Indiana Tribüne, Volume 24, Number 144, Indianapolis, Marion County, 10 February 1901 — Page 3
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Lniana Tribüne, Sonutag, 10. Februar 1901.
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All !IM Kege. Äkcinan aus dem Nachlüffe HanZ Wachcnhusens. (6. Fortsetzung. Mathilde Schenck hatte sich tnjtoz scken reranchirt für die ihr von ihm ezcigte Gleichgiltigkeit. und das war !hr eine Genugthuung. Sie hatte diese Mär auch schon überall erzählt, -um jeden Verdacht von sich abzulekUn. Als die beiden Damen sich empfohlen hatten, saß Mary tief sinnend ta. Ja. Jenny erschien ihr gerechtferiigt! Von der ersten Liebe hatte die Goliermann nichts erwähnt, sie wollte dies aus Schonung für die Schwester für sich behalten, wenn sie auch Erich davon gesprochen hatte. Der Abwesenden wollte sie nichts Böses ar. dieser Stelle nachsagen. Mary überlegte, ob sie dem Oheim avon sagen solle, der ihn gern zu haden schien. Sie wollte schweigen, 'docb er mußte ja Alles wissen, und so erzählte sie ihm denn, als er nach Hause kam. Das hat Dir natürlich die Schwarze mit ihren glitzernden Augen erzählt?" fragte er. Weißt Du. Kind. ich. habe die Vermuthung, als sei die Eifersucht mit im Spiel, oder vielmehr, als wolle sie ihm etwas am Leuge flicken, weil er, wie es den Anschein hat, nichts von ihr wissen will. Ich werde ihm doch auf den Zahn fühlen. natürlich aber die Quelle einstweilen verschweigen, die ich für sehr trüb halte. Warum warnte sie ihn denn in jener Soiree vor Gefahr? Ich sah keine solch; es müßte denn sein, daß sie sogar auf Dich eifersüchtig ge Wesen wäre. Eifersucht scheut ja vor keiner Dummheit zurück." Mary erröthete leicht bei diesen Worten. Der hämische Blick, den ihr diese junge Frau im Gastsalon des Hotels zugeworfen, war ihr nicht verständlich gewesen und jetzt wieder ihre Aufdringlichkeit! Sie konnte ihr Kominen nicht anders bezeichnen und war mit sich zufrieden, daß sie ihre Einladüng abgelehnt hatte. Doch aus der Luft gegriffen konnte sie ihre Mittheilunz unmöglich haben. Es handelt sich ja schließlich nur darum, wie viel Veranlassung er Jenny zu ihrem Entschluß gegeben", sagte sie nachdenkend. Wie ich mir sie ach dem Bilde vorstelle, das ich geszhen, kann ich sie nicht für so unvernünftig halten. Schon die Furcht vor dem Eklat hätte sie .zur Besonnenheit zwingen müjien." Und die Rücksicht, die Liebe für ihr seine, zählst Du die gar nicht?" Freilich!" Mary konnte hingegen nichts erwidern, aber daß etwas Schweres vorgefallen sein müsse, davon behielt sie die Ueberzeugung. Sie wußte nicht, wie sie ihm hiernach begegnen solle. Vielleicht war es nothwendig. ganz mit ihm zu brechen. Am Abend sandte Erich eine Karte unter Couvert des Inhalts, daß er unvorhergesehen für einige Tage verleisen müsse. Sollte man nicht glauden. er habe schon gehört", fragte sich Mary. Will er einer Nechtscrtizung aus dem Wege gehen, da er vielleick:t erfahren hat. daß die Frau Schenck bei mir gewesen ist?" . . . Doch der Oheim hatte Recht, die Quelle war sehr trüb. Sie wollte erst weiter hören.
