im Monat um 2 Uhr Nachmit t.-.zZ im Deutschen Hause. Präsidcntin, Frau Fannie Tilly; Sekretärin Frau Gustav Wcsting. Deutscher Gegen s. Frauen Unt. Verein N o. 1. Versammelt sich jeden zweiten und letzten Donners tag im Monat um 2 Uhr Nachmittags in der Germania Hall. Präsidentin : Frau Kattau; Sekretärin : Ka.therine Dippel. Deutscher Biegens. Frauen Unt. V e r c i n No. 25. Versammelt sich jeden letzten Freitag im Monat. Frauenvercin des Metzger Vereins. Versammelt sich jcden -zzveiten Donnerstag im Monat in John .Heffner's Lokal an der Ost Washington Str. Präsidentin, Frau Christ. Hein rich; Sekretärin, Frau Jakob Roos. P h o c b eV e r e i n. Versammelt sich jeden ersten Mittwoch im Monat in einer der deutsch protestantischen Kirchen der Stadt, Nachmittags 2z Uhr. (Der Verein ist der Frauenverein des Prot. Diakonie Hospitals). Präsidentin: Frau Dora Aldag ; Sekretärin : Frau Elisabeth C. Kalbfleisch DamenVerein des Süd seite Turn Vereins. Ver sammelt sich jeden letzten Dienstag im Monat in der Südseite Turnhalle. Präsidentin, Frau Elisabeth Klink; Se Zretärin, Frl. Elise Weisfenbach. Alpha gegenseitiger Unt. Verein. Versammelt sich am 1. Montag im Monat im Lokal von Chris. Cllerkamp. Präsident, John Lang ncier; Sekretär, Wm. Möwe. Bierbrauer Unt. Verein. Versammelt sich am 1. Sonntag im Monat in der Columbia Halle. Prä sidcnt, Fritz Cbcrhard!; Sekretär, Theo. Volkert. Bad i scher Unt.Verein. Versammelt sich am 2. Sonntag im Monat im Lokal von Ottmar Keller. Präsi dcnt, John Weindel; Sekretär, Carl Großkopf. Germania Unt. Verein. Versammelt sich am letzten Dienstag im Monat in der Jcfscrson Halle. Präsi dent, Bernhard Thau; Sekretär, Hugo Keil. Hermann Unt. Verein. Versammelt sich jeden letzten Sonntag im Monat im Jeffcrson Hause. Präsi dent, Gustav Merz; Sekretär, Paul Schludcckcr. H e i m a t h Unt. Verein. Ver szmmclt sich am 2. Sonntag im Mo uz: in der Lyra Halle. Präsident, William Behrcndt; Sekretär, Fr. Reinegarbe. Plattdeutsche? Unt. Ver e i n. Versammelt sich am letzten Montag im Monat im Lokal von Ottmar Keller. Präsident, Henry Tielking; Sekretär, Henry Dccrbcrg. Schwäbischer Unt.Verein. Versammelt sich am 2. Sonntag im Monat im Lokal von Ottmar Keller. Präsident, Gottlieb Leukhardt; Sckre tär, Heinrich Kurtz. Springdale gegen s. Unt. Verein. Versammelt sich am 1. Mitt woch im Monat in Fritsches Halle. Präsident, Friedrich Leukhardt; Sekre tär, John Hildebrandt. 30er Unt. Verein. Versam mit sich am 1. Sonntag im Monat im

