Indiana Tribüne, Volume 24, Number 123, Indianapolis, Marion County, 20 January 1901 — Page 14
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Jndicma Tribüne, Sonntag, den 0. Januar 1901
Al mm Kcge.
Woinan aus dem Nachlasse HanS Wachcnhuselis.
(3. Fortsetzung.) Jenny fühlte wirklich dies Bedürfniß. Sie empfand, als sie das Zimmer erreicht hatte, einen Schwindel im GeHirn und ein Zittern ihrer Glieder. Angekleidet warf sie sich in unglücklichster Stimmung auf das Bett und verfiel alsbald in tiefen Schlaf. Es war Nachmittag, als Frau Sto6ers sie weckte. Es ist Zeit, die Sachen auf das Schiff bringen zu lassen. Wir fahren ihnen nach!" sagte diese geschäftig, während zw?i Träger in der offenen Thür schon aas das Gepäck warteten. Jenny fuhr schlaftrunken, ganz zerfahren auf und blickte umher. Sie wußte nicht, wo sie sich befinde. Ein Blick auf ihre beiden Koffer und Kartons orientirte sie. Diese verschwanden. Ja, ja!" rief sie erschreckend und sich auf ihre giijjc stellend. Das Telegramm ist besorgt fuhr die Frau fort, sie in ihrer Ratlosigkeit mit einem Lächeln musternd, denn bei sich dachte sie: Die junge Frau lebt im glücklich mit ihrem Mann! Da können wir ja noch was erleben! .... Eine Viertelstunde später half die Stockers Jenny in die Droschke, um gemeinschaftlich mit ihr nach der Wasserkante zu fahren. Jenny saß schweigend mit einem inneren Erzittern in dem Gefährt; sie sah und hörte nichts von dem immer dichter werdenden Menschengetriebe um sich her. Es lag wie ein Schleier über ihren Augen und ihr Herzschlag stand zuweilen still. Die letzten Stunden auf deutschem Boden, die sie noch einem Nachdenken hatte widmen können, die hatte sie derschlafen; ihre Sachen waren auf dem Sckiff und die Ueberfahrt war bezahlt. Mechanisch that sie Alles, was Frau Stockers von ihr verlangte, und ihre yüße trugen sie nur mit Mühe in das Boot, das sie an Bord des großen Dampfers bringen sollte. Es ist ja derselbe, der uns Beide damals herüber führte," sagte die Stockers, ihr gegenüber sitzend und sich ihre Gedanken machend über das seltsame Benehmen der jungen Frau. Erst als diese auf dem Verdeck die frische Seeluft athmete, kehrte neuer Muth in sie zurück. Sie hatte dieselbe Kabine, die sie damals gehabt, sah dieselben Leute der Bemannung, deren sie sich noch erinnerte. Ihr Herzklopfen beruhigte sich, sie schöpfte tief Athem. Es ist also geschehen!" rief sie, Muth fassend. Es mußte ja geschehen! Kein Gedanke an ihn soll mich rnehr heimsuchen!" Ein Gedanke an ihr Kind überkam sie; aber sie schloß die Augen. 6. Verlassen. Schon am Sonntag, früher, als er vorausgesehen, kehrte Erich am Abend zurück. Seine Frau zu Hause zu finden, erwartete er nicht; das wäre gegen ihre Gewohnheit gewesen. Die Stubenniagd empfing ihn mit der Meldung, die Gnädige sei für einige Tage zu tiner Freundin in der Nähe der Hamburger Bahn auf's Land gereist. Eine Depesche konnte sie mir doch schicke, wenn sie keine Zeit zum Schreiben hatte!" brummte er und trat Ziunächst in sein Schlafzimmer, um die Toilette zu wechseln. Danach sucht: er sein Arbeitszimmer auf. Das elektrische Licht brannte über seinem Schreibtisch Es lagenB riefe darauf. Einzelne nahm er in die Hand, aber es war ja Sonntag und er ermüdet von der Reise. Die Correspondenz hatte Zeit bis morgen. Das Eouvert Jennys lag zu untersi der Briefe; er bemerkte es nicht, löschte das Licht und ging in den Club. Spät erst kehrte er heim. Die Dienerschaft hatte sich zur Ruhe bezcb;n, er aber fühlte sich nervös erregt. Er zündete das Licht wieder an, setzte sich an den Schreibtisch, legte die Vricie zurück, um sie am Morgen m't in'3 Bureau zu nehmen, und da kam ihm denn doch das Eouvert mit der ?lufsckrift An Erich" in die Hand. Weniqstens ein Nachricht!" Er
