Indiana Tribüne, Volume 24, Number 137, Indianapolis, Marion County, 3 February 1901 — Page 7
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Modern. Humoreske von B. W. Zell. Einen offenen Brief in der Hand, tritt Frau Inge ganz erregt in des Gatten Zimmer. Er sagt zu, Hans, er sagt wirklich zu! Der fährt von seinem socialpolitischen Werk auf. Wer denn? Mein Gztt, wie verträumt du immer bist! Gebhard Marks natürlich, den ich bat. uns in einem Kreise von Intimen seine neuesten Gedichte vorzulesen. Hundert ähnliche Anliegen lehnt er täglich ab, das unsere gewährt er in liebenswürdigster Weise. Aber, liebes Kind, du thust, als ob dir mindestens das ganze Kaiserreich China ohne Schwertstreich zum Geschenk gemacht würde! Laß das Spotten! Du weißt, daß Gebhard Marks der berühmteste Dichter der Modernen ist. Professor Waßli lächelt sonderbar. Wenn er dir und manchen andern dafür gilt aber keinen Disput. Inge! Ich bin gar nicht kampflustig. Wann soll denn NUN der große Abend stattfinden? Am zwanzigsten November, eine herrliche Vorfeier meines Geburtstages. 'So weit h'.nai'schoben? Sind ja noch mehr als vier Wochen. Natürlich. Erstens ist ein so be-. rühmter und vielgelehrter Mann auf lange Zeit versagt und dann heißts doch auch die nöthigen Vorbereitungen treffen. Vorbereitungen, wenn der Mann seine Gedichte liest? Natürlich. Du vergißt, daß wir es mit einem Genie zu thun haben. Gebhard Marks stellt seine Bedingungen und kann sich das erlauben. Er beansprucht also ein glänzendes 'Honorar? Frau Jinge ist ganz beleidigt. Q nein, so materiell denkt ein wirklicher Dichter nicht! Er verlangt nur eine stimmungsvolle Umgebung, damit seine Poesieen auch zur rechten Wirkung kommen. Nicht nur Gehör und Seele, auch Auge und ästhetischer Sinn sollen sch oelgen. Der Professor sieht sehr belustigt drein. Der große Mann verlangt demnach dictatorisch so laß dir doch nicht allcs abfragen, Kino! Q, gar nichts Ungeheuerliches wünscht er, meint sie etwas kleinlaut. Nur Dämmerlicht, verhüllte Kerzen, ein Gemach in violetten Farbenton getaucht! violett ist nämlich höchst stimmungsvoll, mußt du wissen. Der Gatte lacht nicht mehr, sondern tritt jetzt sehr energisch mit dem Fuß auf. Also nichts mehr und nichts weniger als eine neue Ausstattung unseres Salons. Und das willst du bewilligen? So schau doch nicht so grimmig drein. Liebster. Ich verhänge und decorire alles mit billigstem Möbelstoff in Violett und bestreite das von meinem Nadelgeld. Und irgendwie praktisch verwerten wird sich der Stoff immer noch lassen, unser Fremdenzimmer bedarf längst einer kleinen Auffrischung. Aber Inge, du wirst doch nicht im Ernst daran denken, grcllte er mit verdüstertem Antlitz. Da hing sie schon cn seinem Halse. Gewiß werd ich? und du, Lieber, wirst mir die Freude nicht verderben, denn ich wünsche mir dasals Ge burtstagsgeschenk. hörst duwohl? Dagegen ließ sich nichts einwenden und seufzend gab er nach. Noch am selben Tage entwarf man die Liste der Bevorzugten, die zu dem bedeutungsvollen Abend Einladungen erhalten sollten. Und am nächsten Vormittag suchte Frau Inge alle diese Damen auf. um mit ihnen zu berathen. Es stand fest bei ihr, daß sie sämmtlich in violetten Gewändern erscheinen, und die Herren wenigstens Cravatten derselben Farbe anlegen mußten. Die zart besaiteten Seelen, an welche Inge sich wandte, fanden sich alle geneigt, so berechtigten Wünschen des großen Dichters nachzukommen. Inge Wäßli aber war Evastochter genug, um für sich noch einen ganz besonderen Clou" aufzusparen. Nicht nur die Farbe.' auch Schnitt und Ausstattung ihres Gewandes sollten des hehren Zweckes würdig sein, sich durchaus vom Hergebrachten unterscheiden und symbolistisch andeuten, welche Stimmung die Trägerin beim Genießen Gebhard