12. Unglllcksbotschaf!. Der Winter hatte sich spät, aber mit großer Gewalt eingestellt. Es herrschte starker Frost, der Schnee lag fußhoch in den Straßen und wurde vom Winoe über die Dächer geschütitt Zwischen dem Consul, der sehr über seine Gicht klagte. Mary und Erich bestand ein ziemlich kühles Verhält--niß; sie verstanden sich nicht mehr seit seiner Rückkehr. Er hatte das Mädchcn etwas schweigsam gefunden, auch bemerkt, wie sie ihn zuweilen anschaure. als wolle sie in auf sein Gewissen etwas fragen; und doch hatte sie geschwiegen. Er errieth, daß man ihr etwas Nachtheiliges über ihn gesprochen, hielt es aber nicht für seiner würdig, die- erfahren zu wollen. Auch der Consul war zwar immer von derselben Artigkeit, doch stieß er zuweilen in der Unterhaltung ein verstimmtes Hm!" aus, als wolle auch er auf irgend etwas die Rede bringen, ohne trotzdem darauf zu kommen. Dabei erwähnte der Consul gern, daß er wieder nach Moskau zurückkehren möchte, aber seines Befindens halber das Frühjahr abwarten müsse. Der Frau Schenck war Erich mehrmals in der Gesellschaft begegnet. Sie hatte sich ziemlich fremd gestellt. Frau Gcltermann hatte ihm hingegen viel Liebes gesagt, was er natürlich dem nichtigen Werthe ncch tazirte. Er sagte sich, daß diese Beiden Jennys Schwester zu Liebe gegen ihn conspirirten, von der sie jetzt überall des Lobes so voll waren, und das ließ ihn annebmen, daß sie mit dieser intim geworden waren. Das aber stimmte ihn auch gegen Mary. Wochen waren so vergangen. Der Consul hatte inzwischen Nachricht von seinem Correspondenten erhalten, doch die war wenig befriedigend. Man hatte die Adresse der Handelsfrau Stockers aufgefunden, die aber hatte nach dem plötzlichen Tode ihres Mannes das Geschäft verkauft und war fortgezogen, man wußte nicht, wohin. Allerdings hatte man eine Zeit lanz eine blonde, junge Dame mit ode: bei ihr gesehen, doch auch von der gab es keine Spur mehr. Man werde indeß
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eifrig nachforschen, schloß die Nachricht. Das ist so viel wie gar nichts !" brummte, der Consul. Mi? unbegreiflich, wie sie aus einem warmen Heim sich so hinausstürzen konnte in die' kalte Welt, förmlich in's Blaue. Und wie sie finden? Diese beiden Frauen waren in dem großen Babel, in New Jork. wie zwei Sandkörner, die der Sturm verweht! Ein rabiater Entschluß! Man muß nothwendig auf tiefere Beweggründe schließen, die sie dazu brachten! Haben Dir denn die beiden Damen, ihre Freundinnen, l?inen näheren Aufschluß üb ihr Wesen, ihr Naturell gegeben?" Mary schüttelte traurig den Kopf. Sie waren ganz entzückt von ihr. Die Eine äußerte nur, sie habe gegen sie Begangenes nicht vergeben können." Aber vergessen sollte man können in der Ehe. sollt' ich meinen! Nament lich. wenn es wahr ist. daß sie eine erste Liebe im Herzen hatte! Wer sagt uns denn, ob zwischen ihm und dieser jungen Wittwe nicht auch eine solche bestand und ich sagte Dir ja, ich halte sie für eine sehr trübe Quelle. . . Uebrigens warten wir weitere Nachrichten ab!" Mary war schwer bewegt durch diese Botschaft. Jenny war also ohne sicheren Anhalt gewesen, nur auf ihre Schmucksachen angewiesen, die sie mit sich genommen, wie ihr Erich gesagt. Hatte sie Freunde gefunden, die sich ihrer angenommen? Die beide Schwestern, schon so früh von einander getrennt, hatten kaum je an einander gedacht, jetzt aber gemahnte Mary Alles an die, wie es ihr erschien, Verlorene, die sie doch hier wieder zu finden gehofft hatte. Seit sie ihr Bild gesehen, hatte sie sich an ihr Andenken geklammert; sie sah sii vor sich und der kleine Harry. ihr Kind, that ihr so leid. Seltsamerweise hatte Jenny ihre Schwester immer wie eine Verschollen: betrachtet, und jetzt erschien sie selbst dieser als eine solche. . . Die Tage verstrichen wieder. Der Consul mußte alle Einladungen absagen; Mary fühlte sich oft sehr vereinsamt. Erich gab ein Uebermaß von Geschäften vor. Er kam' wohl, doch blieb er niemals lange. Es lag etwas zwischen ihnen, auf das die Rede nicht kam. Man hatte ihm auch von den Nachforschungen nichts gesagt: 12? hatte Mary auf der Promenade mit Mathilde Schenck zusammen gesehen und die verabscheute er jetzt förmlich. Das war auch einer derGründe.die ihn bestimmten, nur selten zu kommen, wie sehr es ihn auch sonst zu Mary gezogen haben würde. Eines Tages kam er Nachmittags, ward aUx nicht angenommen, da der Consul sehr leidend und Mary um ihm beschäftigt sei. Er hielt das nicht für ausreichend, ihn abzuweisen und ging verdrossen. Inzwischen saß Mary in des Oheims Zimmer. Es war eine sehr betrübende Nachricht gekommen, die sie zu Thränen gebracht hatte. Der Corrcspondent in New Jork hatte nämlich gemeldet, man