öffnete es und starrte das kleine parfumirie Papier an. Kehre in Dein Ehejoch zurück! Auf baldiges " las er die ihm noch tu innerlichen Zeilen, und mit einer Verwünschung warf er das Blättchen sin, nahm es aber wieder, denn ihm w.ir's, als habe Jenny noch etwas hinzugcsct. Und wirklich las er unter diesen zwei Zeilen: Mathilde Schenck nicht mehr nach mir; ich bin fort! a. wohl! Jenny." Fort!" rief er aufspringend. Ja. wohin denn, zum Teufel? Sie ist fort. Und ich kann Niemandem von der Dienerschaft fragen! Sie muß doch " Er rannte im Zimmer umher und warf sich dann auf eine Chaiselongue: Was soll das nur!" rief er aus. Und wie kann sie zu diesem Billet geZiimmen sein? Mathilde Schenck ist ja eine Jugendfreundin von mir; ich ; nannte sie in ihrer Eltern Hause qcn Du! Wir trafen uns in Dresden, als j ich wochenlang in Geschäften dort sein ) mußte. Sie war schon Wittwe gewor.den und lebte bei ihrer Mutter. Ich . besuchte sie ost, das ist wahr, aber in I allen Ehren. Sie war dasselbe über- ! müthige Geschöpf geblieben, obgle'ch sie 'unglücklich in ihrer kurzen Ehe gewc;fen. Aber wie ich nur so dumm fiin j konnte, dies Billet, das sie mir sandte, ? als ich wegen meiner Abreise eine Einladuna von ihm ZTuxikt. avtbnt
nicht sofort zu zerreißen! ""Fch kenn ja doch Jennys Eifersucht! Die Frau Schenck, die inzwischen ganz hierhergezogen war, sollte ja von der Partie sein, die an dem Tage, wo ich Jenny jetzt verließ, stattfand. Ich reiste absichtlich einen Zag früher ab. Sie werden sich getroffen haben! Die Frau Goltermann sah uns allerdings in Dresden. Mathilde und mich, vielleicht hat die ihr geklatscht, was sie nicht verantworten kann, und sie hat darauf nach Beweisen gesucht, bis sie dieses unselige Billet gefunden? Hätte sie wenigstens den Mund aufgethan, mir Vorwürfe gemacht! Aber so: Ich bin fort!" Mir meine ganze Ehe vor die Füße zu werfen! Und das Kind! Sie wird es doch nicht mit sich genommen haben?" Er sprang auf und eilte in das Kinderzimmer. Beruhigt sah er den Kleinen beim matten Schein eines Nachtlichts in seinem Bettchen liegen. Auch die Bonne schlief. Er zog sich leise zurück, um sie nicht zu wecken. Auch von ibrem Kinde hat sie sich trennen können!" rief er, wieder in seinem Zimmer. Aber das Ganze soll ja nur ein Schreckschuß für mich sein! Ich kenne sie! Sie ist rachsüchtig! Sie wird zu ihrer Freundin sein und sich erst bitten lassen wollen, zu mir zurückzukehren. Warten wir's ab. Morgen früh schreibe ich ihr einen vernünftigen Brief, in dem ich ihr Alles erkläre; so wird auch sie Vernunft annehmen!" Er wollte, sich beruhigend, sein Schlafzimmer aufsuchen, betrat es und zündete eine Kerze an. Zum Schlafen fühlte er sich aber nicht aufgelegt, obgleich schon Mitternacht vorüber war. Er suchte das ihrige und fand Alles in bester Ordnung. Er betrat ihr Garderobezimmer. Die Schlüssel steckten m den Schränken. Er öffnete einen. Doch, was wußte er von ihrer Garderobe! Alles war hübsch aufgeräumt durch die Stubenmagd. Da fiel es ihm ein, in ihr Schlafzimmer zurückzugehen. Er wußte, wo sie ihre Kassette mit den Schmucksachen verwahrte, und fand das kleine Palisanderschränkchen halb geöffnet. Er leuchtete hinein. Die Kassette war nicht darin! Das machte ihn stutzig. Ein DiebWahl etwa?" fragte er sich. Sollte er die Dienerschaft wecken? Doch, was nutzte das, in der Nacht vielleicht unnöthigen Lärm zu machen! Die Dienerschaft durfte ja nichts erfahren; sie wußte nur, daß sie bei ihrer Freundin sei. Er war müde von der Reise und der Aufregung und beschloß also. Alles bis morgen Früh zu belassen. Er hatte ja das Kind gewissermaßen als Geisel für ihre Rückkehr. Aber wie er sich auskleidete, klang es ihm immerfort im Ohr: Ich bin fort! Frage nicht nach mir!" Und wie er dalag und überlegte, was sie zu thun im Stande gewesen sein könne, da fiel ihm ihre