Indiana Tribüne, Volume 24, Number 138, Indianapolis, Marion County, 4 February 1901 — Page 1

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Jahrgang 24.

Indianapolis, Ind.. Bkontag, den 4. Februar 1901.

No. 138

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EmcttcllcSchwppe

Erleiden die Eugläncr in der l'd)c vonK.ucrsdorp. Ueber 2000 Boeren stehen auf por tugiesifchem Gebiet. Kaiser UHlljelrn reist Dienstag von Dindsor ab. In London werden ihm Ovationen bereitet werden.

Eine Protestantcn-Bewegung auf den Philippinen,

Die Anti'JcsuittuBewegung iu Epa nie.

J)cr Tcfraudaut Neely wird Baargeld als Bürgschait stellen müssen. Seine Unterschlagungen sollen sich auf 8300,000 belaufen. , Wieder eine Schlappe für die Briten.

L o n d o n , 4. Febr. Das Kriegsamt hat die folgende Depesche vom

Höchsttommandirenden in Südafrika erhalten:

P c e t o r i a , 2. Febr. Unser Po-! sten in Modderfontein. südwestlich von ' .Krügersdorp, wurde von 1000 Boeren angegriffen. Die EntsatzZolonne, die von Krügersdorp abgesandt wurde, i konnte nicht verhindern, daß der Posten j qenommen wurde. Einzelheiten sind ,

noch ick; bekannt, aber Offiziere und j

Mannschaften, welche gefangen genommen wurden, treffen in Äercenigung :in. LourenzoMarques,4. Feb. Ein Kommando von 2000 Boeren ist auf portugiesisches Gebiet übergegangen und man glaubt, daß sie die Boeren, die hier sind, befreien wollen. Die portugiesischen Behörden haben beschloffen, diejenigen Boeren-Flüchtlin-ge, die sich weigern, sich den Briten zu ergeben, nach Madeira zu schicken. B!oemfontein.4. Febr. Die Briten haben Petersburg wieder besetzt. Protestantismus auf den Philippinen. Manila, 4. Febr. Nicht ganz 400 Personen nahmen an der Versammlung Theil, die Senor Buencamino nach dem R!zal-Theater einberufen hatte, um die sogenannte evangelische Bewegung" zu inauguriren. Das Interesse war sehr rege, es wurde in-

dessen kein Versuch gemacht, die Anwe-1

jenoen aus oen roiqiannsmus zu verpflichten. Buencamino befürwortete den Plan, die jetzigen Priester durch Filipinos zu ersetzen, die das Recht zu heirathen haben sollen. Nach und nach kam er auf protestantische Ideen zu sprechen. Nev. Rodgers. ein Presbq-terianer-Missionär. sprach auch, enthielt sich aber aller Angriffe aus die r'ö-misch-katholische Kirche. Vor der religiösen Versammlung fand eine politische statt, in der die Vorzüge der amerikanischen Eouveränität vom Standpunkt der Federali-sien-Partei aus besprochen wurden. Ein Methodisten-Geistlicher taufte 100 Filipinos in Malibay. vier Meilen von Manila. Rev. Prautsch hat in einer Nachbarstadt viele Unterschriften gesammelt unter einer Erklärung, die dornige Kirche protestantischem Gottesdienst zu weihen und deutsche Katholiken auszuschließen. Präsident Taft von der PhilippinenKommission gab Sonntag Abend zu Ehren der Mitglieder des Direktorats der Federalisten-Partei eine Gesellschaft, an der viele Damen Theil nahmen. Dreihundert Insurgenten von Delgardo's früherem Kommando haben sich bei Canta Barbara auf der Insel Panay ergeben. Die Leiche derKönigin. London. 4. Febr. Der Leichnam der verstorbenen Königin Victor! wird in der Albert Gedächtniß-Kapelle in Windfor von Gardisten bewacht. Die Beamten des königlichen Haushalts in Windfor besuchten die Kapelle Sonntag. Die Beisetzung wird Montag Nchmittag um 3 Uhr in Frogmore stattu'den. Die Ehrenwache wird eine Kompagnie der Garde - Grenadiere bilden und die Regiments - Kapelle wird mit zum Mausoleum marschiren. Tort werden be: der Trauerfeier nur die nächsten Verwandten zugegen sein. Eine Gcdächtnißfeier fand Sonntag Morgen in der St. George's Kapelle statt, an der der König und die Köni$in, die Herzogin von Cornwall und Aork, Kaiser Wilhelm. Kronprinz Z?riedrick Wilbelm. der Üerzoa von