habe die Frau Stockers in Hoboken aufgefunden. Sie habe ausgesagt, Jenny Ewers habe sich von ihr getrennt, um allein nach dem Westen zu reisen. Auf weitere Nachforschungen habe sich ergebcn. daß in den Rocky Mountains in der Näh einer deutschen Ansiedlung, von der sie sich wahrscheinlich ohne Begleitung zur Bahnstation habe begeben wollen, ein junges Weib erschlagen und ausgeplündert gefunden worden, dessen Wäsche mit J. E. gezeichnet gewesen und bei dem man ein Zeitungsblättchen in deutscher Sprache gefunden habe. In der Ansiedlung erlangte Auskunft habe ergeben, daß die Verunglückte erkrankt den Bahnzug verlassen, sich einige Tage aufgehalten und dann zur Bahn gegangen sei, um nach Californien weiter zu reifen. Sie sei eine Deutsche gewesen und habe eine Schwester in San Francisco aufsuchen wollen, sei aber wahrscheinlich von Rowdics überfallen worden, die Geld bei ihr vermuthet. Es sei nun mit einiger Bestimmtheit anzunehmen, fügte der Corrcspondent hinzu, daß diese Unglückliche die Gesuchte sei, da die Zeit mit den Angaben der Mistreß Stockers übereinstimme. Tief trauernd saß Mary da. Die Zeit stimmte; es war also kaum ein Zweifel möglich; nur die Buchstaben j. K. erschienen ihr fraglich, da man die Initialen J. S. hätte annehmen sollen. Wenn sie mich in San Francisco hätte aufsuchen wollen!" rief sie, ihre Thränen trocknend. Niemand hatte ihr wahrscheinlich von unserem Wegzuge von dort gesagt!" Da eben ward ihnen Erichs Besuch gemeldet, während der Consul noch sinnend das Papier anschaute. Wir können ihm unmöglich. . sagte er. Laß uns erst überlegen, was wir thun sollen!" Erich ward also abge.viesen, ohne eine Ahnung von so wichtiger Botschaft zu haben. Beide saßen inzwischen schweigend. Daß der Zeitpunkt so genau stimmte, das war's, was den Consul veranlaßte, zu glauben, obwohl es an näheren Angaben fehlte. Dergleichen Morde kamen ja in jener Felsenwüstenei so häufig vor. daß er nur erstaunte, wie sich ein junges Weib so allein auf den Weg habe begeben können. Jenny also todt!" rief Mary auZ. U?d was sagen wir ihm? Ersahren muß er iS doch, dieses furchtbare Schicksal, in das er sie hineingestoßen!" Der Consul blickte verweisend -auf. Sprich nicht so! Wenn sich diese traurige Nachricht 'öewahrheitet, so bleibt auch zu bedauern, daß wir nicht
erfahren, was sie eigentlich hmausgetrieben hat. wenn er nicht so ehrlich sein will, uns zu bekennen, wozu ihn diese Botschaft vielleicht bewegen mag." Wenn er sie über das Meer getrieben hätte!" wiederholte Mary traurig. Sie war ja auch noch ein Kind, als wir Californien verließen!" Der Consul sprach seine Absicht aus. sich mit dieser Nachricht nicht zu öegnllgen. sondern von San Francisco aus weiter forschen zu lassen. Am nächsten Morgen ließ er Erich zu sich bitten, und der kam um Mittag. Er fand Mary in Schwarz, feierlich gestimmt, und musterte sie erstaunt und in unwirscher Bersassung. Der Consul begann, ihn vorzubereiten, und legte ihm dann die Depesche vor. Zu seinem Erstaunen fand er aber eine ungläubige Miene. Erich erklärte, einen Brief hervorziehend, er habe soeben von seinem cigenen Anwalt ein Schreiben erhalten, worin ihm von diesem mitgetheilt werde, daß seine. . . Frau von ihm die Genehmigung zur Empfangnahme der kleinen Erbschaft verlange, die sie vor ihrer Ehe gemacht habe, die ihr jedoch erst im 24. Jahre ausgezahlt werden solle. Sie vergesse aber, daß er ihr diese bereits bei je 1000 M. aus seiner Kasse gezahlt habe. Indeß, fügte er hinzu, es solle ihm nicht darauf ankommen, wenn sie Geld benöthigte. Er zog auch Jennys Brief hervor. Die Zuschrift Jennys war von Brooklyn aus geschehen ; der Consul aber entdeckte, als er sie las. daß sie schon sechs Wochen alt sei. Die Antwort sollte an Frau Stockers in Brooklyn gerichtet werden, auch das Geld. Erich erschrak über das Datum. Das Telegramm war von gestern. Was konnte ihr inzwischen begegnet sein! Und warum war dieser Brief so verspätet eingetroffen? Er sah sie arm und entbehrend vor sich, und das ging ihm nahe. Doch wie kam sie in jene Wüstenei? Vielleicht war sie durch die Noth dorthin verschlagen worden, und wenn es wahr war, was diese Depesche ?erichtete?. . . Es ward ihm dunkel vor den Augen. Sie, die Mutter seines Kindes!. . . Aber sein leichtfertiges Weib! setzte der Groll in ihm hinzu. Sie, die sich solchen Fäbrlichkeiten preisgegeben als schutzloses Weib! Er starrte finster vor sich hin. Sie haben kein Mitleid für die Aermste!" warf ihm Mary vor. Und doch habe ich es trotz Allem!" Der Consul gab ihr einen heimlichen Wink, ihn mit ihm allein zu lassen, und sie verstand seine Absicht. Handelt es sich jetzt um eine Lebende oder . Todte", begann er, der Augenblick scheint mir