Lokal von Michael Galm. Präsident, Christ. Schörshusen; Sekretär, Carl Schako. 35er Unt. Verein. Versam melt sich jeden letzte Sonn:ag im Mo nat an der Ecke der Virginia Ave. und Prospekt Str. Präsident, Willhelm Hoffmeister; Sekretär, Heinrich Höltke mcier. Deutsch Am er ik. Unt. Ver ein. Versammelt sich am 2. Sonntag im Monat im Lokal von Fritz Heß. Präsident, John Emhardt; Sekretär, Chas. Schako. Deutscher gegen s. Unt. Verein (0t 10. Str.) Versam melt sich am 3. Donnerstag in Fritsches Halle. Präsident, Charles Hecker; Sekretär, John Hildebrandt. Schwäbischer Damen Unt. Verein. Versammelt sich jeden 2. Mittwoch im Monat. Präsidentin, Frau Caroline Emhardt; Sekretärin, Frl. Pauline Emhardt. H.Lieber Co. Unt. Verein. Versammelt sich jeden 3. Mittwoch im Monat in Marrs 5)alle, Ecke Minnesota und East Str. Präsident, Wm. Lauch; Sekretär, Wm. Schneider. Bavaria. Versammelt sich jeden zweiten Montag im Monat bei Ottmar Keller. Präsident, Andy Heinlein; Se kretär, John Sissl. Meng er Verein. Versammelt sich jeden ersten Donnerstag im Monat in O . Keller's Halle. Präsident, Crist. Heinrich; Sekretär, I. W. Worner. Deutscher Park Verein. Versammelt sich am letzten Mittwoch im Monat in der Merchants National Bank. Präsident, Otto Frenzel; Sekre tär, Paul Krauß, sr. MilitärVerein. Versammelt sich am 1. Samstag im Monat bei Fritz Bernhardt. Präsident, Theodor Hause, Sekretär, John Lzildebrandt. Südseite Schwaben Ver e i n. Versammelt sich am 2. Sonntag im Monat in der Columbia Halle. Präsident, Joseph Eggert; Sekretär,

zohn Greiner. Allcmania. Versammelt sich jeden 1. Sonntag im Monat.