Marksschcr Dichtungen beherrschten. Lose und flüssig in den Linien, nach Art griechischer Gewandung mußte es sein, dazu recht kleidsam, recht apart und über den dämmernden violetten Grund geschliffene Glasperlen verstreut, die Thränentropfen andeutend, die in seelischem Hochgefühl den Augen entströmen würden. Die Hauptsache aber war der Besatz; der mußte wie Chiffern eines Geheimbuchs wirken, eines Geheimbuchs, in dem das ganze reiche Empfindungsleben einer schöngeistigen modernen Frau enthalten. Vielleicht wirre, schlängelnde Zickzacklinien, die etwas Unsagbares, Unbegreifliches, unterhalb der Bewußt'seinsschwelle Stehendes kennzeichrieten; das allein konnte auch zugleich die Mccht und Kraft Markssche, Schöpfungen versinnbildlichen. -Und Frau Inge componirte und hatte dann endlose Berathungen mit einer genialen modernen Schneiderkünstlerin, 'welche die tiefe Bedeutung symboliüi Icher Frauengewandung in ihrer gan?en Tragweite voll erfaßt hatte. Das Ergebniß war aber auch ein glänzendes. Als Inge sich zum ersten Mal in der wallenden, schleppenden Faltenfülle des thränen betauten Violett, mit ih. rem aschblonden, gelösten Haar vor dem Spiegel sah. war sie ganz ergrif. fen. Sie sah aus wie eine Muse, GebarMaxfL.MuseZ Und McrMti
von diesem Gefühl schritt sie ernst und hoheitsvoll dem eben eintretenden Gatten entgegen. Aber, liebes Kind, das ist denn doch ... Verkörperte Stimmung, ein Gewand, das Seele hat, findest du nicht auch? Ja, aber erkläre mir... Was gibts da zu erklären? Es ist einfach das Kleid, das ich zur Vorlesung tragen werde. Nicht wahr, unsere modernen Kleiderkünstler können etwas leisten? Sie verstehen es. den Anzug der jeweiligen Stimmung anzupassen. Auch das ist eine Errungen schaft der Moderne, die dem Bedürfniß feingestimmter Seelen Rechnung zu tragen weiß. Der Gatte sieht ganz entfetzt drein. Um Gotteswillen, Inge, jetzt auch noch für jede Stimmung ein besonderes Kleid! Wer soll das erschwingen? Da können fortan nur noch Millionäre sich den Luxus erlauben.-zu heirathen. Ach, du übertreibst, wie gewöhnlich. Schatz! Hauptsache ist: She. ich gut aus in dem Kleid oder nicht? Nur gut? Schön! Berauschend! Na, das genügt, rief sie jubelnd, ihn umhalsend. Hab' eine Neuigkeit für dich, Herz. Doctor Franz schreibt mir eben, daß er am 18. November von seiner Hochzeitsreise heimgekehrt und sich freut, mit seinem reizenden jungen Frauchen unserem Vortragsabend beiwohnen zu können. Prächtig. Anny macht hoffentlich recht stimmungsvoll Toilette möchte ihr doch nsch lieber deshalb schreiden. Wohl kaum nöthig. Das anmuthige Väschen hat soviel Geschmack und künstlerischen Sinn, aber wie du willst. .Uebrigens muß ich dir mittheilen, daß von der Küche her ein rech! brenzlicher Geruch die Wohnung durchzieht sollte da der Köchin ctwas passirt sein? Auch in der Kinderstube hörte ich Geschrei, vielleicht siehst du einmal nach . Die Stimmung bei Tisch ist gar nicht stimmungsvoll". Der Braten verbrannt und das Kinderfräulein bringt die Nachricht, daß Willy mit seinem Schwesterchen in Streit gerathen und sich beide ganz gassenjungenmäßig gerauft hätten. Der Hausherr sitzt mit gefalteter Stirn da, bezwingt sich und schweigt, genießt aber fast nichts und zieht sich nach hastig gemurmeltem Mahlzeit!" zurück, ohne wie sonst seiner Huusehre einen herzhaften Kuß gegeben zu haben. Frau Inge grollt. Aber längst sind alle "ähnlichen kleinen Scenen vergessen, als endlich der große Abend erscheint. Der Salon sieht wunderbar aus; etwas düster und schwermüthig freilich mit den bei Licht ganz dunkel erscheinenden violetten Drapirungen, den verhüllten Kerzen und Lampen, aber so gerade liebt das ja Gebhard Marks. Die Büschel herrlicher lila Chrysanthemen, die überall Basen und Schalen füllen und