Indiana Tribüne, Volume 24, Number 133, Indianapolis, Marion County, 30 January 1901 — Page 3
Jndiana Tribüne, 30. Januar 1001.
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Der Schauplatz unserer leschichke ist ein kleiner rt ini Ob:ramsaezirk Heilbron?,. Grc: Llufrezung ist untcr seiner Schuljugend. Der BezirtZschul. infp!tcr kommt in tn nächsten Tag?n. Der Lehrer arbeitet im Schweiß seinesAngesichts, damit seine Jugend" untadelig befunden werde vor Itm gestrengen Herrn. Sein Knalleffekt soll sein die Aufsage der ersten drei Hauptstüc!e des Katechismus, die da lauten? Ich glaube an einen Gott- .Ich glaube an Jesum Christum" Ich glaube an den heiligen Geist." Die drci besten" werden hierfür eingedrillt, und es geht alles famos bei der Generalprobe. Der' große Tag kommt, und mit ihm der Augenblick, wo der In sxxktor. der mit mildem Lächeln alle Ansprachen und Gesänge hat über sich ergehen lassen, das Schulzimmer betritt. Und gerade steuert er auf einen der drei Auserwählten zu: Nun Büeble". sagte er. glaubst Du an Gott." Noi." sagt das Büeble. und derJnspektor und der Lehrer sehen einander fassungslos an. Aber Geduld n'uh
! man haben.
Was Du glaubst nicht an Gott?" fragt der Herr Inspektor. Noi". lautet nochmals die Antwort. Der Gestrenge ist starr, und der Leh" rer noch starrer. Die Stille im Zimk.ier ist unheimlich. Alxr dieses Räthsel muß gelöst werden. Und der Inspektor fragt nochmals: So? an was glaubst Du denn?" I Ich glaube an Jesum Christum und der wo an Gott glaubt, der hockt do drüba im andren Bank." Der Schulinspektor behauptet, er habe noch niemals so von Herzen gelacht, als bei diesem Bekenntniß eines Gottesleugners. Impfung wider Willen.
Vom Jnlandc.
Herr Andre la Mourlette in Paris ist ein leidenschaftlicher Gegner der Pockenimpfung. Sein Arzt. Dr. Lcpercier. suchte ihn zu bewegen, sich angesichts der in Paris herrschenden Pockenepidemie impfen zu lassen; aber Herr Andre la Mourlette nahm diese Aufforderung sehr übel und schleuderte dem Doktor eine grobe Beleidigung ins Gesicht. Eine Ohrfeige war die Antwort des Arztes. Zu den Waffen! Man muß sich schlagen, und man schlägt sich auch wirklich. Bevor man den beiden Kämpen die Degen übergiebt, erscheint, von den Duellzeugen begleitet, der Arzt Dr. Rondolin und sagt: Gestatten ' Sie mir. meine Herren, die Spitzen ihrer Waffen mit einer antiseptischen Mischung zu benetzen. Das ist eine Vorsichtsmaßregel, die man niemals außer Acht lassen darf." Sprach's, nahm eine kleine Flasche aus der Tasche und benetzte mit der Flüssigkeit, die sie enthielt, die beiden Degenspitzen. Man sah sofort, daß der Ausgang des Duells nicht zweifelhaft sein konnte, denn schon beim ersten Gange zeigte es sich, dag Dr. Lepercier seinem Gegner weit überlegen war. 5i stand nicht umsonst in dem Rufe, einer der besten Schläger zu sein, während La Mourleite wie ein Hampelmann kämpfte. Man sah jedoch deutlich, daß der Doktor seinen Gegner schonte, denn sein Degen hatte schon zwei oder drei Mal Andres Brust berührt, ohne ihm wehe zu thun. Endlich stach er den Finanzmann leicht am Oberarm. Getroffen!" rief Andre, indem er seine Wasfe sinken ließ Und geimpft!" schrie Dr. Rondolin, der sofort hinzusprang und dem Verwundeten" den Aermel in die Höhe schlug. Wie meinen Sie das?" fragte La Mourlette. Mein Gott, ja, lieber Freund," sagte Dr. Lepercier, indem er seinem Gegner, auf dessen Arm sich ein kleines Blutperlchen zeigte, die Hand zur Versöhnung reichte, mein Freund Rondolin hat unsere Degen nicht mit einer antiseptischen Flüssigkeit benetzt, sondern mit echtem Kuhpockenstoff. Ich hatte geschworen, daß ich Sie impfen würde, und ich wollte nicht zum Lügner werden." Andre blieb einen Augenblick verblüfft und fragte sich, ob er nicht von neuem zornig werden sollte. Aber da er alle Welt lachen sah, machte auch er gute Miene zum bösen Spiel und drückte dem Doktor die Hand.
