Indiana Tribüne, Volume 24, Number 127, Indianapolis, Marion County, 24 January 1901 — Page 2
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Jndicma Tridnne, 34. Januar 1101.
Fauler Jaudtr.
I Theuer zu stehen gekommen ist einem rn dem Dorfe Vallabreguis bei NZmes in Frankreich wohnend! Ehepaar seine grenzenlose Naivetät. Die guten Leute, die einer geschickt opcrirenden Wahrsagerin zum Opfer gefallen str.d. hatten seit einigerZeit Unglück in ihren Unternehmungen gehebt. Alles, waS sie begann, um ihre VermögensverHältnisse aufzubessern, schlug ihnen fehl, und sie glaubten in ihrer Einfalt, das ihnen zürnende" Schicksal durch geeignete Mittel bewegen zu können, ihnen wieder hold zu sein. Um über solche Mittel Auskunst zu erlangen. wandten sie stch an die erwähnte Karienlegerin, deren Kunst" bei d:r Landbevölkerung jener Gegend bereits einen Ruf besaß. Gleich in der ersten Unterredung erklärte die schlaue Per son, im Stande zu sein, den bösen Zauber", der auf dem Ehepaar ruhe, zu brechen. Natürlich brauchte sie zur Beschwörung des unheilstiftenden Geiftes klingende Münzen und zwar 4000 Francs in Gold und Silber. Diese Summe sollten die Clienten in einem der nächsten Tage, den sie genau bezeichnete, zu ihr in die Wohnung bringen. Zur bestimmten Stunde fanden sich denn auch die beiden Vertrauensseligen bei der Sybille ein und übergaben ihr in einem Säckchen den verlangten Betrag, den ste zur Hälfte erst zusammenborgen mußten. Dieser Beutel wurde neben ein anderes Säckchen, in dis die Betrügerin Kupfergeld und Papier gethan hatte, auf den Tisch gestellt. Nachdem auf Befehl de? Teufelsbeschwörerin die Geplünderten sich ihrer sämmtlichen Kleider entledigt, führten ste gemeinsam mit der ebenfalls im Evakostüm erscheinenden Gauklerin eine Art Hexentanz um den Tisch herum auf. Als ihre Opfer vollkommen erschöpft waren, nahm die Schicksalsbezwingerin den Sack mit den 4000 Francs in die Hand und unter allerlei kabbalistischen Zeichen und dem Hersagen von Beschwörungsfor meln plazirte ste ihn in einem geheimnißvollen Schrank. DasEhepaar durfte seine Kleider wieder anziehen und nach Hause gehen, es erhielt aber die Weisung, erst nach acht Tagen wiederzukommen, um das im Zauberspind iieponirte Geld zurückzunehmen. Als die Leutchen nach Verlaus der Frist hoffnungsfreudig die Behausung der Wahrsagerin aufsuchten, war diese natürlich längst verschwunden und mit ihr das kostbare Säckchen. Den armen Geprellten blieb nichts übrig, als eine Klage gegen die Schwindlerin anzusirengen, doch ist kaum Aussicht vorHanden, die Spur des raffinirten Weibes aufzufinden.