einen herben und doch berauschenden Duft ausströmen, fügen 'sich prächtig in den Stimmungsaccord ihrer Umgebung. Auch Inge in ihrem Phantast!schen Gewand vollendet die Harmonie dieses Accords. Der Gatte hat zwar zu ihrem Kummer keine violette Cravatte angethan, es aber doch gelitten, daß sie ihm eine lila Blüthe ins Knopfloch steckte. Und dann erscheinen. sehr pünktlich, die Gäste. Alle lila angehaucht, wie der Professor sarkastisch bemerkt. Man sich! ihnen die weihevolle Stimmung an; sie treten leise auf und sprechen nur im Flüsterton wie bei einer Trauerfeier, aber wie sollte man sonst das Stimmungsvolle" ausdrücken? Als man vollständig versammelt, erscheint Gebhard Markst Er trägt eincn schwarzen Sammetanzug und wehenden lila Schlips; da es altmodisch wäre, als Dichter mit wallendem Lockenhaar zu erscheinen, trägt er das Haupt vollständig kahl geschoren. Erst stört das die anwesenden Damen ein wenia. dann finden sie es großartig, tiefsinnig! Wahrlich, diesen Geistessimson 'wird keine Delila an seinem Haupthaar fesseln und den Feinden überliefern können, das will er doch jedenfalls mit dieser Schur ausdrücken. Viel Lila und doch nichts von' Tclila, eine Symbolistik, wie sie eines Gcbhard Marks einzig würdig! Voll Befriedigung überschaut,., der Dichter die Arena, in der sich seine ',eisietkinder, dem Hauche seines Mundes entströmend, tummeln sollen. Er küßt der Hausfrau den weißschimmernden Arm. drückt den Zipfel ihres griechischen Aermels ans Herz und reicht dann jedem Anwesender: bei der Vorstellung die Fingerspitzen, wie ein König. der Cercle macht. Die Stimme geht wie ein Hauch aus seinem Munde, die ider sind gesenkt; nur ab und zu heben sie sich und lassen einen elektrischen Blitz hervorzüngeln, das geschieht, wenn eine besonders schöne Frau vor ihm steht und sich demüthig dem großen Dichter neigt. Dann liest er aus einem Buch, das in reißen Sammet gebunden und mit lila ünaelnden SÄlanaen bemalt ist. Er spricht so leise, datz man ryn nicht
! versieht und was man etwa versteht.
begreift niemand, denn es ist nur ein Stammeln, ein Lallen. Aber daS Stammeln und Lallen de qottöegna-
j deten Genius. Verstand man denn ie Sprache der delphischen Orakels (Vewiß nicht! Und weshalb sollte ein mo- : lernet Dichter verständlicher orakeln ' als einst Pythia? Man konnte so j hübsch träumen bei diesem Stammeln ' und sich allerlei denken. Es war eben so ganz unsagbar stimmungsvoll. ! Der Dichter machte eine Pause. Lauter Beifall wäre hier Barbarei, nur Böotier konnten roh und schallend die Hände aneinanderschlagen. Aber man iist bewegt, ergriffen, drückt sich die tHande; einige Damen führen die lijaumränderten Taschentücher an ..die
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Augen. Dann reicht man irdische Speise, Caviarbrötchen und Champagner. und der Dichter läßt sich zum Aenschsein herab und verschmäht beides nicht. An der nun lebhaft hinund herschwirrenden . Unterhaltung nimm! er indessen nicht theil; er begnügt sich zu hören und, den kahlen Kopf anmuthig zur Seite geneigt, mit dielsagendem Lächeln zu schweigen. Dann wird die Vorlesung fortgesetzt. Gebhard Marks hat sich natürlich seine tiefsinnigsten Poesieen. deren Zickzackflug kein, gewöhnlicher Sterblieher mehr zu folgen vermag, bis zuletzt aufgespart. Alles lauscht andachtsvoll. Da tönt plötzlich in das feierliche Scbweigen hinein der helle Klang der Thürglocke draußen. Die Zuhörer fahren zusammen, wenden den Kopf, die Hausfrau erregt sich, der Dichter runzelt die Brauen, fährt aber fort. Dann Stimmen draußen im Gange welch' eine profane Störung! Einfach unerhört. Frau Inge eichebt sich empör:, ein flehender Blick fliegt zu Nt'arkL hinüber, der eben eine kleine Pause macht und wie ein gereizter Löwe um sich schaut. Und