Indiana Tribüne, Volume 24, Number 125, Indianapolis, Marion County, 22 January 1901 — Page 7
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Jndkana Tribüne, Dienstag, den SS. Januar 1901.
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Argus nugen.
Roman vcn Paul Oskar Höcker.
(Foitsetzung.) Der Generalconsul konnte, von seiner Krankheit kaum genesen, stärkere Gemüthserschütterungm nicht aushalien. Theo drang selbst darauf, daß er .sich endlich entfernte. In den folgenden Tagen stellte sich bei dem alten Herrn ein hohes Fieber ein. Er phantasirte fortgesetzt von der gegen seinen Sohn geführten CrimiIlalklage. In seinen Fitberträumtn schien er sich als der Vertheidiger seines unglücklichen, verirrten Sohnes zu fühlen. Aber auch im klaren Zustand beschäftigte sich sein Geist damit. Als er das Bett wieder verlassen konnte, war seine zrste Ausfahrt die nach dem Antersuchungsgefängniß. Er. fragte seinen Sohn aufgeregt danach, welcher Vertheidiger seine Sache führe. Theo antwortete gleichmüthig. das sei ihm alles eins. Keinem Menschen der Welt könne es gelingen, seine Unschuld zu beweisen. Nachdem sein leiblicher Vater und nun gar sein Weib dargethan hätten, daß sie an seine Schuld glaubte, sei Alles verloren. Der Generalconsul regte sich bei diesen Worten ungernein auf. Um so eindringlicher bestand er darauf, daß Theo einen tüchtigen Anwalt bekäme. Nach einigem Hin- und Herreden er klärte er endlich, er werde selbst für die Wahl eines guten und zuverlässigen Vertheidigers Sorge tragen. Schon am nächsten Tage kam er wieder, um ihm den jungen, aber äußerst schneidigen Rechtsanwalt Dr. jur. Guido Helms vorzuschlagen. Dem Sohne war Alles recht. Er hatte hier in Hamburg keine Freunde u'.ld er brachte dem Einen fo wenig Vertrauen entgegen wie dem Anderen. Dr. Helms, der den Untersuchung gefangenen noch an demselben Tage besuchte, machte auf diesen aber doch einen sehr guten Eindruck. Er trug wieder etwas Lebensfreude in die dumpfe Gefängnißzelle. Theo sah, nachdem er seinen Vertheidiger persönlich kennen gelernt hatte, nun doch wieder einen schwachenSchimmer von Hoffnung vor sich. Zwischen den beiden Männern fand ein fehr reger Verkehr statt. Helms kam fast täglich und sogar mehrere Male. Er sprach mit dem Unglücklichen nicht nur über das schreckliche, ihm zur Last gelegte Verbrechen, sondern er theilte ihm auch sonst von den Vorgängen der Außenwelt etwas mit. wodurch Theo wieder geistig am öffentlichen Leben Antheil nahm. Helms hatte sowohl den Erschlagenen als auch Stanway gut gekannt. Häufig waren sie in einem Frühstückskeller bei Austern, Porter und Sect fröhlich bei einander gewesen, so erzählte er seinem Clienten. Theo seufzte auf. Dann würden Sie ja eher zum Staatsanwalt oder zum Untersuchungsrichter in dieser Sache passen als zum Vertheidiger desjenigen, der beschuldigt wird, Jh ren Freund ermordet zu haben." Helms schüttelte den Kopf. Wenn Sie Beyer gekannt hätten, so würden Sie nicht so sprechen. Sie müssen ihn sich nicht in gar so schwarzem Licht vorstellen. Gewiß, er war schwach und wankelmüthig. Aber glauben Sie mir wenn er noch unter uns weilte er wäre der Erste gewesen, der Sie ob Ihres Mißgeschicks bemitleidet hätte. Gerade am Tage vor seinem tragischen Ende hatte ich noch eine längere, sehr angeregte Auseinandersetzung mit ihm über die gesetzliche Macht und das mo?alische Recht des Jndicienbeweises. Beyer war. wie Sie wohl