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, (cAiujj). Ihr aber wollt die Menschen e?e gleich machen, von denen jeder l?:nzelne verschied-en begabt ist von der Natur, in Verstand und Körperkraft verschieden befähigt ist." So sprach der Kavlan ..." Simonow hatte bisher mit sichtlich st-igender Ungeduld zugehört, fuhr jedoch hier yeftig dazwischen: Und dieses Geschwätz hat Dich bekehrt?!" .Jawohl! Vollständig. Und, daß ich'ö l?uch sage. Bruder, seitdem ertraq' ich mein Loos mit Geduld, seitdem lebe ich zufrieden da in meinem warmen Nestchen." ,Züi- Leben des Wurmes, den der brutale Z?uß des Menschen im nachsten Aliqenblick zertreten kann!" Wie's Gott der Herr beschicken!" Ach was! Lassen wir diese Alfanzerelen! Ich will Euch ja nicht zulüdUt hren." .V.'ürde Euch auch nicht gelingen, Bruder!" Gut denn! Wenn nicht bekehren, so werden wir, ich und meine Brüder, Euck geduldige Schassnaturen doch wider Willen erlösen! Wir werden auch für Euch arbeiten, mit unserem Herzblute auch Euch die Freiheit erkaufen! Doch, nun wollen wir schlafen gehen. Hab' zwei Nächte bereits in der Wildniß auf den Beinen zuaebracht. Morgen zeitlich Früh will Ich weiter wandern." Mehrere Monate waren nach dem nächtlichen Besuch des nihilistischen Wanderpredigers im Wächterbäuschen verstrichen, der beim Abschiede Wien als sein Reiseziel angegeben, wo er bei einem Verwandten, einem Schmiidemeiste?. Unterkunft und Broderwerü zu finden sich versprach. Bienjasch und seine Aninka hatten wohl noch einige Tage über den seltsamen Gast miteinander geplaudert, kamen jedzch alsbald ülrein. des verfänglichen Besuches nicht weiter zu gedenken, den nächtlichen Prediger mitfammt seinen Prediäten sich aus dem Sinn zu schlagen. Da kamen nach einiger Zeit Nachrichten aus Wien über anarchistische Anschläge, über mysteriöse Raubfälle rnd Mordattentate gegen Beamte und Bedienstete der Sicherheitspolizei. Bienjasch. der die Zeitungsmeldunc.en dieser Art seinem Weibe vorlas, meinic kopfschüttelnd: Wer weiß, ob nicht unser Kamerad Simonow dabei die Hände im Spiel hat!" Gerad' Dasselbe dachte auch ich just," versetzte Aninka beängstigt, fast flüsternd. Entsetzlich wenn unsere Ahnung sich bewährt!" So'n Menschen hatten wir Obdach gegeben." Konnten wir ahnen, was er treibt? Und dann, vielleicht thun wir ihm dennoch Unrecht. Wenn wir nur in Ankunft Nichts mit ihm zu schaffen bekämen!" Dieser Wunsck sollte indessen nicht in Erfüllung gehen. Die rauhe Jahreszeit war gewichen, milde Maienlüfte wehten belebend über Wald und Flur. Bienjasch war eben kon der Strecke zurückgekehrt, wo er den Bahnkörper pflichtgemäß untersuch! und Alles in bester Ordnung befunden .als er zu seiner peinlichen Ue berraschungS?monow auf sich zuschreiten sah. Die Begrüßung war vonSeit: des Bahnwächters eine ziemlich frosti' ge. Obgleich nur mehr wenige Schritte vom Wächterhäuschen, wurde der Gast nicht zur Einkehr eingeladen. Dieser tbat. als gewahrte er die Verdrießlichkeit und Verlegenheit des Kameraden nicht, und schlug einen jovialen Ton an. indem er bemerkte: Immer fleißig im Dienst, Freund Bienjasch immer auf der Strecke!" Ist meine Pflicht!" versetzt: derAngeredete trocken. Jawohl. Weiß ja. Euch geht die Pslicht über Alles! Zumal heute!'' Warum gerade heute!" Na. na! Nur nicht so geheimthuerisch! Weiß ja, daß heute Abends die Herren von der Eisenbahn drüben hier vorbeikommen, auf der Reise zur Enquete - Commission nach Wien; da muß also Alles besonders gut klappen auf der Strecke! Ha, ha. ha! Nicht war?" Unserem armen Vahnwachter ward'Z c?ar nicht lustig zu Muthe. Mit der bevorstehenden Durchfahrt der Herren von drüben" hatte es seine Richtigkeit. Bienjasch erschrak daher im Jnnnern gar sehr darob. den Exkameraden so gut unterrichtet zu sehen über dieAufträge, die aus der Centrale an die Stationen herausgelangt N'aren. Woher wißt Ihr . . ." fragte Bienlasch schüchtern. Ha, ha, ha! Da staunt Ihr nun. Kamerad. Seid nur ganz ruhig! Ich habe mich zur Pflicht bekehrt und kehre ich nun reuig zurück nach Rußland. Mein Inspector steht wegen anderweitigen Diebereien in Untersuchung, mir kann nicht viel geschehen. Werde nach einer ganz anderen Gegend hinziehen, wo ich bei einer Dorf - Duma (Gemeinde) in Dienst treten werde." Das freut mich aufrichtig. Glück auf. Kamerad!" Damit schieden die Beiden von einander. Bienjasch aina auf lein Wäch-

terhäuschen zu, der Andere qxiu oen Bahndamm entlang fürbaß nach der russischen Grenze hin. Zwischen feine vier Wände heimzefehrt, besprach Bienjasch mit seiner Aninka die unerwzrtetl: Begegnung. Die BekehrungZgeschichtc des Exkameraden wollte ihm nicht recht in den Sinn: er fühlte sich durch den Gedanken beunruhigt, daß den angeblich Bekehrten irgend eine böse Absicht wieder in diese Gegend zurückgeführt habon mochte. Aninka bestärkt ihren Gatten noch mehr in dieser schlimmen Vorahnung. Mit dem auch dem schlichtesten Weibe eigenen natürlichen Instinkte für drohende Gefahren, traf die Wächtersfrau sozusagen auf den ersten Wurf das scheinbar Richtigste, indem sie angsterfüllt meinte: Du. Mann! Vielleicht führt der Unglücksmensch etwa gar gegen den nächsten Eisenbahnzug irgend was Böses im Schilde." Magst recht haben!" rief der Wächter. gleichfalls von Schreck erfaßt. Muß ihm nach!" Stülpte sich die Mütze auf's Haupt und eilte rasch hinaus auf die Strecke, in der Richtunq, welche Simonow eingeschlagen hatte. Alsbald sollte er mit Entsetzen gewahren, daß seine schlimmen Vorahnungen ihn nicht getäuscht. Etwa eine Viertelstunde Wegs, wo der Schienenstrang aus einem tiefen Bodeneinschnitt im großen Bogen hinter die Krümmung eines mit dichtem Nadelholz bekränzten reißenden Stromes einlenkend, sich verliert, erkannte er den Bahnwächter Simonow mit einem Gesellen emsig am Werke, um die Schienenschrauben loszulockern, die Schienen aufzureißen. Spornstreichs lief der Wächter auf di? Beiden zu. indem er ihnen aus Ge Hörweite zurief: ,.Halt! Ihr Unholde was