Hinrichtung in Frankreich. Unter dem Präsidenten Grevy war die Todesstrafe in Frankreich praktisch aufgehoben. Der alter Vater Grevy" brachte es nicht über sich, seinen Narnen unter ein Todesurtheil zu setzen, und wenn der Begnadigungsausschuß e,inen Verbrecher nicht empfahl, fo verwandelte Grevy aus eigenem Antrieb dessen Todesstrafe in die Verschickung nach Cayenne oder Neukadedonien. Er erfreute sich denn auch außerordentlicher Beliebtheit in den Zuchthäusern und bei den RaubMördern, die ihren Kopf in guter Hut wußten, so lange Vater Grevy" im Elysee hauste. Sein Nachfolger Carnot befolgte andere Grundsätze. Er war nicht empfindsam. Er ließ in der Regel das Gesetz walten. Nur ganz ausnahmsweise machte er von seinem Begnadigungsrechte Gebrauch. Unter
seiner Präsidentschaft wurden 112Berbrecherköpfe abgeschnitten. Unter den Enthaupteten waren solch Berühmtheiten wie die Anarchisten Vaillant und Henry, der Lieutenant Anastay, Pranzwi. Ehrand, Prado, Allorto u. s. w. Herr Casimir-Perier trat in die Fußstapfen seines AmtsvorgänHers. Er begnadigte grundsätzlich nicht aus eigenem Antriebe, und auf Empfehlung des Begnadigungsausschusses nur dann, wenn der Vorschlag besonders stark begründet wurde. In den kurzen siebenemhalb Monaten seiner Präsidentschaft, vom 27. Juni 1894 bis zum 15. Januar 1895, ließ er 23 Verbrecher hinrichten, darunter einmal an einem einzigen Tage in Patna fünf arabische Raubmörder. Felix Faure war anfangs zur Milde geneigt. In den ersten drei Jahren seiner Amtsthätigkeit, vom Januar 1895 bis zum Mai 1898, unterzeichnete er elf Todesurtheilc, wovon keines einen Pariser Verbrecher betraf. In Un letzten neuen Mona- , ten aber, dom 10. Mai 1898 bis zum 8. Februar 1899 (am 16. Februar starb er) ließ er elf Köpfe fallen, d. h. in den neun Monaten genau eben so viele, wie in den vierzig Monaten vorher. Die rasche Zunahme und wachsende Grausamkeit der Verbrechen hatte ihn plötzlich von einem Gegner zu einem entschlossenen Anhänger der Todesstrafe bekehrt. Me Herr Loubet sich zu der Frage stellt, das ist noch nicht klar. Doch scheint er bis jetzt zur Milde geneigt zu sein. E i n ' W u n d e ?. A.: Was sagte denn Deine Braut, als Da die Verlobung aushobst?" B.: ' Gar nichts, sie war einfach sprachlos!" A.: Sprachlos! Und das Mädchen hast 2u nicht geheirathet?"
Ein Bllk in die Zukunft. Die berühmte Seherin vom Saint Georgesplatze in Paris. Frau LayFondvielle. genannt Julia" (Julia" ist eigentlich ein geheimnißvolles Wesen, das durch den Mund der Seherin seine Weissagungen kundgiebt), hat dieser Tage eine ganze Anzahl Prophezeihungen über die Ereignisse, die uns im neuen Jahrhundert erwarlen, loZgelassen, und der Gaulois" macht sich zum Echo dieser sensationellen" Vorhersagungcn. Auf die Frage, wie dc? Krieg im Transvaal endigen wird, erwiderte die Seherin: Er wird lang sein, aber die Buren werden gewinnen; sie werden sehr gut geführt von zwei Heerführern. Sie wollen unabhängig leben und sind sogar der Idee eines Schiedsgerichts feindlich, da es doch nur ihre Freiheit einschränken würde. Und doch wird der Krieg durch eine Art Schiedsgericht zu Ende gebracht werden. Die Königin von England steht der Idee nicht feindlich gegenüber, und viele Leute in ihrer Umgebung treiben sie direkt dazu. Die Engländer haben übrigens fchon genug davon", und wenn die Eigenliebe der Regierenden nicht wäre, wäre dcr Krieg überhaupt zu Ende. Die Jnterventicn wird vom Zaren ausgehen. Die Geistlichkeit und die Führer seiner ;mee suchen ihn zu bewegen, den Präsidenten Krüger zu empfangen; noch zögert er, weil er sich nicht mit England überwerfen möchte. Er liebt den Frieden und sucht sorgfältig jeden Conflikt zu vermeiden, aber alles hat seine Grenzen." Nach dem südaf?ikiNischen Kriege kam natürlich derKri?g mit Ehina: Es wird nichts Wichtige mehr passiren", saate Frau Lay-Fond-vielle, der Krieg ist zu Ende. Die Chinesen werden zwar immer wieder
