Indiana Tribüne, Volume 24, Number 145, Indianapolis, Marion County, 11 February 1901 — Page 5

Jndwna Tribüne. II. Februar 1901.

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Lokäl-Nachrichten.

Zj Der Hcrman Lieber Arbeiter Nnterstühungs-Berein wird morgen sei nett zweiten Maskenball in der Germa nia Halle abhalten. CT Otis Harvcy und Tavid Gatter, zwei Insassen des ArbcitsHauses, sind letzte !acht aus demselben entflohen und noch nicht wieder . tinge sangen. Wird cr Wort halten?

Wm Doylc von No 502 Ost Georgia Str erschien heute Vormittag mit seiner Frau im Dispcnsarium. Dieselbe hatte aus Gram darüber, daß er dem Trunke ergeben war, eine Dosis Morphium verschluckt. Dr. McGaughcy wandte geeignete Gegenmittel an, um die Frau außer. Gefahr zu bringen. Wilhelm aber schwur hoch und theuer, in seinem ganzen ferneren Leben eine Häringsseele noch an Nüchternheit zu überbieten.

Verlangt.

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Von der cgijlotiir. Senat. Die rcpub:i!.tnifchcn Senatoren beschlossen, ciilmüthig für die Fort Wayne Chartrr Bill znstin:nlcn. Tic Dcmolretcn sind dac?ccicn, düh dcm Gouverneur die ?)?acht verliehen wird, die Polizei- nnd Fcucrwchr-lionintissärc zu ernennen. H a u s. T .?aus txat erst heute Nachmittag ii, r.g. Ebenso wie die rcpubli kanischcn Senatoren werden auch die republikanischen Repräsentanten für die

Fort Wayuc Charter Bill stimmen.

Tas Arbeitshaus aufs Neue unter Quarantäne gestellt. Bei dein im Arbeilshause inhastirten Farbigen Charles Wilson brachen heute Morgen in milder Form die Blattern aus. In Folge dessen wurden sofort die nöthigen Vorsichtsmaßregeln gctrof fen und die Anstalt auf's Neue unter Quarantäne gestellt.

Der

?er Prciskampf in Cincinnati.

culc Nachmittag wurden die Argu mcnte der Anwälte geschlossen nnd Rich. tc? Hollistcr nahm den Fall unter Be rathung. Wahrscheinlich wird derselbe morgen seine Entscheidung abgeben Solitc dieselbe sür die Verklagten gün. sncj lauten, so erwarten die Klager, daß der Gouvernör ihnen zur Hülfe kommen wird. Eine Appellation an das Su prcmeGcricht würde momentan nichts nühcn, da dasselbe sich bis zum 19, ds. Mts. vertagt hat. In der Sängcrfcsthalle fand gestern unter den Auspizien der Sängcrscst Athletik Association ein großartiges Schauturnen statt, welchem über 3000 Personen beiwohnten. Auf Mayor Fleischmann wurden Hochrufe ausgc bracht und dem in der Halle anwesenden Preisborer Gus Ruhlin. dem Riesen von Akron", wiude ein cnthu siastischcr Empfang zu Zljcxl.

Jndicuapolis Mönuerchor. Gestern Nachmittag sollte eine Vor stands Sitzung stattfinden, dieselbe fiel jedoch aus, da verschiedene Mitglieder des Vorstandes zum Arrangements Komite für den Maskenball gehören und mit den Vorbereitungen für denselben beschäftigt waren. Dasselbe macht hiermit noch speziell aufmerksam, daß nuk Mitglieder mit ihren Damen an dem Ball theilnehmen können ferner wünscht es zur allgemeine Kenntniß zu bringen, daß' der auf en Einla duugslaiten 'gebrauchte Ausdruck : "Fancy costume" nicht in der Weise ausgelegt werden soll, als ob alle Theiluehmer, resp. Theilnehmerinnen an dem Balle ausschließlich in Phanta sieKostüulen erscheinen müssen, sondern es ist geneint, daß ein Jeder vollständig maskirt sein muß. Charaktermnsken lrhalten selbstverständlich mit Vergnügen Einlaß, aber Dominos sind strenge ver pönt. Die Quartiermacher Franz Happers berger und Paul Krauß sind gestern aus Bust'alo zurückgekehrt. Im Hotel Staf ford belegten die beiden Herren Quar tier für vierzig Vereinsmitglieder. Sie werden in genanntem 5)otel als Logir brüder die Herren vom Elevelander Ge sangrerein antreffen. Als Hauptquar tier für den Zndianavolis Münnerchor und den Cincinnat' iederkranz ist Weyand's Halle an der Maine Straße, gegenüber der Musikhalle, bestimmt worden.