nun wird die Thür geöffnet und ganz unbefangen tritt Vetter Franz mit seinem Weibchen berein, ohne Ahnung augenscheinlich, welch ein Sacrileg er soeben begeht. Vor einer Stunde angekommen, ruft er fröhlich. Und da es sich hier ja doch um einen Kreis von Intimen handelt, durften wir schon wagen, zu spät zu erscheinen. Die junge Frau, ein reizendes Ge schöpf, in duftiges Weiß gekleidet, hat inzwischen die Hausfrau umarmt. Alles an ihr ist Jugend, Frische. Leben. Gcbhard Marks aber schaut mit vernick.tcnden Blicken zu ihr hinüber. Sie hat es gewagt, in einem weißen Kleide zu erscheinen; die Harmonie des Violett ist in schreiende Dissonanzen aufgelost, alle Stimmung verflogen, seine Seele wund. Vor diesen Barbaren, die sich nicht scheuen, zu spät zu kommcn. laut zu sprechen und sich unangemessen zu kleiden, seine Geistesperlen zu verschütten, sällt ihm nicht ein. Er klappt das weiße Sammetbuch zu, verneigt sich leicht gegen die Gastgeber und schreitet, jeder Zoll ein gefeierter Dichter, würdevoll hinaus. Alles steht erstarrt. Frau Inge will ihm nach, der Gatte hält sie zurück. Laß nur, Kind, der kommt doch nicht wieder. Wir werden ihm ein feierliches Dankschreiben nachsenden und nun zu Tisch gehen. Gott sei Dank, daß man wieder vernünftig laut sprechen und fröhlich lachen kann. Und er bricht in ein tönendes, befreiendes Lachen aus und Vetter Franz und Frau stimmen mit ein. Allmählich finden sich auch die übrigen Gäste in die veränderte Lage. Wenn Tafelfreuden locken, ist man nicht gerade unversöhnlich. Und so schließt der stimmungsvoll begonnene Abend zwar nicht stimmungsvoll, aber doch recht feuchtfröhlich. Am anderen Tage sieht Frau Inge vor ihrem blumengeschmückten Geburtstagstisch. Der Gatte hat sie reich beschenkt, wie alljährlich. Was aber liegt da noch für merkwürdiges Zeugs auf den Sesseln; es schimmert von weiß und rothen Stoffen mit phantastischen Verzierungen; der Professor hebt jetzt das. eine empor und breitet es aus. Sieh, Liebling, auch deine innersten Herzenswünsche hab ich zu erfüllen getrachtet. Hier ein Geand, für deine Anwesenheit in der Kinderstube componirt. Du siehst, es zeigt die Unschud weiß, das Vordertheil ist bedeutsam mit Störchen und Kinderwiegen bestickt, zwischen denen kleine Engel schweben. Die Besatzborte aber zeigt die gefällige Zeichnung von Ruthen, ohne Ruthe gehts in der Kinderstube nicht gut ab. liebste Inge. Sie steht mit zorngeröthetem Antlitz da. Der Gatte aber hebt unbefangen das andere Kleid empor. Und hier, ein stimmungsvoller Küchenanzua.: In Ziegelroth gehalten. mit bräunlichen Effekten, verbrannte Braten andeutend. Hier die gestickten züngelnden Flammen, das Feuer des häuslichen Herds. Daneben anmuthig gekreuzte Kochlöffel. Die den Abschluß bildenden Drachenköpfe versinnbild!ichen den Kampf, der auch das Blut der sanftesten Hausfrau in gährend Drachengift verwandelt, der Kampf mit unverschämten Diensiboten. Frau Inge ist schon hinaus. Wegen bcchgradiger Migräne kann sie heut keine Geburtstagsgratulanten empfangen. Nur als ihre phantasievolle Schneiderkünstlerin sich melden läßt, macht sie eine Ausnahme, um ibr zu sagen, daß sie vorläusia alle weiteren Auftrag für symbolistische Gewanduna zurückiebe. 55 so viel Altes. Hübsches da, Fräuln, und will es doch erst auftragen. Entschädige Sie natürlich für lle Bemühungen. Voll Empörung entfernt sich die Künstlerin. Professor Wäßli aber, der im Nebenzimmer diese Unterredung belauscht hat. hastet trotz der Migränesperre ins Frauengemach und umhalst seine Frau stürmisch. So ist's recht. Inge, habe Dank, daß du mich so ganz verstanden! Bleibe auch ferner meine lieoe. süße, altmodische Frau, die in stimmunaslosen Gewändern einhergeht die Stimmung im Hause werden wir uns schon schaff:u!