gekommen, mein junger Freund, um die Schuld zu bemessen! Fehlen Sie sich wirklich frei von einer solchen?" Bei dem Leben meines armen Kindes schwöre ich es!" rief Erich sich aufrichtend. So glaube ich Ihnen!" Der Consul reichte ihm feierlich die Hand. Er hielt es nicht für der Mühe werth, von dem Weibergeschwätz noch Notiz zu nehmen. Er glaubte seinem Auge, seinem Worte. Ich werde", fuhr er fort, das Nöthige thun, keine Kosten scheuen, um über ihr Schicksal Genaueres zu erfahren, überlassen Sie es mir auch, diese Frau in Brooklyn, aus deren Rolle ich nicht klug werden kann, in ein Verhör zu ziehen, denn dieser Brief, der so verspätet an Ihren Anwalt gerichtet ist, erscheint mir auch nicht klar. Haben Sie Verdacht gegen die Handschrist?" Erich schüttelte den Kopf. Mary sprach die Vermuthung aus. sie habe uns noch in San Francisco vermuthet und uns dort aufsuche, wollen, wenn sie es nämlich wirklich ist. die unterwegs verunglückte. Ist nun diese? Brief fo lange in den Händen der Frau geblieben, und warum? Das Alles ist so unklar. Ehe Ihr Advokat nun erst nach New Jork schreibt, vergeht viel Zeit, ich werde Alles telegraphisch abmachen. Inzwischen aber thun wir jedenfalls am besten. vorläufig über diese traurige Nachricht zu schweigen." Erich war damit einverstanden. Er entfernte sich, dem Consul die Hand drückend. Er hat mir bei dem Leben seines Kindes geschworen, daß er sich keine? Schuld bewußt ist." Damit empfing de? Consul seine Nichte. Diese holte tief Athem und ließ sich trauernd auf einen Sessel nieder.. Ich kann mir noch nicht vorstellen, daß ihr ein so grausiges Loos beschieden gewesen!" seufzte sie. Das Alles kommt mir ja wie ein böser Traum vor. Wenn ich mir denke, daß sie. die hier eine so begehrte Salondame gewesen ist. weit fort in jener Felsenöde. . ." Sie senkte die Stirn. Und wiederum jener Brief an d?n Advokaten, worin sie Geld von ihm verlangt! Das ist doch ein Geständniß, vor dem sie ihr Stolz selbst in der größten Noth hätte bewahren müssen!" Deshalb traue ich diesem Briefe nicht. Aber er zweifelt ja nicht an der Richtigkeit der Handschrift!. . . Doch, laß mich jetzt überlegen, was ich zu thun habe!" Mary ging in ihr Zimmer. Er war also wirklich unschuldig! Sie bat ihm im Geiste ab darüber, daß sie ihn für fähig gehalten. . . . Aber Jennys Schicksal hatte sie heftig erschüttert. Und ein so düsterer Schleier schwebte darüber!. . . Sie wollte hosfen. 13. ' Sie! DZ Consuls Bemühungen waren
von wenig Erfolg, denn in den Rocky Mountains, so ward ihm gemeldet, lag hoher Schnee auf hart oeforenem Voden. Aus New York kam die Nachricht. Frau Stockers sei auf der Straße, von einem Herzschlag getroffen, leblos hingesunken. In ihrem Nachlaß hatte man allerlei Schmuckgegenstände gefunden, die davon zeugten, daß sie Geld auf Pfänder geborgt habe. Waren darunter auch solche, die Jenny gehörten? Das war jetzt schwer zu erfahren. Unter ihren Papieren war ein Schriftstück, das dem Ccnsul im Original eingesandt würd.'. Es war anscheinend von Jennys Hand, in englischer Sprache 'geschrieben. Sie autorisirte darin die Verstorbene, das Geld in Empfang zu nehmen, das von ihrem Manne unter ihrer Adresse eingesandt werde. Erich wollte darin eine ziemlich geschickte Nachahmung von Jennys Handschrift erkennen und prüfte daraufhin von Neuem den von ihr an den Rechtsanwalt gesandten Brief. Diese Frau erschien ihm jetzt in einem ganz neuen Licht, in dem einer Wucherin. Er war überzeugt, daß sie früher verschiedene Briefe an Jenny geschrieben habe, die diese aber bis auf das eine leere Couvert vernichtet hatte. Dieses Weib mußte einen verhängnißvollen Einfluß auf die Unglückliche geübt haben, von dem er keine Ahnung gehabt. Auf dem Schiff hatte sie 'hr eine so mütterliche Theilnahme gezeigt! Was konnte sie mit ihr gewollt haben? Jedenfalls war Jenny in schlechten Handen gewesen, ohne es zu ahnen. Auch ihre Schmucksachen hatten manche Tausende im Werth, und dieses Weib lieh auf Pfänder! Welch' einen Einblick gab Erich dies in die traurigsten Thatsachen! Mit Mary darüber zu sprechen, das versagte ihm die Delikatesse. Vergebens zerbrach er sich den Kopf, wie ein junges Weib so blind in's Verderben habe rennen können; der Consul konnte ihm nur beipflichten und klagte, sein Latein sei zu Ende; er wisse nicht, was er noch zu thun im Stande sei; er kenne ja die Verhältnisse der Vereinigten Staaten, in denen es immer auf Selbsthilfe ankomme, aber die habe ihn im Stich gelassen. Er wage nicht, ihm den Vorschlag zu machen, selb-'t wieder über das Meer zu reisen, fügte er hinzu, denn er verstehe ihn wohl; was ihn bewege, das sei nur die natürliche Theilnahme für eine Unglückliche überhaupt; er werde sich ja auch nur