Indiana Tribüne, Volume 24, Number 149, Indianapolis, Marion County, 15 February 1901 — Page 7
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Ohne Frieden.
Roman von Alexonder Röicr.
(üoxtfttag.) 3n unsern ciie ist sie cZ ctfh, erwiderte Hedwig, Wcnn urisere Kämpfe uns keine Erfahrungen brach.ten. was wären sie oann werh? 5iG:r sind innerlich geschiedn. Ncb?rt. zwischen uns findet sich leine L rücke mehr." Er faßte an sein?n 5?cf, er starrte sie an. als ob ihn ein Spuk äff:. Er er bot ihr die Möglichkeit, an seiner Seite die Stellung. :t er ihr ;:i zu bieten hatte, einzunehnien. uno sie wieS ihn zurück, sie die in eine niedere Sphäre Versunkene, die er trotzdem emporheben aewollt. Die wunderbarsten Einbindungen, völlig fremde in seinem bishciicn Leben. durchströmten ihn, vcü sie da so stolz und fest vor ihm staub, in jeder Miene unbeugsamer, klarer Wille, ruhiger Verstand. War das eine in nicdererSphäre Versunkene? Er fiihlte die Versuchung, die Augen niederzuschlagen vor den ihren. So willst du also die Scheidung?fragte er heiser. Ich käm zu dem Zweck hcrübcr, und unser Wiedersehen hat mir bestä--tiqt, daß es nur der formellen noch bedarf." Gut. ich wünsche keinen Skandal und werde alles aufbieten, die Angelegenheit in der Stille zum Abschluß zu bringen." Er nabm seinen ui und wandte sch zum Ciefccn. 'XcbuV Die liebe. wchlb:!anntc -Stimme mackte ihn erbeben, er sah wider Willcn noch einmal zurück. Die kleine weie 5)2nd streckte sich ihm cnt.gegen. ..Laß uns in Frieden scheiden. Robert in dieser Stunde bin ich die Stärkere . es muß sein." Er legte seine Hand in die ihre, durch seine Adern rann es kalt. fcciii ers! erkannte er voll, was ikm dies Scheiden bcdcutete. welch einen Schatz er unwiederbringlich verloren hatte. Er stürmte durch die Straßen wie ein Trunkener, nun raste das Fieber in seinem Llut, und seme Zukunft blickte ihn an wie eine dunkle, sternenlose Nacht. Sie stand, als er aec&ngen war.
lange regungslos auf einem Fleck. Sie fiaüt diefe Stunde vorausgesehen und gefürchtet. nun wer sie tr:iib::. Sie athmete tief auf und wunderte 'ich über die Ruhe und Den Frieden in ihrer Seele. Ja auf Momente waren die Tiefen darin aufgewühlt und die alten Schmerzen heraufgekommen. aber sie war doch im Laufe dieser .Jahre eine völlig andeie geworden. Der Kamps ums Dasein chatte sie gestählt und die allzu weichen Seiten ha.rt gemacht. Nie durch Einerlei Vorspiegelungen beeinflußt Zönnte sie sich heute noch einmal rn unklare,
ihrer innersten Natur widerstrebend?
Verhältnisse stürzen. Der ehemals so heiß Geliebte war ihr fremd geworden. Er hatte erreicht, wonach er damals so brennend trachtete, er roaz zurückgekehrt in die Sphäre, die er am ihretwillen aufgegeben hatte. Ob sie ihm das Glück und den Frieden gebracht sie senkte traurig den Kops, seine Auen kzatten ihr nicht gesullen. unruhig, -friedelos tzatte es darin geflackert. Sem Wesen, und was er sagte und that, trug nicht dm Stempel eines in sich Gefestigten. War denn ihr Opfer lirmiifc und nicht zu seinem Hri! gewtseit? War er nicht noch heute in demselben Zustande des ewigen Ringens und Begehrens, des Unbefriedigtseins dürstend nach anderm, als was die Gegenwart ihm bot? Und liebte er sie wirklich noch? Sie hob nach einer Weile tiefen Nachsinnens den Kopf. Nein auch bei ihm war es ein Aufflackern alter Gefühle, das bald genug erstickt werden würde unrer den Dornen seines Lebens. Zu ihm, wie er jetzt war, paßte die Darne der großen Welt, die ihm Vermögen, vornehme Geburt und
den Sinn, der m seine Kreise paßte, zubrachte. Auch sie hätte ihn jetzt mit ihrem selbsterworbenen Golde stützen können, er hatte stzts viel gebraucht und war auch heut noch in Verlegenheiten. sie wußte es war das ein bestimmender Faktor bei seinem berraschenden. abenteuerlich klingendenVorschlcö gewesen? Sie "erschrak vor ihren eigenen Gedanken sie war mißtrauisch und sehr nüchtern in ihrem schweren Leben worden, aber freilich wo solche Möglichkeiten auch nur aust2'.:chen rennten, war kein Schatten mehr vor dem alten heißen Gefühl. Sie schüttelte traurig den Kopf. Nein, sie liebte ihn nicht mehr, und sie konnte ihn jetzt auch nicht mehr stützen und retten, ihr Vermögen hätte für seine Zwecke nicht einmal ausgereicht. Mit einem Seufzer schritt sie in ihr Schlafgemach. der Traum der Jugend war ausgeträumt, der letzte Schimmer, der die Vergangenheit noch verklärt hatte, erloschen. sie war allein und frei. Robert ging in seine Wohnung. eZ war bald Mitternacht. Der Diener
meldete ihm. daß Frau von Hochstetter wiedelholt geschickt und nach dem gnä d 'zr. :rrn ocrlai'7,1 Ew Bries6 fn 'jr. ihx d:n.