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ver' oeriroroenen Königin thellnahmen. Die hohen Herrschaften trugenZivil und nur einige Offiziere in Uniform waren unter der großen in Schwarz gekleideten Menge. Rev. William Stubbs. der Bischof von Oxford, hielt die Trauerrede. Nach dem Gottesdienst in der St. George's Kapelle machten König Edward, und Kaiser Wilbelm einen kurzui Spaztergang und Abends nah aen sie noch an einer durchaus privaten Feier Theil, bei der Madame Albani sang. Kaiser Wilhelm wird Windsor am Dienstag verlassen und zwar in Begleitung des Königs. Er wird seinLuncheon im Marlborough House einnehmen. Dann wird er nach der Charing CroßStation fahren, wo er den Zug nach Port Victoria besteigen wird. In Lonvon werden ihm wahrscheinlich große Ovationen dargebracht werden. Der Herzog von Aosta, der Krönprinz von Schweden und Norwegen, der Prinz von Hohenzollern, der Fürst Don Hohenlohe-Langenburg. Prinz Arnulf von Bayern. Prinz Johann von Sachsen und andere hohe Fürstlichkeixn sind am Sonntag wieder abgereist. Kaiser Wilhelm wird erst abreisen, wenn das lange Testament der Köniqin verlesen worden ist. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wird er direkt nach Cronberg gehen, um seiner Mutter Bericht über die Begräbnißfeierlichkeiten zu erstatten. Im ganzen Lande und in den Kolonien wurden am Sonntag wieder Gedächtnißfeiern abgehalten. Vom Ausland treffen fortwährend Nachrichten über abgehaltene Memorial-Feierlich-leiten ein. Aus dem deutschen Reich. B e r l i n. 4. Febr. Die deutsche Levante - Linie wird ihrem Kapital 2.000.000 Mark hinzufügen, um weitere Schiffe anzuschaffen. Die DeutschOstafrika - Linie hat eine 8?rozentige Dividende erklärt gegen 6 Prozent im Vorjahre, während die deutsche aust:ilische Linie auf 9.000.000 Mark Kapital eine 12prozentige Dividende erklärt bat. Auch diese Gesellschaft will ihrem Kapital 3.000.000 hinzufügen. Beim letzten Ordensfeste am 17. Januar sollt: auch der Geheime Rath Schlütow. Leiter der Sckiffsbaugesellscha : Vulkan" in Stettin, den Adelstitel erhalten. Wie sein Vatec schon vor 40 Jahren that, hat auch er die Annähme des Adels abgelehnt. Im Namen des Kaisers sprach der deutsche Konsul Herff in Mailand der Familie des verstorbenen Komponisten Verdi aufrichtige Theilnahme aus und legte am Grabe des Verstorbenen einen Kranz nieder. Die Verhandlungen des Seeamts n Bremen über den Hobokener Dockbrand werden am 11. Februar beginnen. Bei der Aufführung der Oper Der Bärenhäuter" von Siegfried Wagner im kgl. Opernhaus zu Berlin stürzte Frl.Laaß. dieDarstellerin der Gunba". Obwohl sie sich die Kniescheibe verletzte, führte sie ihre Rolle doch bis zu Ende durch. Im Berliner Lokalanzeiger" wird von wissenschaftlicher Seite angeregt, während der Influenza - Epidemie in New Fork die von dort kommenden Schiffe gründlich zu desinfiziren. Die Ausrüstung des Gardekorps und der Marine mit dem neuen Gewehr, Modell 93. das ein Kaliber von 6 Millimeter hat. ist nun vollendet. Jetzt sollen zunächst die Grenztruppen mit der neuen Waffe ausgerüstet werden. Jedoch soll die Fabrikation nicht beschleumgt werden; es handelt sich nur darum. wenn das bisherige Gewehr abgenutzt ist, es durch das neue zu ersetzen. Aus Wien wird telegraphirt: Mit dem brüsken Auftreten des Abgeordneten der neuen tschechischen Arbeiterpartei Klofac bei Eröffnung des Reichsraths sind auch die anständigen Elemente der Tschechen nicht einverstanden. Sie haben Klofac ersucht, mit den Sozialisten und Deutschradikalen der Reichsrathserösfnung durch den Kaiser im Thronsaal fernzubleiben. Ob diese Abwinkung" nützt, bleibt abzuwarten. Neues aus China. B e r l i n . 4. Febr. Das hiesige Kriegsamt hat eine Depesche vom Grafen Waldersee erhalten, derzufolge die Eisenbahn-Verbindung zwischen Peking. Feng Tai und Pao Ting Fu wieder hergestellt ist. Neely's Unterschlagungen. H a v a n a. 4. Febr. Die MilitärVerwaltung wird eine Bürgschaft in baarem Gelde von C. F. W. Neely v:rlangen, doch weiß man noch nicht, auf wie hoch dieselbe festgesetzt werden wird. Neely's Anwalt sträubt sich indessen sehr gegen die Idee. Baargeld zu deponiren. da er glaubt, dasselbe würde mit Beschlag belegt werden. Der Richter, vor dem Neely in erster Instanz prozessirt werden wird, ist der Ansicht, daß Neely $300,000 unterschlagen hat und er wird eine Bürgschaft von dem Beiiaat verlangen.