persönlich an die Consulate wenden können, die er schon vergeblich in Anspruch genommen habe. Erich schüttelte den Kopf. Noch hatte man ja das vermuthliche, ihm bereits wahrscheinlich gewordeneSchicksal der Unglücklichen geheim gehalten. Welchen Eindruck hätte es gemacht, wenn es hieß, er sei ihr nachgereist, sie zu suchen, wenn er diese Reise auch nur unternommen hätte, um Gewißheit zu erhalten. . . So verging denn also die Zeit. Zwischen ihm und Mary herrschte wieder das vertraulichste Einvernehmen. Sie sprachen nicht mehr von ihr; die Gesellschaft, die sie zuweilen mit einander auf der Promenade sah. hatte gehört, der Consul warte nur darauf, daß der Winter zu Ende gehe, um nach Moskau zurückzukehren; sie fand nichts mehr in ihrem intimen Verkehr. sie hatte Jenny vergessen und fragte nur noch, was er denn wohl beginnen werde. Der kleine Harry hatte sich endlich darein gefügt, daß seine Mutter noch immer verreist sei, und nahm Mary als Ersatz für diese, wenn sie ihn während der Bureaustunden Erichs bei Frau Behringer aufsuchte. So kam denn endlich auch das Frühiahr. wenn es auch kein sehr freundliches war und Frau Holle noch zuweilen ihre himmlischen Betten in kleinen Schauern 'über die Erde ausschüttete. Der Consul unterrichtete sich täglich über den Stand des Newa-Eises, das noch immer nicht brechen wollte. Er hatte keine Eile, denn seine Geschäfte waren in sicheren Händen, aber er wollte doch reisen, da seine Gicht sich gebessert. Mary hatte jeden Gedanken aufgegeben, der Schwester Schicksal aufgeklärt zu sehen. Erich that ihr leid; sie hatte ihn lieb gewonnen, als sie die Ueberzeugung gefaßt, daß keine Schuld auf seiner Seite sei, und sie in der Frau Schenck eine leichtsinnige Kokette erkannt zu haben glaubte. Ihr Oheim war ihr jetzt in der letzten Zeit recht unverständlich geworden. Er ging in den Zimmern umher, als habe er etwas, das er gern los sein wolle, das er aber dennoch für sich behielt. Auch Erich blickte ihn befremdet an. er aber rausperte sich wohl zuweilen, als wolle er sprechen, doch er schwieg, als sei er noch nicht mit sich einig. Eines Mittags, als der Ccnsul allein einen Ausflug gemacht, kam Mary von dem kleinen 5)arry. dem sie hatte versprechen müssen, der Mama zu schreiben, sie sollte doch bald wiederkehren. Die Magd sagte, ihr. es warte Jemand auf sie im Vorzimmer. In dieses tretend, sah sie eine weiöliche Gestalt, mit dem Rücken zu ihr gekehrt, am Fenster stehen. Diese wandte sich, als sie die Thür sich öffnen hörte und zeigte ihr ein dicht verschlciertes Gesicht. Sprachlos stand it da, Mary anstarrend. Sie war in einem schlichten Winterreiseanzug. einem flockigen dunklen Paletot; blondes Haar blickte unter dem Capote-Hut hervor. Sie regte sich
nicht. Unter- dem Schleier lad Mary
nur ein paar Augen starr auf sich zerichtet. Da plötzlich führte die Fremde die Hand zum Schleier, schob diesen hertig über die Stirn und Mary blickte in ein Gesicht, das sie erzittern machte, wie es sie so kalt und seelenlos anschaute. ..Jenny! Du bist es! Du mußt es sein!" rief Mary, mit schwankenden Gliedern näher zu ihr tretend. Die Stimme versagte ihr danach. Sie griff zu der Lehne eines Sessels, um sich zu .stützen. Die Andere starrte sie noch ebenso regungslos an. sank dann auf einen am Fenster stehenden Stuhl und barg das Antlitz in den Händen. Ich bin es!" vernahm Mary eine heisere Stimme. Aber Jenny schaute nicht auf. sie holte -tief Athem. Dann plötzlich löste sie das Hutband, wollte sich aufrichten und suchte nach Hilfe. Mary sprang zu ihr und griff :hr unter den Arm. Und da starrte Jenny die Schwester wiederum an. M ist. als sähe ich ' mich selbst !" rief ihre heisere Stimme. ' Mich selbst, wie ich war! Ja, wie ich gewesen bin!" Sie ließ ihr Antlitz auf den Arm der Schwester sinken und so vergingen Sekunden, während deren sie sich zu fassen suchte. Wie ist es möglich! Wie kommst Du?". . . Mary führte sie zum Sopha und da sank sie wie gebrochen hin. Ihr Kinn fiel auf die Brust, sie schien in der That ganz erschöpft zu sein. Mary ließ ihr Muße, zu sich zu kommen; dann, als Jenny de Haupt aufrichtete, fand sie erst Gelegenheit, ihr wieder in das von der rauhen Luft geröthete Antlitz zu blicken, das sich aber plötzlich entfärbte, als sich ihre Augen begegneten. Jenny faßte jetzt die Hand der Schwester und suchte sich aufzurichten. Ihre Hand war kalt wie die einer Leiche. Komm' in mein Zimmer!" bat Mary schonend. Dort wirst Du mir erzählen!" Sie stützte sie aufrichtend. Bereitwillig erhob Jenny sich und auf Marys Arm gelehnt ließ sie sich führen. Ihr ganzer Körper zitterte. Wieder bedürfte sie einer Pause. Sie lehnte jede Erfrischung ab, die Mary ihr bot; obgleich ihre Lippen zu