Pennsylvania kurze Linien. Zu den Mardi Gras Festlichkeiten in New Orleans, Mobile, Pcnsacola, ver laufen die Pennsylvania Linien Aus flug'Tickets zum einfachen Fahrpreise für die Rundfahrt vom 12. bis ein schließlich 17. Februar, gültig zur Rück fahrt von New Orleans, Mobile oder Pcnsacola aus, nicht später als den 7. März. Tickets und Einzelheiten beim nächsten Pennsylvania Ticketagent' oder W. W. Richardson,'D.P' A. ' Indianapolis, Jnd.

der amerikanischen Botschaft dieses Gerücht nicht bestätigt.

wurde

Depeschen. Großer Bahnunfall. D e c a t u r, Ind., i i. Febr.

Lim. Pass. Zug No. 3" der Chicago & Eric Bahn, entgleiste heute Morgen 12 Meilen östlich von hier bei Wrcnn, O., und stürzte über die Böschung. Im Zuge befanden sich 125 Passagiere. Einer derselben wurde getödtet, viele sind verletzt. Ein Hilfstrain ging von hier und von Huntington nach dem Schauplatz des Unglücks ab. Einzelheitcn fehlen. Bei einem Feuer umgekom. men. Boston.' 11. Febr. Nora Hart, ein fünf abre altes Kind, und Frar

Frances Riley. eine 50 Jahre alte Witt-

we, fanden der einem euer ryren .00 das in einem 4stöckigen Wohnhause ai der Harrison Äoenue ausbrach. Außerdem wurden fünf Personen schwei verletzt. Harris Levin und seine Frau sini unter dem Verdacht verhaftet worden das Feuer angelegt zu haben. Da! Ehepaar und seine vier Kinder warer nämlich sofort nach Ausbruch dej Feuers verschwunden. Levin hatte ir

dem Gebäude emen cyuylaoen. Die Flammen verbreiteten sich st schnell, daß viele Leute vor Angst zun Fenster hinausspringen mußten. Andere wurden, vom Qualm bewußtlok gemacht, von den Feuerwehrleuten in! Freie getragen. O l e a u , 3)., 11. Febr. Di, Querinsche Lohgerberei in Ost-Ol,ea wurde Sonntag durch Feuer zerstört Der Schaden beläuft sich auf 120,000 Etwa 150 Personen werden arbeitslos N e w Y 0 r k , 10. Febr. Angekom. men: La Champagne" von Havre. Potsdam" von Rotterdam und Bou logne. Umbria" von Liverpool und Queenstown. Abgegangen: Statendam" nach Boulogne und Rotterdam, .Minneapolis" nach London.

Alsserenzen. P e k i n g . 11. Febr. Graf Wal dersee ist sehr unzufrieden mit den französischen Truppen bei Tao Ting Fu. die trotz seines Protestes eine Expedition vorbereiten, um von der Provinz Shan Si Besitz zu ergreifen. Er ist der Ansicht, daß Expeditionen nur zu Polizeizwecken unternommen werden sollten, während Friedens-Untei-Handlungen im Gange sind. General Bailloud, der französische Kommandeur in Pao Ting Fu, erklärt, er handle ganz unabhängig und glaube, es sei zweckmäßig, die drohende Rebellion im Keime zu ersticken. Er sei wiederholt von Chinesen angegriffen worden und vertrete den Standpunkt, denselben bt Starte der Ausländer zu zeigen, wenn ?mmer sich eine Gelegenheit dazu bietet. Ein Stabsoffizier, den Graf Waldertt zur Untersuchung der Angelegenheit abgeschickt hatte, berichtet, er könne kei Beweise dafür finden, daß Chinesen die, Franzosen angegriffen hätten. Shanghai, 11. Februar. Es verlautet, daß die Kaiserin Wittwe fcern dringenden Wunsche der answäriigm Mächte ' nachgegeben und dem Kaiser Kwang Su erlaubt hat. Irie Zügel der Regierung wieder zu uberneh ruen. Es wird behauptet, daß die Bozer sich wieder in großer Zahl in Peking einfinden. Nichi ganz so schlimm. S t. P e t e r s b u r 9, 11. Februar. Amtlichen Berichten zufolge kamen bei den großen Naphthe-Bränden 17 Personen ums Leben. Der Gesammtschaden wird 1,200.000 Rubel nicht übertteiaen. König Edward alö Usu. pator bezeichnet. London, 11. Febr. Die Daily Mail" meldet heute: An dem Tage, an welchem die Königin Victoria starb, wurden an dem Thore des St. James Palasts und an der Guildhall Zettel angeschlagen, auf denen Edward VN. als Usurpator hingestellt undMary IV. als rechtmäßige Königin bezeichnet rourdc. Man glaubt, daß ein Mitglied der Jqcobiter-Liga die That begangen