Scherzfragen.
. Welches Vergehen macht sich Derjenige schuldig, welcher ein Fahrrad besitzt, aber es nur selten benutzt? Der Fahrlässigkeit". Was kann man Demjenigen zur Last legen, der sein Rad durch eine belebte 'Straße führt? Oeffentliche Rädelsführern." Was thun zwei Radfahrer, welche in Folge einer heftigen Collision ihre Räder zertrümmern? Sie radebrechen." ohne den Mund aufzuthun. Welch: Aehnlichkeit besteht zwischen der Kleidung des Radlers und seiner Maschine? Beide sind des Radlers Fahrzeug." Was gilt von Jemand, der wahrend der Fahrt tüchtig in Schweiß geräth? Er kommt in sein Fahrwasser". Warum gehören die Radfabrer zu den kenntnißreichsten Leuten? Weil sie Alles erfahren" müssen.
Stil gemäß. A.: Deine Fräulein Braut scheint schon ziemlich bejahrt zu sein!" B.: Ja. sie paßt vorzüglich zu meinen antiken Möbeln!"
Die Energie mit welcher das Gericht d:Z licunü Kingsbury in SÜ5 - Dakota de: Unfug der sögenannten Weißkappen" zu Leibe g:ht. könnten sich andere Behörden zum Musie? nehmen. Vor einiger Zit wurde ein gewisser Rels Sand b:i Lake Thompson von einigen Männern aus seinem Hause geholt, geschlagen und an einem Strick aufgehangen, bis er fast todt war. Andrew Sorstad Fred Page. John Wing. Charles Coulson und Charles Harrison wurden verhaftet und processirt. Pag: wurde freig: sprochen, aber sofort wegen Aufruhr wieder verhaftet. Die Geschworenen im Falle Sorstad konnten sich nicht einigen, aber die anderen Angeklagten wurden schuldig befunden und zu zehn Jahren Gefananik verurtbeilt. I n der Gencc:rkung der Stadt Debreczin verhafteten zwei berittcne Gendarmen die Führer einer Zigeunerbande Demeter und Franz Rostas, um sie den Armen der Gerechtiakeit zuzuführen. In Ketten ge legt, wollten die behördlichen Organe die gemeingefährlichen Räuber in die Stadt bringen, was jedoch nicht ohne weiters erfolgen konnte. Auf derLandStraße wurden nämlich die Gendarm:n von den übrigen Mitgliedern der Bande, die in einem Gebüsch ihr Versteck fanden, meuchlings angefallen, und bald entspann sich ein Kampf aus Leben und Tod. Die mit Aeikn. Aerten und Messern bewaffneten Zigeuner, zwölf an der Zahl, brachten den beiden Gtndarmen gefährliche Verlctzungen bei. Die Gendarmen mußten von ihren Waffen Gebrauch machen, wobei sechs , Zigeuner Verwundungen erlitten. Dieser Kampf währte nahezu eine Viertelstunde. Auf die Detonation der Revolverschüsse der Gendarwen eilten mehrere Landwirthe de: benachbarten Tanyen herbei, mit deren Hilfe es gelang, die Zigeuner unschädlich zu machen. Sechs Zigeuner wurden verhaftet, der anderen Hälfte oelana es. erlenaeld m nebmen.. ZufrüherStunde fand man am Bahnübergang an der Palmkestraße in Hagen (Westfalen) auf dem Geleise den Fabrikarbeiter Blasberg schwerverwundct ;;nb in b-ußtlosen'. Zustand? ruf, kurz bevor der von Elberfeld fällige Personenzug die Stelle passiren mußte. Der Verletzte wurde sofort ins Krankenhaus überführt. Dort stellte sich heraus, daß der Kopf des Blasberg fürchterlich zerhackt war; man zählte nicht weniger als zwölf Säbelhiebe. Die Untersuchung hat ergeben, daß Blasberg in eine Schlägerei verwickelt worden war. an der ohne Zweifel auch ein beurlaubter Soldat theilgenommen hatte. Der Verletzte ist, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, seinen schweren Verletzungen erlegen. JndemHauseBerlinerstraße 57 in Charlottenburg, hatte ein junges Mädchen. Frl. Gertrud Griebe, ein Kravattengeschäft. Als Mitinhaber galt ihr früherer Bräutigam, ein Kaufmann Engel, ein Mann gegen Ende der zwanziger Jahre, .der in einem