Ueber Roberts Lippen stahl sich em unterdrückter Fluch. Gertruds ruheloses Wes?n wirkte aufreibend, er fühlte sich zum Sterben elend, er sthnte sich nach einem Moment der Sammlung und der Ruhs. Unmuthig, zerstreut erbrach er b:3 Villet. Allmälig conoentrirten sich seine Gcdankcn, eine heiße Blutwell: stieg ihm ins Gesicht. Diese Nachrichten freilich trafen auch ihn, die Wurzcln. auf denen sein Leben basirte. Smith Brothers hatten sallirt die Summen, die er auf Gertruds Antrieb im kühnen Börsenspiel gewagt hatte, waren verloren, er stand tief verschuldet denn er hatte weit mehr riskirt, als er besaß, auf seinen Gehalt angewiesen in einer Welt, wo nur die äußere Haltung und das standesgemäße Auftreten ihm seine Stellung wahren konnte. Wie tief Gertrud engagirt war er bebte davor zurück, sich das zu sormuliren der Ton dieser kurzen Zeilen sagte genug, es war der Aufschrei einer Verzweifelten. Denn, wie das Unglück nie allein zu kommen pflegt, noch endete Dinge standen in dem Brief. Man hate sichercFühlung. daß alles Ringen um die so hoch angeschlagene Generalstabscarriere an den ungenüccnden Eigenschaften Egon von Hochstetters scheiterte. Andere. Gewandtere batten ihn überflügelt, rasten an ihm vorbei. die Majorsecke wurde auch fein Verhängniß der blaue Brief das Zurücksinken in das Dunkel eines c. D. und der Kampf mit der Armu:h wahrlich Schreckbilder gcnu?. in greifbarer Gestalt. Robert saß, dcn schweren Kopf in die Hand gestützt, wie vernichtet, dann
raffte er sich auf und schickte sich an.
pjii Schwester zu gehen. Ruhetos. z:i Abasvcr zwischen all den grausigen Bildern des Schisfbruchs seiner Existenz tauckte auf Momente das klar:, durchgeistigte Gesicht Hedwigs auf. der Fricdevollen, die aus solidem Grund: stand. Die vertraute Kammerzofe seine: Schwester öffnete ihm auf sein fcUkretes Sck?U:n, die übrige Dienersöcft hQlle Frau Gertrud zur Ruh: geschickt. Sie schritt rastlos in ihrem Schlafrock von weicher, weißer Wolle in ihrem Boudoir auf und ab. Sie fieberte, sie sah Visionen, ihr spekulatives Gehirn,
arbeitete martervok. Ihr Haar y:nz ba!b gelöst rm ihre Schläfen, in ihren Augen war ein unheimlicher, flackender Glanz. Sie reichte dem eintretenden Bruder die fieberheiße Hand.
warst du
,.s .revcns emst in 1,0 goccncm , herauf, 'nd cs überkam ihn die VerLicht gesehen, nach sich Zog. Konnte er i suchung, mit jenem zu ringen, der denn noch zurück? j noch die Rechte hatte vor dem Gesetz.
Flücbtig flammte es durch sein Ge-. Wahnsinnige Gedanken durchkreuzten ,xn: Zu ihr! Zu ihr! Ein neues Da- sein Gehirn. Er schlief nicht und aß
CV,' fc.k.