Correspondenz mit jener Frau Stockers ein. Er sprang vom Lager auf und wie er da war, schritt er in ihr Boudoir. In ihrem Arbeitstisch sah er den Schlüssel stecken. Er öffnete eine Schublade nach der anderen. Alles leer! Nur Rechnungen fand er in der einen, und von hohen Summen. Sie hatte also alles Uebrige, ihre Correspondenz. ausgeleert. Das zeugte doch von einem rabiaten Entschluß! Die Sache erschien ihm mit einem Male sehr ernst. Er erinnerte sich der schlechten Stimmung, in der sie so lange schon gewesen war. Dieses Billet der schönen jungen Wittwe datirte ja schon seit Monaten und sie war im Stande gewesen, ihm ihre Kenntniß davon so lange zu verheimlichen. Mußte er das nicht wie einen Entschluß betrachten, den sie schon längst in sich herumgetragen? Ingrimm und Schmerz bemächtigten sich seiner. Was glaubte er doch Alles gethan zu haben, um sie sich gut zu erhalten; noch an dem Tage seiner Abreise hatte er sich an ihr Herz gewendet, und wie verstockt sie sich ihm da gezeigt hatte, während sie doch schon entschlossen gewesen sein mußte. Und nicht einmal so viel Mutter war sie, um an ihr Kind zu denken! Bis zum hellen Morgen schloß er kein Auge, erwachte dann mit dem Gedanken an das Vorgefallene, sprang auf und fand die Dienerschaft schon bei ihrer Beschäftigung. Doch mit einer gewissen Beschämung
sah er sie. Er durfte natürlich nicht mehr thun, als nach den Umständen fragen, unter denen seine Frau abgereist sei, und erhielt harmlose Antworten. Er liebkoste den Kleinen und be gab sich dann an sein Frühstück, das ihm fast in der Kehle stecken blieb. Als er sich angekleidet hatte, begab er sich nach dem Telegraphenbureau und gab eine Depesche an Jennys Freundin a-'f. diese bittend, seine Frau von seinei Rückkehr zu benachrichtigen. Dann warf er sich in eine Droschke, um m's Bureau zu fahren, kehrte aber schon nach einer Stunde zurück, uw Antwort zu finden. Und die fand er. Die Freundm aber telegraphirte: Jenny ist nicht hier DaS war ihm wie ein Schlag auf das Herz. Er irrte in den Zimmern umher. Wo konnte sie sein? Er durchsuchte nochmals ihren Schreibtisch und fand, in die hintere Wand einer Schublade eingeklemmt, ein an sie gerichtetes, ganz frisches Couvert aus Hamburg. Die Adresse war von Frauenhand. Der Brief fehlte. Aon der Frau Stockers!" DaS Couvert trug die Firma eines Hamburger Hotels. Sofort ließ er im Bureau melden, er müsse am Abend nach Hamburg und kehre umgehend zurück. Der Tag verging ihm in der furchtRarsten Ut.rube. Am Slfcwh fnfc trjm
yamourger 'Zuge. 'Am rühen'Morgen erschien er in dem Hotel, nach Frau Stockers fragend. Man sagte ihm, diese sei mit einer jungen Dame auf dem letzten Dampfer nach New Jork abgereist. Die Beschreibung der Letzteren traf zu und auf dem Bureau der Dampferlinie las er eingetragen den Namen Jenny Ewers. Betäubt stand er da. Sie hatte ihrenEhenamen verleugnet und war nach Amerika abgedampft! Diese Entdeckung verwandelte seinen Schmerz in glühenden Zorn. Er hatte eine Unwürdige geheirathet. die es nicht werth gewesen, sein Weib zu sein! Am Abend saß er wieder in dem Bahnzuge, in sich gekehrt, doch scheinbar ruhig. Ihr Andenken sollte au5 seinem Herzen gestrichen werden. Nur das Kind that ihm leid, das sie so lieblos hatte verlassen können. Und das Aufsehen, das diese Nachricht in feinern großen Kreise verursachen werde! Das erwog er, ohne noch zu wissen, welche Haltung er der Welt gegenüber zeigen sollte. Zunächst aber galt es, was er der Dienerschaft zu sagen habe! Nichts! so beschloß er. Sie werde es ja auch ohne ihn erfahren! Einige Tage hatte er ja noch Zeit, bis sich die Sache deklariren werde, d. h. bis man fragen werde: wo bleibt nur die Frau Dr. Soltmann? Und während dessen sollten die Geschäfte ihn ganz in Anspruch nehmen So that er denn. Er war den ganzen