Indiana Tribüne, Volume 24, Number 131, Indianapolis, Marion County, 28 January 1901 — Page 2
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Jndiana Tribüne, 38. Januar 19U1.
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von
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DaS selbstthätige ewehr.
Das preußische Kriegsimnisteiium hat sich, wie begannt, vor Kurzem mit dem Erfinder des schwedischen selbstthätigen Gewehrs in Verbindung ge setzt, um die technischen Verbesserungen, die bei dieser Erfindung verwandt worden sind, auf ihre praktische Vedeutung im Felde zu erproben. Vorausgeschickt sei, daß die schwedische Regierung auf Antrag des Erfinders. Ingenieurs R. Kjellm:nn, auf der Mililtärschießschule Rosersborg eingehende Versuche mit der neuen Waffe hat anstellen lassen, deen Ergebniß die technische Leistungsfähigkeit und Schießgenauigkeit des automatischen" GeWehres darlegte. Die Bezeichnung als .automatische" Waffe rührt daher, weil mit einer sinnreich ausgedachten, dabei allerdings auch im höchstenGrade empfindlichen und verwickelten Verbesserung des Gewehrschlosses die Thätigseit des Ladens, Spannens und Entladens, die bisher von dem feuernden Schützen durch besondere Handgriffe ausgeführt werden mußte, völlig selbstthätig gestaltet ist. Dem Soldaten bleibt somit nur übrig, die einzelnen Schüsse durch Berührung des Abzuges abzugeben, beziehungsweise die verschossenen Patronenstreifen durch neu gefüllte zu ersetzen. Die ganze Einrichtung ist auf das Mausergewehr abgepaßt. Eine private Gewehrfabrik hatte der schwedischen Regierung angeboten, die Umänderung zu dem vergleichsweise niedrigen Preise von 25 Kronen für das Gewehr auszuführen. Trotzdem über die Brauchbarkeit der neuen Waffe nur Vortheilhafte Ermittlungen vorlagen, nahm die Regierung doch davon Abstand, die Erfindung dem practischen Felddienste nutzbar zu machen. Man hegte die Besorgniß. daß ein Gewehr von so außerordentlich verwickelter Bauart einen ganz ungewöhnlich hohen Satz von regelmäßigen Ausbesserungen zur Voraussetzung haben müßte, und daß es in zweiter Linie grundsätzlich unsicher erscheine, ob sich eine derartige Waffe überhaupt zur Massen-Herstel-lung eigne. Schon bei dem jetzigen Repetirgewehr hat man die Wahrnehmung machen müssen, daß eS sehr schwer hält, die Herstellung der einzelnen Schloßtheile innerhalb jener Gleichheitsgrenzen zu halten, von denen die gebrauchsfähige Anwendung des ganzen Gewehres bezw. die persönlich: Sicherheit des damit ausgerüsteten Soldaten abhängt. Der selbthätige Mechanismus benutzt einen kleinen Vruchtheil der rückwirkenden Treibkrast für das Laden und Spannen. Beim einfachen Repetirgewehr, wie überhaupt bei der älteren Mauserwaffe, wird die Explosivkraft des Schusses nur nach einer Richtung ausgenutzt, nämlich zum Vorwärtstreiben des Geschosses; der Rückstoß bleibt unausgenutzt. Um den Rückstoß practisch zu verwenden, mußte erst seine Kroft auf's Genaueste ermittelt und auch die Einrichtung des GeWehrschlosses dergestalt abgeändert werden, daß stets ein gleichmäßiges Arbeiten der selbstthätigen Vorrichtung gewahrt blieb; die Normalladung des kleinkalibrigen Gewehres entwickelt nämlich einen Druck von 3800 Atmosphären. Daß unter solchen Umständen das automatische Gewehr, das einen bedeutenden Anteil der explosiven Kraft in der Richtung auf den feuernden Soldaten zu auslöst, technisch tadellos gearbeitet sein muß, versteht sich von selbst. Aber auch in dem Falle, daß diese gewichtigen Vorbedingungen in zufriedenstellender Art erfüllt werden, drängt sich noch ein Bedenken anderer Art in den Vordergrund, ein Bedenken in Bezug auf die tactische Bedeutung des neuen Gewehres. Ein Soldat, dem das Feuergeben in solch' durchgreifender Art erleichtert wird, daß ihm außer dem Füllen des Magazins