wissen, ein sehr gescheiter Jurist. Er hätte Carriere gemacht, wenn er nicht so derbummelt gewesen wäre. Aber an jenem Tagehä:t7 Sie ihn hören sollen. Er sprach mir aus der Seele. Und seine eigenen Worte über das bittere Unr'cht. das durch die juristische Heilighaltung des Jndicienbeweises schon manchmal geschehen ist wie er an der Hand einiger plastischer Fälle bewies werde ich in meiner Vertheidigungsrede anführen. Ich glaube, sie werden Eindruck auf die Geschworenen machen!" Die Siegesgewißheit tos Vertheidigers, der die Akten so gründlich wie kaum ein Anderer studirt hatte, ließ den Angeklagten wieder frei aufathmen. Düsterer ward es am Horizont für ihn :rst dann wieder, als Dr. Helms Nachricht über die erste Vernehmung der noch nicht völlig erholten Frau Felicia brachte. Die junge Frau, die im Sanato7ium eines englischen Arztes in Ventnor Unterkunft gefunden hatte, lehnte es rundweg ab, etwas Anderes auszusagen als das. was sie in jener Nacht schriftlich zu Protokoll gegeben hatte. Ohne seinem Clienten Mittheilung davon zu machen, reiste Helms sofort nach Ventnor ab. Felicia bedürfte noch sehr der Schonung. Der Arzt erklärte die Gefahr, daß ein dauernder Defect des Gehirns von der schweren Erschütterung nachbleiben könne, noch nicht sür völlig gehoben. Er empfahl dem Rechtsanwalt daher dringend möglichste Schouna . - -
Die junge Frau lag im Garten in einer Hängematte. alsDr. Helms vorgelassen wurde. Die Luft war fc lau wie im Juni. Das junge Grün der Bäume und Büsche erfrischte das Auge. Auch der Sängerchor machte sich im Gezweig schon bemerkbar. Es War ein paradiesischer Aufenthalt hier auf dem meerumspülten Eiland. Aber Felicia erschien so apathisch. als ob sie durch Kerkerluft gleich ihrem Gatten um allen Lebensmuth gebracht worden sei. Da sie wieder eine kommissarische Vernehmung fürchtete, so zeigte ihr Antlitz sofort einen grämlichen, angst lichen Zug. Es kostete dem Vertheidiger Theos viele Mühe, bis er der Leidenden klar gemacht hatte, aus welchem Grunde er komme. Guido Helms hatte einen natürlichen Ton, aus dem ein gutes Herz sprach. Vortheilhaft unterschied er sich auch in seinem Auftreten von der trockenen, kalten, formellen Art der Gerichtsleute, mit denen Felicia in den letzten beiden Wochen zu thun gehabt hatte. In klarer Weise entwickelte er vor der jungen Frau den augenblicklichen Stand der Dinge, hob auch hervor, daß Theos Vater schon fast so weit gebracht sei. daß er an die Unschuld sei-
nes Sohnes glaube; ganz versteckt kam dann der Vorwurf von seinen Lippen. daß gerade sie. die doch am allerersten hätte berufen erscheinen müssen, das unbegrenzte Vertrauen zu ihrem Gatten zu haben, zu allererst wankelmüthig geworden sei. Felicias Züge nahmen sofort wieder etwas Finsteres, Gequältes an. Ich hätte Burgen auf seine Treue gebaut!" sagte sie bitter. Aber daß er cs über's Herz brachte, sein Weib hilflos und einsam in der Fremde zurückzulassen das tödtete meine Liebe zu ihm und ich hcge nur noch Mitleid für ihn." Und Sie sind also felsenfest davon überzeugt, daß er entfliehen wollte?" Ich hatte es damals glauben müssen und als ich, halb genesen, die erste Vernehmung zu überstehen hatte, da erfuhr ich ja, daß jener Stanway die Wahrheit gesprochen hatte. Oder hat man nicht etwa meinen Gatten in dem Augenblick verhaftet, in dem er von Portsmouth aus in's Ausland flüchten wollte? Nach der gerichtlichen Darstellung ist ja gar kein