verschmachten schienen. Du siehst in mir eine Unglückliche, nickt wahr?" begann sie dasitzend, nachdem ihr die Schwester den Paletot abgenommen, und scheu zur Thür blickend. Ihre Stimme klang so hohl und rauh; sie blickte um sich. D sprich nur! Niemand wird uns stören! Der Oheim ist verreist!" beruhigte sie Mary, als sie ihre Besorgniß sah. Mit den Händen im Schooße. öeschämt vor sich blickend, suchte Jenny nach Worten. Sie wußte nicht. i;t: beginnen. Der Oheim!" sprach sie vor sich hin. Ja, man sagte mir in New York, daß er mit Dir hier sei." Sie wagte nicht aufzublicken. Und da suchtest Du uns auf?. . . Aber man telegraphirte uns doch. Du seiest verunglückt. . . Wie war das möglich?" Sie schüttelte finster den Kopf. Das war ein Unsinn!" Ein bitt:res Lächeln. Du hast uns also nicht in Californien aufsuchen wollen?" Wieder dieselbe Bewegung des Kopfes. Ich hatte ja niemals von Euch gehört, wußte nichts von Euch!" Und wie erfuhrst Du?" , 0, das ist eine so traurige Geschichte! Laß mich nur erst zu mir kommen!" S holte tief Athem. Nach abermals einer Pause begann sie: Du wirst es hier gehört haben. . . Natürlich!" schaltete sie mit demselben bitteren Lächeln ein. Ihr bemühtet Euch ja um mich! Als ich zurückkehrte nach New York. . ." Von wo kamst Du also?" Du wirst es hören. Ich werde Dir nichts verschweigen!. . . Als ich also zurückkehrte, ging ich zu einer Frau, einer Nachbarin aus meiner Kindheit, aber die war plötzlich gestorben. . ." Ich weiß es; Frau Stockers!" Jenny blickte sie erstaunt an, erinnerte sich aber, daß die Schwester es ja wissen mußte. Man hatte ja nach ihr geforscht. Ich fand in ihrer verödeten Wohnung den Check eines Anwalts, der das Inventar aufnahm. Der sagte mir. es habe sich in reicher Geschäftsmann sehr um mich bemüht, es s'.i aber die Nachricht gekommen, ich sei in den Rocky Muntains erschlagen und beraubt worden. Das war ich aber gar nicht. . . Ich ging also zu diesem Herrn, der mich sehr überrascht empfing und mir von dem Oheim und Dir sagte. . Ich war verlassen, stand vereinsamt da. Er gab ml? Euro Adresse und bot mir Geld zur Reise, denn selbst der Rest meiner Schmuckfachen war in den Händen dieser Frau geblieben, die mich, wie ich jetzt einsehen mußte, schändlich betrogen hat. Was blieb mir übrig, als Euch hier aufzusuchen, wo mich Niemand erkennen darf, obgleich mir jetzt nichts mehr an der ganzen Welt gelegen ist!" Wiederum trat eine Pause ein. Mary vermochte sich in die Stimmung der unglücklichen Schwester zu versetzen, die so athemlos gesprochen. Aber gib mir doch einen Trunk! Ich bin total erschöpft, bin die Nacht hindurch gereist!" bat Jenny, und Mary eilte, ihr selbst ein Glas Burgunder zu bringen, das jene gi'.riz leert. Danach schöpfte sie tief Athem. Ihr
selbst schien es ein Bedürfniß zu sein, sich auszusprechen, um Ruhe zu finden. Ich bin ein elendes Weib geworden!" stöhnte sie. Aber ich bin entschlössen, mein Unglück ohne Klage zu ertragen." Aber was konnte Dich nur bcweaen. . .?" fragte Mary, mitleidig in ihr entstelltes Antlitz blickend. Frage nicht! Ich hatte meinen Gatten nie geliebt. Schon während der crstm Zeit meiner Ehe sah ich dies ein. Mein Herz hing noch an Archibald Hampton. . ." Mit einem Schaudern sprach sie den Namen. War er es selbst, der diesem Weiöe den Auftrag gab. mich über den Ocean zu locken, ich weiß es mit. Ich folgte ihr sehnsuchtsvoll, ich konnte nicht bleiben. es riß mich fort; selbst mein Kind wollte ich entbehren, bis ich ?s zu mir nehmen könne, sobald ich wi:der ihm gehöre, und als ich da einsehen mußte, daß ich von meinem Manne hintergangen werde, da hielt mich nichts mehr. . ., nein, nichts in der Welt!". . . Mary wollte red:n. aber: Laß mich aussprechen, damit ich zu Ende komme!" rief Jenny heftig. Es hilft keine Beschönigung; ich habe mir vorzuwerfen, daß ich aus mir unüberwindlich gewordener Abneigung gegen den Gatten zu einer früheren Liebe zurückkehrte, die nur d::rch den tyrannischen Willen eines Vaters getrennt wurde. Es war Tollheit von mir, ich sehe es zu spät ein; aber dieses W:ib weckte sie wieder in mir, und ich fühlte mich unglücklich. Ick folgte ihr also über das Meer. Alles zurücklassend; ich wäre u:n seinetwillen bis an'sEnde der Welt gegangen!" Sie blickte wi: anklagend zum Him mel und fuhr fort, hastig und übernervös, um nur zu Ende zu kommen: Als ich in New York anlangte, hatte cr als Ingenieur den Bau einer Eisenbahnstrecke an der Jndianergrenze übernommen. Ich schrieb an ihn und er antwortete mir mit den zärtlichsten Worten, bat mich, sofort zu ihm zu kommen. Er führe ein himmlisches Leben der Freiheit, ich solle es mit ihm theilen. Jagd und Fischfang füllten seine Erholungsstunden aus; in der