anfangen, aber es wird nicht mehr so
tragisch sein, wie im letzten Jahre. Ueber die Affäre" will Julia" nicht sprechen, weil sie sich mit der inneren Politik nicht beschäftigt, um nicht gewissen Personen" unangenehme Ding? fagen zu müssen. Ueber die Hauptereignisse des Jahres 1901 weiß sie Folgendes zu sagen: Die Monate Juli und August werden sehr heiß und trccken sein; für September und Octoöer werden Überschwemmungen angekündigt; ganze Städte werden von Ueberschwemmungen heimgesucht werden, aber die Zahl der Todten wird nicht sehr groß sein. Mit der Ernte wird man zufrieden fein können: viel Getreibe und viel Wein, ausgenommen natürlich dort, wo die Ernten durch die Dürre und die Ueberfchwemmungen vernichtet werden dürften. Wirbelstürme werden nicht vorkommen. Julia sieht außerdem noch zahlreiche Eisenbahnkatastrophen. einen großen Theaterbrand, den Brand eines großen Waarenmagazins und mehrerer Fabrisen, zahlreiche Mordthaten und andere angenehme Dinge voraus. Trotz ihrer Abneigung gegen die innere Politik erzählte ste dann, daß das gegenwärtige Ministerium in Frankreich in kurzem gestürzt werden wird. Im Februar ungefähr wird in Fankreich eine große Aufregung herrschen; die Regierenden und das Parlament werden viele Scherereien haben. Die Personen die eine nationale Republik wünschen, werden über die gegenwärtig am Ruder befindlichen Herren triumphiren. Im Laufe des Jahrhunderts wird dann in Frankreich mehrere Male ein Regierungswechsel stattfinden: nach der nationalen Republik" kommt ein Köniq. dann ein-Kaiser, dann wieder eine Republik. Aber das alles wird ohne großes Blutvergießen vorübergehen, da die Menschen nicht mehr so
wild sind wie früher. Zwischen 1907 und 1903 wird eine große Rückkehr zur Frömmigkeit undMoralität" stattfinden, da die blasirten Ungläubigen von heute die traurigen Ergebnisse der gegenwärtigen Erziehungsmethode erkennen werden. Im Allgemeinen wird das Jahrhundert für Frankreich günstig sein; um die Mitte des Jahrhunderts wird es aber von furchtbaren Überschwemmungen heimgesucht werden. Rußland wird im neuen Jahrhundert sehr glücklich sein. England wird dagegen große Land- und GeldVerluste erleiden. Deutschland wird von Revolutionen zerrissen werden und daneben noch kleinere Katastro-
phen durchzumachen haben. Spanien wird wieder eine sehr starke Macht werden. Für Italien wird das neue Jahrhundert nichts besonderes bringen ,abe? der junge König ist in Gefahr. Osterreich - Ungarn wird a theilt werden und mehrere Nationen bilden. Auch die Türkei wird zergliedert werden. Dem Nachfolger des gegenwärtigen Sultans wird nurKleinasien und ein Theil der europäischen Türkei übrig bleiben. Egypten wird als unabhängiger Staat ein Herd der Civilisation werden; Marokko und Tripolis werden lateinischen Völkern zufallen." Wie man sieht, sind die Weissagungen der berühmten französischen Seherin" ungefähr ebenso klar wie die Wetterprophe?eiung des alten Schäfers Thomas: Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, Aendert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist! I m R e i t h a u s. Leutnant: Mensch, Sie bilden sich wohl ein, hier sei Jahrmarkt und Sie seien der obligait Affe auf dem Dromedar."
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besonders schlimm wenn mit einer Quetschung verbunden. Der best Weg m beide Unfälle ,u heilen geschieht durch die klnwkndung von t. Ifu(8 cfj wodurch eine prompte Heilung bewirkt wird.