Zweifel mehr zulässig!" Und doch sieht hier Aussage gegen Aussage. Denn Ihr Gatte weist diese Absicht entschieden zurück. Der dafür eintretende Zeuge ist aber ein Beamter, für dessen Klugheit und Schneidigkeit es natürlich ein bei weitem glänzenderesZeugniß ausstellt, wenn er gerade im entscheidenden Augenblick eine so wichtige Verhaftung vorgenommen hat. Wem von den Beiden würden Sie aber unter anderen Umständen früher Glauben geschenkt haben?" Unruhig erhob sich Felicia. Sie st'.ich sich über die bleiche Stirn. Mein Gott, wenn Sie so zu mir sprechen, so muß ich natürlich sagen..." Ein Schwindel erfaßte sie. und sie tastete um sich, während sie die Augen schloß. Dr. Helms bettete sie wieder vorsichtig hin. warf forgsam die Schlafdecke über ihren Körper und sagte: Ruhe, Ruhe! Nur wenn Sie mir versprechen, mich ohne Aufregung bis zu Ende anzuhören, kann ich Ihnen meine Ansichten mittheilen." Felicia öffnete die Augen und fah ihn mit mattem Lächeln an. Ich werde ganz geduldig sein. Mein Zu-
stand braucht Sie aber nicht weiter zu ängstigen. Ob es ein wenig besser oder schlechter geht, das ist ja gleichgiltig. Ich habe nichts mehr auf dieser Welt zu suchen jetzt, da ich den einzigen Anhalt, die einzige Stütze, den Geliebten, den Gatten verloren habe." Unglückliche Frau!" sagte der Rechtsanwalt. Wie unrecht es doch non Ihnen ist, gleich so völlig zu verzagen. Und was soll diese unHeimliche Andeutung, daß Sie auf dieser Welt nichts mehr zu suchen hätten? Hat der Himmel dadurch, daß er Ihre Hinopferung verhinderte, Ihnen nicht etwa gezeigt, daß Sie sich über die Pflichten des Ehristenmenschen nicht hinwegsetzen dürfen? Sie müssen leden. Sie haben vor Gott und den ?.'!enschen kein Recht, noch einmal den Versuch zu machen, Ihr Leben gewalisam zu endigen." Man bewacht mich ja", sagte, die Kranke matt, ich bin auch zu schwach, um mich von hier fortzubewegen aber fobald die Verurtheilung Theos erfolgt ist. will ich nichts mehr mit dieser grausam kalten, öden Weit zu thun haben. Das ist mein unbeugsamer Entschluß." Dann wird das ewige Strafgericht Ihr Haupt beugen. Hadern Sie nicht mit Gott, der Ihnen diese Prüfungszeit auserlegt hat." Prüfung!" klagte Felicia, indem sie die gefalteten Hände erhob. Hab' ich nicht immer versucht, Gutes zu thun, Äöses zu lassen hab' ich nicht meine Pflicht in der Arbeit erfüllt, war ich nicht friedliebend, barmherzig, ehrbar und fleißig? Mein Gott, mein Gott, warum mußte ich so hart gestrast werden und gerade in dem Theuersten, das ich besaß in meinem geliebten Theo, den ich für so gut und treu und brav hielt!" Dr. Helms machte einen Gang über den Kieöwea des Garens. Ä-r Uu
tziiüt. tiagcnoe .on Der jungen wmu ergriff ihr, schnitt ihm in die Seele.Aber er stellte seinen Beruf höher als andere Eolleqen. Er wollte nicht allein dem Recht zum Sieg verhelfen; er fühlte sich auch als Friedensapostel, und darum wollte er Versöhnung in dies unglückliche, blutende, zerrissene Herz tragen. Indem er wieder vor sie hintrai. sagte er in ernstem Tone: Und doch haben Sie die große, schwere ja, ich gebe zu, fruchtbare Prüfung nicht bestanden, die der Himmel über Sie verhängt hat. die Prüfung Ihrer GatUnliebe!" Jäh fuhr Felicia empor, ihn mit starren Blicken musternd. Ein fliegendes Roth trat auf ihre Wangen, ihre Schläfen sofort wieder verschwindend, um einer kalten Blässe Platz zu machen. Die Prüfung meiner Liebe zu Theo?" stammelte