Indiana Tribüne, Volume 24, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1901 — Page 2

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Jndiana Tribüne. IG. ZZcbruar 1901

Tcr Winter.

'S is amol in an' Jahr so bitter !al! g'wen, 'daß all: Wasserln g'fror'n san bis am 3rund; de liabe Muatter Erd'n is erstarrt zu Stoan und Boan, und der Holzfuchs hat 'bellt vor Hun ger und Kält'n, daß 's V Unbarmherzigkeit selber 'hätt' 'derbarma mög'n. Und der Winter selb, der do' a' hübsche Portion Kält'n Dertrag'n lo weil er vo' drob'n im polarischen dahoam is, hat's schier gar nimmer dermacha kinna, weil er ja do' scho' a' hübsch an alt's Mannerl is, und is im Holz draußt gehockt auf aran Baamstumpf und hat si' a' kloon's Feuer! o'zünd't a' groß's hat's eahm nei g'litt'n. tot'ü eahm Holz und Kohl'n allerwegs g'fehlt hab'n. De dürr'n Asterln hab'n längst de alt'n Weiber z'samm'klaubt g'habt, de Holzscheiter, de der Förster hat aufschicht'n lass'n. had'n d' Bau. ern hoamg'fahr'n oder d' Holzdiab' g'stohl'n, de Dax'n. de a' mitleidige Kraha zua'trag'n Hat, haln koa' Hitz' net' geb'n. und de Pudlküah', de de guatn Ouchkatz'ln beig'schleppt hab'n, san aa' bald verhoazt g'wen. Nacha san wohl d' Haserln und V Reh' 'kemma, weil eahna der alt' Mo' derbarmt hat, und fcib'n st' hi'druckt an eahm, aber sie hab'n 'n net derwärma kinna. Da is eahm halt ni? ander's net übt? blieb'n, als daß er sei' Körberl am Buck'l g'noTnma 'hat und is in d' Stadt 'neiHanga zum Kohl'nkaafa. Wia er in d' Stadt eini'kemma is zum Kohl'nhändler, da san a' Menge arme Leut' vor'm Kohlenhändler sein' 5)aus a'stand'n und fcab'n auf Kobl'n

g'wart't. Aber es hat eahma 's Warten net viel g'holfa, weil f net so viel Geld g'habt had'n, wia d' Kohl'n 'kost't hätt'n; denn d' Kohlen san gar theuer g'wen in dem Jahr. Der Kohl'nHändler aber hat kcane Kohl'n her'geb'n, wenn ma' s' eahm net glei' 'zahlt hat. Also san de arma Leut' dag'-

stand'n und hab'n auf Kohl'n g'wart't und hab'n koa' 'kriagt. Der Kohl'nHändler aber is unter seiner Hausthür' g'stand'n, ilofci' und protzi'. und hat recht hochmüathi' auf de arma Leut' niederg'schaut. A' Aushängschift hat er aa' g'habt über seiner Hausthür', und da is der Leibhaftige ab'bildt g'wen. weil dees sei' bester Abnehmer g'wen is, der eahm de meist'n Kohl'n abg'nomma hat. selm in de Hundstag'. Wia der Winter zum Kohl'nhändler hi'kemma -is und um an Preis von Kohl'n gefragt hat, da hat der Kohl'nHändler d' Achsel'n "zuckt und 'hat eahm an Preis g'sagt. Der Winter hat sei' Geldbeuterl 'raus'zog'n und hat seine Pfennig z'samm'zählt, und siechst es. da hab'n sine Pfennig net g'langt, denn der Winter is an anner Mo', der si' net viel verdeahnt. Da hat er zum Kohl'nhändler g'sagt. er waar' der und V W "V ft.tiVV f .rtil

er, uno oer noqi nyanoier joux an Einseg'n hab'n, weil er ja do' des Meiste zu sein' G'schäft beitraget, und sollt' eahm d' Kohl'n a' bisserl billiger geb'n. Der Kohlenhändler aber hat 's G'sichi verzog'n und hat a' we'g hi'g'red't und a' wen'g herg'red't und ebbas vom G'schäftsprinzip g'sagt und daß er g'rad' nti so viel auf Lg:r hätj' und Z'erst auf seine Hauptkundschaft salauz'ff und sei' uptkundschaft mai' der Herr Fankcrl kurz und guat, hat er g'sagt, 4Ä1 fit tt.&T &