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E i n Negergelyncht. Paris, Ky., 11. Febr. George Earter, ein Neger, der vor drei Wochen einen Angriff auf Frau Lake Board ge macht hatte, wurde heute Morgen um 2 Uhr von einem aus ö0 Köpfen beste henden Mob ans ' der Jail genommen und an einen eisernem Pfosten vor dem Eourthause aufgeknüpft. Jrau. Maybrick. hegnadigt ? London, U. Fcb Gerüchtwcise verlautet, daß König Edward die Amerikancrin Frau Florence Maybrick, die wegen Ermordung ihres Gatten zu lc-benölänglicher-Zuchthausstrafe verur-

theilt worden ist, begnadigt hat. ?n j

Aus dem deutschen Retey. Berlin, 9. Febr. Im Augenblick beschäftigt man sich hier fast hauptsäcklich mit den Beziehungen zwischen Teutschland und England und den Modifikationen, welche sie in Folge des Besuchs des Kaisers Wilhelm in England erfahren haben. Auch beschäftigt man sich immer noch sehr viel mit dem Verleihen des schwarzen Adler-Ordens an den britischen Feldmarschall Lord Roberts. Die Bevölkerung drückt sich darüber privatim noch viel schärfer aus als die Presse. In hohen offiziellen Kreisen wird erklärt, daß die Dekoiirung Lord Roberts nur eine persönliche Bedeutung sei, da der Kaiser Wilhelm damit seiner Hochschätzung für Lord Roberts als Soldat und Mann Ausdruck geben wollte. Der Angelegenheit wird keinerlei politische Bedeutung beigelegt; es wird aber zugestanden, dost die Handlungsweise des Kaisers auf den Wunsch zurückzuführen ist, der Bitterkeit in den Beziehungen zwischen beiden Ländern ein Ende zu machen. Wie die Presse die Sache auffaßt, geht unzefähr aus der folgenden Aeußerung der ..Kreuzzeitung" hervor : Wir können nicht einsehen, warum der Boerenrernichter Lord Roberts von oem Kaiser in so hervorragender Weise ausgezeichnet werden sollte, und auck. i?arum der Kaiser, nachdem er vor fünf Jahren von den Offizieren seines britischen Regiments so furchtbar beleidigt worden ist. ihnen jetzt so große Aufmertsamkeiten erweisen sollte." Auch die anderen Zeitungen drücken ich in ähnlichem Sinne, aber meist sehr vorsichtig aus. Die Berliner Neuesien Nachrichten" halten England, das in Südafrika so außerordentlich aeschwächt worden, für eine wenig wünlchenswerthe Allianz, gestehen aber zu, ?aß England vorläufig noch das Meer

