Indiana Tribüne, Volume 24, Number 140, Indianapolis, Marion County, 6 February 1901 — Page 1

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Jahrgang 24.

Indianapolis, Ind.. Mittwoch, dm G. Februar 1901.

S!o. 140

Her .Kaiser lliifsjflm 9 Wieder von London abge-reist.

Großartige Ovatioucn Zvurdctt iljm bei der Abreife dargebracht. 'DaS Testameirt der Königin 831? tona.

Die chinesische Fröge. Die Ecsandtcn in Unlerhaudlung mit den chinesischeu Bevollmächtigten.

Prinz Chun nach Tcutschland ab flercift 0 Der Tranöportdampser McPhcrson" - - Bei Matanzas, Cula, gestrandet.

.Kaiser Wilhelm von Lon don abgereist. London. 6. Febr. Der Kais?? Wilhelm ist an Bord semer Jacht He henzollern" nach Port Victoria zurückgelehrt, von wo aus er am Mittwoch nach Deutschland zurüctsahren wird. Vor seinem Abschied aus London wur'den ihm von der enthusiastischen Beoölkerung noch mehrere Ovationen dargebracht, die den Kaiser in die beste Laune versetzten. Das Wetter war übrigens seh? schlecht, als der Kaiser in Begleitung des Königs Edward durch die Straßen der Stadt nach Marlborough House fuhr. Der Abschied zwischcn dem Kaiser und dem 5ronprinzen auf der einen und dem König Edward, dem Herzog von Connaught und anderen Mitgliedern der königlichen Familie auf der anderen Seite, war :in überaus herzlicher. Als der Kaiser in Port Victoria an kam fand zu seiner lZhren eine MarineParade statt. Alle im Hafen liegenden Kriegsschiffe waren bemannt und beflaggt. Die Hauptdemonstration fand in de: Chaning Croß Station statt, wo der Erzbischof von York. Feldmarschall Lord Roberts, der Lord Mayor und diele andere distinguirte Persönlichkei ten, darunter die Mitglieder der deutschen Botschaft und viele Offiziere versammelt waren, um dem Kaiser Lebewohl zu sagen. Die Menschenmenge, die vor dem Bahnhof versammelt war schrie sich heiser, als, unter Voranritt einer Abtheilung Garde - Kavallerie, der Kaiser, der Kronprinz Friedrich Wilhe.m, König Edward uno der Herzog von Connaught in einem Wagen angefahren kamen. Der Kaiser befand sich in bester Stimmung und sprach und -lachte mit allen Rekruten und schüttelte ohne Unterlaß den ihm Vorgestellten die Hände. Auch der König Edward war in bester Stimmung und sah sehr gut aus. Nach herzlichem Abschied zwischen den beiden Monarchen setzte sich der Zug in Bewegung, während die Kapelle der Toldstream Garden die Nationalhymne spielte. Der König Edward lief noch einmal nach vorne, um die Hand deö Kaisers zu ergreifen, die dieser zum Waggonfenster herausreichte. Es war zugenscheinlich, daß der überaus herz liche Abschied, an dem .sich. Jedermann betheiligte, dem Kaiser die größte Freude bereitete. . Der Kaiser Wilhelm hat dem Feld'Marschall Lord Roberts den Schwarzen Adler-Orden verliehen. Ein falsches Gerücht. L o n d o n , 6. Febr. Professor Sir -Felix Semon, Spezialist für Halskrankheiten und Präsident der Laryn .gologischen Gesellschaft von London, stellt in der bestimmtesten Weise die 'Wahrheit des in den Ver. Staaten ver'breiteten Gerüchts in Abrede, daß der ;Kömg Edward am Halskrebs leide. Er erklärt das Gerücht für lächerlich und für eine skandalöse Erfindung. Der Krieg in Südafrika. London, 6. Februar. Hier eingetroffenen Depeschen zufolge, wird Lourenzo Marquez von den Boeren unier Blake bedroht, und es heißt, daß Portugal sich um Hilfe an Enaland gewandt habe. Es heißt auch, daß ein britisches Geschwader nach Lourenz Marquez beordert worden sei. Der in der Depesche erwähnte Boerenführer Blake ist wahrscheinlich der Amerikaner John Y. Filmore Blake, der in Diensten des Transvaal ein Regiment von irischen und amerikanischen Reitern kommandirt. Blake, der auf West Point promovirt ist, kam zuerst im Jahre 1894 oder 1895 nach dem Transvaal. Das auswärtige Amt ist unoffiziell