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Orten, wo
kommst du endlich? W denn gerade heute Abend? dich suchen lassen an allen
man sonst um diese Zeit dich zu finden pflegte du bist ja der einzigc. mit "dem ich reden, iibn legen kann. Weißt du, was Egon mir erw:d:rit. als ich von dem blauen Briefe mit Ihm sprach?" Sie hatte sich ra den Diwan geworfen und lachte bitter höhnisch auf. Er zuckte die Achseln, der Phlegmatiker, und meinte mit seiner unerträglichen Ruhe: Des wird steh nicht ändern lassen. Gertrud, und wir werden jn mit der Pension uiid unsern Zinsen einrichten müssen, wir brauchen dann -wenigstens nicht mebr in Berlin zu le-
ben." Denke dir wir brauchend
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sein an ihrer Seite, auf ihrem Grunde
aufg:baut. das ist nickt Niedrigkeit, das ist Glück und Friede aber der kurze, blitzartige Gedanke erlofch rasch. In ihr Leben taugte er nicht, so wie sie ihn einst, würde er jetzt sie bemmen,. ihren Frieden zerstören. Und sie liebte ihn nicht mehr. Er mußte vorwärts auf seine? Bahn, auf der athemraubenden, sriedelosen. Und plötzlich grinste ihw ein glattes, blasses, vornehmes Gesicht an, das ihm. dem damals heißblütigen, in Jll?.endkraft Strotzenden, schon fatal geWesen war. das Antlitz des Grafen Ortenstein - Lernbach. Der arbeitete feit einiger Zeit in seinem Ressort und besaß alle Chancen, ihn, den Aelteren, zu überflügeln. Ein Haarbreit Raum gelassen, und der Verhaßte hatte den Vorsprung. Er war sein Feind geblieben und hatte ibm den Aderlaß aus jener Zeit und dessen langwierige Folgen niemals verziehen. Sie sahen und grüßten sich täglich, unter der Maske der Weltmenschen, und haßten sich doch grimmig. E3 war schon seit Tange sein Streben und mußte es sein, unter Beförderung aus dem Cultt'Zministerium zu scheiden, der Freiherr von Adlerkron mit seinen wichtigen Verbindungen war rn Stande. sein:,r Schwiegersohn an ei-ien andern Plai zu schieben, und Melnies Vermögen, von ihre? Mutter s-ammcnd. disponibel man redete von einer halben Million ja. das war Rettung.' die einzige. Aber hoffte denn Gertrud, daß es reichen sollte, auch ihr leckes Schiff
wieder flott zu machen? Die verzweifelten und die abenteuerlichen Gedanken wichen allmälig aus Roberts Kopf, er. der Geübte', fing wieder an mit den Zahlen zu rechnen, die ihn anginan. Vorsichtig, miß trauisch. jeder seine Sache allein erwägend und scharf ins Auge fassend, verkehrten die Geschwister von dieser Stunde crn miteinander, von deren inNiger Lieb? und Herzensaemeinschft die Welt ihrer Kreise so viel zu erzähIcn wußte. Gertrud berechnete, daß der Bruder, inl, Besitz der reichen, einflußreichen Frau, ihre einzige Zuflucht sei. Aber erst mußte er fest im Sattel sitzen, ekz sie Anforderungen an ihn stellen konnte. Und darum mühte sie sich, den Schein auftecht zu erhalten, als führe sie nur seine Sache, und ihre eigene trete in den Hintergrund. Er aber kannte sie zu gut. er wußte, was für Lasten auf sein Theil kommen sollten, und wenn einmal dieser Kelch getrunken werden mußte, so wcllte er ihn wenigstens erträglich mischen. Er blib schweigsam und zurückhalc iend. es galt jetzt. Zangsam Kälte und Zurückhaltung anzubahnen. Berlin mußte für Gertrud zu einem unrnöglichen Terrain werden. Mochte sie sich in dcn Schatten finden, sie hatte sich lange genug gewaltsam in das Lichk gedrängt. So allein wurde für ihn Raum zu verhältnißmäßig freier Bewegung. Er gedachte der Stunde, da ihre Interessen sich zuerst schieden.
uno iyres icymayllchm Abfalls da-
mals. jetzt trat aufs neu? sl
nicht mehr! u)! dieser Mann, der ni' ? Scheidung ein und seine ki
einen Pulsschlag meiner Natur ve'.- :en alle über Bord geworfen, swnd!" ' .n dieser Nachtstunde schwebte der an c x r c ci.ft. - (Xu... .4ti i irT-iJ nTf (iTn - (Csl. . ,
yiouc uj juijiti ui'JJ juyicti, uu.) n"Mi"b iiicicn, 1IN0CINU!