beherrsche und im Stande sein wurde, oen Weg nach den deutschen Kolonien ;u blockiren und es daher immerhin reise für Deutschland sei. wenigstens zuf friedlichem Fuße mit England zu leben. Der Umstand, daß der Landtag die 5Zanal - Vorlage an einen aus 2$ Mitgliedern bestehenden Ausschuß verdiesen hat. der zum größten Theil aus Äegnern der Vorlage besteht, bedeutet nichts Gutes für die Vorlage. . Die zanze konservative Presse bekämpft die Lorlage. . In der Versammlung des landwirthschaftlichen Raths sagte Baron Von Wangenheim, der Präsident des Vereins der Landwirthe, daß erhöhte Getreide - Zölle allein nicht für die Hebung der Landwirthschaft genügten. Nachdem die höheren Zölle gesichert seien, müsse man die Kontrolle über den Äetreide - Markt und die Börse erlangen. um die Preise diktiren. und den Zwischenhandel auf ein Minimum beKränken zu können. Die Preußische Jahrbücher" (streng konservativ). enthaltenArtikel. die Hjalinar Schacht unterzeichnet sind, und auf die künftigen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ver. Staaten Bezug haben. Der Verfasser erklärt darin, daß Deutschland sich sofort für einen Zollkrieg mit den Ver. Staaten vorbereiten solle, und fügt hinzu, daß die Ver. Staaten ohne Weiteres Deutschland bessere Bedingungen geMähren würden, wenn sie sähen, daß Deutschland für den Kampf bereit sei, während man in Washington über einen kinsachenProiest nur lache. Die Kreuzzeitung" schließt sich dieser Ansicht an. Der höchste preußische Gerichtshof hat am Montag entschieden, daß eö gesetzlich sei, wenn in den Städten nochmals eine Inspektion von amerikanischem Fleisch verlangt werde, nachdem die erste befriedigende Inspektion in dem Einfuhrhafen stattgefunden hat, und die bezüglichen Polizei-Regulatio-nen vom Jahre 1897 in diesen Fällen gültig seien. Es handelte sich hier um die Appellation eines Händlers in Kolmar. Pommern, der gezwungen wurde, nochmals für eine Inspektion zu bezahlen, obgleich das von ihm feilgebotene Fleisch in Stettin untersucht und für gut befunden worden war. Die Berliner National-Gallerie hat kn London zwei aus der Peel'schen Sammlung stammende berühmte Por traits von Van Dyck. zwei Mitglieder der Ginstiniani-Familie darstellend, für 502.250 Mark angekauft. Leutnant Rueger vom 17. Jnfan-terie-Regiment ist in Metz von einem Kriegsgericht zu 12 Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt worden, weil er den Hauptmann Adams todtgeschossen hatte, während die Arrangements für cln Duell zwischen den beiden Offizieren getroffen wurden. Aus C.ina. Peking, 9. Febr. Die Familie des früheren Ministers für auswärtige Angelegenheiten, Lu Sen, der auf Befehl der Kaiserin-Wittwe hingerichtet wurde, weil er sich geweigert, sich er gegen die Ausländer gerichteten Bewegung anzuschließen, hat bei der internationalen Regierung in Peking gegen den katholischen Bischof Favier, der sich jetzt in Frankreich befindet, schwere Anklagen erhoben. Diese lauten, daß der Bischof an dem Tage nach der Aufhebung der Belagerung der Gesandtchaften das Haus der Familie um Geld und Werthsachen im Gesamtbeträge von einer Million Taöls ($700,00)) beraubt habe. Der Bund der' Räuber und Plünde-

rer aus dem Civilstand ist w Folge von

Zwistigkeiten," die .bei dem Vertheilen der Beute entstanden sind, auz dein Leim gegangen, und es ist jet,! eine Möglichkeit vorhanden, daß di: beraubten einen Theil ihres EigenicnZ zurückerhalten. Ein hoher Offizi:r machte dieser Tage die Bemerkung, dsjj wenn nur der zehnte Theil der die Ausländer erhobenen, auf Meid und Raub lautenden Anklagen bew'.esen werden 'könnte, was nicht zu den UnWahrscheinlichkeiten gehöre, das so genannte Christenthum alle Ursache ha den würde, sich vor der ganzen Welt zu schämen. Die Familie Lu Sen's erklärt, daß sich das gestohlene Eigenthum jetzt inr Besitz des ersten Sekretärs der amerikanischen Gesandtschaft. Herbert L. quiers, befinde und demnächst fortge schickt werden solle. Die Arbeit der Zusammenstellung her amerikanischen EntschädigungZForderungen ist jetzt vollendet. D:t Vesammtbetrag privater Forderungen stellt sich auf 5800.000 in Gold. Mit Ausnahme von Forderungen einiger öeschäftshäuser. die etwa $300.000 beiragen, schließt der früber genannte Be !rag Ansprüche der Missions-Gescll-'chaften ein. Forderungen dieser Ge 'ellschaften zum Betrage von etwa k250,000 vertheilen sich folgendermazen: Women's Foreign MissionarySo !iety, $38.296; Presbyterian Board of Nissions, $35,135; American Board )f Foreign Missions for North China, 564.410; PresbyterianMission in Pao. ing-Fu. $11.850; NorthChina Metho. :ist Mission, $75.720; Young Men's Christian Association. $1160. In diesen Beträgen sind nicht alle Schadenersatz-Forderungen der Misionen eingeschlossen, da die Missionäre :uf eigne Faust chinesische Städte uner Kontribution stellten. H 0 ng ko n g . 9. Febr. Eine Depe 'che aus Kanton sagt, daß vier Chine en, die verkästet worden waren, weil ie mehrere Deutsche bei Kun-Chuk anzegriffen hatten, hingerichtet worden 'eien.