31 o n o o n e r a 1 1 1 e n v v t j r. London. 4. Febr. Die Nachfrage nach Gold im offenen Markt hat beinahe ganz aufgehört, seit die Aussichten auf Gold - Einfuhr vom Kontinent und aus den Ver. Staaten besser geworden sind. Höchstwahrscheinlich wird die Bank von England nicht lange mehr die fünfprozentige Rate beibehalten. Die Regierung wird wahrscheinlich demnächst eine neue Kriegsanleibe aufnehmen. Die Aktienbörse war Samstag wegen der Beisetzung derLeiche der Königin Victoria geschlossen. In Folge der unbefriedigenden Lage in Südafrika war wenig Nachfrage nach Minen - Aktien. Ein fürstlicher ZeitungSHerausgeber. S t. P e t e r s b u r g. 4. Febr. Fürst Pariatinsky. der jugendliche Herausgeber des Nördlichen Courier", der vor Kurzem wegen seiner radikalen Tendenzen konfiszirt wurde, brachte sich Donnerstag eine lebensgefährliche Kugelwunde bei. Seine Eltern haben es ihm nie vergeben, daß er vor meh reren Jahren die Schauspielerin Frl. Javorskaya heirathete. Auch begeistere ten sie sich nicht für sein Zeitungs-Un-ternehmen. das fast sein ganzes Vermögen verschlang. Seine Familie gehört den besten Adelsfamilien des Landes an. Cramp für die Schiffssubs i d i e n b i l l. London. 4. Febr. Die Daily Mail" veröffentlicht Montag Morgen einen langen Artikel, in dem C. H. Cramp von Philadelphia die Annahme der Schisfssubsidien - Vorlage befürwortet. Er hält dieselbe nicht gerade jür perfekt, glaubt aber, daß die Ver. Staaten dadurch einen ehrlichen Antheil an dem Oz?anhandel bekommen werden. Die B e u l c n p e st in C a r d i f f. C a r d i f f. 4. ?Zebr. Ein hiesiger Arbeiter ist von einer Krankheit befallen, die für dieVeulenpcst gehalten wird.

Unwetter

Herrscht im ganzen Nordwcstcn, be sonders in KansaS, Wisconsin, Iowa und Missonri. , Der Sirnszenballn Zierkehr in manchen Städten unterbrechen.

Die Eisenbahnzüge treffen mit großcr Verspätung ein. i ' (Sin Tornado im Südwesten richtet

viel Unheil an. Der Indianerhäuptling Crazy Snake hofft auf Freisprechung. Bei Alcrandria, Ind., ereignet sich eine fürchterliche Explosion.

Pastor John Kellar in Arlington, N. I., angeschossen. Ein großer Brand in New Havcn, Conn., richtet einen Schaden . . von 8325,000 an.