Tag außerhalb des Hauses, speiste nicht einmal dabeim, die Geschäfte vorgebend. Unerträglich war's ihm, den Kleinen nach seiner Mama verlangen zu hören, auch schließlich die Dienerschaft die Köpfe zusammenstecken zu sehen. So war mehr als die Hälfte der nächstfolgenden Woche vergangen. Er vermied es, Jennys Freundinnen zu begegnen, die ihn schon so fragend anschauten, endlich aber konnte er ihre Intimste, die Frau Goltermann, nicht vermeiden, die er ja im Verdacht hatte, ihn verklatscht und dadurch Elend angerichtet zu haben. Er lief ihr auf der Promenade gerade in die Arme. Sie fragte ihn mit so seltsamer Miene, wo denn seineFrau bleibe; sie sei schon zweimal vergeblich im Hause gewesen. Er zuckte verdrossen die Achsel. Lieber Doctor," begann sie, ihn an sich fesselnd. Gestehen Sie mir: ist etwas in Ihrer Ehe nicht in Ordnung? Sie wissen, ich bin diskret; man tuschelt sich schon gegenseitig in die Ohren." Die diskret!" dachte sich Erich. Er schwieg. Ich bm's Ihnen schuldig, davon zu sprechen," fuhr sie fort. An jenem Abend unserer Landpartie, bei der Sie fehlten, war Jenny in der allerschlechtesten Laune. Mir gelang es endlich beim Nachhausefahren, ihr die Zunge zu lösen, und da mußte ich denn von ihr hören, daß sie entsetzlich eifersüchtig auf die Frau Assessor Schenck sei. Sie wollte sogar Beweise Ihrer Untreue gefunden haben, und vergeblich war mein Bemühen, ihr das auszureden. . . . Natürlich konnte es auch den anderen Damen nicht entgehen, daß Jenny sich durch die Gegenwart der Schenck verletzt fühlte, und diese knüpfen denn nun allerlei Vermuthungen an ihr langes Fortbleiben." Erich wollte ihr doch nichts schuldig bleiben. Sollten Sie, meine Gnädige, nicht Veranlassung zu dieser Eifersucht gegeben haben?" fragte er sehr pikirt. Sie hatten in Dresden Gelegenheit, mich mehrmals mit meiner Jugendfreundin, der Frau Schenck, auf der Promenade zu beobachten." Bei Gott im Himmel nicht!" rief Frau Goltermann. die Hand auf die Brust legend. Im Gegentheil, ich suchte ja, wie Sie hörten, Jenny Vernunft zu reden! Wer weiß, wie diese Klatscherei entstanden ist; aber Jenny
sprach von Bewelsen! Sie selbst gestand mir, sie sei rachsüchtig, und sie war auch in einer Stimmung, die mich bange machte, und sie sogar hinriß, von ihrer ersten Liebe zu sprechen," setzte sie taktlos hinzu. Das Letztere war Erich wie ein Donnerschlag. es gab ihm einen bedenklichen Aufschluß. Er war nicht im Stande, diese Unterhaltung fortzusetzen. Aber das war ja nur dummes Zeug, das ihr in ihrer Entrüstung nur fo entfahren," korrigirte sich Fr?u Goltermann. Wer gibt denn darauf etwas! Es war Kinderei, die man einer vernünftigen Frau nachsehen muß, wenn sie sich ärgert. Hoffen wir, daß sich Alles wieder zurecht ziehen werde!" Ja, hoffen wir!" Mit bitter ironischer Miene zog Erich den Hut und verabschiedete sich. .Eine erste Liebe!" sprach er vor sich hin. Mußte ich diesem Klatschmaul auch noch begegnen! Was die weiß, das wissen natürlich schon Alle, und deshalb immer diese fragenden Blicke! Ich mag mich nirgendwo mehr sehen lassen. Nehme ich aber einen Urlaub, so wird es heißen, ich sei ihr nachgereist, sie zu suchen, wieder zu mir zurückzuführen. Und dabei komme ich in den Ruf eines Don Juan! Gott sei Dank, daß sie jetzt Alle in die Bäder, wenigstens auf Reisen gehen! Aber das könnte auch ich thun, wenn sie Alle fort sind! Jenny wird inzwischen vielleicht zur Vernunft kommen, ihren Entschluß bedauern, den sie in solcher Aufregung gefaßt und ausgeführt, wird vorgeben, sie habe nur Sehnsucht gehabt, New 2)orl einmal wieder zu sehen, und mir wird sie sagen, sie habe mich nur strafen wollen. Hat sie auch keine Sehnsucht nach mir, sie wird doch Verlangen nach ihrem Kinde haben." Inzwischen ward ihm seine Existenz dodh unerträglich. Es wOLi? Niemand.