Dieselbe Tepescbe kündigt die An

iunft des neuen Vizekönigs von Kan cn an. Die chinesischen Zeitungen er !lären die Ernennung des Vizekönigs

?er zur Fortschrittspartei gehört,, im

llllgememen für gut. B e r l i n. 11. Feb. Eduard Bern tein, der bekannte sozialistische Schrift steller. gegen den vor 20 Jahren ein Haftbefehl wegen politischer Vergehen :rlassen wurde, ist jetzt nach langem, llufenthalt in London nach hier zurück zekehrt. Der Hastbefehl verfiel am 31. Januar. Gari Melchers und Phil. Scharwenka sind zu Mitgliedern der preußische Ukademie der Künste erwählt worden. In München hat Professor Max vo pettenkofer. der bekannte.Hygieniker.der im 3. Dezember 1818 geboren wurde, in einem Anfall von Trübsinn Selbst, Tiord begangen, indem er sich erschoß.. - Der Bund der Landwirthe tritt demnächst hier zu seiner Jahrcl-versamm lung zusammen. Sir Evelyn Wood's Mis sion. L 0 n d 0 n. 9. Febr. Etwas Wich, tiges wird anscheinend in der nächsten Zeit mit Bezug auf die Wiederherstel. lung des Friedens in Südafrika gesche hen. General Sir Evelyn Wood, der nach der für die Engländer fo verhäng, nißvollen Schlacht am Majuba - Berg, der letzten Schlacht in dem Boerenkriege von 1880 1881. das Arrangement, mit den Boeren zu Stande brachte, geht in besonderer Mission nach Südafrika,, wahrscheinlich als Spezialkommissar,. wodurch er in den Stand gesetzt würdet mit den Boeren - Generälen zu unter handeln. Seine Ernennung wird ihn zum that f'arHchen Nachfolger Lord KitchenerZ M en, der wahrscheinlich bald abgelöst und zum Oberkommandeur der Trup. pen in Indien ernannt werden wird. Der Plan der. wie man in den am besten unterrichteten Kreisen glaubt, im Gange ist. um dem Kriege ein Ende zu machen, ist ohne Zweifel der Jnitia tive des Königs zuzuschreiben, der in dieser Angelegenheit den Rathschlägen des Kaisers Wilhelm Gehör gegeben haben wird. Von den Philippinen. Manila, 9. Febr. Fünfzig Amerikanerinnen und 200 Filipino-Frauen haben am Samstag im Libertad Theater eine Frauen-Friedens-Liza organlsirt. Das Exekutiv - Kommittee wird sich am Dienstag in der Wohnung der Gattin des Richters Taft versammeln, um die Organisation zu vervollständi gen. Dr. Schön st e d t unterstützt. Das Unterhaus dcö preußisch;. Landtags bewilligte am Samstag der Justiz-Etat. nachdem das Haus sich mi.' den Prinzipien einverstanden erklärt, die bisher der Juflizminister. Drl Schönstedt, bei der Besetzung von Assessors- und Notariats'Stellen befolgt hatte. Es handelte sich dabei um die Nichtberücksichtigung der jüdischenKan didaten. Die Freisinnigen und die Po len bildeten die Opposition. Arsenikhaltige Glukose. . M a n ch e st e r , England. 9. Febr. Einer hiesigen Brauerei wurden 1980

Pfund Schadenersatz gegen eine Firma

zugesprochen, die. lhr arsemkhalhge Glukose geliefert hatte. Es ist dies daö erste Urtheil seit, dem Bekanntwerden der Fälle von Veraiftuna infolae deö

Venuffes von Bier. 4