rnend da. Weiß er um das ubriye? Hat er je um dein Börsenspiel gewußt?" Sie wandte jählings den Kopf und sah ihn an. Egon? bist du toll? Der Philister hätte ja kein Jota davon verstanden und vielleicht gar, bei solche? Gelegenheit einmal, sich auf seinen Willen gesteift. Er hat nie gefragt. woher ich die Mittel nahm zu dem Aufwand, den wir trieben, ich glaube, er hat über feinen mathematischen Berechnungen nie daran gedacht." Er hat dir die Selbstverwaltung deines Vermögens übe?lassen und mit Recht gemeint, das reiche für deine Bedürfnisse, er selbst hatte ja fast keine." Ja ihr Männer steht zu einander. natürlich bin ich die Schuldige, aber was reden wir denn daron! Sage mir lieber, was werden soll. Wie weit bist du mit der Adlerkron? Ich hoffte, du seiest dort heute Abend. es hängt jetzt alles davon ab. daß deine Verlobung mit ihr vollzogen wird, ehe ehe ein Buchstabe von diesen ..Dingen verlautet." Nobert fuhr empor. Die Adlerkrön? Ich ich hasse sie." Robert!" Es klana wie 'der Auf-
schrei einer Wahnsinnigen. Hast du
den Beistand verloren? Du du übersiehst du denn deine eigene Lage nicht? Dein Sturz ist ja unvermeidlich. willst du noch emmal noch einmal wie in jener Zeit, an di: ich nicht mahnen will, uns alle mit deinen wahnwitzigen Einfällen zu Grunde richten?" Sie stand vor ihm mit 'verzerrten Zügen, all ihrer Reize beraubt, häßlich wie die Sünde. Ihn schauderte. Gertrud! Du bist furchtbar!"
Und unter dem Eindruck dieser Haß
ten Dämons über den Geschwistern und als Robert mit dem Morgenarauen das Gemach der Schwester ver. ließ, blickte sie ihm mit einem lanaen.
prausigen Blicke nach. Er läßt mich I r r . 1- . ' 1
sauen . iniricyre ,ie. und ein Frost schüttelte ihre Glieder, und ich ich habe ihn emporgebracht. Delius. der plötzlich berühmt Gewordene, war in fiebernder Erregung. Ihn. den weder sein Erfolg noch der Ruhm, der ihn ungesucht überraschte, aus seinem Gleichmuth und aus seinem fchönenFrieden gerissen, ihn packte seit gestern eine peinvolle, aufreibende Qual. Lange Jahre hatte er neben diese? Frau, die einem andern gehörte, oc lebt, mit seiner tiefen, treuen Liebe für sie im Herzen, ohne Murren über das, was das Schicksal ihm versagte. Es war ihm Glück gewesen, ihr nahe sein zu dürfen, sie mit liebevoller Sorgfalt zu umgeben, im regen Geistesverkehr mit ihr und nur für'ste zu leben. Jetzt, als sie ihm von jenseits des Meeres in. die alte Heimath folgte, um die früheren Bande zu lösen, als sie auch kam um seinetwillen, um Zeuge des Schicksals zu sein, welches seinem Werk beschieden sein mochte, als sie um dasselbe zitterte und hoffte, mehr als er selbst, da hatten schöne, selige Träume sein Herz geschwellt. Da wogte in ihm. dem Stillm, in Entsagung Geübten, die Leidenschaft' und das Begehren empor. Und nun trat ihr Gatte, der Mann, den er geringschätzen, ja hassen gelernt soweit seine milde, große Seele des Hassens fähig war zu ihm, forderte von ihm Kunde über fein lange ihm
j verlorenes Weib, um deren Schicksal er
sich nie gekümmert hatte, wahrend er in egoistischem Streben seine eigene
lichkeit stiegen ihm qualvoll und uner- Bahn verfolgte, und gab vor, sie bittlich die Consequenzen herauf, die noch zu lieben. War es möglich, daß das Leben, in das er sich hatte hinein. , er noch einen Anspruch an sie stellte?