4v.wi ivuiiv VVV'I U yat an icr'rn Preis, hat c; g'sagt. und wenn'ö ' rahm Net recht waar', hat er g'sagt, so sollt' er zum Teufel geh'. Decs hat si' der Wintcr net zwoamal ag'n lafs'n. weil er si' 'denkt hat. daß vielleicht der Teufel W barmherziger wia Ux Kohl'nhändler is. und weil er g'moant hat. daß der Teufel vielleicht gern a' bisl a' Wärm' herqibt gegen a' bis! an' Abkühlung, und so is er halt zum Teufel 'ganga. Den Weg hat er aa' leicht g'sund'n. weil's a' schöne, Kroate Straß'n g'wen is, und Leut' san aa' g'nua 'ganga auf dera Straß'n so daß er gar net fehl'n hat kinna. Wia er in d' H'öll' abi'kemina is und hat nach'm Teufel g'fragt. da hat ma' g'sagt, daß der Teufel in seiner Großmutter ihran Stüberl is, und ma' hat'n hing'führt. Da hat er si' an Teufel vorg'stellt. daß er der Winter is. und der Teufel hat glei' recht ; freundli' thoa', wia's so schö kühl von eahm weg'ganga is; und sei' Großmuatter hat'n g'fragt, ob er net a' bisl was Warm's möcht', a' Haferl Pech cder a' Haferl Schwefel, und wia er g'sagt hat. daß er's mit Dank anZ nimmt, da hat s' eahm sei' Trankerl i, scrrirt in an' echten chinesischen G'-

i schirr von der allerneuesten Facon,

i ..v v o... r. ui'n.ui

unu in .uui isui i i)i y uujuu ! und hat mitananda diskrirt und politisirt, und der Teufel hat von seini G'schäft' verzählt und hat eahm sei' j Photographiealöum 'zoagt und des .' Ud cn der Wand, und über lauter j Red'n und Disk'rir'n is eahma d' Zeit rerganga, sie ljab'n selöer net g'wißt wia. ; Wia si' da Winter endli' verabschied' hat, wcil's eahm mit der Zeit do' a' : bisl z'warm word'n is, da hat eahm . der Teufel no' sei' Körberl mit guatt', ! englische Kohl'n süll'n lass'n und d' Großmuatter hat 'n selber 'nausbe- - gleit' und hat's Thor ausg'macht und g'sagt, daß er an' andersmal wieder kemma soll; und kreuzoergnügt, aber hübsch z'samm'g'schnarcht und z'samm'g'hutzelt iö er wieder m d' t Oberwelt aufi kemma. k Wia er in d' Obervelt aufi kenrma i?, do iö's eahm scho' hübsch g'spaßi' fürkenuua. daA tn. dcra kurz'n. Zeit.

Nachdem Aerzte fehlgeschlagen.