hinter dem Laden gelegenen Zim mer wohnte. Fräulein Griebe hatte vor einiger Zeit die Verlobung aufgehoben und wollte, trotz wiederholter Bitten, die Beziehungen nicht wieder anknüpfen. Darauf stellte Engel sie im Laden abermals zur Rede. Als er wieder eine ablehnende Antwort erhielt, zog er plötzlich einen Revolver aus der Tasche und feuerte auf das Mädchen drei Schüsse ab. Die erste Kugel drang Fräulein Griebe in den Kopf, die zweite in die linke Brust, unterhalb der Schulter. Der dritje Schuß, der erst fiel, als die zweimal Getroffene, sich durch das Fenster nach dem Hofe flüchtete, ging fehl. Mährend Hausgenossen sich dann der Schwerverwundeten annahmen, fiel im Laden ein vierter Schuß. Man erbrach die verschlossene Thür und fand Engel in seinem Blute schwimmend; er hatte sich durch einen Schuß in die linke Schläfe getödtet. Der Felsö - Bereger GutsbesitzerAlezander David, ein Äerwandte? des Statthalters von Dalitien, lebte mit seiner Familie, die aus Gattin und fünf Kindern bestand, in den glücklichsten Verhältnissen. Plötzlich brachen unter den Kindern Dipytl)ritis und Scharlach aus und rafften in einer Woche das sieben-, das neunund das zehnjährige Töchterchen des Gutsbesitzers weg. In der nächsten Woche folgten den drei Schwestern der 15- und der 16jährige Bruder, beide Zöglinge des Theresianums in Wien, die zu den Ferien nach Hause gekomwen waren, von den furchtbaren Krankheiten ergriffen wurden und denselben zum Opfer fielen. Von den Schicksalsschlägen überwältigt, erlitt Frau David einen Schlaganfall, dem sie in wenigen Stunden e'ilag. Da? Hzupt de: Familie, Alexander David, würd? seit dieserZeit trübsinnig, konnte sich an die unheimliche Stille, die jetzt in seinem Heim an Stelle der früheren Lebhaftigkeit herrschte, nicht gewöhnen und brachte seine Zeit größtentheils im Friedhofe an den Gräbern seiner Lieben zu. Schließlich machte er am Grabe seiner Gattin durch einen Schuß in seine Stirne seinem einsamen Dasein ein Ende. Erst nächsten Tag fand man den Leichnam des Gutsbesitzers in der Familiengruft auf, wo er den Selbstmord verübt batte. . .
Große Unters chlagun gen hat der vor einiger Zeit verstorbene hochangesehene geistliche Verwalter und Stadtrath Ludin in Karlsruhe begangen. Wie es sich jetzt herausstellt, hat der noch am Grabe gefeierte Ehrenmann" Unterschlagungen in der Höhe von 185.000 Mark verübt, die er durch dreiste Fälschungen zu Wege gebracht und durch überaus geschickte Manipulationen Jahre lang zu vertuschen gewußt hat. Besonders schwer betroffen von den Veruntreuungen ist der Verein zur Rettung sittlich verwahrloster Kinder im Großherzogthum Baden, dessen Rechner und Verwaltungsrathsmitglied Ludin seit 1833 gewesen war. Mit knapper Rothen?ging der Dienstknecht Lorenz Schatz in Lengdors einem schrecklichen Tode. Er wollte in der Schmid'schen Kunstmühle an einem vom Mühlentriebwerk in Bewegung gesetzten Schleifstein seine Azt schärfen, wurde vom rotirenden Stein erfaßt, zwischen Stein und Transmissionsriemen gedrückt und gleich einem Schlangenmenschen um den Stein gewunden. Der Müllerbesitzer bemerkte zum Glück den Vorfall sofort und stellte die Turbine. Der Knecht konnte nur dadurch von dem Sckleifttein losaelöst werden. daß
man ihm die Kleider vom Leibe schnitt. Seine Stiefel waren durch die Wucht des sich drehenden Schleifsteins in eine Ecke der Mühle geflogen. Wundersame'.weise erlitt der so Bedrohte nur eine Fußverrenkung. EshatdenAnschein. als ob die Beliebtheit des Lord Roberts die Folge haben wird, daß in England der Knebelbart in Mode kommt. Die Londoner Friseure sollen schon Anzei tfccn davon bemerkt baben und glau-