A u f d e m W e g e z u r V o l U kommenheit. Na. der Karl scheint schon seiner Frau gegenüber sehr nachsichtsvoll zu sein." Ja, mit einem Pantoffel ist er schon Held!"
Im Examen. Lehrer: Was; wissen Sie von der alten Geschichte?"' Höhere Tochter: Sie bleibt ewig neu und w:m sie just passieret, dem hricht daS Üerz eMwul"..
Ter Trousscau der Königin. Das 5)ochzeits kleid der Königin Wilhelmine von Holland wird vielleicht das prächtigste Brautgewand sein, das man in neuerer Zeit geseben hat. Die Zeichnung dazu ist von Nicaud in Paris entworfen; dort wird es auch fertiggestellt. Die prächtigen Stickereien werden in der königlichen Schule für Kunststickerei, in Verbindung mir dem Nijks - Museum in Amsterdam, angefertigt. Die Leiterin der Schule. Frau van Emstede-Wink-ler. hat, wie wir schon einmal kurz erwähnten, acht bis neun der geschicktesten Schülerinnen ausgewählt, und seit einiger Zeit arbeiten die Damen beständig an ihrer Aufgabe. Das ganze Kleid ist aus wunderbar schmiegsamem und feingewebtem Silbertuch, das an jene indischen Müsseline zur Zeit unserer Großmütter erinnert, die durch einen Ring gezogen werden konnten". Das Gewebe ist mit großen Kosten besonders zu dicsern Zweck hergestellt worden. Die als Unterkleid dienende, reichste weiße Glace-Seide erhöht noch den glänzenden Schimmer des Gewebes. Das Vordertheil des Rockes und die an der Taille schmale, unten breite Schleppe ist in einem nach oben spitz zulaufenden Muster gearbeitet. Die zweieinhalb Meter auf dem Boden lanze Schleppe fällt von der Taille herab und ist von zwei breiten Streifen Stickerei aus losen Orangenblüthenzweigen und Laubwerk in künstlerischer Verbindung mit Arabesken und Vändern umgeben. Jedes Blumenbüschel hat eine voll erschlossene Blüthe, die von mehr oder weniger entwickelten Knospen umgeben ist. Dazu .werden feine Perlen verwendet, zum Blattwerk Goldadern (Paillettes). Außer den Perlen und Paillettes werden sechs Arten Silberfäden gebraucht, um die verschiedenen gewünschten Wirkungen hervorzubringen, das dazwischen zeschlungene Band ist erhaben gearbeitet. Die Stickerei ist nicht nur auf dem Silbergewebe, sondern auch auf d;m weißen Seidengrund gearbeitet, wodurch sie reicher und fester wird. Die nach holländischem Brauch für eine Staatshochzeit ausgeschnittene Taille zeigt keine Stickerei, sie wird mit Brüsseler Spitzen garnirt, von denen die Königin eine sehr kostbare Sammlung alter und neuer Muster besitzt; der Schleier ist gleichfalls aus Brüsseler Spitzen. Ein anderes ebenfalls sebr kostbares Staatskleid ist in Amsterdam angefertigt worden. Nach Schluß des Honigmonats beabsichtigt die Königin, einige Tage in der Hauptstadt zuzubringen und in dem berühmten Ballsaal Empfang abzuhalten. Bei dieser Gelegenheit wird die Königin ein weißes Sammetkleid tragen, dessen lange Schleppe einen breiten Streifen und Futter aus dem auserlesensten Hermelin hat. Dazu gehört ein weißer Sammetmantel mit Hermelin; zu diesem Zweck wurden auf allen großen Pelzmärkten der Welt tadellose Felle gekauft. Zobel und Hermelin bevorzugt Königin Wilhelmine von allen Pelzarten und ihre Licblingsfarben sind weiß, grün und hellgrau. Zur Brautausstattung gehören auch meh. rere Hausgewänder und vier einfache Reitkleider; die Gesellschaftskleider sind noch nicht fertig. Jedenfalls wird die Königin ihren hollandischenSchnei, dern die Gelegenheit bieten, ihre Leistungen vor Eingeladenen und Bevorzugten auszustellen; bloße Neugier ist ihr sehr unangenehm, deshalb ist auch bisher keinem Photographen gestatt worden, ihre Wohnzimmer im Haag oder Het Loo aufzunehmen. Zwei Könige.