ras ?ett?er te?c:r:n m naa;n," sssz er las die stumme Frsge 5ocy in alle?. Gesichtern. Es war Mitleid, das man ihm spendete, und was ihn am meisten empörte, waren die Rechnungen, die man ihm aus den Seiden- und ModeMagazinen sandte. Auch in denen war es also schon bekannt! Natürlich vermißte man die Besuche der Frau Dr. Soltmann, denn es waren ja schon Wochen vergangen. Auch Schneiderinnen. so hatte ihm die Dienerschaft gesagt, waren gleich Anfangs zum AnProbiren neuer Sommertoiletten dage wesen und immer wieder gekommen, um nach der Verreisten" zu fragen. Diese hatte also Alles im Stiche gelassen und die Leute trugen natürlich den sonderbaren Bescheid, den ihnen die Dienerschaft und wahrscheinlich mit Randbemerkungen gegeben, in die Stadt hinaus. Mit einem Wort: es unterlag keinem Zweifel mehr, daß die junge Frau Gatten und Kind verlassen. Um eine Sommerreise konnte es sich nicht handeln; sie würde wenigstens abgewartet haben, bis ihre Toilette fertig war, und sie hatte ja vorgegeben, nur eine Freundin auf dem Lande besuchen zu wollen. Erichs Hoffnung war noch immer ein Brief von ihr gewesen, aber keine Zeile kam von ihr. Er kam zü der Ueberzeuauna, daß
dieses Weib, dieStockers, die Zwischenträgerin in jener ersten Liebe gewesen, von der Jenny selbst zu Frau Goltermann gesprochen, daß sie leichtsinnig genug habe gewesen sein können, dieser in ihrem Herzen wieder Raum zu geben. Doch vor dem Verdacht suchte sie das seinige noch immer zu schützen. Aber was wollte sie sonst in New York, wo es doch keine Angehörige mehr für sie gab! Trotz seinem Ingrimm machte er sich Gedanken, daß sie vielleicht sich in eine trostlose Existenz gestürzt, daß sie sich schäme, wieder zu ihm zurückzukehren. Aber seinerseits etwas zu thun, das litt sein Ehrgefühl nicht. Inzwischen war schon der Monat Juli vorgeschritten, sechs Wochen waren verflossen seit ihrer Flucht. Er fühlte sich krank, namentlich im Gemüth. Er engagirte also noch eine zuverlässige Person für sein Kind, nahm Urlaub und wollte verreisen wohin, das war ihm gleichgiltig. Ihr im Salon hängendes Bild, in weißer seidener Balltoilette, war verhängt, ihre Noten und Bücher waren zusammengepackt, ihre Garderobeschränke verschlossen. Ihr Boudoir hatte er nicht mehr betreten, Alles stand und lag darin wie früher und das machte ihm die große Wohnung unheimlich; doch, wenn er zurückkehrte, hoffte er, Alles vergessen zu haben. Er hatte schon Momente, in denen er sich vergegenwärtigte, wie unglücklich er sich in letzter Zeit gefühlt, und das gereichte ihm zum Trost. Sie hatte es längst auf eine Trennung abgesehen; nur das: wie diese geschehen, das konnte er nicht, verwinden. Als er auf dem Bahnhof erschien, crschrak er vor einer Frauengestalt, die in gelbem, leichtem Regenmantel, ein Strohhütchen auf dem Kopf, in langen dänischen Handschuhen, begleitet von einer mit Kartons beladenen Jungfer, auf dem Perron erschien und nach einem Coupee suchte.