sie. Hab' ich ihm nicht vertraut wie mir selbst und hab' ich je einen -anderen Wunsch gekannt als den, ihn glücklich zu machen? Ist er's nichtder das furchtbare Leid über uns gebracht hat?" Ja. sehen Sie, Frau Hüttl, wenn Ihre Liebe wirklich groß und erhaben gewesen wäre, dann hätten Sie doch bei der ersten Prüfung ich wiederhole dieses Wort nicht gleich verzagen, an ihm verzweifeln dürfen!" Felicias Kopf sank trauig herab. Ach. quälen Sie mich doch nicht ich bitte Sie innig darum!. . . Was vermochte ich armes, hilflos allein gelassencs Weib gegenüber den zwingenden Beweisen, die mir Stanway gab!" Vertrauen konnten Sie. Frau Hüttl!" Nun weinte Felicia. Ja. ja, ich geb' es zu in meiner Verzweiflung wog ich das Für und Wider nicht mit juristischem Verstand ab. Aber wir Frauen versieben ja nichts von den Paragraphen, und als Stanway mir bewies, daß Theo der Thäter war. da schrie es in mir: Ein Ende machen das Schreckliche nicht überleben und ich suchte den Tod wie den Erlöser! Ach warum erhörte der grausame Tod mein Flehen nicht! Denn war die Nachricht, die ich bei meiner ersten Vernehmung erhielt, die Nachricht von Theos Verhaftung, nicht noch viel grausamer?" Sie werden auch von all' den Verdachtsmomenten gehört haben, die gegen ihn vorgebracht worden sind und durch die man seine Aburtheilung herbeizuführen bestrebt ist. Aber wichtiger als Alles ist die Frage: Trauten Sie ihm denn wirklich ein solches Verbrechen zu? Glauben Sie. daß ein Mensch wie Theo solch' raffinirter Heuchelei fähig wäre, daß er wenige Minuten nach einer Mordthat Sie glückzitternd in seinen Armen halten könnte?" Nein bei Gott ich glaubte das nicht. Erst als ich die Beweise erhielt, da mußte ich an seine Schuld glauben." Sie hatten keine Beweise. Frau Hüttl, und Sie haben sie auch heute noch nicht."
Aber das Gericht ist doch von seiner Schuld überzeugt!" Das Gericht!. . . Nun. Frau Hüttl. wir haben in unserem Lande Gottlob pflichttreue, rechtschaffene Gerichtsbeamte. Aber vergessen Sie nicht auch die Nichter sind nur Menschen, die fehlen, irren können. Man hat trotz aller fachlichen Prüfung auch schon Unschuldige verurtheilt. Der einzige unfehlbare Richte? ist der über den Wolken!" Ganz bestürzt hatte Felicia den ohne alles rednerische Pathos, aber mit warmer Ueberzeugung sprechenden Mann angesehen. So machen Si: mir also einen Vorwurf daraus, daß ich in meiner Verzweiflung damals keinen anderen Ausweg fand als den, aus dem Leben zu scheiden?" Ja, Frau Hüttl, einen schweren Vorwurf. Einen noch größeren mache ich Ihnen aber daraus, daß Sie glaubten. Theo. Ihrem Gatten, zu nützen, indem Sie den Hergang jener Scene fccmnls versckleierten." zunrelroty waren Felicias Wangen geworden. Es tropfte heiß aus ihren Augen hernieder, als sie langsam und schwermüthig sagte: Ich glaubte ihn dadurch zu retten!" Helms schüttelte den Kopf. Wenn Sie wüßten, wie sehr Sie gerade durch diese Unrichtigkeit Ihrer Angaben der Vertheidigung das Amt erschwert haben. Nein, nein, weinen Sie nicht, Frau Hüttl. Ueber die Motive Ihrer That können ja keine Zweifel Herrschen. Selbst Ihre .Feinde glauben nicht daran, daß es aus Haß geschah. Ebensowenig wie ein Mensch von Einsicht zumal nach der freimüthigen Darstellung des Vorgangs durch Jhren Gatten heute noch an die Möglichkeit glauben könnte, daß ein Wesen von Ihrer Seelenreinheit und Herzensgüte ein so scheußliches Verbrechen begehen könnte mit diesen