und dem Zielen schlechterdings gar nichts zu thun übrig bleibt ein solcher Soldat muß schon im Besitz einer ganz hervorragenden Feuerzucht sein, um nicht im Eifer des Gefechts in planlose Massenschießerei zu verfallen. An diesem Punkte war es. wo sich der schwedischen Regierung das Hauptbedenken gegen Einführung des selbstthätigen Gewehrs entgegenstellte: daschwedische Heer, dessen Uebungs- und Ausbildungszeit im Frieden auf die kurze Spanne von L0 Tagen alles in allem beschränkt ist, darf sich glücklich schätzen, wenn.es jeden einzelnen Soldaten mit den nothdürftigsten Handgriffen des Felddienstes ausgerüstet nxiß, von allen höher gesteckten Zielen dr militärischen Heranbildung ganz zu schweigen. Der Erfinder des selbstthätigen GeWehres hat sich angesichts dieser Sachläge veranlaßt gesehen, sein Patent im Auslande an den geeigneten Stellen zum Verkauf anzubieten. Die englischeRegierung hat bereits vor Monatsfrist eine Probe bestellt. Natürlich schenken auch die preußischen Militärbehörden der schwedischen Erfindung Beachtung, wie aus den Aeußerungen des Kriegsministers im Reichstag hervorgeht. Der schwedische Erfinder hatte ihnen anfangs ein Probegewehr vorgelegt, das jedoch wegen gewisser Ealiberverschiedenheiten zwischen der schwedischen und deutschen MauserPatrone wieder zurückgegeben wurde. Nunmehr wird nach Anweisungen des Kriegsministers ein preußisches Militargewehr in Stockholm mit der neuen Ladevorrichtung versehen und dem nächst zur Prüfung nach Berlin abge sandt werden.
Die transkaspische Sahn.
Noch bis vor wenigen Jahren waren die Gegenden am O?us sowie Jaxartes seit den Tagen Alexanders des Großen lange in einem so mystischen Dunkel verschwunden, daß nur mehr Geographen und Historiker von dem Vorhandensein dieser Landstriche wußten! Auf Landkarten bildeten diese Gegenden den bekannten weißen Fleck, der da ankündigte, es sei hier entweder nichts zu holen oder doch nichts Holenswerthes bekannt. Heute sirü jene Gegenden durch Schienenwege dem modernen Verkehr erschlössen. Diese Thatsache ist ein glänzendes Zeichen für die Regsamkeit des enormen russischen Reiches, das in der lichtigen Erkenntniß, daß eine Bahn Verkehrscentren schafft und ein Bahnsystem über das Geschick eines ganzen Gebietes entscheiden kann, sich durch Schienenstrang und Lokomotive ohne Schwertstreich riesige Länderstrecken erobert, sie dadurch seinem Handel erschließt, sich ein Absatzgebiet schafft und durch geschickt eingerichtete Anlagen an der Grenze auch den jenseitigen Handel auf seine Transportstrecken zu ziehen weiß. Diesem Programm getreu hat Rußland den Eisenbahnangriff auf Central - Asien vom Ostufer des Kaspischen Meeres begonnen und 1899 hat die transkaspische Bahn bei Audischav, nahe der chineIschen Grenze, mit dieser Linie Persien und Afghanistan stleif'nd. ihren Endpunkt erreicht, den Engländern gleichsam zur Mahnung sürdie Zukunft. Fast parallel mit der transkaspischen Bahn läuft von Orenburg aus mit Umgehung desBaikalsees die sibirische Bahn nach Wladiwostock. um ebenfalls an der Exploitirung Asiens theilzunehmen. Um ein Einheitssystem herzustellen, ist man zur Zeit sogar damit beschäftigt, v?n der transkaspischen Bahn aus übn Semipalulinsk bis zur sibirischen eine Verbindungsbahn zu legen, die nördlich von Barnaul am Ob an letzter: den Anschluß finden soll. Solch' ungeheure Strecken erfordern natürlich auch ganz eigenthümliche Einrichtungen. und stellen Schwierigkeiten in den Weg, deren Ueberwindung den rufstscheu Ingenieuren zu besonderem Ruhme gk?c:t. Vor Äem galt ös, drei Hindernisse aus dem Wege zu räumen, den en?pfinvlicheu Wassermangel, die Gefahren dtt Sandstürme und den Mangel un Unicrlunftsstationen. Durch die 2lnlage von artesischen Brunnen u.id Wasserleitungen, wo solche möglich waren, sowie