Baton Nouge, La., den 12. Februar, 1900. . t-1 h?örcnl 17 3ae- Ich kcnsultirte mit drei FaAilienärztcn, die erklärten, daß meine GcWundheit sich nicht bessern k.ne, ehe ich ein Kind gebären würde. Qie behandelten mich noch weitere vier Iahte, aber ohne Erfolg, es sei denn, dak sie unser Geld erhielten. Dann folgten noch zwei Jahre mit groben Ausgaben, ohne befriedigendes Ergebniß, und wir gaben alle 5)ossnung auf, als schließlich unsere Cousine, Jane Jones, dcn Woodvllle. Mss., zu uns auf Besuch kam, und mich bei schlimmer Gesundheit antraf, machte sie uns mit Kardu: - Wein und Thcdford's Black - Traught bekannt, und wir entschlossen uns, dieselben zu prvbiren. Tann schrieb mein Mann für ein Büchlein über .Frauen - Krankheiten. Nachdem ich es dnrchgelesen, fand . v. !?ane 5 n 3fnau darin beschrieben, und ließ mir eine Flasche Kardui - Wein und ein Packctchcn Thedsord s Black Traught komm-n. Nachdem ich dieses aufgebraucht hatte, verspürte ich Besserung. Ich bestellte noch mehr, bis ich im Ganzen elf Flaschen eingenommen, und sich meine Gesundheit bedeutend gebessert hatte. Zu unserm Erstaunen wurde ich bald darauf mit einem kleinen Kinde bescheert, das s fett als ein Ferkelchcn ist So was ist m,r in 17 Jahren nicht vorgekommen. Ich rathe allen kranken Frauen an, Ihre Medizinen zu gcb-au-chen. denn sie sind besser, als Sie für dieselben beanspruchen. Seitdem ich die erste Flasche Ihrer wunderbaren Medizin gebrauchte, habe ich den Arzt nicht mehr rufen lassen. Meine Gesundheit ist in jeder Beziehung gut. Frau 8. F. Germany. MWmQMWM Stellt Euch ihre entsetzl'chcn, zuar unnöthigen Leiden, wahrend 17 Jahren vor! Wenn Frau Germany den Kardui-Wem vor Jahren probat hätte, so hätte sie ebensogut dann kurirt sein können, als jetzt. Ihre Ersahrung sollte jede Leidende, die dies Nest, veranlassen, mit Karvui-Wcin einen Versuch zu machen. Anstatt Zeit und Geld mit Aerzten zu verschwenden, wenn jene Ihnen doch nicht helfen können, holen Sie bei Ihrem Apotheker eine Flasche dieser berühmten Medizin. Kardui-Wrin wird jene monatlichen Schmerzen vertreiben, und wird Ihre Kur dauernd sein. Glauben Sie ja nicht, daß Sie nicht gesund werden können, wenn euch die Aerzte fehlschlagen. Versuchen Sie den Kardui-Wein. In allen Apotheken sind SI.00 Flaschen zu haben. S?f?ftt Statt), in Fallen, bis Mfr Anweisung tttilrfcn, schreib, wen. mit Angabe In Cvmrtom,. er. .Tfce La die' Advisory Department", The CbiittanoogaMediciae Co., Chattanooga, Tenn. ' ' ' "

w'.a er g maant yz:, cl!cr cynec wegg'lcint is und alles Eis wegg'fck.:Iz'n. und a' EchetterlinZ i3 cch cv. V Nüs'n Hi'g'flcZ'n ud s.ar a' Schn?2lbi.'rl is an eahm vorbeiz'$t:A, uni) d' Vogerln lzaö'n g'suna auf dc Vaani', und d' Windröscrln hab'n 'bliiaht wia er in's Holz fern ina is und auf oainol hat cr an Jaga sch'n s?z'n auf aran Bauinstu:npf; der Hot sei"' Pfeifen g'raacht. un'd a' Epiclhahn aock'l, 'den cr g'ra'd g's!5.5ss'n g'habt hat, is dir cahin g'leg'n. Da tat der Mnter an' Jaga o'tupst und hat g'saat, was dces für a' Mar.iei is, an Spielhahngock'l z'schiap.'n zu er Winterszeit. no no' kea' Ja?,d net auf iZ denn der Winter is a' Mo', der 'was auf Ordnung haltet. Der Jaga aber es ttira wohl a' b?ar:schrr g'n?rn sei' hat si' uin'draht und ha! an Wint:r grof und kloa' 0'g'schaut und hat'n an' alt'n Lo der HaJ'n. an' ausz'lnergclt'n, z'samn'g'huzelt'n, blaunaset'n. und ob er 'denn net wüßt', daß Georg! vor tu Thür' is und daß d' Spielhahnfalz scho' längst o'ganga is, und daß der Winter zum Teufi is und zu seiner Eroßinuatter scho' vor sechs Wocha. Da is der Winter klol' derschrocka und hat g'seg'n, daß er si' versaamt hat bei seiner Visit'. und is g'rennt und g'rennt, was er nur kinna hat. alleweil nördli' wich Norden zua, zu seine Seehund' uvfo zu seine Walroß', U a' Mvtdsfreud' g'habt hab'n. wie s' 'n wieder g'seg'n hab'n; und er hat si' nkt, daß eahm so a' Eisbär an 87. oder 88. Breit'ngrad alleweil no' liaber is als so a' saugrober, boarischer J:ga. Sei' Körberl Kohl'n abe hat er an a' paa ausg'frcr'ne Italiener verschenkt, die er seltsaw.er Weis' da ob'n un:ananda 'troffa hat.