kleinen Händen!" Scheu wich Felicia vor ihm zurück. Der junge Jurist hatte die Stirn in die aufgestützte Hand gelegt. Schweigend faß er eine Zeit lang da. Dann huschte es sonnig über sein Antlitz.und er fuhr in innigem Tone fort: Ich liebe ein Mädchen, das Ihnen gleicht. Nicht äußerlich etwa oh, Sie sind viel, viel schöner als mein Braut. Aber in Ihren seelischen Eigenschaften finde ich so viel Verwandtes, daß mir ist, als ob ich mit mewer kleinen Braut spräche. Wundern Sie sich daher nicht, wenn ich Ihnen gegenüber nicht den forschen, schneidigen RechtsVertreter sviele. Tthx Sckicklal tuxt xnM
10 unlagoar tief ergriffen. 'Ich muß mir vorstellen, wie meine Braut in Ihrem Falle gehandelt hätte, wenn es sich um mich und eine mir zugeschriebene Schuld gedreht hätte. Ja. ich glaube, sie würde auch eher in ihre eigene Vernichtung gewilligt haben, als daß sie mir ein Leids hätte widerfahren lassen wollen. Und doch müßte eine solche Frevelthat ja alle Liebe im Keim ersticken, sollte man meinen. Ja. sehen Sie. Frau Hüttl. da steht der schwache Mensch vor einem Dilemma." Die herzlichen, rührenden Worte machten Felicia weich und schmiegsam wie Wachs. Offen gestand sie ihm nun alles nachdem Helms freilich längst den wahren Sachverhalt erralhen hatte. Klar aber war es nun auch durch sie festgestellt, daß die Darstellung ihres Gatten die einzig richtige war. Aber wird diese Aussage den Unglücklichen denn nicht von Neuem und noch schwerer belasten?" rief sie sofort.nachdem sie sich offenbart, angstvoll aus. Nein, eher entlasten; denn der letzte Widerspruch mit seinen Angaben fällt damit fort. Daß das Gericht Ihrer Darstellung so wie so keinen Glauben geschenkt hatte, können Sie übrigens auch daraus entnehmen, daß man Sie nicht verhaftet hat. In Ihrem Briefe hatten Sie ausgesagt, daß Sie persönlich am Thatort gewesen seien. Ja, wenn das Gericht das hätte glauben wollen, dann würden
Sie beute aewiß nicht mehr m dieser
himmlischen Umgebung weilen. Aber es ist viel wieder gut zu machen, Frau Hüttl. Und ich habe die weite Reise hierher nur aus dem Grunde gemacht, um eine ernste Forderung an Sie zu richten." Fragend sah ihn Felicia an. Sie sollen zur Verhandlung erscheinen, widerrufen, was Sie Unwahres geschrieben haben, und mit vollem Freimuth bekennen, wie Sie heute übe? die Sache denken!" Ich sollte ihn auf der Anklagebank fehen Zn einem Gerichtsjaal vor strengen, unerbittlichen Nichtern und einer neugierigen Menge, der dieses Gegenübertreten nur ein willkommenes Schauspiel zur Befriedigung der Sensationslust wäre!" Helms nickte ernst. Ja. Frau Hüttl. es ist eine schwere Aufgabe der Weg dorthin ist sür Sie ein Dornenpfad. Aber Sie fehen sich hier vor eine Pflicht gestellt, der Sie sich nicht entziehen dürfen." Felicia faltete die Hände. Wenn man ihn dennoch verurtheilte. dennoch! Wenn man ihn aus dem Saal fortführte vor meinen Augen o mein Heiland. . .!" Sie schluchzte herzzerbrechend. Der Anwalt sprach ihr in mildem Tone zu: Erinnern Sie sich aus der Bibel noch des wundersamen Wortes: Die Liebe aber höret nimmer auf?. . . Sehen Sie. Frau Hüttl. ich glaube gar. daß es Ihrem Herzen verloren gegangen war. dieses schlichte und doch so bedeutsame Wort. Die wahre Liebe überdauert Noth und Elend, Tod und Gefahr. Schon einmal haben Sie klein verzagt, bei der ersten Prüfung. Sie wissen. Bei dieser zweiten, der größten und schwersten Prüfung, die je an ein Menschenherz