Die Großmutter strickte die Nadel ab, wickelte bedächtig das Strickzeug zusammen, that die Hornbrille von der Nase, räusperte sich und erzählte: Vor langer, langer Z:it, da lebte einmal weit von hier, im Lande Ueberall und Nirgends, ein seelenguter König. Er saß auf dem Thron seiner Väter und dachte an nichts nur an das Glück seiner Unterthanen. Er trug natürlich eine goldene Krone auf dem Haupte; die hatte viele Zinken, und an jeder Zinke hing ein glänzendes Glöcklein. W:nn er nun, auch sonst herrlich angethan, durch die Straßen schritt, da klangen und glitzerten die vielen Glöcklein, daß es eine Lust war, und das Volk freute sich darüber und alle jauchzten und tanzten und warfen vor lauter Glückseligkeit das Beste hin. was sie besaßen. Ein paar Hofnarren, des Königs stete Begleiter, sammelten die Gaben und trugen sie in die Schatzkammer des königlichen Palastes. Wenn je einmal einer unter der Menge sich stumm und mürrisch verhalten oder nichts opfern wollte, so genügte ein Wink mit demReichsapfel oder ein kleiner Deuter mit dem Scepter, um ihn zu Glück und Freigebigkeit zu bekehren. Eines Tages, im Monat März war's, da hing der König, weil es so eigenthümlich frostig war, seinen Purpurmantel um und durchschritt die Straßen, um sein treues Volk wieder einmal zu beglücken. Aber bei dem kühlen Wetter kam es zu keiner rechten Begeisterung. Plötzlich erhob sich ein fürchterlicher Sturm; der rig dem armen Siowl'a die Krone vom Kopfe und hätte ibm 'fast den Kopf noch mitgerissen, so fest saß der Reif aus alt:r Gewohnhcit. Im Schrecken ließ der Gute Scepter und Reichsapfel fallen, und ehe er wußte, wie ihm geschah, fing sich die Windsbraut in dem weiten Purpurmantel und führte den König lveg. weit, weit hinweg über's Meer, in's Land, wo der Pfeffer wächst. Anfangs war der König vom Sturze ganz betäubt; als er aber zum Bewußtsein erwachte, kam ihm der Pfeffer in die Augen und er fing bitterlich zu wei nen an... Weil er aber. nicht ahnte, dajz
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der Pfeffer an seinen Thränen Schuld sei, so glaubte er, er weine aus Mitleid um sein armes, verlassenes Bolk, und das rührte ihn wiederum zu neu:n Thränen über seine eigene Herzensgüte. So weinte er fort, und da er schon ziemlich schwach war, weinte er sich bald zu Tode. Das Volk aber, undankbar w die Völker sind, vergaß seinen gutenKönig, ehe er ihm noch recht aus den Augen war. und jauchzte einem neuen zu. Der hatte zwar keine Krone aus dem Kops, sondern nur eine Mütze, aber Schellen waren auch daran, nach denen man tanzen konnte, statt Scepter und Reichsapfel trug er inen festen Stock mit tüchtigem Knopf, der war nicht so kostbar, aber viel praktischer noch zu Lehr und Wehr der Unterthanen. Diesen fehlte also nichts und sie lebten, wie früher, glückselig und in Frieden." Durften sie dem Könige mit der Mütze auch etwas schenken. Großmutter?" fragten d wißbegierigen Kleinen. Freilich, liebe Kinder! Schenken und zahlen durften sie, nach Herzenslust, genau so, wie vorher." I n der Buchhandlung. Köchin: Ich möchte einen Liebesbriefsteller aber, bitte, einen recht wirksamen!" Feine Ablehnung. Gutsbesitzer (demAntrittsvisite machenden neuen Ortspfarrer eine seiner Verschenkungs - Cigarren" anbietend): Nun warum langen Sie nicht zu?" Pfarrer: Aus Gründen der Moral." Gutsbesitzer: ..Was hat die Moral damit zu thun?" Pfarrer: Ja. man soll doch von seinem Nebenmenschen nicht gleich das Schlechteste annahmen!" D e p l a c i r t. Schmierendirektor (zum Schauspieler, der um Vorschuß bittet) Sie lassen sich jetzt ja alle Augenblicke von mir etwas vorschießen; glauben Sie denn, ich' sei ein SchnellfeuerAeschütz?-
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