Londoner NebeU'"'
"- t . Die Erfolge, die man in gewissen Gegenden des südlichen Deutschlands und auch in Frankreich mit dem sögenannten Wetterschießen erzielte, haben einen englischen Meterologen auf die Idee gbracht, ähnliche Mittel gegen den Londoner Nebe! zu . versuchen. Der Londoner Nebel ist vollständig verschieden von dem Nebel, den man in andernLändern kennt, er ist nicht weiß und leicht, sondern tiefgrau, überaus übelriechend und so dicht, daß zum Beispiel bei einem Nebel, der um die hellste Tageszeit eingesetzt, der Omnibuskutscher seine Pferde nicht mehr sehen kann, daß die Straßenlaternen, die natürlich bei Eintritt des Nebels sofort angezündet werden, fchon auf zehn Schritte Entfernung kaum mehr sichtbar sind und deshalb der Riesenverkehr Londons häufig ganz unterbrochen ist. Ueber die Entstehung dieses Nebels, den man weder in den höheren Vorstädten Londons noch sonst wo in England außer an einigen großen Jndustrieplätzen kennt, sind schon die spitzfindigsten und abenteuerlichsten Theorien aufgestellt worden; die einfache Ursache für diese Plage ist indessen, daß man in England ausfchließlich Kaminfeuerung kennt. Hierbei fchwelt und qualmt die Kohle fürchterlich, ehe ste in Gluth kommt, und was für einen Gesammtqualm die Millionen Feuerstätten Londons geben müssen, läßt sich denken. Setzt die Nachtbrise nicht ordentlich ein (Nachts grvi schen zwei und vier Uhr ist die Luft Londons auffallend klar) und verbindet sich die schwere Rauchwand, die die Londoner Kamine produzirt haben, mit dem Themsenebel, demselben, den man bei allen Flußläufen hat, so entsteht jene furchtbare Combination, die der Londoner, weniger ihres Geschmaäes als ihrer Farbe ween. als Erbsensuppe" bezeichnet. Wäre dieser Nebel nur für Augen, Nase und Lugen peinlich, so würde man sich schließlich damit abfinden und möglichst vor ihm fliehen; der Einfluß des Nebels ist indessen viel schlimmer, da er den gesammten Verkehr oft für Stunden unterbricht; aber bei einer richtigen Peasoup" findet selbst der Londoner Polizist nicht immer den Weg von einer Straße in die nächste . Der Schaden. den der Nebel so alljährlich anrichtet, läßt sich natürlich ziffernmäßig nicht genau angeben, immerhin aber ist man stch in den Kreisen der Londoner Geschäftswelt und der verschiedenen Munizipalverwaltungen darü? ber einig, daß. es stch wohl lohnen würde, erhebliche Geldmittel zur Beseitigung des Nebels herzugeben, wenn der Erfolg sicher wäre. An Vorschlägen hierzu hat es nicht gefehlt, wohl aber an vernünftigen und durchführbaren. Jetzt kommt der Reverend I. M. Bacon, der stch durch Arbeiten über Meteorologie und eine große Reihe kühner und weiter Luftreisen, bei denen ihn übrigens seine Tochter zu begleiten pflegt, einen guten Namen unter den zahlreichen Amateur - Meteorologen Englands gemacht hat, und schlägt vor, den Londoner Nebel versuchsweise mit Bomben zu attackiren. Bacon will in einem Fesselballon in die höheren Regionen des Nebels hinaufsteigen und vor allen Dingen feststellen, wo die obere Grenze desselben liegt, welche Constftenz die Erbsensuppe" in den verschiedenen Schichten zeigt, und in welchem Zusammenhang ste mit den Wolken steht. Weiterhin will er aus dem Ballon besonders präpa?irteBo:rben in den Nebel werfen und glaubt, ihn auf diese Weise zerreißen oder verschieben zu können. Da Londons Hauptnebclgebiet stch vom Centrum aus nach jeder Richtung hin mehrere Wegstunden weit erstreckt, wird der geistliche Herr wohl ziemlich lange bombardiren müssen, ehe der Nebel weicht. Die Bevölkerung der Stadt wird von dem Schießen, das zu ihren Häuptern anheben soll, wenig rerspüren, denn eine der besonderen Eigenthümlichkeiten des Londoner Nebels ist, daß er jeden Schall sehr bald erstickt. Trompeten und Hornstgnale, die sonst auf den Eisenbahnstrecken im Innern der Stadt üblich sind, werden an Nebeltagen durch Kanonenschläge ersetzt, aber man muß schon ziemlich dicht bei einer Station sein, um auch diese energischen Signale zu hören.
