Indiana Tribüne, Volume 24, Number 145, Indianapolis, Marion County, 11 February 1901 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 31. Februar ZNttl.

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Seltsame Aeußerun gn ixs Mißfallens scheinen bei dem Publikum von Barcelona beliebt zu sein. Im dortigen Liceo spielte man Masccgnis Cavalleria Rusticana". Das Werk gefiel dem Publikum augenscheinlich nicht, und es machte sich ein Vergnügen daraus, den Künstlern Kupfermünzen an den Kopf zu werfen. Signorina Storchio, eine Sängerin von Ruf, die die Hauptrolle in der Mailänder Skala creirt hat. wurde leicht verletzt; sie regte sich über diese Behandlung so aus, daß sie das Bett hüten muß. Wie der Minister für Unterricht des Königreichs Sachsen das Corsett aus allen Schulen des Landes verbannt hat, indem er das Tragen desselben, so lange die Kinder in die Schule gehen, verbot, hat nun auch der ungarische Minister für Kultus und Unterricht. Minister Vlassics beschlossen, in den Mädchenschulen Ungarns ebenfalls das Tragen des Corsetts als der körperlichen Entwickluna der Schülerinnen schädlich zu verbieten. Eine blusenartige Tracht soll vorgeschrieben werden. Nur die Lehrerinnen dürfen das Corsett weitertragen. E i n j u n g e r M a i n z e r, der vor einigen Jahren als Chemiker in Wiesbaden angestellt war. ließ sich aus Abenteuerlust auf die Dauer von 5 Iahren für die Fremdenlegion in Algier anwerben. .Er zeichnete sich durch seine Tapferkeit aus und brachte es zu einer höheren Charge. Als die Wirren in China ausbrachen, wurde er mit seinem Truppentheil dorthin verschifft und nahm an der Erstürmung von Taku theil. Kürzlich wurde er. da seine fünfjährige Dienstzeit beendet war. aus der Fremdenlegion entlassen und kehrte nach Deutschland zurück. Dieser Tage traf er in Mainz bei seinen erfreuten Eltern ein. Als er am nächsten Morgen sich auf dem Militärbureau anmeldete, wurde er sofort als Heeresunsicherer eingezogen und einem Infanterie - Regiment zugetheilt. Er muß nun zwei Jahre als gemeiner Soldat dienen, obwohl er die EinZährioen - Berechtigung besaß. Im Ansbacher StadtWalde wurde der Controleur des landwirthschaftlichen Creditvereins für Mittelfranken Adolf Greiner erhängt aufgefunden. Greiner hatte einen Brief zurückgelassen, in dem er erklärt, er könne .die Schande nicht überleben." Recherchen ergaben, daß der Tirector des genannten Vereins. Georg Schneider. sowie der Obmann Dorn vermißt wurden. Eine sofort durch Mitglieder des Aufsichtsraths und Polizeibeamte vorgenommene oberflächliche Rachforschung in den Kassen ergab genügende Anhaltspunkte dafür, daß der Verein schwer geschädigt worden sei. Wie boch sich die Fehlbeträge belaufen, kann augenblicklich noch nicht angegeben werden. Soviel konnte aber bald constatirt werden, daß von dem über 300.000 Mark betragenden Reservefonds nur noch ein geringer Rest vorhanden ist, und daß Fälschungen in den Büchern vorgenommen worden sind. Ein seltsamer Fall hat sich in der dänischen Irrenanstalt

Oringe im südlichen Seeland zugetra-

gen. lim Patient Namer Theodor Petersen wurde im Jahre 189 nach

Oringe gebracht. Seine in Kopenha-

gen woynenve Frau erhielt im Lause des folgenden Jahres zwei Mal vom Oberarzte die Nachricht, daß das Befinden ihres Mannes ein befriedigendes sei. Während der Jahre 1893 und 1899 aaben die Aerzte der Anstalt ibr

fortwährend beruhigende Nachrichten

uoe: ven Zustand des ranken. Da die Frau aber im vorigen Jahre gar nichts von ihrem Manne gehört hatte, richtete sie an den Oberarzt eine schriftliche Anfraae und erbielt im voriaen