treibt Ihr da!" Der unbekannte Gefährte Simonow's nahm schleunigst Reißaus. Dieser jedoch richtete sich trotzig empor und erwartete finsteren Blickes, mit über die Brust gekreuzten Armen den angsierfüllt cinherkeuchenden Bahnwächter an Ort und Stelle. ..Um Gotteswillen! Simonow was plant Ihr da schreckliches!" rief Bienjasch athemlos, indem er unverweilt auf den Bahnkörper niederkniete und versuchte, das Schenenwerk wieder in Ordnung zu bringen. Troll' Dich heim, schäbiges Wurmg?zücht, kümmere Dich nicht um das Rachewerk der Volkserlöser!" kreischte Simonow und stieß den pflichtgetreuen Kameraden brutal bei Seite. Es entstand ein kurzes Ringen. Im nächsten Augenblick lag der Bahnwächter. von einem wuchtigen Schlag mit dem schweren Schienenschraubenzieher betäubt, besinnungs, blutüberströmt auf d:n Bahnsckwellen hingestreckt. So, elende Sklavenseele, nun rette Deine Tyrannen, wenn Du kannst!" Nun erst eilte Simonow mit höllischem Lachen von bannen, seinem flüchtigen Verbrechergenossen in'nahe Dickicht nach. Die robuste Natur des wettererprobten Bahnwächters erholte sich alsbald von dem betäubenden Schlag. Bienjasch erwachte nach wenigen Minuten, seine allmählich zurückkehrende Besinnung brachte ihm das Geschehene in Erinnerung, zugleich aber auch die schreckliche Gefahr zu Bewußtsein, wel che des Eisenbahnzuges harrte, dessen Herannahen er mit fachgeüble:-. Gehör bereits deutlich vernehmen konnte. Die Unmöglichkeit einsebc?d, da! zerstörte Geleise ohne Werkzeug U7:d nöthige Hilfsmittel allein noch rechizei tig herzustellen, erkletterte der ireue Diene: seiner Pflicht mit dem letzten Rest seiner Kraft die Böschung des Bahneinschnittes, von wo aus er in einer Entfernung von nur kaum vierbis fünfhundert Schritten den Eisenbahnzug mit vollem Dampf he??nbrau, scn sah. In Heller Verzweiflung riß er sich einen Hemdärmel vom Leibe, tunkte ihn in das eigene, vom Haupte reichlich herabrieselnde Blut und taum,lte, den blutigen Lappen als Signalflagge hochschwenkend, dem Zug entgegen. Knapp vor der verhängnißvollenBahneinbiegung gewahrte der Locomotivsührer das seltsame Warnungssignal noch rechtzeitig, um den Train rasch zu bremsen, zum Stehen zu bringen. Nur mehr mit lallender Zunge konnte der pflichttreue Wächter das Vorgefallene dem Augsführer melden, dann brach er in völliger Erschöpfung ohnmächtig zusammen. Dem Dienstpersonale des Zuges gelang es mit leichter Mühe, das Geleise wieder herzustellen, die Fortsetzung der Fahrt zu ermöglichen. Bienjasch wurde natürlich mitgenommen, reichlich beschenkt, mit Erfrischungen versehen von Seite der mitreisenden Ingenieure und Commissions - Mitglieder, wurde er im Wächterhäuschen der Pflege sei ner zu Tod erschreckten, jammernden Aninka überantwortet. Tags darauf langte aus der Hauptstation bereits die telegraphische Dpesche ein, welche dem wackeren Bahn bediensteten wohlverdiente Belobung hinterbrachte nebst seiner Berufung in den Kanzleidienst zur Centralstelle. Die Uebersiedelung nach dem ruhige ren. gefahrlosen Posten mußte indeffen noch hinausgeschoben werden, da Bienjasch in Folge seiner Verwundung und des schweren Blutverlustes zu Bette lag. Ein Hilfswächter mußte zur vrovisonscben Dienstleistuna, heraus-