Vom Jnlande.

Armundelendistderfru. htrt Krieascorresvondent Roberi $).

McBride in Mitchell, S.D.. von einem jähen Tode ereilt worden. Aor Iah-' ren hatte er eine Wittwe Dousmann , geheiratet, die ein Vermögen don ein:r Million besaß. Sie führte ihn in der N?w Yorker Gesellschaft ein. E? ' aerictb aus Abwae. so dafe Tiäi seine

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itiau fralURltä von urni imeiDcn liefe. Wie eine Komödie endete die Heirathsescapade. welche George S. Riley in Waco. Tex., mit Jda MacWold. der Tochter einer der reichsien Familien dieser Stadt, inscenirte. Nachdem George sich mit Jda gegen den Willen der Eltern derselben hatte trauen lassen, bezog er mit seinem Weibchen ein Zimmer im Hotel Metropole. Am Abend desselben Tages fanden sich die Eltern im Hotel ein. ?rklärten sich mit dem Bündniß einverstanden, brachten ihre Verzeihung und bewogen das junge Paar, in das elterliche Haus überzusiedeln. Eine Kutsche brachte die vier Personen schnell nach Nor'd-Waco und hielt vor der elterlichen Villa. Man stieg aus und

begab sich tn den Parlor. Die zunge Frau suchte zunächst ihr Zimmer auf, auch die Eltern verschwanden unter irgend einem Vorwand und Mr. Ril?y hatte Muße, sich die kostbare Einrichtung anzusehen. Als ihm aber die Zeit zu lang wurde, setzte er die elektrische Klingel in Bewegung; ein dienstbarer Geist erschien und erklärte dem jungen Ehemann, daß er sich mit ihm allein im Hause befände, da die ganze Familie ausgegangen sei. er aber nicht angeben könne, wobin. Es blieb dem übertölpelten Riley nichts übri als sich ebenfalls zu verabschieden und sein Junggesellen-Quartier wieder aufzusuchen. Am nächsten Tage erfuhr er. daß sich seine junge Frau bei Verwandten in Valley Mills. Bosque County. befände. Er wird nun gerichtliche Schritte ergreifen, um die Eltern zu zwingen, die junge Fr freizugeben, da er annimmt, daß sie zevaltsam zurückgehalten wird.

Elmer E. Varncr, welche? sich in Mifflintown, Me.. im EountnGefängniß befindet, unter der An!lage, am 2. Oktober 1900 in der Näh: von Oricntal, Juniata Eounty, Adam Goodling ermordet zu haben, wird sich, wenn er zum Prozeß in den Gerichtssaal gebracht wird, einem grausigen Beweisstück gegenübergestellt sehen: dem abgehauenen Kopfe seines Opfers! Äoodlings Grab wurde auf Anordnung des Distriktanwalts in aller Stille geöffnet, die Leiche aus dem Sarge herausgenommen, enthauptet und wieder hineingelebt. Ten Kopf nahm ein Arzt in einem Sacke mit . nach Hause, wo er ihn in Spiritus legte, um denselben für die GerichtsVerhandlung aufzuheben. Goodling war durch einen Schrotschuß in den Kovf aetödtet worden. Eine Quarantäne im Eisenbabnwagen hatten 14 Passagiere der Milwaukee-Bahn in Merrill. Wis.. durchzumachen. Der Eondukteur hatte kurz bevor der Zug Tomahawk erreichte, einen Passagier in demselben entdeckt, welcher angeblich an den Pocken erkrankt war und die Gesundheitsbehörden telegraphisch in Kenntuiß gesetzt, welche den Erkrankten in ' Tomahawk in ein Hospital befördern und die anderen Passagiere, die mit dem Patienten in Berührung gekommen waren, nach Merrill bringen lie- ' ß:n. Dort wurden die Passagiere