benachrichtigt, worden dan die Boeren

tenxenzo Marquez bedrohen, und daß die dortigen portugiesischen Behörden um britischen Schutz gebeten haben. Das auswärtige Amt hat in den letzten 48 Stunden nichts weiter gehört. Kapstadt. 6. Febr. Die Boeren machten 200 britische Gefangene, als sie am 30. Januar Modderfontein erstürmten. Die Gefangenen wurden später wieder freigelassen. Dreißig Briten wurden getödtet oder verwundet. Alle Buchen an der Westküste der Kapkolonie werdin jetzt überwacht, um das Landen von Waffen und HilfsTruppen für die Boeren zu verhindern. Es wird versichert, daß General De Wet die Absicht hat, verschiedene Di

strikte von der Kapkolonie zu anneziren

und dann Mannschaften und Vorrathe

! ZU requiriren. ÄorlauslZ rath er oen

Kolonisten, sich seinem Heer nicht anzuschließen. L o n v o n . 6. Febr. Das Kriegs-

I amt hat wieder eine lange Verlustliste veröffentlicht. In den wenigen Tagen . dieses Monats sind allein 13 Mann im

Gefecht getödtet und 77 verwundet worden und 82 sind an Krankheiten

' gestorben.

Im Januar wurden 31 Offiziere und 800 Mann im Gefecht getödtet

' oder sind an Krankheiten gestorben.

Die Gesammtzahl der Todesfälle seit Beginn des Krieges beläuft sich auf 12.989. Die chinesische Frage. Paris, 6. Febr. Im Kabinetsrath theilte am Dienstag der Minister des Aeußeren, Herr Delcasse mit, daß die Gesandten in Peking während des Tages eine Konferenz mit den chinesischen Bevollmächtigten haben würden, in der weiter über die Durchführung der Bedingungen der Kollektiv-Rote berathen werden soll. Die Französisch - Belaische Eisenbahn von Peking nach 5)ankow. von der 135 Kilometer von den Borern zerstört wurden, ist wieder vollständig reparirt und dem Verkehr übergeben worden. De Geleise, das früher 14 Kilometer

; von Peking entfernt endete, ist bis in die

; Stadt Peking verlängert worden, zu welchem Zweck eine Bresche in die West-

liche Mauer geschlagen wurde. Der erste Zug kam am 3. Februar in Peking an. '. Aus dem Deutschen Reich. Berlin. 6. Febr. Das Kriegsamt hat die folgende Depesche von dem Grafen Waldersee erhalten: Peking. 4. Febr. Die Kolonne unter dem General von Trotha, die am 31. Januar abging, kam am 2. Febr. in Fang Fang. 30 Kilometer nordwestlich von Peking, an. Am nächsten Tag unternahm die Kolonne eine Erpedition in die westlich gelegene Gebirgs Region. Ich werde mich morgen auf eine Inspektionstour nach Shan Hai Kwan

begeben 'nd am 9. ebruar zuruckkehren. Frankfurt, 6. Febr. In einer ' Versammlung von Boeren-Freunden, die heute hier stattfand und von 5000 Personen besucht war, wurde eine Resolution angenommen, in der England gebeten wird, dem Krieg in Südafrika :in Ende zu machen. Christian De Wet, ein Neffe des berühmten Boeren-Kom-mandeurs. der anwesend war, wurde auf den Schultern enthusiastischer Bewunderer in dem Saale umhergetragen. Das Testament der Köni-

g i n 'V i c t o r.i a. London. 6. Febr. Das letzte Gerücht in Bezug auf das Testament der Königin Victoria ist, daß sie dem Herzog von Connaught. dem Prinzen Christian von Schleswig-Holstein, der Prinzessin Louise und der Prinzessin Beatrice je 140,000 vermacht und der Herzogin von Albany und einer Anzahl ihrer Enkel ansehnliche Summen hin terlassen habe. Den Haupttheil ihres Privatvermögens erhält aber der Kö nig Edward und auch Balmoral und Osborne House fallen dem König zu. Die Prinzessin Beatrice erhält zwei kleine Häuser auf dem Osborne Grund, besitz. Die Blätter wimmeln heute von Anekdoten über die frühere Königin