Es war Mathilde Schenck, die vermuthlich eine Badereise antrat. Sie sah reizend aus, so frisch, so blühend, die schwarzen Löckchen umspielien so kokett ihre Schläfe und Stirn; sie trug ein Bouquet von Marschall Niel-Rosen in der Hand und sprach eben mit einem Herrn, einem jungen Bankier, der es ihr überreicht hatte. Um Gotteswillen, sie!" rief Erich zurücktretend aus. Er hatte sie vermieden bis jetzt, sie, deren Billet ihm so verhängnißvoll geworden war. Ob sie davon gehört hatte? Jedenfalls, denn was Frau Goltermann wußte, das wußte alle Welt. Vielleicht hatte ihr diese selbst davon gesprochen. Und wie er dastand, um sie erst einsteigen zu lassen, da erschien in aller Hast eine andere junge Dame, auch mit einem Bouquet in der Hand, die auf Frau Schenck zustürmte und sich gratulirte, daß sie noch rechtzeitig da sei, um ih: Adieu zu sagen Frau Goltermann! Wenn diese ihn sah, in demselben Zuge mit ihr. seiner Jugendfreundin! Welch' herrliche Gelegenheit zu neuem Klatsch! Ihm war's schon fatal, die Reise mit der jungen Frau zusammen zu machen; er dachte daran, einen anderen Zug zu nehmen, aber sein fiepäi war bereits in diesem. So blieb ihm denn nichts übrig, als ben grauen Filzhut über die Stirn zu ziehen und sich in eine Gruppe von Passagieren zu mischen, die eben auf dem Perron erschien und nach Plätzen suchte. Ob ihn Frau Goltermann dennoch erblickte, er mußte es daraus ankommen lassen. In seiner Angst vor ihr war's ihm, als habe sie hinter ihm seinen Namen genannt. Das hatte ihm noch gefehlt! Morgen wußte also schon alle Welt, daß er mit der Frau Schenck zu sammen gereist! 7. EinDamenbesuch. Der Winter war gekommen. Erich schien vergessen zu haben, in der Wirklichkeit aber gab er sich nur den Schein. Um eben ganz zu vergessen, hatte er sich in den vollen Strudel derGesellschaft hineingestürzt und diese hatte auch kein Interesse mehr, sich an seinen ehelichen Schiffbruch zu erinnern. Im Gegentheil, er, ein interessanier Mann, der an der wieder so heftig nach oben sich bewegenden Börse großes Glück haben sollte, er war der Damenwelt ein begehrenswerther Mann.
Liese erzählte gerne, er mache der Hübschen Wittwe Schenck eifrig den Hof, doch war das nur sehr bedingt der Fall. Er hatte nicht umhin gekonnt, dieser im Sommer in einem Badeorte zu begegnen, und Beide hatten sich über das verhängnißvolle Billet ausgesprochen. Frau Goltermann war die Beranlasserin dieses Geredes, denn sie hatte ihn damals wirklich auf dem Bahnhofe bemerkt. Erich war, seit er nicht mehr für die kostbaren Bedürfnisse seiner Frau zu sorgen hatte, auch von seinem Vorurtheil gegen eigene Equipagen zurückgekommen; er hielt jetzt eine solche und einen Lakaien, den er früher nur zeitweise als Lohndiener beschäftigte. Eines Mittags kehrte er aus einer Sitzung des Verwaltungsrathes sehr abgespannt zurück. Alle seine Räume waren jetzt wieder für die Gesellschaft geöffnet. Das Portrait Jennys war verschwunden als eine ihm peinliche Erinnerung. Der Knabe hatte sich über das Verschwinden seiner Mutter beruhigt, seit er dieses Bild nicht mehr sah. Und so ging denn Alles wieder seinen alten Weg. Während nunErich an seinem Frühstückstisch saß, meldete ihm der Diener verlegen, es sei -eine Dame im Vorzimmer, die er habe empfangen müssen, während er mit dem Knaben gespielt, da Frau Behringer, die Erzieherin, ausgegangen sei. Eine Dame?" fragte Erich, halb unwillig über die Störung. Der Diener ward noch mehr verle-gen.