sämmtlich geimpft und wurde, nach sorgfältiger Desinfection ihnen gesiattet. die unterbrochene Reise sortzusetzen. Ueberfluß herrschte bis vor wenigen Monaten im Hause des Herrn George Dick zu Ehippewa

Fallö, Wis., und seine Frau spielte in ' S '!. x ..jt. 1

w völligen sockm.v eine glvtjc . Rolle. Da erkrankte ihr Mann, büßte

sein Vermögen in, Hunger und Noth zogen in das einst so glückliche Heim. Die Frau schämte sich, ihre Lage bekannt zu geben, und da reifte in ihr ein heroischer Entschluß. Sie kauste sich einen Männeranzug, wie dieselben in den Holzfällerlagern getragen werden. zoq denselben an. schnitt sich ihr

Haar kurz ab, bräunte ihr Gesicht und ... I. l. MAI j Cir-C!! k.

zog ourcq 015 Viaoi naq -uiuui ,u-. .X. . . V JTT J.MZ,XI ii-Vtttt.l st stA tn '

UCUU. Uyill ßllU Vltvuiu tfc ein Holzfällerlager. Äber ein Bruder der heldenmüth:gen Frau hatte inzwischen von der Nothlage seiner Schwester Kenntniß erhalten und sofort nahm er sich de? darbenden Familie an. Tod infolge Herzschlag", sagte Eoroners-Arzt Wuest, nachdem er die Autopsie an der in Brooklyn. N.

?)., nach kurzer Krankheit verschiedenen Mar Katze vorgenommen hatte. Sie

starb an gebrochenem Herzen , agte

ihr Bruder John Katze, m dessen

Wohnung Marie verschieden war. Auch die Bekannten der 32 Jahre alt

gewordenen Mar Katze sind der Ansicht. daß keine gewöhnliche Krankheit, sondern der Gram um die in Oesterreich ansässia oewesene Mutter den

Tod herbeigeführt habe. Marie war

seit Jahren im Hause e.ner tfamu an Greene Ave. als Haushälterin beschäftigt gewesen. Bor einigen Tagen hatte sie einen Brief erhalten, in welchem ihr mitgetheilt wurde, daß ihre hochbetagte Mutter im Sterben liege. Sofort bereitere sie sich zur Heimreise vor. um ihre Mutter noch einmal zu sehen. Sie belegte Passage auf dem Dampfer La Bretaqne" und packte ihre Koffer. Der Schmelz war so aroß. daß sie heftig erkrankte und bettläqerig wurde. Sie konnte keinen Schlaf finden und fortwährend rief sie nach ihrer Mutter und streckte verlanaend die Arme auS. An dem Tage, an welchem sie hätte abfahren sollen, hatte ihr Zustand sich so stark verschlimmert, daß sie sich nicht vom Bett erheben konnte. Ihr Bruder, welcher sie verpflegte, holte einen Arzt und derselbe gab ihr beruhigende Mittel. Am Nachmittag schloß sie die Augen jium letzen Schlummer. Ein Herzschlag hatte ihrem Lben ein vorzeitiAs Ende bereitet.