! und den neuen König. Keine Zeitung . cn : .

vermag einen eioels oajur zu eroringen, daß die Königin den südafrikanischen Krieg mißbilligte, so sehr er ihr Gemüth belastet haben mag. Manche Zeitungen weisen darauf hin, daß es sicherlich nicht die Absicht Victorias war. ein so prunkvolles und rein militärisches Leichenbcgängniß, bei welchem das Volk" nur als Zuschauer fungirte, zu erhalten. Einige liberale Zeitungen fragen in ironischer Weise, ob die Biographen in ihren Lebensbeschreibungen von der verstorbenen Königin auch John. Brown, den treuen schottischen Diener der Verstorbenen erwäbnen werden.

John Brown war ein brüsker, kurz.an-

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geounoener. aber sonst feyr treuer )iener, ohne eine Spur von Respekt für Rang. Titel oder Blaublut zu empfinden. Bei seinem Tode hinterließ der Diener fast eine Million Pfund Sterl. Als er an den Hof käm. war er so arm wie seiner Zeit der junge Graf Leicester, Günstling der Königin Elisabeth. Der Prinz von Wales behandelte Brown zuerst von oben herab, doch da dieser nach dem Grundsatz handelte, daß auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört, suchte ihn der Prinz bald durch Freundlichkeit und hübsche Geschenke zu gewinnen. Der Herzog don Edinburgh konnte Brown nicht leiden und hielt sich vom Hofe fern. Das that auch die Kaiserin Friedrich, die in 30 Jahren nicht noch England kam und sich Über die Macht der bürgerlichen Kanaille am Hofe ihrer Mutter ärgerte. Als Brown starb, ließ ihm die Königin Victoria ein Monument setzen mit der Inschrift: Ein Tribut liebevoller, treuer und ewiger Freundschaft von seiner wahrsten, besten und dankbarsten Freundin Victoria, R. J Das wurde später dahin abgeändert:

Dieser Stein ist errichtet in warmer und gönnerhafter Erinnerung an John Brown, den ergebenen und treuen Diener der Königin Victoria, in deren Diensten cr 34 Jahre lang stand." Die Räume, welche die Königin Victoria in Osborne House, im Buckingham Palast und im Schloß zu Windsor inne hatte, haben vorläufig noch keine Veränderung erfahren, und sie werden auch vorläufig unberührt geladen werden. Der König Edward und die Königin Alexandra werden sich in den nächsten paar Tagen in Sandringham ausruhen. Am 13. Februar wird der König nach dem Buckinzham-Palast zurückkehren und einer Sitzung des GeHeimen Raths beiwohnen, in welcher die Thronrede entworfen werden wird, mit welcher der König das Parlament zu eröffnen beabsi.tigt. Der König Edward hat das Amt als. Großmeister des Freimaurer - Ordens in England niedergelegt, das er seit 1874 inne gehabt. Er wird aber Mitglied des Ordens bleiben und wahrscheinlich den Titel Protector" annehmen. Es ist wahrscheinlich, . daß der Herzog von Connaught zum Großmeister ernannt werden wird. In dem Befinden des Herzogs von Cornwall und Dort ist eine wesentliche Besserung eingetreten. Der Prinz Heinrich von Preußen, der sich am Nachmittag in Portsmouth wieder an Bord seines Flaggschiffes Baden" begeben hat, ist zum VizeAdmiral in der britischen Flotte ernannt worden Von den Philippinen. Manila, 6. Febr. Die Insurrektion auf der Insel Marinduque ist so gut wie beendet, da sich der allergrößte Theil der Bevölkerung der RegierungsPartei angeschlossen hat. Im Distrikt von Visayas haben die Filipinos im Januar an Todten, Gefangenen und Leuten, die sich freiwillig ergeben haben. 54 Offiziere und 550 Mann verloren, und 240 Gewehre an die Amerikaner ausgeliefert. Die Redakteure von drei von den zwölf in Manila erscheinenden sparnschen Zeitungen werden wahrscheinlich nach Guam deportirt werden. Solas, der Redakteur des Dmrio". welche Zeitung am Freitag von de:.l Provsst Marschall unterdrückt wurde, befindet sich in Haft, und er bezeugt nicht die ge ängste Neigung, um gut Wetter anzuhalten. Seine Zeitung ist bereits zweimal unterdrückt worden und er hat die Publikation erst vor zwei Monaten wieder aufgenommen. Der ProvostMarschall. Gen. Bell, erklärt, daß die Handlungsweise Solas' dem Umstand zuzuschreiben sei, daß er dem finanziellen Ruin nahe sei, und er, trotz der erlassenen Warnungen, fortgefahren habe, die Bemühungen der FriedensPartei zu verspotten und die Behörden in der heftigsten Weise anzugreifen, um vie abermalige Unterdrückung seiner Zeitung herbeizuführen und sich als Märtyrer aufspielen zu können. Der Transport - Dampfer je P h e r s o n" gestrandet. Havanna, 6. Febr. Der Ver. Staaten Transportdampfer Mc Pherson" fuhr am Montag Morgen, während eines dichten Nebels, acht Meilen westlich von Matanzas auf ein Riff. Der Bug ragt nur vier Fuß aus dem Wasser hervor, das Achtertheil des Schiffes liegt aber in tieferem Wasser. Die sämmtlichen Passagiere wurden mit den Schiffsbooten an's Land gebracht und die Fracht wird jetzt ausgeladen. Sechs Schleppdampfer sind von Havanna abgeschickt worden, um der McPherson" Hilfe zu bringen. Der Transportdampfer hat vorläufig keinen Leck, und da die See ruhig ist, ist keine Gefahr vorhanden, es sei dann, dak ein starker Nordwind einsetzt.

MmMgMl'8 Ziillilljalls ' Lautet das über Henry Zontscy gefällte Urtheil.

j Seine Anwälte werden vorläufig

uicht-appclliml Da sie dies in Keutuckt) für nutzlos halten.

Feuersbrünste aller Orten. Frau Nation giebt keine Nuhe.

i 'Hat wieder eiue Wirthschaft zerstört, i. !.. ' Auf Lebenszeit. Frankfort, Ky., 6. Febr. Henry

. E. Aoutsey wurde am Dienstag cach- ! mittag von Richter Cantrill zu lebens'länglicher Zuchthausstrafe verurtheilt und wird am Mittwoch dem hiesigen Zuchthause zur Verbüßung seiner -'Strafe überwiesen werden. Die Thatj fache, daß sein Anwalt keinen Antrag 'auf einen neuen Prozeß stellte, wird hier vielfach als Beweis dafür betrachstet, daß Youtsey entweder selbst den ' tödtlichen Schuß auf Gouverneur Goei bel abgab oder daß er später das iMordgeheimniß aufklären will und ! dafür auf Begnadigung rechnet. Youtsey war schwach und todtenblaß, j als er sein Urtheil empfing. Seine ' Frau stand ihm zur Seite und hörte , das schwere Urtheil, das ihren Gatten . auf Lebenszeit dem Zuchthause überI wies, 'mi bewunderungswerther Festigkeit an. Nach dem der Richter eine

i kurze Uebersicht über den Gang der

Verhandlungen gegeben, fragte er Foutsey, ob er noch einen Grund hätte.

warum er nicht verurtyeltt weroen .sollte. !, Joutsey bewegte sich nervös, räusperi!e sich' und antwortete: Ich habe nichts ,zu sagen, außer, daß ich unschuldig bin uriü daß meine Ueberführung nur durch die gemeine und niederträchtige . Uniahrheit und Meineid erfolgt ist." ! ' - r.x " ..s ZYY..