Ja." stotterte er und setzte hinzu: Harry. der Knabe, sei überglücklich gewesen, als er sie gesehen, sei auf sie
; zugestürzt . . . ." Weiter kam er nicht, j Erich erhob sich befremdet. Er trat ; in das Wohnzimmer, hörte dieStimme ; des Knabe und lauschte an der Thür
des Empfangszimmers. Mama! Meine lieb, gute Mama, bist Du wieder da?" vernahm er die Kinderstimme. Das Schloß der Thür bewegte sich unter dem Zittern seiner Hand. Bleich stand er da. Wie ein Schlag suhr cs durch seine Glieder; sein Herz stockte; es fauste ihm in den Ohren, im GeHirn. Er war nicht im Stande, das Unglaubliche zu fassen, daß sie es habe wagen können. . . . Groll und Mitleid theilten sich in seine Gefühle. Das Kind gedachte ja doch noch immer seiner Mutter bei jeder Gelegenheit; es wußte ja nichts von ihrer Schuld! Wie aber sollte er ihr begegnen? Wie sollte er sie wiederfinden? War er zur Vergebung bereit? Nimmermehr! All' der Groll, der in ihm noch schlummerte, bäumte sich gegen den Gedanken auf. Und wenn sie als Bettlerin wiederkam, nimmermehr! .... Endlich war er im Stande zu einiger Fassung. Er hörte sie leise zu dem Knaben sprechen, der ihr noch immer seine Schmeichelworte sagte, doch unterschied er ihre Stimme nicht. Aber er mußte.... Und so kalt durchströmte es seine Brust, als er sich aufrichtete. Er schloß die Augen für einen Moment, dann athmete er schwer auf. um sich von der Last zu befreien, die ihn fast erdrückte. Vielleicht hatte sie drüben jenseits des Oceans von dem Glänze erfahren, in dem er jetzt lebte; vielleicht hatte nur der sie wieder herübergelockt, und das wappnete ihn mit dem Entschluß, ihr unter keinen Umständen zu vergeben. Ein Räuspern sollte ihr sein Kommen anzeigen. Er öffnete geräuschlos die Thür mit fester Hand und sah sich vor einer Grippe, die ihm doch das Herz wieder erzittern machte. Da saß sie, Jenny, ganz wie er sie früher zu sehen gewohnt war, wenn sie von einem Ausgang zurückgekehrt, in einem Sessel, ein kleines Winter - Capotehütchen auf dem dunkelblonden Scheitel, in einfacher dunkler Kleidung, einem Peluche - Paletot, das Antlitz auf den Knaben gesenkt, den sie im Schooß' hielt, während dieser mit einem an ihrer Brust hängenden Medaillon spielte, das sie selbst ihm geöffnet zu haben schien, um ihn zu beschäftigen. Beide hatten ihn noch nicht gewahrt.
Er selbst, der noch den Drucker der Thür in der Hand hatte, schien g:schlagen durch diesen Anblick, unter einer Empfindung, als gehe ihm ein Schauern durch das Herz. Er war keiner Bewegung fähig, bis ihn die Stimme des Kindes zusammenfahren ließ. So lange warst Du fort von Deinem Harry, Mama, und ich bin gar nicht mehr froh . gewesen! Jetzt aber " Er ließ das Medaillon und legte ihr die Aermchen um den Hals. Jetzt bleibst Du bei mir! Wie wird sich Papa freuen!" Sie drückte dem Kleinen einen Kuß auf die Stirn. Und jetzt, als der Drücker unter Erichs &anb sich imu rend bewegte, bob sie das Antlitz erschreckend, wenigstens überrascht, schlug den Schleier noch höher zurück und ließ den Knaben vom Schooße gleiten, tor, ihn erblickend, mit überglücklichem Gesichte zu ibm sprang. Papa, 'sie ist wieder da! Freu' Dich doch. Papa!" Damit haftete er sich an den Rockschoß des Vaters und blickte so froh zu ihm auf. Inzwischen hatte auch sie sich erhoben, schaute ihm frei und offen entgegen, während ihre kleinen, in grauen Handschuhen steckenden Finger die von dem Knaben in Unordnung gebrachte Hutschleife unter dem Kinn zurecht schoben. . Ich bitte um Verzeihung," begann sie, einen knappen Schritt zu ihm thuend. Sie stockte, betroffen durch das kalte, schroffe und sirenge Antlitz, in das sie schaute, daS aber, während ihre Augen auf ihm hafteten, einen Ausdruck annahm, vor dem sie erschrak, denn Erich batte die Auaenlider bald a-sltuNen und sckaute fie drobend, un.
Over-Work Weakens Your Kidneys. Unnealtny Kidneys Makc Impure Blood.
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All the blood in your body passes through your kidneys once every three minutes.