Ein Rattenkrieg wird nach dem Vorgang Kopenhagens in kurzem auch in Stockholm begonnen werden. Er bezweckt eine gründliche Ausrottung dieser ekelhaften Nager, an denen auch Stockholm keinen Mangel leidet, und die Stadtvertütung hat für Auszahlung von Prämien die Summe von $1500 bewilligt. Die Vertilgung selbst bleibt nämlich der Allgemeinheit überlassen, aber für jede eingelieferte todte Ratte werden 2 Cents bezahlt. In Kopenhagen wurden im Laufe von 18 Wochen nicht weNiger als etwa 100.000 Ratten gesammelt. Eine Bankerotterklärung mit etwas pikantem Hintergrund beschäftigt zur Zeit die New Aorker Gerichte. Der Bankerotteur gehört dem höchsten österreichischen Adel an. denn er ist ein Fürst Auersperg, doch hat er in unserem gesegneten Lande den Fürsientitel abgelegt und tritt als einfacher Dr. Francis Auersperg auf. Er gab vor Gericht die Erklärung ab, daß seine Verbindlichkeiten aus jener Zeit, da er noch als Fürst Auersperg in Wien ein flottes Leben führte, $290,990.21 betragen und er keine Aktiva besitze. Unter den Gläubigern werden angeführt Fürst Karl von Fürstenberg mit $14,000, Baron Cetar mit $1040 und der Herzog von Sarro Puffo mit $500. Dr. Aucrsperg wohnte bis vor Kurzem in Bayonne. ist aber jetzt als Arzt im NewYorker Hospital" thätig. Fürst Auersperg kam vor sechs Jahren hierher, studirte mit qroßem Fleiß am LongIsländer College" in Brooklyn Medizin, promovirte und verheirathete sich dann mit Frl. Hazard, einer Tochter des verstorbenen Catsup - Fabrikanten 'Hazzard in Red-Bank, N.-J. In den Bergen des Blaugras - Staates ist ein Menschenleben nicht viel werth und in den dortigen Counties erfreuen sich nicht wenige Desperados der Freiheit, die in cwilisirteren Gegenden längst hinter ZuchtHausmauern sitzen würden. Diesen schmachvollen Zuständen will nun der Gouverneur Beckham ein Ende machen irnd er trifft Vorbereitungen, die Berße von Mördern und solchen, welche von den Großgeschworenen des Mor-

des angeklagt sind, zu saubern. Sem

Plan besteht darin, Eolonel Roger D. Williams mit einem Bataillon der

Staatsmiliz von Kentucky nach Man-

chester oder einen anderen günstig ge-

legenen Ort zu senden, die Verbrecher

zu umzmgeln und sie den Handen der Gerechtigkeit zu überliefern. In Elay County allein befinden sich vierzehn Männer, welche des Mordes angeklagt sind, aber noch nicht verhaftet werden konnten. Daß Gouverneur Beckham mit seiner Massenrazzia Erfolg haben wird, erscheint uns mehr als zweiselhaft. Bennctt's für beste Feiertags. Photographiccn. 38 Ost Washington Strafe.

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Deutscher Vereins- und Logen-Kalender.

Gesangvereine. arugari Süngerchor. Jeden 1, Sonntag Geschäftsver. sammlung. Probt jeden Donnerstag in 29 Süd Delaware Str. Präsident, Conrad Ries, Sekretär, Jos. Pftüner :

Dirigent, I. Guntcrmann. Indianapolis Männerchor. Gesangprobe, gemischter Chor, jeden Dienstag. Männcrchor jeden Freitag Abend in der Männcrchorhalle. Präsi dent, Fred Franckc; Sekretär, Nudolph Müller; Dirigent, Franz Bcllinger. Monatliche Vorstands Versammlung jeden ersten Sonntag im Monate. Indianapolis (iederkranz. Probt jeden Donnerstag in der Ger mania Halle, S. Tclaware Str. Prä sidcnt, Fritz Wciffenbach fr.; Sekretär, Valentin 'Hossmann; Dirigent, Ernst Knodel. Monatliche Geschäftsvcrfamm lung jeden zweiten Sonntag im Monat. 7). K. und Nusikoerein. Gemischter Chor, probt jeden Dien stag und Männcrchor Freitag Abend, im Deutschen Hause. Präsident, George Kothc; Sekretär, I. George Müller. Dirigent, Alexander Crnestinosf. Regel mäßige Vorstands'Vcrsammlung jeden zweiten Montag im Monate. sozialistischer Sängerbund. Probt jeden Dienstag Abend in 29 Süd Tclaware Str. Präsident, Peter Hammcrlc; Sekretär, Albert Lcdig: Di rigcnt, Joseph Guntcrmann. Geschäfts Versammlung jeden ersten Freitag im Monat. Südseite Männerchor. Probt jeden Mittwoch Abend in der Lyra alle. Präsident, Albert Schrö der; Sekretär, Christ. Michel; Dirigent, Joseph Guntcrmann. Gcschaftsver sammlung jcdcn vierten Sonntag im