: Xann cyic ci jity uuu uugciucuic Stille trat ein. Das ist eine Behauptung. welche von den Geschworenen hätte entschieden werden sollen." erwiderte der Richter. Ich verurtheile Sie daher, daß Sie vom Sheriff von Scott County nach dem Staatszuchthaus in Frankfort gebracht und dort für die Dauer Ihres Lebens bei harter Arbeit eingesperrt werden sollen." Der Fall von Barbour Weaver, welcker weaen Meineids in dem Prozesse

j gegen Power angeklagt ist, wird am I Mittwoch zur Verhandlung kommen, i Anwalt Stevenson, welcher Voutsey vertheidigt hatte, bezeichnet den Prozeß , gegen Joutsey als ungerecht, da von den ! 125 aufgerufenen Geschworenen in dem

Falle 124 Goebel - Demokraten gewesen und die Jury, welche ihn verurtheilt hatte, aus 12 Goebel - Demokraten be-

standen hätte. Er hoffe, daß die Zeit ncch kommen werde, wo das Publikum don der Ungerechtigkeit dieses Prozesses ! so überzeugt wird, daß der Gefangene

sicher rn Freiheit gesetzt wurde. Frau-Nation unverwüstlich. T o p e k a, Kas.. 6. Februar. Frau Carrie Nation begann ihren Kreuzzug gegen die Wirthschaften am Dienstag schon zu früher Morgenstunde. Sie er-

! hob sich um halb 5 M)r und war schon

bald auf der Straße, von Frau I. P. White und Frl. Madeline Southard begleitet. Die Frauen begaben sich zuerst nach einer in dem Hause No. 830 Kansas Ave. gelegenen Wirthschaft, der Mann, der dort Wache stand, entwaffnete aber Frau Nation, schob sie zur Thür hinaus und verriegelte die Thür, ehe die Uebrigen eindringen konnten. Frau Nation behauptet, daß ihre Freunde ihr hier die Arme festgehalten und sie verhindert hätten, durch das Fenster einzusteigen. Der näcbste Platz, dem die Wasser-he.-r. xtiT- Aufwartung machten, war 2 ,. Gr No. 406 Kansas Ave. r:c irangen in den Platz ein. ein VV. :, ' nahm aber Frau Nation sof ' ! ' ''''::t ab. In dem Handgeme; ' ii Frau Nation einen Sä. r d?m Beil auf die rechte Sch : ' daß es ihr jedoch viel gesch T "ii . DieNationnahmdarauf Frau l t Beil ab und begann dann, i z und klein zu schlagen. Der fa i.: rtier schoß dann seinen Revolv - . lweise um die Frauen einzusö uc. i ind theilweise, um die Aüfme-! ' , .! :-''. der Leute auf der Straß! l?,:- n. Ein Polizist, der den Sj .hört hatte, verhaftete Frau :,'d brachte sie nach der Polizei' Die Frau fing, im Statio, , ' angekommen, sofort zu beten . . o dann den anwesen-

oen 'onztnen eme Vorlesung uve? Mäßigkeit und Enthaltsamkeit. Die zerstörte Wirthschaft . war eine der elegantesten in Topeka. Die Bar - Einrichtung war aus Kirschholz und ein an der Wand hängender Spiegel hatte einen Werth von 5500. Der in dem Lokal angerichtete Schaden beläuft sich auf ungefähr $1500. Der Fall der Frau Nation wurde bis zum nächsten Donnerstag verschoben, sie wurde aber, ohne Bürgschaft

stellen ZU müssen, bis dahin auf freien Fuß gesetzt. ! rv, . . r r . v o f. . i rv . . m