oeorderr weroen, der zeitweilig das enge Gelaß des Wächterhäuschens mit Bienjasch und seinem treuen Weibe theilte, auf demDachoodcn scineSchlafstelle sicb einrichtete. Nach einigen Tazcn, um die Mi! ternacht, schlich sich eine hagere Gestalt an's Wächterhäuschen heran. Es tear Simonow. Lauernd lugte der Volksbefreier" durch's Fenster in's Innere der ärm lichen. aber säuberlichen von thzt Nachtlampe schwach beleuchteten Wohnstube und fletschte grimmig die Zähne. Da liegt er ja. der elende Sklave", murmelte er vor sich hin, als er Bienjasch im Bette ruhig schlummernd gewahrte, die treue Pflegerin Aninka. gleichfalls schlafend, auf die Ofenbank hingebettet. Hab' ihn schlecht getroffen. aber nun will ich ihn besser besorgen, daß er mir nimmer die Wege kreuzt!" Leisen Trittes näherte sich der Unhold sodann, nachdem er einen blanken Dolck aus derBrusttasche hervorgeholt, der Eingangspforte des Wächterhäuschens. Die Pforte war nicht verschlosscu, blos in die Klinke gelegt. So arme Wächtersleute haben sich ja vor rauberischen Einbrüchen nicht zu fürchten. Behutsam öffnete er die Thür, sah sich aber plötzlich vor dem Hilfswächter, der auf das Geräusch hin hastig auf der hölzernen Bodenstiege herabgeeilt war und sich dem Eindringling mit dem Rufe: Wer seid Ihr! Was sucht Ihr da!" in den Weg warf. Statt aller Antwort fuhr ihm Simonow mit der Linken an die Kehle, während die Rechte mit dem blinkenden Dolche zum Todesstoß ausholte. Der Bedrohte hatte kaum noch Zeit, den bewebrten Arm des Gegners mit sehniger Faust zu umklanimern, den Stoß abzuhalten, der unerwartete Anprall jedoch warf ihn rücklings zu Boden. wohin er. den Angreifer gleichfalls fest an der Gurgel gefaßt, mit sich riß. In diesem triiischen Augenblicke erschien Aninka, durch das Gepolter aus dem Schlaf geweckt mit der Lampe in der hocherhobenen Linken, ein Handbeil in der Rechten, auf der Schwelle des Gemaches. Das beängstigte Weib erkannte den nihilistischen Wanderprediger. erkannte die Gefahr der Lage. Rasch gefaßt schwang Aninka das Beil zu einem wuchtigen Hieb auf dasHinterhaupt des verworfenen Gesellen. Der Streich war wohlgezielt und traf mit Wucht. Ein dumpfes Brüllen entrang sich der Brust des Unmenschen, das Mordmesser entsank seiner erschlaffenden Faust und im nächsten Augenblicke konnte de-r Hilfswächter den kraftlos zusammenbrechenden Leib des Eindringlings von sich abrütteln. sich ihm auf die Brust Hinknieen, um ihn vollends zu bändigen. Es war indessen überflüssige Mühe. Aninka hatte demUnholde den Schädel zertrümmert, der Riesenleib ward von Todeszuckungen geschüttelt. Röchelr.d kam aus den von teutschem

Zohn verzerrten, blutlosen Lippen noch ein grausiger Fluch über die sklavi sAen Hundeseelen" hervor, damit cntwich aber auch der letzte Odem des Nihilisten. - -

Verschnappt. Bräutigam (zum Juwelier): Daß Sie mir aber so eine", ungeschickten Ehering ansertigten! ... Mit dem zerreiße ich mir ja die ganzen Westentaschen!"

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