Monat. Turnvereine. Socialer Turnverein. Versammlungen am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats im Deutschen Hause. Erster Sprecher, Heinrich Mösch; Schriftwart, Konstantin Becherer; Turnlehrer, Hugo Fischer. Südseite Turnverein. Versammlung am ersten Dienstag jeden Monats in der Südseite Turn halle, 230 und 236 Prospekt Straße, Erster Sprecher, Henry Victor; Schrift

wart, Otto Deppcrmann; Turnlehrer, Curt Toll. Nnabhängiger Turnverein. Versammlung am zweiten Mittwoch jeden Monats in der Halle des Unabh. Turnvereins, Ecke Ohio und Illinois Str. Erster Sprecher, Joseph Keller; Schriftwart, Adam Großkops; Turn lehrer, Oskar Ruther. Vorort des Nordamerikanischen Turnerbundes. Versammelt sich jeden ersten Samstag im Monat im Deutschen Hause. Erster Sprecher, Hermann Lieber sr.; Erster Schriftwart, Theo. Stempfel, P. O. Box 166.

Grden der öarugari. HerthaLogeRo. 4 3. Vcrsam melt sich jcdcn zweiten und vierten. Sonntag im Monat. O. B.: An7.a Pftüger; 11. B : Sophie Dick; Sekretärin: Maggic Reichert. Schiller LogeRo. 381. Ver sammelt sich jcdcn 2. und 4. Montag im Gebäude der Deutschen Fcuervcr sicherungs Gesellschaft an der Süd De laware Str. Präsident, Christian Orthwcin; Sekretär, John Dietz. (nights and (adies of onor. Martha Lege 236. Verfam melt sich jeden Dienstag Abend in der Trnden Halle. John Wörner, Sekretär. Elisabeth Loge No. 498 Versammelt sich im Morrison Block jeden Freitag Abend. Rnights of Lzonor. Eureka Loge N o. 2 4. Vcr sammelt sich jcdcn Frcitag Abcnd No. 132 N. Pennsylvania Str. Germania Loge N o. 2 634. Versammelt sich jcdcn crstcn und lcktcn Donnerstag im Mona: No. 138 Ost Washington Str. Schiller Loge No. 40. Ver sammelt sich jcdcn crstcn und lcktcn Donnerstag im Monat No. 29 S. Delaware Str. Hermanns Söhne. Cherusker Loge No. 1. Versammelt sich jedem 2. und 4. Freitag in der Columbia Halle. Präs,, Sebastian Ocftering; Sekretär. Chas. Thielmann. Tcutonia Frauenloge No. 1. Orden der Hermanns Schwestern. Versammelt sich jeden 3. Donnerstag im Monat in der Columbia Halle. Präsidentin : Anna Dux ; Sekretärin : Agnes Zernicke. Germania Loge No. 2, O. D. H. S., Haughville. Versammelt sich jeden 1. und 3. Montag im Monat in Baistö Halle. Präsident : Fricdr. Goetsche; Sekretär : Henry Klingworth. Adelina Loge No. 2, O.D. H. S., Haughville. Versammelt sich jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat in Baists Halle. Präsidentin : Margarethe Kühn; Sekretärin : Pauline Möller.

Unterstützungs- und sonftige Vereine.