I he kidneys are ycur blood purif iers. they f ilter out the waste cr impurities in the blood. If they aresick cr cut cf erder, they fail to do their werk. Pains, achesandrheumatism ceme fron excess cf uric acid in the blood, due to nerlected
kidney trouble. Kidney trouble causes quick er unsteady heart beats, and makes one feel as though they had heart trouble. because the heart is over-working in pumping thick, kidneypoisoned blood through veins and arteries. It used to be considered that only urinary troubles were to be traced to the kidneys, butnow modern science proves that nearly all constitutional ciseases have their beginning in kidney trouble. If you are sick you can make no mistake by first doctoring your kidneys. The mild and the extraordinary effect es Dr. Kilmer's Swamp-Root, the great kidney remedy is soon realized. It Stands ths highest for its
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er oruckte'den Knaben an sich, als wolle er ihn vor ihr bewahren. Um Verzeihung bat sie! Ja, das war das Wort, ohne das sie mit der größten Kühnheit nicht hätte wagen dürfen, seine Schwelle wieder zu betreten! Sie hatte sich nicht verändert; das sah sein sie zürnend prüfendes Auge sie war schöner, frischer noch als sie in ihrer fortwährenden Unzufriedenheit gewesen. Das Leben konnte ihr auch nicht mitgespielt haben, seit sie fortgegangen war, denn ihrAntlitz war so jugendlich, nur ein wenig dunkler gefärbt durch die Reise über brnOcean; ihre Stimme klang etwas tiefer, hatte a&cr dieselbe englische Betonung, vielleicht jetzt um eine Ndance mehr als
sonst. Aber diese Miene der Unbefangenheit, die sie ihm nach der ersten Ueberraschung zeigte: Pochte sie auf das Kind, das für sie gesprochen? War sie vielleicht gekommen, es abzuholen? Er drückte den Knaben fester an sich, als dieser wieder unruhig wird. Ich habe doch jedenfalls die Ehre, Herrn Dr. Soltmann . . . V vernahm er, als sie plötzlich verlegen wurde. Die Frage machte ihn stutzen. Er ritz die Augen auf. Aber sie war es leibhaftig; "kein Zweifel! Sie ward unruhig und blickte umher. Der Diener draußen schien mich nicht zu verstehen." sprach sie weiter; nur das Kind kam mir so freudig entgegen, als ich nach meiner Schwester fragte. In Erichs Antlitz ging eine jäbe Veränderung vor. Aber er verstand sie nicht. Er starrte sie an. Ihrer... ?" Er ließ den Arm von der Schulter des Knaben sinken. Nein, das verstand er nicht! Sie fragte nach.... Die Worte versagten ihm. Er wollte ihr näher treten, aber sein Fuß regte sich nicht. Sie schüttelte, vor sich blickend, dea Kopf und das gab ihm Muße, sie noch einmal anzustarren. Ich muß miÄ Ihnen vorstellen," fuhr sie fort, die Stirn wieder erh?bend, und ihre Stimme klang jetzt dewußter. Ich bin Jennys Zwillingsschwester Mary. Mit meinem l)?irx wanderte ich von San Francisco aus. wo es uns schlecht erging. Wir kamen nach Hongkong, von da gingen wir nach Moskau, wo der Oheim einer der reichsten Theehändler ist. Wir Kinder wurden im frühesten Alter schon getrennt." Jetzt ließ Erich die Stirn sinken. Ihre Schwester?" sprach er vor sich hin. Wir sind erst seit einigen Tagen hier. Vor einigen Jahren hörte ich zum ersten Male von ihr, auch daß sie einen Dr. Soltmann geheirathet und Hieher gezogen." Erich richtete sich auf, er ließ die Hand von dem Knaben und dieser, der auf nichts gehört, nur sie verlangend angeblickt, eilte zu ihr und drängte sich an sie. Fc.st unglaublich!" rief er, dem sich doch eine Last vom Herzen gewälzt. Sie, die Schwester?" Sein Benehmen erschien ihr unverständlich. Sie blickte zur Thür, als beunruhige sie dieser Empfang, während das Kind ängstlich ihre Kniee umfaßte. Ich kann Jenny also nicht sprechen?" fragte sie. Dieser Name that Erich weh. Seit so lange hatte er ihn nicht mehr gehört. Er suchte nach Fassung. Plötzlich aber schien er Herr über seine Empfindung zu werden. Er hob die Stirn, schritt zum Tisch und drückte an die Schelle. Dcr Diener trat ein und schaute mit sichtbare? Furcht die Dame an. (Fortsetzung folgt.) Kindermund. Töchterchen: Nicht wahr. Mama, die Negerinn: pudern sich mit Nuß?"
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