Station sei ein Priester, der unseren Bund segnen sollte." Sie schauderte in sich zusammen. Ich war glücklick. verpfändete meine Schmucksachen und eilte unter vielen Gefahren und Mühseligkeiten zu ihm. Er empfing mit in der Station, einem elenden, rohen Gebäude, preßte mich an das 5)erz und führte mich auf einer mit der Hand zu bewegenden Maschine einig: Meilen weit über ein elendes Geleise, auf dem ich die Leute arbeiten sah. die mir neugierig nachschauten, bis zu einigen armseligen Blockhäusern. Hier stellte er mich mehreren anderen Ingenieuren vor. die aber wie die Arbeiter, die uns umringten, mit ihren verwilderten Bärten und in ihren gemeinen Kosiümen den Räubern ähnlich sahen. Ich fand natürlich ihre Bewunderung, di: sich ebenso roh äußerte." Sie suchte wiederum nach Athem. Es wollte schon Abend werden als ich in dem Blockhause eintraf. Die Arbeiter in ihren halb zerrissen: Blousen fanden sich in den Hütten umher ein. darunter Halbindianer. auch einige Weiber von scheußlicher Häßlichkeit, die. das Abendmahl bereiten. bestehend aus frisch geschobenem Wildpret und hartem dornenartigcm Gemüse." Sie holte wieder Athem aus erschöpfte? Brust. Frage mich nicht, wie mir zu Muthe war, als ich unter den Männern mit ihren zottigen Bärten und schmutzigen Blousen dasaß, angegafft von den uns umringenden Arbeitern mit ihren Rowdies-Gesichern. und ihren Bowie-Messern. die. wie ich gleich am ersten Abend schon erlebte, ihre blutige Rolle spielten, als sie vom Whisky berauscht an einander geriethen. Archibald war sehr zärtlich gegen mich, aber auch er roch nach Gin. Mit Erschrecken dachte ich an ein Rachilager, als es dunkel ward und Kienfackeln angezündet wurden. Ich klagte über Müdigkeit nach der anstrengenden Reife. Er führte mich in dem Blockhouse zu einem rohen Verschlag, auf dem eine Streu von Ginster und nassem Stroh ausgebreitet war. Er selbst habe auch kein anderes Lager, man müsse sich zu behelfen wissen, lachte er. wünschte mir eine gute Nacht ud kehrte zu seinen Kameraden zurück. Ich hörte sie plaudern und vernahm die heiseren Stimmen der Jndianerweiber. Der Lärm von den Hütten wuchs, man raufte - sich und stach mit den Messern, wie ich am anderen Morgen an den Lachen sah. Zähneklappernd lag ich auf dem nassen Stroh in meinen Kleidern, mit Angst dem wilden Gezänke draußen lauschend. Ich wa? tadmüde, schlief aber vor Angst nicht ein. Um Gottes willen, wo bist Du? rief ich. Und da steckte Archibald den Kopf in den Verschlag herein; er fragte, ob ich etwas begehre. Aber seine Zunge war schwer, ich fürchtete mich auch vor ihm! Die Nacht verging mir schlaflos. Am nächsten Morgen war Archibcüd fort. Ein Arbeiter sagte mir, er sei auf die Bahnstrecke hinaus, und habe ihn zu meiner Bedienung zurückgelas sen; er bot mir trockenes Brod und einen Topf mit einer Flüssigkeit, die Kaffee sein sollte. Mit Widerwillen wandte ich mich ab. kehrte in mein?n Verschlag zurück und blickte durch eine Luke auf die Gegend, eine einzige Wü. stenei. die im Hintergrund von Wald gesäumt wurde. l??ortseduna fetot. . . U
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Tapioccasupve. Etwa 5 Un- V-' zen settsreies Kalbfleisch werden grob - gewiegt, mit i; Pint Wasser überfüllt. ' i - ' gesalzen und mit einem Stückchen Petersilienwurzel und einer Mähren- .
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kocht. woraus man die Suppe durchsiebt. Man gieb 2 große Eßlöff:l vorher in Wasser gr gekochter Tapiocca in die Suppe, f jgt einen Theelöffel voll Flcischpepton der Liebig Company daran und giebt, wenn möglich, weiße Spargelköpse oder würfelig ge schnitten?, fein geschnittene Kalbsmilch in die Suppe. Kartoffel mit Chalotte. Man kocht die geschälten Kartoffeln in gesalzenem Waer. gießt dies ab. thut sie in eine Schüssel und bewahrt sie Brühe. Sodann dämpft man einen Eßlöffel fein geschnittene Chalotten in Butter weich und weiß, rührt ein we mg Mehl und so viel von der Kartoffelbrühe daran, daß es eine gebunden? Sauce giebt, und wenn sie tccht. o werden die Kartoffeln, in Rädchen, oder Würfel geschnitten, hineingethan. Man läßt sie' leicht darin aufkochen: und fügt zuletzt ein paar Eßlöffel ganz dicken, sauren Rahm dazu, der aber nur eben durchgerührt werden darf. Paßt besonders gut zu kaltem Ausschnitt. Frikandellen. Man zieht di: Haut von einer Kalbskeule ab und schneidet sie in lauter Stückchen, welch: wie ein Finger lang, wie ein kleiner Finger dick und wie 3 Finger breit sind. Man spickt die Frikandellen mir
recht fein geschnittenem Speck, legt sie . ein Weilchen in kaltes Wasser, thut ein ' halbes Pfund Butter in einen Tiegel. ; ' nimmt die gespickten Frikandellen auZ j dem Wasser, legt sie mit 6 gewässerten. .)