Logen. Odd Zellows. Germania Loge No. 129.

Versammelt sich in der Grand Lodge Halle jeden Donnerstag Abend. Frank

Deckert, Präsident; Henry Thoms, Sc kretär.

Mozart Loge No. 631. Ver

sammelt sich jeden Freitag Abcnd.

John Dictz, Sekretär.

verbesserter Grden der pfthiasritter. Castle Hall. 14 W. Ohio Str. G r o ß l o g c. Versammelt sich in der Castle Hall jeden zweiten Dienstag im

Februar.

Columbia Loge No. 8. Ver fammclt sich in der Castle Hall jeden Donnerstag Abcnd. Janict Rcagon, Sekretär. Körner Loge N o. 1. Ver sammelt sich jeden Montag Abcnd in der Castle Hall. Aug. F. Tick, Präsi beut; Friedrich Wenzel, Sekretär. Liberty Qvac No. 5. Vei

sammelt sich in Castle Hall jeden Mitt woch Abcnd. Gustav Kothe, Sekretär. Phönix Loge No. 4. Ver sammelt sich jeden Freitag Abcnd in Castle hall. Schiller Loge No. 2. Ver sammelt sich jeden Dienstag Abcnd in der Castle Hall. Grden der Druiden.. Germania Circlc No. 1. Versammelt sich in der Druidenhalle jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Oetavia Hain No. 3. Ver sammelt sich jeden Montag Abend in dn Druiden Halle. M. Dammel, Sekretär.

DcutscherGärtner'Verein. Versammelt sich jeden ersten Sonntag im Monat in der Germania Halle. Deutscher Veteranen Ver ein. Versammelt sich jeden zweiten Sonntag im Monat im Deutschen Hause. PfälzerVerein. Versammcl sich am 1. Sonntag im Monat im Loka von Fritz Bernhardt. Präsident, Daniel Monningcr, Sekretär, Heinrich Meyer. PreußenVerein. Versammelt sich am legten Sonntag im Monat in der Columbia Halle. Präsident, Chris. Brehob, Sekretär, John Hoffmark. PionierVerein. Versammelt sich jeden dritten Sonntag im Monat in der Germania Halle. Präsident, Fritz Schröder; Sekretär, C.T.Schmidt. Sachsenbund. Versammelt sich jeden 3. Sonntag im Monat in der Columbia Halle. Präsident, Theodor Hauffe; Sekretär, Hugo Keil. Bäcker Verein. Versammelt sich am 1. Sonntag im Monat in Ge bäude der Deutschen Feuerversich erungs gescllschaft. Präsident, Bernhardt Thau; Sekretär, Berthold Schreiber. Deutscher Gegen s. Unt. Verein. Versammelt sich am letzten. Sonntag im Monat im Jcfserson Hause. Präsident, Louis Hcllmann; Sekretär Louis Zicglcr. Verband DeutscherVereine von Indianapolis. Vorstands Versammlung in der Männerchor halle jeden zweiten Montag des Monates. Präsident, Fritz Jrancke; Sekretär, I. W. Löpcr. Indianapolis Schützen Verein. Versammelt sich No. 110 Süd Delaware Str. Schützcnparl an

, kr Süd Meridian blr., südlich von

PIcasant Run. randent, Philip Zapf; Sekretär. Edward A. Brcj. Westphalia Unt. Verein. Versammelt sich jeden lehten Freitag im Monat in Warwegs Halle. Ecke Mich. -BevilleAve. Präs.: Anton Wiese ; Sekr. : Heinrich Dcerberg. Schwcizeröund. Versammelt sich jeden zweiten Sonntag im Monat in der Gcrmania Halle. John Stoll, Präsident, Jos. Keller, Sekretär. Zweiundzwanziger Unt. Verein. Versammelt sich 1. jeden Sonntaa im Monat. I. Lizius, Prä sidcnt; Frcd.Noelke, Sekretär; Wm. Kiemcycr, Schatzmeister. Arbeiter Kranken und Sterbekasse. Versammelt sich