jjn auic oes iag.eä cai tfrau Nation eine Proklamation an die Schulkinder von Topeka erlassen, in der sie die Kinder auffordert, ihr beim Zersiören der Wirthschaften behilflich zu sein, und die Fenster und Thüren dieser Höllenlöcher" mit Steinen einzuwerfen. Mußten unverrichteter Sache abziehen. Toledo. O.. 6. Febr. Einbrecher drangen am Dienstag Morgen zu früher Stunde in die Sparbant von Sylvania ein und machten sechs vergebliche Versuche, das Gewölbe aufzusprengen. Der Wächter Randall wurde von den Kerlen überrascht und gebunden. Als alle ihre Bemühungen umsonst waren, stahlen die Diebe eine Draisine, mit oer sie nach Toledo kamen. wo sie am frühen Morgen gesehen wurden. DerBoycott gegen dieSun aufgehoben. New Y o r k. 6. Febr. Die Ty' pographische Union No. 6 hat beschloss sen, den Boycott gegen die New Jort Sun" aufzuheben und keine weiteren feindlichen Schritte gegen die Zeitung zu unternehmen. Dieser Beschluß wurde freiwillig gefaßt und ist von keinerlei Bedingunzen abhängig. Hinrichtung. E a m d e n . N. I., . Febr. Robert F. HiH, 28 Jahre alt. wurde am Dienstag im hiesigen County-Gefäng-niß durch den Strang hingerichtet.' Der Mann ging ohne Furcht dem Tode entgegen. Hill hatt: aus Eifersucht feine 23 Jahre alte Frau ermordet. -- V V Tg Tblx ch'c"A u so pf er ung. M i d d l e t o w n . N. Y.. 6. Febr. Drei Meilen weit trug Lewis Recraft seinen sterbenden Bruder Loran durch Waldgestrüpp und über einen tiefverschneiten Landweg nach seiner unweit Sloatsburg gelegenen Farm, nur um den Bruder, kaum zu Bett gebracht, sterben zu sehen und dann, auf's Aeußerste erschöpft und auf's Bitterste enttäuscht, in eine tiefe Ohnmacht zu sallen. Die beiden Brüder befanden sich mit einem Freunds auf der Jagd auf wilde Kaninchen und versuchten, solche aus einem Loche zu treiben, als eine zeitweilig an einen Baum gelehnte Flinte umfiel, sich entlud und die Rehposten Loran in den Unterleib drangen. Lewis nahm den Schwerverwundeten auf und trug ihn in einem ununterbrochenen Laufe den weiten und schwierigen Weg nach Hause. Der Verstorbene war erst seit sieben Monaten verheirathet. Hochöfen in Betrieb. L o r a i n. O.. 6. Febr. Die Hochöfen der Lorain Steel Company haben, nachdem sie sechs Monate lang stille ge standen, den Betrieb wieder aufgenom? men. Das ganze Etablissement bei Kompagnie ist jetzt in vollem Betrieb und es sind dort mehr als 3500 Männer beschäftigt. Ein unverbesserlicher V e r b r e ch er. Paris, Ky., 5. Februar. George Carter, ein zwanzig Jahre alter Neger. wurde am Montag Abend verhaftet, weil er versucht hatte, ein: junge farbige Frau zu schänden. Am Dienstag wurde Carter als derselbe Neger identifizirt. der vor zwei Monaten einen verbrecherischen Angriff auf die Gattin des Bankiers W. (?. Beard gemacht hatte. Carter, der bereits zweimal im Zuchthaus gesessen, hat die beste Aussichten, gelyncht zu werden. Kurze Freiheit. C o l u m b u s . O.. 6. Febr. Otts Thurley, der Dämon" des Zuchthauses, entkam am Dienstag aus dem Zuchthaus, erfreute sich aber nur kurze Zeit seiner Freiheit. Zusammen mit Charles French. einem Clevelander Räuber, erkletterte Hurley die Gesang nißmauer und er ließ sich auf den Ra sen auf der anderen Seite nieder. Während er auf French wartete, kam der Hauptmann der Wache, Wood, vor bei und er zwang die Beiden, insZuchthaus zurückzukehren.

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3lj.Zl0iigrrlj. Ziiiklll! 8M. Ernennungen von neuen Generälen.

Senat.