nicht seit jener Stunde, er wußte, daß jener sie jetzt suchen und finden würde
war es etwa möglich, daß auch sie noch an ihm bing, noch zu ihm zurückkehrte?" Er wußte es nicht, der Zweifel trieb ihn ruhelos umher, es war ein Zweifel an ihr und der war furchtbar. Ihr Bild, das strahlende, das unter dem harten Kampf ums Dasein, in den sie selber sich gestellt, nicht um einen Schimmer ihm verblaßt war, würde sich trüben, ja ihm versinken, wenn sie den Bitten dieses Unwürdigen noch Gehör schenkte. Er fand nicht den Muth, der geliebten Frau in dieser Stimmung gegenüberzutreten, von ihr zu erforschen, ob sie den Gatten wiedergesehen habe. Konnte nicht, was cr dann hörte, sein Todesurtheil sein? Was bedeuteten ihm dann Ruhm und Ehren, ja selbst seine Kraft und Schaffensfreudigkeit schienen ihm vernichtet, wenn sein Stern ihm erlosch. Ein Billet von 5zedwig rief ihn zu ibr. Sie war in Sorge um ihn. weil er feit zwei Tagen nicht gekommen war. sie wüßte, daß, wenn auch sein Leben sich gewaltig verändert hatte.seit die Welt sich um ihn kümmerte, er darum kein anderer wurde, ihr gegenüber sicher nicht. Was hielt ihn also zurück? War er krank?" - Aus ihren Zeilen sprach Angst und Unruh?. Er eilte aus ihren Ruf sofort zu ihr. Sie waren beide befangen. Seltsam sie fand ihn plötzlich gewaltig verändert. oder . war sie es. die nicht mehr die alte geblieben war? Sie erzählte ihm hastig von dem Wiedersehen des Gatten. Sie hatte ja seit langen Jahren über alles, was sie betraf, vertraulich mit ihm geredet. Er saß da leichenblaß und seine Hände zitterten. vor seinen Qhren brauste es derartig, daß er nicht einmal alle ihre Worte verstand. Jetzt zuckte er zusammen. Sie sprach davon, wie der erste Anblick des einst so Geliebten, wie sein Gebaren.' das anders war. als sie erwartet, sie erschüttert habe. Sie hielt inne. und es wurde ihr plötzlich schwer, den Faden ihres Berichts weiter zu führen er unterbrach sie mit keiner Silbe sie kannte diese Art an ihm. Sie schwieg, und es wurde still im Zimmer, todtenstill. Er blickte auf der gespannte, gequälte Ausdruck in ihren Mienen machte ihm körperlichen Schmerz. Hatte sie es denn bisher noch nicht gewußt, was dieser Mann ihr geworden war. wie sie beide nur einen Pulsschlag hatten, alles Leid und jede Freude gleich empfanden, daß einer ohne den andern nicht mehr zu denken war? Seine Lippen öffneten sich und schlössen sich wieder, es war kein Ton hindurchgedrungen sie aber wußte, was er hakte fragen wollen. Sie nickte. Ja er sprach von einer Wiedervereinigung nein, schauen Sie mich nicht so entsetzt an die Ersahrungen der Vergangenheit tragen ihre Frucht mich lockte sein Vorschlag nicht, ja ich will es Ihnen bekennen. es war für mich so. wie es in meinem Herzen aussah, keine Versuchuna. Vielleicht habe ich Robert glauben lassen." fuhr sie lebhafter und von ihrem Zuhörer abgewendet fort, daß
die F?orm feines Vorscklags -rnch vornehmlich zur Ablehnung zl: ".nq sein Leben ist, fürchte ich, so sehr auf höhlem Schein und konventioneller Lüge aukaebaut. daß er das. was mich em-
pörte. kaum verstand. Ich aber fühlte,'
daß. ich dem Herrn Regierungsrath von Preuß wie eine völlige Fremde ge yenüberstand und mit keinem Pulsschlag mehr zu ihm gehörte. Was die Stunde mit ihren Erinnerungen an Empfindungen und Erregungen erzeugte, war flüchtig und mit der Minute erlöschend, die Wirklichkeit war traurig kalt, gab nur Verwelktes und Abgestorbenes. Dieser Mann muß auf seinem Wege bleiben und ich auf dem meinen, . ' u. 1 i ;.!MbMw.-
Die veioen geqeu iucu uusciiiuuuct. kzi ist nicht glücklich jetzt, cr wäre es aber auch nicht gewesen, wenn ich an seiner
Seite blieb, im Gegenyeil, er
dann nur die Verhältnisse, mich und den unseligen Rausch, die große Uebereilung angeklagt, während die Bedingungen zum Glück und Frieden in seiner eigenen Seele fehlten." Sie hatte' bei dem letzten Theil ihrer Rede starr vor sich hinausgeblickt, mehr zu sich selber als zu dem Freunde sprechend. Jetzt fuhr sie bei seinem jähen, unartikulirten Ausruf empor. So lieben Sie ihn nicht mehr so kehren Sie nicht zu ihm zurück! Es war ein Aufschrei, der sich endlich losrang aus seiner Brust, wild, lndenschaftlich. So hatte sie ihn nie gesehen, diesen Klang nie aus seinem Munde artiöd lFortsejung Wat.)
zerren lassen, das er als das Ziel fei
Da stieg es kein und wild m Delms
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