Phantastische Ideen. Chicago. Jll., 4. Febr. Bischof Thoburn, der Missionär-Bischof der Methodisten-Kirche in Asien, hielt am Sonntag eine Predigt, die durch ihren politischen Inhalt Aufsehen erregte. Er sagte unter Anderem: Ich bin kein großer Freund von Rußland, aber ich danke Gott jedes Mal, wenn Rußland ein weiteres Stück von Asien annektirt. Aber eine neue Macht sucht sich in Asien geltend zu machen, auf deren Fortschritte man merkwürdige? Weise wenig achtet. Und doch werden au den Zusammenkünften von Edward VII. und Kaiser Wilhelm II. noch wichtige Ereignisse . rcsultiren. Deutschland wird immer mächtiger. Noch wenige Jahre und der Kaiser Franz Joseph wird sterben und damit die morsche österreichische Monarchie in Stücke zerfallen. Was ist natürlicher, als daß dann Deutsch-Oesterreisch an das Deutsche Reich fällt, welches sodann einen ununterbrochenen Besitzstand von der Nordsee bis zum adriatischen Meer haben wird. Deutschland hat schon Eisenbahnen in Kleinasien und zwischen dem Euphrat und Tigris gebaut. Solche Bahnen bauen europäische Regierungen nicht, wenn sie sich nicht in den Besitz des Landes setzen wollen. Deutschland wird sich in dem Theile Central-Asiens festsetzen, welchen Rußland zu haben wünscht, und das ganze südliche Asien vom chinesischen Meer bis zum Mittelmeer wird in den Besitz Englands und Deutschlands kommen. Deutschland whd die südliche Küste und England Arabien nehmen." Bezüglich der Philippinen-Politik des Präsidenten sagte er: Warum dis Lamentation, wenn eine große Macht einen kleinen Staat annektirt? Warum sollen wir nicht unsere Hand auf, diese zerstreute Inselgruppe legen. Wir bringen ihr Licht und verbrennen die Finsterniß. Selbst eine russische Regierung hat sich für die von ihr annektirten halbzivilisirten Landestheile als ein Segen erwiesen." Bezüglich Chinas sagte er noch, daß die Ver. Staaten sich darüber klar werden müßten, ob andere Mächte China zerstückeln sollten oder nicht. Falls die Ver. Staaten sich diesem Vorhaben widersetzten, so würde keine Macht Eu ropas es wagen, dem ausgesprochenen Wunsche der Ver. Staaten entgegen zu bandeln

Schiffsnachrichten. New York. 3. Febr. Angel.: La Bretagne", von Havre. Queenstown, 3. Febr. Angek.: Campania", von New Jork, nach Liverpool bestimmt. Abgeg.: Umbria", von Liverpool, nach New Fort bestimmt. Boston. 3. Febr. Angek.: Ultonia", von Liverpool und Queenötown; Pameranian", von Glasgow.