klein gehackten Sardellen und einer ur Scheiben geschnittenen Citrone. auZ welcher die Kerne entfernt sind, in weißen Pfeffer, fügt ein wenig zerbrochene Muskatblume hinzu und schrort alles auf nicht zu schwachem ' euer ein: Stunde lang. Zu einer ha!5en Keule rechnet man ein Viertel, zu einer Vier telkeule ein Achtel Pfund Bujtter. Es ist hier auf eine kleine Kalbskeule ge rechnet. i
Hammelfleisch - Vrr 1 c a I
s c e. Man schneidet Hammelfleisch m eine Casserole, schneidet einiges Chalo! ten hinein, giebt eine Messerspme Paprika. eine Prise Thymian, eirjt Glas Rothwein dazu und läßt das zkrschni! tene Hammelfleisch mit dem nöthigem Salz behutsam darin gar schimorerr. Ab und zu gießt man ein wenig iZouillon bei und fügt zuletzt einige zertheilte Oliven bin;u. Tie'aLce wir wenn
nöthig, mit etwas Kartoffelmehl dick J lich gemacht. ; V K a l b s z u n g e i n G e l e e. Drei V Kalb'zungen enthäutet man und locht, sie in Fleischbrühe gar, schneidet sie in -zierliche Scheiben, unÄ legt sie in eine Geleeschüssel auf eine bere:: ersrrte Schicht Kalbsfußgelee. die man aus tu nem alten Huhn, vier Kalbsfüßen und etwas Essig, sowie einer kleinen Bei gäbe Champignor:essenz bereitet und ' mit 4 Eiweiß abklärt. Eine Lerzie- . i rung von gerollten Sardellenfilets. j
Tomatenscheiben und Psefsergurkkü kommt darauf, dann die Zunzenschei den, zuletzt der warm erhaltene Stand, den man vorsichtig nachgießt. Am nderen Tage stürzt man das Zungenze richt und reicht es mit Tomatenpüree. Risotto. Ein Pfund bester Reis wird gewaschen, mit 3; Unzen Butter in Bouillon gekock-t. wobei man ihn fleißig umrühren muß. Wird er zu dick, so gießt man Fleischbri.'he nach. Hat er etwa 20 Minuten gekocht, so werden die Körner weich, aber noch nicht aufgesprungen sein. Nun thut man Ochsenmark in Eigröße unter langsamem Aufrühren hinzu, verkocht es damit und giebt dann noch 7 bis 8 Unzen Butter hinein. Ist auch dieses verkocht, so rührt man. auch auf dem Feuer ein Viertel Pfund Parmesankäse und 4 Messerspitzen vdll Safran, oder zwei Eßlöffel voll Tomatenpuroe hinein und richtet den Nisotto ganz heiß an. Er schmeckt zu allen Fleisch gerichten gut. ') Gebackener Sazopudding. Drei gehäufte Eßlöffel Sago werden gewaschen und eine Stunde lang in ci nem halben Pint kaltem Hasser einze weicht. Inzwischen läßt j man z Pint Milch mit etwas Citronenschale und ganzem Zimmet oder einer Unze ge schälten und gestoßenen Mandeln ein: Weile leise kochen, seiht sie durch, ver süßt sie mit zwei drei Löffeln Zucker, vermischt sie mit) dem g'ut aüg? tropften Sago und quellt letzteren un itr fleikiaem Umrübrein in der MilÄ
dick aus. Ist die Malsse ausgekühlt, j mengt man vier Eier darunter und ein .-' Stückchen frische Buttch, verrührt alles i li.r.-"l- V i i
am und ateoi vic eioc n eine mu .oui
terteia ausgefütterte Acrin und backt
den Pudding itne St:
Herings'alar. Eine Anzal.!. ? weich gekochteKartoffeln. 6 Stück saure Aepfel. ein halbes fund magerer Kalbsbraten, einen Tag lang w Milch gelegte Hering e. 2 saure Gurken werden in feine Äürfel geschnitten und darunter gewiegte Zwiebel. Salz. Pfeffer. Kapern. Sein nach Geschmack gemischt. Die Sau.'ke dazu rührt man von hartgekochten Elldottern, der Milch von 2 Heringen unld Essig und Oel, Der Salat wird ann besten Tags vor her bereitet und hübsch garnirt zur Zz fei gebracht. Schönes 1 Vergnügen Freund: ,.Du lonnmst von der Jagd o verbunden 'zurück?" Jäger: Ja. dreimal, bin ich abgeschossen und tonn !s! mir das Grwekr geplatzt. Ich kaun Dir sagen, nenn's mir nicht Vergnü gen inachre.mich bekam lein MenZch . sul die Jettor
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