entsprechender Pumpstation neu überwand man den Wassermangel. Der Sandsturm kommt aus der Karakum Wüste, die von der Bahn gerade im Süden begrenzt wird; er ist so inttnfa und die mitgeführten Sandmassen so seintörmg, daß der Sand selbst durch die doppelten Fenster der Personenwogcn dringt und sich auf Sitze und Passagiere lggert. In seiner st:ten Massenbewegung whd der Sand ?um Verkehrshindernis indem oft aus großen Strecken Geleiseverwehungen entstehen. Um solche hintanzuhalten, sind zu beiden Seiten der Bohr.lini: Windfänger aus Reisigfechtwerk angebracht; an einzelnen Stellen, wo Wasser vorhanden ist. hat man es auch mit lebendigen Hecken versucht. Am leichtesten war noch dem Mangel an Unterkunftsstationen abzuhelfen; allerdings erforderten die Stationen enorme Geldmittel, trotzdem sie vorerst noch ziemlich primitiv sind. Trotz ' aller dieser Schwierigkeiten hat sich Rußland bemüht, dem Reisenden möglichste Bequemlichkeit zu bieten. Die Rücklehnen der Sitze in den Wagen sind so eingerichtet, daß sie sich herunterklappen lassen und dem Reisenden gestatten, bequem zu rulen. Ferner sind den täglich verkehrenden Personenzügen Speisewagen beigczeben. welche sich zwar nicht mit den europäischen vergleichen lassen, doch immerhin die Fahrt durch das trostlose Steppengebiet von Krasnowodsk bis Buchara einigermaßen erträglich gestalten. Um die gewaltige SommerHitze abzuschwächen, sind die Waggons weiß angestrichen. Für den Magen ist ferner gesorgt durch gut eingerichtete Büffets auf den größeren Stationen. So unterscheidet sich denn eine Fahrt auf dieser Bahn nicht allzusehr von einer Reise im europäischen Rußland, wenn man die von der Unternchmung gebotenen Bequemlichkeiten allein in das Auge faßt; aber zw:i Faktoren, das Klima und die trostlose Gegend, verderben dem Reisenden hie? gründlich die Reiselust. Eine Gefahr für die Gesundheit liegt in dem Fieber, welches in vielen Stationen jahraus, jahrein epidemisch berrscht und an manchen Orten, wie in Dschisack. so heftig auftritt, daß das gesammte Dienstpersonal und die Besaung von dem Leiden ergriffen ist. Der Betrieb auf dieser Strecke, die in 60 Stunden durcheilt wird, ist ein ziemlich günstiger, wenn auch dieFahrgeschwindigkeit eine geringe ist. Naphtakuchen aus den Nobel'schen Petraleumwerken im Kaukasus, ein vorzüg liches Heizmaterial, ersetzen Holz und Kohlen. Die Gesellschaft Nobel hat längs der ganzen Bahnlinie große Depots von Naphta angelegt. Wohl sind noch Verkehrsstörungen an der Tagesordnung, doch ist man bemüht, durch Anstellung von Betriebsingenieuren
und Anlage von Arbeitsdepots nach
diese? Richtung Abhilfe zu schaffen. Kunstbauten sind in geringer Zahl nöthig. Eben ist man dabei, statt der gebrechlichen hölzernen Brücke über dcn Amu-Darja bei Dschardschui eine ciferne Riesenbrücke zu bauen, die auf 25 Pfeilern mit je 70 Meter Spannweite dcn fchmutzig-braunen Strom überbrücken wird. Damit ist auch der letzte technisch-schwache Punkt dcr Linie beseitigt. So groß auch die Bedeutung der Eisenbahn durch Centralasien für Rußland in kultureller und commercieller Beziehung ist, ihre größere Bedeutung für das Zarenreich liegt auf einem anderen Gebiet. Sie bildet einen Hauptfaktor für die Kampfmittel Rußlands in dem zunächst unblutigen Kampfe mit seinem Hauptgegner in Asien, mit England. Gelingt es der russischen Diplomatie, mit ihrem starken Prestige den Emir von Afghanistan und sein nicht unbedeutendes Heer für ihre Zwecke zu gewinnen, so dürfte der Zeitpunkt nicht allzu ferne sein, wo der Kampf einen anderen Charakter annimmt. Ein Schachin Jidien hätte für England wahrscheinlich ein Matt" in ganz Asien zur Folge. Hat Rußland einmal am indischen Ocean Fuß gefaßt, so kann es durch Verbindung der transkaspischen Bahn mit der indischen und hauptsächlich mit der sibirischen Bahn über das Geschick des größten Theils von Asien entscheiden. Belgiens Versailles. Das Schloß Belceil in Belgien, !