ben. daß diese Mode wieder allgemeiner werden wird. Lord Roberts' Bild kann man überall in London sehen, in den Schaufenstern, auf dem Tischzeug patriotischer Restaurants und in allen illustrirten Zeitungen, so daß dasselbe jedermann vertraut ist. Die Beliebtheit von Männern, die an der Oefsentlichkeit stehen, hat sich aber oft darrn bekundet daß ihre Haar- und Barttracht nachgeahmt wurde. Es sei nur an den Knebelbart Napoleons III., das Toupet" Ludwig Philipp's und das Toupet" Lamartine's erinnert. Phantasiereiche Zeitungsreporter sehen deshalb schon der Zeit entgegen, in der der kleine Knebelbart, wie ihn Bobs" trägt, in England allgemein Mode sein wird. Die Kunden der eleganten Londoner Friseure sprechen schon ernstlich davon, sich nicht länger das Kinn vollständig rasiren zu lassen. JndemDorfeTremmen bei Rauen fanden fortgesetzt Schadenfeuer statt, die allen Anzeichen nach böswillig angelegt waren. Fast durchweg waren es mit Getreide angefüllte Scheunen, die eingeäschert wurden. Für die Ermittelung des Brandstifters fand sich keine Spur, bis kürzlich in der Nähe einer Brandstelle ein Schmiedenagel gefunden wurde. Dieser führte auf die Spur des Brandstifters. Den eifrigen Bemühungen des Gendarmerie-Wachtmeisters Nickel gelang es, in dem 16jährigen Lehrling Paul Krügelstein, bei dem Schmiedemeiste? Neie in Tremmen in der Lehre stehend, den Brandstifter zu ermitteln. Der junge Bursche hat bereits zugestanden, daß er von den zehn Bränden, acht angelegt habe. Einen weiteren habe er bereits für die nächsten Tage vorbereitet. Als Motiv seiner verbrecherischen Handlungen gab n an. daß er seine Freude habe an dem schnellen Ausrücken der Tremmener freiwilligen Feuerwehr. Der durch den Burschen angerichtete Schaden beträgt 250,000 bis 260,000 Mark nach Schä-
' tzung der Versicherungsgesellschaften.
Der moderne Pariser Romeo heißt Armand Fouquier und ist der Sohn eines angesehenen Bankdirectors, in dessen Bank er auch eine hübsche Anstellung hat. In seinen freien Stunden dichtet Armand und schreibt Novellen. Vor einigen Wochen lernte Armand ein junges Mädchen kennen, die Nichte eines reichen Kaufmanns am Boulevard Madeleine; er verliebte sich in das Mädchen, und es schien, als ob er Erfolg haben sollte. Doch bekam der Onkel, bei dem 5lulie wobnt. reckt-
zeitig Nachricht von dem Liebeshandel, verbot Armand das Haus und ließ Julie nur noch in Begleitung auf die Straße. Aber Armand wußte Rath; er miethete einen Fiaker, fuhr in dem geschlossenen Wagen eine Stunde spazieren, die er dazu benutzte, sich als Milchbursche zu verkleiden. Also, mit der Mütze auf dem Kopfe, in blauer Leinenbluse und groben Beinkleidern, etliche Eimer tragend, betrat er das Hzus, wo Julie wohnt. Die Portiersfrau ließ ihn ein, bemerkte aber, daß der Milchbursche Lackstiefelettcn trage, und folgte ihm leife über die Treppe., Im ersten Stockwerke klingelte Armand und wollte eben dem offnenden Stubenmädchen einen Hun-dert-Francs-Schein in die Hand drücken, als die Portiersfrau den verdächtigen Milchmann beim Kragen faßte und schrie: Haltet den Dieb!" ?lrmand war nun freilich nur Herzensdieb, aber zur Polizei mußte er doch, geleitet von dem erschrockenen Stubenmädchen, der wüthenden Portiersfrzu und dem lachenden Hallo der Spaziergänger des Boulevards. Nach einem strengen Verweise auf dem Polizeibureau begab sich Armand wieder iu seinem Waaen , und fubr betrübt
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