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Der Tempel Huitzilopochtltö. Dank einem merkwürdigen Zufall ist man in der Calle de las Escarillas" in der Stadt Mexico auf die UeArreste des berühmten Tempels Huitzilcpcchtlis gestoßen und fördert jetzt nrthvclle Funde zu Tage. Während der in der genannten Straße vorginommenen Canalistrungsarbeiten janden znxiPecnes (Erdarbeiter) mehrcre Goldstücke, die sie dem Generaldircctor des Museums für Archäologie, Sennor Latres. überbrachten. Dieser erkannte sofort den großen Werth des Fundes und ging, selbst daran, am Fundorte weitere Nachforschungen anzust?ü:n. Gleich bei den ersten Aufdeckungen konnte Senncr Batres feststellen, daß man wahrscheinlich in das Atrium des Huitzilopochtli-Tempels eingedrungen war, um das sich einst achtundvierzig Cazxllen verschiedener Gottheiten gruppirten. Zwei Dieser Capellen sind jetzt geöffnet worden. Die erste ist die der Todesgöttin TeoYanique. die zweite die des Genoffen des sagenumwobenen Quetzalcoatl. des Götzen Checatl. des Gottes der Lüfte. Beide Idole sind unschwer zu bestimmen, da eine reiche Ausbeute characteristischer Gegenstände und Attribute vorliegt. ..El Dios H6catl" ist ganz besonders durch seine Maske kenntlich, die roth, gelb und schwarz ausgemalt ist und deren Farben wenig gelitten haben. Weiter deckte man zwei sehr gut erhaltene Steinfiguren auf; die eine gleicht Lurchaus dem Indio Trifte", der cine Zierde deö mexicanischen Nationalmuseums ist und seinerzeit sogar einer ganzen Straße dort, wo er gefunden ward den Namen gab, weil er die künstlerisch werthvollste Arbeit aus jener versunkenen Vergangenheit darstellt; die zweite Figur ist kleiner und stellt den Gott Macuil Xochitl dar. Dieser Name bedeutet in der Nahuatlsprache fünf Blumen". Großes Interesse erwecken zwei toncave Scheiben aus Gold, jede etwa 8 Zoll im Durchmesser, die in ganz ausgezeichneter Art polirt und gestochen sind. Man grub ferner Ohrgehänge und Goldschmuck der Göttin Teoyanique aus, Wachskerzen, seltene Amulette aus Grünstein, Obstdian, Griesstein, Kopal, große Schlachtmesser mit und ohne Schale, Räucherpfannen aus Thon und deren prachtvoll decorirten Stiele, eine seltsame Maske aus Eisenkies, mehr oder weniger charakteristische Figuren, wie sie früher als Hausgötter verehrt wurden, aus Stein und Mörtel; W letzterwähnten sind sämmtlich polychrom behandelt, und ihre Farben sind lebhaft und klar. Bereits am dritten Tage deckte man den Eingang zu einem von den Azteken gebauten Tunnel auf, in dem man Treppenstufen und Spuren einer Wendeltreppe gefunden hat. Die Erregung steigerte sich, als man auf eine große Anzahl von Kinderschädeln stieß. Sind es die Opfer der Götzen? Einer dieser Schädel zeigt regelmäßige Durchlöcherungen und einen tiefen Einschnitt. Von zwei werthvollen polychromen Vasen, die 24 Zoll hoch sind, trägt die eine in lebhaften Farben (roth, weiß, gelb und schwarz) gehaltene Zeichnungen, die nach der Reinigung von allem Schmutz sich als astronomische Zeichen erwiesen; die zweite, in Form der ersten gleich, mit cylindrischem Hals und ausgesprochener Vasenform, weist Bilder in Blau. Schwarz und Weiß auf. die stch als eine religiöse Historie deuten lassen. Vier Räucherpfannen, w'e ste die aztekischen Priester zum Verbrennen des Kopals gebrauchten, stnd besonders gut erhalten; auch sie sind vielfarbig. Interessant ist die Form ihrer Griffe: Schlangen mit geöffnetem Maul, als Pfeifen benützbar, oder Schellen, deren äußerstes Ende eine Adlerklaue darstellt. Bewegt man diese Schellen, so klingen sie noch an. Urnen, klein und groß, buntgefärbt und von Ebenholz, sämmtlich gut erhalten, werden zuTage gehoben, und weiter und weiter geht die Ausgrabung, die ein langst vergangenes Zeitalter mit seinen mannigfachen Daseinserscheinungen zu Tage fördert. Passendes Geschenk. A. : Wenn ich nur wüßte, was ich meinem Onkel zum Geburtstag schenken soll, er ist so geizig, daß er mein Geschenk gar nicht gebrauchen würde." B. : So? Dann fülle ein halbes Dutzend Flafchen mit Wasser, verkorke sie sorgfältig und schreibe darauf: Altei Rheinwein vom Jabre 1793."
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