Washington. D. C.. 5. Febr. Der Senat nahm am Nachmittag die Verwilligunzsvorlage für den Distrikt Columbia an, und hatte auch eine Zeit lang die Verwilligungsoorlage für die Militär-Akademie in Erwägung. Die Schiffssubsidien - Borlage wurde während des Tages formell als uner ledigtes Geschäft bei Seite gelegt. Repräsentantenhaus. Das Haus beschäftigte sich auch am Dienstag noch mit dem Post-Etat. Repr. Griggs, Mo., hielt eine Rede, in der er die Organisationen von Postan gestellten, die gebildet würden, um für ihre Interessen günstige Gesetzgebung zu erringen, scharf angriff ; und die Repr. Bromwell. (Ohio) und Gaines. Tenn.. protesiirten gegen die Vcrwilligungen für besondere Post - Facilitä ten zwischen New Jork und New Or lcans. Repr. Catchings. Miss., und Mcyer, La., vertheidigten diese Verwilligungen als unbedingt für die schnelle Beförderung der Post nach dem Süden nöthig. Neue Generäle. Der Präsident sandte am Dienstag dem Senat die folgenden Ernennungen zu Generälen in der regulären Armee zu: Zum General - Leutnant. GeneralMajor Nelson A. Miles; zu GeneralMajorm: Brigade - General Samuel B. M. Younz. U. S. A.z Col. Adna R. Chaffee, 8. Kavallerie, U. S. A.; (General - Major U. S. V.); BrigadeGeneral MArthur. U. S. A. (General - Major. U. S. V.) Obersten zu Brigade - Generäle: John C. Bates, 2. Infanterie. U. S. A. (Gen:ral-Ma-jor U. S. V.)' Col. Llcyd Wheaton. 7. Ins.. U. S. A. (General - Major U. S. L.): George W. Davis. 23. Infanterie (Brigade-General U. S. V.); Theodore Schwan. Httfs - General - Adjutant. U. S. A. (Brigade - General U. S. V.); Samuel S. Sumner, 6. Kavallerie. U. S. A.; Leonard Wood. Stabsarzt. U. S. A. (General - Major U. S. V.)? Robert H. Hall, 4. Infanterie. U. S. A. (Brigade - General U. S. V.); Robert P. Hughes. General - Inspektor. U. S. A. Brigade - General U. S. Q.); Geo. M. Randall. 3. Infanterie. U. S. A. (Brigade - General U. S. V.). Ebenso der Major Wm. A. Kobbe. 3. Artillerie. U. S. A. (Brigade-General U. S. V.); Brigade - General Frederick D. Grant. U. S. A. (U. S. V.); Kapt. I. Franklin Bell. 7. Kav., U. S. A. (Brigade - Ge neral U. S. V.) Die Generäle Founz und Mac Ar thur wurden über die Köpfe der Bri gade - Generäle Wade und Merriam hinweg avancirt.und Gen. Chaffee nicht nur über die Köpfe dieser beiden Gene räle hinweg, sondern auch über diejeni gen der Generäle Mac Arthur und Ludlow und von 53 Obersten, die alle einen relativ höheren Rang in der regu lären Armee einnahmen. Die ungewöhnliche Beförderung des Generals Chaffee scheint anzudeuten, daß er zum Oberkommandeur derTrup pen auf den Philippinen ausersehen ist, und daß die Generäle Aoung und Ar thur demnächst von den Philippinen zu rückberusen werden. Unter dem neuen Gesetz soll die Ar mee sechs Generalmajore haben. In folge der Beförderung des Generals Miles zum Generalleutnant bleibt noch eine Vakanz zu besetzen. Dem Verneh men nach wird die Ernennung dem Bri gade - General I. F. Wade zufallen, der an der Spitze der Brigade - Gene räle steht. Es besteht auch noch eine Vakanz in der Liste der Brigade - Generäle, rnrt eine weitere wird eintreten, wenn Ge neral Schwan in den Ruhestand tritt, dessen Gesundheitszustand ihn für den akt'ven Dienst untauglich macbt. Obcrll Dal'gett, der sich als Kommandeur bei 14. Ins - Regiments in China auSge zeichnet hat. wird wahrscheinlich zum Brigade - General ernannt, aber sofort pensionirt werden. Ist eine Extrasitzung deil Kongresses nöthig? Ueber die Frage, ob eine Extrasessiog des Kongresses nöthig sein wird. ni die Ansichten getheilt; es scheint aber, daß wenn der Kongreß die Spooner'sch Philippinen - Bill passirt. eine Extra Session vermieden werden kann, beson ders. da es zweifelhast scheint, daß dii kubanische Verfassung noch zeitig genug angenommen werden wird, um dem Kongreß Gelegenheit zu geben, sich de, Sache anzunehmen, selbst wenn ein Extra - Session einberufen werden sollte. 5.nn..aber die Svooner - Bill uner (Fort- 's Seite ö.)

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