Schon wieder wird ein Menschenraub gemeldet. Schnee st urm. A t ch i n s o n. Kan.. 4. Febr. Der fürchterlichste Schneesturm, der hier seit Langem geherrscht hat. hat Samstag Abend und Sonntag das nördliche Kansas heimgesucht. Der Zentralzweig der Missouri Pacific Bahn ist gänzlich eingeschneit. Viele Züge stecken im Schnee und Schneepflüge sind nach allen Richtungen ausgesandt. Der Straßenbahnverkehr ist in dieser Stadt gänzlich eingestellt. Sonntag Abend klqrte sich der Himmel auf. M u s c a t i n e , Ja.. 3. Febr. Ein arsr Schneesturm, der schon 30 Stunden' dauert, ist in Gange. Alle Züge treffen mit Verspätungen ein. . A u r l i n g t o n . Ja.. 3. Febr. Seit drei Jahren hat es hier nicht so stürmt und geschneit als Sonntag. Der Verkehr ist fast ganz unterbrochen. I o l i e t . Jll., 3. Febr. Hier ist fast ein Fuß Schnee in den letzten 12 Stunden gefallen. Der Wind hat mehrere Fuß hohe Schneewehen zusammengefegt und der Straßenbahnverkehr leidet sehr darunter. Ottumwa. Ja.. 3. Febr. In F?lge des seit Sonntag Morgen üerrschenden Unwetters kommen alle Züge mit Verspätung an. Der Schnee liegt 15 Zoll hoch und es sind noch keine Anzeichen vorhanden, daß der Sturm bald nachlassen wird. Milwaukee, Wis.. 3. Febr. Ein Blizzard aus Nordosten herrscht seit dem frühen Morgen. Die Straßenbahnen können kaum noch durch den zum Theil vom Sturm zusammengewehten Schnee. Die Fegmaschinen sind fortwährend in Thätigkeit. Fast alle Eisenbahnzüge sind verspätet, selbst die von Chicago. Das Trajektboot Muskegon von der Pere Marquette - Linie, welches Sonntag früh von Ludington. Mich., abfuhr, hat diesen Hafen noch nicht erreicht. Die Straßenbahn - Verbindung mit Racine ist unterbrochen. Berichte aus allen Theilen des Staates besagen, daß der Sturm der schlimmste dieses Winters ist. Kans as City, Mo., 3. Febr. Dem starken Schneefall der letzten Nacht ist ein starker Wind gefolgt. In dem westlichen Kansas leidet das Vieh ziemlich stark unter dem bösen Wetter, doch ist die Temperatur nicht allzu niedrig. Dem Weizen wird der Schnee zu Gute kommen. ' Der Sturm scheint letzt vorüber zu sein. Omaha, Nebr., 3. Febr. Hier dauerte der Sturm nicht sehr lan . aber es wurden doch viele Tdep'.v und Telegraphenpfosten umgew'. Chicago, Jll., 3. Fer.. . ist sechs Zoll Schnee gefallen ' . -

chen Stellen hat der Wind ' 15 Fuß Höhe zusammen 7,Straßenbahnverkehr rein chen Linien gän i e' Grand ? ' d .

Fe5. Der S .!?: f:;?rr.i. der i.rn Sonn ' v'5 ra - nd der während V. zunahm, wüthet v. . 5, C? ':. dies der schlimmste Unters und herrscht :r ;.r ganzen Staate. - ,ornado in Texas. v per, Texas. 4. Febr. Ein . ao, der Samstag Abend diese -.,cn'"'' heimsuchte, hat großen Scha::n ausrichtet. Im westlichen Theile 3'.'i; Z'. 'Sa County wurde James Mood' .us zerstört und eine Tochter 5a?:&l Sine?, .iaiifefi J.-Li.

' Zu "-I y aTI' t werden.