Monat die Antwort, daß ihr Mann bereits am 3. Juli 189 qestorben sei! Seit vier Jahren hat sie also über das Befinden eines Verstorbenen regelmäßige Berichte erhalten. Natürlich muß ein grober Irrthum begangen worden sein, jedoch hat der Oberarzt Dr. Helweg trotz aller Aufforderungen noch keine genügende Erklärung über den seltsamen Fall geben können. Zwischen O st e n d e n d Dünkirchen, im Seeöaseorte La Panne ist seit einigen Wochen eine Versuchsstation Marconis für drahtlose 2elegraphie eröffnet,' welche mit den belgischen Posidampfern der Linie Ostende Dover in Correspondenz steht. Dieser Tage nun hat sich diese Einrichtung glänzend bewährt. Der Capitän des Postdampfers Prinzessin Clementwe" traf bei der Ausfahrt nach Dover beim

Feuerfchiff Wylingen ein Schiff an, welches Nothsigna.'e gab. Der Postdampfe? ging so nahe als möglich an das treibende Fahrzeug heran und erfuhr, daß es der mit Holz beladene schwedische Schooner Madora" roc-t. Dieser war aus eine Sandbank aufgelaufen, hatte die Steuerwelle gebrochen, außerdem leckte das Schiff, und cs wäre bereits untergegangen, hatte es nicht di: Eigenschaft seiner Ladung über Wasser gehalten. Der Capitän der Prinzessin Clementine" bedeutete nun der ..Madora", daß er sie nicht schleppen dürfe, für ihre Bergung jedoch Sorge tragen werde. Er ließ so fort den Apparat Marconi spielen, und in de r That bereits eine Stunde später befand sich das Ostender Schleppschiff an der Seite des verunglückten Fahrzeuges