herangetreten ist. da können Sie nun zum letzten Male beweisen, ob Sie den großen Heroismus besitzen, den man dem Weib in der Liebe nachsagt. Es giebt in Ländern, in denen Deporation das übliche Strafmittel für schwere Verbreche? ist, Gatten, die dem Unglücklichen Verirrten in die öden Wüsteneien folgen zu harter, qualvoller Arbeit. Es heißt ja auch nicht in der Schrift: So einer in Sünde gefallen ist, so steinige ihn und verlasse ihn sondern stehe ihm bei in der Gefahr, stütze ihn, daß er nicht von Neuem strauchelt so oder ähnlich muß es wohl heißen. Denn das ist der Geist der christlichen Lehre von der Versöhnung!" . . . .Der Arzt war auf's Höchste erschrocken, als er von der Wärterin der Patientin vernahm, daß der Besuch noch immer nicht gegangen sei. Bestürzt kam er in den Garten, war aber sichtlich erleichtert, als er wahrnahm, daß die junge Frau sich verhältnißmäßig gut befand. Felicia fragte sogar in sehr lebhaftem Ton, wie ihn der Arzt bis jetzt noch nicht von ihr vernommen hatte, nach ihrer Voraussichtlichen Entlassung aus dem Sanatorium. Der Chefarzt brach in ein herzlicbes Lachen aus. (Fortsetzung folgt.)
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hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 0c; Kühe 550 bis 650 Pfund 64c; Stier SnrhprVitrrtrT 7c fei! ki4..:4r
.v) w.tit UU(tViUUi 9c; Rind Hinterviertel 84c; Rind Vor. dcrviertel 64c; Kuh Vordcrvicrtcl 6c; Kdh Hinterviertel 74c. Frisches Kalbfleisch Kälber 9c; Hin tervicrtcl 124c; Vordcrvicrtcl 8c; Srrifcnes Sckasff?isck Qsmm.r
j I "7 v tv Pfd. 84c; Schafe 7c; Schenkel 84c; )J3 1.
JIUUS, lUlj, IOC. Frisches Schweinefleisch. Loins 8c10c : Cottaae S&infrn 7$r ?
tete Sckultern 74c. frif Tckin?? i
Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 17c; Spare Ribs 7c: Tail
Bones 5c.
Geräuchertes Fleisch. Suaar Cured Scbinkcn Erste Qual!.
tät: 20-18 Pfund 101c; 15 Pfund lljc; 12-10 Pfund 113c; Zweite Qualität
20-18 Pfund 101c; 15 Pfund 10k; 12 Pfund lljc; 10 Pfund ll$c. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund 7s c; 10 bis 12 Pfund 7 c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 134c; gewählter Sugar Cured 12s c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 12c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt llc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt llc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c. Speck, Engl. Gewählter, 3 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 124c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt, 12c. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 8c; KlarcSeitcn, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 9c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 9c; Klare Bellics,25bis30Psd.,8Zc; 1ö bis 22 Pfd., 9ic; 14 bis 16 Pfd., SZc? Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 8Zc; Rücken 12 bis16Pfd.,9ic; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd.. 94c. Schultern, Engl. Cured 10 bis 20 Pfund im Durchschnitt 8c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Vsund 8ie GepöckelteS Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $19.00; Klares Bcan 18.00; Family 16.50; Short Clvar 15.00; Rumrf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, llc; Außenseiten 9c; Innen, feiten 13c; Knöchel 12Zc. Schmalz, in Tierccs, 1. Qualttät 9c; 2. Qualität 8Zc; 3. Qlltät 8k. ,
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