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Tink Surret! wurde getödi6i'und'??cr seiner Kinder arg verletzt. Viele Häuser wurden zuerstört. Mordangriff auf einen G e i st l i ch e'n. New York. 4. Feb. Rev. John Kellar. der Sekretär des Bischofs Starkey. des Pastors der Dreieinigkeits Episkopal-Mission in Arlington, N. I.. wurde Sonntag Morgen von Thomas G. Barker angeschossen und schwer verwundet. Barker lauerte Kellar auf. als dieser aus dem Hause von John S. Sands kam. wo er gefrühstückt hatte. Eine Kugel drang Kellar in den Kopf und zerstörte die Sehkraft auf dem rechten Auge, eine Tndere zerschmetterte seine rechte Hand und eine dritte durchbohrte den Hut des Geistlichen. Barker. der sich nach der Schießerei der Polizei stellte, erklärt, er sei zu der That durch die Angaben seiner Frau veranlaßt worden, welche ihm Samstag Abend gestand, daß die Krankheit, an der sie seit einem Jahre litt, das Resultat eines Angriffes sei. den Rev. Kellar in ihrer Wohnung auf sie machte. Barker ist 39 Jahre alt und ein Angestellter der Commercial Cable Company. Rev. Kellar ist ein Jahr jünger und stammt aus Philadelphia. Er stellt es in Abrede, Frau Barker angegriffen zu haben und weigert sich, die Klageschrift gegen Barker zu unterzeichnen. Der Geistliche ist auch Kaplan des 1. Regiments. Die Rothhäute im BundesGefängniß. M u s k o g e e. I. T.. 4. Februar. Chitto Harjo alias Crazy Snake" und 17 andere Unterhäuptlinge der Creek-Jndianer befinden sich im Bundesgefängniß. Sie werden später wcgen Hochverraths prozessirt werden. Truppe A vom 8. Kavallerie-Regiment, Bundesmarschall Bennett und seine Mannschaft brachte die Nothhäute nach hier. Montag wird eine ?Nannschaft abgesandt werden, die Lotah Mekko, deneigentlichen Häuptling der Crccks, verhaften soll. Crazy Snake" sagt, er sei überzeugt, daß sie alle freigesprochen werden würden. Sie hätten Papiere von Washington, welche ihnen das Recht gäben, ihre alte Reqierung wieder zu etabtiren. Der Große Geist." sagte Crazy Snake". wird dafür sorgen, daß wir Gerechtigkeit bekommen, selbst wenn der Weiße Vater in Washington und das Oel-Syndikat versuchten, den Rothen Mann seiner einst glücklichen Jagdgründe zu berauben. BerzögerteBeförderungen. Washington. D. C., 4. Feb. Sekretär Long hat einen Brief an Senator Morgan geschickt, der u. A. Folgendes enthielt : Mit Bezug auf Ihr Schreiben, in dem Sie sich darüber beschweren, daß die Regierung die Verdienste des Leutnants Hobson. des Kapt. Clark und Anderer nicht anerkennt, möchte ich sagen. daß Niemand dies mehr bedauert als ich und Niemand mehr dahin arbeitet. den Helden von Santiago Gerechtigkeit widerfahren zu lassen als ich. Die Verzögerung ist weniger durch die Regierung als durch den Kongreß verursacht. Jch sage dies nicht, um die Verantwortung auf Andere abzuwälzen und hoffe, daß Sie und andere Mitglieder der nationalen .Gesetzgebung Ihr Ziel erreichen werden. Der Senat hat nie die vor zwei Jahren vom Präsidenten vorgeschlagenen Beorderungen besprochen. In jedem - ,'' ' -r Jahreöberichte habe ich der A: .,:.u..?it Er wähnung gethan. o' .;.a :nso wenig Erfolg geh'. : .''i . Etagen, welche ich für d .-i, r .! dieser Hinsicht ausa . ; ' iv.de Der Präsident ist er . i ; orbci, en Grad eines Vi .. ' m itcircn. Ich habe y ' ' em Präsidenten über v " sen. aber er kann sein"' ...11 .'.ii-i ron den übrigen ab so . -. ' . , jtn übrigen Offizieren 'I- .! Mannschaften gegen- :'.;: ?iijt lein würde. Die Letzteren i-Un noch nicht einmal ihre DenkmünZön erhalten, während die Leute vom asiatischen Geschwader ihre Medaillen schon lange tragen. Vor einigen Tagen habe ich mich an Senator Hale. den Vorsitzer des Ma-rine-Kommittees gewandt, die Sache zur Sprache zu bringen. Hoffentlich wird dieselbe jetzt bald erledigt. Stürmische Iah"?!. N e w Y o r k. 4. Febr. Der Dampfer New York" von der amerikankschen Linie kam Sonntag hier an. Er verließ Cherbourg in einem fürchterlichen Sturme. Einer der Matrosen. Dan. Boyle. wurde von einer Welle zu Boden geworfen und so schwer verletzt, daß er zwei Tage später starb. Er wurde auf See begraben. Raubgesindel. Marion, Ind.. 4. Febr. George Weber, der Kassirer der Marion Bank, hat von dem Südlichen Bankiers-Verein-einen Brief erhalten, in dem