- rer der Herrlichsien Fürst.'nsitze Europas, und allgemein das Versailles Belgiens" genannt, ist das Opfer eines furchtbaren Brandes geworden. Das Haupt der Familie des Prinzen von Ligne. ist augenblicklich Fürst Louis, der mit seiner fünfzehnjährigen Tochter Marie im Augenblick des Brandes das Schloß bewohnte. Er rettete sich buchstäblich im bloßen Hemd .nachdem er sich erst vergewissert hatte. daß seine Tochter bereits in Sicherheit war. Man rettete, was irgendwie gerettet werden konnte, aber es steht fest, daß ein großer Theil der unvergleichlichen Sammlungen und der berühmten BibliotheZ von 25,000 Bänden entweder verbrannt oder beim Rettungswerk selbst vernichtet wurde. Mo?l sah einen Coreggio, der auf 700,000 Francs geschätzt wurde, in Flammen aufgehen, weil man das Bild nicht schnell genug von der Mauer losreißen konnte. Die Parquetböden, die durch das hundert Jahre erfolgte Wachsen eine große Menge Brennstoffes in stch aufgenommen. verbreiteten das Feuer mit Blitzesfchnelle. Das Schloß mit seiner modernen Ausstattung ist durch die Versicherung mit 1.800.000 Francs gedeckt, die Sammlungen aber waren nicht versichert; ihr zerstörter Theil allein wird auf wenigstens zehn Millionen geschätzt. Den Eßsaal schmückten die Medaillonbilder von Souveranen, außerdem die kostbarsten japanischen Porzellane. Die in einem Thurm befindliche Kapelle war im tilc Ludwig XV., sie enthalt unter Anderem eien handschriftlichen Brief vom hl. Vincent de Paula. In dem im glc:chen Stile gehaltenen großen Empfangssalon sah man unter den zahlreichen Gemälden auch das berühmte: Der Kaiser von Rußland und der König von Preußen besuchen den Prinzen von Ligne am Vorabend seines Todes." In der Mitte des Saales erhob sich ein mächtiges geschnitztes Schauspind in Eichen, und hier ruhten unter anderen Seltenheiten die silberne Kette des Erbherzogs Albrecht von Oesterreich, der Degen von Peter Paul Rubens, eir.e von der unglücklichen Königin Marie Antoinette geschenkte Tabatire von Gold und Edelsteinen u. s. f. Es folgte ein unvergleichlicher chinesischer S:lon. ein Thurmgemach, dessen Wände echte Cordova - Ledertapcten zierten, ein Billardsaal mit Gemälden von Kinson, van Dyck, van Eyck. Ouentin Metseys. In allen diesen und weiteren Räumen MerkWürdigkeiten und Bilder, unter anderen der heilige Paulus von Rubens, ein Van Mieris. Porträts von Fürstlichkeiten. Marmorbüsten von Maria Theresia und Marie Antoinette. Das große Verstibul war ehedem das Thcater. jetzt bildete es einen Theil dieses unvergleichlichen Museums. Hier bewunderte man unter Anderem einen Lchnstuhldes Malerfürsten Rubens, zwei vergoldete Rüstungen aus dem XVI. Jahrhundert. Das Schwert an der einen soll dasselbe sein, mit welchem Egmont hingerichtet wurde. Das Privatzimmer des Fürsten enthielt berühmte Gobelins. In' einer Beschreibung der ca. 15.000 Acres umfassenden Parkanlagen des historischen Schlosses heißt es, weder Potsdam, noch Schönbrunn, noch Peterhof. noch Wilhelmshöhe, noch Versailles selbst könnten an Pracht und Ausdehnung mit den Anlagen des Schlosses wetteifern. Die Zerstörung dieses Schlosses, des belgischen Versailles, mit seinen Kunstschätzen ist nicht nur für die Familie de Ligne, sondern auch für ganz Belgien ein unersetzlicher Schaden. K ommerzienraths E t yrn o lo g i e. Sprößling: Papa, wie ist das Wort kostspielig wohl entstanden?" Millionär: Nu, weil alle Ko. sten Spielerei sind."
Schr allgemein. Vlotztlche Uknderungen der lemperatur entwicktln lele ItlUw de Halses oad der Lunge, fm9 Huste, Erkaltungen, Vronchltl, Grippe und PH, i f N elche Seiten e UchtS bessere gieb l
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