In Forst a. d. Hardt starb dieser Tage ein gediegener Wi?er im 83. Lebensjahre; gesund und fleißig von Jugend auf, arbeitete er von seinem 16. Jahre an mit gutem Hunwr im Felde, aber er lebte entsprechend gut und trank viel Wein. Frll her. beim 80. Geburtstag, wurde gesagt, er habe drei Liter am Tage getrunken, er selbst aber sagte: Ich will ehrlich sein, aber 4 Liter Wein im Durchschnitt waren es doch sicher". Interessant ist nun das Quantum, das er in 72 Jahren getrunken hat. Es kamen aufs Jahr 1440 Liter, gleich 1$ Fuder, also 105 Fuder auf 72 Jahre. Forster Wein, schlechten trank er nicht, auf 800 Mark gerechnet, wären an Weinverbrauch 80.000 Mark. Es ist ja im Preise hochgegriffen, aber im Quantum eher mehr als weniger vertilgt worden. Durch das ganze große Alpengebiet macht sich in dielfachen Formen die Sorge rege, daß das zierliche und doch stolze Edelweiß, die vielgesuchte Königin unter den Alpenblumen, den alljährlichen Raubzügen allmälig erliegen und aus der Alpenflora verschwinden könne. Die verschiedensten Schutzmaßregeln sind schon erörtert und versucht worden, hierbei hat sich die Anlage von Edelweißpflanzungen an geeigneten und eingezäunten Stellen uoch am besten bewährt. Der Präfekt des Jsöre-Departements in den französischen Alpen hat nun da Abreißen und Feilbieten einer ganzen Reihe von Alpenpflanzen verboten. Darunter steht das Edelweiß an erster Stelle, aber mit dem Verbot belegt sind auch Enzian. Cyclamen und Alpenrosen. Ob dieses Verbot fruchten wird, mag bezweifelt werden. Ein altes Sprichwort sagt: s ist nichts so schlimm, als man wohl denkt, Wenn man's nur recht erfaßt und lenkt." Daß dies keine leeren Worte sind, beweist folgende Mittheilung aus Stolp in Pommern. Auf einem benachbarten Gute brach die Maul- und Klauenseuche aus. Die Folge war, daß der tägliche Milchei.trag von den bisherigen 1000 Liter auf 660 Liter zurückging. Bei der sonst üblichen Bezahlung der Milch nach Menge hätte dieser Rückgang bei einem Preise der Milch von 8 Pf. für das Liter einen täglichenVerlust von 28 M. bewirkt. Thatsächlich war jedoch die Einbuße gleich Null, weil der Besitzer seine Milch an eine Molkerei ablieferte, die nach Fettgehalt bezahlt. Denn mit dem Herabzehen der Menge erhöhte sich der Fettgehalt der Milch der erkrankten Thiere und stieg von 3 auf 4j Procent am Tage der geringsten Milchlieferung. '.iflr.tfi Ein seltenes Jubiläum feierte der Glockengießer Hermann Rüetschi in Aarau. nämlich den Guß der 1000. Glocke. Sie ist für die Jakobs5Urche in Außersihl (Zürich) bestimmt. Ein alter Brauch will es, daß nach vollbrachtem Gusse der Meister seine Gesellen zu einem Freitrunk um sich schart; diesmal war es ein kleines Fest, das eines anheimelnden Reizes nicht entbehrte. Aus alten zinnernen Kannen perlt ein köstlicher Wein, der in dem alterthümlichen, wappengeschmückten Stübchen noch besser mundet; der Meister spricht zu seinen Gesellen mit dem althergebrachten du", und noch etwas Anderes gemahnt an die gute alte Zeit: die Stetigkeit der Arbeiter. Es sind Leute da, die über 20. 30. ja selbst über 40 Jahre im Geschäft thätig sind, und vor wenigen Jahren starb ein Gießer, der 66 Jahre ununterbrochen dem gleichen Hause gedient hat. Einer der bedeutendsten englischen Statistiker, Holt Schooling, weist darauf hin, daß während der "letzten 25 Jahre die Geburtsrate nirgends so schnell gesunken ist, als in England, daß England nun im Punkt der Fruchtbarkeit der Bevölkerung von Teutschland weit übertroffcn wird, und daß Frankreich allein eine niedrigere Geburtsrats hat. In der Periode 18741878 war die Geburtsrate für Deutschland per 1000 Personen 40,1. für Großbritannien 34.3; das Mehr für Teutschland also 5.8; heute sind die Zahlen für Deutschland 36.1. für Großbritannien 29.1. Das Mehr für Deutschland steigt also auf 7. Englands Geburtsrate ist natürlieh immer noch beträchtlich größer, als die Frankreichs, die nur 23.9 beträgt. In Deutschland kommen heute 3.6 Geburten auf 100 Personen, in England 2.9 und in Frankreich 2.2. Eine furchtbare F a m i -lientragodie hat sich in Liptodovallo in Ungarn abgespielt. Der Landmann Matyej Dob war vom Jahrmarkt heimgekehrt, hatte den Erlös verkauften Viehs. 600 Kronen in Banknoten, auf den Tisch gelegt und dann das Zimmer für kurze Zeit verlassen. In seiner Abwesenheit bcgann sein dreijähriges Söhnchen, mit den Banknoten zu spielen und zerschnitt sie mit der Scheere. Der eintretende Vater gerieth bei dem Anblick in wilde Wuth. Er nahm das Kind, trug es in den Hof, setzte es auf einen Holzblock und erschlug es mit der Axt. Sein Weib, welches ihr einjähuges Töchterchen in der Küche badete, eilte auf das Geschrei des Knaben ter bei; bei dem furchtbaren Anblick, den ihr in Todeszuckungen sich windendes 5lmd bot, wurde sie vor Entsetzen vom Schlage gerührt. Die Unglückliche starb auf der Stelle. Mittlerweile war das im Waschtrog sitzende Töchterchen ausgeglitten, es oerieth unter Wasser und ertrank. Der" Kindesmörder begab sich sodann in's Zimmer zurück und erhängte sich an einem Balken,

Vom Jnlande.