ihm mttgetheilt wird, daß eine Bande vqn Bankräubern. Einbrechern und anderem Diebsgesindel nach dem Norden abgegangen ist und u. A. zwei Banken in Marion berauben wollen. Die Polizei ist auf der Hut. Wesfels über den Tod der Königin Victoria. Chicago. 4. Feb. Philip Louter Weffels. einer der drei Boeren-Delega-ten, welche sich im Lande aufhalten, um Sympathie für die südafrikanischen Republiken zu kreiren. hielt am Sonntag in McVickers Theater eine Anspräche, in der er erklärte, den Boeren thäte der Tod der Königin Victoria leid, umsomehr als sie versucht habe, dem Kriege mit den Boeren ein Ende zu machen. Er meinte, sie würde den Krieg bald beendet haben, falls sie am Leben geblieben wäre. Temperenz-Kantinen. Chicago. 4. Feb. Frau L. Sie vens. die Präsidentin der nationalen W. C. T. U.. und Frl. Anna A. Gordon. die Vize-Präsidentin at large" dieser Vereinigung, haben den Sergeanten Francis H. Buzzacot ersucht, nach Washington zu gehen und im Interesse von Temperenz-Kantinen im Kongreß zu sprechen. Frau Nation's Armee. K a n s a s C i t y. Mo.. 4. Februar. Aus Topeka. Kan.. wird der Times" gemeldet: Polizist Lusier hat den Stadtmarschall Stahl davon in Kenntniß gesetzt, daß die Wirthe beabsichtigen. Frau Carrie Nation zu theeren und zu federn. Diese hat allerdings etwas Angst gekriegt, erklärt aber, sie werde mit ihrem Zerstörungswerk fortfahren. Ein Werbebureau für die Topekaer Brigade der Kansaser Division von Carrie Nation's Armee ist eröffnet worden und etwa 300 Soldaten, meistens Frauen, haben sich eintragen lassen. Montag will die Armee vor den Wirthschaften Gebetsversammlungcn abhalten. Der einzige Grund, weshalb die Weiber Montag ihr Zerstörungswerk nicht wieder aufnehmen wollen, ist der. daß sie gehört haben, bewaffnete Männer beschützen die Joints". Frau Nation sagt, sie fürchte kein Gewehr wolle aber nicht andere Frauen in den Tod führen. Postmeister Guthrie sagt. Frau Nation erhalte mehr Briefe, als irgend eine Bank in Topeka. Viele derselben enthielten Geld. St. Joseph. Mo.. 4. Febr. Die Temperenz - Fanatiker, welche Samstag mit derZerstörung von Wirthschaften in Hiawatha. Kans.. begannen, setzten Sonntag ihre Arbeit fort. Jeder Joint" in der Stadt ist zerstört. Zum Andenken Victoria's. New York. 4. Feb. Andrew Carnegie hielt in der Carnegie-Halli einen längeren Vortrag über den Moralischen Charakter der Königin Victoria", worin er besonders auf die to lerante Gesinnung der Königin allen Sekten gegenüber hinwies. Ihr Freundlichkeit gegen Jedermann wäre uneingeschränkt gewesen und ihre nie drigsten Bediensteten seien von ihr mit derselben Freundlichkeit behandelt worden wie die höchsten Würdenträger. Ein Beispiel davon sei ihr Dienei John Brown gewesen, der trotz seinei dienenden Stellung von der Königin so hochgeschätzt worden sei daß sie sein Grab mit einer Inschrift habe versehen lassen, welche die Tugenden des treue? Dieners verewigt hätte. Wenn wir Alle so von unseren Dienstleuten denken wollten schloß Herr Carnegie seine Rede, so würdt die soziale Frage ihrer Lösung um ein Bedeutendes näher kommen." Konferenz der Grubenar b e i t e r. Columbus. O., 4 Feb. Di, Delegaten zur Konferenz der Gruben .arbeite? scheinen auf eine Lohnskala und eine fixirte 7prozentige DiffereN' tial-Rate zwischen Mahnen- un Hand-Häuerei bestehen wollen Präsident Mitchell sagt, daß die Arbeit ter und Grubenbesitzer keine großen Differenzen zu begleichen hätten, wi, bisher, und er hofft auf ein: friedlich Beileguna der Streitfragen. E. Zimmermanntm Tue n e ,k. San Francisco, Cal.. 4. Feb. Eugene Zimmermann von Cincinnati reiste am Sonntag nach Monterey ab. um seine Tochter, die Herzogin von.Manchester. zu besuchen. Mit Bezug auf den Aufkauf der Aktien der Southern Pacific Bahn Seitens der Union Pacific sagte Herr Zimmermann, die pacifische Küste sowohl, als das ganze Land würden daraus Nutzen ziehen. Er glaube, die Vanderbilts seien bei dem Handel interessirt. Seiner Ansicht nach wird die Regierung, vorläufig nicht in's Eisenbahngeschäft gehen.

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Weitere Depeschen auf

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