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Das g r'ö ß te F l off, welches je auf dem Ohio schwamm, liegt jetzt fest verankert an der Grecn River Mündung. Vor einiger Zeit sti-g das Wasser im Kanawha Flusse unerwartet schnell und hoch. Die Folge war, daß Tausende von Sägestämmen. meistens Pappelholz, von dem Wasser weggeschwemmt wurden. Da diese Stämme einen großen Werth haben und gegen zwei Millionen Fuß Bretter liefern, so wurden alsbald Anstrengungen gemacht, um die ungewöhnlich großen Stämme wieder zu bekommen. und diese Anstrengungen blieben nicht ohne Erfolg. Die wieder gewonnenen Stämme wurden zum größten Floß gemacht, welches je zu sehen war. und ein Mann Namens Wilson traf dort ein, um es im Namen der Eigenthümer des Holzes zu übernehmen. Der Dampfer Jngleside" wurde igagirt. um das Floß nach der Mündung von Green River zu bringen, bis weiter darüber verfügt wird. Der 22 Jahre alteFrank Fischer in Easton. Pa., machte die Entdeckung. daß George Gardner seiner (Fischer's) Ehefrau mehr Aufmer!samkeiten erwies, als gerade nothwendiz. Neulich Abends traf Fischer das Paar auf der Straße und fragte seine Frau, ob sie Gardner ihm vorziehen würde. Ungenirt antwortete diese, daß Gardner ihr lieber sei. Fischer machte nicht viel Federlesens und erklärte Gardner, daß er die Frau haben könne, wenn er ihm 50 Cents für dieselbe bezahle. Gesagt, gethan! Gardner zahlte die verlangte Summe, worauf Fischer's Frau sich nach ihrer bisherigen Wohnung begab, ihre sieben Sachen zusammen packte und sich nach ihrer neuen Heimstätte begab. Frau Fischer ist 20 Jahre alt; ihr neuerEhemann ist zwei Jahre jünger. Am Tage darauf hatte Fischer den halben Dellar verkneipt und nun reute ihn de? Handel, worauf er denselben rückgänging machen wollte.allein dvon wollte Gardner nichts wifen. ElenddesHungersgestorben ist Jakob Kuntz. ein alter Sonderling und Geizhals, welcher seit Jahren in einer armseligen Hütte auf seinem Besitzthum von 80 Acres Land nicht weit von Peoria. Jll., wohnte. Er wurde vor seinem Küchenherde liegend, todt aufgefunden. Kuntz. von Geburt ein Teutscher, befand sich seit etwa 35 Jahren in diesem Lande und wohnte die längste Zeit in der Gegend von Harter- Corners. Er war als menschenscheuer Sonderling seit Jahren bekannt und hatte mit seinen Nachbarn irenig oder gar keinen Verkehr. Zuerst als Farmarbeiter beschäftigt, erwarb er sich später selbst ein Anwesen von 80 Acker, worauf er eine elende Hütte errichtete. Seine Leiche wurde von seinem Bruder und dessen zwei Söhnen aufgefunden. Diese merkten, daß seit mehreren Tagen kein Rauch aus dem Schornstein des Hauses aufstieg, und beschlossen eine Untersuchung anzustellen. Als sie in's Haus traten, fanden sie Kuntz todt auf dem Boden liegen. Ter Coroner stellte fest, daß der Tod von Kuntz durch Mangel an Ernährung herbeigeführt worden ward. Kuntz hatte nicht nöthig, ein kümmerliches Dasein zu führen, wurde doch die Summe von $456.50 in seinem Hause vom Coroner aufgefunden; auch waren seine 80 Acres weithvollen Landes ganz schuldenfrei. Aus dem Leben gja?icicrt ist im Alter von 82 Jahren in Brooklvn. N. I.. eine deutsche Greisin Namens Anna Lettau. die das furchtbare Minnesota - Massacre im Jahre 1862 mitgemacht bat. Im genannten Jahre lebte Frau Lettau, die damals m ersicr Ehe mit einem Manne Namens Karow berheirathet war, auf einer Farm in der Prairie, nahe der Ansiedlung Redwood Falls, und nicht weit entfernt von einer Ansiedlung der Sioux-Jn-dianer. denen damals im Staate Minnesota ein5 größere Reservation eingeräumt war.' Das Anfangs bestehende gute Einvernehmen Zwischen den Ansiedlern und den Nothhäuten wurde jedoch gestört und im August 1862 überfielen die Siour mordend und brennend die Blockhütten von Redwood Falls. Ein Schwärm Indianer hatte

auch das Haus der Familie Karow !

umzingelt. Karow stellte sich mit gespannte? Büchse an das Fenster und bedeutete seiner Frau und den Kindern. sich zu flüchten, er wolle ihnen die Rückzugslinie decken. Während die Frau mit zwei Kindern durch die Hinterthüre entkam, hielt Karow die rothen Kerle mit seiner Büchse in Schach, bis er selbst von einer Kugel niedergestreckt war. Mittlerweile, war die Frau auf der Flucht zu einem kleinen Flüßchen gekommen und hielt sich dort versteckt, bis die Indianer ihr bestialisches Werk verrichtet hatten und abzogen. Zurückgekehrt zu den Brandruinen ihres Blockhauses fand sie die verstümmelten Leichen ihres Mannes und des zurückgelassenen jüngsten Kindes, sie begrub sie und dann wandte sie sich mit ihren Kindern, unterstützt von Verwandten, nach dem Osten, wo sie sich später in zweiter Ehe mit Wilhelm Lettau verehelichte, dem sie zwölf Kinder gebar. Frau Lettau die in Grünau bei Berlin geboren war. verbrachte ihren Lebensabend im Hause ihres Sohnes William Lettau, No. 149 Vierzehnte, Straß: in Arootlyn.

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